Europas Weg zum Bürger - Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft

von Dr. Franziska Giffey (geb. Süllke)

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[1.] Dcl/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-04 18:19:53 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, Liebert Trenz 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-5, 6-7
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 12, Zeilen: 3 ff.
Dieses Verständnis wurde [im 19. Jahrhundert vor allem] durch Marx und Hegel zur „bürgerlichen Gesellschaft“ weiterentwickelt, das Zivilgesellschaft als Teil einer Interdependenz der drei Sphären Gesellschaft, Wirtschaft und Staat verstand, bei dem die Zivilgesellschaft ein autonomer Bereich ist, der sich am Streben individueller Interessen und der Freiheit ausrichtet [und im Sinne der Bourgeoisie oder des Mittelstandes im entschiedenen Gegensatz zum Staat bestimmt wird (Riedel 1975; Kocka 2000;] Perez-Diaz [sic] 2006).

[Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.]

Pérez-Diaz, Victor, [sic] 2006: Markets as Conversations: Markets’ Contribution to Civility, the Public Sphere and Civil Society at large. ASP Research Paper 06/59(b). Madrid: Analistas Socio Politicos [sic].

[Riedel, Manfred, 1975: Gesellschaft, bürgerliche. In: Brunner, Otto / Conze, Werner / Koselleck, Reinhardt (Hrsg.): Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland, Bd. 2, Stuttgart: Klett - Cotta Verlag, S. 719 - 800.]

In the tradition of the Hegelian and Marxian notion of bürgerliche Gesellschaft, civil society is conceived of to reflect the differentiation and at the same time interdependence of the three spheres of society, the economy and the state. Here, civil society refers to an autonomous realm for the pursuit of individual interests and freedom, where social co-ordination is achieved through the market that is conceived as a “conversation” that contributes to civility, to the public sphere and civil society at large” [sic] (Perez-Diaz [sic] 2006).

Perez-Diaz [sic], V. (2006) ‘Markets as Conversations: Markets’ Contribution to Civility, the Public Sphere and Civil Society at large’, ASP Research Paper 06/59(b), Madrid: Analistas Socio Politicos [sic]

Anmerkungen

Bis auf die in eckige Klammern gesetzten Teile des Satzes handelt es sich hier um eine Übersetzung aus Liebert / Trenz (2008), da sich deren Ausführungen in dieser kompakten Form bei Pérez-Díaz (2006) selbst so nicht finden, vgl. [1].

Abgesehen vom Literaturverzeichnis wird Letzterer in der betrachteten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle genannt. Die in eckige Klammern gesetzten Teile des Satzes – die nicht als Plagiat gewertet werden – stammen aus Kocka (2000), S. 16 f., der u. a. Riedel (1975) als Grundlage nennt. Die von den drei angegebenen Autoren wohl einzig tatsächlich benutzte Quelle dürfte damit Kocka sein.

(Der Name des Autors von Markets as conversations wird durchweg falsch geschrieben und lautet Víctor Pérez-Díaz, siehe S. 39 in dessen Literaturverzeichnis bzw. [2].)


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie B ["Nennung der Quelle im unmittelbaren Zusammenhang, aber ohne Möglichkeit der eindeutigen Zuordnung"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 13)

Vorbemerkung zur Begründung: "Vorbemerkung zu Seiten 36 bis 40: Bei der Bewertung der hier enthaltenen Fragmente ist zu berücksichtigen, dass die maßgebliche Quelle Kocka 2000 ist und Giffey auf diese immer wieder verweist. Diese 4 [sic] Seiten müssen im Zusammenhang gesehen werden."
Begründung: "Es ist nicht auszuschließen, dass die eigentliche Quelle Kocka ist und nicht, wie von Vroniplag vermutet, Liebert/Trenz. Daher einzuordnen als Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen mit im Kontext genannter, aber nicht eindeutig zuzuordnender Quelle." (ebd., S. 13)

Gemäß Schlussbericht bewertet das Gremium Fundstellen der Kategorie 2 B als "mangelhaftes wissenschaftliches Arbeiten" (ebd., S. 5).


Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[2.] Dcl/Fragment 037 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-04 18:20:52 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, Kocka 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 17-20
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 19, Zeilen: 13 ff.
Die Selbsttätigkeit gesellschaftlicher Gruppen im Unterschied zur Apparatur des bürokratischen Staates einerseits und die Kraft der Solidarität und Vergemeinschaftung im kleinen Raum andererseits werden in diesem Zusammenhang hervorgehoben (Arato / Cohen 1984).

Arato, Andrew / Cohen, Jean L., 1984: Social Movements, Civil Society, And [sic] the Problems [sic] of Sovereignty. Praxis international 4, S. 266 - 283.

[Diese Sichtweise konnte sich mit radikaldemokratischer Kritik an »technokratischem« Politikverständnis wie mit marxistischen Traditionen der Kapitalismuskritik verbinden (Arato/Cohen 1984; 1989; Cohen/Arato 1992; Habermas 1982, S. 471; 1992, S. 399-467; 1990, S. 11-50).] Auch kommunitaristisch orientierte Autoren wie Michael Walzer und Charles Taylor beschworen mit dem Zauberwort »Civil Society« die Selbsttätigkeit gesellschaftlicher Gruppen im Unterschied zur Apparatur des bürokratischen Staats und darüber hinaus die Kraft der Solidarität und der Vergemeinschaftung im kleinen Raum, in der Nachbarschaft, im Verein, im sozialen Klub und in der Bürgerinitiative (vgl. Walzer 1992, S. 103f; 1995; Taylor 1991).

[Arato, Andrew/Cohen, John [sic] L. (1984), »Social Movements, Civil Society, And [sic] the Problems [sic] of Sovereignty«, Praxis international 4, S. 266-83.]

Taylor, Charles (1991), »Die Beschwörung der ›Civil Society‹«, in: Krzysztof Michalski (Hg.), Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989, Stuttgart, S. 52-81.

Walzer, Michael (1992), »The Civil Society Argument«, in: Chantal Mouffe (Hg.), Dimensions of Radical Democracy, London, S. 89-107.

ders. (1995), »The Concept of Civil Society«, in: ders. (Hg.), Toward a Global Civil Society, Providence/Oxford.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird am Ende des vorigen Absatzes genannt und auch tatsächlich rezipiert – siehe Fragment 037 01; daher konservative Kategorisierung als Bauernopfer.

Schwer verständlich ist, dass die Verf.in hier Arato / Cohen (1984) als Referenz nennt und nicht etwa Walzer (1992), Walzer (1995) und / oder Taylor (1991) wie ihre Quelle Kocka (2000).

Der Titel des Beitrags lautet Social Movements, Civil Society, and the Problem of Sovereignty; den in der Quelle falsch angegebenen Vornamen Cohens korrigiert die Verf.in. [3]

Da es sich bei Arato / Cohen (1984) um einen englischsprachigen Text handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie B ["Nennung der Quelle im unmittelbaren Zusammenhang, aber ohne Möglichkeit der eindeutigen Zuordnung"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 13)

Vorbemerkung zur Begründung: "Vorbemerkung zu Seiten 36 bis 40: Bei der Bewertung der hier enthaltenen Fragmente ist zu berücksichtigen, dass die maßgebliche Quelle Kocka 2000 ist und Giffey auf diese immer wieder verweist. Diese 4 [sic] Seiten müssen im Zusammenhang gesehen werden."
Begründung: "Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, Quelle nicht eindeutig zuzuordnen" (ebd., S. 13)

Gemäß Schlussbericht bewertet das Gremium Fundstellen der Kategorie 2 B als "mangelhaftes wissenschaftliches Arbeiten" (ebd., S. 5).


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[3.] Dcl/Fragment 037 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-04 18:22:02 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Thiery 2005, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 21-24, 31-35
Quelle: Thiery 2005
Seite(n): 1176, Zeilen: li. Sp. 22 ff., 48 ff.; re. Sp. 1, 4 ff.
Der Begriff der Zivilgesellschaft orientiert sich hier am Ideal einer freien Öffentlichkeit. Zivilgesellschaft verfügt in diesem Verständnis über eine eingeschränkte Wirkungsmacht, hat aber eine Kommunikationsfunktion, durch die gesellschaftliche Problemlagen aus dem privaten Bereich in die politische Öffentlichkeit getragen werden. [Entscheidungen des politischen Systems können demnach nur dann demokratische Legitimität beanspruchen, wenn sie angemessen an zivilgesellschaftlich artikulierte öffentliche im Diskurs entstandene Meinungen angebunden sind (Habermas 1992). Der Zivilgesellschaft wird neben dieser Kommunikationsfunktion ebenso eine Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion zugeschrieben. Hierbei wird die aktive pluralistisch-partizipative Zivilgesellschaft im Sinne der Herausbildung und Einübung von Bürgertugenden verstanden (Taylor 1991; Walzer 1992; Thiery 2005).] Eine Kontrollfunktion beinhaltet die Zivilgesellschaft in einem herrschaftskritischen Verständnis, bei dem sie als kultureller Einflussbereich neben Wirtschaft und Politik durch Auseinandersetzungen über den gesellschaftlichen Grundkonsens zur Veränderung gesellschaftlicher und Regierungsstrukturen beitragen und über künftige Entwicklungen mitentscheiden kann (Gramsci 1980).

Gramsci, Antonio, 1980: Zu Politik, Geschichte und Kultur. Ausgewählte Schriften. Leipzig: Philipp Reclam jun.

[Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Taylor, Charles, 1991: Die Beschwörung der Civil Society. In: Michalski, Krzysztof (Hrsg.): Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989. Stuttgart: Klett – Cotta Verlag, S. 13 - 51. [sic]

Thiery, Peter, 2005: Zivilgesellschaft. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 1175 - 1177.

Walzer, Michael, 1992: The Civil Society Argument. In: Mouffe, Chantal (Hrsg.): Dimensions of Radical Democracy: Pluralism, Citizenship, Community. London/ New York: Verso, S. 89 - 107.]

[Ebenso in dieser Tradition steht die auf Tocqueville zurückgehende Auffassung, daß eine aktive, pluralistisch-partizipatorische Z. den Ort zur Herausbildung und Einübung von Bürgertugenden darstellt und damit als Unterbau und Schule der Demokratie fungiert (Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion; → Politische Sozialisation).]

(3) Die am Ideal einer freien → Öffentlichkeit orientierte Konzeption (vgl. Habermas 1994: 399–467) greift liberale und republikanische Gedanken auf, ist jedoch weitaus skeptischer hinsichtlich der Wirkungsmacht von Z. und weist ihr v. a. eine Kommunikationsfunktion zu. Sie soll die Resonanz aufnehmen, die die gesellschaftl. Problemlagen in den priv. Lebensbereichen finden, und lautverstärkend an die polit. Öff. weiterleiten. [...]

(4) Die herrschaftskritische Konzeption in der Nachfolge Antonio Gramscis versteht Z. als kulturelle Sphäre neben Wirtschaft und Politik, in der an der Aufrechterhaltung oder Veränderung gesellschaftl. Hegemonialstrukturen gewirkt wird. [...] Vielmehr ist gerade Z. das Feld, in dem sich künftige Entwicklungswege durch Auseinandersetzungen über den gesellschaftl. Grundkonsens entscheiden.


Habermas, J. 1994: Faktizität und Geltung, Ffm.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, jedoch zuvor und danach ebenfalls ohne Kenntlichmachung aus dieser übernommen.

Die drei in eckige Klammern gesetzten Sätze dienen zur Kontextualisierung der Übernahme und werden nicht als Plagiat aus Thiery (2005) gewertet; bei dem ersteren handelt es sich jedoch um ein Plagiat aus der Wikipedia, siehe Fragment 037 24.

Bei den beiden folgenden stellt sich die Frage, warum außer Thiery noch zwei weitere Referenzen genannt werden, da deren Inhalt allein aus dessen Artikel zu stammen scheint. Bei Taylor (1991) ist weder von einer Vermittlungsfunktion noch von einer Sozialisationsfunktion die Rede; erst recht nicht lässt sich dort die kombinierte "Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion" finden. Bei Walzer (1992) handelt es sich um eine englischsprachige Publikation, die deshalb diese Begriffe nicht in dieser sprachlichen Form verwenden dürfte. Bei Taylor ist die Seitenzahl zudem falsch angegeben [4] (richtig wäre S. 52-81), und beide Titel scheinen dem Literaturverzeichnis der Quelle Kocka (2000) entnommen zu sein, siehe Fragment 037 27 (keine Wertung).

Im Literaturverzeichnis von Thiery findet sich zwar kein Titel von oder über Gramsci – die ausgewählten Schriften Zu Politik, Geschichte und Kultur nennt die Verfasserin hier anscheinend ad libitum –, doch sind die Parallelen unübersehbar. "Veränderung gesellschaftl. Hegemonialstrukturen" löst sie etwas unpassend zu "Veränderung gesellschaftlicher und Regierungsstrukturen" auf. Von den vier Funktionen, welche die Verfasserin hier benennt, findet sich bei Thiery nur die Kontrollfunktion nicht so erwähnt.

Gramsci (1980), Taylor (1991) und Walzer (1992) werden in der untersuchten Arbeit – jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur an dieser Stelle angeführt.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

keine Kategorie

Begründung: "Nicht zweifelsfrei als Paraphrase identifizierbar" (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 13)

Gemäß Schlussbericht gehört diese Fundstelle dem Gremium zufolge zu den 39 Stellen, die "nicht eindeutig im Sinne der Bewertungskategorien zugeordnet werden" konnten (ebd., S. 4) und auf die Bewertung der Dissertation keinen Einfluss hatten.


Sichter
(Stratumlucidum), PlagProf:-)


[4.] Dcl/Fragment 037 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-04 18:23:01 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Deliberative Demokratie 2008

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 24-27
Quelle: Wikipedia Deliberative Demokratie 2008
Seite(n): online, Zeilen: –
Entscheidungen des politischen Systems können demnach nur dann demokratische Legitimität beanspruchen, wenn sie angemessen an zivilgesellschaftlich artikulierte öffentliche im Diskurs entstandene Meinungen angebunden sind (Habermas 1992).

Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Zentrum/Peripherie: Legitimität demokratischer Entscheidungen

[...] [In ihr vollzieht sich also eine demokratische Willensbildung, „(...) welche die Ausübung politischer Macht nicht nur nachträglich kontrolliert, sondern mehr oder weniger auch programmiert“ (Habermas 1992: 364).] Nur wenn Entscheidungen des politischen Systems also angemessen an zivilgesellschaftlich artikulierte öffentliche Meinungen angebunden sind, können sie demokratische Legitimität beanspruchen.


• Jürgen Habermas: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic], Frankfurt a.M. 1992.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nirgends genannt wird.

Von "zivilgesellschaftlich artikulierte[n] öffentliche[n] [im Diskurs entstandene[n]] Meinungen" ist im Original bei Habermas (1992) selbst keine Rede; die Verf.in übernimmt hier also unausgewiesen eine – nur unwesentlich ergänzte – fremde Rezeptionsleistung.

Zudem lautet der Untertitel des Werkes Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats. [5]


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie A ["keine Nennung der Quelle"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 13)

Begründung: "Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen ohne Nennung der Quelle"

Gemäß Schlussbericht erfüllen Fundstellen der Kategorie 2 A dem Gremium zufolge "den Tatbestand der 'objektiven Täuschung'" (ebd., S. 4).


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann



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