28. März 2021

  • NETZPOLITIK.ORG: Zehn Jahre Vroniplag-Wiki: Das Problem der Plagiate wird weiter ignoriert (Constanze Kurz) "[Abbildungsunterschrift:] An der Charité promoviert: Die Ärztin hat eine Doktorarbeit als Eins-zu-Eins-Kopie übernommen, die zwei Jahre vorher beim selben 'Doktorvater' eingereicht worden war. Sie hat zwar die Zahlen verändert, aber vergessen, die Prozentsätze anzupassen, die sie 1 zu 1 übernahm. Sie praktiziert als Urologin in Berlin-Wilmersdorf."

Juli 2019

  • UnAufgefordert. Studierendenzeitung der Humboldt-Universität zu Berlin (Nr. 251, S. 6-8, hier S. 6): Abschreiben leicht gemacht (Anna Lindemann, Gabriel Rinaldi, Tim Stripling) "Durch ihre Arbeit bei 'VroniPlag' sind Weber-Wulff schon die dreistesten Plagiate aus der Humboldt-Universität auf ihrem Schreibtisch gelandet. [...] Ein Fall löst bei ihr noch heute besonders großes Kopfschütteln aus. 2010 promovierte die Ärztin Anita Lisowski an der Charité im Fachbereich Urologie. Dass zwei Jahre zuvor eine in Titel und Inhalt nahezu wortgleiche Doktorarbeit bei ihm eingereicht wurde, hatte Lisowskis Doktorvater damals offenbar nicht gestört. Der Doktortitel wurde ihr 2014 entzogen, nachdem das Plagiat bei VroniPlag entdeckt wurde. Der Spiegel titelte damals 'Frau Doktor Dreist'. Heute betreibt sie eine Privatpraxis für Urologie in Berlin."

26. September 2014

  • Berliner Kurier: Schummel-Ärzte entlarvt (Marc Fleischmann) "In den Arbeiten der beiden Berliner Urologen Alexander M. (Tempelhof) und Anita L. (Pankow) finden sich auf allen Seiten Plagiate."

30. Mai 2014

  • SPIEGEL ONLINE: Frau Doktor Dreist. Windige Mediziner-Promotionen (Carola Padtberg) "Einen derart drastischen Fall gab es an der Berliner Universitätsklinik Charité: Eine niedergelassene Ärztin formulierte nicht nur Passagen um, sondern reichte offenbar eine nahezu komplette Kopie einer zwei Jahre zuvor erschienenen Arbeit ein - beim selben Doktorvater, der schon die Quellarbeit zur gültigen Promotion gemacht hatte. Die Doktorandin fügte auf den 55 Seiten ihrer Arbeit im Fachbereich Urologie nur wenige eigene Sätze und einzelne Wörter ein. Der Rest des Textteils der Arbeit ist ein Komplettplagiat, die Quelle wird in ihrer Arbeit an keiner Stelle genannt. Copy, Paste, fertig. [...] Pikant ist an dem aktuellen Berliner Fall auch, dass die Doktorandin wohl auch die Daten ihrer Arbeit frisiert hat. [...] Der Doktorvater, heute Urologie-Professor an einer Privatklinik, hatte auf derselben Datenbasis bereits 2006 einen englischsprachigen Aufsatz verfasst. Heute kann er sich an die Berliner Doktorandin nur vage erinnern. Er habe sie gekannt und die Promotion 'wohl in den Händen gehalten'. Er sei aber nicht sicher, ob er die Arbeit selbst betreut habe, sagte er SPIEGEL ONLINE."

16. Juni 2014

  • Laborjournal: Editorial (Heft 6/2014) (Die Redaktion) "Wie die Plagiatsexperten von Vroniplag auf ihrer Website jedenfalls dokumentieren, gab Lisowski nahezu eine Eins-zu-Eins-Kopie der Originalarbeit von 2008 ab. Übrigens auch beim gleichen Betreuer/Gutachter wie seinerzeit. Der heißt Prof. Dr. Michael Lein, war damals Leitender Oberarzt am Campus Mitte der Charité, ist heute Chefarzt in Offenbach und wohl ebenfalls ein Freund von Effizienz. Denn offenbar schmiss Lein seine Doktorandin nicht hochkant aus dem Arbeitszimmer, nachdem sie ihm die Doublette überreicht hatte – nein, man muss vermuten, dass er ihr erfreut auf die Schulter klopfte."

30. Mai 2014

  • SPIEGEL ONLINE: Windige Mediziner-Promotionen: Frau Doktor Dreist (Carola Padtberg-Kruse) "Erfundene Daten, kopierte Texte: Aktuelle Plagiatsfälle in Medizin-Doktorarbeiten aus Münster und ein besonders dreister Fall in Berlin zeigen, wie wenig ein "Dr. med." oft wert ist. [...] Eine niedergelassene Ärztin formulierte nicht nur Passagen um, sondern reichte offenbar eine nahezu komplette Kopie einer zwei Jahre zuvor erschienenen Arbeit ein - beim selben Doktorvater, der schon die Quellarbeit zur gültigen Promotion gemacht hatte. [...] Copy, Paste, fertig. [...] Dokumentiert haben den Fall die Plagiatssucher der Webseite Vroniplag-Wiki."
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