Europas Weg zum Bürger - Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft

von Dr. Franziska Giffey (geb. Süllke)

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[1.] Dcl/Fragment 209 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 13:38:02 Stratumlucidum
Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 209, Zeilen: 20-35
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 4, 5, 11, 13, 14, Zeilen: 4: 18 ff., 37 ff.; 5: 1 ff.; 11: 21 ff.; 13: 18 f., 30 ff.; 14: 31, 36 ff.
Das von der Europäischen Kommission bisher etablierte Informationssystem verfolgt den Ansatz, denjenigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sich bereits entschieden haben, nach ihnen zu suchen. Hier muss jedoch ein Umdenken im Handlungsansatz erfolgen: es kann nicht erwartet werden, dass sich Akteure der Zivilgesellschaft auf die Suche nach europapolitischen Informationen begeben, sondern im Gegenteil: die Informationen müssen den Weg zu Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft finden.

Dafür müssen verstärkt dezentralisierte, regionale und lokale Medien und von den europäischen Bürgern bevorzugte Informationsquellen, wie Fernsehen und Radio, genutzt werden, die in der Lage sind, den Zugang zu spezifischen Gruppen zu erleichtern. Es gibt hier eine Notwendigkeit, den audiovisuellen Medien eine größere Rolle einzuräumen. Zielgruppen orientierte [sic] Fernsehserien, Filme und Reportagen können auch Träger europapolitischer Inhalte sein und dazu dienen, die europäische Idee und europäische Werte zu vermitteln. Auch die Ressourcen, die das Internet bietet, dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden. Allerdings müssen die Angebote bekannter gemacht und zu deren Nutzung durch ein spezifisches Zielpublikum motiviert werden.

[Seite 11]

Das System von Netzen und Links ist gedacht, um den Bürgern Informationen zur Verfügung zu stellen, die sich bereits entschieden haben, nach ihnen zu suchen. Jedoch ist es dringend geboten, dieses Konzept umzukehren: Nicht die Bürger müssen sich auf die Suche nach Informationen begeben, sondern die Informationen müssen sich auf die Suche nach dem Bürger begeben.

[Seite 13]

Außerdem müssen wir eine Methode finden, die es uns ermöglicht, die regionalen und lokalen Medien stärker in die Informations- und Kommunikationspolitik einzubinden. [...]

[...]

Die jüngsten Eurobarometer-Daten weisen nach, dass das Fernsehen die von den europäischen Bürgern bevorzugte Informationsquelle ist (76 %), danach kommen die Printmedien (52 %) und das – so häufig vergessene – Radio (43 %). Tatsächlich hat sich das EP wiederholt zu der Notwendigkeit geäußert, den audiovisuellen Medien eine größere Rolle einzuräumen.

[Seite 4]

[Das Europäische Parlament]

4. unterstreicht, dass die Einführung eines Systems zur Informationsdezentralisierung notwendig ist, das den Zugang zu spezifischen Gruppen, die jeweils auf unterschiedliche Art unmittelbar angesprochen werden sollen, erleichtert;

[...]

9. ist der Auffassung, dass die Institutionen gemäß den Vorschriften der Haushaltsordnung zu Vereinbarungen mit audiovisuellen Produktionsfirmen gelangen sollten, die in der Lage sind, Fernsehserien, Wettbewerbe, Filme, Reportagen und allgemein solche Inhalte

[Seite 5]

zu konzipieren, die anspruchsvoll sind, den Geschmack des Publikums auf unterhaltsame Weise treffen und dazu dienen, die europäische Idee und die europäischen Werte zu vermitteln;

[Seite 14]

Wir dürfen auch nicht die enormen Ressourcen außer Acht lassen, die das Internet bietet. [...]

Das Internet ist auch ein hervorragendes Instrument für die Verbreitung von Informationen für ein spezifisches Zielpublikum. Ein sinnvolles und strukturiertes Angebot von Links auf den am meisten besuchten Webseiten würde genügen, um Zielgruppen mit einheitlichem Profil zu erreichen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Deren Inhalt ist auch nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [1].

In den ersten beiden Sätzen übernimmt die Verf.in einen Gedanken, den sie sprachlich anreichert; im zweiten weicht sie hierbei im Wortlaut teilweise relativ stark von der Quelle ab. Ein Teil des ersten Satzes auf der linken Seite der Synopse findet sich bereits auf S. 102, siehe Fragment 102 18 (keine Wertung).

Die Ausführungen sind Teil des abschließenden Kapitels 5 der untersuchten Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

keine Kategorie

Vorbemerkung zur Begründung: "Vorbemerkung zu Kapitel 5: Die Monita haben keinen Einfluss auf die sachliche Eigenständigkeit der Schlussfolgerung, dem Vorwurf von VroniPlag kann insofern nicht gefolgt werden."
Begründung: "Unspezifisch, Zuordnung nicht möglich" (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 17)

Gemäß Schlussbericht gehört diese Fundstelle dem Gremium zufolge zu den 39 Stellen, die "nicht eindeutig im Sinne der Bewertungskategorien zugeordnet werden" konnten (ebd., S. 4) und auf die Bewertung der Dissertation keinen Einfluss hatten.


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann



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