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[1.] Dcl/Fragment 034 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-01 08:05:30 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Franzius 2004, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 11-13
Quelle: Franzius 2004
Seite(n): 1, Zeilen: 17 ff.
Diese politische Öffentlichkeit ermöglicht den Bürgern, zur gleichen Zeit zu gleichen Themen von gleicher Relevanz Stellung zu nehmen. Aus dieser staatsbürgerlichen Praxis kann Demokratisierung auf europäischer Ebene erwachsen. Politische Öffentlichkeit wird nicht als substantiell vorgegebene Größe, sondern in ihrer Funktion als voraussetzungsvoller Kommunikationszusammenhang verstanden, der es den Bürgern ermöglicht, zur „gleichen Zeit zu gleichen Themen von gleicher Relevanz" Stellung zu nehmen. Dies ist eine Umkehrung der Perspektive und zugleich eine Verheißung: Nicht die vorpolitische Identität des Demos, sondern vielmehr der konstitutionelle Akt und die daraus erwachsende staatsbürgerliche Praxis fördern die schleichende, jedoch unausweichliche Demokratisierung der Europäischen Union.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die von Franzius (2004) in Anführungsstriche gesetzte Formulierung stammt ursprünglich von Habermas (1996), Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie, Frankfurt a. M. (S. 190 u. 205). Diesen Titel führt die Verf.in auch in ihrem Literaturverzeichnis auf. Von einer "staatsbürgerliche[n] Praxis" oder "Demokratisierung" ist auf den beiden genannten Seiten jedoch nicht die Rede; der erstere Begriff kommt ausschließlich auf S. 300 vor, dort aber nicht der letztere.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[2.] Dcl/Fragment 034 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-03-14 22:25:26 Schumann
Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Strohmeier 2007, Verdacht auf willkürliche Referenzierung, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 25-28
Quelle: Strohmeier 2007
Seite(n): 29, Zeilen: re. Sp. 19 ff., 101 ff.
Dabei steht im Vordergrund, dass die Sprachenvielfalt einerseits aus quantitativen und qualitativen Gründen das Entstehen einer europäischen Kommunikationsgemeinschaft, europäischer Medien, Parteien und Verbände erschwert (Grimm 1995; Kielmannsegg [sic] 2003), [dass andererseits aber angesichts der enormen wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interdependenzen in der EU eine Entfaltung öffentlicher politischer Kommunikation über Sprachengrenzen hinweg als durchaus realistisch bewertet werden kann (Kantner 2003 / van de Steeg 2003).]

Grimm, Dieter, 1995: Braucht Europa eine Verfassung? München: Carl Friedrich von Siemens Stiftung.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

[Das Fehlen einer europäischen Sprache ist somit der wesentliche Grund für das Fehlen einer europäischen Öffentlichkeit: „Europa ist keine Kommunikationsgemeinschaft, weil Europa ein vielsprachiger Kontinent ist — das banalste Faktum ist zugleich das elementarste.“43 In der Folge ist das Fehlen einer europäischen Sprache „das größte Hemmnis für eine Europäisierung der politischen Substruktur, von der das Funktionieren eines demokratischen Systems und das Leistungsvermögen eines Parlaments abhängt“.44] [...] Die Sprachenvielfalt verhindert somit langfristig sowohl aus quantitativen als auch aus qualitativen Gründen das Entstehen einer europäischen Kommunikationsgemeinschaft – sowie (in der Folge) das Entstehen europäischer Medien, Parteien und Verbände.

[23 Vgl. Dieter Grimm, Braucht Europa eine Verfassung?, in: Juristenzeitung, 50 (1995) 12, S. 581–591, hier S. 589.]

43 Peter Graf Kielmansegg, Integration und Demokratie, in: Markus Jachtenfuchs/Beate Kohler-Koch (Hrsg.), Europäische Integration, Opladen 1996, S. 55.

44 D. Grimm (Anm. 23), S. 588.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Weder bei Grimm (1995) noch bei Kielmansegg (2003) findet sich die Aussage der Verf.in dieser Form wieder. Bei Strohmeier (2007) werden deren beiden Aufsätze jedoch auf S. 29 fünf bzw. vier Sätze vor dem übernommenen Text für andere Aussagen und in anderer bibliografischer Form in Fußnoten referenziert.

Die zweite, in eckige Klammern gesetzte Hälfte des Satzes wird nach ähnlichem Muster aus Ausführungen der Quelle Trenz (2003) gebildet, siehe Fragment 034 28.

Grimm wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle angeführt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman

[3.] Dcl/Fragment 034 28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-03-20 16:10:23 Schumann
Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Trenz 2003, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 28-31
Quelle: Trenz 2003
Seite(n): 166, Zeilen: 31 ff.
[Dabei steht im Vordergrund, dass die Sprachenvielfalt einerseits aus quantitativen und qualitativen Gründen das Entstehen einer europäischen Kommunikationsgemeinschaft, europäischer Medien, Parteien und Verbände erschwert (Grimm 1995; Kielmannsegg [sic] 2003),] dass andererseits aber angesichts der enormen wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interdependenzen in der EU eine Entfaltung öffentlicher politischer Kommunikation über Sprachengrenzen hinweg als durchaus realistisch bewertet werden kann (Kantner 2003 / van de Steeg 2003).

Kantner, Cathleen, 2003: Öffentliche politische Kommunikation in der EU. Eine hermeneutisch-pragmatische Perspektive. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter [sic] (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 215 - 232.

Van de Steeg, Marianne 2003: Bedingungen für die Entstehung von Öffentlichkeit in der EU. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter [sic] (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 171 - 192.

[Die Intuition, dass Sprache nicht gleich Kommunikation ist, liegt der Arbeit von van de Steeg zugrunde. Kantner liefert uns hierzu eine Erklärung aus dem Kontext der modernen philosophischen Hermeneutik, die das Problem des Verstehens und Begründens von Kommunikation von dem Problem einer gemeinsamen Sprache konsequent loslöst.] Eine Entfaltung von öffentlicher politischer Kommunikation über Sprachengrenzen hinweg kann somit unter Inanspruchnahme der Übersetzungsleistungen der Massenmedien nicht nur prinzipiell in Aussicht gestellt, sondern in Anbetracht der außergewöhnlichen wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interdependenzen in der EU auch in hohem Maße erwartet werden.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Trenz (2003) leitet in Teil 2, "Europäische Öffentlichkeit", des von Klein et al. herausgegebenen Sammelbandes ein und spricht hier kurz die Beiträge von van de Steeg und Kantner an. Die danach von der Verf.in von Trenz übernommenen Ausführungen finden sich bei diesen beiden Autorinnen jedoch in diesem Wortlaut nicht; mit der Quelle stimmen einmal acht und einmal sechs aufeinanderfolgende Wörter überein.

Die erste, in eckige Klammern gesetzte Hälfte des Satzes wird nach ähnlichem Muster aus Ausführungen der Quelle Strohmeier (2007) gebildet, siehe Fragment 034 25.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Stratumlucidum, Zeitstempel: 20190201080552