Europas Weg zum Bürger - Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft

von Dr. Franziska Giffey (geb. Süllke)

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[1.] Dcl/Fragment 069 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 10:38:56 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, Nanz Steffek 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 4-8
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 91, Zeilen: 32 ff.
In diesem Zusammenhang kann zwischen zwei Arten von Responsivität unterschieden werden: zwischen Rechtfertigung und Revision. Die Rechtfertigung politischer Entscheidungen spielt in der deliberativen Demokratietheorie eine zentrale Rolle, da alle politischen Prozesse als deliberativ-demokratisch gelten, in denen alle Beteiligten für ihre Belange öffentliche Rechtfertigungsgründe formulieren (Gerstenberg 1997).

Gerstenberg, Oliver, 1997: Bürgerrechte und deliberative Demokratie. Frankfurt / Main: Suhrkamp.

Dabei sind zunächst zwei Arten von Responsivität zu unterscheiden: Rechtfertigung und Revision. Die Rechtfertigung politischer Entscheidungen spielt in der deliberativen Demokratietheorie eine zentrale Rolle. Als deliberativ-demokratisch gelten Beratungen, in denen „alle Beteiligten der strukturellen Nötigung ausgesetzt sind, für ihre Belange öffentliche Rechtfertigungsgründe zu formulieren“ (Gerstenberg 1997: 18).

Gerstenberg, Oliver 1997: Bürgerrechte und deliberative Demokratie, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle Nanz / Steffek (2005) wird im Absatz zuvor auf der Vorseite und zweimal im Folgeabsatz genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Das in der Quelle wiedergegebene Zitat von Gerstenberg (1997) ist nicht ganz korrekt; es findet sich auf S. 15 f. und lautet im Kontext:

"Zugleich aber können die Grundrechte von den Bürgern zum Thema gemacht, interpretativ fortgebildet und damit zeitlich dynamisiert werden nur in einem demokratischen Verfahren, das den anspruchsvollen Bedingungen deliberativer politischer Rationalität genügt: Konstitutiv für deliberative Politik ist, daß die Bürger der strukturellen Nötigung ausgesetzt sind, für ihre Belange öffentliche Rechtfertigungsgründe zu formulieren, [...]"

Von "alle[n] Beteiligten" ist dort also nicht die Rede.

Weiterhin spricht Gerstenberg selbst an keiner Stelle von "zwei Arten von Responsivität" bzw. "Rechtfertigung und Revision".

Gerstenberg wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle erwähnt.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie B ["Nennung der Quelle im unmittelbaren Zusammenhang, aber ohne Möglichkeit der eindeutigen Zuordnung"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 15)

Begründung: "Gravierende Textstelle. Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, Quelle nicht eindeutig zuzuordnen" (ebd., S. 15 [Hervorhebung im Original])

Gemäß Schlussbericht bewertet das Gremium Fundstellen der Kategorie 2 B als "mangelhaftes wissenschaftliches Arbeiten" (ebd., S. 5).


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[2.] Dcl/Fragment 069 31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 10:40:16 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, Guggenberger 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 31-34
Quelle: Guggenberger 2005
Seite(n): 140, Zeilen: li. Sp. 5 ff.
Dieser Aspekt wird durch die ökonomische Demokratietheorie gestützt, die von der Grundannahme ausgeht, dass jeder Mensch durch rationales Handeln seinen individuellen Nutzen maximieren möchte (Downs 1968). Die ökonomische Demokratietheorie orientiert sich am Leitbild des „homo oeconomicus“, das den umfassend informierten und einzig auf [rationaler Grundlage entscheidungsfähigen egoistischen Wirtschaftsmenschen antizipiert.]

Downs, Anthony, 1968: Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen: Mohr (Siebeck).

(4) A. Downs (1968) geht in seinem außerordentlich einflußreichen Ansatz einer «Ökonomischen Theorie der Demokratie» in der Nachfolge der nat.-ökon. Theoriebildung von der Grundannahme aus, daß jeder durch rationales Handeln seinen individuellen Nutzen maximieren möchte.

Dieser Vorstellung liegt das Leitbild des homo oeconomicus zugrunde, des umfassend informierten und einzig auf rationaler Grundlage entscheidungsfähigen Wirtschaftsmenschen.


Downs, A. 1968: Ökonomische Theorie der Demokratie, Tüb. (engl. 1957).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Downs (1968) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie A ["keine Nennung der Quelle"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 15)

Begründung: "Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen ohne Nennung der Quelle" (ebd., S. 15)

Gemäß Schlussbericht erfüllen Fundstellen der Kategorie 2 A dem Gremium zufolge "den Tatbestand der 'objektiven Täuschung'" (ebd., S. 4).


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann



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