Europas Weg zum Bürger - Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft

von Dr. Franziska Giffey (geb. Süllke)

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[1.] Dcl/Fragment 040 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-04 18:29:40 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, Liebert Trenz 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 22-27
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 13, Zeilen: 6 ff.
Das normative Konzept der europäischen Zivilgesellschaft geht davon aus, dass die Zivilgesellschaften in Europa, ihre Diskurse und ihr kollektives Handeln mehr und mehr durch Transnationalisierung und globale Vernetzung geprägt werden, die zur Entwicklung kosmopolitischer Gesellschaften beitragen und den Fokus von einer hierarchischen und technokratischen Entscheidungsfindung zu einem partnerschaftlichen horizontalen Entscheidungsmodell lenken (Held 1995; Walzer 1995; Beck / Grande 2005; Eriksen 2005).

Beck, Ulrich / Grande, Edgar, 2005: Das kosmopolitische Europa. Frankfurt / Main: Suhrkamp.

Eriksen, Erik Oddvar, 2005: An Emerging European Public Sphere. In: Journal of European Social Theory. [sic] 8 (3), S. 341 - 363.

Held, David, 1995: Democracy and the Global Order: [sic] From the Modern State to Cosmopolitan Governance. Cambridge: Polity Press.

Walzer, Michael, 1995: The Concept of Civil Society. In: Walzer, Michael (Hrsg.): Towards a Global Civil Society. Oxford: [sic] Berghahn Books.

The neglected global dimension of civil society (Delanty and Rumford 2005: 171) refers to the civic elements of collective action, and to an unfolding “civic practice”, which necessarily has a cosmopolitan dimension (Rucht 2005). European civil society is thus seen as part of the global transformation that support [sic] the emergence of a cosmopolitan civil society (Held 1995; Beck and Grande 2005; Walzer 1995; Anheier et al. 2002). Common to contentious movements, NGO’s and the third sector in the old EU as well as to the reemerging civil society in the new member states, civil society organisations and discourses are increasingly shaped by transnationalisation and global networking.

[...]
European civil society came to a broader attention through what is now generally referred to as the normative turn in EU-studies (Eriksen 2005a; Kohler-Koch and Rittberger 2007). First, civil society was linked to new governance approaches that shifted the focus from hierarchical and technocratic decision-making to a new partnership model that supports the inclusion of social and economic actors, experts and specialised groups within horizontal decision-making (Frey and Eichenberger 1999; Hooghe and Marks 2001).


Anheier, H., Marlies, G. and Kaldor, M. (eds) (2002) Global Civil Society, Oxford: OUP.

Beck, U. and Grande, E. (2005). Das kosmopolitische Europa, Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Delanty, G. and Rumford, C. (2005) ‘Rethinking European Society: The Global Civil Society Context’ in G. Delanty and C. Rumford (eds) Rethinking Europe. Social Theory and the Implications of Europeanization, London and New York: Routledge.

Eriksen, E. O. (2005a) ‘An Emerging European Public Sphere’, Journal of European Social Theory, [sic] 8(3): 341-363.

Frey, B. and Eichenberger, R. (1999) The New Democratic Federalism for Europe. Functional, Overlapping and Competing Jurisdictions, Cheltenham: Edward Elgar.

Held, D. (1995) Democracy and the Global Order: [sic] From the Modern State to Cosmopolitan Governance, Cambridge: Polity Press.

Hooghe, L. and Marks, G. (2001) ‘Types of Multi-level Governance’, European Integration Online Papers (EioP), 5(11).

Kohler-Koch, B. and Rittberger B. (eds) (2007) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham MD:Rowman [sic] & Littlefield.

Rucht, D. (2005) ‘Europäische Zivilgesellschaft oder zivile Interaktionsformen in und jenseits von Europa’, in M. Knodt and B. Finke (eds) Europäische Zivilgesellschaft: Konzepte, Akteure, Strategien, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Walzer, M. (1995) ‘The Concept of Civil Society’, in M. Walzer (ed.) Towards a Global Civil Society, Oxford: [sic] Berghahn Books.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, aus der die Verf.in ihre Ausführungen zusammensetzt, wobei sie aus manchen Sätzen nur einzelne Begriffe übernimmt (so aus dem ersten Satz "collective action").

Die beiden Referenzen des letzten Satzes der Quelle, aus dem sie den letzten Teil ihres Satzes bildet, nennt sie nicht und führt statt dessen vier andere an.

Bzgl. der bibliografischen Angaben lässt sich feststellen:

  • Der Aufsatz von Eriksen (2005) erschien nicht im "Journal of European Social Theory", wie von der Verf.in offenbar fälschlich aus der Quelle übernommen, sondern im European Journal of Social Theory, vgl. [1].
  • Die Quelle weist "Eriksen, E. O. (2005a)" aus, obwohl kein "2005b" vorhanden ist.
  • Bei Held (1995) ist From the Modern State to Cosmopolitan Governance der Untertitel des Werkes – vgl. [2] –, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in der Quelle und bei der Verf.in irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.
  • Bei der Abhandlung von Walzer (1995) fehlt bei der Verf.in wie in der Quelle die Seitenangabe. Dessen Sammelband ist bei Berghahn Books in New York und Oxford erschienen. [3]

Beck / Grande (2005), Eriksen (2005), Held (1995) und Walzer (1995) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle angeführt.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie A ["keine Nennung der Quelle"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 13)

Begründung: "Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen ohne Nennung der Quelle" (ebd., S. 13)

Gemäß Schlussbericht erfüllen Fundstellen der Kategorie 2 A dem Gremium zufolge "den Tatbestand der 'objektiven Täuschung'" (ebd., S. 4).


Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[2.] Dcl/Fragment 040 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-04 18:30:43 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Eder 2003, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 30-36
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 110, 115, Zeilen: 110: 16 ff., 24 ff.; 115: 12 ff.
Dahinter steht die Idee einer transnationalen Gesellschaft der Bürger, einem Netzwerk individueller und kollektiver Akteure, das sich im Prozess öffentlicher Kommunikation formt. Dieses zivilgesellschaftliche Modell stellt höhere Anforderungen an eine europäische, [sic] als an eine nationale Öffentlichkeit und basiert einerseits auf der Grundlage der gemeinsamen Teilung von europäischen Werten, insbesondere der Menschenrechte, die zu einer gemeinsamen Kultur verbinden. [Seite 115]

Der demokratische Souverän ist dann nicht das europäische Volk, sondern jenes Netzwerk individueller und kollektiver Akteure (auch die Nationalstaaten zählen dann zu solchen kollektiven Akteuren), das sich im Prozess öffentlicher Kommunikation formt. An eine europäische Öffentlichkeit werden deshalb noch weitergehendere Anforderungen gestellt werden als an nationale Öffentlichkeiten, weil sie den Selbstsetzungsakt des demokratischen Souveräns immer mit vollziehen müssen und sich nicht auf den Ursprungsakt beschränken können.

[Seite 110]

Ein Europa, das Menschenrechte als Grundlage seiner Wertordnung bestimmt, sichert eine gemeinsame Kultur, die die konkurrierenden Interessenlagen von Staatsbürgern in ein „Höheres“ einbindet. [...] Europa entwickelt eine Idee der zugrundeliegenden Wertordnung, ein die Bürger Europas einendes Band gemeinsam geteilter Werte.

Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmungen mit der Quelle, die zusammen mit einem anderen Titel am Ende des folgenden Absatzes auf der nächsten Seite genannt wird, siehe Fragment 041 01 (keine Wertung).


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie B ["Nennung der Quelle im unmittelbaren Zusammenhang, aber ohne Möglichkeit der eindeutigen Zuordnung"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 13)

Begründung: "Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, Quelle nicht eindeutig zuzuordnen" (ebd., S. 13)

Gemäß Schlussbericht bewertet das Gremium Fundstellen der Kategorie 2 B als "mangelhaftes wissenschaftliches Arbeiten" (ebd., S. 5).


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann



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