Der erweiterte Pressespiegel soll dazu dienen, Pressemeldungen, die zum Themenkomplex Plagiarismus gehören und keinen direkten Bezug zu VroniPlag haben, zu sammeln. Jeder ist eingeladen, hier Artikel, die er für interessant oder relevant hält, aufzulisten. Die letztendliche Entscheidung, ob ein Artikel im erweiterten Pressespiegel verbleibt, behalte ich mir vor.

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27. Oktober 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

6. Oktober 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • HNA: Falsche Ärztin sitzt nach Tod von Patienten immer noch in Untersuchungshaft - Plagiatsverfahren läuft. Prüfverfahren zu Doktorarbeit bisher ohne Ergebnis (Maja Yüce, Daria Neu, Katja Rudolph) "Jenseits der strafrechtlichen Vorwürfe läuft an der Uni Kassel ein Plagiatsverfahren gegen die 49-Jährige. [...] Nach einem HNA-Bericht im vergangenen November, wonach in der Dissertation an vielen Stellen abgeschrieben und gegen wissenschaftliche Standards verstoßen wurde, hatte der zuständige Promotionsausschuss des Fachbereichs ein Prüfverfahren gestartet.
    Fast ein Jahr später sind an der Hochschule erste Stimmen zu hören, ob das Plagiat überhaupt ernsthaft verfolgt werde. Auf Nachfrage der HNA teilte ein Uni-Sprecher mit, dass die 'Vorarbeiten zur wissenschaftlichen Überprüfung' in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen worden seien. Meike W. habe nun Gelegenheit zur Stellungnahme. Wann das Verfahren abgeschlossen werde, sei offen, so der Uni-Sprecher."

5. September 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Passauer Neue Presse: Plagiate: Uni und OTH beugen der Problematik präventiv vor (Kathrin Lechl) "Immer wieder liest und hört man von Plagiatsaffären. Wie handeln die Uni Regensburg und OTH Regensburg bei Verdacht auf Plagiat? [...] Liegt ein Verdachtsfall vor, wird an der Uni Regensburg 'teils durch händische Recherche in Sekundärliteratur, teils durch automatisierte Verfahren' kontrolliert. Jan Kleine, Leiter des Präsidialbüros und Sprecher des Präsidenten an der Uni Regensburg, erklärt: 'Hierbei wird überwiegend mit Suchmaschinen im Internet gearbeitet, teilweise wird jedoch auch frei zugängliche, teilweise lizensierte Plagiatssoftware eingesetzt.' [...] Auch an der Uni Regensburg sind in den Jahren 2014 bis 2018 keine Plagiatsfälle bekannt geworden, lediglich sechs Verdachtsfälle, die sich jedoch bei der Nachprüfung als nicht stichhaltig erwiesen haben. Allerdings kam es in der Vergangenheit laut Präsidialbüro zur nachträglichen Aberkennung von Titeln: 'An der Universität Regensburg sind in den letzten knapp 20 Jahren geschätzt fünf Plagiatsfälle bekannt geworden, in denen über die Rechtsabteilung ein bereits zuerkannter Titel/Grad wieder nachträglich aberkannt werden musste.'"

21. August 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • der Freitag: Sie bleibt dabei! (Michael Angele) "Als die Plagiatsvorwürfe laut wurden, haben wir unsere Autorin, Stichwortgeberin und Interviewpartnerin Cornelia Koppetsch gegen den, wie es schien, kleingeistigen Anwurf verteidigt, die Soziologin hätte in ihrem brillanten Bestseller Gesellschaft des Zorns von anderen abgekupfert. Nun fällte die TU Darmstadt ein vernichtendes Urteil über ihre Professorin. [...] Was soll man da sagen? Vielleicht, dass Frau Koppetsch in ihren Schriften zwar auch plagiiert hat, aber immer so, dass es anders als in dem korrekt zitierenden, jedoch umständlichen Kommentar, den Sie gerade lesen, nicht langweilig geworden ist? [...] Das allerletzte Wort soll indes die Soziologin haben. Cornelia Koppetsch schreibt mir: 'Ich bleibe dabei, dass ich nicht absichtlich plagiiert habe.'"

21. Juli 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17. Juli 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Süddeutsche Zeitung: Premierminister soll plagiiert haben (Viktoria Großmann) "Der slowakische Premierminister Igor Matovič hat offenbar seine Diplomarbeit abgeschrieben. [...] In den vergangenen Wochen erst war bekannt geworden, dass es sich auch bei den Abschlussarbeiten des Parlamentspräsidenten Boris Kollár und des Bildungsministers Branislav Gröhling um Plagiate handeln soll. [...] Auf seiner Facebook-Seite räumte Matovič ein, im Studium 'gefaulenzt' zu haben, eines Fehlers in seiner Abschlussarbeit sei er sich aber nicht bewusst gewesen. 'Soll ich deshalb zurücktreten?', schreibt er. [...] Nachdem Kollárs Plagiat bekannt geworden war, hatte Matovič erklärt, er werde ein neues Gesetz schaffen, nachdem jeder, der seinen Posten durch eine gefälschte Abschlussarbeit erlangt hat, Titel und Posten verlieren müsse. Seinen Parlamentspräsidenten nahm er davon allerdings aus."

14. Juli 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Plagiatsfälle in der Slowakei: Auch der Bildungsminister steht unter Verdacht (dpa) "Dem slowakischen Bildungsminister Branislav Gröhling wird vorgeworfen, beim Abschluss seines Jura-Studiums ein Plagiat begangen zu haben. Seine Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 habe der Politiker zu großen Teilen einfach aus anderen Arbeiten zusammengefügt und diese Quellen nicht eindeutig zitiert, berichtete die liberale Tageszeitung 'Dennik N' am Montag online. Am selben Tag kam 'Sme.sk' anhand von Textbeispielen zu dem Schluss: 'Dass er abgeschrieben hat, ist auf den ersten Blick zu sehen.'
    [...]
    Der konservative Regierungschef Igor Matovic erklärte vor Journalisten, dass er Gröhling nicht als Minister verlieren wolle. Allerdings wies er auch darauf hin, dass ausgerechnet Gröhling von der Regierung beauftragt sei, neue Regeln zur Verhinderung von Plagiaten einzuführen."
  • DER SPIEGEL: Rumänischer Ex-Regierungschef Ponta ist ein Promotionsbetrüger. Doktorarbeit abgeschrieben (him/dpa) "Mehr als ein Drittel der Seiten war abgekupfert: Die Doktorarbeit des früheren rumänischen Ministerpräsidenten ist in weiten Teilen ein Plagiat. Das entschied nach jahrelangem Rechtsstreit das Oberste Gericht des Landes. [...] Der Vorwurf war bereits im Jahr 2012 erhoben worden. Ponta hatte gegen den Vorwurf geklagt. Unter anderem hatte die Ethik-Kommission der Universität Bukarest damals einstimmig festgestellt, dass Ponta 115 von insgesamt 297 Seiten seiner Dissertation ohne Quellenangabe aus anderen Werken abgeschrieben hatte."

7. Juli 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DER SPIEGEL: Slowakischer Parlamentspräsident übersteht Misstrauensvotum (asc/dpa) "Der slowakische Parlamentspräsident Boris Kollar steht im Mittelpunkt eines Plagiatsskandals. Nun hat er demonstrativ seine eigene Absetzung beantragt - die Parlamentarier wollten ihn aber im Amt lassen. [...] Die Tageszeitung 'Dennik N' hatte Ende Juni dokumentiert, dass Kollar große Teile seiner Diplomarbeit direkt von einer Arbeit seines Betreuers an einer Privathochschule übernommen hatte. Der Millionär gehört zu den umstrittensten Politikern der Slowakei."
  • Nordwest-Zeitung (S. 7): Gibt es weitere Betrugsfälle im Museum? (Christoph Kiefer) "Oldenburgs damaliger Oberbürgermeister Gerd Schwandner geizte bei der Verpflichtung von Friedrich Scheele nicht mit Vorschusslorbeeren. [...] Doch wenige Jahre später war die Begeisterung gewichen. Schwandner mahnte seinen Museumsdirektor wegen eines Plagiatsvorwurfes ab. Scheele habe, so hieß es, einen kompletten Text samt Fußnoten für einen Katalog zur Ausstellung über Otto Pankok 2013 im Horst-Janssen-Museum von einem anderen Autor geklaut. Die dafür vorgesehenen Katalogseiten mussten unbedruckt erscheinen."

1. Juli 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oberösterreichische Nachrichten (S. 2): Schwere Plagiatsvorwürfe und Rechtsstreit an der Linzer Kepler-Uni [€] "Mit schweren Plagiats-Vorwürfen ist eine Kulturwissenschafterin konfrontiert, die an der Linzer Johannes-Kepler-Universität (JKU) in der Lehre tätig war. Sie soll unter anderem in ihrer Habilitationsschrift Passagen aus Wikipedia kopiert haben. [...] Vom 'schwersten Plagiatsfall in der jüngeren österreichischen Universitätsgeschichte' spricht der Salzburger Medienwissenschafter und 'Plagiatsjäger' Stefan Weber, der an der Universität Wien unterrichtet. Seine Untersuchungen hätten ergeben, dass sich in einem Aufsatz der Kulturwissenschafterin mehr als 50 Prozent ungekennzeichnete Übernahmen aus fremden Texten finden, etwa aus Blogbeiträgen und Internet-Rezensionen. In der Habilitationsschrift seien es 37 Prozent. [...] 'Die Vorwürfe sind unbegründet, meine Mandantin hat weder in dem einen Fall noch in dem anderen Fall Teile anderer Werke - Wikipedia oder Bücher - übernommen', sagt Thomas Fraiß aus Wien, Anwalt der Betroffenen. Sogenannte Gutachten zu den Plagiatsvorwürfen hätten sich anscheinend darauf beschränkt, im Internet zu googeln, anstatt eine wissenschaftlich fundierte Recherche anzustellen."
  • DER SPIEGEL: Ernennung von Brasiliens neuem Bildungsminister rückgängig gemacht (fek/dpa/Reuters) "Brasiliens neuer Bildungsminister Carlos Decotelli machte offenbar falsche Angaben zu seiner Laufbahn als Forscher, etwa an der Uni Wuppertal. [...] Laut der Nachrichtenagentur Reuters wird Decotelli zudem bei seiner Masterarbeit des Plagiats bezichtigt. Der designierte Minister bestreitet die Vorwürfe."

29. Juni 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Märkische Oderzeitung (S. 4): Bolsonaros peinliche Personalie. Die Ernennung des Afrobrasilianers Decotelli zum Minister, droht für Bolsonaro zum Rohrkrepierer zu werden (Tobias Käufer) "Eine Universität aus dem argentinischen Rosario erklärte, den in Decotellis Lebenslauf angegebenen Doktortitel aus Rosario gäbe es gar nicht. [...] Damit wäre auch die Post-Doktorarbeit an der Uni Wuppertal zweifelhaft, die in seinem Lebenslauf auftaucht und von der Decotelli am Sonnabend nichts mehr wissen wollte. [...] Inzwischen melden sich auch Plagiatsjäger in Brasilien, die die Masterarbeit Decotellis unter die Lupe genommen haben. Mehrere Teile sollen aus anderen Arbeiten abgeschrieben worden sein. [...] Ein Bildungsminister, der sich in seinem Lebenslauf mit akademischen Titeln schmückt, die es so gar nicht gibt und dessen Arbeiten zum Teil abgeschrieben sein könnten, ist in dieser Funktion nicht tragbar."

26. Juni 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • APA Journal Osteuropa: Slowakischer Parlamentspräsident steht unter Plagiatsverdacht (APA/dpa) "Am Freitag gab der Chef der rechtspopulistischen Regierungspartei Wir sind eine Familie in Bratislava bekannt, seinen 2015 unter umstrittenen Umständen an einer kleinen Privathochschule erworbenen Titel Magister zumindest in Zusammenhang mit seiner politischen Arbeit nicht mehr zu verwenden. Zugleich wies der Millionär aber Vorwürfe zurück, bei seiner Diplomarbeit betrogen zu haben. [...] Die liberale Tageszeitung 'Dennik N' hatte zuvor dokumentiert, dass der einflussreiche Unternehmer wesentliche Teile seiner Diplomarbeit mitsamt allen darin enthaltenen Quellenzitierungen direkt von einer wissenschaftlichen Arbeit seines Betreuers an der Privathochschule übernommen habe. [...] Der konservative Regierungschef Igor Matovic hatte schon am Donnerstag erklärt, der Erhalt der Regierungskoalition sei ihm wichtiger als alle Zweifel an Kollars Diplomarbeit."

19. Juni 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Standard: Schummeln in Zeiten digitaler Distanz: "Wir sind noch immer zu sanft" (Lisa Nimmervoll) "Die Umstellung des Unibetriebs auf Distanz-Modus habe 'das Thema noch dringlicher gemacht, auch wenn es schon vorher virulent war', sagt der Plagiatsgutachter [Stefan Weber] im STANDARD-Gespräch: 'Es ist ein Faktum, dass wir im internationalen Vergleich noch immer zu mild, zu sanft im Umfang mit Schummlern sind, fast schon plagiatsfreundlich. Österreich ist das fehlverhaltenfreundlichste Land, was wissenschaftliches Arbeiten anlangt.' [...] Im österreichischen Unigesetz wurde dagegen erst 2015 hineingeschrieben, was man überhaupt unter Plagiat zu verstehen hat. Das Bewusstsein sei bis heute kaum vorhanden, erzählt Weber von einer aktuellen Probeklausur an der Uni Wien im zweiten Studiensemester, 'bei der niemand korrekt zitieren konnte'."

8. Juni 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neue Zürcher Zeitung (S. 5): Widerstand lohnt sich doch. Ein wissenschaftliches Institut in Belgrad wehrt sich mit internationaler Unterstützung gegen die Gleichschaltung durch die Regierung (Volker Pabst) "Bildungsfragen bewegen in Serbien aber durchaus. An den Protesten des letzten Jahres wurden immer wieder die Plagiatsskandale von Politikern thematisiert. Dass die Universität Belgrad dem Finanzminister Sinisa Mali den Doktortitel aberkannte, dies auf seine politische Karriere aber keinerlei Einfluss hatte, sahen viele Demonstranten als Beleg dafür, dass die Nähe zum Regime viel wichtiger ist als persönliche Integrität und Leistung. Im Gespräch erklärten damals junge Protestteilnehmer, ohne wirklichen Wandel sähen sie keine Zukunft in Serbien. Laut einer Schätzung emigrieren jeden Tag 170 Personen aus dem Land."

27. Mai 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tagesspiegel: Das Gespenst der Cancel Culture. Angebliche Sprechverbote an Hochschulen (Floris Biskamp) "Die Erfolgsgeschichte des Buches [von Cornelia Koppetsch: 'Gesellschaft des Zorns'] endete im November, als der bayrische Buchpreis verliehen wurde, für den Koppetsch nominiert war. In einer überraschenden Wendung artete die Buchpreisverleihung zu einer Demontage der Autorin aus, bei der ausgedehnte Plagiate im Buch bemängelt wurden. Der Verdacht erhärtete sich in den folgenden Wochen, als zahlreiche weitere Plagiate gefunden wurden, die weit mehr waren als bloße 'handwerkliche Mängel'. [...] Wenn eine Professorin ein polemisches Buch voller Plagiate veröffentlicht, dafür in fast allen großen Medien in den Himmel gelobt, aber vereinzelt auch angegriffen wird, mag dies exemplarisch für vieles stehen – aber sicher nicht dafür, dass an den Universitäten eine Kultur des Absagens virulent wäre, die die Freiheit anderer Meinungen gefährden könnte."

26. Mai 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wiener Zeitung Online: Plagiat oder nicht Plagiat - das ist die Frage (Edwin Baumgartner) "Klarere Fälle sind die Aberkennungen der Doktorgrade beispielsweise des deutschen Ex-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg oder der deutschen Ex-Forschungsministerin Annette Schavan: Sie hatten in ihren Dissertationen abgeschrieben, die Passagen, die fremdes geistiges Eigentum waren, aber nicht mittels Zitatnachweis als solches ausgewiesen."

22. Mai 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tagesanzeiger: Weshalb die Uni Geldstrafen einführen will [€] (Martin Sturzenegger) "Das Sanktionsregelwerk soll im Wesentlichen durch zwei Punkte ergänzt werden: gemeinnützige Arbeitseinsätze von bis zu 40 Tagen und Geldstrafen von maximal 5000 Franken. Diese könnten etwa bei Plagiaten in Dissertationen, unerlaubten Handlungen während Prüfungen oder politischen Störaktionen verhängt werden. [...] Fehlbare Studierende könnten teilweise nicht sanktioniert werden, weil sie ihr Studium bereits abgeschlossen haben, sagt Schwarzenegger. Eine Suspendierung sei in diesem Fall wirkungslos - nicht hingegen gemeinnützige Arbeit oder eine Geldstrafe. Letztere soll in erster Linie für Plagiatsfälle ausgesprochen werden. Für Studierende etwa, die einem Ghostwriter bis zu 10'000 Franken für eine Dissertation bezahlen. 'Wir haben jedes Jahr solche Fälle und gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.'"

7. Mai 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BTC Echo: Selbsternannter Bitcoin-Erfinder Craig Wright soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben (Christopher Klee) "Craig Wright, der australische Programmierer, Ökonom, Pastor, Anwalt, Banker, Mathematiker und selbsternannte Erfinder von Bitcoin, hat beinahe so viele Hüte auf, wie der ehemalige Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg Vornamen besitzt. Was die beiden außerdem vereint: Wright soll bei seiner Doktorarbeit ebenfalls abgeschrieben haben. Diesen Vorwurf erhebt zumindest ein Autor, der unter dem Namen 'Paintedfrog' die Dissertation von Wright unter die Lupe genommen hat. [...] So soll Wright an vielen Stellen seiner Doktorarbeit fremde Textauszüge wörtlich übernommen haben – inklusive Fehlern in Rechtschreibung und Grammatik. [...] Insgesamt hat Paintedfrog auf 30 der über 250 Seiten von Wrights Dissertation mutmaßliche Plagiate entdeckt."

5. Mai 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Forschung und Lehre: Zwischen Original und Plagiat. Wissenschaftliche Arbeiten und KI (Doris Weßels) "Es darf davon ausgegangen werden, dass die 'Best Practices' zur Überlistung gängiger Plagiatserkennungs-Software eine schnelle virale Verbreitung in studentischen Kreisen finden werden oder bereits gefunden haben. [...] Für die Hochschulleitungen und Lehrenden ergeben sich neue Fragestellungen:
    1. Wie kann der Plagiatsproblematik heute und zukünftig begegnet werden?
    2. Welche Auswirkungen haben diese disruptiv anmutenden Entwicklungen der Digitalisierung auf Prüfungsleistungen in Form schriftlicher Haus- und Abschlussarbeiten?
    3. Wie ist das 'System Hochschule' anzupassen, um seinem Bildungs- und Qualitätsanspruch im digitalen Zeitalter gerecht zu werden?
    [...] Die Problematik kann über effektive Ansätze zur Vermeidung von Plagiaten entschärft werden. Parallel dazu sind didaktische Ansätze und Prüfungsverfahren anzupassen. Leider verhindert der wahrgenommene 'Massenbetrieb' an vielen Hochschulen eine kontinuierliche Betreuung des Schreibprozesses der Studierenden und die fortlaufende Beobachtung der Textentstehung durch die Lehrenden. [...] In jedem Fall rüttelt dieses 'disruptive' Szenario an den Grundfesten von Hochschulen und ihrem akademischen Selbstverständnis."

4. Mai 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Tagesspiegel (S. 22): Zweierlei Maß für Politiker-Plagiate (George Turner) "Die Uneinigkeit der wichtigsten Gremien der Wissenschaft führt dazu, dass Beliebigkeit und Unsicherheit herrschen. Jede Universität macht das, was sie für angemessen hält. So ist es vorgekommen, dass eine frühere Bundeswissenschaftsministerin ihren Titel verloren hat, obwohl der Fakultät seinerzeit durchaus Nachlässigkeit im Promotionsverfahren nachzuweisen waren; anderenorts wird eine in der Promotionsordnung gar nicht vorgesehene Maßnahme erteilt.
    Im ersten Fall entsteht der Eindruck, die im Plagiatsverfahren mit der Sache befasste Fakultät will demonstrieren, dass sie Härte zeigt, vielleicht um fehlende fachliche Reputation zu ersetzen."

28. April 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nordbayerischer Kurier (Print: 29.04.2020, S. 8): „Politik ohne Wissenschaft ist blind“. Der neue Ethikrat und Gesundheitsrechtsexperte Stephan Rixen zur Corona-Situation [€] (Interview: Ute Eschenbacher)
    "Als Sprecher des DFG-Gremiums 'Ombudsman für die Wissenschaft' haben Sie sich mit wissenschaftlichem Fehlverhalten befasst. Können Sie dazu einige Beispiele nennen?
    Rixen: Es geht um wissenschaftliche Integrität, also alles, was das Vertrauen in die Wissenschaft fundamental gefährdet. Allein im letzten Jahr haben wir uns mit mehr als 150 Anfragen befasst. Da geht es etwa um Konflikte über Autorschaften, also darüber, wie bei Publikationen, in denen Forschungsergebnisse dokumentiert werden, die Verantwortung verteilt ist. Es geht um Konflikte bei der Datennutzung, denken Sie an den Zugang zu Biobanken. Und immer wieder geht es auch um Plagiate."

3. April 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neue Zürcher Zeitung (S. 8): Russisches Gedankenlesen gegen Corona (Nikolai Klimeniouk) "Dass die russische Wissenschaft unter Putin immer korrupter und dubioser wurde, ist in Zeiten der Corona-Krise nicht hilfreich. Es mangelt an wissenschaftlichen Autoritäten. [...] Seit Jahren decken zivilgesellschaftliche Aktivisten Plagiate und unrechtmässige Verleihungen von Doktortiteln auf. Die 2013 gegründete Initiative Dissernet listet auf ihrer Website allein 139 Direktoren und Vizedirektoren wissenschaftlicher Forschungsinstitute und 149 Rektoren von Hochschulen und Universitäten, die ihre Titel unrechtmässig erworben haben sollen. Die sind aber nicht nur Profiteure, sondern auch Ermöglicher und Betreiber des Handels mit gefälschten Doktorarbeiten, einer Krankheit, an der alle Wissenschaftsbereiche in Russland leiden."

24. März 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Achtung, Fußnote! (Jochen Zenthöfer) "Trotz intensiver Plagiatsaufarbeitung in der deutschen Wissenschaft werden weiterhin neue Rechtfertigungsstrategien entworfen. [...] Nun wird [..] ein neues Argument vorgebracht, bei dem Plagiate als Fußnotenfehler verharmlost und zugleich mit der vermeintlichen Originalität eines Textes verrechnet werden. 'Juristen und Wissenschaftler sollten sich von der öffentlichen Diskussion nicht irremachen lassen', meint der Bielefelder Staatsrechtler Andreas Fisahn in der 'Neuen Juristischen Wochenschrift' und fordert, man solle darauf dringen, 'dass der Erkenntnisgewinn einer Arbeit bei deren Bewertung mindestens ebenso zu berücksichtigen ist wie der Fußnotenapparat'. Letztendlich sei alles eine Frage der Abwägung."

2. März 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tagesspiegel (S. 21): Promotionsgehalt? Bitte nicht! (George Turner) "So dürfte es auch mit dem neuerlichen Vorschlag werden. Dabei könnte eine Rolle spielen, dass der 'Dr.' weniger an Attraktivität als an Ansehen verloren hat. So würde eine Ausweitung des Promotionsrechts über die Universitäten hinaus, wie sie etwa die Fachhochschulen anstreben, dem Doktortitel nicht gut bekommen, ebensowenig wie die Plagiatsaffären in der Vergangenheit. Nicht jede Doktorarbeit bereichert die Wissenschaft."
  • Catholic News Agency: Gregorian University clears Scottish bishop accused of plagiarism "The announcement Monday concluded an investigation begun by the university in January, following accusations that Bishop Stephen Robson of Dunkeld, Scotland, committed several acts of plagiarism in his 2003 doctoral dissertation on St. Bernard of Clairvaux. [...] Writing in an article for his scholarly journal Analecta Cisterciensia titled 'Concerns about Bishop Stephen Robson’s Dissertation on Bernard of Clairvaux,' Fr. Alkuin Schachenmayr alleged that Robson used passages apparently taken verbatim from scholars including Bruno Scott James, Jean Leclercq, Friedrich Kempf, and Robert Bartlett. Other scholars were not cited in the dissertation, but Robson’s dissertation appeared to copy or nearly copy passages from their work, Fr. Schachenmayr alleged. After its investigation, the Gregorian University said that the texts in question were all sourced by Bishop Robson in the bibliography and footnotes of his dissertation. [...] His 2003 dissertation was given the Premio Bellarmino prize by the university in 2004, for the best dissertation."

21. Februar 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • REPUBLIK (Schweiz): Wie die ETH aus einem Elefanten eine Mücke macht (Elia Blülle) "Ein Professor der Zürcher Hochschule ist mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Nicht zum ersten Mal wirft der Umgang der ETH mit einem solchen Fall Fragen auf. [...] Recherchen der Republik zeigen nun: Zwar hat die ETH eine Vorprüfung im Verdachtsfall eingeleitet, aber auf eine offizielle Untersuchungskommission verzichtet. Der Fall wurde ohne Konsequenzen ad acta gelegt. Und das, obwohl der Plagiatsverdacht plausibel ist. [...] Im 18-seitigen Schreiben vom Juli hält der amerikanische Professor fest, dass viele Teile in der Doktorarbeit von Hofstädter identisch seien mit denen von Brandner. Er weist darauf hin, dass diese exakte Übereinstimmung praktisch unmöglich sei, wenn die Experimente zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt würden. [...] Pikant in diesem Fall: Brandner und Hofstädter haben ihre Dissertationen mit acht Jahren Abstand beim gleichen Doktorvater verfasst.

18. Februar 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • General-Anzeiger (Bonn, S. 4): Der Mann für die Zahlen in der EU. Johannes Hahn gilt als unbequem (Detlef Drewes) "Dabei musste Hahn, der ein Jura-Studium nicht beendet hat, dann aber in Philosophie, Publizistik und Germanistik promovierte, um seine eigene Reputation seit 2007 vier Jahre lang kämpfen. Mehrere Wissenschaftler warfen ihm vor, seine Doktorarbeit wimmele nur so von Plagiaten. Eine Untersuchung kam zu dem vernichtenden Urteil, bei Hahns Doktorschrift handele es sich 'um eine Arbeit minderer Qualität'. Erst Ende 2011 zog die Universität Wien einen Schlussstrich unter die Affäre. Hahn durfte seinen Doktortitel behalten."

12. Februar 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankfurt Neue Presse (S. 21): Der Cartoonist als Chronist (Christian Huther) "Recht hat sie, die misstrauische Frau. Auf die Aufforderung des Arztes, ihren Oberkörper frei zu machen, kontert sie resolut: 'Zuerst zeigen Sie mir Ihre Doktorarbeit.' Eine klare Folge der Plagiatsaffäre des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg vom Februar 2011. Das ist schon eine Weile her – wer hätte das Jahr auf Anhieb gewusst? Diese Frage kann sich der Besucher des Frankfurter Caricatura-Museums in der neuen Schau unentwegt stellen. Alle 350 Werke stammen aus den vergangenen zehn Jahren."

8. Februar 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SÜDWEST PRESSE (S. 20): Ein Titel für Annette Schavan [online u.d.T. Annette Schavan ist neue Ehrensenatorin der Uni Ulm] (Christoph Mayer) "Wer von der Last des Amtes befreit ist, muss auf diplomatische Etikette keine Rücksicht mehr nehmen. Das galt auch für den Haupt-Laudator beim 'Dies academicus' der Universität Ulm. Alt-Präsident Karl Joachim Ebeling, der beim Uni-Festakt am Freitag die Lobesrede auf die neue, vom Uni-Senat im vergangenen Jahr einstimmig gekürte Ehrensenatorin Annette Schavan hielt, nahm kein Blatt vor den Mund. Ein schwarzer Tag für Ulm, ja für den gesamten Wissenschaftsstandort Deutschland, sei der 13. Februar 2013 gewesen. An diesem Tag trat die damalige Bundesforschungsministerin Schavan von ihrem Amt zurück, nachdem ihr der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf den Doktortitel wegen 'vorsätzlicher Täuschung' entzogen hatte. Ohne auf die Plagiatsaffäre selbst weiter einzugehen, bescheinigte Ebeling der CDU-Politikerin und späteren Botschafterin beim Heiligen Stuhl, als Bundesministerin und Wissenschaftspolitikerin ein 'politisches Schwergewicht und ein Glücksfall' für Stadt und Republik gewesen zu sein. [...]
    Ursprünglich hätte die 64-Jährige die Ehrensenatorwürde bereits im vergangenen Juli beim Jahrestag der Uni erhalten sollen, erwähnte der amtierende Uni-Präsident Michael Weber in seiner Begrüßung. Doch just an jenem Tag sei Schavan zum Geburtstag von Kanzlerin Angela Merkel eingeladen gewesen, und das sei nunmal vorgegangen."
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