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Diese Zusammenstellung basiert auf Befunden einer laufenden Plagiatsanalyse (Stand: 2019-06-10) – es handelt sich insofern nicht um einen abschließenden Bericht. Zur weiteren Meinungsbildung wird daher empfohlen, den jeweiligen Stand der Analyse auf der Seite https://vroniplag.wikia.org/de/wiki/Dcl zum Vergleich heranzuziehen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Dr. Franziska Giffey (geb. Süllke): Europas Weg zum Bürger - Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft

Vorgelegt zur Erlangung des akademischen Grades der Doktorin der Politikwissenschaft (Dr. rer. pol.) beim Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin. Erstgutachterin: Prof. Dr. Tanja Anita Börzel (FU Berlin), Zweitgutachter: Prof. Dr. Hartmut Häußermann (HU Berlin). Datum der Einreichung: 30. Oktober 2009. Tag der mündlichen Prüfung: 16. Februar 2010. Online-Publikation: FU Berlin, 2010.
→ Nachweis und Download Refubium - Repositorium der Freien Universität Berlin
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76 Seiten mit Plagiatstext

Seiten mit weniger als 50% Plagiatstext

64 Seiten: 011 013 014 016 024 026 027 029 030 031 032 033 034 035 036 039 040 042 044 046 047 048 049 050 051 052 056 057 065 066 067 069 073 078 079 082 083 084 085 088 090 091 095 098 100 101 102 107 116 118 119 136 143 153 169 203 205 206 207 208 209 210 211 214

Seiten mit 50%-75% Plagiatstext

11 Seiten: 025 028 037 038 045 053 063 070 072 086 093

Seiten mit mehr als 75% Plagiatstext

1 Seiten: 041

Kapitelübersicht

  • Die Dissertation enthält zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen, die nicht als solche kenntlich gemacht sind. Die folgende Übersicht bildet – exklusive Vorwort – das vollständige Inhaltsverzeichnis der Arbeit ab; darin wurden zu den bisher (Stand der Analyse: 3. Mai 2019) als betroffen festgestellten Seiten die jeweiligen Synopsen verlinkt.
  • Kapitel 1: Einleitung   [10]
  • 1.1. Vom europäischen Binnenmarkt zum Europa der Bürger   [10] 11
  • 1.2. Forschungsdesign   13, 14
  • 1.2.1. Forschungsfrage   [15] 16
  • 1.2.2. Grundannahmen und Unterfragen   [17]
  • 1.2.3. Analytische Herangehensweise und Methodik   [19]
  • 1.3. Aufbau der Arbeit   [23]
  • Kapitel 2: Begriffsklärung und Eignungsdimensionen von Beteiligungsinstrumenten   [24]
  • 2.1. Begriffsklärung   [24]
  • 2.1.1. Demokratische Legitimation der Europäischen Union   24, 25, 26, 27, 28, 29, 30
  • 2.1.2. Europäische Öffentlichkeit   31, 32, 33, 34, 35
  • 2.1.3. Europäische Zivilgesellschaft   [35] 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 44
  • 2.1.4. Partizipation auf europäischer Ebene   [44] 45, 46, 47, 48, 49
  • 2.2. Typologisierung von Beteiligungsinstrumenten   [50]
  • 2.2.1. Typologisierungsarten von Beteiligung in der Politikwissenschaft   50, 51, 52, 53
  • 2.2.2. Typologisierung von Beteiligung im Forschungsdesign   [55] 56, 57
  • 2.3. Eignungsdimensionen von Beteiligungsinstrumenten   [62] 63
  • 2.3.1. Zugänglichkeit   [64] 65, 66, 67
  • 2.3.2. Mehrwert   [68] 69, 70
  • 2.3.3. Inklusion   [71] 72, 73
  • 2.4. Analyseraster   [74] 78, 79
  • Kapitel 3: Strategien der Europäischen Kommission zur Partizipation der Zivilgesellschaft   82
  • 3.1. Der strategische Entwicklungsprozess im chronologischen Verlauf   83, 84, 85, 86, 88, 90, 91, 93, 95
  • 3.2. Bewertung und Analyse des Strategiewandels   98, 100, 101, 102
  • Kapitel 4: Fallstudie – Die Beteiligung der Zivilgesellschaft am Beispiel des Härtefalls Berlin- Neukölln [sic]   [104]
  • 4.1. Darstellung und Begründung de Fallauswahl   [105] 107
  • 4.2. Problemlagenbeschreibung   [109]
  • 4.3. Potenzialbeschreibung   [114] 116, 118, 119
  • 4.4. Der Untersuchungsansatz   [123]
  • 4.5. Die Eignung der Beteiligungsinstrumente der EU - Kommission [sic] in Berlin-Neukölln   [125]
  • 4.5.1. Printmedienbasierte Beteiligung   [125]
  • 4.5.2. Audiovisuelle Beteiligung   [134] 136
  • 4.5.3. Webbasierte Beteiligung   143, 153
  • 4.5.4. Präsenzbasierte Beteiligung   [157]
  • 4.5.5. Förderprogrammbasierte Beteiligung   [167] 169
  • 4.5.6. Multiplikatorenbasierte Beteiligung   [184]
  • 4.6. Zwischenfazit   [192]
  • Kapitel 5: Für eine bürgernahe und demokratisch legitimierte europäische Politik zur Beteiligung der Zivilgesellschaft   [198]
  • 5.1. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen   [198]
  • 5.2. Künftige Herausforderungen   203, 205, 206, 207, 208
  • 5.3. Lösungs- und Gestaltungsansätze   [208] 209, 210, 211, 214.

Herausragende Quellen

Herausragende Fundstellen

  • Fragment 013 30: Übernahme einer kurzen Passage mit Referenz aus der Hauptquelle Kersting (2008), in der dieser einen vorgeblich 1984 publizierten Titel Deweys anführt, der aber nur deutlich zuvor bzw. später erschienen ist.
  • Fragment 028 06: Gut die Hälfte von Seite 28 wird der Quelle Scharpf (1997) entnommen, wobei eine dort nicht vorhandene inhaltlich fragwürdige Referenz eingefügt wird.
  • Fragment 041 05: Fast die gesamte Seite wird aus der englischsprachigen Abhandlung Liebert / Trenz (2008) übersetzt, wobei auch 14 Referenzen übernommen werden.
  • Fragment 046 02: Bei einer Übernahme aus der Hauptquelle Kersting (2008) übernimmt die Verfasserin auch die Referenz Bühlmann / Kriesi (2007). Deren im Literaturverzeichnis der Quelle offensichtlich unrichtig mit „Political Participation Quantity versus Quality NCCR Democracy University of Zurich“ bezeichneten Aufsatz gibt sie in ihrem Literaturverzeichnis nur marginal verändert wieder.
  • Fragment 063 09: Übernahme im Umfang von gut einer halben Seite aus der Hauptquelle Kersting (2008), hier mitsamt 12 Referenzen.
  • Fragment 066 24 und Fragment 037 24: Ausführungen über die deliberative Demokratietheorie nach Habermas werden aus einem Wikipedia-Artikel übernommen, der nirgends erwähnt wird. Ein Fehler im Untertitel eines Werkes von Habermas wird hierbei kopiert.
  • Fragment 085 29: Die Verfasserin übernimmt eine Aussage aus der Quelle Smismans (2005) und versucht sie mit 12 Referenzen, die sämtlich auch im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthalten sind – siehe z. B. Fragment 016 22 (keine Wertung) –, zu belegen.
  • Fragment 086 03: Die Verfasserin übernimmt ebenfalls von Smismans (2005) eine etwas längere Rezeption eines Diskussionspapiers der Europäischen Kommission, bezeichnet dies aber aufgrund der Gestaltetheit des Literaturnachweises in der Quelle auf signifikante Weise falsch.
  • Fragment 209 20: Im Schlusskapitel, in dem die Verfasserin eigentlich ihre eigenen Erkenntnisse aus ihrer Untersuchung präsentieren will, wird knapp die Hälfte einer Seite einem Bericht des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments (2005) entnommen, der gänzlich ungenannt bleibt.
In sämtlichen obigen Fällen, in denen auch Referenzen übernommen werden, werden hierbei auch (einige) bibliografische Fehler übernommen.

Andere Beobachtungen

Willkürliche Referenzierungen

  • Neben nicht oder nicht ausreichend referenzierten Textpassagen prägen die untersuchte Arbeit solche, bei denen sich vorhandene Referenzierungen bei der Nachprüfung nicht erschließen; in mindestens 72 Fällen1 stellte sich heraus, dass die Verfasserin als Nachweis für von ihr getätigte Aussagen zum Teil oder in Gänze Quellen angibt, die dem Anschein nach willkürlich gewählt sind oder mit denen sich diese (so) nicht belegen lassen:
Kategorie Verdacht auf willkürliche Referenzierung
Die Häufigkeit dieser Vorkommen begründet die Vermutung wissenschaftlichen Fehlverhaltens.
1 Aus technischen Gründen wurden die sechs in den Fragmenten 011 08 und 011 12, 037 21 und 037 27, 038 16 und 038 21, 038 28 und 038 28a, 100 18 und 100 18a sowie 102 01 und 102 01a erfassten Stellen auf jeweils zwei Fragmente aufgesplittet.
  • Der Verdacht einer bewusst irreführenden, wider besseres Wissen erfolgten Angabe unzutreffender Quellen scheint hierbei aufgrund des konkreten Kontextes zumindest in folgenden Fällen plausibel:
  • Austausch von in der tatsächlichen Quelle vorhandenen Referenzen gegen andere Referenzen:
  • Hinzufügung von Referenzen, die im übernommenen Text in der tatsächlichen Quelle nicht vorhanden sind:
  • Passagen – deren Inhalt anscheinend selbst verfasst ist – mit jeweils 12 Übereinstimmungen mit Referenzen aus dem Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) sind:

Kenntnis der gebotenen Zitierpraxis

  • Die Verfasserin weiß, dass wörtliche Übernahmen gekennzeichnet werden müssen, da sie selbst so verfährt: Die Arbeit enthält – bei insgesamt 698 Referenzierungen2 – 85 Nachweise für Zitate, deren Länge von kurzen Wortgruppen (z. B. auf Seite 46 oben und bei der letzten Referenzierung von Aufbruch Neukölln (2008) auf Seite 116) bis zu längeren Passagen (z. B. auf Seite 40) reicht.
    Diese – durch Anführungszeichen und Kursivsetzung eindeutig ausgewiesenen sowie mit Seitenangaben versehenen3 – wörtlichen Wiedergaben verteilen sich auf die einzelnen Kapitel wie folgt (siehe hierzu auch die grünen Markierungen in der zweiten Abbildung weiter unten):
  • Kap. 1: 1 (bei insg. 31 Referenzierungen)
  • Kap. 2: 15 (bei insg. 290 Referenzierungen)4
  • Kap. 3: 7 (bei insg. 93 Referenzierungen)
  • Kap. 4: 62 (bei insg. 282 Referenzierungen)
  • Kap. 5: 0 (bei insg. 2 Referenzierungen).
2 Mit Referenzierung ist die Angabe einer oder mehrerer Referenzen für einen Sachverhalt gemeint, d. h. eine Angabe der Form „(Quelle 1; Quelle 2; Quelle 3)“ zählt als nur eine Referenzierung. Auch die Nennung eines oder mehrerer Interviewpartner als Quelle für Aussagen wurde als Referenzierung gewertet.
3 Bei Zitaten, die von der Verfasserin als wörtliche Aussagen von Interviewpartnern im Rahmen ihrer Fallstudie kenntlich gemacht wurden, fehlt naturgemäß die Angabe einer Seitenzahl. Sonstige Zitate, bei denen eine Seitenangabe fehlt, wurden nicht als wörtliche Wiedergaben gewertet.
4 Bei zwei weiteren Stellen, an denen sich mit Seitenangaben versehene Referenzen finden (Seite 48 und 77), handelt es sich nicht um wörtliche Zitate.

Fehlerhafte Quellenangaben

  • Ein beträchtlicher Teil der Quellenangaben erwies sich als fehlerhaft, was im Einzelnen in den jeweiligen Fragmenten angemerkt ist. Teilweise ergaben sich hierbei Hinweise auf Übernahmen, da sich entsprechende Fehler auch in deren Quellen fanden. Zusätzlich zu denjenigen der oben unter „Herausragende Fundstellen“ verlinkten Fragmente, in denen auch Referenzen übernommen wurden, seien beispielhaft genannt:

Übernahme von teils fehlerhaften Referenzen aus Quellen zum Beleg quellenfremder Aussagen

  • An manchen Stellen werden auch zum Teil fehlerhafte Referenzen aus Quellen übernommen, um sie als Belege für Aussagen zu verwenden, die nicht aus diesen Quellen stammen. Quantitativ stechen hervor:
  • In Fragment 016 22, Fragment 073 04 (beide keine Wertung), Fragment 085 29 und Fragment 099 19 (keine Wertung) werden jeweils dieselben 12 Referenzen aus dem Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) übernommen, ohne dass Inhalte aus dieser übertragen werden; im Fall des Fragments von Seite 85 f. stammt der Inhalt aus der Quelle Smismans (2005).
  • In Fragment 038 21 (keine Wertung) werden 5 Referenzen aus dem Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) übernommen; der Inhalt stammt hingegen aus der Quelle Thiery (2005), siehe Fragment 038 16.
  • In Fragment 038 28a (keine Wertung) werden 6 Referenzen aus dem Literaturverzeichnis der Quelle Kocka (2000) übernommen; der Inhalt stammt hingegen aus der Quelle Finke / Knodt (2005), siehe Fragment 038 28 (keine Wertung).
  • In Fragment 100 18a (keine Wertung) werden 3 Referenzen aus dem Literaturverzeichnis der Quelle Kielmansegg (2003) übernommen; der Inhalt stammt hingegen aus der Quelle Smismans (2005), siehe Fragment 100 18.

Titel ohne oder ohne eindeutige Entsprechung

  • Folgende im Haupttext referenzierte Titel haben im Literaturverzeichnis keine oder keine eindeutige Entsprechung. Mögliche Entsprechungen wären:
  • „Abramson 1988“ (Haupttext): „Abramson, Jeffrey B. / Arterton, F. Christopher / Oren, Gary R., 1988“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 143 29
  • „Barnes / Kaase 1979“ (Haupttext): „Barnes, Samuel H. / Kaase, Max u.a., 1979“ (Literaturverzeichnis)
  • „Beutler / Bieber / Pipkorn / Streil 2001“ (Haupttext): „Beutler, Bengt / Bieber, Roland / Pipkorn, Jörn / Streil, Jochen / Epiney, Astrid / Haag, Marcel, 2001“ (Literaturverzeichnis)
  • „Bukow-Ottersbach 1999“ (Haupttext): „Bukow, Wolf-Dietrich / Ottersbach, Markus (Hrsg.), 1999“ (Literaturverzeichnis)
  • „Cooke / Khotari 2001“ bzw. „Cooke / Khortary 2001“ (Haupttext): „Cooke, Bill / Khortari, Uma (Hrsg.), 2001“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 046 02
  • „Deutsch 1969“ (Haupttext): „Deutsch, Karl, Wolfgang, 1966“ (Literaturverzeichnis)
  • „Finke / Knodt 2005“ (Haupttext): „Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005“ (Literaturverzeichnis)
  • „Franzius / Preuss 2004“ (Haupttext): „Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.), 2004“ (Literaturverzeichnis)
  • „Habermas 1996“ (Haupttext): „Habermas, Jürgen, 1996a“ bzw. „Habermas, Jürgen, 1996b“ (Literaturverzeichnis)
  • „Hrbek 1994“ (Haupttext): „Hrbek, Rudolf, 2004“ bzw. „Hrbek, Rudolf, 2005“ (Literaturverzeichnis)
  • „Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2003“ (Haupttext): „Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004“ bzw. „Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), 2006“ bzw. „Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2006“ (Literaturverzeichnis)
  • „Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2006“ (Haupttext): „Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), 2006“ bzw. „Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2006“ (Literaturverzeichnis)
  • „Joerges 2001“ (Haupttext): „Joerges, Christian u.a. (Hrsg.), 2001“ (Literaturverzeichnis)
  • „Kielmannsegg 2003“ (Haupttext): „Kielmansegg, Peter Graf, 2003“ (Literaturverzeichnis)
  • „Kohler-Koch 1999“ (Haupttext): „Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate, 1999“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 033 23 bzw. Fragment 033 27, Fragment 062 21 (alle keine Wertung) und Fragment 065 10
  • „Kohler-Koch / Eising 1999“ (Haupttext): „Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate, 1999“ (Literaturverzeichnis)
  • „Majone 2004“ (Haupttext): „Majone, Giandomenico, 1994“ bzw. „Majone, Giandomenico, 1998“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 035 10 (keine Wertung)
  • „Mazey / Richardson 1992“ (Haupttext): „Mazey, Sonia / Richardson, Jeremy, 2001“ (Literaturverzeichnis) – siehe aber Fragment 101 06
  • „Milbrath / Goel 1965“ (Haupttext): „Milbrath, Lester W. / Goel, M. Lal, 1977“ (Literaturverzeichnis)
  • „Nanz / Steffens 2005“ (Haupttext): „Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005“ (Literaturverzeichnis)
  • „Nohlen / Nuscheler 1982“ (Haupttext): „Nohlen, Dieter / Nuscheler, Franz (Hrsg.), 1995“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 045 24
  • „Pattie / Seyd / Whiteley 2003“ (Haupttext): „Patti, Charles / Seyd, Patrick / Whiteley, Paul, 2003“ (Literaturverzeichnis)
  • „Perez-Diaz 2006“ (Haupttext): „Pérez-Diaz, Victor, 2006“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 037 01
  • „Platzer 1984“ (Haupttext): „Platzer, Hans-Wolfgang, 1985“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 030 01 (keine Wertung)
  • „Salamon 1999“ (Haupttext): „Salamon, Lester M. u.a. (Hrsg.), 1999“ (Literaturverzeichnis)
  • „Salomon u.a. 1999" (Haupttext): „Salamon, Lester M. u.a. (Hrsg.), 1999" (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 038 28a (keine Wertung)
  • „Trenz 2005“ (Haupttext): „Trenz, Hans-Jörg, 2005a“ bzw. „Trenz, Hans-Jörg, 2005b“ (Literaturverzeichnis)
  • „Verba / Nie 1978“ bzw. „Verba und Nie (1978)“ (Haupttext): „Verba, Sidney / Nie, Norman H. et al., 1978“ (Literaturverzeichnis)
  • „Weber 2006“ (Haupttext): „Weber, Susanne Maria, 2005“ (Literaturverzeichnis).
  • Bei folgenden Literaturangaben ist gänzlich unklar, welche Publikationen die Verfasserin damit bezeichnen will:
  • „Almond/Powell 1960“ (Haupttext) bzw. „Almond, Gabriel / Powell, Bingham, 1960“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 054 01 (keine Wertung)
  • „Balme / Chabanet 2007“ (Haupttext) bzw. „Balme, Richard / Chabanet, Didier 2007“ (Literaturverzeichnis) – siehe Fragment 041 05
  • „Ruzza / della Sala 2006“ (Haupttext) bzw. „Ruzza, Carlo / della Sala, Vincent (Hrsg.), 2006“ (Literaturverzeichnis) – siehe ebenfalls Fragment 041 05.
  • Folgender Titel wird im Haupttext angeführt, ohne dass ein ähnlicher Autorenname im Literaturverzeichnis enthalten wäre:

Doppelt aufgeführte Quellen

  • Im Literaturverzeichnis finden sich auch ein im Original deutschsprachiger Titel sowie – als separater Eintrag – dessen englische Übersetzung:
  • „Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.“ und
  • „Habermas, Jürgen, 1996b: Between Facts and Norms: [sic] Contributions to a Discourse Theory of Law and Ethics [sic]. Cambridge: Polity Press.“
Habermas (1992) wird hierbei im Haupttext insgesamt 6-mal, „Habermas 1996“ – wobei unklar bleibt, ob damit Die Einbeziehung des Anderen (1996a) oder Between Facts and Norms (1996b) gemeint sein soll – 5-mal referenziert; diese Referenzierungen kommen auch in Plagiatskontexten vor. Die Frage, welchen Sinn ein solches Vorgehen ergeben soll, beantwortet sich nicht auf den ersten Blick.
Zudem wurde der fehlerhaft wiedergegebene deutsche Titel – korrekt wäre „Rechtsstaats“ – anscheinend aus der Wikipedia übernommen, siehe Fragment 037 24 bzw. Fragment 066 24. Der Titel der Übersetzung wird ebenfalls fehlerhaft – korrekt wäre hier „Democracy“ statt „Ethics“, vgl. [1] – wiedergegeben; auch handelt es bei Contributions to a Discourse Theory of Law and Democracy um den Untertitel des Werkes, so dass hier der vorhergehende Doppelpunkt irreführend ist. Der Titel der Übersetzung scheint – abgesehen vom Verlag – der Quelle Liebert / Trenz (2008) bzw. Trenz (2008) entnommen worden zu sein, vgl. [2] bzw. [3].
  • Ein englischsprachiger Titel wird im Literaturverzeichnis mit vertauschten Autoren doppelt genannt:
  • „Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg, 2008: European civil society and the public sphere. State of the art. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 9 - 31.“ und
  • „Trenz, Hans-Jörg / Liebert, Ulrike 2008: European civil society and the public sphere. State of the art. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 9 - 32.“
Die Seitenangabe ist bei ersterem korrekt, vgl. [4].

Unselbstständige Publikationen mit fehlenden Seitenangaben

  • Bei folgenden nicht selbstständig erschienenen Titeln fehlt im Literaturverzeichnis die Seitenangabe:
  • Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2008
  • Aspinwall, Mark / Greenwood, Justin, 1998
  • Berger, Alois, 2008
  • Beyme, Klaus von, 2000
  • Bruter, Michael 2004
  • Buchstein, Hubertus, 2004
  • Büchner, Gerold, 2007
  • Buse, Michael / Nelles, Wilfried, 1975
  • Kaelble, Hartmut, 2000
  • Kaelble, Hartmut, 2002
  • Keating, Michael, 1993
  • Kersting, Martin, 2005
  • Klesmann, Martin, 2008
  • Kocka, Jürgen, 2000
  • Kohler-Koch, Beate, 2007
  • Mazey, Sonia / Richardson, Jeremy, 2001
  • Münch, Richard, 2001
  • Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2007
  • Peters, Bernhard, 2005
  • Piepenschneider, Melanie, 2005
  • Scharpf, Fritz W., 2001
  • Walzer, Michael, 1995
  • Weidenfeld, Werner / Giering, Claus, 2002
  • Zittel, Thomas, 2007.

Weitere Formen fehlerhafter Quellenangaben

  • Weitere Formen fehlerhafter Quellenangaben, die in den einzelnen Fragmenten bzw. in der Sektion Fehlerhafte Quellenangaben sonst nicht erwähnt werden, sind:
  • Der Titel des im Literaturverzeichnis aufgeführten Werks „Goleman, Daniel, 1995: Emotional Intelligence: Why It Can Matter More Than IQ for Character, Health and Lifelong Achievement. New York: Bantam Books.“ wird nicht richtig wiedergegeben: Korrekt müsste er Emotional Intelligence. Why it can matter more than IQ lauten, vgl. [5].
  • Der im Literaturverzeichnis aufgeführte Titel „Hrbek, Rudolf, 2004: Bürger und Europa. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.“ ist tatsächlich 10 Jahre früher erschienen. Auch war Hrbek nicht der Verfasser dieser Konferenzschrift, sondern in Gemeinschaft mit dem Arbeitskreis Europäische Integration e. V. deren Herausgeber, vgl. [6]. Einmalig in der untersuchten Arbeit findet sich auf Seite 26 die Referenz „Hrbek 1994“.
  • Bei dem im Haupttext mit „Izard 1994“ referenzierten und im Literaturverzeichnis als „Izard, Carroll E., 1994: Die Emotionen des Menschen: Eine Einführung in die Grundlagen der Emotionspsycholgie [sic]. Weinheim: Beltz, Psychologie Verlags Union, 3. Auflage.“ aufgelösten Werk ist Eine Einführung in die Grundlagen der Emotionspsychologie dessen Untertitel [7], weshalb der vorhergehende Doppelpunkt irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.
  • Der im Haupttext mit „Kleinsteuber 2005“ referenzierte und im Literaturverzeichnis als „Kleinsteubner, Hans J., 2005: Öffentlichkeit. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 1 A - M. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 628 - 629.“ aufgelöste Artikel wurde zwar von Hans J. Kleinsteuber verfasst, findet sich aber im 2. Band des genannten Lexikons.
  • Der im Haupttext mit „Wessels 1999“ referenzierte und im Literaturverzeichnis als „Wessels, Wolfgang, 1999: The European Parliament and EU legitimacy. In: Banchoff, Thomas / Smith, Mitchell P. (Hrsg.): Legitimacy and the European Union. London: Routledge, S. 134 - 152.“ aufgelöste Titel wurde auch von Udo Diedrichs mitverfasst. Der Sammelband ist zudem parallel in New York erschienen und hat den Untertitel The contested polity. [8]

Lediglich in Plagiatskontexten referenzierte Quellen

  • Das Literaturverzeichnis (Seite 215-246) der untersuchten Dissertation enthält insgesamt 427 Quellen. 135 dieser Literaturnachweise, d. h. gut 31,6 %, werden im Haupttext (Seite 10-214) lediglich in Plagiatskontexten – wozu in diesem Zusammenhang auch Stellen gehören können, die durch Fragmente der Kategorie „Keine Wertung“ erfasst sind – referenziert. Insofern stellt sich die Frage, ob diese angegebenen Quellen auch tatsächlich rezipiert wurden. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um folgende Titel:
  • Abramson, Jeffrey B. / Arterton, F. Christopher / Oren, Gary R., 1988
  • Ahtisaari, Martti, 1999
  • Alexander, Jeffrey C., 1997
  • Almond, Gabriel / Powell, Bingham, 1960
  • Arendt, Hannah, 1967
  • Armstrong, Kenneth A., 2001
  • Armstrong, Kenneth A., 2002
  • Aspinwall, Mark / Greenwood, Justin, 1998
  • Balme, Richard / Chabanet, Didier 2007
  • Barber, Benjamin R., 2000
  • Beck, Ulrich / Grande, Edgar, 2005
  • Benz, Arthur, 1997
  • Benz, Arthur, 1998
  • Beyme, Klaus von, 1995
  • Bieling, Hans-Jürgen / Lerch, Marika (Hrsg.), 2006
  • Bimber, Bruce, 1998
  • Bruter, Michael 2004
  • Bruter, Michael 2005
  • Bryant, Christopher, G. A.:, 1993
  • Buchanan, James M. / Tullok, Gordon, 1962
  • Bühlmann, Marc / Kriesi, Hanspeter, 2007
  • Bukow, Wolf-Dietrich / Ottersbach, Markus (Hrsg.), 1999
  • Burley, Anne-Marie / Mattli, Walter, 1993
  • Cohen, Jean L. / Arato, Andrew, 1992
  • Coleman, Stephen / Gotze, John, 2001
  • Cooke, Bill / Khortari, Uma (Hrsg.), 2001
  • Cullen, Holly / Cambell, Elinor, 1998
  • Dahl, Robert A., 1997
  • Dewey, John, 1984
  • Downs, Anthony, 1968
  • Easton, David, 1965
  • Eckstein, Harry, 1975
  • Eder, Klaus / Trenz, Hans-Jörg, 2003
  • Endress, Martin, 2002
  • Eriksen, Erik Oddvar, 1999
  • Eriksen, Erik Oddvar, 2005
  • Eriksen, Erik Oddvar / Fossum, John Erik / Menéndez, Agustin Jose (Hrsg.) 2003
  • Europäische Gemeinschaften, 1974
  • Europäische Kommission, 1997
  • Europäische Kommission, 2000
  • Europäische Kommission, 2001d
  • Europäische Kommission, 2007 g
  • Feindt, Peter Henning u.a. (Hrsg.), 1996
  • Fossum, John Erik, 2005
  • Fossum, John Erik / Trenz, Hans-Jörg, 2006
  • Fraenkel, Ernst, 1991 (1964)
  • Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.), 2004
  • Gellner, Ernest, 1991
  • Gerhards, Jürgen, 1993
  • Gerhards, Jürgern / Neidhardt, Friedhelm, 1991
  • Gerstenberg, Oliver, 1997
  • Gramsci, Antonio, 1980
  • Gray, John, 1999
  • Greenwood, Justin, 1997
  • Grimm, Dieter, 1995
  • Heinelt, Hubert, 1998
  • Held, David, 1995
  • Héritier, Adrienne, 1999
  • Höreth, Marcus, 1999
  • Hooghe, Liesbet / Marks, Gary, 2001
  • Huntington, Samuel, 1976
  • Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004
  • Joerges, Christian / Dehousse, Renaud (Hrsg.), 2002
  • Kaase, Max, 1995
  • Kaase, Max / Marsh, Alan, 1979
  • Kaelble, Hartmut, 1995
  • Kaelble, Hartmut, 2001
  • Kantner, Cathleen, 2003
  • Kantner, Cathleen, 2004
  • Keane, John, 1988
  • Keane, John, 1998
  • Keating, Michael, 1993
  • Kendall, Jeremy / Anheier, Helmut K., 1999
  • Kersting, Norbert, 2004
  • Kersting, Wolfgang, 1996
  • Kevin, Deirdre, 2003
  • Klein, Ansgar, 2001
  • Kohler-Koch, Beate / Finke, Barbara, 2007
  • Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.), 2007
  • Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 1975
  • Kopper, Gerd G., 1997
  • Kumar, Krishan, 1993
  • Langer, Inghard / Schulz von Thun, Friedemann / Tausch, Reinhard, 2002
  • Loewenstein, Bedrich, 1990
  • Lord, Christopher / Beetham, David, 2001
  • Loth, Wilfried, 1996
  • Lützeler, Paul Michael, 1992
  • Magnette, Paul, 2001
  • Marks, Gary / McAdam, Doug, 1999
  • Mayntz, Renate, 1998
  • Mazey, Sonia / Richardson, Jeremy, 2001
  • Merkel, Wolfgang (Hrsg.), 2000
  • Milbrath, Lester W. / Goel, M. Lal, 1977
  • Moravcsik, Andrew, 2006
  • Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2007
  • Nohlen, Dieter / Nuscheler, Franz (Hrsg.), 1995
  • Ost, David, 2005
  • Pateman, Carole, 1970
  • Pedler, Robin H. / van Schendelen, Rinus (Hrsg.), 1994
  • Pérez-Diaz, Victor, 2006
  • Peters, Bernhard, 2005
  • Peterson, John, 1997
  • Platzer, Hans-Wolfgang, 1985
  • Preuß, Ulrich K., 2004
  • Rokkan, Stein, 2000
  • Rosenau, James N. / Czempiel, Ernst Otto (Hrsg.), 1992
  • Ruzza, Carlo / della Sala, Vincent (Hrsg.), 2006
  • Schlesinger, Philip / Fossum, John Erik (Hrsg.), 2007
  • Schmale, Wolfgang, 1996
  • Schmalz-Bruns, Rainer, 1995
  • Schramm, Jürgen, 1995
  • Schulte, Bernd, 1993
  • Schumpeter, Joseph Alois, 2005
  • Shore, Chris, 1993
  • Smismans, Stijn (Hrsg.), 2007
  • Somers, Margaret R., 1998
  • Steffek, Jens / Kissling, Claudia / Nanz, Patrizia, 2007
  • Stöckl, Ingrid, 1986
  • Strauss, Leo, 1959
  • Streeck, Wolfgang, 1996
  • Swedberg, Richard, 1994
  • Tarrow, Sidney / della Porta, Donatella, 2004
  • Taylor, Charles, 1991
  • Thaysen, Uwe 1982
  • Trentmann, Frank (Hrsg.), 2000
  • Trenz, Hans-Jörg, 2001
  • Trenz, Hans-Jörg, 2005b
  • Van Schendelen, Rinus, 2002
  • Verba, Sidney et. al., 1973
  • Verba, Sidney / Schlozman, Kay L. / Brady, Henry E., 1995
  • Vilmar, Fritz, 1973
  • Voegelin, Eric, 1959
  • Wallace, Helen / Young, Alasdair R. (Hrsg.), 1997
  • Walzer, Michael, 1992
  • Walzer, Michael, 1995.
Die Schreibung folgt derjenigen im Literaturverzeichnis; der Schluss, dass die in obiger Liste nicht aufgeführten Quellen hingegen alle rezipiert wurden, lässt sich nicht ziehen.

Ebenfalls in der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthaltene Referenzen

  • Folgende 54 von der Verfasserin verwendete Referenzen finden sich ebenfalls im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008):
  • Alexander, Jeffrey C., 1997
  • Aspinwall, Mark / Greenwood, Justin, 1998
  • Balme, Richard / Chabanet, Didier 2007
  • Beck, Ulrich / Grande, Edgar, 2005
  • Beyme, Klaus von, 2000
  • Bruter, Michael 2004
  • Bruter, Michael 2005
  • Bryant, Christopher, G. A.:, 1993
  • Cohen, Jean L. / Arato, Andrew, 1992
  • Eder, Klaus, 2003
  • Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), 2005
  • Eriksen, Erik Oddvar, 2005
  • Eriksen, Erik Oddvar / Fossum, John Erik / Menéndez, Agustin Jose (Hrsg.) 2003
  • Europäische Kommission, 2001d
  • Fossum, John Erik, 2005
  • Fossum, John Erik / Trenz, Hans-Jörg, 2006
  • Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.), 2004
  • Gellner, Ernest, 1991
  • Gerhards, Jürgen, 1993
  • Gerhards, Jürgen, 2000
  • Gerhards, Jürgen, 2002
  • Greenwood, Justin, 2007
  • Habermas, Jürgen, 1996b
  • Held, David, 1995
  • Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.), 2000
  • Joerges, Christian / Dehousse, Renaud (Hrsg.), 2002
  • Kaelble, Hartmut, 2002
  • Kantner, Cathleen, 2003
  • Kantner, Cathleen, 2004
  • Kevin, Deirdre, 2003
  • Klein, Ansgar, 2001
  • Kocka, Jürgen, 2004
  • Kohler-Koch, Beate, 2007
  • Kohler-Koch, Beate / Finke, Barbara, 2007
  • Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.), 2007
  • Kumar, Krishan, 1993
  • Marks, Gary / McAdam, Doug, 1999
  • Mazey, Sonia / Richardson, Jeremy, 2001
  • Moravcsik, Andrew, 2006
  • Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2007
  • Ost, David, 2005
  • Pérez-Diaz, Victor, 2006
  • Peters, Bernhard, 2005:
  • Peterson, John, 1997
  • Preuß, Ulrich K., 2004
  • Ruzza, Carlo, 2004
  • Ruzza, Carlo / della Sala, Vincent (Hrsg.), 2006
  • Ruzza, Carlo / Fella, Stefano, 2005
  • Schlesinger, Philip / Fossum, John Erik (Hrsg.), 2007
  • Smismans, Stijn (Hrsg.), 2007
  • Steffek, Jens / Kissling, Claudia / Nanz, Patrizia, 2007
  • Tarrow, Sidney / della Porta, Donatella, 2004
  • Trenz, Hans-Jörg, 2005b
  • Walzer, Michael, 1995.
Die Schreibung folgt derjenigen im Literaturverzeichnis der Verfasserin.

Fragmente mit Kategoriezuordnung „Keine Wertung“

  • In der untersuchten Arbeit finden sich zahlreiche (insg. 69) Fragmente, die problematisch sind, aber nicht als Plagiate im engeren Sinne eingestuft wurden. Gründe hierfür können u. a. folgende gewesen sein:
  • Kürze und / oder eher geringe intellektuelle Schöpfungshöhe der Übernahme – siehe z. B. Fragment 110 14
  • Mischung von übernommenen Anteilen mit eigenen – siehe z. B. Fragment 113 30
  • Nennung der tatsächlichen Quelle neben weiteren fragwürdigen Referenzen – siehe z. B. Fragment 038 28 mit Fragment 038 28a
  • Übernahme lediglich von Referenzen, nicht aber von Inhalten – siehe z. B. Fragment 016 22
  • aus mehreren Quellen zusammengesetzte Sätze – siehe z. B. Fragment 011 08 mit Fragment 011 12 (hier mit zusätzlichem Eigenanteil)
  • angegebene, aber inhaltlich fragwürdige Referenzen, so dass eine Übernahme aus einer noch unbekannten Quelle möglich scheint.

Unfertige Fragmente

  • Bei der Analyse wurden auch einige Textpassagen dokumentiert, die Auffälligkeiten aufweisen, aber auf keine zugrundeliegende Quelle zurückgeführt werden konnten. Diese Fragmente sind weder in der Statistik noch farblich bei den Abbildungen weiter unten berücksichtigt worden und finden sich unter Unfertige Fragmente.

Erklärung der Verfasserin und Promotionsordnung

  • Auf Seite 4 der untersuchten Arbeit findet sich folgende vom 30. Oktober 2009 datierende „Erklärung“:
„Hiermit erkläre ich gemäß § 7 (4) der Promotionsordnung zum Dr. rer. pol. in Politikwissenschaft des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin vom 14. März 2008, dass ich alle verwendeten Hilfsmittel und Hilfen angegeben und auf dieser Grundlage die vorliegende Arbeit selbständig verfasst habe.“
  • Die zum Zeitpunkt der Einreichung der Dissertation gültige Promotionsordnung zum Dr. rer. pol. in Politikwissenschaft des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin vom 14. März 2008 (PDF) enthält u. a. folgende Aussagen und Bestimmungen:
  • § 1 Bedeutung der Promotion, Doktorgrad
    „(2) Durch die Promotion wird über den Abschluss eines politikwissenschaftlichen oder eines anderen für die Promotion wesentlichen Studiengangs mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlichem Schwerpunkt hinaus eine besondere wissenschaftliche Qualifikation durch eigene Forschungsleistungen nachgewiesen.“
  • § 7 Dissertation
    „(1) Mit der schriftlichen Promotionsleistung ist die Befähigung zu selbstständiger vertiefter wissenschaftlicher Arbeit nachzuweisen und ein Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis anzustreben.“
    „(4) Die Doktorandin oder der Doktorand muss alle Hilfsmittel und Hilfen angeben und versichern, auf dieser Grundlage die Arbeit selbstständig verfasst zu haben.“
  • § 8 Begutachtung der Dissertation
    „(3) [...] Sieht eine Gutachterin oder ein Gutachter in der Arbeit Mängel, deren Beseitigung möglich und notwendig erscheint, muss sie oder er diese im Gutachten genau bezeichnen. In einem solchen Falle kann sie oder er eine Überarbeitung der Dissertation, für die Hinweise gegeben werden sollen, empfehlen. In der Gesamtbeurteilung hat jede Gutachterin oder jeder Gutachter entweder die Annahme unter Angabe einer Bewertung nach § 10, die Ablehnung oder die Rückgabe der Dissertation zur Beseitigung bestimmter Mängel und Wiedervorlage zu empfehlen.“
  • § 18 Entziehung eines Doktorgrads
    „Die Entziehung eines Grads gemäß § 1 richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.“

Mögliche Versäumnisse bei der Begutachtung der Dissertation

  • Der Erstgutachterin bzw. dem Zweitgutachter der betrachteten Arbeit hätten
auch ohne eine zeitaufwändige Untersuchung auf eventuelle Plagiate auffallen und moniert werden können; gemäß § 8 Abs. 3 der Promotionsordnung wäre es in diesem Fall möglich gewesen, der Promotionskommission die Rückgabe der Dissertation zur Beseitigung der Mängel und deren Wiedervorlage zu empfehlen.
  • Erwähnenswert scheint ebenfalls, dass
  • auf Seite 3 der untersuchten Arbeit die Erstgutachterin als „Prof. Dr. rer. pol. Tanja Anita Börzel“ bezeichnet wird, obwohl sie am European University Institute in Florenz einen Ph. D. in Political and Social Sciences erworben hat [9] – also kein Dr. rer. pol. ist. Der Fehler bei der Angabe ihres eigenen akademischen Grades sollte der Doktormutter aufgefallen sein.
Nach § 7 Abs. 5 der Promotionsordnung muss die Dissertation ein Vorblatt für die Namen der Gutachter vorsehen und nach § 7 Abs. 6 in drei gedruckten Exemplaren beim Fachbereich eingereicht werden. Wenn die beim Fachbereich zur Begutachtung vorgelegten mit den in der Universitätsbibliothek der FU Berlin abgelieferten Exemplaren übereinstimmen, haben sie der geforderten Form auch entsprochen, wie ein Scan der ersten Seiten eines gedruckten UB-Exemplars zeigt. Dennoch ist die Dissertation in der vorliegenden Form veröffentlicht worden – anscheinend in Kenntnis des Fehlers.

Methodik und Umfang der Untersuchung

  • Die Auswahl der zu untersuchenden Quellen erfolgte unter dem Gesichtspunkt, als wie wahrscheinlich mögliche Übernahmen aus einzelnen Titeln eingeschätzt wurden. Daher wurde nur ein Teil der im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel überprüft. Zu diesem Teil der angegebenen Literatur kamen noch ca. 80 potenzielle Quellen hinzu, die nicht im Literaturverzeichnis aufgeführt sind. Bei den aus Letzterem überprüften 261 Quellen handelte sich um folgende (die im Literaturverzeichnis verwendete Schreibweise wurde ungeachtet etwaiger Fehler beibehalten und die Titel in der Reihenfolge der Verfasserin aufgelistet):
  • Abs, Hermann Josef / Veldhuis, Ruud, 2006
  • Abromeit, Heidrun, 1998
  • Abromeit, Heidrun / Schmidt, Thomas, 1998
  • Abromeit, Heidrun, 2002
  • Abromeit, Heidrun, 2003
  • Alexander, Jeffrey C., 1997
  • Armstrong, Kenneth A., 2001
  • Armstrong, Kenneth A., 2002
  • Arndt, Hans-Wolfgang, 1999
  • Arnstein, Sherry R., 1969
  • Ahtisaari, Martti, 1999
  • Balibar, Étienne, 2005
  • Barber, Benjamin R., 2000
  • Beichelt, Timm, 2004
  • Benz, Arthur, 1997
  • Benz, Arthur, 1998
  • Beutler, Bengt / Bieber, Roland / Pipkorn, Jörn / Streil, Jochen / Epiney, Astrid / Haag, Marcel, 2001
  • Berg-Schlosser, Dirk / Stammen, Theo, 2003
  • Beyme, Klaus von, 1995
  • Beyme, Klaus von, 1998
  • Beyme, Klaus von, 2000
  • Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2007a
  • Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009b
  • Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009d
  • Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009e
  • Bieling, Hans-Jürgen / Lerch, Marika (Hrsg.), 2006
  • Börzel, Tanja A., 2006
  • Brake, Anna, 2008
  • Braun, Dietmar, 1998
  • Buchstein, Hubertus, 2004
  • Bürgerstiftung Neukölln, 2009
  • Burley, Anne-Marie / Mattli, Walter, 1993
  • Buse, Michael / Nelles, Wilfried, 1975
  • Busek, Erhard, 2008
  • Cheneval, Francis, 2003
  • Coleman, Stephen / Gotze, John, 2001
  • Cox, Pat, 2007
  • Decker, Frank, 2000
  • Delhey, Jan, 2004
  • Diedrichs, Udo, 2007
  • Eckstein, Harry, 1975
  • Eder, Klaus, 2003
  • Eder, Klaus / Kantner, Cathleen, 2000
  • Eder, Klaus / Trenz, Hans-Jörg, 2003
  • Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate, 1999
  • Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), 2005
  • Endress, Martin, 2002
  • Euronews, 2008
  • Europäische Gemeinschaften, 1974
  • Europäische Gemeinschaften, 1985
  • Europäische Gemeinschaften, 1992
  • Europäische Gemeinschaften, 1997
  • Europäische Gemeinschaften, 2000a
  • Europäische Gemeinschaften, 2000b
  • Europäische Gemeinschaften, 2001
  • Europäische Gemeinschaften, 2004a
  • Europäische Gemeinschaften, 2004b
  • Europäische Gemeinschaften, 2005
  • Europäische Gemeinschaften, 2006a
  • Europäische Gemeinschaften, 2006b
  • Europäische Gemeinschaften, 2006c
  • Europäische Gemeinschaften, 2006d
  • Europäische Gemeinschaften, 2006e
  • Europäische Gemeinschaften, 2006f
  • Europäische Kommission, 1993
  • Europäische Kommission, 1997
  • Europäische Kommission, 2000
  • Europäische Kommission, 2001a
  • Europäische Kommission, 2001b
  • Europäische Kommission, 2001c
  • Europäische Kommission, 2001d
  • Europäische Kommission, 2002a
  • Europäische Kommission, 2002b
  • Europäische Kommission 2002d
  • Europäische Kommission, 2003
  • Europäische Kommission, 2004b
  • Europäische Kommission, 2005b
  • Europäische Kommission, 2005c
  • Europäische Kommission, 2006a
  • Europäische Kommission, 2006b
  • Europäische Kommission, 2006c
  • Europäische Kommission, 2006f
  • Europäische Kommission, 2006g
  • Europäische Kommission, 2007e
  • Europäische Kommission, 2007 g
  • Europäische Kommission, 2007 h
  • Europäische Kommission, 2007 n
  • Europäische Kommission, 2007 o
  • Europäische Kommission, 2008a
  • Europäische Kommission, 2008c
  • Europäische Kommission / Europäisches Parlament 2008
  • Europäisches Parlament, 2008
  • Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss, 1999
  • Feindt, Peter Henning u.a. (Hrsg.), 1996
  • Franzius, Claudio, 2004
  • Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.), 2004
  • Fontaine, Pascal, 2007
  • Fuchs, Dieter, 1995
  • Gellner, Ernest, 1991
  • Gellner, Winand / Glatzmeier, Armin, 2005
  • Gerhards, Jürgen, 1993
  • Gerhards, Jürgen, 2000
  • Gerhards, Jürgen, 2002
  • Gerhards, Jürgern / Neidhardt, Friedhelm, 1991
  • Gerring, John, 2007
  • Gerstenberg, Oliver, 1997
  • Giesen, Bernhard, 1999
  • Göhler, Gerhard / Iser, Mattias / Knerner, Ina (Hrsg.), 2006
  • Gray, John, 1999
  • Greven, Michael Th., 1998
  • Grimm, Dieter, 1995
  • Gröber, Katharina / Riedel, Sabine, 2005
  • Guggenberger, Bernd, 2005
  • Habermas, Jürgen, 1992
  • Habermas, Jürgen, 1996a
  • Häußermann, Hartmut / Förste, Daniel, 2009
  • Heinelt, Hubert, 1998
  • Héritier, Adrienne, 1999
  • Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.), 2000
  • Hill, Hermann, 2006
  • Hoecker, Beate, 2002
  • Holtkamp, Lars et. al., 2006:
  • Höreth, Marcus, 1999
  • Hrbek, Rudolf, 2004
  • Hrbek, Rudolf, 2005
  • Ipsen, Detlev / Glasauer, Herbert, 2007
  • Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004
  • Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), 2006
  • Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2006
  • Jahn, Detlef, 2006
  • Jann, Werner, 2005
  • Kaase, Max, 1995
  • Kaase, Max, 1997
  • Katz, Alfred, 1996
  • Kaelble, Hartmut, 1995
  • Kaelble, Hartmut, 2000
  • Kaelble, Hartmut, 2001
  • Kaelble, Hartmut, 2002
  • Kantner, Cathleen, 2003
  • Kantner, Cathleen, 2004
  • Kersting, Martin, 2005
  • Kersting, Norbert, 2004
  • Kersting, Norbert, 2008
  • Kersting, Wolfgang, 1996
  • Kielmansegg, Peter Graf, 2003
  • Klein, Ansgar, 2001
  • Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.), 2003
  • Kleinsteubner, Hans J., 2005
  • Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005
  • Kocka, Jürgen, 2000
  • Kocka, Jürgen, 2004
  • Kohler-Koch, Beate, 2004
  • Kohler-Koch, Beate, 2007
  • Kohler-Koch, Beate / Finke, Barbara, 2007
  • Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.), 2007
  • Kohli, Martin, 2000
  • Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 1975
  • Kopper, Gerd G., 1997
  • Langer, Inghard / Schulz von Thun, Friedemann / Tausch, Reinhard, 2002
  • Lemke, Christiane, 2003
  • Liebert, Ulrike 2003
  • Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg, 2008
  • Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg, 2009
  • Lietzmann, Hans J. / Wilde, Gabriele 2003
  • Lindner, Ralf, 2005
  • Lob, Harald / Oel, Matthias, 1998
  • Loewenstein, Bedrich, 1990
  • Lord, Christopher / Beetham, David, 2001
  • Lucht, Jens / Tréfas, David, 2006
  • Magnette, Paul, 2001
  • Majone, Giandomenico, 1994
  • Majone, Giandomenico, 1998
  • Mandt, Hella, 1974
  • Mayring, Philipp, 1983
  • Mazey, Sonia / Richardson, Jeremy, 2001
  • Merkel, Wolfgang (Hrsg.), 2000
  • Merkel, Wolfgang / Puhle, Hans-Jürgen, 1999
  • Meyer, Christoph O., 2003
  • Mickel, Wolfgang W. / Bergmann, Jan (Hrsg.), 2005
  • Milbrath, Lester W. / Goel, M. Lal, 1977
  • Mohl, Madeleine von, 2005
  • Münch, Richard, 2001
  • Münkler, Herfried, 1997
  • Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005
  • Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2007
  • Neller, Katja / van Deth, Jan W.
  • Offe, Claus, 1998
  • Ogris, Günther / Westphal, Sabine, 2006
  • O’ Neill, Onara, 1996
  • Open Society Institute / EU Monitoring and Advocacy Program (Hrsg.), 2005
  • Palinkas, Peter / Scherer, Jörg, 2005
  • Patel, Kiran Klaus, 2005
  • Patti, Charles / Seyd, Patrick / Whiteley, Paul, 2003
  • Pérez-Diaz, Victor, 2006
  • Peters, Bernhard, 2005
  • Piepenschneider, Melanie, 2005
  • Pohl, Markus, 2008
  • Poier, Klaus, 2005
  • Preuß, Ulrich K., 2004
  • Reese-Schäfer, Walter, 1997
  • Riedel, Manfred, 1975
  • Rifkin, Jeremy, 2004
  • Rucht, Dieter / Richter, Emanuel / Klein, Ansgar, 2003
  • Schaper-Rinkel, Petra, 2003
  • Schäfer, Mike S., 2008
  • Scharpf, Fritz W., 1995
  • Scharpf, Fritz W., 1997
  • Scharpf, Fritz W., 1999
  • Schiller, Theo (Hrsg.) 1999
  • Schiller, Theo / Mittendorf, Volker (Hrsg.), 2002
  • Schmalz-Bruns, Rainer, 1995
  • Schmidt, Manfred G., 2000
  • Schmidberger, Martin, 1997
  • Schubert, Klaus, 2005a
  • Schubert, Klaus, 2005b
  • Schuppert, Gunnar Folke (Hrsg.), 2006
  • Schulte, Bernd, 1993
  • Schultze, Rainer-Olaf, 2005a
  • Schultze, Rainer-Olaf, 2005b
  • Schulz von Thun, Friedemann, 1981
  • Seeger, Sarah, 2006
  • Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (Hrsg.), 2007
  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 2009
  • Shore, Chris, 1993
  • Smismans, Stijn, 2005
  • Smismans, Stijn (Hrsg.), 2007
  • Somers, Margaret R., 1998
  • Steffek, Jens / Kissling, Claudia / Nanz, Patrizia, 2007
  • Stratenschulte, Eckart D., 2007
  • Strohmeier, Gerd, 2007
  • Sturm, Roland, 2002
  • Taylor, Charles, 1991
  • Thalmeier, Bettina, 2006
  • Tham, Barbara, 2006
  • Thiery, Peter, 2005
  • Trenz, Hans-Jörg, 2001
  • Trenz, Hans-Jörg, 2003
  • Trenz, Hans-Jörg, 2005a
  • Trenz, Hans-Jörg, 2005b
  • Trenz, Hans-Jörg, 2006
  • Trenz, Hans-Jörg, 2008
  • Trenz, Hans-Jörg / Klein, Ansgar / Koopmanns, Ruud, 2003
  • Uehlinger, Hans-Martin, 1988
  • Van Deth, Jan W., 2003
  • Van Deth, Jan W. / Elff, Martin
  • Van de Steeg, Marianne 2003
  • Verba, Sidney et. al., 1973
  • Verhofstadt, Guy, 2006
  • Vilmar, Fritz, 1973
  • Vorländer, Hans, 2004
  • Wallace, Helen, 2003
  • Weber, Susanne Maria, 2005
  • Weidenfeld, Werner (Hrsg.), 2002
  • Weidenfeld, Werner / Wessels, Wolfgang (Hrsg.), 2002
  • Weidenfeld, Werner / Giering, Claus, 2002
  • Wessels, Wolfgang, 1995
  • Wessels, Wolfgang, 2007
  • Winkler, Roman / Kozeluh, Ulrike, 2005
  • Zittel, Thomas, 2007
  • Zürn, Peter, 1996
  • Zürn, Michael, 1998.
  • Die Überprüfung wurde durch die verwendete Zitierweise (Kurzbelege mit Autor und Jahreszahl ohne Seitenangaben, außer bei gekennzeichneten wörtlichen Zitaten) deutlich erschwert.
  • Eine Überprüfung, inwieweit die von der Verfasserin durchgeführte Fallstudie in Kapitel 4 der Dissertation korrekt dokumentiert wurde, lag jenseits des Rahmens der vorliegenden Untersuchung und wäre aufgrund der verstrichenen Zeit ohnehin schwierig. Gleichwohl ergab sich bei einem Textabgleich eine Auffälligkeit in Bezug auf durchgeführte Interviews, siehe Fragment 182 05 (keine Wertung).

Statistik

  • Es sind bislang 119 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Hiervon folgt der Text bei 5 Fragmenten einem in einer anderen Sprache verfassten Quellentext in wörtlicher oder sinngemäßer Übersetzung („Übersetzungsplagiate“). Bei 48 weiteren Fragmenten handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 66 weiteren Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 205 Seiten im Hauptteil. Auf 76 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von knapp 37,1 % entspricht.
    Die 205 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 129
0 %-50 % Plagiatsanteil 64
50 %-75 % Plagiatsanteil 11
75 %-100 % Plagiatsanteil 1
Der Hauptteil umfasst ohne Abbildungen und Tabellen sowie deren Titel und Quellenangaben insgesamt 6282 Zeilen. Von diesen wurden 827 als plagiiert dokumentiert.5 Hieraus ergibt sich ein Plagiatsanteil von knapp 13,2 % des Textes im Hauptteil der Promotionsschrift.
5 Aus Gründen der besseren Darstellbarkeit wurden bei Plagiatspassagen, bei denen nur eine oder zwei Zeilen auf der Vor- bzw. Folgeseite liegen, für diese kurzen Textsequenzen i. d. R. keine eigenen Fragmente angelegt und die Inhalte vollständig auf der Seite wiedergegeben, auf der sich der größte Teil der Passage befindet (vgl. für den Sachverhalt z. B. Seite 39). Bei der Plagiatszeilenzählung wurden jene Sequenzen jedoch mit einbezogen.
  • In der Dokumentation werden technisch bedingt auch die Quellen
als Plagiatsquellen mitgezählt, obwohl aus diesen nur Fragmente der Kategorie „Keine Wertung“ vorhanden sind. Insgesamt gibt es somit statt 62 lediglich 52 Quellen, aus denen als Plagiat gesichtete Fragmente vorliegen.
  • Von diesen 52 Quellen werden fünf in der gesamten untersuchten Arbeit an keiner Stelle erwähnt:

Illustration

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
( rot=Verschleierung, blau=Übersetzungsplagiat, gelb=Bauernopfer)

Dcl col

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.


In folgender Grafik sind zusätzlich auch problematische Fragmente der Kategorie „Keine Wertung“ sowie – zum Vergleich – korrekt ausgewiesene wörtliche Zitate farblich hervorgehoben:

Dcl col-zit

violett = dokumentierte Parallelen, die der Kategorie „Keine Wertung“ zugeordnet wurden

grün = gekennzeichnete wörtliche Zitate, sofern nicht als Teil von Plagiatsfragmenten dokumentiert

Anmerkung: Die Grafiken repräsentieren den Analysestand vom 3. Mai 2019.

Definition von Plagiatkategorien

Die hier verwendeten Plagiatkategorien basieren auf den Ausarbeitungen von Wohnsdorf / Weber-Wulff: Strategien der Plagiatsbekämpfung, 2006. Eine vollständige Beschreibung der Kategorien findet sich im VroniPlag-Wiki. Die Plagiatkategorien sind im Einzelnen:

Übersetzungsplagiat

Ein Übersetzungsplagiat entsteht durch wörtliche Übersetzung aus einem fremdsprachlichen Text. Natürlich lässt hier die Qualität der Übersetzung einen mehr oder weniger großen Interpretationsspielraum. Fremdsprachen lassen sich zudem höchst selten mit mathematischer Präzision übersetzen, so dass jede Übersetzung eine eigene Interpretation darstellt. Zur Abgrenzung zwischen Paraphrase und Kopie bei Übersetzungen gibt es ein Diskussionsforum.

Komplettplagiat

Text, der wörtlich aus einer Quelle ohne Quellenangabe übernommen wurde.

Verschleierung

Text, der erkennbar aus fremder Quelle stammt, jedoch umformuliert und weder als Paraphrase noch als Zitat gekennzeichnet wurde.

Bauernopfer

Text, dessen Quelle ausgewiesen ist, der jedoch ohne Kenntlichmachung einer wörtlichen oder sinngemäßen Übernahme kopiert wurde.

Quellen nach Fragmentart

Die folgende Tabelle schlüsselt alle gesichteten Fragmente zeilenweise nach Quellen und spaltenweise nach Plagiatskategorien auf.

Tabelle: Dcl: Quellen / Fragmente (dynamische Auszählung)
Quelle
Jahr ÜP
KP
VS
BO
KW
KeinP

ZuSichten
Unfertig
Abromeit 2002 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005 0 0 4 0 3 0 7 0 0
Berg-Schlosser Stammen 2003 0 0 0 1 1 0 2 0 0
Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a 0 0 1 2 4 0 7 0 0
Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009b 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Bieber 2001 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Brake 2008 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Buchstein 2006 0 0 1 0 1 0 2 0 0
Börzel 2006 0 0 2 1 1 0 4 0 0
Bürgerstiftung Neukölln 2009 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Delhey 2004 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Diedrichs 2007 0 0 1 0 1 0 2 0 0
Eder 2003 0 0 0 4 5 0 9 0 0
Europäische Kommission 2002 0 0 1 1 1 0 3 0 0
Europäische Kommission 2006 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Europäische Kommission 2007a 0 0 1 0 1 0 2 0 0
Europäische Kommission 2007b 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Europäische Kommission 2008 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Faust 2002 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Finke Knodt 2005 0 0 1 0 1 0 2 0 0
Franzius 2004 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Garcia Ayala 2006 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Gellner Glatzmeier 2005 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Grupp 2005 0 0 0 1 1 0 2 0 0
Guggenberger 2005 0 0 5 1 0 0 6 0 0
Haag 2001 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Jahn 2006 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Kaase 1997 0 0 0 0 2 0 2 0 0
Kaelble 2000 0 0 0 3 3 0 6 0 0
Kersting 2008 0 0 3 13 5 0 21 1 0
Kielmansegg 2003 0 0 1 0 2 0 3 0 0
Kocka 2000 0 0 1 4 4 0 9 0 0
Liebert Trenz 2008 5 0 0 2 5 0 12 0 0
Lindner 2005 0 0 0 1 1 0 2 0 0
Maurer Kietz Crespy 2005 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Nanz Steffek 2005 0 0 2 4 3 0 9 0 0
Neller van Deth 2006 0 0 1 1 0 0 2 0 0
Piotrowska 2006 0 0 0 1 0 0 1 0 0
Poier 2005 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Scharpf 1997 0 0 1 1 1 0 3 0 0
Schmidt 2000 0 0 0 1 2 0 3 0 0
Schultze 2005 0 0 0 1 1 0 2 0 0
Seeger Yüzen 2007 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Senatsbeauftragter für Migration und Integration Berlin 2007 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin 2009 0 0 0 2 0 0 2 0 0
Smismans 2005 0 0 0 6 4 0 10 0 0
Statistisches Amt der Europäischen Kommission 2005 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Strohmeier 2007 0 0 1 1 0 0 2 0 0
Thalmaier 2006 0 0 4 0 2 0 6 1 0
Tham 2006 0 0 0 0 1 0 1 0 0
Thiery 2005 0 0 0 2 0 0 2 0 0
Trenz 2003 0 0 1 1 2 0 4 0 0
Trenz 2005 0 0 1 1 1 0 3 0 0
Trenz Klein Koopmans 2003 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Vorländer 2004 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Wallace 2003 0 0 1 3 1 0 5 0 0
Wikipedia Deliberative Demokratie 2008 0 0 2 0 0 0 2 0 0
Wikipedia Euronews 2008 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Wikipedia Hamburger Verständlichkeitskonzept 2008 0 0 1 0 0 0 1 0 0
Winkler Kozeluh 2005 0 0 1 0 0 0 1 0 0
von Beyme 2000 0 0 1 0 1 0 2 0 0
- 5 0 48 66 69 0 188 2 4

Fragmentübersicht

119 gesichtete, geschützte Fragmente

FragmentSeiteArbeitZeileArbeitQuelleSeiteQuelleZeileQuelleTypus
Dcl/Fragment 011 171117-20Thalmaier 2006635 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 013 301330-34Kersting 2008124 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 014 171417-22Berg-Schlosser Stammen 20035031 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 016 151615-22Liebert Trenz 20089, 109: 12 ff.; 10: 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 024 262426-28Thalmaier 2006610 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 025 08258-17Kaelble 2000252, 253, 256, 257252: 14 ff., 23 ff.; 253: 1 ff., 7 ff.; 256: 25 ff.; 257: 6 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 025 212521-27Vorländer 200456re. Sp. 21 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 025 282528-32Kaelble 2000259, 261, 262259: 30 f.; 261: 25 ff.; 262: 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 026 07267-9Nanz Steffek 20057917 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 027 152715-20Scharpf 1997onlineBauernOpfer
Dcl/Fragment 028 06286-15, 20-27Scharpf 1997onlineVerschleierung
Dcl/Fragment 029 01291-4Kielmansegg 20037923 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 030 09309-19Nanz Steffek 200583, 8683: 11 ff.; 86: 30 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 030 313031-35Börzel 20068831 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 031 203120-24Eder 2003856 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 032 233223-26Trenz 2003162, 163162: 38 ff.; 163: 4 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 033 01331-4Strohmeier 200729li. Sp. 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 033 143314-20Eder 200388, 89, 90, 91, 9388: 32 f.; 89: 1 f., 24 ff., 101 ff.; 90: 1 ff.; 91: 31 ff.; 93: 2 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 034 113411-13Franzius 2004117 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 034 253425-28Strohmeier 200729re. Sp. 19 ff., 101 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 034 283428-31Trenz 200316631 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 035 01351-4Eder 200390, 9590: 8 ff.; 95: 13 ff., 101 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 036 133613-16Liebert Trenz 200811, 1211: 35 ff.; 12: 1 f.ÜbersetzungsPlagiat
Dcl/Fragment 037 01371-5, 6-7Liebert Trenz 2008123 ff.ÜbersetzungsPlagiat
Dcl/Fragment 037 173717-20Kocka 20001913 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 037 213721-24, 31-35Thiery 20051176li. Sp. 22 ff., 48 ff.; re. Sp. 1, 4 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 037 243724-27Wikipedia Deliberative Demokratie 2008onlineVerschleierung
Dcl/Fragment 038 01381-7Kocka 200018, 1918: 7 ff., 109 ff.; 19: 1 f., 101BauernOpfer
Dcl/Fragment 038 163816-28Thiery 20051175, 11761175: li. Sp. 6 ff., 30 ff. u. re. Sp. 1; 1176: re. Sp. 12 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 039 01391-4Kocka 20002110 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 039 283928-34Kocka 200022, 23, 2422: 23 ff.; 23: 31 f.; 24: 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 040 224022-27Liebert Trenz 2008136 ff.ÜbersetzungsPlagiat
Dcl/Fragment 040 304030-36Eder 2003110, 115110: 16 ff., 24 ff.; 115: 12 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 041 05415-36Liebert Trenz 200813, 14, 16, 17, 1813: 28 ff.; 14: 1 f.; 16: 25 ff.; 17: 1 f., 29 ff.; 18: 5 ff.ÜbersetzungsPlagiat
Dcl/Fragment 042 264226-32Europäische Kommission 200261 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 044 08448-18Europäische Kommission 200269 ff., 106 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 045 04454-8Grupp 2005600li. Sp. 41 ff., re. Sp. 1 f.BauernOpfer
Dcl/Fragment 045 144514-17, 23-24, 25-27Schultze 2005675, 676675: re. Sp. 28 ff.; 676: li. Sp. 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 045 244524-25, 27-31Kersting 200814, 15, 2014: 34 ff.; 15: 1 f.; 20: 9 f.BauernOpfer
Dcl/Fragment 046 02462-14Kersting 200812, 14, 15, 1712: 3 ff.; 14: 14 ff.; 15: 10 ff.; 17: 11 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 046 284628-31Kersting 20081418-21BauernOpfer
Dcl/Fragment 047 204720-23, 25-34Trenz 200562, 6362: 22 ff.; 63: 1 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 048 01481-3Neller van Deth 200638li. Sp. 22 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 048 114811-14Kersting 20081718 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 048 154815-17Nanz Steffek 20058630 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 049 204920-24Liebert Trenz 2008143 ff.ÜbersetzungsPlagiat
Dcl/Fragment 050 205020-29Kersting 200821, 2221: 1 ff.; 22: 1 f.Verschleierung
Dcl/Fragment 051 01511-8Kersting 200822, 2322: 3 ff., 28 ff.; 23: 1 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 051 265126-34Kersting 20082422 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 052 145214-18Kersting 20082511 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 052 255225-28Faust 2002277mittl. Sp.: letzte Zeile, re. Sp.: 1 ff. u. 9 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 052 285228-31Kersting 20082520 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 053 04534-9, 16-28Kersting 200825, 26, 2725: 25 ff.; 26: 1 f., 9 ff.; 27: 1 f.BauernOpfer
Dcl/Fragment 056 1556Tab. 2 u. 15-21Kersting 200815, 1615: 28 ff.; 16: Tab. 1 u. 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 057 01571-5Kersting 2008164 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 057 255725-33Liebert Trenz 200816, 1716: 24 ff.; 17: 1 f.BauernOpfer
Dcl/Fragment 063 09639-15, 19-22, 23-30, 34-35Kersting 200813, 1413: 12 ff.; 14: 1 ff., 26 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 063 166316-19, 22-23Buchstein 200654, 5554: letzte Zeile; 55: 1 ff., 14 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 065 106510-13Neller van Deth 200637, 3837: re. Sp. 17 ff.; 38: li. Sp. 22 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 065 146514-17, 22-25Wikipedia Hamburger Verständlichkeitskonzept 2008onlineVerschleierung
Dcl/Fragment 065 316531-35Kersting 200813, 1413: 31 f.; 14: 1 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 066 206620-24Guggenberger 2005140re. Sp. 35 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 066 246624-32Wikipedia Deliberative Demokratie 2008onlineVerschleierung
Dcl/Fragment 067 126712-17, 24-31Guggenberger 2005139re. Sp. 11 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 069 04694-8Nanz Steffek 20059132 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 069 316931-34Guggenberger 2005140li. Sp. 5 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 070 02702-4Guggenberger 2005140li. Sp. 28 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 070 137013-16Kersting 20081613 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 070 177017-20, 27-31Guggenberger 2005138, 139138: re. Sp. 29 ff. u. letzte Zeile; 139: li. Sp. 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 070 247024-27Schmidt 20002275 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 072 01721-3Trenz Klein Koopmans 2003835 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 072 177217-19, 30-34von Beyme 200051, 5251: 33 ff.; 52: 1 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 072 197219-26Guggenberger 2005140, 141140: re. Sp. 11 ff., 41 ff.; 141: li. Sp. 1 f.Verschleierung
Dcl/Fragment 073 147314-20Nanz Steffek 2005932 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 078 287828-34Delhey 20046li. Sp.: letzte Zeile, re. Sp.: 1 ff., 16 ff. u. 101 f.BauernOpfer
Dcl/Fragment 079 247924-27Finke Knodt 20051529 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 082 138213-17Kaelble 200026724 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 083 07837-12Haag 2001364, 366364: 5 ff., 101 ff.; 366: 29 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 084 06846-9, 21-25Wallace 2003263, 264263: 31 ff.; 264: 9 ff., 27 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 084 308430-33Gellner Glatzmeier 20059re. Sp. 26 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 085 128512-16Smismans 2005108, 109108: 28 ff.; 109: 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 085 298529-34Smismans 2005109, 110109: 29 ff.; 110: 1 f.BauernOpfer
Dcl/Fragment 086 03863-19Smismans 2005110, 111, 112110: 34 ff.; 111: 1 ff.; 112: 3 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 086 308630-33Smismans 200511212 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 088 09889-16Smismans 2005113, 114113: 17 ff.; 114: 4 f., 102BauernOpfer
Dcl/Fragment 090 02902-5, 23-31Thalmaier 20068, 108: 32 ff., 37 ff.; 10: 12 ff., 19 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 091 269126-30Europäische Kommission 2007a13, 1813: 8 ff.; 18: 10 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 093 01931-4Europäische Kommission 20061239 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 093 04934-16, 30-33Europäische Kommission 2007b5, 8, 15, 545: 27 f.; 8: 11 ff.; 15: 33 ff.; 54: 2 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 093 199319-23Piotrowska 200612li. Sp. 5 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 095 01951-5Europäische Kommission 200810, 1110: 35 ff.; 11: 1 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 098 299829-32Nanz Steffek 200586, 8786: letzte Zeile; 87: 1 f.BauernOpfer
Dcl/Fragment 100 1810018-24Smismans 200511914 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 100 2610026-31Wallace 20032665 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 101 011011-5Börzel 2006842 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 101 061016-9Wallace 200326629 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 101 2810128-31Wallace 2003280, 281280: 33 ff.; 281: 1 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 102 2810228-32Börzel 2006899 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 107 091079-11Jahn 200632818 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 116 091169-14Bürgerstiftung Neukölln 2009onlineBauernOpfer
Dcl/Fragment 118 2711827-35Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin 2009onlineBauernOpfer
Dcl/Fragment 119 011191-5Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin 2009onlineBauernOpfer
Dcl/Fragment 119 2111921-24Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a1427 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 136 071367-9, 10-18, 19-20Wikipedia Euronews 2008onlineVerschleierung
Dcl/Fragment 143 041434-7, 11-15Trenz 200571, 7271: 27 ff.; 72: 1 ff., 7 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 143 2914329-33Lindner 2005414, 415414: li. Sp. 39 ff.; 415: li. Sp. 20 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 153 051535-14Winkler Kozeluh 2005173, 193, 194173: 32 ff.; 193: 7 ff., 30 ff.; 194: 101 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 169 2216922-36Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006onlineBauernOpfer
Dcl/Fragment 203 2820328-32Thalmaier 2006940 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 205 012051-5Kocka 20003416 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 205 1120511-15Brake 20087712 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 206 2820628-31Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a122 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 207 1720717-24, 31-33Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a6, 7, 146: 41 f.; 7: 1 f.; 14: 39 ff.BauernOpfer
Dcl/Fragment 208 1420814-17Senatsbeauftragter für Migration und Integration Berlin 20076920 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 209 2020920-35Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 20054, 5, 11, 13, 144: 18 ff., 37 ff.; 5: 1 ff.; 11: 21 ff.; 13: 18 f., 30 ff.; 14: 31, 36 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 210 022102-6Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 20056, 146: 13 ff.; 14: 32 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 211 2021120-22Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 20051316 f.Verschleierung
Dcl/Fragment 214 2121421-23Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 20051035 ff.Verschleierung
Dcl/Fragment 214 2321423-24Diedrichs 2007986 ff.Verschleierung

Textfragmente

Anmerkung zur Farbhinterlegung

Die Farbhinterlegung dient ausschließlich der leichteren Orientierung des Lesers im Text. Das Vorliegen einer wörtlichen, abgewandelten oder sinngemäßen Übernahme erschließt sich durch den Text.

Hinweis zur Zeilenzählung

Bei der Angabe einer Fundstelle wird alles, was Text enthält (außer Kopfzeile mit Seitenzahl), als Zeile gezählt, auch Überschriften. In der Regel werden aber Abbildungen, Tabellen, etc. inklusive deren Titel nicht mitgezählt. Die Zeilen der Fußnoten werden allerdings beginnend mit 101 durchnummeriert, z. B. 101 für die erste Fußnote der Seite.

119 gesichtete, geschützte Fragmente
[1.] Dcl/Fragment 011 17

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 17-20
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 6, Zeilen: 35 ff.
Die Zustimmung der Bevölkerung zur Mitgliedschaft in den Europäischen Gemeinschaften sank laut von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Eurobarometerumfragen bei EU-Bürgern seit 1992 bis 1997 von 72 Prozent auf 46 Prozent rapide ab. Seit 1998 bis heute pendelt sich die Zustimmung zwischen 48 und 56 Prozent ein. [[...] (Kommission 2008a).]

Europäische Kommission, 2008a: Eurobarometer 70. Die öffentliche Meinung in der Europäischen Union. Erste Ergebnisse. Befragung Oktober – November 2008. Standard Eurobarometer 70 / Herbstbefragung 2008.

Nachdem die Zustimmung zur Mitgliedschaft in den Europäischen Gemeinschaften in der Öffentlichkeit ab 1980 bis auf ein vorübergehendes Tief im Jahre 1988 kontinuierlich stieg und im Frühjahr 1991 einen Rekordwert von 72 Prozent erreichte, sank daraufhin die Zustimmungsquote im Jahre 1992 schlagartig auf 60 Prozent und fiel stetig weiter ab, bis sie im Frühjahr 1997 nur noch 46 Prozent betrug.4 Nach 1997 stieg die Zustimmung der Bürger zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union wieder langsam an und bewegt sich seit 1998 in einer Bandbreite zwischen 48 und 56 Prozent. [...]5

4) Vgl. Europäische Kommission: Eurobarometer. Die öffentliche Meinung in der Europäischen Union – Bericht Nr. 58, Brüssel, März 2003, S. 32.

5) Vgl. Europäische Kommission: Eurobarometer. Die öffentliche Meinung in der Europäischen Union – Bericht Nr. 63, Brüssel, September 2005, S. 93. [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Drei Zeilen weiter unten führt die Verf.in – nach Nennung weiterer Zahlen – Kommission (2008a) als Referenz an. Im Eurobarometer 70 finden sich die vorliegenden Zahlen jedoch so nicht:

  • Ein Zustimmungswert für 1992 wird dort nirgends genannt.
  • Bei den dort in der Grafik auf S. 32 angeführten Eurobarometern 67 ("EB67") und 68 ("EB68") – publiziert im Juni [10] bzw. Dezember 2007 [11], also nach Erscheinen von Thalmaier (2006) und vor Kommission (2008a) – lag die Zustimmung bei 57 bzw. 58 Prozent, d. h. der zweite Satz der Verf.in ist durch die Übernahme aufgrund der verstrichenen Zeit inhaltlich unrichtig.

[2.] Dcl/Fragment 013 30

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 30-34
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 12, Zeilen: 4 ff.
Instrumente der Partizipation werden hier nicht nur als Vermittler neuen Wissens, neuer Politikinhalte oder von Reformprozessen gesehen, sondern als Möglichkeit, Demokratie lebbar und lernbar zu machen und dadurch, auch auf europäischer Ebene, Demokratie als Erfahrung in Existenz zu bringen (Dewey 1984 [sic]).

Dewey, John, 1984: [sic] Demokratie und Erziehung. Weinheim: Beltz.

Verfahren und Instrumente der Partizipation werden hier nicht nur als „Transporteure“ neuen Wissens, neuer Politikinhalte oder Reformprozesse gesehen, sondern als performative Praxen, die in der Praxis Demokratisierung lebbar machen und dadurch „Demokratie als Erfahrung“ (Dewey 1984 [sic]) in Existenz bringen.

Dewey, John: Demokratie und Erziehung. Weinheim: Beltz. 1984 [sic]

Anmerkungen

Kersting (2008) wird unmittelbar zuvor genannt.

Die Verf.in nimmt lediglich einige Umformulierungen und eine unwesentliche Ergänzung ("auch auf europäischer Ebene"), die sie ähnlich auch z. B. auf S. 46 tätigt, vor, siehe Fragment 046 28.

Bzgl. der Referenzierung von Dewey ist anzumerken, dass eine 1984 erschienene Ausgabe von Demokratie und Erziehung in keinem der gängigen deutschen elektronischen (Verbund-)Kataloge nachweisbar ist. [12] In der Deutschen Nationalbibliothek findet sich in zeitlicher Approximation lediglich eine bei Westermann erschienene 3. Aufl. von 1964 [13] und deren bei Beltz erschienener Nachdruck von 1993 [14].

Auf S. 14 zitiert Kersting wörtlich einen englischsprachigen Text, den er mit "Dewey (1984)" referenziert. Die Verf.in scheint bei der Übernahme der Literaturangabe zu übersehen, dass dies nicht zu dem im Literaturverzeichnis Kerstings als verwendet angegebenen deutschsprachigen Titel Deweys passt.

"Dewey 1984" wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch ein anderes Mal auf S. 46, ebenfalls in einem Plagiatskontext, erwähnt, siehe Fragment 046 02.


[3.] Dcl/Fragment 014 17

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 17-22
Quelle: Berg-Schlosser Stammen 2003
Seite(n): 50, Zeilen: 31 ff.
[Das Konzept des Ontologischen bezieht sich dabei auf den Menschen als Teil einer umfassenden politischen und Seinsordnung,] in der der Mensch nicht einfach als ein statisch oder gegenständlich Gegebenes oder Vorhandenes, als „Beschaffen-Sein“, sondern als „Tätig-Sein“ im Sinne von Teilhabe betrachtet wird. Die Frage nach dem Wesen des Menschen, das als auf Güter hin orientiertes Streben oder Tätig-Sein gedacht wird, wird hier mit der Frage nach dem, was prinzipiell für den Menschen gut und richtig ist, verknüpft (Strauss 1959; Voegelin 1959; Arendt 1967).

Arendt, Hannah, 1967: Vita activa oder Vom tätigen Leben: Eine Vision des Politischen. [sic] München: Piper.

Strauss, Leo, 1959: What is Political Philosophy? New York: [sic] The Free Press.

Voegelin, Eric, 1959: Die neue Wissenschaft der Politik. München: Wilhelm Fink Verlag. [sic]

Dabei ist wichtig festzustellen, daß Sokrates–Platon das Sein oder Wesen des Menschen nicht einfach als ein statisch oder gegenständlich Gegebenes oder Vorhandenes, als „Beschaffen-Sein“, sondern als „Tätig-Sein“ denkt — „als eine Weise des Lebens“;10 [...]11 [...] Hier zeigt sich, wie sich für Sokrates–Platon die Frage nach dem Wesen des Menschen, das als auf Güter hin orientiertes Streben oder Tätig-Sein gedacht wird, „unweigerlich in die Frage nach dem, was für den Menschen gut ist,“ umsetzt. [...]12 [...]

[Anmerkungen, B. Systematischer Teil, 5. Dimensionen der politischen Realität (hier: S. 314)]

[7. E. Voegelin, Die neue Wissenschaft der Politik, 1959, S. 49/50.]

[Anmerkungen, B. Systematischer Teil, 6. Theorie-Ansätze in der Politikwissenschaft (hier: S. 314)]

[8. H. Kuhn, Platon, in: Maier/Denzer/Rausch (Hrsg.), Klassiker des politischen Denkens, Bd. 1, 1968, S. 13.]

10. H. Kuhn, Platon, a.a.O. S. 10.

11. H. Kuhn, Das Wahre und das Gute, 1962, S. 192.

12. Ebenda.

[21. Vgl. E. Voegelin, Die neue Wissenschaft, a.a.O.; [...]]

[22. Vgl. etwa [...] – H. Arendt, Vita Activa oder vom tätigen Leben, 1960; [...]]

[Ausgewählte Bibliographie, 5. Theorieansätze und erkenntnisbedingende Faktoren (hier: S. 348)]

Voegelin, Eric: Die neue Wissenschaft der Politik. München 1959. – Sonderausgabe Salzburg 1977.

[Ausgewählte Bibliographie, 7. Politische Philosophie (S. 349)]

Arendt, Hannah: Vita activa oder vom tätigen Leben. Stuttgart 1960. — TB München 1981 u.ö.

Maier, Hans, Heinz Rausch und Horst Denzer (Hg.): Klassiker des politischen Denkens. München. Bd. I 61986, Bd. II 51987.

Strauss, Leo: What is Political Philosophy? New York [sic] 1959.

Anmerkungen

Berg-Schlosser / Stammen (2003) werden am Ende des folgenden Satzes referenziert.

Schwer verständlich ist, dass die Verf.in statt dieses Werkes drei andere Titel, die auch – aber in anderem Zusammenhang – in der Quelle erwähnt werden, anführt. Einmal werden 15 und einmal 14 zusammenhängende Wörter übernommen.

Bzgl. der bibliografischen Angaben lässt sich feststellen, dass

  • bei Arendts Werk der Titelzusatz "Eine Vision des Politischen" zumindest im Karlsruher Virtuellen Katalog nicht nachweisbar ist, vgl. [15]. Zudem ist laut Katalogeintrag u. a. der Deutschen Nationalbibliothek im Impressum des Buches kein Erscheinungsjahr angegeben, was bei einem auf andere Weise ermittelten üblicherweise durch eckige Klammern um selbiges kenntlich gemacht wird, vgl. [16]. Eine solche Kenntlichmachung fehlt jedoch bei der Verf.in.

    Der Titelzusatz findet sich im WWW ansonsten wohl nur noch auf S. 99 in einem Grazer Vorlesungsskript vom Januar 2008, vgl. [17] (dort scheint er aber eher als eine Art Charakterisierung dieses Werkes gemeint gewesen zu sein). In dem Skript findet sich in Fn. 113 auf S. 109 in Bezug auf Vita Activa oder Vom tätigen Leben (hier ohne den Titelzusatz) auch der Hinweis "Erschienen in München 1967". Möglicherweise war in diesem Zusammenhang also das genannte Skript die Quelle der Verf.in;
  • sich der Sitz von The Free Press, wo Strauss (1959) verlegt wurde, nicht in New York, sondern in Glencoe, Illinois, befand; [18] und
  • Voegelin (1959) nicht im Verlag Wilhelm Fink, sondern bei Pustet erschien. [19]

Strauss, Voegelin und Arendt werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der gesamten untersuchten Arbeit nur noch einziges Mal erwähnt: auf S. 105 in identischer Konstellation, siehe Fragment 105 02 (keine Wertung).


[4.] Dcl/Fragment 016 15

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 15-22
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 9, 10, Zeilen: 9: 12 ff.; 10: 1 ff.
[[...] (Liebert / Trenz 2008).] Insbesondere in normativer Hinsicht werden die europäische Zivilgesellschaft und die europäische Öffentlichkeit in der Literatur als Bestimmungsgrößen für besseres Regierungshandeln, mehr demokratische Legitimation und bessere Bürgerbeteiligung bewertet. Die Auseinandersetzung mit diesem Forschungsfeld zielt auf das Erschließen von Möglichkeiten und Grenzen für ein demokratisches Europa. Im Hinblick auf die europäische Zivilgesellschaft steht in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung vor allem die Frage im Vordergrund, was deren Entstehungsbedingungen sind und wie Zivilgesellschaft die Demokratisierung in Europa fördern kann. [Seite 9]

After the reunification of Europe in 2004, the ideas of a “European civil society” and a “European public sphere” claim a doubly prominent role on the conceptual and empirical map of European integration research: From a normative point of view, the ideas of a European civil society and public sphere promise better governance, improved legitimacy and citizen’s participation in the European polity. [...] Ultimately, empirical

[Seite 10]

research on the practices of European civil society and the European public sphere aims at assessing opportunities for and constraints on a democratic Europe.

There are two sets of controversial questions that have sparked theoretical debates on how the European social space is linked to the issue of democracy:

• [...] Is a European civil society possible and what are its prerequisites? How and under what conditions can civil society promote democracy in Europe — for instance, in view of the gap between organised and unorganised civil society? [...]
Anmerkungen

Liebert / Trenz (2008) werden unmittelbar zuvor genannt, daher Wertung als Bauernopfer.


[5.] Dcl/Fragment 024 26

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 26-28
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 6, Zeilen: 10 ff.
Jahrzehntelang waren die demokratische Legitimation der Union und ihrer supranationalen Institutionen selbst nicht Gegenstand einer öffentlichen Debatte, da die Europäische Gemeinschaft die ihr von den Mitgliedstaaten zugewiesenen Aufgaben erfolgreich erledigte. Obgleich die institutionelle Struktur der Union seit ihrer Gründung gemessen an den nationalstaatlichen Standards ein demokratisches Defizit aufweist, war die Frage einer ausreichenden Legitimität europäischer Politik jahrzehntelang nicht Gegenstand einer breiten wissenschaftlichen wie öffentlichen Debatte. Solange die Gemeinschaft die ihr von den Mitgliedstaaten zugewiesenen eng begrenzten Aufgaben erfolgreich erledigte, gab es dazu kaum Anlass.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[6.] Dcl/Fragment 025 08

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 8-17
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 252, 253, 256, 257, Zeilen: 252: 14 ff., 23 ff.; 253: 1 ff., 7 ff.; 256: 25 ff.; 257: 6 ff.
Dennoch gab es, obwohl demokratische Elemente und eine europäische Zivilgesellschaft kaum eine Rolle für die frühen Weichenstellungen der europäischen Integration spielten, zur gleichen Zeit lebhafte öffentliche und internationale Debatten über die gemeinsamen europäischen Institutionen, die politische Geografie der Europäischen Gemeinschaft und die europäische Zivilisation an sich (Lützeler 1992; Swedberg 1994; Kaelble 2001).

In den 1960er und 1970er Jahren konnten die europäischen Bewegungen nur eine Minderheit der Europäer mobilisieren. Einige wenige europäische Interessengruppen entstanden, weil die europäischen Bevölkerungen mehrheitlich in einem wechselseitigen, geschichtlich bedingten, nationalen Misstrauen verharrten (Loth 1996).


Kaelble, Hartmut, 2001: Europäer über Europa. Die Entstehung des modernen [sic] europäischen Selbstverständnisses im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt/Main: [sic] Campus.

Loth, Wilfried, 1996: Der Weg nach Europa. Geschichte der europäischen Integration 1939 - 1957. 3. Auflage, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Lützeler, Paul Michael, 1992: Die Schriftsteller in [sic] Europa. Von der Romantik bis zur Gegenwart. München: [sic] Piper.

Swedberg, Richard, 1994: The Idea of ‚Europe’ and the Origin of the European Union – a Sociological Approach. In: Zeitschrift für Soziolgie [sic], Jg. 23: S. 378 - 387.

[Seite 252]

Demokratische Elemente in den neuen supranationalen Institutionen spielten nach dieser Interpretation keine Rolle für die frühen Weichenstellungen der europäischen Integration. [...]

Die entgegengesetzte Interpretation: Die Entscheidungen in kleinen Zirkeln erfaßt [sic] nicht die ganze Breite der historischen Weichenstellungen. Drei Entwicklungen der damaligen Zeit enthielten bereits demokratische Elemente. Erstens fielen die Gründungsentscheidungen der europäischen Integration vor dem Hintergrund einer damals noch sehr lebhaften, engagierten öffentlichen Debatte über Europa. Es waren sogar zwei damals allerdings weitgehend getrennte Debatten: Einerseits wurde die politische Debatte über die Einrichtung von gemeinsamen europäischen Institutionen, über ihren supranationalen oder intergouvernementalen Charakter, über die politische Geographie dieser Europäischen Gemeinschaft, über die Zugehörigkeit Großbritanniens und über die Chancen, in einem integrierten Europa die Ost-West-Teilung Europas zu überbrücken, über die Rolle des integrierten Europas zwischen den beiden Weltmächten USA und UdSSR, über einen »dritten« europäischen Weg geführt. Andererseits gab es die Debatte über die europäische Zivilisation, über ihren Niedergang seit dem Ersten Welt-

[Seite 253]

krieg, über den Niedergang der europäischen Werte, des europäischen Lebensstandards und der europäischen Lebensführung, über die weiter bestehende kulturelle Überlegenheit Europas, über die Zukunftschancen der europäischen Zivilisation. [...] Diese Debatten waren international und enthielten durchaus schon rudimentäre Elemente einer europäischen Öffentlichkeit (Lützeler 1992; Girault 1994; Swedberg 1994; Frank 1998; Kaelble 1999a; Kaelble 2001).

[Seite 256]

Der Niedergang der europäischen Bewegungen, die allerdings immer nur eine Minderheit der Europäer mobilisiert hatte, wurde nicht durch eine dichte Zivilgesellschaft auf europäischer Ebene kompensiert.

[Seite 257]

Aus der europäischen Gesellschaft selbst heraus kamen noch wenig Initiativen zu internationalen europäischen Netzwerken und Einrichtungen. Die europäischen Bevölkerungen verharrten in der Mehrheit weiterhin in ihrem wechselseitigen nationalen Mißtrauen, das durch zwei Weltkriege und durch die längere Geschichte nationaler und kolonialer Rivalitäten entstanden war. Die mentalen Folgen des Zeitalters des exzessiven Nationalismus ließen sich nicht in ein paar Jahren wegräumen (Loth 1996).


Frank, Robert (1998), »Les contretemps de l’aventure européenne«, Vingtième Siècle, Nr. 60, S. 82-101.

Girault, René (1994), »Chronologie d'une conscience européenne au XXe siècle«, in: ders., Identité et conscience européennes au XXe siècle, Paris, S. 171-192.

[Kaelble, Hartmut (1997), »Europäische Vielfalt und der Weg zu einer europäischen Gesellschaft«, in: Hradil, Stefan/Immerfall, Stefan (Hg.), Die westeuropäischen Gesellschaften im Vergleich, Opladen, S. 27-68.]

ders. (1999a), »Die europäische Öffentlichkeit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine Skizze«, in: Haupt, Heinz-Gerhard/Grüttner, Michael (Hg.), Geschichte und Emanzipation. Festschrift für Reinhard Rürup, Frankfurt/New York, S. 651-678.

ders. (2001), Europäer über Europa. Das europäische Selbstverständnis im 19. und 20. Jahrhundert, Manuskript abgeschlossen.

[Loth, Wilfried (1990), »Die Europa-Bewegung in den Anfangsjahren der Bundesrepublik«, in: Herbst, Ludolf/Bührer, Werner/Sowade, Hanno (Hg.), Vom Marshallplan zur EWG. Die Eingliederung der Bundesrepublik in die westliche Welt, München/Wien (Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte; 30), S. 63-77.]

ders. (1996), Der Weg nach Europa. Geschichte der europäischen Integration 1939-1957, 3. Aufl., Göttingen.

Lützeler, Paul Michael (1992), Die Schriftsteller und Europa. Von der Romantik bis zur Gegenwart, München. [sic]

Swedberg, Richard (1994), »The Idea of ‚Europe‘ and the Origin of the European Union — a Sociological Approach«, Zeitschrift für Soziologie, Jg. 23, S. 378-387.

Anmerkungen

Kaelble (2000) wird im folgenden Satz referenziert, daher Wertung als Bauernopfer.

Die Verf.in bezieht ihre Inhalte von Kaelble und nennt als Quelle vier Titel, die dieser ebenfalls referenziert.

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • der Titel von Kaelble (2001) Europäer über Europa. Die Entstehung des europäischen Selbstverständnisses im 19. und 20. Jahrhundert lautet und bei Campus in Frankfurt (Main) und New York erschienen ist [20] und
  • Lützeler (1992) bei Piper in München und Zürich erschienen ist [21] als "Die Schriftsteller und Europa", nicht "Die Schriftsteller in Europa".

Sämtliche übernommenen Referenzen werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[7.] Dcl/Fragment 025 21

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 21-27
Quelle: Vorländer 2004
Seite(n): 56, Zeilen: re. Sp. 21 ff.
Der Ansatz des demokratischen Regierungshandelns in den intergouvernementalen und supranationalen Zusammenhängen der Europäischen Gemeinschaft stützte sich damit auf zwei Säulen: erstens auf die Legitimation durch die europäischen Nationalstaaten, die sich mit anderen Partnern vertraglich verbunden hatten, und zweitens auf die Legitimation durch die Bevölkerungen der Mitgliedstaaten, die Repräsentanten in das Europäische Parlament als gemeinschaftliche Körperschaft wählten (Scharpf 1999).

Scharpf, Fritz W., 1999: Regieren in Europa. Effektiv und demokratisch? Frankfurt / New York: Campus Verlag.

Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass demokratisches Regieren in supranationalen Einrichtungen wie der EU ein komplexer Prozess ist, der auf zwei Säulen ruht: erstens auf der Legitimation durch die Einzelstaaten, die sich mit den anderen Partnern vertraglich verbunden haben – und zweitens auf einer Legitimation durch die Bürgerinnen und Bürger, die Repräsentanten in eine gemeinschaftliche Körperschaft, in diesem Fall das Europaparlament, wählen.
Anmerkungen

Der Sachverhalt findet sich in dieser sprachlichen Form weder so noch ähnlich bei Scharpf (1999).

Schwer verständlich ist, warum die Verf.in hier nicht ihre tatsächliche Quelle nennt.


[8.] Dcl/Fragment 025 28

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 28-32
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 259, 261, 262, Zeilen: 259: 30 f.; 261: 25 ff.; 262: 1 ff.
Erst seit den 1980er Jahren entstanden ein neues Demokratieverständnis und damit neue Herausforderungen für die europäische Integration, die eng verbunden waren mit der Einführung des europäischen Binnenmarktes und der gemeinsamen Währung, der Erweiterung der Europäischen Union und den Reformen der Europäischen Verträge (Shore 1993; Schmale 1996).

Schmale, Wolfgang, 1996: Scheitert Europa an seinem Mythendefizit? Bochum: Winkler.

Shore, Chris, 1993: Inventing the ‚people’s Europe’: Critical Approaches to European Community ‚cultural policy’. In: Man, 28: S. 779 – 799. [sic]

[Seite 259]

Erst seit den 1980er Jahren entstanden daher neue Herausforderungen an die europäische Integration.

[Seite 261]

Seit den 1980er Jahre begann eine neue Epoche der Demokratisierung, aber auch des verstärkt angemahnten Demokratiedefizits der Europäischen Union. [...] Allerdings ist dieser neue Anstoß zur Demokratisierung der Europäischen Union nur verständlich aus dem Kontext eines breiteren Aufschwungs der europäischen Integration. Er begann mit dem Projekt des Binnenmarktes und der Erweiterung der europäischen Union auf fast ganz Westeuropa, demnächst auf Ostmitteleuropa.

[Seite 262]

Er setzte sich fort mit drei Reformen der europäischen Verträge innerhalb von rund zehn Jahren, der einheitlichen Akte von 1986, dem Vertrag von Maastricht 1992 und dem Vertrag von Amsterdam 1997, und schon 1999 mit der Vorbereitung für die nächste Vertragsreform. [...] Zu diesem Aufschwung gehörte weiterhin die Durchsetzung einer europäischen Währung [...].

[Seite 264]

Parallel dazu entwickelte die Union seit den 1980er Jahren auch eine Politik der europäischen Symbole, die die Unionsbürger stärker an die Union binden sollten und damit ebenfalls Teil der Unionsbürgerschaft sind. Nach zähen Verhandlungen wurde seit 1985 ein wichtiges Symbol der Unionsbürgerschaft, der gleich aussehende Paß für alle Unionsbürger, ausgegeben. Einen handfesten Sinn bekam er erst seit in den späten 1990er Jahren durch den Wegfall der Paßkontrolle für Unionsbürger innerhalb eines Großteils der Europäischen Union. Die europäische Flagge mit den zwölf Sternen auf blauem Grund wurde 1986 zur offiziellen Flagge der Europäischen Union erhoben und setzte sich rasch in der Öffentlichkeit als europäisches Symbol

[Seite 265]

durch, vor öffentlichen Gebäuden, auf Autokennzeichen ebenso wie in der Werbung. Sie wurde rascher und stärker angenommen als die Europahymne, Beethovens Ode an die Freude, oder die Europatage (der 5. Mai, der Europatag des Europarats, oder der 9.Mai [sic], der Europatag der Europäischen Union in Gedenken an die Deklaration Robert Schumanns). Die europäischen Geldscheine werden demnächst eine ähnliche symbolische Bedeutung im Alltag der Europäer bekommen (Nora 1988; Shore 1993, Lager 1995; Schmale 1996; Buch 1999).


Schmale, Wolfgang (1996), Scheitert Europa an seinem Mythendefizit? Bochum.

Shore, Chris (1993), »Inventing the ›people‘s Europe‹: Critical approaches to European Community ›cultural policy‹«, Man, Jg. 28, S. 779-799 . [sic]

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird jeweils einmal in den beiden Absätzen zuvor und in den beiden nächsten Absätzen auf der Folgeseite genannt.

Bemerkenswert ist zudem, dass

  • sich die beiden Referenzen der Verf.in auch im Literaturverzeichnis von Kaelble (2000) finden,
  • in der eigentlichen Quelle u. a. mit diesen andere Aussagen bzgl. europäischer Symbole referenziert werden (Schmale und Shore werden bei Kaelble – abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur jeweils einmal auf S. 265 genannt),
  • der Aufsatz von Shore (1993) erst auf S. 800 endet (zwar endet dessen Literaturverzeichnis schon auf S. 799, aber auf S. 800 findet sich noch eine französischsprachige Zusammenfassung des Aufsatzes; auch in Man selbst wird auf S. 779 der Seitenumfang mit 779-800 angegeben), und
  • diese beiden Titel – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der gesamten untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt werden.

[9.] Dcl/Fragment 026 07

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 7-9
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 79, Zeilen: 17 ff.
Implizit wurde in der Demokratiedefizitdebatte davon ausgegangen, dass die parlamentarische Repräsentation der Schlüsselmechanismus demokratischen Regierens ist, die nicht genügend erfüllt ist [sic] (Lord / Beetham 2001).

Lord, Christopher / Beetham, David, 2001: Legitimizing the EU: Is there a ‚Post-parliamentary Basis’ for its Legitimation? In: Journal of Common Market Studies, 39 (3): S. 443 - 462.

Die meisten Autoren, die solch ein ‚Demokratiedefizit‘ oberhalb des Nationalstaates beklagen, gehen jedoch implizit oder explizit vom Prinzip der parlamentarischen Repräsentation als Schlüsselmechanismus demokratischen Regierens aus (Lord/Beetham 2001).

Lord, Christopher/Beetham, David 2001: Legitimizing the EU: Is there a ‚Post-parliamentary Basis‘ for its Legitimation?, in: Journal of Common Market Studies, 39, 3, 443-462.

Anmerkungen

Nanz / Steffek (2005) werden am Ende des vorigen Absatzes auf der Vorseite genannt; daher konservative Kategorisierung als Bauernopfer.

Da es sich bei Lord / Beetham (2001) um einen englischsprachigen Text handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden. Abgesehen hiervon kommen in dem Beitrag Begriffe wie "parliamentary representation", "key mechanism" oder "democratic governing" auch nicht vor, "democratic deficit" nur bei zwei Titeln in dessen Literaturverzeichnis.

Lord / Beetham werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal auf S. 67 in einem Plagiatskontext erwähnt, siehe Fragment 067 12.


[10.] Dcl/Fragment 027 15

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 15-20
Quelle: Scharpf 1997
Seite(n): online, Zeilen: –
Aus der Output-orientierten Perspektive wird Politik unter dem Motto des „government for the people“ nach Abraham Lincoln verstanden. Gemeinsame Probleme, die die Einzelnen weder durch individuelles Handeln, [sic] noch durch die Teilnahme am Markt oder durch freiwillig-gemeinsames Handeln in zivilgesellschaftlichen Interaktionsnetzen lösen können, werden kollektiv bearbeitet (Katz 1996; Höreth 1999; Kielmannsegg [sic] 2003; Nanz / Steffek 2005).

Höreth, Marcus, 1999: Die Europäische Union im Legitimationstrilemma. Baden-Baden: Nomos - Verlagsgesellschaft.

Katz, Alfred, 1996: Staatsrecht. Grundkurs im öffentlichen Recht. Heidelberg: C.F. Müller Verlag, 13. Auflage.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

Aber auf welche Weise kann Herrschaft durch Demokratie legitimiert werden? Die knappste Anwort liefert Abraham Lincolns Trias des government of the people, by the people and for the people. [...]

[...]

2.2 Government for the People

Aus der Output-Perspektive erscheint die demokratische Politik als government for the people - d.h. als Veranstaltung zur kollektiven Bearbeitung jener gemeinsamen Probleme, welche die Einzelnen weder durch individuelles Handeln noch durch die Teilnahme am Markt oder durch freiwillig-gemeinsames Handeln in "zivilgesellschaftlichen" Interaktionsnetzen lösen könnten.

Anmerkungen

Die tatsächliche Quelle Scharpf (1997) wird unmittelbar zuvor und am Ende des Absatzes genannt.

Im zweiten Satz übernimmt die Verf.in 20 Wörter am Stück. Schwer verständlich ist, warum sie statt der Abhandlung von Scharpf an dessen Ende vier andere Referenzen angibt.

Höreth (1999) wird in der gesamten untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur an dieser Stelle erwähnt.


[11.] Dcl/Fragment 028 06

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 6-15, 20-27
Quelle: Scharpf 1997
Seite(n): online, Zeilen: –
Dieser Ansatz beinhaltet, dass politische Entscheidungen dann legitim sind, wenn und weil sie auf die Zustimmung des Volkes im demokratischen Prozess zurückgeführt werden können (Cheneval 2003).

Das kollektivistische Verständnis der Input-orientierten Legitimation geht davon aus, dass Willensträger und Handlungseinheit der Politik nicht die individuellen Mitglieder des Gemeinwesens sind, sondern eine definierte kollektive Identität - das Volk, dem ein einheitlicher Wille, einheitliche Interessen und Präferenzen zugeschrieben werden. Eine solche „Wir-Identität“ wird als Voraussetzung für die Anerkennung der demokratischen Legitimation politischer Entscheidungen gesehen. [...] [Die politischen Kommunikationsprozesse beziehen sich vor allem auf nationalstaatliche Zusammenhänge. Ein gemeinsamer europäischer Volkswille, der in europäische Politik übertragen werden könnte, fehlt weitgehend und impliziert das Demokratiedilemma der Europäischen Union (Greven 1998).]

Eine individualistische Variante der Input-orientierten demokratischen Legitimation unterstellt hingegen objektiv homogene Interessen der Bürger, die in der Realität mit den uneinheitlichen individuellen Interessenlagen kaum ausgeprägt sind. Die Begründung Input-orientierter Legitimität setzt die Existenz einer Gemeinschaft voraus, deren Mitglieder bereit sind, nicht nur egoistische Interessen zu vertreten, sondern sich auch wechselseitig solidarische Orientierungen zu unterstellen. Die Herausbildung einer solchen Gemeinschaft kann durch historische Erfahrung, religiöse, kulturelle oder ideologische Überzeugungsarbeit und auch durch politische Beteiligungsprozesse beeinflusst und befördert werden.


Cheneval, Francis, 2003: Die Europäische Union und das Problem der demokratischen Repräsentation. Basel: Europainstitut der Universität Basel, Basler Schriften zur europäischen Integration, Nr. 67 / 2003.

[Greven, Michael Th., 1998: Mitgliedschaft, Grenzen und politischer Raum: Problemdimensionen der Demokratisierung der Europäischen Union. In: Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Regieren in entgrenzten Räumen. In: [sic] Politische Vierteljahreszeitschrift, [sic] Sonderheft 29. Opladen: [sic] Westdeutscher Verlag, S. 249 - 270.]

Ich beginne mit der input-orientierten Logik. Ihr zufolge gelten politische Entscheidungen als legitim, wenn und weil sie auf die Zustimmung des "Demos" zurückgeführt werden können. [...]

Organizistische oder kollektivistische Varianten der Demokratietheorie gehen davon aus, daß Willensträger und Handlungseinheit der Politik nicht die individuellen Mitglieder des Gemeinwesens seien, sondern die wie immer definierte kollektive Identität - die Klasse, die Bewegung, die Partei oder eben "das Volk", dem ein einheitlicher Wille oder jedenfalls ein einheitliches Interesse zugeschrieben wird. [...]

Eine zweite, jedenfalls im Prinzip individualistische Variante der input-orientierten Demokratietheorie unterstellt objektiv homogene Interessen der Bürger.[7] [...] In der Normalsituation der Politik freilich, in der die individuellen Lagen und Interessen uneinheitlich sind, und in der die realen Präferenzen legitimerweise differieren, wird auch diese Variante der input-orientierten Legitimation der Mehrheitsherrschaft zur totalitären Ideologie (Talmon 1955; Offe/ Preuß 1991).

Schließt man aber sowohl die kollektivistische Begründung als auch die generelle Unterstellung homogener Interessen aus, dann - so kann man analytisch zeigen (Scharpf 1997b) - läßt sich eine ausschließlich input-orientierte Begründung der Mehrheitsherrschaft nur noch konstruieren, wenn man auf seiten der Individuen in der Ausübung ihrer Bürgerrolle (und auf seiten der Amtsträger) nicht lediglich egoistische Interessen, sondern zumindest partiell[10] auch gemeinwohl-orientierte oder - was das gleiche besagt - solidarische Präferenzen unterstellt. [...] Freilich setzt diese, auch unter den Kriterien der normativen Individualismus und einigermaßen realitätsnahen Bedingungen tragfähige Begründung input-orientierter Legitimität die vorgängige Existenz einer Gemeinschaft voraus, deren Mitglieder bereit sind, sich wechselseitig solidarische Orientierungen zu unterstellen. [...]

[Da es sich hier in der Tat um Phänomene auf der Ebene normativ-kognitiver Überzeugungen handelt, braucht man die Existenz solidarischer Gemeinschaften auch keineswegs als vorgegebene und unveränderbare - etwa ethnisch begründete - Faktizität zu behandeln (Smith 1992).] Ihre Ausbildung kann durch historische Erfahrung, religiöse, kulturelle oder ideologische Überzeugungsarbeit und insofern auch durch Politik beeinflußt und verändert werden (Neuman 1996). [...] Wo eine solche "Wir-Identität" (Elias 1987) existiert, mag es in der Tat für die Legitimation politischer Entscheidungen auf der lokalen, regionalen und nationalen Ebene völlig ausreichen, daß sie in einem Referendum die Unterstützung der Mehrheit gefunden haben, [...]

[...] [Hier fehlt es (noch) an der solidarischen Identität der Europäer (Risse 1997) und noch mehr an politischen Kommunikationsprozessen und vermittelnden Strukturen, durch die ein "Volkswille" in effektive Politik übersetzt werden könnte.]


Elias, Norbert (1987) Die Gesellschaft der Individuen. Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Neuman, Iver B. (1996) Self and Others in International Relations. In: European Journal of International Relations 2, 139-174.

Offe, Claus/ Ulrich K. Preuss [sic] (1991) Democratic Institutions and Moral Resources. In: David Held, Hrsg., Political Theory Today. Stanford: Stanford University Press, 143-171.

[Risse, Thomas (1997) Who Are We? A Europeanization of National Identities? Ms. Florenz: European University Institute.]

Scharpf, Fritz W. (1997b) Games Real Actors Play. Actor-Centered Institutionalism in Policy Research. Boulder: Westview.

[Smith, Anthony (1992) National Identity and the Idea of European Unity. In: International Affairs 68, 55-76.]

Talmon, Jacob L. (1955) The Origins of Totalitarian Democracy. London: Secker & Warburg.


7 [...]

10 [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die tatsächliche Quelle, die lediglich zwei Absätze zuvor auf der Vorseite genannt wird.

Bei Cheneval (2003) findet sich die referenzierte Aussage dem Wortlaut nach nicht.

Die beiden in eckige Klammern gesetzten Sätze der untersuchten Dissertation werden nicht als Plagiat gewertet, da sie inhaltlich nur zum Teil mit dem letzten, in eckige Klammern gesetzten Satz der Quelle übereinstimmen. Bei Greven (1998) kommen die Begriffe "Volkswille" und "Demokratiedilemma" nicht vor.

Bzgl. der bibliografischen Angaben zu letzterem Titel ist noch anzumerken, dass

  • der Aufsatz in einem Sonderheft der Politischen Vierteljahresschrift erschienen ist und
  • dieses im Westdeutschen Verlag in Opladen und Wiesbaden verlegt wurde. [22]

[12.] Dcl/Fragment 029 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-4
Quelle: Kielmansegg 2003
Seite(n): 79, Zeilen: 23 ff.
Das demokratisch gewählte Europäische Parlament kann dies allein nicht leisten. Daher wird eine parlamentarisch verantwortliche Regierung in Europa zur Lösung des Legitimitätsdilemmas allein nicht als Ziel führend [sic] angesehen, sondern ihre Ergänzung um direktdemokratische Verfahren (Zürn 1996; Abromeit 1998).

Abromeit, Heidrun, 1998: Democracy in Europe. Legitimizing [sic] Politics in a Non-State Polity, Oxford: [sic] Berghan [sic] Books.

Zürn, Peter, [sic] 1996: Über den Staat und die Demokratie im europäischen Mehrebenensystem. In: Politische Vierteljahreszeitschrift [sic] 37. Zeitschrift der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, S. 27 - 55.

Das Parlament ist dabei eher etwas in den Hintergrund getreten. Die Idee, dass eine parlamentarisch verantwortliche Regierung in Europa die Lösung für das Legitimitätsdilemma sei, hat jedenfalls für die Wissenschaft an Überzeugungskraft deutlich verloren. Statt dessen wird, in unterschiedlichen Varianten, der Einbau direkt-demokratischer Verfahren in das europäische Verfassungsgefüge empfohlen (Zürn 1996; Abromeit 1998); [...]

Abromeit, Heidrun 1998: Democracy in Europe. Legitimizing [sic] Politics in a Non-State Polity, New York/Oxford.

Zürn, Peter [sic] 1996: Über den Staat und die Demokratie im europäischen Mehrebenensystem, in: Politische Vierteljahresschrift 37, 27-55.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht als separater Titel genannt wird.

Zwar wird im folgenden Satz der Aufsatz Integration und Demokratie (im Literaturverzeichnis mit S. 49-76 in der 2003 erschienenen 2. Aufl. des von Jachtenfuchs / Kohler-Koch herausgegebenen Sammelbandes Europäische Integration aufgeführt) von Kielmansegg referenziert, jedoch erfolgt die Übernahme aus dem Fünf Jahre später – ein Nachwort zur zweiten Auflage betitelten, ebenfalls von Kielmansegg verfassten Nachwort, das sich auf S. 77-83 findet; daher Wertung als Verschleierung und nicht als Bauernopfer.

Weiterhin lässt sich feststellen, dass

  • der Titel des bei Berghahn Books in New York und Oxford erschienenen Werkes von Abromeit (1998) Democracy in Europe. Legitimising Politics in a Non-State Polity lautet [23] und
  • der Vorname des Autors von Zürn (1996) Michael und nicht – wie von Kielmansegg (2003) falsch angegeben und von der Verf.in wohl ohne Prüfung übernommen – Peter ist, vgl. [24].

[13.] Dcl/Fragment 030 09

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 9-19
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 83, 86, Zeilen: 83: 11 ff.; 86: 30 ff.
Aber vor allem die institutionelle Offenheit für zivilgesellschaftliche Partizipation am politischen Beratungs- und Entscheidungsprozess ist eine wichtige Vorbedingung für die Demokratisierung und stärkere Legitimation supranationalen Regierungshandelns. Regieren jenseits des Nationalstaates könnte demnach unter bestimmten prozeduralen und partizipatorischen Voraussetzungen demokratisch legitimiert sein (Greenwood 1997; Wallace / Young 1997; Heinelt 1998).

Mit dem Aufkommen der Legitimationsdebatte in den 1990er Jahren ist das normative Potenzial zivilgesellschaftlicher Beteiligung in den europäischen Institutionen stärker thematisiert worden, vor allem mit dem Weißbuch „Europäisches Regieren“, in dem sich die Europäische Kommission ausdrücklich zu einer stärkeren Einbindung der Zivilgesellschaft bekennt (Kommission 2001a). [Die demokratische Legitimation europäischer Politik ist für die Europäische Kommission von entscheidender Bedeutung und eine maßgebende Motivationsgrundlage für deren Politik zur Beteiligung der Zivilgesellschaft (Schramm 1995; Armstrong 2001; Magnette 2001).]


[Armstrong, Kenneth A., 2001: Civil Society and the White Paper - Bridging or Jumping the Gaps? Jean Monnet Working Paper No. 6/01: New York University School of Law.]

Europäische Kommission, 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch. Brüssel: KOM(2001) 428 endgültig.

Greenwood, Justin, 1997: Representing Interests in the European Union. Basingstoke: [sic] Palgrave. [sic]

Heinelt, Hubert, 1998: Zivilgesellschaftliche Perspektiven einer demokratischen Transformation der Europäischen Union. In: Zeitschrift für internationale Beziehungen, 5 (1): S. 79 - 107.

[Magnette, Paul, 2001: European Governance and Civic Participation. Can the European Union be politicised? Jean Monnet Working Paper No. 6/01: New York University School of Law.

Schramm, Jürgen, [sic] 1995: The Role of Non-governmental Organisations [sic] in the new European Order: [sic] Theory - International Relations - Area Report [sic]. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.]

Wallace, Helen / Young, Alasdair R. (Hrsg.), 1997: Participation and Policy-making in the European Union. Oxford: Oxford University Press. [sic]

[Seite 83]

Institutionelle Offenheit für zivilgesellschaftliche Partizipation am Beratungs- und Entscheidungsprozess ist aber eine wichtige Vorbedingung für eine Demokratisierung supranationalen Regierens (De Búrca/Walker, 2002; De Schutter 2002; Curtin 2002a; Heinelt 1998).8 [...] Regieren jenseits des Staates könnte — obgleich nicht repräsentativ-parlamentarisch — nach diesem Modell unter bestimmten prozeduralen und partizipatorischen Voraussetzungen demokratisch legitimiert sein.


8 [...]

[Seite 86]

Erst mit dem Aufkommen der Legitimationsdebatte in den 1990er Jahren ist auch das normative Potential zivilgesellschaftlicher Beteiligung in den europäischen Institutionen thematisiert worden, nicht zuletzt im Weißbuch Europäisches Regieren, in dem sich die Europäische Union ausdrücklich einer verstärkten Einbindung der Zivilgesellschaft verschrieben hat (Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001).15 [Insgesamt wurde der EU eine klare Tendenz in Richtung erweiterter Partizipationsmöglichkeiten zugesprochen (Schramm 1995; Magnette 2001; Armstrong 2001).]


15 [...]


[Armstrong, Kenneth 2001: Civil Society and the White Paper — Bridging or Jumping the Gaps? The Jean Monnet Working Paper, 6, 1, 1-11 (http://www.jeanmonnetprogram. org/papers/01/011601.html [sic]).]

Curtin, Deidre M. 2002a: Integrating ‚Civil Society‘ into European Union Governance: Opening Deliberative Space Top-down and Bottom up, Paper präsentiert auf der Konferenz „Law and (dis)organized civil society: the framing of post-national political movements in the context of global economic governance“, 13.-14. Juni 2002, Florenz: Europäisches Hochschulinstitut, Department of Law.

De Búrca, Gráinne/Walker, Neil 2002: Einführendes Paper zu der Konferenz „Law and (dis)organized civil society: The framing of post-national political movements in the context of global economic governance“, präsentiert am 13.-14. Juni 2002, Florenz: Europäisches Hochschulinstitut, Department of Law.

De Schutter, Olivier 2002: Europe in Search of its Civil Society, Paper präsentiert am 13.-14. Juni 2002 auf der Konferenz „Law and (dis)organized civil society: The framing of post-national political movements in the context of global economic governance“, Florenz: Europäisches Hochschulinstitut, Department of Law.

Heinelt, Hubert 1998: Zivilgesellschaftliche Perspektiven einer demokratischen Transformation der Europäischen Union, in: Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 5, 1, 79-107.

Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001: Europäisches Regieren: Ein Weißbuch, Dokument KOM (2001) 428, Brüssel v. 25. Juli.

[Magnette, Paul 2001: European Governance and Civic Participation. Can the European Union be politicised? Jean Monnet Working Paper, 6, 1, 1-15  Im Internet siehe: (http://www.jeanmonnetprogram.org/papers/01/010601. html [sic]).

Schramm, Jürgen [sic] 1995: The Role of Non-governmental Organisations [sic] in the new European Order: [sic] Theory — International Relations — Area Report [sic], Baden-Baden: Nomos.]

[Wallace, Helen S./Young, Alasdair R. [sic] 1997: Participation and Policy-Making in the European Union, Oxford: Clarendon Press]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, da Nanz / Steffek (2005) lediglich drei Absätze weiter oben auf der Vorseite und zwei Absätze weiter unten auf der Folgeseite (dort als "Nanz / Steffens 2005") genannt werden; insofern Wertung als Verschleierung.

Übernahme mitsamt zwei – wenn man diejenigen des nicht als Plagiat gewerteten Satzes im zweiten Absatz (s. u.) mitzählte: fünf – Referenzen. (Aufgrund der unterschiedlichen Verlagsangaben und der fehlenden Nennung der Herausgebereigenschaft (s. u.) wird die Referenz Wallace / Young (1997) hierbei nicht als übernommen mitgezählt.)

Schwer verständlich ist, dass die Verf.in hier statt ihrer tatsächlichen Quelle insbsd. Greenwood (1997) und Wallace / Young (1997) anführt. Da es sich bei diesen beiden Titeln um englischsprachige Werke handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden; bei Heinelt (1998) ist dies ebenfalls nicht der Fall, vgl. [25].

Der erste Teil der Aussage der Verf.in im ersten Satz des zweiten Absatzes findet sich sehr ähnlich auf S. 48, siehe Fragment 048 15.

Der in eckige Klammern gesetzte zweite Satz des zweiten Absatzes hat keine Entsprechung im engeren Sinne in der Quelle und wird deshalb nicht als Plagiat gewertet. Signifikant sind hier dennoch die drei übereinstimmenden Referenzen, die in der untersuchten Arbeit identisch noch einmal auf S. 98 verwendet werden, siehe Fragment 098 29.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • die Beiträge von Armstrong (2001) und Magnette (2001) im Rahmen des Symposiums "Mountain or Molehill? A Critical Appraisal of the Commission White Paper on Governance" entstanden sind, vgl. [26] u. [27]. Inkonsistent ist, dass die Verf.in bei diesen beiden Titeln als Erscheinungsort die NYU School of Law nennt, die Titel Joerges u. a. (2001) und Scharpf (2001) in ihrem Literaturverzeichnis aber so angibt:
Joerges, Christian u.a. (Hrsg.), 2001: Mountain or Molehill? A Critical Appraisal of the Commission White Paper on Governance. Florence: Robert Schumann [sic] Centre for Advanced Studies, European University Institute.
Scharpf, Fritz W., 2001: European Governance: Common Concerns vs. the Challenge of Diversity. In: Joerges, Christian / Mény, Yves / Weiler, Joseph H.H. (Hrsg.): Symposium: Responses to the European Commission’s White Paper on Governance. [sic] Florence.
  • eine europäische Ausgabe von Greenwood (1997) bei Macmillan Press in Basingstoke (Hampshire) und London sowie eine amerikanische bei St. Martin's Press in New York erschienen ist, siehe [28]. Wenn man voraussetzt, dass die Verf.in die europäische referenzieren wollte, ist der Verlag falsch angegeben und es fehlt ein Verlagsort,
  • Schramm lediglich der Herausgeber und nicht der Verfasser der 1995 erschienenen Konferenzschrift ist, deren Titel The role of Non-Governmental Organizations in the new European Order. Theory – International Relations – Area Reports lautet [29] (wobei es sich bei Theory – International Relations – Area Reports um den Untertitel des Werkes handelt, was durch den vorhergehenden Doppelpunkt nicht adäquat kenntlich gemacht wird, da Letzterer so als Teil des Titels ausgewiesen wird), und
  • Wallace / Young (1997) bei Clarendon Press und nicht bei Oxford University Press erschienen ist [30]. (Dieser Titel findet sich mit korrekter Angabe des Verlages, jedoch fehlender Nennung der Herausgebereigenschaft auch im Literaturverzeichnis der Quelle.)

Jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis werden Armstrong (2001), Magnette und Schramm in der vorliegenden Dissertation nur an dieser Stelle und auf der o. g. S. 98 erwähnt; Heinelt nur hier; und Wallace / Young sonst nur noch an zwei Stellen, an denen ebenfalls ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt – siehe Fragment 030 01 und Fragment 072 09 (beide keine Wertung) –, sowie an einer weiteren, an der dieser Titel anscheinend aus der Quelle Wallace (2003) als Referenz übernommen wurde, siehe Fragment 100 26.


[14.] Dcl/Fragment 030 31

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 31-35
Quelle: Börzel 2006
Seite(n): 88, Zeilen: 31 ff.
Es geht der Europäischen Kommission neben der gleichberechtigten Einbeziehung privater Akteure in die Formulierung europäischer Politik, [sic] auch um die intensivierte Konsultation von Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft mit dem Ziel, ihre Position in der Gemeinschaft zu stärken (Scharpf 2001; Schaper-Rinkel 2003).

Schaper-Rinkel, Petra, 2003: Die europäische Informationsgesellschaft. Technologische und politische Integration in der europäischen Politik. Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot.

Scharpf, Fritz W., 2001: European Governance: Common Concerns vs. the Challenge of Diversity. In: Joerges, Christian / Mény, Yves / Weiler, Joseph H.H. (Hrsg.): Symposium: Responses to the European Commission’s White Paper on Governance. [sic] Florence.

Der Kommission auf europäischer Ebene scheint es aber auch weniger um die gleichberechtigte Einbeziehung privater Akteure in die Formulierung von EU-Politik zu gehen als um die verstärkte Konsultation von Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft, die die Rolle der Kommission in der Gemeinschaftsmethode stärken soll (Scharpf 2001).

Scharpf, Fritz W. 2001. European Governance: Common Concerns vs. the Challenge of Diversity. In Symposium: Responses to the European Commission’s White Paper on Governance, [sic] hrsg. von Christian Joerges, Yves Mény und Joseph H. H. Weiler, Florence.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle. Die Aussage wird inhaltlich etwas verändert.

Bei Scharpf (2001) können sich die wörtlichen Übereinstimmungen nicht in derselben sprachlichen Form finden, da es sich hierbei um einen englischsprachigen Beitrag handelt. Weiterhin ist dieser im Rahmen des Symposiums "Mountain or Molehill? A Critical Appraisal of the Commission White Paper on Governance" entstanden, siehe [31] u. [32].

Schaper-Rinkel (2003) verwendet zwar auf S. 107 und S. 223 das Adjektiv "zivilgesellschaftlich" in weiterem Zusammenhang mit der Europäischen Kommission, doch findet sich ein vergleichbarer Wortlaut dort ebenfalls nicht.


[15.] Dcl/Fragment 031 20

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 20-24
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 85, Zeilen: 6 ff.
Nach Eder (2003) ist Öffentlichkeit jener Freiraum zwischen Staat und Gesellschaft, in dem Institutionen thematisiert werden. Öffentlichkeit wird damit als Beobachtungs- und Thematisierungsinstanz der Kommunikation politischer und sozialer Institutionen zwischen Staat und Gesellschaft gefasst, die gemeinsam geteilte Relevanzstrukturen beinhaltet (Gerhards / Neidhardt 1991; Somers 1998).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Gerhards, Jürgern [sic] / Neidhardt, Friedhelm, 1991: Strukturen und Funktionen moderner Öffentlichkeit. Fragestellungen und Ansätze. In: Müller-Dohm [sic], Stefan / Neumann-Braun, Klaus (Hrsg.): Öffentlichkeit – Kultur – Massenkommunikation. Beiträge zur Medien- und Kommunikationssoziologie. Oldenburg: Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg, S. 31 - 89.

Somers, Margaret R., 1998: „Citizenship“ zwischen Staat und Markt. Das Konzept der Zivilgesellschaft und das Problem der „dritten Sphäre“. In: Berliner Journal für Soziologie 8, 489 - 506 [sic].

Öffentlichkeit ist jener Freiraum zwischen Staat und Gesellschaft, in dem Institutionen thematisiert werden. Er ist weder eine politische Institution noch eine soziale Institution, sondern eine (ihrerseits institutionalisierbare) Beobachtungsinstanz und Thematisierungsinstanz politischer und sozialer Institutionen. Öffentlichkeit ist ein Drittes zwischen Staat und Gesellschaft (Somers 1998), ein ausdifferenzierter Bereich politischer Kommunikation, in dem sich Sprecher an ein Publikum wenden, sowie Medien, die dieses Sprechen hörbar machen. Öffentlichkeit umfasst also ein soziales Feld, in dem Kommunikation mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit stattfindet, sowie gemeinsam geteilte Relevanzstrukturen, die verständlich machen, was kommuniziert wird (Gerhards/Neidhardt 1991; Neidhardt 1994).

Gerhards, Jürgen/Neidhardt, Friedhelm 1991: Strukturen und Funktionen moderner Öffentlichkeit. Fragestellungen und Ansätze, in: Müller-Doohm, Stefan/Neumann-Braun, Klaus (Hrsg.): Öffentlichkeit - Kultur - Massenkommunikation. Beiträge zur Medien- und Kommunikationssoziologie, Oldenburg, 31-89.

Neidhardt, Friedhelm 1994: Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, soziale Bewegungen, in: Neidhardt, Friedhelm (Hrsg.): Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, soziale Bewegungen (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 34), Opladen, 7-41.

Somers, Margaret R. 1998: „Citizenship“ zwischen Staat und Markt. Das Konzept der Zivilgesellschaft und das Problem der „dritten Sphäre“, in: Berliner Journal für Soziologie 8, 489-506 [sic].

Anmerkungen

Nach Nennung Eders (2003) wird inkl. zweier Referenzen weiter von diesem übernommen. Zudem werden die übereinstimmenden elf aufeinanderfolgenden Wörter im ersten Satz nicht als Zitat kenntlich gemacht.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der erste Co-Herausgeber des an der Universität Oldenburg erschienenen Sammelbandes Müller-Doohm heißt [33] und
  • die Abhandlung von Somers (1998) nur die Seiten 489-505 umfasst, was sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in falsch angegeben wird.

Somers und Gerhards / Neidhardt (1991) werden in der gesamten untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[16.] Dcl/Fragment 032 23

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 23-26
Quelle: Trenz 2003
Seite(n): 162, 163, Zeilen: 162: 38 ff.; 163: 4 ff.
Öffentlichkeit wird dabei im Vorfeld politischer Entscheidungsprozesse mehr und mehr über die Betroffenen sektoralisiert und die Praxis des „Regierens in Netzwerken“ in der EU wird ausgeweitet (Benz 1997; Eising / Kohler-Koch 1999, Eriksen 1999).

Benz, Arthur, 1997: Kooperativer Staat? Gesellschaftliche Einflussnahme [sic] auf staatliche Steuerung. In: Klein, Ansgar / Schmalz-Bruns, Rainer (Hrsg.): Politische Beteiligung und Bürgerengagement in Deutschland. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 88 - 113.

Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate, 1999: Introduction. Network Governance in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Eising, Rainer (Hrsg.): The Transformation of Governance in the European Union. London: [sic] Routledge, S. 3 - 13.

Eriksen, Erik Oddvar, 1999: The Question of Deliberative Supranationalism in the EU. Arena Working Papers WP 99/4. Oslo: University of Oslo.

[Seite 162]

2.   Funktionale Öffentlichkeiten. Die politikwissenschaftliche Regierungslehre hat auf eine schleichende Funktionalisierung und Sektoralisierung von Öffentlichkeit im Vorfeld politischer Entscheidungsfindungsprozesse hingewiesen, die sowohl auf nationalstaatlicher Ebene als auch in den Verhandlungs- und Entscheidungsarenen der internationalen Politik voranschreitet (Benz 1997). [...]

[Seite 163]

[...] Statt hierarchischer Interessenakkumulation verlagert sich die Praxis des „Regierens in Netzwerken“ in der EU (Eising/ Kohler-Koch 1999) auf eine horizontale Vermittlung zwischen Experten, Funktionären und organisierten Betroffenenvertretern. In welchem Ausmaß dabei das deliberative Ideal einer rationalen Entscheidungsvorbereitung in den horizontalen Verfahrensdesigns des EU-Mehrebenensystems tatsächlich umgesetzt werden kann, ist bereits mit einigermaßen zuversichtlichen Ergebnissen analysiert worden (Joerges/Neyer 1998; Erikson [sic] 1999).


Benz, Arthur: Kooperativer Staat? Gesellschaftliche Einflussnahme [sic] auf staatliche Steuerung. In: Klein, Ansgar/Schmalz-Bruns, Rainer (Hg.): Politische Beteiligung und Bürgerengagement in Deutschland. Baden-Baden: Nomos, 1997, S. 88-113

Eising, Rainer/Kohler-Koch, Beate: Introduction: Network Governance in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate/Eising, Rainer (Hg.): The Transformation of Governance in the European Union. London: [sic] Routledge, 1999, S. 3-13

Eriksen, Erik O.: The Question of Deliberative Supranationalism in the EU. Arena Working Papers WP 99/4. Oslo: University of Oslo.

Joerges, Christian/Neyer, Jürgen: Vom intergouvernementalen Verhandeln zur deliberativen Politik: Gründe und Chancen für eine Konstitutionalisierung der europäischen Komitologie. In: Kohler-Koch, Beate (Hg.): Regieren in entgrenzten Räumen. Sonderheft 29 der Politischen Vierteljahresschrift. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1998, S. 207-234

Anmerkungen

Unmittelbar zuvor wird Trenz (2003) genannt. Die folgende, aus Stücken des Textes zusammengesetzte Übernahme inkl. dreier Referenzen wird jedoch nicht kenntlich gemacht.

Bemerkenswert ist zudem, dass die Verf.in hier auch Eriksen (1999) nennt, obwohl sich bei ihr keine diesem in der Quelle zugeschriebenen Inhalte finden.

Weiterhin ist anzumerken, dass abweichend von den jeweiligen Angaben

  • der Beitrag von Benz (1997) in alter Rechtschreibung gehalten ist und dessen Titel im Original daher Kooperativer Staat? Gesellschaftliche Einflußnahme auf staatliche Steuerung lautet, und
  • der von Eising / Kohler-Koch (1999) herausgegebene Sammelband bei Routledge in London und New York erschienen ist. [34]

Diese beiden (kleineren) Fehler finden sich sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in.

Benz (1997) und Eriksen (1999) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[17.] Dcl/Fragment 033 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 1-4
Quelle: Strohmeier 2007
Seite(n): 29, Zeilen: li. Sp. 1 ff.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass europäische Themen nicht von supranationalen europäischen Medien in einer europäischen Sprache aus einem europäischen Blickwinkel, sondern von nationalen Medien in nationaler Sprache aus einem überwiegend nationalen Blickwinkel, teilweise selektiv und populistisch diskutiert werden (Trenz 2003).

Trenz, Hans-Jörg, 2003: Einführung: Auf der Suche nach einer europäischen Öffentlichkeit. In: Klein, Ansgar / Koopmanns, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Klein, Ludger / Lahusen, Christian / Rucht, Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 161 - 168.

Mit anderen Worten: Europäische Themen werden nicht von (supranationalen) europäischen Medien in „europäischer Sprache“ aus einem europäischen Blickwinkel, sondern von nationalen Medien in nationaler Sprache aus einem überwiegend nationalen Blickwinkel diskutiert.40

[23 Vgl. Dieter Grimm, Braucht Europa eine Verfassung?, in: Juristenzeitung, 50 (1995) 12, S. 581–591, hier S. 589.]

40 Vgl. D. Grimm (Anm. 23), S. 588.

Anmerkungen

Die mit Trenz (2003) referenzierte Aussage findet sich bei diesem so nicht. Auf S. 163 heißt es bei diesem aber:

"Die beständige Suche nach Legitimität wird auch Intellektuelle, EU-Funktionäre oder Verbandsvertreter veranlassen, den Spielregeln massenmedialer Kommunikation Folge zu leisten, für deren Nichtbeachtung sie zunehmend bestraft werden (Meyer in diesem Band), selbst wenn sich die fragmentierten nationalen Medienlandschaften bislang beharrlich sowohl der Ausbildung einer gemeinsamen europäischen Medienöffentlichkeit als auch der Europäisierung nationaler medialer Öffentlichkeiten widersetzt haben (Gerhards 1993, 2000). Massenmedien als Hauptträger für die Entfaltung einer europäischen politischen Öffentlichkeit können aber auch neue Defizite herbeiführen, indem sie politische Kommunikation selektiv und populistisch umgestalten und damit anstelle des rationalen Austauschs und der Verständigung über das gemeinsame europäische Integrationsprojekt der Verbreitung nationalistischer Ressentiments den Boden bereiten."

Schwer verständlich ist, warum die Verf.in trotz 17 aufeinanderfolgend übernommener Wörter hier nicht auch Strohmeier (2007) als Quelle nennt. Lediglich der Ausdruck "selektiv und populistisch" stammt von Trenz.

Da Strohmeier (2007) am Schluss des folgenden Absatzes erwähnt wird, Wertung als Bauernopfer.


[18.] Dcl/Fragment 033 14

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 14-20
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 88, 89, 90, 91, 93, Zeilen: 88: 32 f.; 89: 1 f., 24 ff., 101 ff.; 90: 1 ff.; 91: 31 ff.; 93: 2 ff.
Das Öffentlichkeitsproblem der Europäischen Union besteht nach weitläufiger Meinung darin, dass sich im Raum politischer Kommunikation in Europa bislang kein transnationaler Souverän politischer Kommunikation konstituiert hat, sondern viele kleine lokale, regionale, nationale oder sektoral bestimmte Räume politischer Kommunikation entstanden sind, die sich nur an Gemeinsamkeiten mit konkreten Problemstellungen orientieren und nur teilweise, meist temporäre Koalitionen eingehen (Gerhards 1993; 2000; Rokkan 2000; Eder 2003; Trenz 2003).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Gerhards, Jürgen, 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 22, S. 96 - 110.

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Rokkan, Stein, 2000: Staat, Nation und Demokratie in Europa. Die Theorie Stein Rokkans aus seinen gesammelten Werken rekonstruiert und eingeleitet von Peter Flora. Frankfurt / Main: Suhrkamp.

Trenz, Hans-Jörg, 2003: Einführung: Auf der Suche nach einer europäischen Öffentlichkeit. In: Klein, Ansgar / Koopmanns, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Klein, Ludger / Lahusen, Christian / Rucht, Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 161 - 168.

[Seite 88]

Das im transnationalen Raum sich stellende „Öffentlichkeitsproblem“ ist also das der Provinzialisierung politischer Öf-

[Seite 89]

fentlichkeit und dem damit verbundenen Funktionsverlust politischer Öffentlichkeit.5

[...]

Das Öffentlichkeitsproblem der Europäischen Union besteht darin, dass sich im Raum politischer Kommunikation in Europa bislang kein Souverän politischer Kommunikation konstituiert hat. In diesem Raum politischer Kommunikation existieren viele kleine Souveräne. Dieses Bild entspricht in eigentümlicher Weise dem historischen Bild von Europa als eines Systems der Vielstaaterei (Rokkan 2000). Es gibt viele Räume politischer Kommunikation in Europa. Das Problem ist die Koordination dieser kommunikativen


5 Diese Beschreibung stellt den dominierenden Basiskonsens der Öffentlichkeitspessimisten dar. Vgl. dazu besonders die Arbeiten von Gerhards (1993, 2000).

[Seite 90]

Räume, um die Kommunikation vieler kleiner Souveräne (also nationaler Wahlvölker) in eine einen transnationalen Souverän konstituierende Form politischer Kommunikation zu überführen.

[Seite 91]

[...]

Der Normalzustand populärer Öffentlichkeit ist der einer Diversität lokaler, regionaler und sektoraler Stimmen, die zu einer gemeinsamen Öffentlichen Meinung über die Konstruktion einer öffentlichen Meinung gelangt. [...]

[Seite 93]

[...]

Es geht vielmehr um immer wieder herzustellende Gemeinsamkeiten, die an konkreten Problemen anknüpfen und Koalitionen hervorrufen, die kurz darauf wieder widerrufen werden.


Gerhards, Jürgen 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Zeitschrift für Soziologie 22, 96-110.

Gerhards, Jürgen 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40), Opladen, 277-305.

Rokkan, Stein 2000: Staat, Nation und Demokratie in Europa (herausgegeben von Peter Flora), Frankfurt/Main.

Anmerkungen

Neben Eder (2003) nennt die Verf.in noch vier weitere Referenzen. Anscheinend setzt sie ihren Satz aber ausschließlich aus Bruchstücken der Ausführungen Eders zusammen. 11 aufeinanderfolgende Wörter werden hierbei ohne Kenntlichmachung übernommen; auch drei von dessen Referenzen finden sich bei ihr wieder (Gerhards (1993 und 2000) wird auch bei Trenz (2003) angeführt, Rokkan (2000) jedoch nicht).

Insbsd. die Nennung Rokkans scheint fragwürdig, da dieser in der Quelle nur einmalig und hierbei für eine Aussage referenziert wird, die nicht im Zusammenhang mit Öffentlichkeit steht. Rokkan starb zudem bereits im Sommer 1979 [35], d. h. mehr als 12 Jahre vor Gründung der EU und wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[19.] Dcl/Fragment 034 11

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 11-13
Quelle: Franzius 2004
Seite(n): 1, Zeilen: 17 ff.
Diese politische Öffentlichkeit ermöglicht den Bürgern, zur gleichen Zeit zu gleichen Themen von gleicher Relevanz Stellung zu nehmen. Aus dieser staatsbürgerlichen Praxis kann Demokratisierung auf europäischer Ebene erwachsen. Politische Öffentlichkeit wird nicht als substantiell vorgegebene Größe, sondern in ihrer Funktion als voraussetzungsvoller Kommunikationszusammenhang verstanden, der es den Bürgern ermöglicht, zur „gleichen Zeit zu gleichen Themen von gleicher Relevanz" Stellung zu nehmen. Dies ist eine Umkehrung der Perspektive und zugleich eine Verheißung: Nicht die vorpolitische Identität des Demos, sondern vielmehr der konstitutionelle Akt und die daraus erwachsende staatsbürgerliche Praxis fördern die schleichende, jedoch unausweichliche Demokratisierung der Europäischen Union.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die von Franzius (2004) in Anführungsstriche gesetzte Formulierung stammt ursprünglich von Habermas (1996), Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie, Frankfurt a. M. (S. 190 u. 205). Diesen Titel führt die Verf.in auch in ihrem Literaturverzeichnis auf. Von einer "staatsbürgerliche[n] Praxis" oder "Demokratisierung" ist auf den beiden genannten Seiten jedoch nicht die Rede; der erstere Begriff kommt ausschließlich auf S. 300 vor, dort aber nicht der letztere.


[20.] Dcl/Fragment 034 25

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 25-28
Quelle: Strohmeier 2007
Seite(n): 29, Zeilen: re. Sp. 19 ff., 101 ff.
Dabei steht im Vordergrund, dass die Sprachenvielfalt einerseits aus quantitativen und qualitativen Gründen das Entstehen einer europäischen Kommunikationsgemeinschaft, europäischer Medien, Parteien und Verbände erschwert (Grimm 1995; Kielmannsegg [sic] 2003), [dass andererseits aber angesichts der enormen wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interdependenzen in der EU eine Entfaltung öffentlicher politischer Kommunikation über Sprachengrenzen hinweg als durchaus realistisch bewertet werden kann (Kantner 2003 / van de Steeg 2003).]

Grimm, Dieter, 1995: Braucht Europa eine Verfassung? München: Carl Friedrich von Siemens Stiftung.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

[Das Fehlen einer europäischen Sprache ist somit der wesentliche Grund für das Fehlen einer europäischen Öffentlichkeit: „Europa ist keine Kommunikationsgemeinschaft, weil Europa ein vielsprachiger Kontinent ist — das banalste Faktum ist zugleich das elementarste.“43 In der Folge ist das Fehlen einer europäischen Sprache „das größte Hemmnis für eine Europäisierung der politischen Substruktur, von der das Funktionieren eines demokratischen Systems und das Leistungsvermögen eines Parlaments abhängt“.44] [...] Die Sprachenvielfalt verhindert somit langfristig sowohl aus quantitativen als auch aus qualitativen Gründen das Entstehen einer europäischen Kommunikationsgemeinschaft – sowie (in der Folge) das Entstehen europäischer Medien, Parteien und Verbände.

[23 Vgl. Dieter Grimm, Braucht Europa eine Verfassung?, in: Juristenzeitung, 50 (1995) 12, S. 581–591, hier S. 589.]

43 Peter Graf Kielmansegg, Integration und Demokratie, in: Markus Jachtenfuchs/Beate Kohler-Koch (Hrsg.), Europäische Integration, Opladen 1996, S. 55.

44 D. Grimm (Anm. 23), S. 588.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Weder bei Grimm (1995) noch bei Kielmansegg (2003) findet sich die Aussage der Verf.in dieser Form wieder. Bei Strohmeier (2007) werden deren beiden Aufsätze jedoch auf S. 29 fünf bzw. vier Sätze vor dem übernommenen Text für andere Aussagen und in anderer bibliografischer Form in Fußnoten referenziert.

Die zweite, in eckige Klammern gesetzte Hälfte des Satzes wird nach ähnlichem Muster aus Ausführungen der Quelle Trenz (2003) gebildet, siehe Fragment 034 28.

Grimm wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle angeführt.


[21.] Dcl/Fragment 034 28

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 28-31
Quelle: Trenz 2003
Seite(n): 166, Zeilen: 31 ff.
[Dabei steht im Vordergrund, dass die Sprachenvielfalt einerseits aus quantitativen und qualitativen Gründen das Entstehen einer europäischen Kommunikationsgemeinschaft, europäischer Medien, Parteien und Verbände erschwert (Grimm 1995; Kielmannsegg [sic] 2003),] dass andererseits aber angesichts der enormen wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interdependenzen in der EU eine Entfaltung öffentlicher politischer Kommunikation über Sprachengrenzen hinweg als durchaus realistisch bewertet werden kann (Kantner 2003 / van de Steeg 2003).

Kantner, Cathleen, 2003: Öffentliche politische Kommunikation in der EU. Eine hermeneutisch-pragmatische Perspektive. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter [sic] (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 215 - 232.

Van de Steeg, Marianne 2003: Bedingungen für die Entstehung von Öffentlichkeit in der EU. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter [sic] (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 171 - 192.

[Die Intuition, dass Sprache nicht gleich Kommunikation ist, liegt der Arbeit von van de Steeg zugrunde. Kantner liefert uns hierzu eine Erklärung aus dem Kontext der modernen philosophischen Hermeneutik, die das Problem des Verstehens und Begründens von Kommunikation von dem Problem einer gemeinsamen Sprache konsequent loslöst.] Eine Entfaltung von öffentlicher politischer Kommunikation über Sprachengrenzen hinweg kann somit unter Inanspruchnahme der Übersetzungsleistungen der Massenmedien nicht nur prinzipiell in Aussicht gestellt, sondern in Anbetracht der außergewöhnlichen wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interdependenzen in der EU auch in hohem Maße erwartet werden.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Trenz (2003) leitet in Teil 2, "Europäische Öffentlichkeit", des von Klein et al. herausgegebenen Sammelbandes ein und spricht hier kurz die Beiträge von van de Steeg und Kantner an. Die danach von der Verf.in von Trenz übernommenen Ausführungen finden sich bei diesen beiden Autorinnen jedoch in diesem Wortlaut nicht; mit der Quelle stimmen einmal acht und einmal sechs aufeinanderfolgende Wörter überein.

Die erste, in eckige Klammern gesetzte Hälfte des Satzes wird nach ähnlichem Muster aus Ausführungen der Quelle Strohmeier (2007) gebildet, siehe Fragment 034 25.


[22.] Dcl/Fragment 035 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1-4
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 90, 95, Zeilen: 90: 8 ff.; 95: 13 ff., 101 ff.
Als Träger der europäischen Öffentlichkeit im Sinne einer elitären, wie auch populären, massenmedialen Öffentlichkeit gilt die entstehende europäische Zivilgesellschaft, die die europäischen Institutionen zunehmend unter einen Legitimierungsdruck setzt, der über die Selbstlegitimation durch Erfolg und Effizienz hinausgeht (Scharpf 1999).

Scharpf, Fritz W., 1999: Regieren in Europa. Effektiv und demokratisch? Frankfurt / New York: Campus Verlag.

[Seite 90]

Im Folgenden wird zunächst nach Vorläufern zivilgesellschaftlicher Träger einer emergenten transnationalen Öffentlichkeit in Europa gefragt, einer elitären Öffentlichkeit in Europa, die weit zurückreichende historische Wurzeln aufweist, dann einer populären Öffentlichkeit, die sich immer wieder hörbar gemacht hat. [...]

[Seite 95]

Die entstehende Zivilgesellschaft setzt europäische Institutionen unter Druck. Der klassische Legitimationsmodus dieser Institutionen, ihre „Zweckmäßigkeit“, wird an eine Gesellschaft gebunden, die Zustimmung zu diesen Institutionen an weitergehende Ansprüche als Effizienz bindet. Dies ist der Grund für das zunehmend beklagte Legitimitätsdefizit europäischer Institutionen.8 Die Besonderheit des Legitimationsanspruchs von EU-Institutionen beruhte bislang auf einer anspruchsvollen Form legitimer Selbstbegründung; sie gründete auf dem Legitimationsglauben, der auf nichts anderes setzt als auf den Erfolg. [...]


8 Die Idee einer Selbstlegitimation durch Effizienz (Scharpf 1999) und die damit verbundene Reduktion des Legitimationsanspruchs der europäischen Gemeinschaften als Zweckverbände hat allerdings niemals so rein existiert. [...]


Scharpf, Fritz W. 1999: Regieren in Europa. Effektiv und demokratisch?, Frankfurt/Main.

Anmerkungen

Die Verf.in setzt ihre Ausführungen aus Versatzstücken der Quelle Eder (2003) zusammen, die am Ende des vorhergehenden Absatzes auf der Vorseite und im Folgeabsatz genannt wird. Einzig das Adjektiv "massenmedialen" stammt von ihr selbst.

Der Inhalt des Satzes findet sich so weder dem Wortlaut nach noch sinngemäß bei Scharpf (1999).


[23.] Dcl/Fragment 036 13

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 13-16
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11: 35 ff.; 12: 1 f.
Der Begriff [Zivilgesellschaft] ist gegründet auf ethische Normen wie den Glauben an Humanismus und Gewaltfreiheit, die Menschenrechte, die Autonomie des Individuums und die Würde des Menschen (Bryant 1993; Kumar 1993; Tarrow / della Porta 2004; [sic] Ost 2005).

Bryant, Christopher, [sic] G. A.:, [sic] 1993: Social Self-Organisation, Civility and Sociology: A Comment on Kumar’s “Civil Society”. In: The British Journal of Sociology, 44 (3): 397 - 401.

Kumar, Krishan, 1993: Civil Society: An Inquiry into the Usefulness of an Historical Term. In: British Journal of Sociology, [sic] 44 (3): 375 - 395.

Ost, David, 2005: The Defeat of Solidarity: [sic] Anger and Politics in Postcommunist Europe. London: [sic] Cornell University Press.

Tarrow, Sidney / della Porta, Donatella, 2004: [sic] Transnational Protest and Global Activism. Lanham, MD: [sic] Rowman & Littlefield.

[Seite 11]

Civil society is a project, vision and program placed in direct opposition to the state and its totalitarian apparatus; it is founded on norms such as the ethical imperative for action, belief in humanism and non-violence, support for human rights, the autonomy of the individual, and the defence of human dignity (Bryant

[Seite 12]

1993; Kumar 1993; 1994; Bryant and Mokrycki 1995; Tarrow and della Porta 2004; [sic] Ost 2005).1


1 See also Adam Michnik, ‘Notes from the Revolution’, The New York Times 11 March 1990.


Bryant, C. G. A. (1993). ‘Social Self-Organisation, Civility and Sociology: A Comment on Kumar’s “Civil Society”’, The British Journal of Sociology, 44(3): 397-401.

Bryant, C. G. A. and Mokrycki, E. (eds) (1995) Democracy, Civil Society and Pluralism, Warsaw: Ifis Publishers.

Kumar, K. (1993) ‘Civil Society: An Inquiry into the Usefulness of an Historical Term’, British Journal of Sociology, [sic] 44(3): 375-395.

— (1994) ‘Civil Society Again: A Reply to Christopher Bryant’s “Social Self-Organisation, Civility and Sociology”’, British Journal of Sociology, [sic] 45(1): 127-131.

Ost, D. (2005) The Defeat of Solidarity: [sic] Anger and Politics in Postcomunist [sic] Europe, London: [sic] Cornell University Press.

Tarrow, S. and della Porta, D. (2004): [sic] Transnational Protest and Global Activism, Lanham MD: [sic] Rowman & Littlefield.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Bzgl. der bibliografischen Angaben lässt sich feststellen:

  • Bei den Literaturnachweisen Bryant und Kumar (jeweils 1993) benennt die Verf.in analog zu ihrer Quelle im ersten Fall die Zeitschrift als The British Journal of Sociology, im zweiten nur als British Journal of Sociology. Korrekt ist die erstere Bezeichnung, vgl. [36].
  • Die Monografie von Ost (2005) ist parallel in Ithaca (New York) und London bei Cornell University Press erschienen. [37] Der amerikanische Verlagsort fehlt sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in. Zudem ist Anger and Politics in Postcommunist Europe der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.
  • Bei dem Titel "Tarrow / della Porta 2004" handelt es sich nicht um ein Werk, das (ausschließlich) von Tarrow und della Porta verfasst wurde; vielmehr wurde dieser Sammelband von ihnen herausgegeben. Zudem ist er nicht 2004, sondern erst 2005 erschienen, vgl. [38]. Im Original wird auch, gemäß dem Alphabet, zuerst della Porta als Herausgeberin genannt; zudem ist der Band parallel auch in Boulder, New York, Toronto und Oxford erschienen. All diese Fehler bzw. Unstimmigkeiten finden sich sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in.

Bryant, Kumar und "Tarrow / della Porta 2004" werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der betrachteten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle erwähnt, Ost (2005) nur noch einmal – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – auf S. 38 ebenfalls in einem Plagiatskontext, siehe Fragment 038 01.


[24.] Dcl/Fragment 037 01

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-5, 6-7
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 12, Zeilen: 3 ff.
Dieses Verständnis wurde [im 19. Jahrhundert vor allem] durch Marx und Hegel zur „bürgerlichen Gesellschaft“ weiterentwickelt, das Zivilgesellschaft als Teil einer Interdependenz der drei Sphären Gesellschaft, Wirtschaft und Staat verstand, bei dem die Zivilgesellschaft ein autonomer Bereich ist, der sich am Streben individueller Interessen und der Freiheit ausrichtet [und im Sinne der Bourgeoisie oder des Mittelstandes im entschiedenen Gegensatz zum Staat bestimmt wird (Riedel 1975; Kocka 2000;] Perez-Diaz [sic] 2006).

[Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.]

Pérez-Diaz, Victor, [sic] 2006: Markets as Conversations: Markets’ Contribution to Civility, the Public Sphere and Civil Society at large. ASP Research Paper 06/59(b). Madrid: Analistas Socio Politicos [sic].

[Riedel, Manfred, 1975: Gesellschaft, bürgerliche. In: Brunner, Otto / Conze, Werner / Koselleck, Reinhardt (Hrsg.): Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland, Bd. 2, Stuttgart: Klett - Cotta Verlag, S. 719 - 800.]

In the tradition of the Hegelian and Marxian notion of bürgerliche Gesellschaft, civil society is conceived of to reflect the differentiation and at the same time interdependence of the three spheres of society, the economy and the state. Here, civil society refers to an autonomous realm for the pursuit of individual interests and freedom, where social co-ordination is achieved through the market that is conceived as a “conversation” that contributes to civility, to the public sphere and civil society at large” [sic] (Perez-Diaz [sic] 2006).

Perez-Diaz [sic], V. (2006) ‘Markets as Conversations: Markets’ Contribution to Civility, the Public Sphere and Civil Society at large’, ASP Research Paper 06/59(b), Madrid: Analistas Socio Politicos [sic]

Anmerkungen

Bis auf die in eckige Klammern gesetzten Teile des Satzes handelt es sich hier um eine Übersetzung aus Liebert / Trenz (2008), da sich deren Ausführungen in dieser kompakten Form bei Pérez-Díaz (2006) selbst so nicht finden, vgl. [39].

Abgesehen vom Literaturverzeichnis wird Letzterer in der betrachteten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle genannt. Die in eckige Klammern gesetzten Teile des Satzes – die nicht als Plagiat gewertet werden – stammen aus Kocka (2000), S. 16 f., der u. a. Riedel (1975) als Grundlage nennt. Die von den drei angegebenen Autoren wohl einzig tatsächlich benutzte Quelle dürfte damit Kocka sein.

(Der Name des Autors von Markets as conversations wird durchweg falsch geschrieben und lautet Víctor Pérez-Díaz, siehe S. 39 in dessen Literaturverzeichnis bzw. [40].)


[25.] Dcl/Fragment 037 17

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 17-20
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 19, Zeilen: 13 ff.
Die Selbsttätigkeit gesellschaftlicher Gruppen im Unterschied zur Apparatur des bürokratischen Staates einerseits und die Kraft der Solidarität und Vergemeinschaftung im kleinen Raum andererseits werden in diesem Zusammenhang hervorgehoben (Arato / Cohen 1984).

Arato, Andrew / Cohen, Jean L., 1984: Social Movements, Civil Society, And [sic] the Problems [sic] of Sovereignty. Praxis international 4, S. 266 - 283.

[Diese Sichtweise konnte sich mit radikaldemokratischer Kritik an »technokratischem« Politikverständnis wie mit marxistischen Traditionen der Kapitalismuskritik verbinden (Arato/Cohen 1984; 1989; Cohen/Arato 1992; Habermas 1982, S. 471; 1992, S. 399-467; 1990, S. 11-50).] Auch kommunitaristisch orientierte Autoren wie Michael Walzer und Charles Taylor beschworen mit dem Zauberwort »Civil Society« die Selbsttätigkeit gesellschaftlicher Gruppen im Unterschied zur Apparatur des bürokratischen Staats und darüber hinaus die Kraft der Solidarität und der Vergemeinschaftung im kleinen Raum, in der Nachbarschaft, im Verein, im sozialen Klub und in der Bürgerinitiative (vgl. Walzer 1992, S. 103f; 1995; Taylor 1991).

[Arato, Andrew/Cohen, John [sic] L. (1984), »Social Movements, Civil Society, And [sic] the Problems [sic] of Sovereignty«, Praxis international 4, S. 266-83.]

Taylor, Charles (1991), »Die Beschwörung der ›Civil Society‹«, in: Krzysztof Michalski (Hg.), Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989, Stuttgart, S. 52-81.

Walzer, Michael (1992), »The Civil Society Argument«, in: Chantal Mouffe (Hg.), Dimensions of Radical Democracy, London, S. 89-107.

ders. (1995), »The Concept of Civil Society«, in: ders. (Hg.), Toward a Global Civil Society, Providence/Oxford.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird am Ende des vorigen Absatzes genannt und auch tatsächlich rezipiert – siehe Fragment 037 01; daher konservative Kategorisierung als Bauernopfer.

Schwer verständlich ist, dass die Verf.in hier Arato / Cohen (1984) als Referenz nennt und nicht etwa Walzer (1992), Walzer (1995) und / oder Taylor (1991) wie ihre Quelle Kocka (2000).

Der Titel des Beitrags lautet Social Movements, Civil Society, and the Problem of Sovereignty; den in der Quelle falsch angegebenen Vornamen Cohens korrigiert die Verf.in. [41]

Da es sich bei Arato / Cohen (1984) um einen englischsprachigen Text handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden.


[26.] Dcl/Fragment 037 21

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 21-24, 31-35
Quelle: Thiery 2005
Seite(n): 1176, Zeilen: li. Sp. 22 ff., 48 ff.; re. Sp. 1, 4 ff.
Der Begriff der Zivilgesellschaft orientiert sich hier am Ideal einer freien Öffentlichkeit. Zivilgesellschaft verfügt in diesem Verständnis über eine eingeschränkte Wirkungsmacht, hat aber eine Kommunikationsfunktion, durch die gesellschaftliche Problemlagen aus dem privaten Bereich in die politische Öffentlichkeit getragen werden. [Entscheidungen des politischen Systems können demnach nur dann demokratische Legitimität beanspruchen, wenn sie angemessen an zivilgesellschaftlich artikulierte öffentliche im Diskurs entstandene Meinungen angebunden sind (Habermas 1992). Der Zivilgesellschaft wird neben dieser Kommunikationsfunktion ebenso eine Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion zugeschrieben. Hierbei wird die aktive pluralistisch-partizipative Zivilgesellschaft im Sinne der Herausbildung und Einübung von Bürgertugenden verstanden (Taylor 1991; Walzer 1992; Thiery 2005).] Eine Kontrollfunktion beinhaltet die Zivilgesellschaft in einem herrschaftskritischen Verständnis, bei dem sie als kultureller Einflussbereich neben Wirtschaft und Politik durch Auseinandersetzungen über den gesellschaftlichen Grundkonsens zur Veränderung gesellschaftlicher und Regierungsstrukturen beitragen und über künftige Entwicklungen mitentscheiden kann (Gramsci 1980).

Gramsci, Antonio, 1980: Zu Politik, Geschichte und Kultur. Ausgewählte Schriften. Leipzig: Philipp Reclam jun.

[Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Taylor, Charles, 1991: Die Beschwörung der Civil Society. In: Michalski, Krzysztof (Hrsg.): Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989. Stuttgart: Klett – Cotta Verlag, S. 13 - 51. [sic]

Thiery, Peter, 2005: Zivilgesellschaft. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 1175 - 1177.

Walzer, Michael, 1992: The Civil Society Argument. In: Mouffe, Chantal (Hrsg.): Dimensions of Radical Democracy: Pluralism, Citizenship, Community. London/ New York: Verso, S. 89 - 107.]

[Ebenso in dieser Tradition steht die auf Tocqueville zurückgehende Auffassung, daß eine aktive, pluralistisch-partizipatorische Z. den Ort zur Herausbildung und Einübung von Bürgertugenden darstellt und damit als Unterbau und Schule der Demokratie fungiert (Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion; → Politische Sozialisation).]

(3) Die am Ideal einer freien → Öffentlichkeit orientierte Konzeption (vgl. Habermas 1994: 399–467) greift liberale und republikanische Gedanken auf, ist jedoch weitaus skeptischer hinsichtlich der Wirkungsmacht von Z. und weist ihr v. a. eine Kommunikationsfunktion zu. Sie soll die Resonanz aufnehmen, die die gesellschaftl. Problemlagen in den priv. Lebensbereichen finden, und lautverstärkend an die polit. Öff. weiterleiten. [...]

(4) Die herrschaftskritische Konzeption in der Nachfolge Antonio Gramscis versteht Z. als kulturelle Sphäre neben Wirtschaft und Politik, in der an der Aufrechterhaltung oder Veränderung gesellschaftl. Hegemonialstrukturen gewirkt wird. [...] Vielmehr ist gerade Z. das Feld, in dem sich künftige Entwicklungswege durch Auseinandersetzungen über den gesellschaftl. Grundkonsens entscheiden.


Habermas, J. 1994: Faktizität und Geltung, Ffm.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, jedoch zuvor und danach ebenfalls ohne Kenntlichmachung aus dieser übernommen.

Die drei in eckige Klammern gesetzten Sätze dienen zur Kontextualisierung der Übernahme und werden nicht als Plagiat aus Thiery (2005) gewertet; bei dem ersteren handelt es sich jedoch um ein Plagiat aus der Wikipedia, siehe Fragment 037 24.

Bei den beiden folgenden stellt sich die Frage, warum außer Thiery noch zwei weitere Referenzen genannt werden, da deren Inhalt allein aus dessen Artikel zu stammen scheint. Bei Taylor (1991) ist weder von einer Vermittlungsfunktion noch von einer Sozialisationsfunktion die Rede; erst recht nicht lässt sich dort die kombinierte "Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion" finden. Bei Walzer (1992) handelt es sich um eine englischsprachige Publikation, die deshalb diese Begriffe nicht in dieser sprachlichen Form verwenden dürfte. Bei Taylor ist die Seitenzahl zudem falsch angegeben [42] (richtig wäre S. 52-81), und beide Titel scheinen dem Literaturverzeichnis der Quelle Kocka (2000) entnommen zu sein, siehe Fragment 037 27 (keine Wertung).

Im Literaturverzeichnis von Thiery findet sich zwar kein Titel von oder über Gramsci – die ausgewählten Schriften Zu Politik, Geschichte und Kultur nennt die Verfasserin hier anscheinend ad libitum –, doch sind die Parallelen unübersehbar. "Veränderung gesellschaftl. Hegemonialstrukturen" löst sie etwas unpassend zu "Veränderung gesellschaftlicher und Regierungsstrukturen" auf. Von den vier Funktionen, welche die Verfasserin hier benennt, findet sich bei Thiery nur die Kontrollfunktion nicht so erwähnt.

Gramsci (1980), Taylor (1991) und Walzer (1992) werden in der untersuchten Arbeit – jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur an dieser Stelle angeführt.


[27.] Dcl/Fragment 037 24

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 24-27
Quelle: Wikipedia Deliberative Demokratie 2008
Seite(n): online, Zeilen: –
Entscheidungen des politischen Systems können demnach nur dann demokratische Legitimität beanspruchen, wenn sie angemessen an zivilgesellschaftlich artikulierte öffentliche im Diskurs entstandene Meinungen angebunden sind (Habermas 1992).

Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Zentrum/Peripherie: Legitimität demokratischer Entscheidungen

[...] [In ihr vollzieht sich also eine demokratische Willensbildung, „(...) welche die Ausübung politischer Macht nicht nur nachträglich kontrolliert, sondern mehr oder weniger auch programmiert“ (Habermas 1992: 364).] Nur wenn Entscheidungen des politischen Systems also angemessen an zivilgesellschaftlich artikulierte öffentliche Meinungen angebunden sind, können sie demokratische Legitimität beanspruchen.


• Jürgen Habermas: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic], Frankfurt a.M. 1992.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nirgends genannt wird.

Von "zivilgesellschaftlich artikulierte[n] öffentliche[n] [im Diskurs entstandene[n]] Meinungen" ist im Original bei Habermas (1992) selbst keine Rede; die Verf.in übernimmt hier also unausgewiesen eine – nur unwesentlich ergänzte – fremde Rezeptionsleistung.

Zudem lautet der Untertitel des Werkes Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats. [43]


[28.] Dcl/Fragment 038 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1-7
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 18, 19, Zeilen: 18: 7 ff., 109 ff.; 19: 1 f., 101
Im 20. Jahrhundert, insbesondere seit den 1980er Jahren, wurde der Begriff der Zivilgesellschaft darüber hinaus zu einem Schlüsselwort anti-diktatorischer Kritik aus systemkritischen Milieus und zielte damit auf den Schutz des Individuums vor dem Staat, auf die Herrschaft der Gesetze und die Teilung der Gewalten, auf das Recht und die Pflicht gesellschaftlicher Selbsttätigkeit und auf die Mündigkeit der Bürger, aber auch auf Solidarität und Moral in der Politik (Arato / Cohen 1984; Keane 1988; Loewenstein 1990; Beyme 1995; Ost 2005).

Arato, Andrew / Cohen, Jean L., 1984: Social Movements, Civil Society, And [sic] the Problems of Sovereignty. Praxis international 4, S. 266 - 283.

Beyme, Klaus von, 1995: Die Zivilgesellschaft als letzte Ideologie der Intelligenziya. In: Nahamowitz, Peter / Breuer, Stefan (Hrsg.): Politik – Verfassung – Gesellschaft. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 661 - 677.

Keane, John, 1988: Democracy and Civil Society: [sic] On the Predicament [sic] of European Socialism, the Prospects for Democracy [sic] and the Problem of Controlling Social and Political Power. London / New York: University of Westminster Press. [sic]

Loewenstein, Bedrich, 1990: Der Entwurf der Moderne. Vom Geist der bürgerlichen Gesellschaft und Zivilisation. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Ost, David, 2005: The Defeat of Solidarity: [sic] Anger and Politics in Postcommunist Europe. London: [sic] Cornell University Press.

[Seite 18]

In den achtziger Jahren wurde »Zivilgesellschaft« zu einem Schlüsselwort anti-diktatorischer Kritik in Lateinamerika und vor allem in Ostmitteleuropa, wo Dissidenten mit dem Begriff gegen Parteidiktatur, sowjetische Hegemonie und die Zerstörung traditioneller gesellschaftlicher Strukturen durch totalitäre Herrschaft antraten. Wie immer die Anregungen und Einflüsse gelaufen sein mögen (und dies gehört untersucht), die Geremeks, Havels und Konráds stellten sich, in ihren systemkritischen Milieus zwischen Untergrund und gegängelter Öffentlichkeit, in die Tradition westlichen liberal-demokratischen Denkens und zielten mit der Forderung nach »Zivilgesellschaft« auf den Schutz des Individuums vor dem Staat, auf die Herrschaft der Gesetze und die Teilung der Gewalten, auf das Recht und die Pflicht gesellschaftlicher Selbsttätigkeit und auf die Mündigkeit der Bürger als citoyens und citoyennes, auch auf Solidarität, Moral und Authentizität in der Politik, die es neu zu konstruieren gelte.5 Wichtige Publikationen wie John Keanes »Democracy and Civil Society« von 1988 und Bedra [sic] Loewensteins »Entwurf der Moderne« von 1990 nahmen Anstöße aus der ostmitteleuropäischen Diskussion auf und stellten ihr Plädoyer für eine moderne »Zivilgesellschaft« bewußt in die aufklärerische Denktradition des 18. Jahr-


5 Vgl. Geremek 1991; Havel u. a. 1985; Arato 1981; Arato/Cohen 1984; Tokes 1979 (darin u. a. die Beiträge von Jaques [sic] Rupnik und I. Szelenyi). Zuletzt Miszlivetz 1999; Ekiert 1991, v.a. S. 298-305; kritisch: Beyme, 1995.

[Seite 19]

hunderts. Die ostmitteleuropäischen Revolutionen von 1989 gaben dem Konzept auch im Westen neuen Glanz.6


6 Keane 1988a; Loewenstein 1990. [...]


Arato, Andrew (1981), »Civil Society Against the State: Poland 1980-81«, Telos 47, S. 23-47.

Arato, Andrew/Cohen, John L. (1984), »Social Movements, Civil Society, And [sic] the Problems of Sovereignty«, Praxis international 4, S. 266-83.

Beyme, Klaus von (1995), »Die Zivilgesellschaft als letzte Ideologie der Intelligenziya«, in: Peter Nahamowitz/ Stefan Breuer (Hg.), Politik – Verfassung — Gesellschaft, Baden-Baden, S. 661-77.

Ekiert, Grzegorz (1991), »Democratization Processes in East Central Europe: A Theoretical Reconsideration«, British Journal of Political Science 21, S. 285-313.

Geremek, Bronislaw (1991), »Die ›Civil Society‹ gegen den Kommunismus. Polens Botschaft«, in: Krzysztof Michalski (Hg.), Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989, Stuttgart, S. 264-273.

Havel, Václav (Mitarb.), Keane, John (Hg.) (1985), The Power of the Powerless: Citizens Against the State in Central-Eastern Europe, Armonk, NJ.

Keane, John (1988a), Democracy and Civil Society: [sic] On the Predicament [sic] of European Socialism, the Prospects for Democracy [sic] and the Problem of Controlling Social and Political Power, London/New York.

Loewenstein, Bedrich (1990), Der Entwurf der Moderne. Vom Geist der bürgerlichen Gesellschaft und Zivilisation, Darmstadt.

Miszlivetz, Ferenc (1999), Illusions and Realities. The Metamorphosis of Civil Society in a New European Space, Savaria.

Tokes, Rudolf L. (Hg.) (1979), Opposition in Eastern Europe, Baltimore, MD.

Anmerkungen

Teils wortwörtliche – 32 aufeinanderfolgende Wörter – Übernahme mitsamt vier Referenzen; Kocka (2000) wird im folgenden Satz angeführt.

Zwei dieser Referenzen werden in der Quelle allerdings erst im Anschluss an die aus ihr übernommene Aussage genannt. Den dort nicht verwendeten Titel Ost (2005) scheint die Verf.in aus der Quelle Liebert / Trenz (2008) zu übernehmen, siehe Fragment 036 13. Bei diesem fehlt Ithaca (New York) als Verlagsort. [44] Zudem ist Anger and Politics in Postcommunist Europe der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.

Bei Keane (1988) ist On the Predicaments of European Socialism, the Prospects for Democracy, and the Problem of Controlling Social and Political Power der Untertitel des Werkes – vgl. [45] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zusätzlich wird der Untertitel sowohl in der Quelle als auch von der Verf.in mit einem fehlenden Plural-s und einem fehlenden Komma wiedergegeben. Außerdem erschien das Werk nicht, wie von der Verf.in fehlerhaft ergänzt, bei University of Westminster Press, sondern bei Verso.

Beyme (1995) und Loewenstein (1990) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der gesamten untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt; Ost nur noch einmal – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – auf S. 36 ebenfalls in einem Plagiatskontext (s. o.); Keane (1988) – nochmals abgesehen vom Literaturverzeichnis – auch nur noch einmal auf S. 40, siehe Fragment 040 01 (keine Wertung).


[29.] Dcl/Fragment 038 16

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 16-28
Quelle: Thiery 2005
Seite(n): 1175, 1176, Zeilen: 1175: li. Sp. 6 ff., 30 ff. u. re. Sp. 1; 1176: re. Sp. 12 ff.
[...] Zivilgesellschaft bezeichnet damit eine Sphäre kollektiven Handelns und öffentlicher Diskurse, die zwischen Privatbereich und Staat wirksam ist. Voraussetzung für eine funktionierende Zivilgesellschaft sind rechtsstaatlich gesicherte Handlungsbedingungen, insbesondere politische Freiheits- und individuelle Bürgerrechte. Hauptmerkmal von Zivilgesellschaft ist dabei, dass ihre politische Wirkung nicht durch politisches Machtstreben, sondern durch politische Einflussnahme erzielt wird. Darüber hinaus teilen zivilgesellschaftliche Akteure einen normativen Basiskonsens, der von Gewaltfreiheit und Toleranz geprägt ist (Gellner 1991; Cohen / Arato 1992; Alexander 1997; von Beyme 2000; Klein 2001; Kocka 2000, 2004; Thiery 2005).

Die neuere Forschung beschäftigt sich vielfach mit der Demokratie fördernden Kraft der Zivilgesellschaft und hinterfragt diese, wenn die Zivilgesellschaft zu schwach ist, um ihre Anliegen und Funktionen gegenüber dem Staat und der politischen und ökonomischen Gesellschaft zu behaupten (Merkel 2000).


Alexander, Jeffrey C., 1997: The Paradoxes of Civil Society. In: International Sociology, 12 (2): 115 - 133.

Beyme, Klaus von, 2000: Zivilgesellschaft – Karriere und Leistung eines Modebegriffs. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Cohen, Jean L. / Arato, Andrew, 1992: Civil Society and Political Theory. Cambridge, MA: MIT Press.

Gellner, Ernest, 1991: Civil Society in Historical Context. In: International Social Science Journal, 43 (3): 415 [sic] - 510.

Klein, Ansgar, 2001: Der Diskurs der Zivilgesellschaft. Politische Hintergründe und demokratietheoretische Folgerungen. Opladen: Leske & Budrich.

Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Merkel, Wolfgang (Hrsg.), 2000: Systemwechsel 5: Zivilgesellschaft und Transformation. Opladen: Leske & Budrich.

Thiery, Peter, 2005: Zivilgesellschaft. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 1175 - 1177.

[Seite 1175]

Zivilgesellschaft bezeichnet eine Sphäre kollektiven Handelns und öff. Diskurse, die zwischen Privatbereich und Staat wirksam ist. [...]

In einer schärferen Konturierung des Konzeptes gilt als charakteristisches Signum einer funktionierenden Z. die doppelte Selbstbegrenzung ihrer Akteure: Erstens erzielen sie ihre polit. Wirkung nicht durch das Streben nach polit. Macht, sondern – i. d. R. vermittelt über die Öff. – durch polit. Einflußnahme auf staatl. Institutionen oder polit. Parteien. Zweitens gilt als spezifisch ziviles Signum der Z., daß die Akteure einen normativen Basiskonsens teilen, dessen Kern Gewaltfreiheit und Toleranz sind. Eine funktionsfähige Z. bedarf ihrerseits rechtsstaatl. gesicherter Handlungsbedingungen, insb. polit. Freiheits- und individueller Bürgerrechte.

[Seite 1176]

3. Insbes. die Transitionsforschung hat Illusionen über die reformerische und demokratiefördernde Kraft der Z. in den neuen Demokratien in Osteuropa, Afrika, Asien und Lateinamerika korrigiert (vgl. Merkel 2000; Diamond 1999: 218–260; Hall 1995). In vielen Ländern erweist sie sich oft als zu schwach oder gar prekär, um ihre Anliegen und Funktionen gegenüber den machtvollen Strukturen von Staat, polit. und ökon. Gesellschaft zu behaupten.


Diamond, L. 1999: Developing Democracy: Toward Consolidation, Baltimore/L.

Hall, J. A. (Hrsg.) 1995: Civil Society. Theory, History, Comparison, Camb.

Merkel, W. (Hrsg.) 2000: Systemwechsel 5: Zivilgesellschaft und Transformation, Opl.

Anmerkungen

Thiery (2005) ist der Beitrag zum Thema "Zivilgesellschaft" aus einem "Lexikon der Politikwissenschaft". Er wird zwar am Ende des Absatzes zusammen mit sieben anderen Quellen – von denen nur Merkel (2000) aus diesem Kontext übernommen wird – referenziert, aber die vorliegenden Ausführungen stammen dem Anschein nach ausschließlich und wortnah von diesem.

Merkel (2000) ist ein 373 Seiten umfassender Sammelband mit zwölf Beiträgen zum Thema Zivilgesellschaft von insgesamt 16 Autor(inn)en. Weder bei Thiery (2005) noch von der Verfasserin wird eine Seitenzahl genannt. Als Beleg ist diese Angabe mithin ungeeignet.

Bei Alexander (1997) wird ein normativer Basiskonsens nicht diskutiert. Es ist weder von Toleranz noch von Gewaltfreiheit als Merkmalen der Zivilgesellschaft die Rede.

Fünf der acht Referenzen im oberen Absatz – d. h. alle bis auf Kocka (2000) und Thiery (2005); von Beyme (2000) wird nicht mitgezählt, da dieser Titel von der Verfasserin nachweislich rezipiert wurde – sind auch im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) vorhanden, siehe Fragment 038 21 (keine Wertung).

Der Aufsatz von Gellner (1991) findet sich nicht, wie bei Liebert / Trenz (2008) angegeben und von der Verfasserin übernommen, auf S. 415-510, sondern auf S. 495-510.

Alexander (1997), Gellner (1991), Klein (2001) und Merkel (2000) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur an dieser Stelle erwähnt, Cohen / Arato (1992) – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal auf S. 39 in einem ebenfalls als Plagiat eingestuften Kontext, siehe Fragment 039 28.


[30.] Dcl/Fragment 039 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1-4
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 21, Zeilen: 10 ff.
[Es handelt sich hierbei um einen Raum gesellschaftlicher Selbstorganisation zwischen Staat, Markt und] Privatsphäre mit Vereinen, Zirkeln, Netzwerken und Nichtregierungsorganisationen, von dem angenommen und erwartet wird, dass er ein Raum öffentlicher Diskussion, Konflikte und Verständigung und der Selbständigkeit von Individuen und Gruppen sowie der Dynamik und Innovation und ein Ort der Anstrengung für das Gemeinwohl sein kann (Kocka 2000).

Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Im Zentrum der neueren Diskussion über »Zivilgesellschaft« steht der Raum gesellschaftlicher Selbstorganisation zwischen Staat, Markt und Privatsphäre, ein Bereich der Vereine, Zirkel, Netzwerke und Non-Governmental-Organizations [sic] (NGOs), von dem angenommen und erwartet wird, daß er ein Raum öffentlicher Diskussion, Konflikte und Verständigung, eine Sphäre der Selbständigkeit von Individuen und Gruppen, ein Bereich der Dynamik und Innovation und ein Ort der Anstrengung für das Gemeinwohl sein kann, so unterschiedlich dieses in einer pluralen Gesellschaft auch verstanden wird.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, aber die Wörtlichkeit der Wiedergabe nicht kenntlich gemacht.

Es werden jeweils 8, 15, 6 und 14 aufeinanderfolgende Wörter bei nichttrivialem Inhalt der Aussage übernommen.


[31.] Dcl/Fragment 039 28

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 28-34
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 22, 23, 24, Zeilen: 22: 23 ff.; 23: 31 f.; 24: 1 ff.
Die Ökonomie wird oftmals deshalb als zentrale Dimension der Zivilgesellschaft betrachtet, weil sie in dem Maß, wie sie gesellschaftlich organisierte Arbeit fordert und fördert, den Wohlstand mehrt und Wachstum ermöglicht, Triebkraft einer sich entwickelnden Zivilgesellschaft ist (Cohen / Arato 1992; Habermas 1992; Gray 1999). Die Auffassung über eine enge Verknüpfung von Zivilgesellschaft und Staat bezieht sich auf die Ausrichtung zivilgesellschaftlicher Aktivität auf das Gemeinwesen, die Politik, das Allgemeine und dessen Institutionen mit dem Ziel der [Veränderung der staatlichen Sphäre (Schmalz-Bruns 1995).]

Cohen, Jean L. / Arato, Andrew, 1992: Civil Society and Political Theory. Cambridge, MA: MIT Press.

Gray, John, 1999: Die falsche Verheißung. Der globale Kapitalismus und seine Folgen. Berlin: Alexander Fest Verlag.

Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Schmalz-Bruns, Rainer, 1995: Reflexive Demokratie. Die demokratische Transformation moderner Politik. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

[Seite 22]

Andererseits haben die klassischen Autoren von Locke und Hume über Ferguson und Kant bis zu Hegel und Marx die Ökonomie mit guten Gründen als zentrale Dimension der Zivilgesellschaft betrachtet. In dem Maße, in dem das Wirtschaften über den Rahmen der Hauswirtschaft hinauswuchs, Tausch und Handel in immer größeren Verkehrskreisen hervorbrachte, gesellschaftlich organisierte Arbeit forderte und förderte, den Wohlstand mehrte und Wachstum ermöglichte, war sie ja von Anfang an eine Triebkraft und ein Moment der sich entwickelnden Zivilgesellschaft gewesen.

[Seite 23]

Aber andererseits waren Zivilgesellschaft und Staat immer eng aufeinander verwiesen. Im aufklärerischen Entwurf der Zivilgesellschaft ging es nie

[Seite 24]

nur um private und partikulare Interessen, vielmehr im Gegenteil: um das Gemeinwesen, die Politik, das Allgemeine und dessen Institutionen. So scharf der zivilgesellschaftliche Entwurf gegen den absolutistischen, den diktatorischen und den fürsorglich-gängelnden Untertanenstaat stand und steht, so sehr ging (und geht) es ihm um die grundsätzliche Veränderung der staatlichen Sphäre.


[Cohen,Jean [sic] L./Arato, Andrew (1992), Civil Society and Political Theory, Cambridge, Mass.

Gray, John (1999), Die falsche Verheißung. Der globale Kapitalismus und seine Folgen, Berlin.

[Habermas, Jürgen (1982), Theorie des kommunikativen Handelns, Bd. 2, Frankfurt/Main.]

ders. (1992), Faktizität und Geltung, Frankfurt/Main.]

Anmerkungen

Kocka (2000) wird im folgenden Satz angeführt. Es ist schwer verständlich, warum die Verf.in hier statt ihrer tatsächlichen Quelle vier andere Titel, von denen sich drei auch im Literaturverzeichnis Kockas finden, nennt.

Die Wortfolgen "zentrale Dimension der Zivilgesellschaft", "gesellschaftlich organisierte Arbeit", "fordert[e] und fördert[e]" und "sich entwickelnden Zivilgesellschaft" sowie der Begriff "Triebkraft" kommen weder bei Habermas (1992) noch bei Gray (1999) vor; bei Cohen / Arato (1992) kann dies so auch nicht der Fall sein, da es sich hierbei um einen englischsprachigen Text handelt.

Bei Schmalz-Bruns (1995) findet sich die referenzierte Aussage in dieser Form nicht.

Den fehlerhaften Untertitel bei Habermas (1992) – richtig wäre "Rechtsstaats" – scheint die Verf.in aus der Wikipedia zu übernehmen, siehe Fragment 037 24 bzw. Fragment 066 24.

Gray (1999) und Schmalz-Bruns (1995) werden in der untersuchten Arbeit – jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt, Cohen / Arato (1992) – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal auf S. 38 in einem ebenfalls als Plagiat eingestuften Kontext, siehe Fragment 038 16.


[32.] Dcl/Fragment 040 22

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 22-27
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 13, Zeilen: 6 ff.
Das normative Konzept der europäischen Zivilgesellschaft geht davon aus, dass die Zivilgesellschaften in Europa, ihre Diskurse und ihr kollektives Handeln mehr und mehr durch Transnationalisierung und globale Vernetzung geprägt werden, die zur Entwicklung kosmopolitischer Gesellschaften beitragen und den Fokus von einer hierarchischen und technokratischen Entscheidungsfindung zu einem partnerschaftlichen horizontalen Entscheidungsmodell lenken (Held 1995; Walzer 1995; Beck / Grande 2005; Eriksen 2005).

Beck, Ulrich / Grande, Edgar, 2005: Das kosmopolitische Europa. Frankfurt / Main: Suhrkamp.

Eriksen, Erik Oddvar, 2005: An Emerging European Public Sphere. In: Journal of European Social Theory. [sic] 8 (3), S. 341 - 363.

Held, David, 1995: Democracy and the Global Order: [sic] From the Modern State to Cosmopolitan Governance. Cambridge: Polity Press.

Walzer, Michael, 1995: The Concept of Civil Society. In: Walzer, Michael (Hrsg.): Towards a Global Civil Society. Oxford: [sic] Berghahn Books.

The neglected global dimension of civil society (Delanty and Rumford 2005: 171) refers to the civic elements of collective action, and to an unfolding “civic practice”, which necessarily has a cosmopolitan dimension (Rucht 2005). European civil society is thus seen as part of the global transformation that support [sic] the emergence of a cosmopolitan civil society (Held 1995; Beck and Grande 2005; Walzer 1995; Anheier et al. 2002). Common to contentious movements, NGO’s and the third sector in the old EU as well as to the reemerging civil society in the new member states, civil society organisations and discourses are increasingly shaped by transnationalisation and global networking.

[...]
European civil society came to a broader attention through what is now generally referred to as the normative turn in EU-studies (Eriksen 2005a; Kohler-Koch and Rittberger 2007). First, civil society was linked to new governance approaches that shifted the focus from hierarchical and technocratic decision-making to a new partnership model that supports the inclusion of social and economic actors, experts and specialised groups within horizontal decision-making (Frey and Eichenberger 1999; Hooghe and Marks 2001).


Anheier, H., Marlies, G. and Kaldor, M. (eds) (2002) Global Civil Society, Oxford: OUP.

Beck, U. and Grande, E. (2005). Das kosmopolitische Europa, Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Delanty, G. and Rumford, C. (2005) ‘Rethinking European Society: The Global Civil Society Context’ in G. Delanty and C. Rumford (eds) Rethinking Europe. Social Theory and the Implications of Europeanization, London and New York: Routledge.

Eriksen, E. O. (2005a) ‘An Emerging European Public Sphere’, Journal of European Social Theory, [sic] 8(3): 341-363.

Frey, B. and Eichenberger, R. (1999) The New Democratic Federalism for Europe. Functional, Overlapping and Competing Jurisdictions, Cheltenham: Edward Elgar.

Held, D. (1995) Democracy and the Global Order: [sic] From the Modern State to Cosmopolitan Governance, Cambridge: Polity Press.

Hooghe, L. and Marks, G. (2001) ‘Types of Multi-level Governance’, European Integration Online Papers (EioP), 5(11).

Kohler-Koch, B. and Rittberger B. (eds) (2007) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham MD:Rowman [sic] & Littlefield.

Rucht, D. (2005) ‘Europäische Zivilgesellschaft oder zivile Interaktionsformen in und jenseits von Europa’, in M. Knodt and B. Finke (eds) Europäische Zivilgesellschaft: Konzepte, Akteure, Strategien, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Walzer, M. (1995) ‘The Concept of Civil Society’, in M. Walzer (ed.) Towards a Global Civil Society, Oxford: [sic] Berghahn Books.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, aus der die Verf.in ihre Ausführungen zusammensetzt, wobei sie aus manchen Sätzen nur einzelne Begriffe übernimmt (so aus dem ersten Satz "collective action").

Die beiden Referenzen des letzten Satzes der Quelle, aus dem sie den letzten Teil ihres Satzes bildet, nennt sie nicht und führt statt dessen vier andere an.

Bzgl. der bibliografischen Angaben lässt sich feststellen:

  • Der Aufsatz von Eriksen (2005) erschien nicht im "Journal of European Social Theory", wie von der Verf.in offenbar fälschlich aus der Quelle übernommen, sondern im European Journal of Social Theory, vgl. [46].
  • Die Quelle weist "Eriksen, E. O. (2005a)" aus, obwohl kein "2005b" vorhanden ist.
  • Bei Held (1995) ist From the Modern State to Cosmopolitan Governance der Untertitel des Werkes – vgl. [47] –, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in der Quelle und bei der Verf.in irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.
  • Bei der Abhandlung von Walzer (1995) fehlt bei der Verf.in wie in der Quelle die Seitenangabe. Dessen Sammelband ist bei Berghahn Books in New York und Oxford erschienen. [48]

Beck / Grande (2005), Eriksen (2005), Held (1995) und Walzer (1995) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle angeführt.


[33.] Dcl/Fragment 040 30

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 30-36
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 110, 115, Zeilen: 110: 16 ff., 24 ff.; 115: 12 ff.
Dahinter steht die Idee einer transnationalen Gesellschaft der Bürger, einem Netzwerk individueller und kollektiver Akteure, das sich im Prozess öffentlicher Kommunikation formt. Dieses zivilgesellschaftliche Modell stellt höhere Anforderungen an eine europäische, [sic] als an eine nationale Öffentlichkeit und basiert einerseits auf der Grundlage der gemeinsamen Teilung von europäischen Werten, insbesondere der Menschenrechte, die zu einer gemeinsamen Kultur verbinden. [Seite 115]

Der demokratische Souverän ist dann nicht das europäische Volk, sondern jenes Netzwerk individueller und kollektiver Akteure (auch die Nationalstaaten zählen dann zu solchen kollektiven Akteuren), das sich im Prozess öffentlicher Kommunikation formt. An eine europäische Öffentlichkeit werden deshalb noch weitergehendere Anforderungen gestellt werden als an nationale Öffentlichkeiten, weil sie den Selbstsetzungsakt des demokratischen Souveräns immer mit vollziehen müssen und sich nicht auf den Ursprungsakt beschränken können.

[Seite 110]

Ein Europa, das Menschenrechte als Grundlage seiner Wertordnung bestimmt, sichert eine gemeinsame Kultur, die die konkurrierenden Interessenlagen von Staatsbürgern in ein „Höheres“ einbindet. [...] Europa entwickelt eine Idee der zugrundeliegenden Wertordnung, ein die Bürger Europas einendes Band gemeinsam geteilter Werte.

Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmungen mit der Quelle, die zusammen mit einem anderen Titel am Ende des folgenden Absatzes auf der nächsten Seite genannt wird, siehe Fragment 041 01 (keine Wertung).


[34.] Dcl/Fragment 041 05

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 5-36
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 13, 14, 16, 17, 18, Zeilen: 13: 28 ff.; 14: 1 f.; 16: 25 ff.; 17: 1 f., 29 ff.; 18: 5 ff.
Die Zivilgesellschaft wird in diesem Zusammenhang seit einigen Jahren als zentrales Element von gutem Regierungshandeln in der Europäischen Union gesehen (Kommission 2001a; Joerges / Dehousse 2002). Dies ist darin begründet, dass die Partizipation der Zivilgesellschaft in deliberativen Gremien Alternativen zu parlamentarischen Demokratiemodellen aufzeigt, die das Potenzial haben, politische Machtverhältnisse und die Kräfte des Marktes in der Europäischen Union zu beeinflussen (Fossum 2005; Fossum / Trenz 2006; Nanz / Steffek 2007; Smismans 2007 [sic]). Die europäische Zivilgesellschaft wird somit als ein Mechanismus sozialer Integration aufgefasst, der in einem immer vielfältiger werdenden Gemeinwesen wirkt (Ruzza / della Sala 2006) [sic]. Damit ist die europäische Zivilgesellschaft auch ein strukturierter Raum, der von den Europäischen [sic] Institutionen selbst und deren Entscheidungsverfahren abhängig ist. Dies bezieht sich zum einen auf die Frage, inwiefern und unter welchen Bedingungen die EU Opportunitätsstrukturen für die Zivilgesellschaft anbietet, um zu ermöglichen, dass diese sich in den politischen Prozess auf europäischer Ebene einbringt. Zum anderen müssen zivilgesellschaftliche Akteure diese Angebote auch an- und wahrnehmen (Peterson 1997; Ruzza 2004; Eising / Kohler-Koch 2005). Die Zivilgesellschaft besteht demnach aus Akteuren, die ihre Strategien und ihr Verhalten in der Reaktion auf europäisches Regierungshandeln verändern (Greenwood 2007).

Nach Ruzza und Fella (2005) können der europäischen Zivilgesellschaft und deren Akteuren, ihren sowohl lokalen Aktivisten, [sic] als auch supranationalen Repräsentanten, verschiedene Rollen im europäischen Regierungshandeln zugeschrieben werden: erstens die Erhöhung der Output-Legitimität durch die Unterstützung und Beeinflussung bestimmter Entscheidungsprozesse, zweitens die Bereitstellung eines Inputs für den Politikprozess durch Informationssammlung und Monitoring, drittens Mediation und Konfliktlösung durch den Ausgleich organisierter Interessen und viertens die Entwicklung neuer Formen von Interessenzusammenschlüssen. Es zeichnet sich diesbezüglich ein Trend dahingehend ab, dass die Zivilgesellschaft in zunehmendem Maße repräsentative Strukturen auf europäischer Ebene bildet. Dies geschieht aus funktionalen Erwägungsgründen, insofern, dass nur eine geringe Anzahl von Akteuren tatsächlich in Brüssel präsent sein und mit den Europäischen [sic] Institutionen, insbesondere der Europäischen Kommission, interagieren und in Konsultationsprozesse eintreten kann (Aspinwall / Greenwood 1998; Mazey / Richardson 2001; Eising / Kohler-Koch 2005; Balme / Chabanet 2007 [sic]).


Aspinwall, Mark / Greenwood, Justin, 1998: Conceptualising Collective Action in the European Union: An introduction. In: Greenwood, Justin / Aspinwall, Mark (Hrsg.): Collective Action in the European Union: [sic] Interests and the New Politics of Associability. London: Routledge.

Balme, Richard / Chabanet, Didier 2007: Collective Action and European Governance. New York: Rowman and Littlefield. [sic]

Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), 2005: Interessenpolitik in Europa. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

Europäische Kommission, 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch. Brüssel: KOM (2001) 428 endgültig.

Fossum, John Erik, 2005: Conceptualising [sic] the EU’s Social Constituency. European Journal of Social Theory. 8 (2): 123 - 147.

Fossum, John Erik / Trenz, Hans-Jörg, 2006: The EU’s Fledgling Society: From Deafening Silence to Critical Voice in European Constitution Making [sic]. Journal of Civil Society. 2 (1): 57 - 77.

Greenwood, Justin, 2007: Organized Civil Society and Democratic Legitimacy in the European Union. British Journal of Political Science. 37 (2): 333 - 357.

Joerges, Christian / Dehousse, Renaud (Hrsg.), 2002: Good Governance in Europe’s Integrated Market. Oxford: Oxford University Press.

Mazey, Sonia / Richardson, Jeremy, 2001: Interest Groups and EU Policy Making [sic]: Organizational [sic] Logic and Venue Shopping. In: Richardson, Jeremy (Hrsg.): European Union: Power and Policy Making [sic]. London / New York: Routledge.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2007: Transnationale Öffentlichkeit, [sic] Zivilgesellschaft [sic] und die Demokratisierung internationalen Regierens. In: Niesen, Peter / Herborth, Benjamin (Hrsg.):Die [sic] Anarchie der kommunikativen Freiheit. Frankfurt: Suhrkamp.

Peterson, John, 1997: States, Societies and the European Union. West European Politics. 20 (4): 1 - 23.

Ruzza, Carlo, 2004: Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance. Manchester: [sic] Manchester University Press.

Ruzza, Carlo / della Sala, Vincent (Hrsg.), 2006: [sic] Governance and Civil Society: Movement Coalitions and European Governance. [sic] Trento: [sic] Universita [sic] degli studi Trento.

Ruzza, Carlo / Fella, Stefano, 2005: Final Report of the Project ‚Organized Civil Society and European Governance’. Trento: Universita [sic] degli studi Trento.

Smismans, Stijn (Hrsg.), 2007: [sic] Civil Society and Legitimate European Governance. Cheltenham: [sic] Edward Elgar.

[Seite 13]

Civil society is thus considered as a central ingredient of “good governance” in the EU (European Commission 2001; Joerges and Dehousse 2002). Second, taking the democratic deficit of the EU serious [sic], many authors have pleaded for alternatives to national as well as to European models of (semi-) parliamentary democracy. Models grounded on civil society include “participatory democracy”, “associative democracy” and “deliberative democracy” (Nanz and Steffek 2007; Smismans 2007; [sic] Hüller forthcoming). All of them have in common to argue that European civil society building correlates with polity and market building in the European Union (Fossum 2005; Fossum and Trenz 2006). European civil society is expected to correct unbound political power and market forces. [...] A European civil society thus is seen as a mechanism of social

[Seite 14]

integration in an increasingly differentiated and heterogeneous polity (Ruzza and della Sala 2006).

[Seite 16]

If we conceive of European civil society as a structured intermediary space that depends on European institutions and decision-making procedures (Eising and Kohler-Koch 2005), the key questions of empirical research becomes whether, how often and under what circumstances the EU provides associational actors with opportunities to express their demands in the ongoing policy process (Peterson 1997). Analyses of issue advocacy coalitions and networks have explored how these interact directly with European institutions (Ruzza 2004). [...] Second, it requires civil society actors to adapt to the specific European opportunity structure. Civil society associations are seen as the dependent variable, as actors which change their strategies and mobilize behavior in reaction to European governance and integration. In a more positive vain, Justin Greenwood finds the EU institutions to have created a “particularly vigorous neo-pluralist regime” by which they “actively create and develop as well as empower citizen interest groups”, thus “effectively

[Seite 17]

mitigating the asymmetries of power between different types of organized civil society interests [sic] (Greenwood 2007). [...]

[...]

• [...] This is also supported by Ruzza and Fella (2005) for the various roles of the organized civil society in European governance, including: 1) raising support for decision making [sic] activities (enhancement of output legitimacy); 2) input in policy-making through information gathering and monitoring; 3) mediation and conflict resolution, counterbalancing organized interests; and 4) development of new forms of civil society interest aggregation (ibid).
From protest to involvement. Marks and McAdam (1996, 1999) have observed the strategic adaptation of non-state actors within the political opportunity structure of the EU. They describe a division of labor within multi-level civil society, with local activists taking the protest part and supranational representatives involved in consultation and co-decision. [...]

[Seite 18]

From participation to representation. Data on collective action in the EU confirm a general trend towards the formation of representative structures of civil society at the European level (Eising and Kohler-Koch 2005). This is explained by one simple reason: Only a few actors can be physically present in Brussels and can interact with the Commission or other supranational institutions. [...] The new attitude of openness on the part of European institutions to civil society for participation and consultation requires them to develop representative structures (Aspinwall and Greewood [sic] 1998; Mazey and Richardson 2001; Balme and Chabanet 2007 [sic]).

Aspinwall, M. and Greenwood, J. (1998) ‘Conceptualising Collective Action in the European Union: An Introduction’, in J. Greenwood and M. Aspinwall (eds) Collective Action in the European Union: [sic] Interests and the New Politics of Associability, London: Routledge.

Balme, R. and Chabanet, D. (2007) Collective Action and European Governance, New York: Rowman and Littlefield. [sic]

Eising, R. and Kohler-Koch, B. (eds) (2005) Interessenpolitik in Europa, Baden-Baden: Nomos.

European Commission (2001) ‘White Paper on European Governance Work area No. 1. Report of Working Group on Broadening and Enriching the Public Debate on European Matters (Group 1a)’, Brussels, June 2001.

Fossum, J. E. (2005) ‘Conceptualising [sic] the EU’s Social Constituency’, European Journal of Social Theory 8(2): 123-147.

Fossum, J. E. and Trenz, H. -J. [sic] (2006) ‘The EU’s Fledgling Society: From Deafening Silence to Critical Voice in European Constitution Making [sic]’, Journal of Civil Society, 2(1): 57-77.

[Greenwood, J. (2003) Interest Representation in the European Union, Houndmills: Palgrave Macmillan.]

— (2007) ‘Organized Civil Society and Democratic Legitimacy in the European Union’, British Journal of Political Science, 37(2): 333-357.

[Hüller, T. (2005) Deliberative Demokratie: Normen, Probleme und Institutionalisierungsformen, Münster: LIT Verlag.]

— (forthcoming) ‘Assessing EU Strategies for Publicity’, Journal of European Public Policy.

Joerges, C. and Dehousse, R. (eds) (2002) Good Governance in Europe’s Integrated Market, Oxford: Oxford University Press.

Marks, G. and McAdam, D. (1996) ‘Social Movements and the Changing Structure of Political Opportunity in the European Union’, West European Politics, 19: 249-278.

— (1999) ‘On the Relationship of Political Opportunities to the Form of Collective Action: the Case of the European Union’, in D. della Porta, H. Kriesi and D. Rucht (eds) Social Movements in a Globalizing World, London: Macmillan.

Mazey, S. and Richardson, T. (2001) ‘Interest Groups and EU Policy Making [sic]: Organizational [sic] Logic and Venue Shopping’, in J. Richardson (ed.) European Union: Power and Policy-Making, London, [sic] Routledge

Nanz, P. and Steffek, J. (2007) ‘Transnationale Öffentlichkeit, [sic] Zivilgesellschaft [sic] und die Demokratisierung internationalen Regierens’, in P. Niesen (ed.) [sic] Die [sic] Anarchie der kommunikativen Freiheit. Jürgen Habermas und die Theorie der Internationalen [sic] Beziehungen [sic], Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Peterson, J. (1997) ‘States, Societies and the European Union’, West European Politics 20(4): 1-23.

Ruzza, C. (2004) Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance, Manchester: [sic] Manchester University Press.

Ruzza, C. and della Sala, V. (eds) (2006) [sic] Governance and Civil Society. Theoretical and Empirical Perspectives, [sic] Manchester: [sic] Manchester University Press.

Ruzza, C. and Fella, S. (2005) ‘Final Report of the Project ‘Organized Civil Society and European Governance’ [sic], Trento: Universita [sic] degli studi Trento.

Smismans, S. (ed.) (2007) [sic] Civil Society and Legitimate European Governance, Cheltenham: [sic] Edward Elgar.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, aus der auch insgesamt 14 Referenzen übernommen werden. – Bei dem Titel [Europäische] Kommission (2001a) handelt es sich nicht um die deutschsprachige Fassung von European Commission (2001), vgl. [49] vs. [50].

Bemerkenswert ist weiterhin, dass Fossum (2005), Fossum / Trenz (2006), Greenwood (2007) und Ruzza (2004) von der Verf.in angeführt werden, obwohl sie keine Inhalte aus den Sätzen, die in der Quelle mit diesen beiden Titeln referenziert werden, auf Deutsch wiedergibt. Bei Marks / McAdam (1996 und 1999) verhält es sich umgekehrt. Für die Referenz "Ruzza / della Sala 2006" verwendet sie schließlich eine andere Publikation – die sich in der angegebenen Form nicht nachweisen lässt – als ihre Quelle, übernimmt aus dieser aber trotzdem den referenzierten Inhalt.

Bzgl. der Literaturnachweise ist anzumerken:

  • Ebenso wie in der Quelle fehlt bei Aspinwall / Greenwood (1998) die Seitenangabe des Aufsatzes. Zudem ist Interests and the new politics of associability der Untertitel des Sammelbandes – vgl. [51] –, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.
  • Eine von Balme und Chabanet verfasste Monografie mit dem Titel Collective Action and European Governance ist in keinem gängigen elektronischen Katalog nachweisbar.
  • Der Titel des Aufsatzes von Fossum (2005) lautet Conceptualizing the EU’s Social Constituency. [52] Der Fehler wird von der Verf.in aus der Quelle übernommen.
  • Der Titel des Aufsatzes von Fossum / Trenz (2006) lautet The EU's fledgling society: From deafening silence to critical voice in European constitution-making. [53] Der Bindestrich zwischen den letzten beiden Wörtern fehlt sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in.
  • Ebenso wie in der Quelle fehlt bei Mazey / Richardson (2001) die Seitenangabe des Aufsatzes. Dessen Titel lautet Interest groups and EU policy-making: organisational logic and venue shopping und er ist in dem Sammelband European Union: Power and policy-making erschienen, der parallel in London und New York veröffentlicht wurde, vgl. [54]. Zwei der Fehler bei den bibliografischen Angaben finden sich bereits in der Quelle.
  • Ebenso wie in der Quelle fehlt bei Nanz / Steffek (2007) die Seitenangabe des Aufsatzes. Dessen Titel lautet Zivilgesellschaftliche Partizipation und die Demokratisierung internationalen Regierens, vgl. [55], und er ist in dem von Benjamin Herborth und Peter Niesen herausgegebenen Sammelband Anarchie der kommunikativen Freiheit: Jürgen Habermas und die Theorie der internationalen Politik erschienen, vgl. [56]. Die bibliografischen Fehler bei der Verf.in finden sich bereits in der Quelle.
  • Bei Ruzza (2004) ist Movement coalitions and European governance der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zudem fehlt hier die Angabe von New York als zweitem Verlagsort. [57] Beide Fehler finden sich sowohl in der Quelle als auch in der vorliegenden Arbeit.
  • Einen Sammelband "Ruzza, Carlo / della Sala, Vincent (Hrsg.), 2006: Governance and Civil Society: Movement Coalitions and European Governance. Trento: Universita degli studi Trento." scheint es mit diesem Erscheinungsjahr, Titel und Erscheinungsort so nicht zu geben. Es ist lediglich ein von den beiden Autoren herausgegebenes, 2007 bei Manchester University Press erschienenes zweibändiges Werk mit dem Haupttitel Governance and civil society in the European Union nachweisbar, vgl. [58].
  • Der von Smismans herausgegebene Sammelband ist 2006 und nicht 2007 sowie parallel in Northampton, Mass. erschienen, vgl. [59]. Sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in ist das spätere – falsche – Erscheinungsjahr angegeben, und in beiden Fällen fehlt der zweite Verlagsort.

Aspinwall / Greenwood (1998), "Balme / Chabanet 2007", Fossum (2005), Fossum / Trenz (2006), Joerges / Dehousse (2002), Mazey / Richardson (2001), Nanz / Steffek (2007), "Ruzza / della Sala 2006" und "Smismans 2007" werden in der betrachteten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur an dieser Stelle erwähnt.

Eine kürzere Passage aus diesem Fragment findet sich abgewandelt auch auf S. 57 f., siehe Fragment 057 25. Nur dort wird – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – Peterson (1997) noch ein zweites Mal genannt.


[35.] Dcl/Fragment 042 26

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 26-32
Quelle: Europäische Kommission 2002
Seite(n): 6, Zeilen: 1 ff.
Dennoch gibt es keine gemeinsame oder rechtliche Definition des Begriffs der organisierten Zivilgesellschaft in Europa. Im Weißbuch über Europäisches Regieren beschreibt die Europäische Kommission die Rolle der Zivilgesellschaft im Hinblick darauf, dass sie den Belangen der Bürger eine Stimme verleiht und Dienste erbringt, die den Bedürfnissen der Bevölkerung entgegenkommen. Die Kommission sieht dies als Chance, um die Bürger aktiver an der Verwirklichung der Unionsziele zu beteiligen und ihnen strukturierte Kanäle für Feedback, Kritik und Protest anzubieten (Kommission 2001a).

Europäische Kommission, 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch. Brüssel: KOM (2001) 428 endgültig.

Weißbuch über das europäische Regieren

“Die Zivilgesellschaft spielt insofern eine wichtige Rolle, als sie den Belangen der Bürger eine Stimme verleiht und Dienste erbringt, die den Bedürfnissen der Bevölkerung entgegenkommen. […] Die Zivilgesellschaft betrachtet Europa mehr und mehr als eine gute Plattform für politische und gesellschaftliche Veränderungen. […] Dies bietet eine echte […] Chance, um die Bürger aktiver an der Verwirklichung der Unionsziele zu beteiligen und ihnen strukturierte Kanäle für Feedback, Kritik und Protest anzubieten.”

Es kann zu Schwierigkeiten kommen, weil es keine gemeinsame oder gar rechtliche Definition des Begriffs ‘organisierte Zivilgesellschaft’ gibt.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird im Absatz zuvor und im folgenden auf der nächsten Seite als Kommission (2002d) genannt.

Die Aussage, dass "es keine gemeinsame oder rechtliche Definition des Begriffs der organisierten Zivilgesellschaft" gibt, findet sich im Weißbuch selbst nicht, vgl. [60] oder auch [61]. Darin wird lediglich in Fußnote 9 für "[e]ine detailliertere Definition der organisierten Zivilgesellschaft" auf eine Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses von 1999 verwiesen.

Auch wenn man für die Sätze 2 und 3 des Fragments das Weißbuch selbst als Quelle annehmen wollte, würden einmal 17 und einmal 22 aufeinanderfolgende Wörter ohne Kenntlichmachung übernommen.


[36.] Dcl/Fragment 044 08

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 8-18
Quelle: Europäische Kommission 2002
Seite(n): 6, Zeilen: 9 ff., 106 ff.
Dazu zählen im Einzelnen: die so genannten Arbeitsmarktparteien (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände - auch "Sozialpartner"), Vertretungsorganisationen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, die nicht Sozialpartner im engeren Sinn sind (beispielsweise Verbraucherorganisationen); Nichtregierungsorganisationen, in denen Menschen gemeinsame Ziele verfolgen (Umweltorganisationen, Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtseinrichtungen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen); so genannte "Community-Based Organisations" [sic], also Organisationen, die aus der Mitte und von der Basis der Gesellschaft her entstehen und Mitglieder orientierte [sic] Ziele verfolgen, wie Jugendorganisationen, Familienverbände und alle Organisationen, über die die Bürger am Leben in den Kommunen teilnehmen können, sowie Religionsgemeinschaften (EWSA 1999: 33,34).

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss, 1999: Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Thema „Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk“. Brüssel: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften (1999/C 329/10), S. 30 - 38.

Er kann gleichwohl als Kurzformel benutzt werden, um eine Vielzahl von Organisationen zu bezeichnen, z.B. die Arbeitsmarktparteien (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände – auch “Sozialpartner”7 genannt); Vertretungsorganisationen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, die nicht Sozialpartner im engeren Sinn sind (beispielsweise Verbraucherorganisationen); NRO (Nichtregierungsorganisationen), in denen Menschen gemeinsame Ziele verfolgen (Umweltorganisationen, Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtseinrichtungen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen usw.); CBO ("community-based organisations"), also Organisationen, die aus der Mitte und von der Basis der Gesellschaft her entstehen und mitgliederorientierte Ziele verfolgen, z.B. Jugendorganisationen, Familienverbände und alle Organisationen, über die die Bürger am Leben in den Kommunen teilnehmen können, sowie Religionsgemeinschaften.8

7 [...]

8 Diese Auflistung entspricht der Analyse, die der Wirtschafts- und Sozialausschuss in seiner Stellungnahme zum Thema "Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk" entwickelt (ABl. C 329 vom 17. November 1999, S. 30).

Anmerkungen

In der von der Verf.in angegebenen Quelle EWSA (1999) finden sich die Inhalte zwar auch im Wortlaut sehr ähnlich, aber die Wörter "Gewerkschaften", "Arbeitgeberverbände" und "Verbraucherorganisationen" kommen dort nicht vor.

Da längere nicht kenntlich gemachte wörtliche Übernahmen vorliegen und die eigentliche Quelle lediglich auf der Vorseite genannt wird, Wertung als Verschleierung.


[37.] Dcl/Fragment 045 04

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 4-8
Quelle: Grupp 2005
Seite(n): 600, Zeilen: li. Sp. 41 ff., re. Sp. 1 f.
In gesellschaftspolitischen Zusammenhängen bezeichnet Partizipation die aktive und freiwillige Teilnahme einzelner oder organisierter Bürger mit dem Ziel, Entscheidungsprozesse und Handlungsabläufe vor allem staatlicher Organe kennen zu lernen, zu beeinflussen oder daran mitzuwirken (Mickel / Bergmann 2005).

Mickel, Wolfgang W. / Bergmann, Jan (Hrsg.), 2005: Handlexikon der Europäischen Union. Stuttgart: OMNIA Verlag, 3. Auflage.

Partizipation bezeichnet in gesellschaftspolitischem Zusammenhang die aktive Teilnahme einzelner oder organisierter Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel, Entscheidungsprozesse und Handlungsabläufe vor allem staatlicher Organe kennen zu lernen, zu beeinflussen oder daran mitzuwirken.
Anmerkungen

19 aufeinanderfolgende Wörter werden übernommen, jedoch nicht als Zitat kenntlich gemacht.

Der eigentliche Verfasser des Artikels "Partizipation" in dem Handlexikon dürfte Grupp sein (siehe die Anm. bei der Quelle).


[38.] Dcl/Fragment 045 14

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 14-17, 23-24, 25-27
Quelle: Schultze 2005
Seite(n): 675, 676, Zeilen: 675: re. Sp. 28 ff.; 676: li. Sp. 1 ff.
Alle Formen politischer Partizipation, die Bürger freiwillig, individuell oder kollektiv im Verbund mit anderen unternehmen, um politische Entscheidungen direkt oder indirekt zu ihren Gunsten zu beeinflussen, werden dabei als instrumentell oder zweckrational charakterisiert. [Bei dieser Form der Beteiligung steht die Berücksichtigung bestimmter Werte und die Durchsetzung von Interessen im Vordergrund, deren Adressaten die politischen Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems sind. Es handelt sich hierbei um einen Konfliktorientierten [sic] Partizipationsbegriff, der sich an rationalen Kosten-Nutzen-Erwägungen orientiert (Schultze 2005b; Kersting 2008; Trenz 2008).]

Im normativen Verständnis hingegen wird Partizipation nicht nur als Mittel zum Zweck eingestuft, sondern als Ziel [und Wert an sich, der für alle erstrebenswert ist und die Lebensqualität der Akteure erhöht (Pateman 1970).] Es geht dabei um die Selbstverwirklichung des Individuums im Prozess des direktdemokratischen gemeinsamen Handelns und um politisch-soziale Teilhabe in möglichst vielen Bereichen der Gesellschaft.


Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Schultze, Rainer-Olaf, 2005b: Partizipation. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 675 - 677.

Trenz, Hans-Jörg, 2008: European civil society: Between Participation, Representation and Discourse. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 53 - 76.

[Seite 675]

[Partizipation [...]]

1. Instrumentell bzw. zweckrational sind alle diejenigen Formen polit. Beteiligung, die Bürger freiwillig, individuell und/oder kollektiv im Verbund mit anderen unternehmen, um polit. Entscheidungen direkt oder indirekt zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Es geht um Teilnahme, Wertberücksichtigung und Interessendurchsetzung. Adressaten sind, zumal in den → Repräsentativen Demokratien und unter den Bedingungen der mass politics, die polit. Entscheidungsträger in Regierung/→ Bürokratie, → Parlament und → Parteien auf den verschiedenen Ebenen des → Politischen Systems. Im normativen Verständnis ist P. nicht nur Mittel zum Zweck, sondern auch Ziel und Wert an sich. Es geht nicht nur um Einflußnahme und Interessendurchsetzung, sondern um Selbst-

[Seite 676]

verwirklichung im Prozeß des direkt-demokratischen Zusammenhandelns und um polit.-soziale Teilhabe in möglichst vielen Bereichen der → Gesellschaft. Ein solcher normativer Begriff von P. ist konsensorientiert, kommunitär und expressiv, der instrumentelle Partizipationsbegriff, dem marktliberalen Rationalitätsverständnis eng verwandt, hingegen konfliktorientiert.

Anmerkungen

Der erste Satz wird größtenteils – 18 aufeinanderfolgende Wörter – wörtlich ohne Kenntlichmachung von Schultze (2005) übernommen, der als einer von drei Autoren referenziert wird. (Bzgl. der Referenzierung von Kersting (2008) könnte man an dessen Ausführungen zu den "Benefits" und Kosten von Partizipation auf S. 15 denken; ein Zusammenhang zu denjenigen von Trenz (2008) ist jedoch nicht ohne Weiteres ersichtlich, vgl. [62].)

Auch nach der Nennung von Schultze wird im nächsten Absatz weiter von diesem übernommen. Die in eckige Klammern gesetzten (Teil-)Sätze werden nicht als Plagiat gewertet. Die Pateman (1970) zugeschriebene Aussage stammt hierbei zum Teil auch aus der Quelle Kersting (2008), siehe Fragment 045 24, von dem auch in der Folge übernommen wird.


[39.] Dcl/Fragment 045 24

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 24-25, 27-31
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 14, 15, 20, Zeilen: 14: 34 ff.; 15: 1 f.; 20: 9 f.
[Im normativen Verständnis hingegen wird Partizipation nicht nur als Mittel zum Zweck eingestuft, sondern als Ziel und] Wert an sich, der für alle erstrebenswert ist und die Lebensqualität der Akteure erhöht (Pateman 1970). [...] Durch politische Partizipation kann demnach nicht nur die Verfolgung von Interessen, sondern auch Mündigkeit erreicht werden. Politische Partizipation im Sinne von Teilhabe und Teilnahme an Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen wird in diesem Verständnis als unverzichtbarer Bestandteil von Entwicklung betrachtet (Nohlen / Nuscheler 1982).

Nohlen, Dieter / Nuscheler, Franz (Hrsg.), 1995: [sic] Handbuch der Dritten Welt. Band 1: Grundprobleme - Theorien - Strategien. Bonn, [sic] 3. Auflage.

Pateman, Carole, 1970: Participation and Democratic Theory. London: [sic] Cambridge University Press.

[Seite 14]

Politische Beteiligung ist zudem ein Wert an sich, der für alle erstrebenswert ist, ebenso die Lebensqualität der Akteure erhöht (Pateman 1970).

[Seite 20]

Durch politische Partizipation gelingt nicht nur Verfolgung von Interessen, sondern auch Selbstverwirklichung und Mündigkeit.

[Seite 14]

Politische Partizipation im Sinne von Teilhabe und Teilnahme an Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen kann als unver-

[Seite 15]

zichtbarer Bestandteil von Entwicklung betrachtet werden (vgl. z.B. das „magische Fünfeck von Entwicklung“ in Nohlen/Nuscheler 1982: 62ff.).


Nohlen, Dieter/Nuscheler, Franz (Hg.): Handbuch Dritte Welt. Bonn [sic]

Pateman, Carole: Participation and Democratic Theory. London. [sic] 1970.

Anmerkungen

Kersting (2008) wird am Ende des vorigen Absatzes genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Der in eckige Klammern gesetzte Satzanfang und der nach der Nennung von Pateman (1970) folgende, hier nicht wiedergegebene Satz sind der Quelle Schultze (2005) entnommen, siehe Fragment 045 14.

Auffällig ist, dass die Verf.in im Haupttext für das Handbuch von Nohlen / Nuscheler ein anderes Erscheinungsjahr als im Literaturverzeichnis und ebenso wie die Quelle in Letzterem – entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus – keinen Verlag nennt. Eine 1995 erschienene Ausgabe dessen ersten Bandes ist jedoch in keinem der gängigen deutschen elektronischen (Verbund-)Kataloge nachweisbar. [63] In der Deutschen Nationalbibliothek findet sich in zeitlicher Approximation lediglich eine bei Dietz in Bonn erschienene 3. Aufl. von 1992 [64] und deren Nachdruck von 1993 [65].

Weiterhin ist Pateman (1970) bei Cambridge University Press in Cambridge und nicht in London erschienen. [66]

Nohlen / Nuscheler werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der betrachteten Dissertation nur dieser Stelle, Pateman wird – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch ein anderes Mal, ebenfalls in einem Plagiatskontext, erwähnt, siehe Fragment 046 02.


[40.] Dcl/Fragment 046 02

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 2-14
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 12, 14, 15, 17, Zeilen: 12: 3 ff.; 14: 14 ff.; 15: 10 ff.; 17: 11 ff.
[[...] und andererseits eine erhöhte Input-Legitimation herzustellen, indem das so genannte „Political Efficacy-Bewusstsein“ gesteigert wird (Kersting 2008: 14).] Darunter wird das subjektive Vertrauen in die Möglichkeit der Einflussnahme auf politische Entscheidungsprozesse verstanden, das die Beteiligungsbereitschaft erhöht (Pateman 1970).

Allerdings ist ebenso in Betracht zu ziehen, dass der bloße Einsatz von partizipativen Instrumenten nicht automatisch bessere Politikergebnisse und eine höhere Akzeptanz eines politischen Akteurs hervorruft, sondern, [sic] dass es vor allem einer besseren Qualifikation der zu Beteiligenden in Bezug auf deren Information, deren Gemeinsinn und deren tatsächlicher Kontrolle bedarf (Cooke / Khotari 2001). Von Bedeutung ist hier, dass das Ziel von Demokratisierung nicht allein in einer hohen Beteiligung liegen kann, sondern, [sic] dass es auch und vor allem darum geht, die Kompetenzen der Beteiligten zu erhöhen, um im Wege einer aufgeklärten Partizipation zu einer optimalen sachrationalen Entscheidung zu kommen (Bühlmann / Kriesi 2007). Es geht dabei um nachhaltige Gesellschafts- und Politikgestaltung, die zu einer stärkeren Demokratisierung führen kann (Dewey 1984 [sic]).


Bühlmann, Marc / Kriesi, Hanspeter, 2007: Political Participation Quantity versus Quality NCCR Democracy. [sic] University of Zurich.

Cooke, Bill / Khortari [sic], Uma (Hrsg.), 2001: Participation the new tyranny. [sic] London: Palgrave. [sic]

Dewey, John, 1984: [sic] Demokratie und Erziehung. Weinheim: Beltz.

Pateman, Carole, 1970: Participation and Democratic Theory. London: [sic] Cambridge University Press.

[Seite 14]

Political Efficacy beschreibt das subjektive Vertrauen in die Möglichkeit der Einflussnahme auf politische Entscheidungsprozesse (Pateman 1970). Dieses steigert die Input-Legitimation des politischen Systems und bewirkt gleichzeitig eine erhöhte Beteiligungsbereitschaft.

[Seite 17]

[[...] (zur Partizipation als moralischer Imperativ der Reformation s. Cooke/Khortari [sic] 2001).] [...] Der bloße Einsatz von partizipativen Instrumenten bewirke nicht automatisch eine höhere Effektivität d.h. bessere Policy-Outputs sowie eine höhere Akzeptanz (better planning, monitoring, evaluation, investigation, training and action) und ein Empowerment, das vor allem einer besseren Qualifikation (better informed, sense of commitent [sic], giving people control) bedarf.

[Seite 15]

Demnach liegt das Ziel von Demokratisierung nicht allein in einer hohen Beteiligung. Ziel muss es vielmehr auch sein, die Kompetenzen der Beteiligten zu erhöhen, um hierüber zu einer optimalen sachrationalen Entscheidung zu kommen (Bühlmann/Kriesi 2007).

[Seite 12]

Damit folgt der Aufbau des Bandes einer Logik der Intensivierung der Partizipationsformen hin zu nachhaltiger Gesellschafts- und Politikgestaltung. Verfahren und Instrumente der Partizipation werden hier nicht nur als „Transporteure“ neuen Wissens, neuer Politikinhalte oder Reformprozesse gesehen, sondern als performative Praxen, die in der Praxis Demokratisierung lebbar machen und dadurch „Demokratie als Erfahrung“ (Dewey 1984 [sic]) in Existenz bringen.


Bühlmann, Marc/Kriesi, Hanspeter: Political Participation Quantity versus Quality NCCR Democracy University of Zurich. [sic] 2007

Cooke, Bill/Khortari [sic], Uma (Hg.): Participation the new tyranny. [sic] London: Palgrave. [sic] 2001

Dewey, John: Demokratie und Erziehung. Weinheim: Beltz. 1984 [sic]

Pateman, Carole: Participation and Democratic Theory. London. [sic] 1970.

Anmerkungen

Übernahme mitsamt vier Referenzen. (Der in eckige Klammern gesetzte Halbsatz ganz oben wird nicht als Plagiat gewertet.)

Der Titel Bühlmann / Kriesi (2007) kann bei Kersting (2008) und mit ihm bei der Verf.in in der vorliegenden Form nicht korrekt wiedergegeben sein; es handelt sich wohl um dieses, vermutlich am (ehemaligen) National Center of Competence in Research (NCCR) Democracy der Universität Zürich entstandene Paper:

Political Participation. Quantity versus Quality. Submitted to European Journal of Political Research.
       Accepted for revision (together with Hanspeter Kriesi). [67]

Bzgl. der Referenzierung von Cooke / Khotari ist anzumerken, dass

  • die Quelle Kersting (2008) sich hier nur bzgl. der "Partizipation als moralischer Imperativ der Reformation" auf diesen Sammelband zu beziehen scheint,
  • die Mitherausgeberin Khotari und nicht "Khortari" heißt,
  • der Titel Participation: the new Tyranny? lautet und
  • das Werk nicht bei Palgrave, sondern bei Zed Books erschienen ist. [68]

Bzgl. der Referenzierung von Dewey ist anzumerken, dass

  • eine 1984 erschienene Ausgabe von Demokratie und Erziehung in keinem der gängigen deutschen elektronischen (Verbund-)Kataloge nachweisbar ist. [69] In der Deutschen Nationalbibliothek findet sich in zeitlicher Approximation lediglich eine bei Westermann erschienene 3. Aufl. von 1964 [70] und deren bei Beltz erschienener Nachdruck von 1993 [71];
  • Kersting auf S. 14 wörtlich einen englischsprachigen Text zitiert, den er mit "Dewey (1984)" referenziert. Die Verf.in scheint bei der Übernahme der Literaturangabe zu übersehen, dass dies nicht zu dem im Literaturverzeichnis Kerstings als verwendet angegebenen deutschsprachigen Titel Deweys passt; und
  • in der Quelle diesem nur der Begriff "'Demokratie als Erfahrung'" zugeschrieben werden zu scheint, nicht jedoch der der "nachhaltige[n] Gesellschafts- und Politikgestaltung".

Weiterhin referiert die Verf.in hier anscheinend nicht ihre eigene, sondern Kerstings Rezeption des englischsprachigen Titels Pateman (1970). Dieser ist zudem bei Cambridge University Press in Cambridge und nicht in London erschienen. [72]

Cooke / Khotari, Dewey und Pateman werden – abgesehen vom Lteraturverzeichnis – in der betrachteten Dissertation jeweils nur noch einmal an anderer Stelle – und jeweils in einem Plagiatskontext – erwähnt, siehe Fragment 063 09, Fragment 013 30 und Fragment 045 24; Bühlmann / Kriesi – wieder abgesehen vom Lteraturverzeichnis – ebenfalls nur noch einmal in einem Kontext, in dem eine willkürliche Referenzierung naheliegt, siehe Fragment 064 16 (keine Wertung).


[41.] Dcl/Fragment 046 28

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 28-31
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 14, Zeilen: 18-21
Die politische Inklusion breiter Teile der Bevölkerung in politische Systeme sowohl auf nationaler, [sic] als auch auf europäischer Ebene, [sic] erfolgt vor allem über den Wahlakt, der meist die Basis für politisches Engagement bildet und durch neue direkte Beteiligungsmuster erweitert wird (Barnes / Kaase u.a. 1979).

Barnes, Samuel H. / Kaase, Max u.a., 1979: Political Action. Mass Participation in Five Western Democracies. Beverly Hills und London: Sage.

Die politische Inklusion breiter Teile der Bevölkerung in das politische System erfolgt vor allem über den Wahlakt. Er bildet zumeist noch die Basis für politisches Engagement (Barnes/Kaase u. a. 1979), auch wenn neue direkte Beteiligungsmuster das Handlungsrepertoire erweitern.

Barnes, Samuel H./Kaase, Max u.a.: Political action. Beverly Hills: Sage. 1979

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Referenz, die anders als in der Quelle verwendet wird.

Bei der unwesentlichen Ergänzung im ersten Teil des Satzes ("sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene,"), die sie ähnlich auch z. B. in Fragment 013 30 vornimmt, setzt die Verf.in zwei fehlerhafte Kommas.

Da Kersting (2008) im nächsten Absatz genannt wird, Wertung als Bauernopfer.


[42.] Dcl/Fragment 047 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 20-23, 25-34
Quelle: Trenz 2005
Seite(n): 62, 63, Zeilen: 62: 22 ff.; 63: 1 ff.
Die Teilhabe der Zivilgesellschaft an europäischer Politik als legitimes Gegenüber von Herrschaft setzt allerdings voraus, dass es europäische Opportunitätsstrukturen für die Mobilisierung kollektiven Handelns gibt (Marks / McAdam 1999).

[In Bezug auf die Entwicklung der Partizipation auf europäischer Ebene werden in der Literatur drei Phänomene beschrieben.] Zum einen wird statt spontaner Selbstorganisation der Zivilgesellschaft, die Fremdorganisation durch politische Institutionen beobachtet, die Partner und Verbündete für die Teilnahme am Regierungsprozess suchen, diese aber aufgrund der mangelnden Aufmerksamkeit der Zielgruppe nur unzureichend finden (Marks / McAdam 1999). Zum zweiten zeigt sich die Entwicklung eines breiten Lobbyismus verbunden mit einer erhöhten Kooperationsbereitschaft der beteiligten Akteure, mit dem Ziel, Zugang zu Informationen zu erhalten und eigene Interessen durchzusetzen (Gerhards 1993; Trenz 2001). Zum dritten offenbart sich die Herausbildung eines supranational geschlossenen Handlungsfeldes einer eindimensionalen Zivilgesellschaft, die sich nicht mit den nationalen, regionalen und lokalen Ebenen vernetzt und rückbindet (Eder / Trenz 2003).


Eder, Klaus / Trenz, Hans-Jörg, 2003: The Making of a European Public Space: An Inquiry into Relating Supranational Politics and Transnational Spaces of Communication. [sic] The Case of Justice and Home Affairs. In: Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Linking EU and National Governance. Oxford: Oxford University Press, S. 111 - 134.

Gerhards, Jürgen, 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 22, S. 96 - 110.

Marks, Gary / McAdam, Doug, 1999: On the Relationship of Political Opportunities to the Form of Collective Action. The Case of the European Union. In: Della Porta, Donatella / Kriesi, Hanspeter / Rucht, Dieter (Hrsg.): Social Movements in a Globalizing World. London: [sic] Macmillan Press, S. 97 - 111.

Trenz, Hans-Jörg, 2001: Protestmobilisierung in Netzwerken. Revitalisierung oder Selbstblockade zivilgesellschaftlicher Protestformen in der EU? In: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, 14, 87 - 98.

[Seite 62]

[...] Sobald sie erfolgt, wird die Zivilgesellschaft zum legitimen Gegenüber von Herrschaft, die ihre Anerkennung und Teilhabe einfordert.

Die Merkmale organisierter Zivilgesellschaft in der EU sind an die Spezifika einer emergenten europäischen Opportunitätsstruktur für die Mobilisierung kollektiven Handelns gebunden (Marks/McAdam 1999). [In Anpassung an die Struktureigenschaften des Regierens im europäischen Mehrebenensystem vollzieht sich der Wandel zivilgesellschaftlicher Organisations- und Aktionsformen in folgende Richtung:]

1)   Statt spontaner Selbstorganisation beobachten wir in der EU häufig die Fremdorganisation von Zivilgesellschaft durch politische Institutionen auf der Suche nach potentiellen Partnern und Verbündeten. [...]

[Seite 63]

[...] Von oben geschaffene Gelegenheitsstrukturen für Partnerschaft und Teilnahme am Regierungsprozess warten vielfach noch darauf, von unten besetzt zu werden (Marks/McAdam 1999: 103). Es kommt zu einem Ungleichgewicht zwischen erhöhtem Angebot zur Partizipation und knapper Nachfrage bei hohem Risiko eines Werteverlusts zivilgesellschaftlicher Organisationsformen infolge der andauernden Nichtaufmerksamkeit des Publikums.
2)   Statt lautem Protest beobachten wir in der EU eher einen stillen Lobbyismus und eine erhöhte Kooperationsbereitschaft der beteiligten Akteure (Gerhards 1993). [...] Außerinstitutionelle Akteure sind gleichfalls auf die Zusammenarbeit mit den Institutionen angewiesen, um überhaupt Zugang zu Informationen zu erhalten und vermeiden es, die Verantwortlichen durch nicht-kooperatives Verhalten vor den Kopf zu stoßen (Trenz 2001a: 90).
3)   Statt Transnationalität der zivilgesellschaftlichen Organisationsformen und Mehrebenenmobilisierung („think globally-act locally“) fördert die EU eher die Herausbildung eines supranational geschlossenen Handlungsfeldes, das zwar in sich zunehmend plural angelegt ist, dabei aber mit spezifischen Vermittlungsproblemen und Defiziten im vertikalen Networking zwischen den Ebenen zu kämpfen hat. [...] Die bestehenden Organisations- und Handlungsvernetzungen zwischen den Initiativen vor Ort suchen dabei nur in Ausnahmefällen den Kontakt zur europäischen Ebene (Trenz 2001b; Eder/Trenz 2003).

Die Eindimensionalität der Organisation europäischer Zivilgesellschaft als ein Handlungsgefüge mit vornehmlich supranationalem Wirkungsbereich und fehlender nationaler und subnationaler Rückbindung vermag aus der Perspektive aller Beteiligten noch keine befriedigende Lösung des vielbeklagten europäischen Demokratiedefizits herbeizuführen.


Eder, Klaus/Trenz, Hans-Jörg 2003: The Making of a European Public Space: An Inquiry into Relating Supranational Politics and Transnational Spaces of Communication. [sic] The Case of Justice and Home Affairs, in: Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), Linking EU and National Governance, Oxford: Oxford University Press, 111-134.

Gerhards, Jürgen 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Zeitschrift für Soziologie, 22, 96-110.

Marks, Gary/McAdam, Doug 1999: On the Relationship of Political Opportunities to the Form of Collective Action. The Case of the European Union, in: Della Porta, Donatella/Kriesi, Hanspeter/Rucht, Dieter (Hrsg.), Social Movements in a Globalizing World, London: [sic] Macmillan Press, 97-111.

Trenz, Hans-Jörg 2001a: Protestmobilisierung in Netzwerken. Revitalisierung oder Selbstblockade zivilgesellschaftlicher Protestformen in der EU?, in: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, 14, 87-98.

Trenz, Hans-Jörg 2001b: Global Denken - Lokal Handeln. Zur Mobilisierungslogik von Migranteninteressen in Europa, in: Klein, Ansgar/Koopmans, Ruud/Geiling, Heiko (Hrsg.), Politische Partizipation und Protestmobilisierung im Zeitalter der Globalisierung. Opladen: Leske + Budrich, 179-205.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle, aus der die Verf.in umformulierend und komprimierend übernimmt, wird nicht genannt. Signifikant ist insbsd. die identische Formulierung "die Herausbildung eines supranational geschlossenen Handlungsfeldes".

Mit Trenz (2001) gibt es ebenfalls inhaltliche Parallelen, jedoch in geringerem Maße; bei diesen ist zudem das Maß an wörtlicher Übereinstimmung i. d. R. auch geringer.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der vollständige Titel des Aufsatzes von Eder / Trenz (2003) The Making of a European Public Space: The Case of Justice and Home Affairs lautet. [73] Wie Trenz (2005) – und mit ihm die Verf.in – auf dessen vorgeblichen Bestandteil "An Inquiry into Relating Supranational Politics and Transnational Spaces of Communication." kommt, ist schwer verständlich;
  • der von Della Porta et al. (1999) herausgegebene Sammelband bei Macmillan in Basingstoke und nicht in London erschienen ist. [74]

Vier der fünf Referenzen werden ebenfalls übernommen. In der betrachteten Arbeit werden von diesen Eder / Trenz (2003), Marks / McAdam (1999) und Trenz (2001) – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Der in eckige Klammern gesetzte zweite Satz im linken Teil der Synopse wird nicht als Plagiat gewertet.


[43.] Dcl/Fragment 048 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 1-3
Quelle: Neller van Deth 2006
Seite(n): 38, Zeilen: li. Sp. 22 ff.
[Die Folge ist, dass in allen Ländern der Europäischen Union ein weit verbreitetes Desinteresse an Politik im] Allgemeinen und an der europäischen Politik im Besonderen, sowie ein Grad an politischer Aktivität, der sich im Wesentlichen auf die Teilnahme an Wahlen beschränkt (Kaase 1997, Kersting 2004) das Gesellschaftsbild prägen.

Kaase, Max, 1997: Vergleichende Partizipationsforschung. [sic] In: Berg-Schlosser, Dirk / Müller-Rommel, Ferdinand (Hrsg.): Vergleichende Politikwissenschaft. Ein einführendes Handbuch. Opladen: Leske+Budrich, S.159 - 174.

Kersting, Norbert, 2004: Die Zukunft der lokalen Demokratie. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

Die Analyse der Daten des European Social Survey bestätigt Befunde zum politischen Engagement, die sich bereits in vielen empirischen Studien gezeigt haben: Desinteresse an der Politik und ein Grad an politischer Aktivität, der sich im Wesentlichen auf die Teilnahme an nationalen Wahlen beschränkt, sind typische Phänomene moderner Gesellschaften und in allen europäischen Ländern zu finden.
Anmerkungen

Bei Kaase (1997) heißt es auf S. 159, allerdings in Bezug auf die Vergangenheit und nicht die Gegenwart:

"Fünfzehn bis zwanzig Jahre benötigten die westlichen Demokratien, um den Schock und die Folgen des Zweiten Weltkrieges zu verarbeiten und abzuschütteln. [...] Die politischen Geschäfte überließ der Bürger Politikern und Experten; seine Einbindung in das politische Gemeinwesen beschränkte sich ganz überwiegend auf die Teilnahme an Wahlen und, in Grenzen, auf das Zurkenntnisnehmen dessen, was in der Politik geschah, aus den Massenmedien."

Dennoch stimmen mit diesem Wortlaut lediglich 5, mit dem bei Neller / van Deth (2006) aber 13 aufeinanderfolgende Wörter überein; bei Kersting (2004) findet sich ein den Ausführungen der Verf.in ähnelnder Wortlaut nirgends (auch wenn im Text an verschiedenen Stellen von Wahlen bzw. Desinteresse an lokaler Politik die Rede ist).

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • die Abhandlung von Kaase im Original Vergleichende Politische Partizipationsforschung betitelt und
  • das Werk von Kersting bei Campus in Frankfurt (Main) und New York erschienen ist [75].

Der letztere Titel wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle angeführt.

(Der Satz der Verf.in beginnt bereits auf S. 47 unten.)


[44.] Dcl/Fragment 048 11

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 11-14
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 17, Zeilen: 18 ff.
Daher wird häufig argumentiert, dass die Teilnehmer in dialogischen Prozessen nicht die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen haben und aufgrund mangelnder politischer Verantwortung keinen Gemeinsinn entwickeln, deshalb Partikularinteressen bedienen und suboptimale Entscheidungen treffen (Kersting 2008).

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Das grundsätzliche Standardargument konstatiert, dass die Teilnehmer in dialogischen Prozessen nicht die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen haben und zudem aufgrund mangelnder (politischer) Verantwortung keinen Gemeinsinn entwickeln und deshalb Partikularinteressen bedienen und suboptimale Entscheidungen treffen.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, die Wörtlichkeit der Wiedergabe jedoch nicht kenntlich gemacht.

Es werden einmal 14 und zweimal je 7 aufeinanderfolgende Wörter übernommen.


[45.] Dcl/Fragment 048 15

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 15-17
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 86, Zeilen: 30 ff.
Dennoch ist mit dem Aufkommen der Legitimationsdebatte in den 1990er Jahren auch das normative Potenzial zivilgesellschaftlicher Beteiligung in den europäischen Institutionen stärker thematisiert worden. Erst mit dem Aufkommen der Legitimationsdebatte in den 1990er Jahren ist auch das normative Potential zivilgesellschaftlicher Beteiligung in den europäischen Institutionen thematisiert worden, nicht zuletzt im Weißbuch Europäisches Regieren, in dem sich die Europäische Union ausdrücklich einer verstärkten Einbindung der Zivilgesellschaft verschrieben hat (Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001).15

15 [...]


Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001: Europäisches Regieren: Ein Weißbuch, Dokument KOM (2001) 428, Brüssel v. 25. Juli.

Anmerkungen

Die Quelle wird erst im übernächsten Absatz auf der Folgeseite (als "Nanz / Steffens 2005") genannt, daher Wertung als Verschleierung.

Eine erweiterte Form dieser Übernahme findet sich auf S. 30, siehe Fragment 030 09.


[46.] Dcl/Fragment 049 20

ÜbersetzungsPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 20-24
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 14, Zeilen: 3 ff.
In der Literatur wird diskutiert, ob es realistisch ist, durch Bürgerbeteiligung Demokratieförderung in der EU zu erreichen und wie diese umzusetzen wäre, in einer generellen Offenheit und inklusivem Regierungshandeln oder in einer funktionalen Konzeption, bei der beteiligte Akteure und Institutionen nicht nur ihre Präferenzen äußern, sondern auch einen Beitrag zum Regierungshandeln leisten (Moravcsik 2006; Kohler-Koch / Finke 2007).

Kohler-Koch, Beate / Finke, Barbara, 2007: The Institutional Shaping of EU-Society Relations: A Contribution to Democracy via Participation? In: Journal of Civil Society. 3 (3): 205 - 221.

Moravcsik, Andrew, 2006: What Can We Learn from the Collapse of European [sic] Constitutional Project? Politische Vierteljahreszeitschrift [sic] 47 (2): 219 - 241.

However, it has remained controversial whether it is realistic to expect citizens’ participation in EU democratic polity building (Moravcsik 2006) and how to enact it in procedural terms; whether a principled conception of participation would be sufficient according to which the openness and inclusiveness of government is a sufficient indicator of the democratic quality of the participatory process; or whether a functional conception requires participation to amount to more than preference aggregation and also add an epistemic value to government and governance on the basis of good reasons and justifications provided by the participating actors and institutions (Kohler-Koch and Finke 2007).

Kohler-Koch, B. and Finke, B. (2007) ‘The Institutional Shaping of EU-Society Relations: A Contribution to Democracy via Participation?’, Journal of Civil Society, 3(3): 205-221.

Moravcsik, A. (2006) ‘What Can We Learn from the Collapse of the European Constitutional Project?’, Politische Vierteljahresschrift 47(2): 219-241.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Kohler-Koch / Finke (2007) und Moravcsik (2006) werden in der betrachteten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt. Bei der Übernahme des letzteren Titels unterlaufen der Verf.in zwei Fehler.


[47.] Dcl/Fragment 050 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 20-29
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 21, 22, Zeilen: 21: 1 ff.; 22: 1 f.
Grundsätzlich ist politische Beteiligung am Entscheidungsfindungsprozess von bloßem bürgerschaftlichen Engagement zu unterscheiden. Das bürgerschaftliche Engagement impliziert die Beteiligung als Gemeinwohl orientierte Selbsthilfe in privatisierten, selbstverantwortlichen Organisationen wie Vereinen oder Nutzerbeiräten, die nicht staatlich organisiert sind (Holtkamp u.a. 2006).

Des Weiteren kann zwischen indirekter und direkter Partizipation unterschieden werden. Der größte Teil der Beteiligungsinstrumente am politischen Prozess ist indirekt und Personen orientiert. Gewählte Repräsentanten vertreten hierbei die Bürgermeinung, wobei der Einfluss der Bürger auf diese Repräsentanten nach der Wahl weitgehend verloren geht (Lipset 1960).


Holtkamp, Lars et. [sic] al., 2006: Kooperative Demokratie. Frankfurt/Main: Campus.

Lipset, Seymor M., 1960: Political Man. The Social Bases of Politics. New York: [sic] Doubleday, Garden City.

Im Folgenden soll anhand von Gegensatzpaaren die Spannbreite politischer Partizipation beschrieben werden.

Politische Partizipation – Bürgerschaftliches Engagement

Politische Partizipation beinhaltet die Beteiligung an der Entscheidungsfindung. Seit dem Ende der neunziger Jahre wird im Reformdiskurs unter dem Sammelbegriff „Bürgerschaftliches Engagement“ hierunter weniger die Beteiligung an der Entscheidungsfindung [sic] sondern eher gemeinwohlorientierte Selbsthilfe verstanden (Holtkamp u.a. 2006). Bestenfalls handelt es sich um Beteiligung in Nutzerbeiräten ausgelagerter, d.h. im weiteren Sinne privatisierter, selbstverantwortlicher Organisationen, wie z.B. Schwimmvereinen etc. [Selbsthilfe beschreibt somit Aktivitäten, die bei begrenzter staatlicher Fremdhilfe, [sic] auf der Basis eigenen Engagements gemeinwohlorientiert und nicht primär individuell ausgerichtet sind.]

Indirekt, repräsentativ – Direkt, themenorientiert

Indirekte, personenorientierte Beteiligung am politischen Prozess macht den Hauptanteil der Partizipationsformen aus. Zumeist sind es „Advokaten“, die die Bürgermeinung repräsentieren sollen. Dabei geht bei der indirekten Beteiligung der Einfluss auf den Repräsentanten nach dessen Wahl weitestgehend verloren.

[Seite 22]

Dieser wird nur durch die Möglichkeit der Abwahl nach der Amtsperiode kontrolliert (s. Lipset 1960).


Holtkamp, Lars et al.: Kooperative Demokratie. Frankfurt: Campus. 2006

Lipset, Seymor M.: Political Man. The Social Base [sic] of Politics. Garden City. 1960.

Anmerkungen

Kersting (2008) dient hier als Vorlage – von der sie im Wortlaut auch abweicht – für die Ausführungen der Verf.in.

Weiterhin korrigiert sie zwar bei dem Titel Lipset (1960) [76] "Base" richtigerweise zu "Bases", erschienen ist das Buch aber nicht bei Doubleday in (der Stadt) New York, vielmehr befand sich der Verlag in Garden City (im US-Bundesstaat New York) – was so aus ihrer bibliografischen Angabe nicht hervorgeht. Bei Holtkamp et al. (2006) [77] fehlt wiederum New York als zweiter Verlagsort sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[48.] Dcl/Fragment 051 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1-8
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 22, 23, Zeilen: 22: 3 ff., 28 ff.; 23: 1 ff.
[Direkte Beteiligungsmöglichkeiten hingegen sind eher themenorientiert und beinhalten die] tatsächliche Vertretung der Bevölkerung durch Repräsentanten, auf die die Bürger auch nach deren Auswahl noch Einfluss ausüben können (Schiller / Mittendorf 2002).

Die Unterscheidung zwischen mobilisierter und spontaner Partizipation beinhaltet, dass im repräsentativen politischen System Privatpersonen im Wege einer institutionalisierten und inszenierten Beteiligung legale Handlungen unternehmen, die dem Zweck dienen, die Auswahl des politischen Führungspersonals oder dessen Aktivitäten zu beeinflussen (Verba / Nie 1972). Deren Gegensatz ist die spontane intrinsisch motivierte Beteiligung (Asher / Richardson 1984 [sic]).


Asher, Herbert A. [sic] / Richardson, Bradley M., 1984: [sic] Political Participation. Frankfurt: Campus Verlag. [sic]

Schiller, Theo / Mittendorf, Volker (Hrsg.), 2002: Direkte Demokratie. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Verba, Sidney / Nie, Norman H., 1972: Participation in America. Political democracy and social equality. New York: Harper and Row.

[Seite 22]

Direkte, themenorientierte Einwirkungsmöglichkeiten beinhalten dabei durchaus auch die Vertretung der Bevölkerung durch Advokaten. Im Gegensatz zu indirekten Formen besitzen die Bürger jedoch nach der Auswahl der Repräsentanten weiteren Einfluss auf deren Einwirken, wie es z.B. in Bürgerinitiativen etc. zumeist der Fall ist (s. Schiller/Mittendorf 2002). [...]

[...]

Mobilisierte Partizipation – spontane Partizipation

Politische Partizipation beinhaltet „die legalen Handlungen von Privatpersonen, die mehr oder weniger ausdrücklich dem Zweck dienen, die Auswahl des politischen Führungspersonals oder dessen Aktivitäten zu beeinflussen“ (Verba/Nie 1972: 2f.). Diese Definition rückt Beteiligung im repräsentativen politischen System in den Vordergrund. Deutlich wird auch, dass sich die Partizipationsforschung seit den sechziger Jahren von institutionellen Erklärungsansätzen, die vor

[Seite 23]

allem Möglichkeiten einer „top down“ Mobilisierung [sic] berücksichtigten, abwendet (vgl. Asher/Richardson 1984 [sic]) und auf intrinsisch motivierte Beteiligung setzt. Erst in den neunziger Jahren wird die inszenierte Beteiligung neu entwickelt.


Asher, H.A. [sic]/Richardson, B.M., 1984: [sic] Political Participation. Frankfurt [sic]

Schiller, Theo/Mittendorf, Volker (Hg.) 2002: Direkte Demokratie. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Verba, Sidney/Nie, Norman H.: Participation in America. Political democracy and social equality. New York: Harper and Row. 1972

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Neben wörtlichen Übernahmen von Teilen des Textes der Quelle – das Zitat von Verba / Nie (1972), aus dem 13 aufeinanderfolgende Wörter übernommen werden, kann sich bei den Autoren in dieser Form nicht finden, da es sich um einen englischsprachigen Text handelt – dient Kersting (2008) hier auch als "Steinbruch" für die Ausführungen der Verf.in.

Bemerkenswert scheint in diesem Zusammenhang, dass "Asher/Richardson 1984" von Kersting für eine "intrinsisch motivierte Beteiligung" dem Wortlaut nach nicht referenziert werden.

Bei letzterem Titel fehlt zudem sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in die Angabe von Herbert F. Weisberg als drittem Co-Autor sowie von New York als zweitem Verlagsort. Auch das Initial des zweiten Vornamens von Herbert Bernard Asher ist in beiden Fällen fehlerhaft. [78]


[49.] Dcl/Fragment 051 26

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 26-34
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 24, Zeilen: 22 ff.
Die Typologisierung in verfasste und unverfasste Partizipation geht in eine ähnliche Richtung und orientiert sich am Formalisierungsgrad von Beteiligung. Unter verfasster Beteiligung werden Partizipationsformen verstanden, die durch die Verfassungsordnung oder spezielle gesetzliche Bestimmungen explizit vorgesehen und institutionalisiert sind und damit auch einen größeren Einfluss auf die politische Willensbildung haben, weil sie durch die jeweiligen Administrationen berücksichtigt werden müssen. Je nach konstitutioneller Verankerung gehören dazu Wahlen, Parteimitgliedschaften, Anhörungen, Beiräte, das Petitionsrecht oder Bürger- und Volksentscheide und Referenden. Unverfasste Partizipationsformen umfassen beispielsweise das Engagement bei Protestaktionen, die Mitarbeit in Bürgerinitiativen und [(neuen) sozialen Bewegungen, die Beteiligung an Demonstrationen oder die Mitgliedschaft in bestimmten repräsentativen Interessenvertretungen (Buse / Nelles 1975).]

Buse, Michael / Nelles, Wilfried, 1975: Formen und Bedingungen der Partizipation im politisch-administrativen Bereich. In: Aleman [sic], Ulrich (Hrsg.): Partizipation, Demokratisierung, Mitbestimmung. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Verfasst – nicht verfasst

Diese Unterscheidung basiert auf dem Niveau der Institutionalisierung, d.h. dem Formalisierungsgrad. Nicht verfasste Partizipationsformen umfassen nach Buse und Nelles (1975) Engagement bei Protestaktionen, in Bürgerinitiativen sowie advokatorische Interessenvertretung durch Stadtteilbeiräte, Interessengruppen/Verbände, Bürgerforen, Gemeindearbeit etc. Verfasste Beteiligung besteht entsprechend der jeweiligen konstitutionellen Verankerung aus Wahlen, Parteimitgliedschaft, Anhörungen, Beiräten, Stadtteilräten, Petitionen, sowie in der Beteiligung an Bürger-/Volksbegehren, Bürger-/Volksentscheiden. Verfassungsmäßig abgesicherte Partizipation besitzt nach Buse und Nelles (1975) stärkeren Einfluss in der politischen Willensbildung. Das größere Schwergewicht verfasster Aktionen liegt in der Notwendigkeit der Berücksichtigung vor allem durch die Administration.


Buse, M.J./Nelles, W.,: Formen und Bedingungen der Partizipation im politisch-administrativen Bereich. In: Alemann [sic], U. (Hg.) 1975: Partizipation, Demokratisierung, Mitbestimmung. Opladen

Anmerkungen

Kersting (2008) wird am Ende des vorigen Absatzes und für den nach der Referenzierung von Buse / Nelles (1975) folgenden Satz als Referenz genannt.

Der einzige inhaltliche Beitrag der Verf.in im Vgl. zu Kersting ist die Nennung von "Referenden" als eine Form verfasster und Mitarbeit in "(neuen) sozialen Bewegungen" sowie "die Beteiligung an Demonstrationen" als Formen unverfasster Partizipation. Der Begriff "Referendum" kommt so oder in einer abgeleiteten Form bei Buse / Nelles nicht vor.

Auffällig ist, dass die Verf.in ebenso wie ihre Quelle abweichend vom bibliografischen Standard keine Seitenzahl für deren Abhandlung, die sich auf S. 41-111 findet, nennt; im Original lautet diese "Formen und Bedingungen der Partizipation im politisch/administrativen Bereich". Der Originaltitel des Sammelbandes, der von Ulrich von Alemann herausgegeben wurde, lautet "Partizipation – Demokratisierung – Mitbestimmung".


[50.] Dcl/Fragment 052 14

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 14-18
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 25, Zeilen: 11 ff.
[In der Literatur findet sich ebenso die Unterscheidung zwischen der Beteiligung im lokalen und im nationalen Bereich.] Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich im lokalen Bereich mehr Einflussmöglichkeiten für Bürger und Organisationen der Zivilgesellschaft finden lassen, weil lokale Partizipationsangebote direkt erfahrbar sind. Eine lokale administrative Planung ohne Bürgerbeteiligung wird als Mangel im demokratischen Prozess gesehen (Buse / Nelles 1975).

Buse, Michael / Nelles, Wilfried, 1975: Formen und Bedingungen der Partizipation im politisch-administrativen Bereich. In: Aleman [sic], Ulrich (Hrsg.): Partizipation, Demokratisierung, Mitbestimmung. Opladen: Westdeutscher Verlag.

National – Lokal [sic]

Im lokalen Bereich lassen sich vermehrte Einflussmöglichkeiten für die Bürger finden. Lokale Politik umfasst trotz oft eingeschränkter Autonomie die Mehrzahl der Partizipationsangebote, da sie „direkter erfahrbar“, aber zumeist kaum „überschaubar“ ist (Buse/Nelles 1975: 61). [So werden die lokalen Kommunen häufig als Testfeld für alternative politische Konzepte herangezogen.] Eine lokale administrative Planung ohne Beteiligung der Bürger wird als Kümmerform des demokratischen Prozesses und eine ernstzunehmende Ineffizienzquelle gesehen.


Buse, M.J./Nelles, W.,: Formen und Bedingungen der Partizipation im politisch-administrativen Bereich. In: Alemann [sic], U. (Hg.) 1975: Partizipation, Demokratisierung, Mitbestimmung. Opladen

Anmerkungen

Kersting (2008) wird am Ende des Absatzes – nach der Referenzierung von Buse / Nelles (1975) – genannt.

Der in eckige Klammern gesetzte erste Satz wird nicht als Plagiat gewertet. Im folgenden ergänzt die Verf.in "Organisationen der Zivilgesellschaft"; der Begriff "Zivilgesellschaft" kommt bei Buse / Nelles an keiner Stelle vor.

Auffällig ist, dass sie ebenso wie ihre Quelle abweichend vom bibliografischen Standard keine Seitenzahl für deren Abhandlung, die sich auf S. 41-111 findet, nennt; im Original lautet diese "Formen und Bedingungen der Partizipation im politisch/administrativen Bereich". Der Originaltitel des Sammelbandes, der von Ulrich von Alemann herausgegeben wurde, lautet "Partizipation – Demokratisierung – Mitbestimmung".


[51.] Dcl/Fragment 052 25

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 25-28
Quelle: Faust 2002
Seite(n): 277, Zeilen: mittl. Sp.: letzte Zeile, re. Sp.: 1 ff. u. 9 ff.
[Eine auf individuelle, partikulare oder kollektive Interessen bezogene Unterscheidung gliedert in individuelle und kollektive Beteiligungsformen (Olson 1968; [sic] Pattie / Seyd / Whiteley 2003).] Bei den kollektiven Beteiligungsformen bilden sich in modernen und sozial ausdifferenzierten Gemeinschaften Interessengruppen, mit dem Ziel, für ihre Mitglieder kollektive Güter zu beschaffen, wie beispielsweise Gewerkschaften, Unternehmerverbände oder paramilitärische Gruppen. [Diese kollektiven Interessengruppen verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten, ihr Ziel zu erreichen und berücksichtigen in der Regel die Interessen aller Teilnehmer oder spezielle Organisationsinteressen, die nicht zwangsläufig die originären Einzelinteressen widerspiegeln (Olson 1968 [sic]).]

[Olson, Mancur, 1968: [sic] The Logic of Collective Action. Public Goods and the Theory of Groups. Cambridge: Harvard University Press.

Patti [sic], Charles / Seyd, Patrick / Whiteley, Paul, 2003: Citizenship and Civic Engagement: Attitudes and Behaviour in Britain. In: Political Studies, Nr. 3, Jg.: 51, S. 443 - 468.]

[In „The Logic of Collective Action“ (1965) legt Olson die Grundlage für eine Theorie der Organisation sozialer Interessen.] In modernen und sozial ausdifferenzierten Gemeinschaften bilden sich demnach Interessengruppen, um für ihre Mitglieder kollektive Güter zu beschaffen. [...] Arbeitnehmer schließen sich in Gewerkschaften zusammen, die ihnen zu höherem Lohn und weniger Arbeitszeit verhelfen sollen; Unternehmerverbände werden zu dem Zwecke gegründet, die Position der Unternehmer zu stärken, paramilitärische Gruppen dienen ihrer Klientel durch die Herstellung von Sicherheit und durch das gewaltsame Ausschalten unliebsamer Opposition.

[Schriften von Mancur Olson
– 1965: The Logic of Collective Action. Harvard University Press. (Deutsch: Die Logik des kollektiven Handelns. Tübingen, Siebeck & Mohr 1968, 19852 [sic]]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die (eigentliche) Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nirgends genannt wird.

Bzgl. der wörtlichen Übereinstimmungen – u. a. werden einmal 6 und einmal 7 aufeinanderfolgende Wörter übernommen – ist hier insbsd. die in diesem Zusammenhang ungewöhnliche Erwähnung "paramilitärische[r] Gruppen" signifikant.

"Olson 1968" wird vor und nach der Übernahme, Pattie / Seyd / Whiteley (2003) werden zuvor genannt. Da diese beiden Titel in englischer Sprache verfasst sind, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen mit Faust (2002) dort nicht in derselben sprachlichen Form finden. Eine 1968 bei Harvard University Press erschienene Ausgabe von The Logic of Collective Action ist zudem in den gängigen elektronischen Katalogen nicht nachweisbar.

Die Ausführungen zuvor und danach werden (teilweise) aus der Quelle Kersting (2008) übernommen, siehe Fragment 052 28, aus der wohl auch das falsche Erscheinungsjahr von The Logic of Collective Action stammt.


[52.] Dcl/Fragment 052 28

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 28-31
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 25, Zeilen: 20 ff.
[Eine auf individuelle, partikulare oder kollektive Interessen bezogene Unterscheidung gliedert in individuelle und kollektive Beteiligungsformen (Olson 1968; [sic] Pattie / Seyd / Whiteley 2003).] [...] Diese kollektiven Interessengruppen verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten, ihr Ziel zu erreichen und berücksichtigen in der Regel die Interessen aller Teilnehmer oder spezielle Organisationsinteressen, die nicht zwangsläufig die originären Einzelinteressen widerspiegeln (Olson 1968 [sic]).

Olson, Mancur, 1968: [sic] The Logic of Collective Action. Public Goods and the Theory of Groups. Cambridge: Harvard University Press.

[Patti [sic], Charles / Seyd, Patrick / Whiteley, Paul, 2003: Citizenship and Civic Engagement: Attitudes and Behaviour in Britain. In: Political Studies, Nr. 3, Jg.: 51, S. 443 - 468.]

So kann Beteiligung individuelle, partikulare oder kollektive Interessen verfolgen. Kollektive aggregierte Interessenvertretung berücksichtigt in der Regel die Interessen aller Teilnehmer oder spezielle Organisationsinteressen, die nicht zwangsläufig die originären Einzelinteressen widerspiegeln (s. Olson 1968 [sic]).

Olson, Mancur: The Logic of Collective Action. Cambridge, Mass. 1968 [sic]

Anmerkungen

Nicht kenntlich gemachte Übernahme mitsamt Referenz; Kersting (2008) wird am Ende des vorigen Absatzes genannt.

Der in eckige Klammern gesetzte erste Satz wird trotz wörtlicher Übereinstimmungen nicht als Plagiat gewertet. Im letzten Satz werden 17 zusammenhängende Wörter übernommen.

Eine 1968 bei Harvard University Press erschienene Ausgabe von Olsons Werk ist in den gängigen elektronischen Katalogen nicht nachweisbar. Die wörtlichen Übereinstimmungen können sich aber auch in der entspr. 1965 erschienenen Ausgabe nicht in derselben sprachlichen Form finden, da The Logic of Collective Action in Englisch verfasst ist.

In der einen Satz umfassenden Auslassung werden Inhalte aus der gänzlich unerwähnt bleibenden Quelle Faust (2002) übernommen, siehe Fragment 052 25.


[53.] Dcl/Fragment 053 04

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 4-9, 16-28
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 25, 26, 27, Zeilen: 25: 25 ff.; 26: 1 f., 9 ff.; 27: 1 f.
Die Unterscheidung von Beteiligungsformen kann sich auch an der Größe der Gemeinschaft orientieren, für die diese angewandt werden. In Kleingruppen kann stärker auf interpersonale Kontakte und Kenntnisse zurückgegriffen und verschiedene Interessen können leichter transparent gemacht werden. Bei Beteiligung in Großgruppen wird die Aufteilung in repräsentative Kleingruppen, wie beispielsweise Parteien oder Nichtregierungsorganisationen, genutzt (Weber 2006 [sic]).

[...]

Ausgehend von einer Unterscheidung anhand der jeweiligen Kosten der Beteiligungsaktivitäten in Bezug auf Zeit oder personellen Aufwand, den die sich Beteiligenden investieren, ergeben sich hierarchische Partizipationsmodelle, die unterschiedliche Grade von Partizipation beschreiben und in passive und aktive Partizipation einteilen (Verba u.a. 1973). In diesem Zusammenhang wurde beispielsweise die politische Arena mit römischen Zirkusspielen verglichen und die Kategorien „Gladiatoren“, die sich als Amtsinhaber, aktive Parteimitglieder und Politiker engagieren, „Zuschauer“, die Informationen aufnehmen und sich an Wahlen beteiligen, und „Apathische“, die sich in keiner Weise politisch beteiligen, entwickelt (Milbrath / Goel 1977).

Bei der Einteilung in konsultative und dezisive Partizipation ist der Orientierungsmaßstab die Nähe zur Entscheidungsfindung. Die Mehrzahl der direkten Beteiligungsformen hat nur konsultativen Charakter. Dennoch werden deren Ergebnisse zum Teil umgesetzt und sie entfalten damit eine nachhaltige Wirkung (Schiller 1999).


Milbrath, Lester W. / Goel, M. Lal, 1977: Political Participation. How and Why Do people [sic] Get Involved in Politics? Chicago: Randy Mc Nally [sic], 2. neubearb. Auflage.

Schiller, Theo (Hrsg.) 1999: Direkte Demokratie in Theorie und kommunaler Praxis. Frankfurt: Campus Verlag.

Verba, Sidney et. [sic] al., 1973: The Modes of Participation. Continuities in Research. In: Comparative Political Studies 6: 235-250.

Weber, Susanne Maria, 2005: Rituale der Transformation. Großgruppenverfahren als pädagogisches Wissen am Markt. Wiesbaden: VS Verlag.

[Seite 20]

[[...] So geht man z.B. davon aus, dass sich aktive Parteimitglieder (hohe Arbeitsintensivität) auch bei Wahlen (niedrige Arbeitsintensivität) beteiligen. Hieraus resultieren Typologien politischer Partizipation (s. z.B. Deutsch 1969; Milbrath/Goel 1965; Barnes/Kaase et al. 1979).]

[Seite 25]

Kleingruppen – Großgruppen

Die Größe der Gemeinschaft spielt eine wichtige Rolle für die Auswahl der Instrumente. [...] Kleine Gruppen können auf interpersonale Kontakte und Kenntnisse zurückgreifen. Die Transparenz der Interessenvielfalt ist hier leichter herzustellen. Grossgruppenverfahren [sic] nutzen die Aufteilung in Kleingruppen nach Kriterien wie organisierte Interessen oder demographische Repräsentati-

[Seite 26]

vität, Interessenorganisierte [sic] und Prinzipien der Repräsentativität (Parteien, NGO [sic]) (s. Weber 2006 [sic]).

[...]

Passiv – aktiv

Die Kategorisierung nach den jeweiligen Kosten der partizipativen Akte bildet eine Grundlage für hierarchische Partizipationsmodelle. Sie orientieren sich an den Kosten, die die Partizipation in Bezug auf Zeit bzw. personelle Energien, der die politische Initiative bedarf (s. Verba u. a. al. [sic] 1973). Dabei werden Typologien entwickelt, die den Grad der Partizipation beschreiben, wie „gladiators“, „transitionals“, „spectators“, und „apathetics“ (Milbrath/Goel 1965). Milbrath und Goel betrachten die politische Arena ähnlich wie römischer [sic] Zirkusspiele. „Gladiators“ engagieren sich direkt als Amtsinhaber („complete activists“) im politischen Prozess. „Spectators“ entscheiden durch ihr Votum über den Einsatz der Amtsinhaber („voting“, „patriotic support“). [...] Die „apathetics“ liefern keinerlei inputs.

Konsultativ – dezisiv

[...] Dezisive Referenden als direktdemokratische Verfahren besitzen die Nähe zur Entscheidungsfindung. [sic] [...] Die Mehrzahl der direkten Beteiligung [sic] hat nur konsultativen Charakter. [...] So wie auch konsultative Referenden oft umgesetzt werden, so werden die Ergebnisse konsul-

[Seite 27]

tativer Beratungsinstrumente zumindest zum Teil umgesetzt. Sie wirken somit nachhaltig (s. Schiller 1999).


Milbrath, L.W./Goel, M.L.,: [sic] Political Participation. How and Why Do People Get Involved in Politics. [sic] Chicago. 1965

Schiller, Theo (Hg.): Direkte Demokratie in Theorie und kommunaler Praxis. Frankfurt: Campus. 1999

Schiller, Theo: Prinzipien und Qualitätskriterien von Demokratie. In: Berg-Schlosser, Dirk/Giegel, Hans Joachim (Hg.) 1999: [sic] Perspektiven der Demokratie. New York: Campus. 1999: 28-56.

Verba, Sidney et al., 1973: [sic] The Modes of Participation. Continuities in Research. In: Comparative Political Studies 6 (1973):235-250. [sic]

Weber, Susanne Maria: Rituale der Transformation. Großgruppenverfahren als pädagogisches Wissen am Markt. Wiesbaden: VS-Verlag 2005

Anmerkungen

Im zwischen dem oberen und den beiden unteren Absätzen liegenden, hier nicht wiedergegebenen Absatz und im dem Fragment folgenden Satz wird Kersting (2008) angeführt; daher Wertung als Bauernopfer.

Bei der Nennung von "Weber 2006" im Haupttext geben sowohl ihre Quelle als auch die Verf.in ein falsches Erscheinungsjahr an.

Verba et al. (1973) unterscheiden zwischen verschiedenen "modes of activity", nicht grundsätzlich zwischen aktiver und passiver Partizipation.

Im letzten Satz des mittleren Absatzes übernimmt die Verf.in Begriffe teils wörtlich, teils übersetzt und teils ergänzt sie sie inhaltlich ("'Zuschauer', die Informationen aufnehmen").
"'Gladiatoren', die sich als Amtsinhaber, aktive Parteimitglieder und Politiker engagieren" auf der linken Seite der Synopse kann als zum Teil sinngemäße Umformulierung von "'Gladiators' engagieren sich direkt als Amtsinhaber ('complete activists') im politischen Prozess." auf deren rechter Seite verstanden werden. Der Begriff "aktive Parteimitglieder" findet sich in der Quelle aber auch auf S. 20, wobei im Anschluss u. a. "Milbrath/Goel 1965" referenziert werden.
Die Auflage des Werkes von Milbrath / Goel wird aktualisiert, wobei für die 1965er-Ausgabe entgegen der Angabe von Kersting allein Milbrath verantwortlich zeichnete. Der Verlag, in dem Political Participation erschienen ist, heißt zudem nicht "Randy Mc Nally", sondern Rand McNally. [79] Weiterhin ist davon, dass "'Gladiatoren' [...] sich als Amtsinhaber [...] engagieren", in der 1977er-Ausgabe so nicht die Rede.

Die Literaturangabe "Schiller 1999" ist bei Kersting nicht eindeutig.

Milbrath / Goel (1977) und Verba et al. (1973) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

(Auf den S. 19 und 50 werden noch "Milbrath / Goel 1965" angeführt; jene Referenz wird jedoch im Literaturverzeichnis nicht aufgelöst – eine Monografie mit diesen beiden Autoren und diesem Erscheinungsjahr ist auch in keinem gängigen elektronischen Katalog nachweisbar.)


[54.] Dcl/Fragment 056 15

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: Tab. 2 u. 15-21
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 15, 16, Zeilen: 15: 28 ff.; 16: Tab. 1 u. 1 ff.
Dcl 056 diss

Die unterste Stufe der Beteiligung bilden in diesem Konzept Instrumente der Inklusion, die zwar als Partizipation bezeichnet werden, aber tatsächlich eine „Nicht-Beteiligung“ darstellen, da die Möglichkeiten der Mitgestaltung nur scheinbar vorhanden sind und die zentrale Intention darin besteht, die Zielgruppe zu „belehren“ (Manipulation) oder zu „kurieren“ (Therapie), um die Machtposition der politischen Entscheidungsträger zu bestärken. Die nächste Ebene bilden hiernach symbolische Beteiligungsakte (Tokenismus), wie Informations-, Beratungs- und Beschwichtigungsinstrumente, die ebenso keinen [tatsächlichen Einfluss der „Beteiligten“ auf Entscheidungsprozesse zulassen.]


Arnstein, Sherry R., 1969: A Ladder of Citizen Participation. In: Journal of [sic] American Planning Association [sic] 35 / 4: S. 216 - 224.

[Seite 16]

Dcl 056 source

[Seite 15]

Als unterste Stufe der Beteiligung sieht er Instrumente der Inklusion, die zwar als „Partizipation“ bezeichnet werden, aber tatsächlich eine „Nicht-Beteiligung“ darstellen, da die Möglichkeiten der Mitgestaltung nur scheinbar vorhanden sind. Arnstein bemängelt dabei, dass politische Eliten die Bürger zwar zur Teilhabe animieren, aber die zentrale Intention darin besteht, die Teilnehmer zu „belehren“ (Manipulation) oder zu „kurieren“ (Therapie), um die Machtposition der Eliten nur noch weiter zu bestärken.

[Seite 16]

Auf der nächsten Ebene beschreibt er symbolische Beteiligungsakte (Tokenism) [sic] Dabei unterscheidet Arnstein auf dieser symbolischen Ebene die Informations-, die Beratungs- und die Beschwichtigungsinstrumente, die ebenfalls keinen Teilnehmereinfluss in den Entscheidungsprozessen zulassen.


Arnstein, Sherry R.: A Ladder of Citizen Participation. In: Journal of the American Planning Association [sic] 35(1969)4 [sic]: 216-224.

Anmerkungen

Kersting (2008) wird unmittelbar vor Tab. 2 mit einer Wertung von Arnsteins (1969) Konzept angeführt. Dass die folgenden Ausführungen mitsamt Tabelle ebenfalls aus Kersting stammen, macht die Verf.in jedoch nicht kenntlich.

Man beachte hierbei insbsd., dass auch die Tabelle nicht aus Arnstein (1969), sondern weitgehend aus Kersting (2008) stammt: Im Original ist von einer "Ladder of Citizen Participation" und auch von "Degrees of citizen power" bzw. "Degrees of tokenism" die Rede. Zudem unterscheidet sich die originale "Leiter" von Tab. 2 (und auch Tab. 1) bildlich deutlich – z. B. durch die Bezifferung der Sprossen links und die eckigen Klammern rechts. Die Vertauschung der Spalte der Kategorien mit derjenigen der unter sie subsumierten Sprossen nimmt die Verf.in selbst vor.

Weiterhin erschien Arnsteins Aufsatz nicht im Journal of [the] American Planning Association, sondern in dessen Vorgängerpublikation Journal of the American Institute of Planners (im Original auf den geraden Seiten rechts unten an "AIP JOURNAL" erkennbar), was sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in falsch angegeben wird.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[55.] Dcl/Fragment 057 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 1-5
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 16, Zeilen: 4 ff.
Echte Beteiligung wird erst in der Kategorie der so genannten „Bürgermacht“ in den Kategorien „Partnerschaft“, „delegierte Macht“ und „Bürgerkontrolle“ ermöglicht, bei der eine wirkliche Einflussnahme auf die Verwaltung und die Entscheidungsfindung realisiert wird (Arnstein 1969).

Arnstein, Sherry R., 1969: A Ladder of Citizen Participation. In: Journal of [sic] American Planning Association [sic] 35 / 4: S. 216 - 224.

Bürgermacht wird erst auf den letzten drei Stufen realisiert. Arnstein’s [sic] Kategorien „Partnerschaft“, „delegierte Macht“ und „Bürgerkontrolle“ beinhalten letztendlich die Einflussnahme auf die Verwaltung und die Entscheidungsfindung.
Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Arnsteins (1969) Aufsatz erschien nicht im Journal of [the] American Planning Association, sondern in dessen Vorgängerpublikation Journal of the American Institute of Planners (im Original auf den geraden Seiten rechts unten an "AIP JOURNAL" erkennbar).


[56.] Dcl/Fragment 057 25

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 25-33
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 16, 17, Zeilen: 16: 24 ff.; 17: 1 f.
Diese Ausrichtung orientiert sich an dem so genannten „top-down activating partnership approach“ [sic] (Trenz / Liebert 2008: 16), bei dem die europäische Zivilgesellschaft als ein intermediärer Raum, der von den Europäischen [sic] Institutionen und Entscheidungsverfahren sowie den von ihnen bereitgestellten Opportunitätsstrukturen für Beteiligung im politischen Prozess abhängig ist, gesehen wird (Peterson 1997; Eising / Kohler-Koch 2005). Für die Entwicklung und Förderung der Beteiligung der Zivilgesellschaft, die mit diesem „top-down“ Ansatz [sic] erklärt wird, ist es also einerseits erforderlich, dass Beteiligungsmöglichkeiten seitens der Europäischen [sic] Institutionen angeboten werden, andererseits müssen die Akteure der Zivilgesellschaft diese Beteiligungsangebote auch an- und wahrnehmen, ihr Verhalten [und ihre Strategien ändern und damit auf europäisches Regierungshandeln und Integrationsprozesse reagieren (Greenwood 2007; Trenz / Liebert 2008).]

Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.), 2005: Interessenpolitik in Europa. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

Greenwood, Justin, 2007: Organized Civil Society and Democratic Legitimacy in the European Union. British Journal of Political Science. 37 (2): 333 - 357.

Peterson, John, 1997: States, Societies and the European Union. West European Politics. 20 (4): 1 - 23.

Trenz, Hans-Jörg / Liebert, Ulrike 2008: European civil society and the public sphere. State of the art. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 9 - 32 [sic].

[Seite 16]

The top down [sic] approach to European civil society

If we conceive of European civil society as a structured intermediary space that depends on European institutions and decision-making procedures (Eising and Kohler-Koch 2005), the key questions of empirical research becomes whether, how often and under what circumstances the EU provides associational actors with opportunities to express their demands in the ongoing policy process (Peterson 1997). [...] The emergence of a European civil society — explained as a top-down process — requires, first, that European institutions provide opportunities for civil society to establish associational structures at the European level. Second, it requires civil society actors to adapt to the specific European opportunity structure. Civil society associations are seen as the dependent variable, as actors which change their strategies and mobilize behavior in reaction to European governance and integration. In a more positive vain, Justin Greenwood finds the EU institutions to have created a “particularly vigorous neo-pluralist regime” by which they “actively create and develop as well as empower citizen interest groups”, thus “effectively

[Seite 17]

mitigating the asymmetries of power between different types of organized civil society interests [sic] (Greenwood 2007).


Eising, R. and Kohler-Koch, B. (eds) (2005) Interessenpolitik in Europa, Baden-Baden: Nomos.

[Greenwood, J. (2003) Interest Representation in the European Union, Houndmills: Palgrave Macmillan.]

— (2007) ‘Organized Civil Society and Democratic Legitimacy in the European Union’, British Journal of Political Science, 37(2): 333-357.

Peterson, J. (1997) ‘States, Societies and the European Union’, West European Politics 20(4): 1-23.

Anmerkungen

Einerseits wird die Quelle (als Trenz / Liebert (2008); der Aufsatz endet auf S. 31) zwar zweimal erwähnt, andererseits aus dieser aber der gesamte Inhalt einschließlich dreier Referenzen übernommen; dies wird durch die Referenzierung nicht deutlich.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Greenwood (2007) in der Quelle nur im letzten Satz, aus dem inhaltlich auf Deutsch gar nichts wiedergegeben wird, genannt wird, die Verf.in ihn aber trotzdem referenziert.

(Weiterhin ist auch das Zitat von Liebert / Trenz (2008) nicht korrekt: Von einem "top-down activating partnership approach" ist dort nirgends die Rede.)

Diese Passage findet sich in ähnlicher Form als Teil einer extensiven Übernahme bereits auf S. 41, siehe Fragment 041 05. Nur dort wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – Peterson (1997) noch ein zweites Mal erwähnt.


[57.] Dcl/Fragment 063 09

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 9-15, 19-22, 23-30, 34-35
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 13, 14, Zeilen: 13: 12 ff.; 14: 1 ff., 26 ff.
Eine möglichst breite Partizipation der Bürger steht im Vordergrund vieler Demokratietheorien, die Aspekte der Responsivität, Legitimität, Gleichheit und Selbstbestimmtheit in den Vordergrund stellen (Schiller 1999; Schmidt 2000; Zittel 2007). Breite politische Partizipation wird häufig als Voraussetzung gesehen, damit politische Eliten Responsivität entwickeln (Verba u.a. 1995), die Legitimation der Regierung hergestellt wird (Macedo 2005) und ein gleicher Einfluss möglichst vieler Bürger auf die politische Entscheidungsfindung garantiert wird (Lijphart 1997).

[...] Bei diesem „elektoralen Demokratiemodell“ wird eine mangelnde Beteiligung bzw. eine „Pseudobeteiligung“ in demokratischen Institutionen bemängelt. Politikverdrossenheit und politische Apathie werden als Resultate wahrgenommen (Thaysen 1982; Feindt u.a. 1996). [Vertreter der Basis orientierten [sic] „Grassroot-Demokratie“ hingegen verfechten die Idee des intensiv partizipierenden Aktivbürgers.] Kritiker sehen hier allerdings die Gefahr eines Übermaßes an Beteiligung, das als demokratiefeindlich angesehen wird, da dadurch politische Systeme überfordert werden und es zu irrationalen Entscheidungsfindungen kommen kann (Huntington 1976; Cooke / Khortary [sic] 2001). Demgegenüber wird eine aufgeklärte politische Beteiligung großer Teile der Bevölkerung als wichtiges Kriterium von Demokratien betrachtet (Dahl 1971; Schiller 1999). In der kritischen Demokratietheorie, in der komplexen und besonders in der partizipatorischen Demokratietheorie ist Partizipation ein zentrales Element (Schiller 1999). [...] Die Theorie kommunikativen Handelns beinhaltet das Konzept der deliberativen Demokratie, das durch [Partizipation an einem offenen, herrschaftsfreien Diskurs und durch gegenseitige Empathie und Konsensfindung geprägt ist (Habermas 1991; 1996 [sic]).]


Cooke, Bill / Khortari [sic], Uma (Hrsg.), 2001: Participation the new tyranny. [sic] London: Palgrave. [sic]

Dahl, Robert A., 1971: Polyarchy. Participation and Opposition. New Haven, London: Yale University Press.

Feindt, Peter Henning u.a. (Hrsg.), 1996: Konfliktregelungen in der offenen Bürgergesellschaft. Dettelbach: Röll.

Habermas, Jürgen, 1991: Erläuterungen zur Diskursethik. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Habermas, Jürgen, 1996a: Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie. Frankfurt: Suhrkamp.

Habermas, Jürgen, 1996b: Between Facts and Norms: [sic] Contributions to a Discourse Theory of Law and Ethics. [sic] Cambridge: Polity Press.

Huntington, Samuel, 1976: No easy choice. Political participation in developing countries. Cambridge: Harvard University Press.

Lijphart, Arend, 1997: Unequal Participation: Democracy’s Unresolved Dilemma. American Political Science Review 91 / 1, S. 1 - 14.

Macedo, Stephen, [sic] 2005: Democracy at Risk. How Political Choices Undermine Citizen Participation [sic] and What We Can Do About It. Washington D.C.: Brookings Institution Press.

Schiller, Theo (Hrsg.) 1999: Direkte Demokratie in Theorie und kommunaler Praxis. Frankfurt: [sic] Campus Verlag.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

Thaysen, Uwe 1982: Bürger-, Staats- und Verwaltungsinitiativen. Heidelberg: Schenck. [sic]

Verba, Sidney / Schlozman, Kay L. / Brady, Henry E., 1995: Voice and Equality: [sic] Civic Voluntarism in American Politics. Cambridge: [sic] Harvard University Press.

Zittel, Thomas, 2007: Participatory democracy and political participation. In: Zittel, Thomas / Fuchs, Dieter (Hrsg.): Participatory democracy and political participation. London: [sic] Routledge.

[Seite 13]

So wird eine mangelnde Beteiligung und eine „Pseudobeteiligung“ in demokratischen Institutionen in der „elektoralen Demokratie“ bemängelt. Politische Apathie und Zynismus werden als Resultat und Krisensymptom wahrgenommen (s. Thaysen 1982, Feindt u.a. 1996). Von anderer Seite wird ein „Übermaß an Beteiligung“ als demokratiefeindlich angesehen, da politische Systeme überfordernd (Huntington 1976) und als irrationale Entscheidungsfindung angesehen und eine Tyrannei der Beteiligung („tyranny of participation“) konstatiert werden (s. Cooke/Khortary [sic] 2001).

[...]

Dahl benennt als Kriterien für Demokratien die Beachtung normativer Standards (grundlegende Menschenrechte wie z.B. Organisations-, Meinungs- und Informationsfreiheit, rechtsstaatliche Verfahrensweisen); einen geregelten politischen Wettbewerb zwischen den wichtigen Kontrahenten und eine aufgeklärte politische Beteiligung großer Teile der Bevölkerung (Wahlrecht und weitere Beteiligungsmöglichkeiten). (Dahl 1961 [sic]; zu weiteren Qualifikationskriterien für Demokratien s. z.B. Schiller 1999)

Partizipation ist ein zentrales Element in der Kritischen Demokratietheorie (Claus Offe), in der Komplexen Demokratietheorie (Scharpf) und besonders in der Partizipatorischen Demokratietheorie (Carole Pateman, Benjamin Barber) (s. Schiller 1999: 29). Habermas’ Theorie kommunikatives [sic] Handelns legt den Grundstein für ein Konzept der deliberativen Demokratie, das durch Partizipation an

[Seite 14]

einem offenen, herrschaftsfreien Diskurs („ideale Sprechsituation“), durch Argumente fundiert und durch gegenseitige Empathie (Einfühlungsvermögen) und Konsensfindung geprägt ist (s. Habermas 1991, 1996).

[...]

Eine „Vollinklusion“ und eine möglichst breite Partizipation der Bürger stehen im Vordergrund vieler Demokratietheorien (s. Schiller 1999; Zittel 2007). Responsivität, Legitimität, Gleichheit und Selbst-Bestimmtheit (self determination [sic]) sind alle auf breite politische Partizipation als „lifeblood of democracy“ ausgerichtet. Nur über eine breite Partizipation der Bevölkerung können die politischen Eliten Responsivität entwickeln (Verba et al [sic] 1995). Nur über politische Beteiligung wird Legitimation der Regierung hergestellt (Macedo 2005) und nur politische Teilnahme möglichst vieler Bürger garantiert einen gleichen Einfluss auf die Entscheidungsfindung (Lijphart 1997).


Cooke, Bill/Khortari [sic], Uma (Hg.): Participation the new tyranny. [sic] London: Palgrave. [sic] 2001

Dahl, Robert A.: Polyarchy. Participation and Opposition. New Haven, London: Yale University Press. 1971

Feindt, Peter H. u.a. (Hg.): Konfliktregelungen in der offenen Bürgergesellschaft. Dettelbach,. [sic] 1996

Habermas, Jürgen: Erläuterungen zur Diskursethik. Frankfurt: Suhrkamp. 1991

Habermas, Jürgen: Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie. Frankfurt: Suhrkamp. 1996

Huntington, Samuel: No easy choice. Political participation in developing countries. Cambridge: Harvard University Press. 1976

Lijphart, Arend: Unequal Participation: Democracy's Unresolved Dilemma. American Political Science Review 91(1997)1 [sic]: 1-14.

Macedo, Stephen: [sic] Democracy at Risk. How Political Choices Undermine Citizen Participation [sic] and What We Can Do About It. Washington D.C.: Brookings Institution Press. 2005.

Schiller, Theo (Hg.): Direkte Demokratie in Theorie und kommunaler Praxis. Frankfurt: [sic] Campus. 1999

Schiller, Theo: Prinzipien und Qualitätskriterien von Demokratie. In: Berg-Schlosser, Dirk/Giegel, Hans Joachim (Hg.) 1999: [sic] Perspektiven der Demokratie. New York: Campus. 1999: 28-56.

Thaysen, Uwe: Bürger-, Staats-, und Verwaltungsinitiativen. Heidelberg: Schenck. [sic] 1982.

Verba, Sidney/Schlozman, Kay L./Brady, Henry E.: Voice and Equality: [sic] Civic Voluntarism in American Politics. Cambridge: [sic] Harvard University Press. 1995

Zittel, Zhomas [sic]: Participatory democracy and political participation, in: Zittel, Thomas/Fuchs, Dieter (Hg.): Participatory democracy and political participation. London: [sic] Routledge. 2007

Anmerkungen

Kersting (2008) wird im vorigen Absatz genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Übernahme mitsamt 12 Referenzen; Schmidt (2000) – der in Opladen und nicht in Bremen verlegt wurde [80] – fügt die Verf.in selbst hinzu. Bei der Referenzierung mancher Aussagen weicht die Verf.in vom Kontext der Quelle ab.

Bemerkenswert erscheint zudem, dass sie in einem kürzeren Abschnitt pauschal drei – wenn man Macedo (2005), s. u., hinzuzählt: vier – Sammelbände als Beleg anführt, ohne einzelne Beiträge daraus zu nennen, was eher unüblich, da unspezifisch ist.

Bzgl. der Referenzierung von Cooke / Khotari (2001) ist zu konstatieren, dass

  • die Mitherausgeberin Khotari und nicht "Khortari" bzw. "Khortary" heißt,
  • der Titel Participation: the new Tyranny? lautet und
  • das Werk nicht bei Palgrave, sondern bei Zed Books erschienen ist. [81]

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • sich ein Titel "Dahl 1961" im Literaturverzeichnis von Kersting nicht findet,
  • bei der Verf.in die Referenz "Habermas [...] 1996" nicht eindeutig ist und der Untertitel von Habermas (1996b) Contributions to a Discourse Theory of Law and Democracy lautet [82]; zudem ist der vorhergehende Doppelpunkt nicht Bestandteil des Titels,
  • bei Macedo (2005) sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in die Angabe, dass das Werk noch von weiteren Autoren verfasst wurde, fehlt; dessen Titel lautet im Original Democracy at Risk. How Political Choices Undermine Citizen Participation, and What We Can Do About It [83],
  • die Literaturangabe "Schiller 1999" bei Kersting (2008) nicht eindeutig ist. Wenn man die Angabe "Schiller 1999: 29" betrachtet, scheint er hier aber eher dessen Aufsatz in dem von Berg-Schlosser / Giegel herausgegebenen Sammelband zu meinen und nicht den von Schiller selbst herausgegebenen Sammelband, den die Verf.in bei ihrer Literaturangabe anführt. – In der Quelle und bei der Verf.in fehlt bei Direkte Demokratie in Theorie und kommunaler Praxis New York als zweiter Verlagsort [84],
  • Thaysen (1982) nicht bei Schenck in Heidelberg, sondern bei von Decker in Heidelberg und Hamburg erschienen ist; dies wird sowohl in der Quelle als auch von der Verf.in falsch angegeben. In beiden Fällen fehlt auch der Untertitel Ein Beitrag zur Entwicklung kooperativer Systeme mittelbarer und unmittelbarer Demokratie; Reformen zugunsten der Bürgerbeteiligung am Beispiel einer Kommunalverfassung [85],
  • die Verf.in bei der Referenzierung von Thaysen (1982) und Feindt u. a. (1996) "Zynismus" durch "Politikverdrossenheit" ersetzt und den Begriff an den Satzanfang setzt,
  • Verba u. a. (1995) parallel in Cambridge, Mass. und London bei Harvard University Press erschienen ist [86], wobei es sich bei Civic Voluntarism in American Politics um den Untertitel des Werkes handelt, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt – der so als Teil des Titels ausgewiesen wird – nicht adäquat ist. Diese beiden Fehler finden sich sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in, und
  • abweichend vom bibliografischen Standard weder in der Quelle noch von der Verf.in angegeben wird, dass sich Zittels (2007) Abhandlung auf S. 9-28 des entspr. Sammelbandes findet. In beiden Fällen fehlt auch die Angabe dessen Untertitels Can participatory engineering bring citizens back in? sowie die von New York als zweitem Verlagsort [87].

Cooke / Khotari werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal an anderer Stelle, ebenfalls in einem Plagiatskontext, erwähnt, siehe Fragment 046 02; Feindt u. a. und Thaysen analog nur noch einmal an der in Fragment 065 10 dokumentierten Stelle; und Huntington (1976) und Verba u. a. (1995) werden – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur hier angeführt.

Der in eckige Klammern gesetzte dritte Satz im zweiten Absatz des Fragments stammt aus der Quelle Buchstein (2004), siehe Fragment 063 16.


[58.] Dcl/Fragment 063 16

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 16-19, 22-23
Quelle: Buchstein 2006
Seite(n): 54, 55, Zeilen: 54: letzte Zeile; 55: 1 ff., 14 ff.
Dabei wird die Frage der angemessenen Partizipationsintensität in fast allen Kontroversen der Demokratietheorien diskutiert. Liberale und elitäre Demokratievorstellungen beispielsweise verknüpfen ihre Vision von Demokratie mit dem Repräsentationsprinzip und dem Wählen. [Bei diesem „elektoralen Demokratiemodell“ wird eine mangelnde Beteiligung bzw. eine „Pseudobeteiligung“ in demokratischen Institutionen bemängelt. Politikverdrossenheit und politische Apathie werden als Resultate wahrgenommen (Thaysen 1982; Feindt u.a. 1996).] Vertreter der Basis orientierten [sic] „Grassroot-Demokratie“ hingegen verfechten die Idee des intensiv partizipierenden Aktivbürgers. [Seite 54]

Bei allen klassi-

[Seite 55]

schen Kontroversen der Demokratietheorie des 20. Jahrhunderts stand die Frage der angemessenen Partizipationsintensität im Zentrum: [...] Autoritäre Demokratietheorien sehen in der Akklamation zum demokratischen Führertum die genuin demokratische Aktivität; liberale und elitäre Demokratievorstellungen verknüpfen ihre Version von Demokratie mit dem Repräsentationsprinzip und dem Wählen; als Gegenposition verfechten Spielarten von „Grassroot-“ oder „Basis-Demokratie“ die Idee des intensiv partizipierenden Aktivbürgers.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Aus "Version" wird bei der Verf.in "Vision".

Die beiden in eckige Klammern gesetzten Sätze stammen aus der Quelle Kersting (2008), siehe Fragment 063 09.


[59.] Dcl/Fragment 065 10

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 10-13
Quelle: Neller van Deth 2006
Seite(n): 37, 38, Zeilen: 37: re. Sp. 17 ff.; 38: li. Sp. 22 ff.
Die Folge eines mangelnden Verständnisses für komplexe politische Vorgänge wird in politischer Apathie, einem Desinteresse an Politik und einer Nichtinanspruchnahme politischer Beteiligungsmöglichkeiten gesehen (Thaysen 1982; Feindt u.a. 1996; Giesen 1999; Kohler-Koch 1999; [sic] Gerhards 2000; Kielmannsegg 2003).

Feindt, Peter Henning u.a. (Hrsg.), 1996: Konfliktregelungen in der offenen Bürgergesellschaft. Dettelbach: Röll.

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Thaysen, Uwe 1982: Bürger-, Staats- und Verwaltungsinitiativen. Heidelberg: Schenck. [sic]

[Seite 37]

Die eigene Einschätzung der politischen Kompetenz erweist sich sowohl in den west- als auch in den osteuropäischen Ländern alles in allem als noch wichtigeres Charakteristikum dieser Gruppe: Politische Apathie in der hier definierten Form tritt überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Gefühl eines mangelnden Verständnisses für komplexe politische Vorgänge auf.

[Seite 38]

Die Analyse der Daten des European Social Survey bestätigt Befunde zum politischen Engagement, die sich bereits in vielen empirischen Studien gezeigt haben: Desinteresse an der Politik und ein Grad an politischer Aktivität, der sich im Wesentlichen auf die Teilnahme an nationalen Wahlen beschränkt, sind typische Phänomene moderner Gesellschaften und in allen europäischen Ländern zu finden.

Anmerkungen

Schwer verständlich ist, dass die Verf.in statt ihrer tatsächlichen Quelle – mit deren Wortlaut sieben aufeinanderfolgende Wörter übereinstimmen – hier sechs andere Referenzen als Beleg nennt.

Bzgl. der Literaturnachweise lässt sich feststellen:

  • Ein Titel "Kohler-Koch 1999", der im Haupttext der untersuchten Arbeit insgesamt sechs Mal erwähnt wird – außer an dieser Stelle noch auf den Seiten 33, 48, 62, 67 und 76 –, findet sich in deren Literaturverzeichnis nicht.
  • Thaysen (1982) ist nicht bei Schenck in Heidelberg, sondern bei von Decker in Heidelberg und Hamburg erschienen. Zudem ist der Untertitel Ein Beitrag zur Entwicklung kooperativer Systeme mittelbarer und unmittelbarer Demokratie; Reformen zugunsten der Bürgerbeteiligung am Beispiel einer Kommunalverfassung nicht angegeben, vgl. [88]. Dieser Titel wurde allem Anschein nach dem Literaturverzeichnis der Quelle Kersting (2008) entnommen, wo sich die fehlerhafte Verlagsangabe auch findet und der Untertitel ebenfalls fehlt, siehe Fragment 063 09.

Die eigentliche Quelle wird zwei Absätze weiter unten auf derselben Seite genannt; daher Wertung als Bauernopfer.

Feindt u. a. (1996) und Thaysen werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal in dem o. g. Plagiatskontext auf S. 63 angeführt.


[60.] Dcl/Fragment 065 14

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 14-17, 22-25
Quelle: Wikipedia Hamburger Verständlichkeitskonzept 2008
Seite(n): online, Zeilen: –
In Anlehnung an Immanuel Kants Verständnis der Aufklärung formuliert der Soziologe Schulz von Thun (1981: 140): „Mündig ist, wer sich informieren kann.“ Das gezielte Herstellen der Verständlichkeit wichtiger Texte ist grundlegend für eine demokratische Gesellschaft. [...] Ein wesentliches Element von Zugänglichkeit ist Verständlichkeit im Sinne von Einfachheit, Gliederung, Ordnung, Kürze und Prägnanz. Unverständliche Texte werden als wirksame Zugangshürde zu demokratischen Prozessen gesehen (Langer / Schulz von Thun / Tausch 1993).

Langer, Inghard / Schulz von Thun, Friedemann / Tausch, Reinhard, 2002: Sich verständlich ausdrücken. München: Reinhardt Ernst. [sic]

Schulz von Thun, Friedemann, 1981: Miteinander reden, 1. Störungen und Klärungen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag.

[Einleitung]

Das Hamburger Verständlichkeitskonzept ist eine Methode zur Bewertung der Verständlichkeit von Texten, Veröffentlichungen oder sonstigen Botschaften, um vom Empfänger richtig und schnell verstanden zu werden. Es wurde von den Psychologen Inghard Langer, Friedemann Schulz von Thun und Reinhard Tausch 1993 entwickelt. [...]

Entwicklung von Kriterien für Verständlichkeit

[...] Anhand dieser Ergebnisse definierten sie die vier Verständlichkeitsdimensionen Einfachheit, Gliederung/Ordnung, Kürze/Prägnanz und „Zusätzliche Stimulanz“, indem sie mithilfe einer Faktorenanalyse die verschiedenen Merkmale bündelten. [...]

Politische Perspektive

Friedemann Schulz von Thun und seine Mitstreiter sehen unverständliche Texte von Behörden, in Medien und Schulen als wirksame Zugangshürde zu demokratischen Prozessen. Mit Anspielung auf Kants Verständnis der Aufklärung formuliert von Thun: „Mündig ist, wer sich informieren kann.“ [1] Das gezielte Herstellen von Verständlichkeit wichtiger Texte sei grundlegend für eine demokratische Gesellschaft.


Anmerkungen und Quellen

1. ↑ Schulz von Thun, Miteinander reden, 1. Störungen und Klärungen, a.a.O., S. 140

Literatur

• Inghard Langer, Friedemann Schulz von Thun, Reinhard Tausch, Sich verständlich ausdrücken, München, [sic] 2002, ISBN 3-497-01606-3

• Friedemann Schulz von Thun, Miteinander reden, 1. Störungen und Klärungen, Reinbek b. Hamburg (Rowohlt) 1981, ISBN 3-499-17489-8

Anmerkungen

Die – bis auf wenige Abweichungen, s. u. – tatsächliche Quelle der Ausführungen der Verf.in wird weder hier noch in der übrigen Arbeit genannt.

Im Original lautet das Zitat auf S. 140 bei Schulz von Thun (1981): "Mündig ist nur, wer sich informieren kann." (Hervorhebung nicht im Original)

Auffällig ist, dass die Verf.in bei Langer / Schulz von Thun / Tausch im Fließtext ein anderes Erscheinungsjahr nennt als im Literaturverzeichnis. Dies könnte der Erwähnung des Jahres 1993 in der Einleitung des Wikipedia-Artikels geschuldet sein. Zudem ist der Titel nicht bei "Reinhardt Ernst" in München, sondern im Verlag Ernst Reinhardt in München und Basel erschienen. [89] [90]

Die Aussage, dass "[u]nverständliche Texte [...] als wirksame Zugangshürde zu demokratischen Prozessen" gesehen werden, findet sich dem Wortlaut nach weder in der 5. Aufl. (1993) noch in der 7. Aufl. (2002) dieses Werkes. In beiden ist auf S. 84 resp. S. 98 jedoch folgende Passage enthalten:

"[...] Vielleicht lassen sich einige Verantwortliche in den Behörden hierdurch anregen, künftig auf mehr Verständlichkeit zu achten. Wir hoffen es sehr. In unseren Augen ist ein Kennzeichen demokratischen Zusammenlebens: Die staatlichen Stellen drücken sich in ihren Informationen, Verordnungen und Gesetzen so aus, daß [dass] die Bürger es auch verstehen können."

Langer / Schulz von Thun / Tausch (1993) werden in der gesamten untersuchten Arbeit lediglich an dieser Stelle erwähnt; die 2002er-Auflage wird im Haupttext nirgends angeführt.

Mit der unüblichen Bezeichnung Schulz von Thuns als "Soziologe" weicht die Verf.in von der Vorlage ab; die Verständlichkeitsdimension "'Zusätzliche Stimulanz'" führt sie nicht auf.


[61.] Dcl/Fragment 065 31

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 31-35
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 13, 14, Zeilen: 13: 31 f.; 14: 1 ff.
Demgegenüber steht die Behauptung, dass eher der Mangel an Beteiligungsmöglichkeiten zu politischer Apathie führt und, [sic] dass deshalb mehr individuelle Autonomie und soziale Verantwortung der demokratischen Persönlichkeit im politischen Prozess und mehr Möglichkeiten der politischen Teilhabe erforderlich sind (Habermas 1991; 1996 [sic]).

Habermas, Jürgen, 1991: Erläuterungen zur Diskursethik. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Habermas, Jürgen, 1996a: Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie. Frankfurt: Suhrkamp.

Habermas, Jürgen, 1996b: Between Facts and Norms: [sic] Contributions to a Discourse Theory of Law and Ethics. [sic] Cambridge: Polity Press.

[Seite 13]

Habermas’ Theorie kommunikatives [sic] Handelns legt den Grundstein für ein Konzept der deliberativen Demokratie, das durch Partizipation an

[Seite 14]

einem offenen, herrschaftsfreien Diskurs („ideale Sprechsituation“), durch Argumente fundiert und durch gegenseitige Empathie (Einfühlungsvermögen) und Konsensfindung geprägt ist (s. Habermas 1991, 1996).

Insbesondere die deliberative Demokratietheorie sieht den Mangel an Beteiligungsmöglichkeiten als den Ursprung politischer Apathie an. [...] Habermas (1991) verweist auf die Notwendigkeit individueller Autonomie und die soziale Verantwortung der demokratischen Persönlichkeit, die durch Empowerment erreicht werden kann.


Habermas, Jürgen: Erläuterungen zur Diskursethik. Frankfurt: Suhrkamp. 1991

Habermas, Jürgen: Die Einbeziehung des Anderen. Studien zur politischen Theorie. Frankfurt: Suhrkamp. 1996

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die lediglich drei Absätze zuvor und im übernächsten Absatz auf der Folgeseite genannt wird.

Bei der Verf.in ist die Referenz "Habermas [...] 1996" nicht eindeutig; der Untertitel von Habermas (1996b) lautet zudem Contributions to a Discourse Theory of Law and Democracy [91], und der vorhergehende Doppelpunkt ist nicht Bestandteil des Titels.

Zwar weicht ihr Satz am Ende etwas von den Ausführungen der Quelle ab, aber da man argumentieren kann, dass "mehr Möglichkeiten der politischen Teilhabe" grob durch "Partizipation an einem offenen, herrschaftsfreien Diskurs" abgedeckt wird und – wenn man Habermas (1996b) außer Betracht lässt – die Referenzen übereinstimmen, wird das Fragment dennoch als Plagiat gewertet.


[62.] Dcl/Fragment 066 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 20-24
Quelle: Guggenberger 2005
Seite(n): 140, Zeilen: re. Sp. 35 ff.
In einem Diskursmodell wird hier von der Wahrheitsfähigkeit praktischer Fragen ausgegangen, die in die Forderung nach Konsens orientierten [sic] Einigungsverfahren mündet und die utopische Vorstellung impliziert, dass, wenn keiner mehr überstimmt wird, sich keiner mehr beherrscht oder fremdbestimmt empfinden kann (Habermas 1992; Abromeit 2002).

Abromeit, Heidrun, 2002: Wozu braucht man Demokratie? Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie. Opladen: Leske+Budrich.

Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Das Diskursmodell von Jürgen Habermas geht von der Wahrheitsfähigkeit praktischer Fragen aus und mündet konsequent in die Forderung nach konsensuellen Einigungsverfahren. Wo keiner mehr überstimmt wird, kann sich keiner mehr beherrscht und fremdbestimmt empfinden. An diesem utopischen Fluchtpunkt berühren sich die partizipatorische und die anarchistische Variante der kritischen Demokratietheorie: [...]
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Weder bei Abromeit (2002) noch bei Habermas (1992) findet sich die Aussage "wenn keiner mehr überstimmt wird, [kann] sich keiner mehr beherrscht oder fremdbestimmt empfinden" so oder ähnlich. Guggenberger (2005) nennt im Anschluss keine Literaturreferenz.

Den fehlerhaften Untertitel bei Habermas – richtig wäre "Rechtsstaats" – scheint die Verf.in aus der Wikipedia zu übernehmen, siehe Fragment 037 24 bzw. Fragment 066 24.


[63.] Dcl/Fragment 066 24

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 24-32
Quelle: Wikipedia Deliberative Demokratie 2008
Seite(n): online, Zeilen: –
Die deliberative Demokratietheorie geht davon aus, dass die Bürger in öffentlichen Diskursen über politische Themen in einen Dialog treten. Dies geschieht in Diskussionen und Beratungen, in denen verschiedene Parteien Informationen einbringen, nach bestimmten Kommunikations- und Verfahrensvoraussetzungen geregelt austauschen und kritisch prüfen. In der Idealvorstellung darf niemand, der potentiell von den Beschlüssen betroffen ist, ausgeschlossen oder unter Druck von außen gesetzt werden. Darüber hinaus gilt das Prinzip der Chancengleichheit für alle Akteure, die sich zu jeder Information, die in den Diskurs einfließt, äußern und neue Informationen selbst einbringen können (Habermas 1992).

Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Diskurs

Deliberative Demokratietheorie geht wie gesehen davon aus, dass Bürger in Diskursen über politische Themen diskutieren. Habermas charakterisiert die Regeln dieses Diskurses wie folgt (Habermas 1992: 370 f.):

• Ein Diskurs besteht aus Diskussionen und Beratungen, in denen verschiedene Parteien Informationen einbringen, geregelt austauschen und kritisch prüfen.
• Diese Beratungen sollen öffentlich sein. Niemand, der auch nur potentiell von den Beschlüssen betroffen ist, darf ausgeschlossen werden.
• Kein Teilnehmer darf Druck von außen ausgesetzt werden. Die einzigen Bedingungen, an die sich die Akteure zu halten haben, sind die Kommunikationsvoraussetzungen (Verständlichkeit) und der Verfahrensmodus der Argumentation (Begründungsprinzip: die Orientierung an Geltungsansprüchen).
• [...] Jeder Akteur muss die gleichen Chancen haben, sich zu jeder Information, die in den Diskurs einfließt, zu äußern und neue Informationen selbst einzubringen.

[Anmerkung zu dem oben stehenden: Diese Regeln stammen nicht von Habermas, sondern von Joshua Cohen und werden von Habermas in "Faktizität und Geltung" auf Seite 372 als mangelhaft bezeichnet. [...] (Habermas, Jürgen: Faktizität und Geltung, 4. Auflage, Suhrkamp 1994. S. 372)]


• Jürgen Habermas: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic], Frankfurt a.M. 1992.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nirgends genannt wird.

Die Wortfolgen

  • "Diskussionen und Beratungen, in denen verschiedene Parteien Informationen einbringen, [nach bestimmten Kommunikations- und Verfahrensvoraussetzungen] geregelt austauschen und kritisch prüfen",
  • "potentiell von den Beschlüssen betroffen ist",
  • "Druck von außen" und
  • "sich zu jeder Information, die in den Diskurs einfließt, [zu] äußern und neue Informationen selbst ein[zu]bringen"

kommen im Original bei Habermas (1992) selbst nicht vor. Die Verf.in übernimmt hier also unausgewiesen eine fremde Rezeptionsleistung.

Zudem lautet der Untertitel des Werkes Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats. [92]


[64.] Dcl/Fragment 067 12

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 12-17, 24-31
Quelle: Guggenberger 2005
Seite(n): 139, Zeilen: re. Sp. 11 ff.
Dieses Phänomen findet eine Erklärung in der elitären Demokratietheorie, die davon ausgeht, dass auch unter den Bedingungen demokratischer Mehrheitsherrschaft die politischen Entscheidungen überwiegend von Minderheiten gefällt werden. Dies wird vor allem damit begründet, dass es weder ein wissenschaftlich einsichtiges und politisch verbindliches Gemeinwohlkonzept gibt, [sic] noch ein strikt rationales Abstimmungsverhalten der Bürger bei Wahlen und Sachentscheidungen. [...] Der demokratische Anspruch reduziert sich auf die Herrschaftserlangung, bei der Einzelne die Entscheidungsbefugnis im Konkurrenzkampf um die Stimmen des Volkes erwerben (Schumpeter 2005). Dieses Modell sieht die politische Handlungsfähigkeit differenzierter Großgesellschaften nicht in einer permanenten Mitbestimmung, sondern durch eine Art politische Arbeitsteilung auf Zeit, bei der die gewählten Repräsentanten eine Stellvertreterfunktion gegenüber der selbst nicht sprech- und handlungsfähigen Bevölkerungsmehrheit übernehmen (Benz 1998; Lord / Beetham 2001).

Benz, Arthur, 1998: Postparlamentarische Demokratie? Demokratische Legitimation im kooperativen Staat. In: Greven, Michael Th. (Hrsg.): Demokratie. Eine Kultur des Westens. [sic] Opladen: Leske + Budrich, S. 201 - 222.

Lord, Christopher / Beetham, David, 2001: Legitimizing the EU: Is there a ‚Postparliamentary Basis’ for its Legitimation? In: Journal of Common Market Studies, 39 (3): S. 443 - 462.

Schumpeter, Joseph Alois, 2005: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. Stuttgart: [sic] UTB, [sic] 8. Auflage.

Die Anhänger der elitären D. gehen von der empirischen Erfahrung aus, daß auch unter der Bedingung demokratischer Mehrheitsherrschaft die polit. Entscheidungen überwiegend von Minderheiten gefällt werden. Anders als die Vertreter einer Kritischen Theorie der Demokratie, welche die Demokratiepostulate der Volkssouveränität, der Gleichheit und der polit. Selbstbestimmung durch Entscheidungsteilhabe radikal beim Wort nehmen, sehen sie in den Phänomenen der demokratischen Elitenherrschaft keinen Defekt, sondern ziehen aus ihnen eher die schlüssige Konsequenz, daß es weder ein wiss. einsichtiges und polit. verbindliches Gemeinwohlkonzept gebe noch ein strikt rationales Abstimmungsverhalten der Bürger bei Wahlen und Sachentscheidungen. Im Elitenmodell J. A. Schumpeters reduziert sich der demokratische Anspruch auf die Methode der Herrschaftsbestellung: «Die demokratische Methode ist diejenige Ordnung der Institution zur Erreichung polit. Entscheidungen, bei welcher einzelne die Entscheidungsbefugnis vermittels eines Konkurrenzkampfes um die Stimmen des Volkes erwerben» (1972: 428). Polit. handlungsfähig werden differenzierte Großgesellschaften nach diesem Modell nicht im Wege einer permanenten Mitbestimmung aller über alles, sondern allein durch eine Art «polit. Arbeitsteilung», bei welcher die gewählte Herrschaftselite auf Zeit polit. Stellvertreterfunktionen gegenüber der selbst nicht sprech- und handlungsfähigen Bevölkerungsmehrheit wahrnimmt.

Schumpeter, J. A. 71992 [sic]: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Mchn. (engl. 1942).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Der Inhalt der letzten Aussage der Verf.in findet sich so nicht bei Lord / Beetham (2001), die im Literaturverzeichnis Guggenbergers (2005) auch nicht erwähnt werden; bei Benz (1998) – der dort ebenfalls nicht genannt wird – geht es in diesem Zusammenhang eher um die Delegierung von Entscheidungsbefugnissen von Mitgliedern von Verbänden (im weiteren Sinne) an ihre Verbandsführung (so z. B. S. 211). Insbsd. ist von einer "nicht sprech- und handlungsfähigen Bevölkerungsmehrheit" in beiden Titeln keine Rede (bei Lord / Beetham können sich die wörtlichen Übereinstimmungen auch nicht in derselben sprachlichen Form finden, da es sich um einen englischsprachigen Beitrag handelt).

Bei Benz (1998) ist der Titel des Sammelbandes fehlerhaft, der Demokratie – eine Kultur des Westens? lautet. [93] Die Verf.in scheint diese Literaturangabe aus der Quelle Nanz / Steffek (2005) zu übernehmen, siehe Fragment 027 01 (keine Wertung) auf S. 27.

Die Referenz Guggenbergers auf Schumpeter ist inkonsistent; möglicherweise ist die 1972 erschienene 3. Auflage des Werkes gemeint. [94] Die Verf.in gibt die zur Zeit der Entstehung der untersuchten Arbeit aktuelle Auflage als verwendet an, welche zwar in der UTB-Reihe erschienen ist, allerdings bei Francke in Tübingen und Basel verlegt wurde. [95]

Benz (1998) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle und auf der o. g. S. 27 angeführt, wo ebenfalls eine willkürliche Referenzierung naheliegt, Schumpeter – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur hier.


[65.] Dcl/Fragment 069 04

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 4-8
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 91, Zeilen: 32 ff.
In diesem Zusammenhang kann zwischen zwei Arten von Responsivität unterschieden werden: zwischen Rechtfertigung und Revision. Die Rechtfertigung politischer Entscheidungen spielt in der deliberativen Demokratietheorie eine zentrale Rolle, da alle politischen Prozesse als deliberativ-demokratisch gelten, in denen alle Beteiligten für ihre Belange öffentliche Rechtfertigungsgründe formulieren (Gerstenberg 1997).

Gerstenberg, Oliver, 1997: Bürgerrechte und deliberative Demokratie. Frankfurt / Main: Suhrkamp.

Dabei sind zunächst zwei Arten von Responsivität zu unterscheiden: Rechtfertigung und Revision. Die Rechtfertigung politischer Entscheidungen spielt in der deliberativen Demokratietheorie eine zentrale Rolle. Als deliberativ-demokratisch gelten Beratungen, in denen „alle Beteiligten der strukturellen Nötigung ausgesetzt sind, für ihre Belange öffentliche Rechtfertigungsgründe zu formulieren“ (Gerstenberg 1997: 18).

Gerstenberg, Oliver 1997: Bürgerrechte und deliberative Demokratie, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle Nanz / Steffek (2005) wird im Absatz zuvor auf der Vorseite und zweimal im Folgeabsatz genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Das in der Quelle wiedergegebene Zitat von Gerstenberg (1997) ist nicht ganz korrekt; es findet sich auf S. 15 f. und lautet im Kontext:

"Zugleich aber können die Grundrechte von den Bürgern zum Thema gemacht, interpretativ fortgebildet und damit zeitlich dynamisiert werden nur in einem demokratischen Verfahren, das den anspruchsvollen Bedingungen deliberativer politischer Rationalität genügt: Konstitutiv für deliberative Politik ist, daß die Bürger der strukturellen Nötigung ausgesetzt sind, für ihre Belange öffentliche Rechtfertigungsgründe zu formulieren, [...]"

Von "alle[n] Beteiligten" ist dort also nicht die Rede.

Weiterhin spricht Gerstenberg selbst an keiner Stelle von "zwei Arten von Responsivität" bzw. "Rechtfertigung und Revision".

Gerstenberg wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle erwähnt.


[66.] Dcl/Fragment 069 31

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 31-34
Quelle: Guggenberger 2005
Seite(n): 140, Zeilen: li. Sp. 5 ff.
Dieser Aspekt wird durch die ökonomische Demokratietheorie gestützt, die von der Grundannahme ausgeht, dass jeder Mensch durch rationales Handeln seinen individuellen Nutzen maximieren möchte (Downs 1968). Die ökonomische Demokratietheorie orientiert sich am Leitbild des „homo oeconomicus“, das den umfassend informierten und einzig auf [rationaler Grundlage entscheidungsfähigen egoistischen Wirtschaftsmenschen antizipiert.]

Downs, Anthony, 1968: Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen: Mohr (Siebeck).

(4) A. Downs (1968) geht in seinem außerordentlich einflußreichen Ansatz einer «Ökonomischen Theorie der Demokratie» in der Nachfolge der nat.-ökon. Theoriebildung von der Grundannahme aus, daß jeder durch rationales Handeln seinen individuellen Nutzen maximieren möchte.

Dieser Vorstellung liegt das Leitbild des homo oeconomicus zugrunde, des umfassend informierten und einzig auf rationaler Grundlage entscheidungsfähigen Wirtschaftsmenschen.


Downs, A. 1968: Ökonomische Theorie der Demokratie, Tüb. (engl. 1957).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Downs (1968) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[67.] Dcl/Fragment 070 02

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 2-4
Quelle: Guggenberger 2005
Seite(n): 140, Zeilen: li. Sp. 28 ff.
Demokratie und Mehrheitsentscheidungen werden als diejenigen Entscheidungsregeln definiert, auf die sich rational handelnde Individuen zwangsläufig verständigen (Buchanan / Tullock 1962).

Buchanan, James M. / Tullok [sic], Gordon, 1962: The Calculus of Consent. Logical Foundations of Consitutional [sic] Democracy. Ann Arbor: Arbor Verlag [sic].

Die übersteigerte Individualisierung der Verhaltensrationalität läßt auch J. M. Buchanan und G. Tullock (1962) in der Fortführung des Downsschen Ansatzes für eine Begründung der Demokratie auf der Basis der älteren Sozialvertragslehren plädieren. Demokratie und Mehrheitsentscheid sind für sie diejenigen Entscheidungsregeln, auf welche sich rational handelnde Individuen zwangsläufig verständigen.

Buchanan, J. M./Tullock, G. 1962: The Calculus of Consent. Logical Foundations of Constitutional Democracy, Ann Arbor.

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die erst nach Nennung etlicher weiterer Referenzen im übernächsten Absatz erwähnt wird. Bei Buchanan / Tullock (1962) können sich die wörtlichen Übereinstimmungen nicht in derselben sprachlichen Form finden, da es sich um einen englischsprachigen Text handelt.

The Calculus of Consent ist zudem nicht im "Arbor Verlag", sondern bei University of Michigan Press erschienen. [96]

Buchanan / Tullock (1962) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[68.] Dcl/Fragment 070 13

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 13-16
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 16, Zeilen: 13 ff.
Die kollektive Responsivität wird hier in Frage gestellt, weil ein politisches Desinteresse sowie eine starke Fokussierung auf private Interessen und beim „Normalbürger“ eine damit einhergehende mangelnde Gemeinwohlorientierung konstatiert wird (Gerhards 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Kersting 2008).

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Insbesondere diese kollektive Responsivität wird vielfach in Frage gestellt und vielmehr ein politisches Desinteresse sowie eine starke Fokussierung auf private Interessen, dass [sic] heißt eine mangelnde Gemeinwohlorientierung beim „Normalbürger“ konstatiert.
Anmerkungen

Kersting (2008) wird hier mit nur leichten Umformulierungen übernommen, aber nur als eine von drei Quellen benannt.

Bei den an erster und an zweiter Stelle genannten Werken finden sich keine ähnlichen Formulierungen. Auch inhaltlich sind diese beiden Werke weiter entfernt.

Weder bei Gerhards (2000) noch bei Kielmansegg (2003) ist von "politische[m] Desinteresse", einer "Fokussierung auf private Interessen" oder einer "mangelnde[n] Gemeinwohlorientierung" beim "'Normalbürger'" die Rede; bei Ersterem lediglich von einer "Responsivität erster und zweiter Ordnung" (S. 287) und bei Letzterem vom "europäische[n] Gemeinwohl[s]" (zweimal auf S. 73, außerdem nicht zu derselben Aussage).

Im Literaturverzeichnis (S. 232) gibt die Verfasserin den Sammelband "Europäische Integration", in dem der Aufsatz von Kielmansegg erschienen ist, mit einer 2. Auflage 2006 (statt 2003) an.


[69.] Dcl/Fragment 070 17

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 17-20, 27-31
Quelle: Guggenberger 2005
Seite(n): 138, 139, Zeilen: 138: re. Sp. 29 ff. u. letzte Zeile; 139: li. Sp. 1 ff.
Verstärkt wird diese Argumentationslinie durch pluralistische Ansätze demokratietheoretischer Überlegungen, die davon ausgehen, dass die vorrangige Wahrnehmung des eigenen Nutzens zur unaufhebbaren menschlichen Natur gehört (Schmidt 2000). [Daher kann auch nicht die Homogenität des Denkens und des Wollens der Mitglieder einer Gemeinschaft als Ziel und Inhalt der Politik angenommen werden, sondern die möglichst vollständige Widerspiegelung oder Repräsentation der vielfältigen gesellschaftlichen Interessen- und Meinungsströmungen, um ein Verständnis vom Gemeinwohl zu entwickeln (Guggenberger 2005). Der pluralistischen Demokratietheorie liegt die Annahme zugrunde, dass prinzipiell alle Interessen in einer Gesellschaft artikuliert und organisiert werden können und dass deshalb grundsätzlich ein Gleichgewicht zwischen allen Interessen herbeigeführt werden kann (Dahl 1971; 1997; Fraenkel 1991).] Diese Sichtweise impliziert, dass die politische Entscheidungsfindung nicht durch eine einzelne gesellschaftliche Gruppe, sondern durch einen Entscheidungs- und Willensbildungsprozess in einem System von Kräften und Gegenkräften auf der Suche nach dem mittleren Weg jenseits von Partikularinteressen erfolgt (Schmidt 2000).

Guggenberger, Bernd, 2005: Demokratietheorien. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 1 A - M. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 135 - 143.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen [sic]: Leske + Budrich, 3. Auflage.

[Seite 138]

(2) Die Verfechter des Pluralismuskonzepts gehen davon aus, daß die vorrangige Wahrnehmung des eigenen Nutzens zur unaufhebbaren menschlichen Natur gehört. Von daher kann auch nicht die Homogenität des Denkens und Wollens das Ziel aller Politik sein, sondern die möglichst vollständige Widerspiegelung («Repräsentation») der mannigfachen gesellschaftl. Interessen- und Meinungsströmungen. Erst im Austragen der vorhandenen Gegensätze, in einem Prozeß des Mit- und Gegeneinander, entsteht eine Art «Gemeinwohl a posteriori» (Fraenkel 1991). [...]

Die Vertreter der pluralistischen D. in der

[Seite 139]

Nachfolge des brit. Politikwissenschaftlers und Sozialisten H. Laski (1921) halten eine Monopolisierung der polit. Entscheidungsfindung durch eine einzelne gesellschaftl. Gruppe deshalb für unmöglich, weil der Entscheidungs- und Willensbildungsprozeß durch ein System von Kräften und Gegenkräften (checks and balances) stets auf einem «mittleren Weg» gehalten wird, der gleich weit entfernt von den jeweiligen partikularen Interessen und Positionen ist.


Fraenkel, E. 1991: Deutschland und die westlichen Demokratien, Stg. (zuerst 1964).

Laski, H. 21968: Authority in the Modern State, New Haven u. a. (zuerst 1921).

Anmerkungen

Die Quelle wird für die ohne Kenntlichmachung sehr wortnah wiedergegebene Aussage Guggenbergers (2005) genannt, die konservativ nicht als Plagiat gewertet wird.

Die vorhergehende Aussage, Schmidt (2000) zugeschrieben, findet sich jedoch ebenfalls bei Guggenberger. Davon, dass "die vorrangige Wahrnehmung des eigenen Nutzens zur unaufhebbaren menschlichen Natur gehört", ist jedoch weder so noch ähnlich bei Schmidt die Rede.

Der Satz, in dem Dahl (1971 und 1997) und Fraenkel (1991) referenziert werden, stammt hingegen aus Schmidt (2000), siehe Fragment 070 24.

Weiterhin ist – bezogen auf den letzten Satz der Verf.in – von einem "Entscheidungs- und Willensbildungsprozess in einem System von Kräften und Gegenkräften" bei Schmidt ebenfalls nirgends die Rede, lediglich an mehreren Stellen von "Willensbildungs- und Entscheidungsprozess[en]" allein sowie anderweitig von "Sicherungen und Gegenkräfte[n]".

Schließlich wurde der Titel Schmidt (2000) in Opladen und nicht in Bremen verlegt. [97]


[70.] Dcl/Fragment 070 24

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 24-27
Quelle: Schmidt 2000
Seite(n): 227, Zeilen: 5 ff.
Der pluralistischen Demokratietheorie liegt die Annahme zugrunde, dass prinzipiell alle Interessen in einer Gesellschaft artikuliert und organisiert werden können und dass deshalb grundsätzlich ein Gleichgewicht zwischen allen Interessen herbeigeführt werden kann (Dahl 1971; 1997; Fraenkel 1991).

Dahl, Robert A., 1971: Polyarchy. Participation and Opposition. New Haven, London: Yale University Press.

Dahl, Robert A., 1997: Toward Democracy: A Journey. Reflections: 1940-1997, Berkeley: University of California Press.

Fraenkel, Ernst, 1991 (1964): Der Pluralismus als Strukturelement der freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie. In: Fraenkel, Ernst: Deutschland und die westlichen Demokratien, Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 297 - 325, hrsg. von Alexander von Brünneck.

Ihren ersten Auftritt hatte die pluralistische Demokratietheorie in Gestalt des Gruppenpluralismus-Konzeptes, das vor allem von Arthur F. Bentley (1908) und David B. Truman (1951) in Studien über die Politik in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt worden war. [...] Dieser Theorie liegt die Annahme zugrunde, prinzipiell alle Interessen könnten artikuliert und organisiert werden, und deshalb könne grundsätzlich ein Gleichgewicht zwischen allen Interessen herbeigeführt werden. Vor allem in den Beiträgen von Robert Dahl (1971, 1997a, 1997b) und Ernst Fraenkel (1991) wurde die ältere angloamerikanische Gruppenpluralismustheorie zu einer empirischen und normativen Theorie weiterentwickelt, in die die Erfahrungen der politischen Geschichte der angloamerikanischen und der kontinentaleuropäischen Länder des 20. Jahrhunderts eingingen.

Bentley, Arthur F. 1908: The Process of Government. A Study of Social Pressures, Evanston/Ill.

Dahl, Robert A. 1971: Polyarchy. Participation and Opposition, New Haven/London

Dahl, Robert A. 1997a: Toward Democracy: A Journey. Reflections: 1940-1997, Berkeley, 2 Bde.

Dahl, Robert A. 1997b: From Personal History to Democratic Theory, in: Dahl, Robert A., Toward Democracy: A Journey. Reflections: 1940-1997, Berkeley, Bd. 1, 3-15

Fraenkel, Ernst 1991 (1964): Deutschland und die westlichen Demokratien. Mit einem Nachwort über Leben und Werk Ernst Fraenkels, hrsg. v. Alexander von Brünneck, Frankfurt a.M.

Truman, D.B. 1951: The Governmental Process, New York

Anmerkungen

Übernahme mitsamt drei Referenzen.

Genau betrachtet wird die Aussage, die die Verf.in Dahl (1971 und 1997) und Fraenkel (1991) zuschreibt, diesen von Schmidt (2000) gar nicht zugeschrieben. Bei Fraenkel ergänzt sie den Titel eines Kapitels.

Wertung als Bauernopfer, da Schmidt im folgenden Absatz referenziert und auch wirklich rezipiert – siehe dortige S. 229 – wird (in diesem Absatz wird er zwar zweimal angeführt, die entspr. Ausführungen stammen aber tatsächlich von Guggenberger (2005), siehe Fragment 070 17).

Dahl (1997) und Fraenkel werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle genannt.


[71.] Dcl/Fragment 072 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 1-3
Quelle: Trenz Klein Koopmans 2003
Seite(n): 8, Zeilen: 35 ff.
[Nach allgemeiner Überzeugung basiert die demokratische Verfasstheit politischer Gemeinwesen auf drei Grundlagen: zum einen auf der Abgrenzung des politischen Raumes] und der Mitgliedschaft, zum zweiten auf der Möglichkeit und der Alltäglichkeit politischer Kommunikationsprozesse und zum dritten auf dem Bewusstsein für Zugehörigkeit und Gemeinsamkeit (Greven 1998; Abromeit / Schmidt 1998).

Abromeit, Heidrun / Schmidt, Thomas, 1998: Grenzprobleme der Demokratie: konzeptionelle Überlegungen. In: Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Regieren in entgrenzten Räumen. Sonderheft 29 der PVS. Opladen: [sic] Westdeutscher Verlag, S. 293 - 320.

Greven, Michael Th., 1998: Mitgliedschaft, Grenzen und politischer Raum: Problemdimensionen der Demokratisierung der Europäischen Union. In: Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Regieren in entgrenzten Räumen. In: [sic] Politische Vierteljahreszeitschrift, [sic] Sonderheft 29. Opladen: [sic] Westdeutscher Verlag, S. 249 - 270.

Die demokratische Verfasstheit politischer Gemeinwesen basiert nach allgemeiner Überzeugung auf drei Grundlagen: der Abgrenzung des politischen Raumes und der Mitgliedschaft, der Ermöglichung und Veralltäglichung politischer Kommunikationsprozesse — der die Funktion einer umfassenden Informationsvermittlung und Meinungsbildung zukommt — und der Festlegung eines korrespondierenden Bewusstseins für Zugehörigkeit und Gemeinsamkeit (Greven 1998; Abromeit/Schmidt 1998).

Abromeit, Heidrun/Schmidt, Thomas: Grenzprobleme der Demokratie: konzeptionelle Überlegungen. In: Kohler-Koch, Beate (Hg.): Regieren in entgrenzten Räumen. Sonderheft 29 der PVS. Opladen: [sic] Westdeutscher Verlag, 1998, S. 293-320

Greven, Michael Th.: Mitgliedschaft, Grenzen und politischer Raum: Problemdimensionen der Demokratisierung der Europäischen Union. In: Kohler-Koch, Beate (Hg.): Regieren in entgrenzten Räumen. Sonderheft 29 der PVS. Opladen: [sic] Westdeutscher Verlag, 1998, S. 249-270

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Der Satz der Verf.in beginnt bereits auf S. 71 unten.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • die beiden zitierten Aufsätze in einem Sonderheft der Politischen Vierteljahresschrift erschienen sind und
  • dieses im Westdeutschen Verlag in Opladen und Wiesbaden verlegt wurde. [98]

[72.] Dcl/Fragment 072 17

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 17-19, 30-34
Quelle: von Beyme 2000
Seite(n): 51, 52, Zeilen: 51: 33 ff.; 52: 1 ff.
Nach Beyme (1998) ist Inklusion auch mit der Ausweitung der Zivilgesellschaft verknüpft, also mit der Einbeziehung aller Menschen, die auf einem Territorium leben, in alle Lebensbereiche. [...]

Der Einfluss der europäischen Integration und weltweiter Migration stellt dabei partizipative Demokratievorstellungen und politische Beteiligungsinstrumente jenseits repräsentativer Verfahren vor neue Herausforderungen, die mit einem weiteren Verständnis von Staatsbürgerschaftsrechten und demokratischen Partizipationsrechten verbunden sind (Beyme 1998).


Beyme, Klaus von, 1998: Kulturpolitik und nationale Identität. Studien zur Kulturpolitik und Gesellschaftlicher Autonomie. [sic] Opladen/Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

[Seite 51]

[[...] Als diese wenigstens im allgemeinen Wahlrecht verwirklicht schien, mußte im Wohlfahrtsstaat jenes Minimum an sozialer Gleichheit hinzugefügt werden, daß [sic] für eine erfolgreiche politische Teilnahme unerläßlich war (vgl. Beyme 1998, S. 74ff).

[...]]

Die Ausweitung der Zivilgesellschaft heißt daher vor allem wachsende Inklusion der Menschen, die auf einem Territorium leben, in alle Bereiche des Citizenship. [...] Unter dem Einfluß von

[Seite 52]

weltweiter Migration und vor allem durch die Europäische Integration kommt es zur Ausdehnung der Staatsbürgerschaftsrechte und der demokratischen Partizipationsrechte.


[Beyme, Klaus von (1994), »Verfehlte Vereinigung - verpaßte Reformen? Zur Problematik der Evaluation der Vereinigungspolitik in Deutschland seit 1989«, Journal für Sozialforschung 1994, S. 149-169.

[...]

ders. (1998), Kulturpolitik und nationale Identität. Opladen.]

Anmerkungen

Bei von Beyme (1998) – der, abgesehen vom Literaturverzeichnis, in der untersuchten Arbeit lediglich zweimal auf dieser Seite erwähnt wird – finden sich die von der Verf.in referenzierten Aussagen nicht, jedoch in einem zwei Jahre später erschienenen Aufsatz desselben Autors, der von ihr insgesamt 8-mal angeführt wird.

Bzgl. der bibliografischen Angaben zu von Beyme (1998) ist anzumerken, dass der Untertitel des Werkes Studien zur Kulturpolitik zwischen staatlicher Steuerung und gesellschaftlicher Autonomie lautet, vgl. [99].

Aufgrund der Tatsachen, dass

  • der Untertitel der angegebenen Quelle fehlerhaft wiedergegeben,
  • der Titel auch auf S. 51 der tatsächlichen Quelle in anderem Zusammenhang referenziert und
  • dieser im gesamten Haupttext der untersuchten Arbeit nur zweimal auf dieser Seite erwähnt wird,

scheint der Verdacht begründet, dass hier eine willkürliche Referenzierung vorliegt.


[73.] Dcl/Fragment 072 19

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 19-26
Quelle: Guggenberger 2005
Seite(n): 140, 141, Zeilen: 140: re. Sp. 11 ff., 41 ff.; 141: li. Sp. 1 f.
Das Partizipationskonzept fasst in diesem Verständnis Selbstbestimmung als Mitbestimmung, bei der sämtliche Lebensbereiche als mitbestimmungsbedürftig begriffen werden. Dabei gibt es keine unpolitischen privaten oder gesellschaftlichen Räume. Ziel ist die umfassende Demokratisierung aller Lebensbereiche (Vilmar 1973). Die partizipatorische Demokratietheorie setzt die Volkssouveränität absolut und begreift das Volk als ein mit einem einheitlichen Willen ausgestattetes Subjekt. Sie verfolgt den Ansatz, dass es zu verbindlichen Kollektivaktionen nur kommen kann, wenn alle ein gemeinsamer Wille eint.

Vilmar, Fritz, 1973: Strategien der Demokratisierung. Darmstadt / Neuwied: Luchterhand.

[Seite 140]

Das Partizipationskonzept faßt Selbstbestimmung als Mitbestimmung; sämtliche Lebensbereiche werden in der Tendenz als mitbestimmungsbedürftig begriffen. Es gibt keine unpolit. privaten oder gesellschaftl. Räume. Ziel ist die umfassende Demokratisierung aller Lebensbereiche (Vilmar 1973). [...]

[...] An diesem utopischen Fluchtpunkt berühren sich die partizipatorische und die anarchistische Variante der kritischen Demokratietheorie: Die Partizipationsforderung setzt die Volkssouveränität absolut und begreift mit Rousseauscher Konsequenz das Volk als ein mit einem einheitlichen Willen ausgestattetes Subjekt; die Forderung nach Herrschaftsfreiheit setzt die individuelle Autonomie und Selbstentfaltung absolut, so daß es zu verbindlichen Kollektivaktionen nur

[Seite 141]

kommen kann, wenn alle ein gemeinsamer Wille eint.


Vilmar, F. 1973: Strategien der Demokratisierung, 2 Bde., Darmst./Neuwied.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Die Ausdrücke "Selbstbestimmung als Mitbestimmung", "mitbestimmungsbedürftig", "private[n] Räume", "gesellschaftliche[n] Räume" und "Demokratisierung aller Lebensbereiche" kommen in dem 2-bändigen Werk von Vilmar (1973) [100] weder in Bd. 1 noch in Bd. 2 vor.

Von "realisierbare[n] Partizipationskonzepte[n] für die wichtigsten Subsysteme nach dem Grundsatz optimaler Selbst- und Mitbestimmung" ist dort in Bd. 1 auf S. 53 die Rede, und in Bezug auf den damaligen Syndikus des Bühnenvereins, Ferdinand Sieger, heißt es in Bd. 2 auf S. 227: "(Die Mitbestimmungsmodelle erklärt er zu Selbstbestimmungsvorschlägen, damit er sein Mitsprache-Statut als Mitbestimmungs-»Statut-Modell« ausgeben kann.)"

In Bd. 1 auf S. 95 spricht Vilmar von einer "umfassende[n] Demokratisierungs-Strategie auf allen Ebenen und in allen Subsystemen der Gesellschaft" und ebenfalls in Bd. 1 auf S. 158 davon, "daß einerseits nur umfassende Demokratisierung zur klassenlosen Gesellschaft führen kann".

In Bd. 2 heißt es auf S. 146, "daß parlamentarische Verfahrensweisen in einer freiheitlich demokratischen Staatsordnung in erster Linie auf die Gesetzgebung und keineswegs auf sämtliche Lebensbereiche des Staates bezogen sind ...". Darüber hinaus ist in Vilmars genanntem Werk an keiner anderen Stelle von "sämtliche[n] Lebensbereiche[n]" die Rede.

Vilmar wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der gesamten untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle erwähnt.


[74.] Dcl/Fragment 073 14

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 14-20
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 93, Zeilen: 2 ff.
Dies kann durch die systematische Einbeziehung der Anliegen und Argumente aller von einer politischen Entscheidung Betroffenen in den Entscheidungsprozess geschehen (Nanz / Steffek 2005; Liebert / Trenz 2008). Das heißt, dass politische Entscheidungen auf europäischer Ebene dann nicht nur im Hinblick auf die Anliegen der nationalen Regelungsadressaten, also die nationalen Regierungen, getroffen werden, sondern auch im Hinblick auf die Anliegen derjenigen, auf die sich distributive und regulative Entscheidungen am Ende auswirken.
[Nanz und Steffek (2005) sehen erst in einer solchen Verfahrensweise die Verwirklichung von demokratischer Selbstbestimmung der von Regeln betroffenen Bürger und Organisationen der Zivilgesellschaft.]

Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg, 2008: European civil society and the public sphere. State of the art. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 9 - 31.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

Gemeint ist hier die systematische Einbeziehung der Anliegen und Argumente aller von einer politischen Entscheidung Betroffenen (stakeholder) in den Beratungs- und Entscheidungsprozess. Politische Entscheidungen internationaler Organisationen werden dann nicht nur im Hinblick auf die artikulierten Anliegen der direkten Regelungs-Adressaten getroffen, also im Normalfall die nationalen Regierungen. Die IOs müssen in ihren Entscheidungen vielmehr auch die Anliegen derjenigen einbeziehen, auf die sich solche distributiven und regulativen Entscheidungen letztendlich auswirken. [Nur dann kann in einer (funktional differenzierten) Weltgesellschaft von demokratischer Selbstbestimmung der von den Regeln betroffenen Bürger die Rede sein.]
Anmerkungen

Im ersten Satz wird die Quelle als einer von zwei Titeln genannt, die Übernahme von 13 aufeinanderfolgenden Wörtern jedoch nicht kenntlich gemacht.

Bzgl. des zweiten Satzes wird diese zwar unmittelbar darauf im nächsten Absatz angeführt, doch ist anhand der Formulierung "Nanz und Steffek (2005) sehen erst in einer solchen Verfahrensweise [...]" nicht naheliegend, dass dessen Inhalt – bei einer kleinen Änderung: aus "Politische Entscheidungen internationaler Organisationen" wird "politische Entscheidungen auf europäischer Ebene" – ebenfalls fast vollständig aus der Quelle stammt.

Der in eckige Klammern gesetzte dritte Satz dient lediglich zur Erläuterung des Kontextes und wird nicht als Plagiat gewertet.


[75.] Dcl/Fragment 078 28

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 28-34
Quelle: Delhey 2004
Seite(n): 6, Zeilen: li. Sp.: letzte Zeile, re. Sp.: 1 ff., 16 ff. u. 101 f.
Mit Vertrauen ist hier die Erwartung gemeint, dass andere sich verlässlich verhalten, oder einem zumindest nicht schaden (Endress 2002). Diese Erwartung beruht im Wesentlichen auf der Annahme, dass fundamentale Werte geteilt werden. Vertrauen ist für nationale Gesellschaften wichtig und umso wichtiger für supranationale Gemeinschaften, da diese in geringerem Umfang auf die nicht hinterfragte Solidarität der Bevölkerung bauen können (Delhey 2004; Kersting 2008).

Delhey, Jan, 2004: Transnationales Vertrauen in der erweiterten EU. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 38/2004, S. 6 - 13.

Endress, Martin, 2002: Vertrauen. Bielefeld: transcript 2002. [sic]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Vertrauen ist die Erwartung, dass sich andere verlässlich und freundlich verhalten — oder einem zumindest nicht schaden.3 Diese Erwartung beruht wesentlich auf der Annahme, dass fundamentale Werte geteilt werden. [...]

Wenn Vertrauen für nationale Gesellschaften so wichtig ist, dann umso mehr für supranationale Gemeinschaften. Anders als Nationalstaaten können Letztere nur in geringem Umfang auf nicht hinterfragte, gleichsam „mechanische“ Solidarität der Bevölkerung bauen.


3 Zur soziologischen Interpretation von Vertrauen vgl. die Übersicht von Martin Endress, Vertrauen, Bielefeld 2002.

Anmerkungen

Delhey (2004) wird als einer von drei Autoren genannt; die gesamten Ausführungen werden jedoch einschließlich der Referenz sehr wortnah von diesem übernommen.

Schwer verständlich ist die Referenzierung Kerstings (2008); ein inhaltlicher Zusammenhang mit dessen Einführung ist nicht ohne Weiteres erkennbar. Der Begriff "Vertrauen" kommt bei diesem lediglich einmal auf S. 14 vor:

"Political Efficacy beschreibt das subjektive Vertrauen in die Möglichkeit der Einflussnahme auf politische Entscheidungsprozesse (Pateman 1970). Dieses steigert die Input-Legitimation des politischen Systems und bewirkt gleichzeitig eine erhöhte Beteiligungsbereitschaft."

Endress (2002) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Dissertation einzig an dieser Stelle angeführt.


[76.] Dcl/Fragment 079 24

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 24-27
Quelle: Finke Knodt 2005
Seite(n): 15, Zeilen: 29 ff.
Mit diesem Analyseraster wird ein empirisch handhabbarer theoretischer Maßstab entwickelt, mit dem die Politikinstrumente, die die Europäische Kommission zur verbesserten Einbeziehung der Zivilgesellschaft entwickelt hat, in der Fallstudie normativ bewertet werden können. Damit wurde ein empirisch handhabbarer theoretischer Maßstab entwickelt, mit dem die Konzepte und Strategien, die europäische Institutionen zur verbesserten Einbindung der Zivilgesellschaft entwickelt haben, normativ bewertet werden können.
Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmungen mit der ungenannt bleibenden Quelle.

Trotz der Kürze aufgrund des eher nichttrivialen Charakters des Satzes Kategorisierung als Plagiat.


[77.] Dcl/Fragment 082 13

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 13-17
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 267, Zeilen: 24 ff.
Dabei entwickelte sich eine neue strategische Ausrichtung zur Einbindung der europäischen Bürger und Organisationen der Zivilgesellschaft in den Politikformulierungs- und Politikimplementierungsprozess der Europäischen Union, die über die technische Umsetzung eines europäischen Binnenmarktes weit hinausgeht. Mindestens ebenso entscheidend waren freilich auch langfristige Veränderungen: die weitere Abmilderung der wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede und die wachsenden sozialen und kulturellen Transfers zwischen den verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union; die neuen Herausforderungen der Friedensstabilisierung in Europa, besonders auf dem Balkan und im Mittelmeerraum; das Ende des wirtschaftlichen Schönwetterprojektes EWG und die neuen Herausforderungen durch die wachsenden wirtschaftlichen und politischen Probleme der Europäischen Union; auch die Entstehung einer neuen Strategie der Brüsseler Bürokratie zur Einbindung der europäischen Bürger in die Union, eine Strategie, die über die technische Durchsetzung eines europäischen Wirtschaftsmarktes hinausging.
Anmerkungen

Die Quelle wird lediglich zwei Sätze zuvor zusammen mit einem anderen Titel erwähnt. Im Wesentlichen ergänzt die Verf.in hier nur die Aussage nach dem letzten Semikolon durch "und Organisationen der Zivilgesellschaft in den Politikformulierungs- und Politikimplementierungsprozess" und formuliert etwas um.

Aufgrund des nichttrivialen Inhalts scheint eine Wertung als Bauernopfer gerechtfertigt.


[78.] Dcl/Fragment 083 07

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 7-12
Quelle: Haag 2001
Seite(n): 364, 366, Zeilen: 364: 5 ff., 101 ff.; 366: 29 ff.
Bereits im Jahr 1974 erteilten die europäischen Staats- und Regierungschefs der Europäischen Kommission auf einem Gipfeltreffen in Paris den Auftrag, zu prüfen, welche besonderen Rechte die Bürger der Mitgliedstaaten als Angehörige der Gemeinschaft erhalten könnten (Europäische Gemeinschaften [sic] 1974 [sic]). Die Kommission erstattete daraufhin 1975 den Staats- und Regierungschefs einen Bericht über die Zuerkennung besonderer Rechte (Kommission 1975).

[Im Jahr 1984 wurde auf Beschluss des Europäischen Rates eine Ad-hoc-Gruppe „Europa der Bürger“, der nach dem italienischen Europaparlamentarier benannte und von ihm geleitete „Adonnino-Ausschuss“, eingesetzt. Der Ausschuss befasste sich mit der Frage, wie das komplizierte politische System Europas seinen Bürgern besser vermittelt werden könnte und legte dem Europäischen Rat 1985 entsprechende Berichte dazu vor. Diese enthalten Vorschläge über die besonderen Bürgerrechte, die sich auf unterschiedliche Bereiche wie Kultur, Kommunikation, Information, Jugend, Erziehung, Austausch, Sport, freiwilliger Entwicklungsdienst, Gesundheit, soziale Sicherheit, Städtepartnerschaften und die Stärkung der Identität der Gemeinschaft beziehen. Wichtigste Anliegen waren die Verwirklichung der Personenfreizügigkeit im Sinne der Freiheit, in einem anderen Land als dem Heimatland wohnen und arbeiten zu dürfen, und die Niederlassungsfreiheit (Europäische Gemeinschaften [sic] 1985).]


Europäische Gemeinschaften, [sic] 1974: [sic] Kommuniqué zum Treffen der Regierungschefs der Gemeinschaften [sic], Paris, 9. und 10.12.1974, In: Gesamtbericht (1974), S. 337 ff., Ziff. 10 und 11.

Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 1975: Europa der [sic] Bürger, Bull. EG 7/75, [sic] S. 5ff., 23 ff.

[Europäische Gemeinschaften, [sic] 1985: Europa der Bürger, Berichte des Ad-hoc-Ausschusses, Bull. EG Beil. 7/85, S. 9 ff. und 19 ff.]

[Seite 364]

672

Bereits im Jahre 1974 erteilten die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen in Paris den Auftrag zu prüfen, welche „besonderen Rechte als Angehörige der Gemeinschaft“ die Bürger der Mitgliedstaaten erhalten könnten.58 Die Kommission erstattete daraufhin am 3. Juli 1975 einen Bericht über die Möglichkeit der „Zuerkennung besonderer Rechte“,59 der jedoch zunächst ohne Folgen blieb.
Die auf einen Beschluss des Europäischen Rates von Fontainebleau aus dem Jahre 1984 eingesetzte Ad-hoc-Gruppe „Europa der Bürger“ (Adonnino-Gruppe) legte dem Europäischen Rat im März und im Juni 1985 jeweils einen Bericht vor.60 Die beiden Berichte enthalten Vorschläge, die sich außer auf „besondere Bürgerrechte“ auch auf so unterschiedliche Bereiche wie Kultur und Kommunikation, Information, Jugend, Erziehung, Austausch und Sport, freiwilliger Entwicklungsdienst in Entwicklungsländern, Gesundheit, soziale Sicherheit, Drogen, Städtepartnerschaften sowie Stärkung des Bildes und der Identität der Gemeinschaft erstreckten.

58 Kommuniqué zum Treffen der Regierungschefs der Gemeinschaften [sic], Paris, 9. und 10. 12. 1974, abgedruckt in: 8. Gesamtbericht (1974), S. 337 ff., Ziff. 10 und 11.

59 Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Europa für die Bürger, Bull. EG 7/75, [sic] S. 5 ff., 23 ff.

60 Europa der Bürger, Berichte des Ad-hoc-Ausschusses, Bull. EG Beil. 7/85, S. 9 ff. und 19 ff.

[Seite 366]

10.2.3 Die Unionsbürgerrechte im Einzelnen
10.2.3.1 Das allgemeine Recht auf Bewegungs- und Aufenthaltsfreiheit

677

Mit Art. 18 EGV wurde ein unmittelbar wirksames allgemeines Recht auf Bewegungs- und Aufenthaltsfreiheit in den EG-Vertrag eingefügt. Zunächst hatte der Vertrag ein Recht auf freie Bewegung und Aufenthalt ausdrücklich nur im Rahmen der Personenverkehrsfreiheiten (Freizügigkeit, Niederlassungsfreiheit, Dienstleistungsfreiheit) gewährt.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird erst am Ende des auf den in eckige Klammern gesetzten folgenden Absatzes auf der nächsten Seite genannt.

Bzgl. der Literaturnachweise ist anzumerken:

  • Die Quellenangabe "Europäische Gemeinschaften, 1974: Kommuniqué zum Treffen der Regierungschefs der Gemeinschaften [...] In: Gesamtbericht (1974) [...]" im Literaturverzeichnis der Verf.in ist in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft:
    • Der "Achte[r] Gesamtbericht über die Tätigkeit der Europäischen Gemeinschaften 1974" ist erst im Februar 1975 erschienen, vgl. [101].
    • Im Original zeichnet zusätzlich zu den drei Europäischen Gemeinschaften auch noch die Kommission als Autorin verantwortlich.
    • Auf S. 337 ist von einem "Treffen der Regierungschefs der Gemeinschaft" die Rede, was auch bei Haag (2001) nicht entsprechend wiedergegeben wird.
  • Die Quellenangabe "Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 1975: Europa der Bürger, Bull. EG 7/75 [...]" im Literaturverzeichnis der Verf.in bzw. diejenige in Fußnote 59 der Quelle ist in dieser Form nicht richtig, da die entspr. Texte in der "Europa für die Bürger" betitelten Beilage zum EG-Bulletin 7/75 enthalten sind, vgl. [102]. Genau genommen handelt es sich auch nicht um nur einen, sondern um zwei Berichte, deren erster in einem Abschnitt "Paßunion" auf S. 5 ff. abgedruckt ist und deren zweiter sich in dem auf S. 23 beginnenden Abschnitt "Zuerkennung besonderer Rechte" findet; Haag – und mit ihm die Verf.in – subsumiert aber offenbar die geplante Passunion unter die Zuerkennung besonderer Rechte für Unionsbürger. Die Verf.in
    • übernimmt hier also den Titel fehlerhaft aus der Quelle;
    • unterschlägt ebenso wie diese, dass sich die Berichte in der Beilage des Bulletins – und nicht in diesem selbst – finden (bei den Berichten des Ad-hoc-Ausschusses in der Beilage des EG-Bulletins 7/85 hingegen wird diese sowohl in der Quelle als auch in der untersuchten Arbeit angegeben); und
    • erweckt zudem – wiederum analog zur Quelle – den Eindruck, dass in der Publikation nur ein einziger Bericht enthalten ist.
  • Autorin der Beilage des EG-Bulletins 7/85 ist die Europäische Kommission, vgl. [103].

Da die Verf.in den ersten Absatz inkl. Fehlern bzw. Ungenauigkeiten bei den Literaturnachweisen mehr oder weniger wörtlich übernimmt (und bei Letzteren noch eigene Fehler hinzufügt), ist es unwahrscheinlich, dass sie die entspr. Texte rezipiert hat.
Über die Berichte des Ad-hoc-Ausschusses lässt sich dies nicht so klar sagen, da sich diesbzgl. in der Quelle keine Fehler nachweisen lassen. Auch wenn hierbei ein Teil der Rezeption übernommen wird und sich die "besonderen Bürgerrechte" entgegen der Aussage der Verf.in nicht auf "unterschiedliche Bereiche wie Kultur" etc. beziehen, sondern parallel dazu aufgeführt werden – siehe S. 20 ff. der Beilage –, gehen ihre Ausführungen zum Teil über diejenigen Haags hinaus, und dessen Aussagen auf S. 366 beziehen sich auch nicht auf die Berichte. Daher wird der in eckige Klammern gesetzte zweite Absatz konservativ nicht als Plagiat gewertet.


[79.] Dcl/Fragment 084 06

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 6-9, 21-25
Quelle: Wallace 2003
Seite(n): 263, 264, Zeilen: 263: 31 ff.; 264: 9 ff., 27 ff.
Die Kommission baute dazu zu einer Vielzahl von Adressaten ihrer Politik direkte Beziehungen auf, vor allem zu Experten, Wissensgemeinschaften und relevanten Gesprächspartnern in den Mitgliedstaaten, die den politischen Prozess beeinflussten (van Schendelen 2002). [...]

[...] Die Kommission bediente sich der Strukturfonds in einer Weise, die den Spielraum lokaler und regionaler Politik gegenüber rein nationalstaatlichen Maßnahmen ausweitete. Dadurch erlangte sie die Möglichkeit, zunehmend in direkte Beziehung zu regionalen Gebietskörperschaften und lokalen Entwicklungsorganisationen zu treten (Keating 1993; Hooghe / Marks 2001).


Hooghe, Liesbet / Marks, Gary, 2001: Multilevel [sic] Governance and European Integration. Lanham: Rowman & Littlefield.

Keating, Michael, 1993: The Continental Meso: Regions in the European Community. In: Sharpe, Laurence J. (Hrsg.): The Rise of Meso Government in Europe. London: [sic] Sage.

Van Schendelen, Rinus, 2002: ‚Machiavelli in Brussels’ [sic]. The Art of Lobbying in [sic] the EU. Amsterdam: Amsterdam University Press.

[Seite 263]

Die Kommission war stets bestrebt, mehr politische Glaubwürdigkeit und einen größeren politischen Einfluss zu gewinnen. Sie entwickelte sich zu einem komplexen Organ und baute eine Vielzahl von direkten Beziehungen zu den Adressaten ihrer Politik auf, vor allem zu Experten und relevanten Gesprächspartnern in den Mitgliedstaaten. [Der unschöne Begriff „Komitologie“ umschreibt die-

[Seite 264]

se Entwicklung und suggeriert eine starke Bürokratisierung der politischen Gestaltungsprozesse innerhalb der Kommission. Dieses Bild ist jedoch in wesentlichen Elementen irreführend, da die Kommission auch — und meistens mit Erfolg — enge und produktive Beziehungen zu Experten pflegte und oftmals schneller auf neue politische Probleme reagierte, als die ebenso bürokratischen und nicht selten auch konservativen und traditionsverpflichteten Entscheidungsprozesse innerhalb der Mitgliedstaaten (Joerges/Vos 1999; van Schendelen 2002).] Um die Kommission herum entwickelten sich Wissensgemeinschaften, die innovative Politikideen hervorbrachten. [...]

[...] Drittens bediente sich die Kommission der Strukturfonds in einer Art und Weise, die den Spielraum lokaler und regionaler Politik gegenüber rein nationalstaatlichen Maßnahmen deutlich ausweitete. Dadurch erlangte die Kommission die Möglichkeit, zunehmend in direkte Beziehung zu regionalen Gebietskörperschaften und lokalen Entwicklungsorganisationen zu treten (Keating 1993; Hooghe/Marks 2001).


Hooghe, Liesbet/Marks, Gary 2001: Multilevel [sic] Governance and European Integration, Lanham.

[Joerges, Christian/Vos, Ellen 1999: EU Committees: Social Regulation, Law and Politics, Oxford.]

Keating, Michael 1993: The Continental Meso: Regions in the European Community, in: Sharpe, Laurence J. (Hrsg): The Rise of Meso Government in Europe, London. [sic]

[van Schendelen, Rinus 2002: „Machiavelli in Brussels“ [sic]. The Art of Lobbying in [sic] the EU, Amsterdam.]

Anmerkungen

Bemerkenswert ist, dass die Verf.in hier nicht ihre tatsächliche Quelle Wallace (2003) referenziert, sondern u. a. ein in dieser referenziertes Werk van Schendelens (2002). Bei Wallace wird die Aussage, für die die Verf.in van Schendelen anführt, diesem anscheinend jedoch nicht zugeschrieben (und da es sich hierbei um einen englischsprachigen Text handelt, können die wörtlichen Übereinstimmungen in der vorliegenden sprachlichen Form dort auch nicht enthalten sein – was auch für die beiden anderen englischsprachigen Titel gilt).

Weiterhin fällt Folgendes auf:

  • Der Originaltitel von Hooghe / Marks (2001) lautet Multi-Level Governance and European Integration, vgl. [104]. Dieser ist sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in fehlerhaft angegeben.
  • Bei Keating (1993) fehlt wie in der Quelle die Seitenzahl seiner Abhandlung in dem Sammelband. Außerdem erschien The Rise of Meso Government in Europe außer in London zugleich auch in Newbury Park und New Delhi. [105]
  • Der Titel von van Schendelens Werk lautet Machiavelli in Brussels. The Art of Lobbying the EU, vgl. [106]. Dieser wird sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in in zweierlei Hinsicht fehlerhaft wiedergegeben.

Die Werke von Hooghe / Marks, Keating und van Schendelen werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der gesamten untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle erwähnt.

Wallace wird in den jeweiligen, hier nicht vollständig wiedergegebenen Absätzen genannt, daher Wertung als Bauernopfer.


[80.] Dcl/Fragment 084 30

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 30-33
Quelle: Gellner Glatzmeier 2005
Seite(n): 9, Zeilen: re. Sp. 26 ff.
Die Europäische Kommission formulierte dazu in ihrem Jahresprogramm 1996 als Zielsetzung den Aufbau eines „Europas der Bürger“ unter besonderer Betonung bürgernaher Politiken, die dazu beitragen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu einer Wertegemeinschaft zu stärken (Gellner / Glatzmeier 2005).

Gellner, Winand / Glatzmeier, Armin, 2005: Die Suche nach der europäischen Zivilgesellschaft. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 36/2005, S. 8 - 15.

1996 bekräftigte die Kommission erneut den Wunsch nacheiner stärkeren Integration der Bürger und berücksichtigte in ihrem Jahresprogramm den „Aufbau eines Europas der Bürger unter besonderer Betonung bürgernaher Politiken, die dazu beitragen, das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Wertegemeinschaft zu stärken“13.

13 Vgl. Bulletin EU 1/2–1996 [1.10.10], http://europa.eu.int/abc/doc/off/bull/de/9601/p110010.htm (27. 6. 2005).

Anmerkungen

Die tatsächliche Quelle wird genannt, aber die Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich gemacht.

Wenn man davon absieht, dass die Verf.in "Zugehörigkeit" in "Zusammengehörigkeit" ändert, kopiert sie 23 aufeinanderfolgende Wörter, von denen sie drei Gellner / Glatzmeier (2005) als wörtliches Zitat zuschreibt. In Wirklichkeit gibt sie aber über die Quelle ein Zitat aus dem EU-Bulletin wieder (vgl. auch S. 154 unter [107]), was sie unterschlägt.


[81.] Dcl/Fragment 085 12

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 12-16
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 108, 109, Zeilen: 108: 28 ff.; 109: 1 ff.
Dabei wurden insbesondere gemeinnützige Vereine der Zivilgesellschaft als Nährboden für künftige sozialpolitische Initiativen und Fundament der Demokratie eingestuft, weil sie einen Sinn für Solidarität und Bürgerengagement pflegen und damit Funktionen erfüllen, die für die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft von besonderer Bedeutung sind (Kommission 1997).

Europäische Kommission, 1997: Mitteilung über die Förderung der Rolle gemeinnütziger Vereine und Stiftungen in Europa. Brüssel: KOM (1997) 241 endgültig.

[Seite 108]

[Im Jahre 1997 gab die Kommission eine „Mitteilung über die Förderung der Rolle gemeinnütziger Vereine und Stiftungen in Europa” (Kommission 1997) heraus, die gemeinsam von der GD V und der GD XXIII entworfen wurde.] [...]

[...] Es wird angenommen, dass gemeinnützige Vereine den Nährboden für künftige sozialpolitische Initiativen bilden. Zudem pflegen gemeinnützige Vereine und Stiftungen einen Sinn für Solidarität and Bürgerengagement und stellen damit ein Fundament unserer Demokratie bereit.

[Seite 109]

Auf diese Weise erfüllen sie Funktionen, die angesichts der Herausforderungen, welchen sich die Europäische Gemeinschaft heute gegenüber sieht, von besonderer Bedeutung sind.


Kommission 1997: Mitteilung über die Förderung der Rolle gemeinnütziger Vereine und Stiftungen in Europa, 6. Juni 1997, KOM (97) 241 endg.

Anmerkungen

Smismans (2005) wird im vorigen Satz (am Ende des vorigen Absatzes) und im folgenden Satz angeführt, daher Wertung als Bauernopfer.

Hier rezipiert nicht die Verf.in selbst die "Mitteilung", wie durch die Quellennennung angegeben, sondern sie gibt lediglich die Rezeption von Smismans wieder: In dem Dokument der EU-Kommission kommen die Begriffe "Nährboden", "sozialpolitische Initiativen", "Fundament" und "Bürgerengagement" nicht vor, siehe [108] bzw. [109].

Die Mitteilung der Europäischen Kommission (1997) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[82.] Dcl/Fragment 085 29

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 29-34
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 109, 110, Zeilen: 109: 29 ff.; 110: 1 f.
Der Diskurs über die Rolle der Zivilgesellschaft und deren wachsende Bedeutung auf internationaler und europäischer Ebene erweiterte sich sowohl im Hinblick auf die Anzahl der politischen Akteure, die von ihm Gebrauch machten, als auch bezogen auf seinen Inhalt. Insbesondere die Legitimationskrise der europäischen Institutionen, vor allem der Europäischen Kommission, führten zur Entdeckung der Zivilgesellschaft, die auch in der Politikwissenschaft als Basis von Reformen und Quelle demokratischer Legitimation [gesehen wurde (Kaelble 2002; Eder 2003; Kevin 2003; Kantner 2004; Kocka 2004; Preuß 2004; Ruzza 2004; Bruter 2004, 2005; Peters 2005; Trenz 2005b; Kohler-Koch 2007).]

Bruter, Michael 2004: Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity. In: Herrmann, Richard / Risse, Thomas / Brewer, Marilynn B. (Hrsg.): Transnational Identities: Becoming European in the EU. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Bruter, Michael 2005: Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity. London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Kaelble, Hartmut, 2002: Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und. 20. Jahrhundert. In: Kaelble, Hartmut / Kirsch, Martin / Schmidt-Gernig, Alexander (Hrsg.): Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

Kantner, Cathleen, 2004: Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, Deirdre, 2003: Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society [sic] from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Peters, Bernhard, 2005: Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy. In: Eriksen, Erik Oddvar (Hrsg.): Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU. London: Routledge.

Preuß, Ulrich K., 2004: Transformation des europäischen Nationalstaates - Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit. In: Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.): Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos, S. 44 - 60.

Ruzza, Carlo, 2004: Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance. Manchester: [sic] Manchester University Press.

Trenz, Hans-Jörg, 2005b: Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

[Seite 109]

Ende der 1990er Jahre erweiterte sich der Diskurs über die Rolle von NGOs und intermediären Organisationen sowohl hinsichtlich der Anzahl der politischen Akteure, die von ihm Gebrauch machten, als auch im Hinblick auf seinen Inhalt. [...] Zum anderen führte die Legitimationskrise der europäischen Institutionen, vor allem der Kommis-

[Seite 110]

sion, zur Entdeckung der Zivilgesellschaft als Basis für administrative Reformen und als Quelle demokratischer Legitimation.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle Smismans (2005), dessen Ausführungen die Verf.in hier etwas verändert und ausschmückt, wird am Ende des vorigen Absatzes genannt. Es ist schwer verständlich, warum sie statt dieser 12 Titel anderer Autoren anführt.

Exakt dieselben 12 Referenzen – die sämtlich im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthalten sind (siehe z. B. Fragment 016 22) – finden sich in der untersuchten Arbeit auch bei Aussagen auf den S. 16, 73 und 99, siehe Fragment 016 22, Fragment 073 04 und Fragment 099 19 (alle keine Wertung). Weiterhin lassen sich folgende Punkte feststellen:

  • Bei Bruter (2004) fehlt bei der Verf.in im Titel bei "Citizens" wie bei Liebert / Trenz der Genitiv-Apostroph [110] sowie die Seitenangabe des Beitrags.
  • Bruter (2005) ist bei Palgrave Macmillan in Houndmills, Basingstoke, Hampshire und New York und nicht in London erschienen. [111] Diese Falschangabe findet sich auch bei Liebert / Trenz.
  • Bzgl. des Aufsatzes von Eder (2003) gibt es bei den bibliografischen Angaben im Vgl. zu Liebert / Trenz einige Unterschiede.
  • Bei Kaelble (2002) fehlt wie bei Liebert / Trenz die Angabe, auf welchen Seiten des Sammelbandes sich der Aufsatz findet, und New York als zweiter Verlagsort. [112]
  • Bei Kevin (2003) fehlt wie bei Liebert / Trenz im Titel ein Komma. [113]
  • Bei Kocka (2004) wird wie bei Liebert / Trenz im Titel das Substantiv "Society" mit Majuskel geschrieben, das Substantiv "perspective" jedoch nicht, was inkonsistent ist. Im Originalaufsatz werden beide Wörter mit Minuskeln geschrieben. [114]
  • Bei Kohler-Koch (2007) fehlt wie bei Liebert / Trenz die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband; auch sind im Titel die Substantive "interests" und "democracy" im Gegensatz zu "Organization" mit Minuskeln am Anfang geschrieben. Im Original lautet der Titel "The Organization of Interests and Democracy in the European Union". [115]
  • Bei Peters (2005) fehlt wie bei Liebert / Trenz die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband. Im Original lautet dieser "Public discourse, identity and the problem of democratic legitimacy". [116]
  • Bei Ruzza (2004) ist Movement coalitions and European governance der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zudem fehlt hier die Angabe von New York als zweitem Verlagsort. [117] Diese beiden Fehler finden sich sowohl bei Liebert / Trenz als auch in der vorliegenden Arbeit.
  • Der Titel von Trenz (2005b) lautet Europa in den Medien. Die europäische Integration im Spiegel nationaler Öffentlichkeit und wird wie bei Liebert / Trenz falsch wiedergegeben; wie dort fehlt überdies New York als zweiter Verlagsort. [118]

Bruter (2004 und 2005), Kevin (2003), Peters (2005), Preuß (2004) und Trenz (2005b) werden in der untersuchten Dissertation – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich auf den S. 16, 73, 86 und 99 genannt.


[83.] Dcl/Fragment 086 03

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 3-19
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 110, 111, 112, Zeilen: 110: 34 ff.; 111: 1 ff.; 112: 3 ff.
Die Europäische Kommission begann in der Folge einzelne Treffen mit Nichtregierungsorganisationen zu organisieren, die sich nach und nach zu einem strukturierten Dialog mit sektoralen Zusammenkünften zu spezifischen Themen entwickelten.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die Kommission als Antwort auf die Legitimationskrise europäischen Regierens ein „Diskussionspapier zum Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen“ in allen Politikfeldern beginnend mit den Bereichen Schutz der Menschenrechte, Umweltschutz und Verbraucherschutz (Kommission 2000). Als Motivationsgrundlage für diese Initiative wurden folgende Gründe benannt: zum einen wurde die Bedeutung von Nichtregierungsorganisationen für den politischen Entscheidungsprozess und das demokratische System der EU in Ergänzung zu den gewählten Repräsentanten zum Ausdruck gebracht. Darüber hinaus wurde herausgestellt, dass Nichtregierungsorganisationen die Möglichkeit haben, Benachteiligte und nicht Gehörte zu erreichen, die Europäischen Institutionen mit Expertise zu versorgen, von der EU geförderte Projekte zu verwalten und auszuwerten und durch die Förderung von Kooperationen nationaler Nichtregierungsorganisationen einen Beitrag zur europäischen Integration und zur Herausbildung einer europäischen Öffentlichkeit zu leisten (Kommission 2000).


Europäische Kommission, 2000: Diskussionspapier. Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen. Brüssel: KOM (2000) 11, 18. [sic]

[Seite 110]

Tatsächlich hatte die für Handel zuständige GD auf der Ebene der Kommission 1998 begonnen, Ad-hoc-Treffen mit NGOs zu organisieren. Was als “PR [public relations] effort to explain to the worried people that there was nothing to worry about” (Göhring 2004 i.E.) begonnen hatte, entwickelte

[Seite 111]

sich zu einem strukturierteren Dialog, der nicht nur allgemeine Treffen, sondern auch sektorale Zusammenkünfte zu spezifischen Themen umfasste.11

[...] Im Jahre 2000 veröffentlichte die Kommission das Diskussionspapier „Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen” (Kommission 2000). Das Papier ist im Kontext einer weitreichenden administrativen Reform der Europäischen Kommission zu sehen, die von Kommissionspräsident Prodi und Vize-Präsident Kinnock als Antwort auf die Betrugsvorfälle und die Legitimitätskrise der vorangegangenen Santer-Kommission angestoßen wurde. Obwohl das Diskussionspapier NGOs ähnlich definiert wie die 1997er Mitteilung gemeinnützige Vereine, bezieht sich das Diskussionspapier auf die Beziehung zwischen Kommission und NGOs in allen Politikfeldern und nicht nur in der Sozialpolitik. Tatsächlich etablierte die Kommission wichtige NGO-Kontakte in Bereichen wie Entwicklung und Menschenrechte, Umweltschutz und Verbraucherangelegenheiten. [...]

Während in früheren Dokumenten nur allgemein auf die Bedeutung gemeinnütziger Vereine für die Demokratie verwiesen wurde, hebt das Diskussionspapier 2000 die besondere Bedeutung von NGOs für die Legitimation europäischen Regierens hervor. Zur Begründung werden fünf Überlegungen angeführt:

1. “[...] Increasingly NGOs are recognised as a significant component of civil society and as providing valuable support for a democratic system of government” (Kommission 2000). Auch wenn der politische Entscheidungsprozess in der EU “is first and foremost legitimised by the elected representatives of the European people, NGOs can make a contribution fostering a more participatory democracy both within the European Union and beyond” (ebenda). [...]


11 [...]

[Seite 112]

[...]

2. NGOs haben die Möglichkeit, die Ärmsten und am meisten Benachteiligten zu erreichen und als Stimme für diese nicht ausreichend Gehörten zu fungieren.

3. NGOs versorgen die EU mit Expertise.

4. NGOs können von der EU finanzierte Projekte verwalten, überwachen und auswerten.

5. Europäische NGOs leisten durch die Ermunterung nationaler NGOs, miteinander zu kooperieren, einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration und für die Formierung einer europäischen öffentlichen Meinung.


Göhring, Rebekka 2004 (i.E.): Interest Representation and Civil Society Formation, in: Warleigh, A./Fairbrass, J. (Hrsg.), Integrating Interests in the European Union: The New Politics of Persuasion, Advocacy and Influence.

Kommission 2000: Diskussionspapier. Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen, COM (2000) 11, 18.
Januar 2000,
http://europa.eu.int/comm/secretariat_general/sgc/ong/docs/communication_de.pdf,
aufgerufen am: 05.01.2005.

Anmerkungen

Nicht kenntlich gemachte Übernahme einer Rezeption eines Diskussionspapiers der Europäischen Kommission von Smismans (2005) inkl. einiger zuvor gemachter Ausführungen.

Man beachte insbesondere, dass die Verf.in in ihrem Literaturverzeichnis das Kommissionspapier falsch mit "KOM (2000) 11, 18" bezeichnet, da sie wohl nicht erkannt hat, dass beim Literaturnachweis in der Quelle – siehe auch dessen Scan"18." semantisch zu "Januar 2000" gehört. Korrekt wird es auf Deutsch mit "KOM(2000) 11 endgültig" bezeichnet, vgl. [119].
(Nebenbei bemerkt ist auch der Literaturnachweis bei Smismans inkorrekt, da er offensichtlich eine englischsprachige Version des Papiers wörtlich zitiert, dessen Titel aber auf Deutsch angibt und der URL auch zu einer deutschsprachigen Version führt, vgl. [120].)

Abgesehen vom Literaturverzeichnis wird der Titel Kommission (2000) in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Da Smismans sowohl zwei Absätze zuvor auf der Vorseite als auch im folgenden Absatz auf dieser Seite angeführt wird, Wertung als Bauernopfer.


[84.] Dcl/Fragment 086 30

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 30-33
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 112, Zeilen: 12 ff.
[Die Kommission deklarierte es als Reaktion auf den Wandel der Europäischen Union insgesamt, die „nicht mehr nur danach beurteilt [wird], ob sie Handelsschranken abbauen oder den Binnenmarkt vollenden kann, [sondern] ihre Legitimität nur aus Teilhabe und Einbindung beziehen [kann].“ (Kommission 2001a: 14).] Die Europäische Kommission betont hier explizit den Zusammenhang zwischen der Einbeziehung der Zivilgesellschaft und der demokratischen Legitimation europäischen Regierens, indem sie dem Dialog mit der Zivilgesellschaft einen besonderen Stellenwert zumisst:
[„Das alte lineare Modell, bei dem die Politik von oben herab verkündet wird, muss durch einen circulus virtuosus ersetzt werden, einen Spiralprozess, der - von der Gestaltung bis zur Durchführung der Politik - auf Rückkoppelung, Netzwerken und Partizipation auf allen Ebenen beruht.“ (Kommission 2001a: 14)]

Europäische Kommission, 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch. Brüssel: KOM (2001) 428 endgültig.

Der Zusammenhang zwischen der Einbindung der Zivilgesellschaft und der Legitimation europäischen Regierens wird darüber hinaus im Weißbuch der Kommission zum Europäischen Regieren betont (Kommission 2001). [...] Dem Dialog mit der Zivilgesellschaft wird im Weißbuch ein besonderer Stellenwert zugemessen.

Kommission 2001: Europäisches Regieren – Ein Weißbuch der Kommission, COM (2001) 428, 25. Juli 2001, http://europa.eu.int/eur-lex/de/com/cnc/2001/ com2001_0428de01.pdf [sic], aufgerufen am: 05.01.2005.

Anmerkungen

Smismans (2005) wird am Ende des vorigen Absatzes als Quelle genannt, für diese Aussage jedoch nicht.

Die in eckige Klammern gesetzten Sätze dienen zur Kontextualisierung der Übernahme und werden nicht als Plagiat gewertet.


[85.] Dcl/Fragment 088 09

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 88, Zeilen: 9-16
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 113, 114, Zeilen: 113: 17 ff.; 114: 4 f., 102
In der Folge des Weißbuches leitete die Kommission Maßnahmen zum einen zur Verbesserung der Transparenz von Konsultationsstrukturen und zum anderen zur Formulierung von Mindeststandards für Konsultationen ein. Es wurde die Datenbank CONNECS [sic] eingerichtet (Consultation, the European Commission and Civil Society), die einen Überblick über Beratungsstrukturen der Gemeinschaft und eine Auswahl von auf europäischer Ebene aktiven Nichtregierungsorganisationen enthält. Darüber hinaus etablierte die Kommission das Online-Portal „Your Voice in Europe“ (Kommission 2007b) mit einem Zugang zu Konsultationen über Grün- und Weißbücher.

Europäische Kommission, 2007b: Ihre Stimme in Europa. URL: http://ec.europa.eu/yourvoice/index_de.htm, 03.12.2008

[Seite 113]

In der Folge hat die Kommission zwei Maßnahmenbündel zur verbesserten Einbindung zivilgesellschaftlicher Organisationen ergriffen, die im Diskussionspapier 2000 und im Weißbuch konzipiert worden waren: Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz von Konsultationsstrukturen zum einen und zur Formulierung von (nicht-bindenden) Minimalstandards für Konsultationen zum anderen. Vor diesem Hintergrund wurde auf dem EUROPA Server [sic] die Datenbank CONECCS (Consultation, the European Commission and Civil Society) eingerichtet, die einen Überblick über die Beratungsstrukturen der Gemeinschaft und eine (unvollständige) Liste von auf europäischer Ebene aktiven NGOs bereithält.

[Seite 114]

Breiter angelegt ist der von der Kommission eingerichtete Online-Zugang zu Konsultationen über Grün- oder Weißbücher Your Voice in Europe.18


18 http://europa.eu.int/yourvoice/index_en.htm

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Smismans (2005) wird im vorigen Absatz genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Das Akronym "CONECCS" überträgt die Verf.in fehlerhaft. Im letzten Satz ersetzt sie lediglich die Fußnote durch eine Literaturreferenz und hierbei den angegebenen durch einen damals aktuellen URL.


[86.] Dcl/Fragment 090 02

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 2-5, 23-31
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 8, 10, Zeilen: 8: 32 ff., 37 ff.; 10: 12 ff., 19 ff.
Als Antwort darauf beschlossen die Staats- und Regierungschefs im Juni 2005 eine „Phase der Reflexion“ bis Mitte 2006, in der in den Mitgliedstaaten eine umfassende Debatte über die Zukunft Europas geführt werden sollte.

[...]

[In diesem Zusammenhang wurde ein Maßnahmekatalog entwickelt, der in den Jahren 2005 und 2006 umgesetzt werden sollte.] Die Präsenz der Kommissare in den nationalen Parlamenten durch die Teilnahme an Plenartagungen, Besuche der Kommissare in den Mitgliedstaaten, die Einrichtung europäischer runder Tische für Demokratie mit Vertretern der Zivilgesellschaft, die verstärkte Unterstützung von europäischen Bürgerprojekten, die Förderung der Transparenz von Ratssitzungen und die Förderung von Vorhaben zur Steigerung der Wahlbeteiligung gehörten zu den darin benannten Maßnahmen. Diese zielten zwar nicht unmittelbar auf die Partizipation der Bürger am europäischen Entscheidungsprozess, jedoch auf die Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit als Voraussetzung für die demokratische Legitimation der Europäischen Union.

[Seite 10]

Als Antwort auf die ablehnenden Voten in Frankreich und den Niederlanden zum Verfassungsvertrag haben sich die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel im Juni 2005 für eine „Phase der Reflexion“ bis Mitte 2006 ausgesprochen, in der in den Mitgliedstaaten eine umfassende öffentliche Debatte über die Zukunft der Europäischen Union geführt werden soll. [...] Darüber hinaus schlägt die Kommission eine Reihe von Maßnahmen auf europäischer Ebene vor, wie insbesondere die regelmäßige Präsenz der Kommissare in den nationalen Parlamenten, möglichst viele Besuche der Kommissare in den Mitgliedstaaten, die Einrichtung eines Europäischen Rundes Tisches für Demokratie, die Unterstützung von europäischen Bürgerprojekten, die Förderung der Transparenz von Ratssitzungen, die Einrichtung eines Netzwerkes von „Europäischen Goodwill-Botschaftern“ aus Kultur, Wirtschaft, Sport sowie die Förderung von Vorhaben zur Steigerung der Wahlbeteiligung.

[Seite 8]

Um die Unterstützung der Bevölkerung für das europäische Projekt zurück zu gewinnen, ist eine Verbesserung des Inhalts europäischer Politik allein nicht ausreichend, vielmehr müssen auch deren Strukturen geändert werden. [...] Zudem fehlt es in ausreichendem Maße an einer politischen Öffentlichkeit als Vermittlungs- und Kontrollinstanz, die auf mittelbarem Wege ebenfalls der Partizipation der Bürger am europäischen Entscheidungssystem dienen kann.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Bei dem Punkt "Einrichtung europäischer runder Tische für Demokratie" nimmt die Verf.in eine geringfügige Ergänzung vor. Der letzte Halbsatz löst sich etwas stärker von der Quelle.

Der in eckige Klammern gesetzte Satz wird konservativ nicht als Plagiat gewertet.


[87.] Dcl/Fragment 091 26

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 26-30
Quelle: Europäische Kommission 2007a
Seite(n): 13, 18, Zeilen: 13: 8 ff.; 18: 10 ff.
Es wurde eine neue Internetstrategie zur Unterstützung von Netzen der Zivilgesellschaft und Internetangeboten, die sich mit EU-Themen beschäftigen und die Debatte über EU-Politikfragen beleben, und eine neue audiovisuelle Strategie zur Unterstützung von europaweiten Kooperationen von Rundfunksendern vorbereitet (Kommission 2006b).

Europäische Kommission, 2006b: Weißbuch über eine europäische Kommunikationspolitik. Brüssel: KOM (2006) 35 endgültig.

[Seite 13]

Die Kommission möchte den Aufbau eines Netzes aus Websites der Zivilgesellschaft sowie des privaten und öffentlichen Sektors unterstützen, die den Kontakt mit oder zwischen den europäischen Bürgern fördern, und Websites unterstützen, die sich besonders europäischen Themen widmen und die Debatte über EU-Politikfragen beleben.

[Seite 18]

Die Kommission wird darüber hinaus in den kommenden Monaten:

– eine neue Internet-Strategie zur Unterstützung von Netzen der Zivilgesellschaft und EU-fokussierten privaten und öffentlichen Websites, die Kontakte mit oder zwischen den Bürgern Europas fördern, verabschieden;

– eine neue audiovisuelle Strategie zur Unterstützung von europaweiten Netzen von Rundfunksendern im Hinblick auf die Produktion und Ausstrahlung von Programmen zu EU-Themen verabschieden;

[...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle (aus der drei Sätze weiter, im ersten Satz der folgenden Seite 92, abermals übernommen wird, siehe Fragment 092 01 (keine Wertung)).

In Kommission (2006b) finden sich die Ausführungen der Verf.in so nicht, vgl. [121].


[88.] Dcl/Fragment 093 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 1-4
Quelle: Europäische Kommission 2006
Seite(n): 12, Zeilen: 39 ff.
Das Arbeitsprogramm bekennt sich zur operationellen Partnerschaft mit den Behörden auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene sowie der Zivilgesellschaft in den Mitgliedstaaten und den anderen wichtigen Akteuren einschließlich der Medien für eine bessere Vermittlung Europas in allen Politikbereichen. Die Kommission bemüht sich weiterhin um eine operationelle und erfolgreiche Partnerschaft mit den Behörden auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene sowie der Zivilgesellschaft in den Mitgliedstaaten und den anderen wichtigen Akteuren einschließlich der Medien.
Anmerkungen

Die Quelle wird zwar (im vorhergehenden Absatz auf der Vorseite) genannt, die Übernahme von 24 aufeinanderfolgenden Wörtern jedoch nicht kenntlich gemacht.


[89.] Dcl/Fragment 093 04

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 4-16, 30-33
Quelle: Europäische Kommission 2007b
Seite(n): 5, 8, 15, 54, Zeilen: 5: 27 f.; 8: 11 ff.; 15: 33 ff.; 54: 2 ff.
[Das Arbeitsprogramm bekennt sich zur operationellen Partnerschaft mit den Behörden auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene sowie der Zivilgesellschaft in den Mitgliedstaaten und den anderen wichtigen Akteuren einschließlich der Medien für eine bessere Vermittlung Europas in allen Politikbereichen.] Zu den festgelegten Prioritäten der Europäischen Kommission für die Kommunikation mit den europäischen Bürgern gehörten der EU-Reformvertrag, die Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung, der Energie- und Klimawandel, die Rolle Europas in der Welt, der Klimawandel [sic], die Verbesserung der Rechtsetzung, Fragen von Migration und Integration, das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 und die EU-Mittelverteilung. Die Kommission setzte sich mit ihrem Arbeitsprogramm das Ziel, die Kommunikation stärker auf die lokale Ebene auszurichten und auf verschiedene Zielgruppen, Sektoren und Länder abzustimmen und dabei sowohl umfassende Informationen zu bieten, als auch einen Dialog zu verschiedenen europapolitischen Themen mit den Bürgern Europas zu führen. Für den Ratifizierungsprozesses des Lissabonner Vertrages wurden eine Verstärkung der Kommunikationsanstrengungen und die Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden vorgesehen. [...]

[...] Die beiden wichtigsten Vorhaben waren in diesem Zusammenhang die Erstellung eines Registers der Interessenvertreter und die Sicherstellung der vollständigen Transparenz im Hinblick auf die Endempfänger von EU-Fördermitteln (Kommission 2006g).


Europäische Kommission, 2006g: Eine neue transparente europäische Kohäsionspolitik. Brüssel: inforegio panorama Dezember 2006, Nr. 21.

[Seite 54 [Anhang 4]]

Die Kommission hat sich bereit erklärt, die nachstehenden Themen als organübergreifende Kommunikationsprioritäten zu behandeln:

Organübergreifende Kommunikationsprioritäten für 2008

    • Reformvertrag
    • Energie und Klimawandel
    • Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs

Geplante Kommunikationsprioritäten für 2008

    • Reformvertrag
    • Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung und Verbesserung der     Rechtsetzung [sic]
    • Energie und Klimawandel
    • Migration
    • Rolle der EU auf internationaler Ebene
    • Haushaltsüberprüfung
    • [...]

[Seite 5]

Migration und soziale Integration sind zentrale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts [...].

[Seite 15]

Gleichzeitig muss die Kommunikation „lokalisiert“ erfolgen und die Kommission wird ihre Bemühungen fortsetzen, ihre Botschaften auf verschiedene Zielgruppen, Sektoren und Länder abzustimmen.

Im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss der Regierungskonferenz für einen neuen EU-Vertrag werden die Kommunikationsanstrengungen, die während des Ratifizierungsprozesses in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden noch verstärkt werden, darauf ausgerichtet sein, sowohl umfassende Informationen zu bieten als auch einen steten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern Europas zu führen.

[Die Kommunikationsprioritäten für 2008 werden in Anhang 4 aufgeführt.]

[Seite 8]

Im Rahmen der Durchführung der „Europäischen Transparenzinitiative“ wird die Kommission 2008 die Erstellung des Registers der Interessenvertreter einleiten und die Arbeiten zur Sicherstellung der vollständigen Transparenz im Hinblick auf die Endempfänger der EU-Mittel fortsetzen.

Anmerkungen

Die (eigentliche) Quelle des weitaus größten Teils des Textes wird nicht genannt:

  • Die Ausführungen im ersten Absatz von S. 93 beziehen sich auf das im letzten Absatz von S. 92 angeführte Legislativ- und Arbeitsprogramm 2007 der Europäischen Kommission. Dort finden sich die Inhalte der ersten drei Sätze des Fragments – den in eckige Klammern gesetzten Satz ganz oben, der hingegen großteils wörtlich aus jener Quelle übernommen wurde (siehe Fragment 093 01), hierbei nicht mitgezählt – jedoch zumindest in dieser Form nicht (dennoch ist in dem Legislativ- und Arbeitsprogramm 2007 z. B. auf S. 4 wortnäher von "'Europas Rolle in der Welt'" die Rede).
  • In Kommission (2006g) finden sich die Ausführungen der Verf.in im unteren Satz des Fragments ebenfalls so nicht, vgl. [122]. Insbesondere ist dort nicht von der Erstellung eines Registers der Interessenvertreter die Rede.

Die eigentliche Quelle dieser Ausführungen wird in der vorliegenden Arbeit erstmals und – abgesehen vom Literaturverzeichnis – einmalig auf S. 95 als Kommission (2007o) angeführt.


[90.] Dcl/Fragment 093 19

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 19-23
Quelle: Piotrowska 2006
Seite(n): 12, Zeilen: li. Sp. 5 ff.
Aus der Erkenntnis heraus, dass Bürger und Organisationen der Zivilgesellschaft sich der Rolle der Gemeinschaft bei der Finanzierung von Programmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Verstärkung der internen Kohäsion in ihren Regionen oftmals nur unzureichend bewusst sind, initiierte die Europäische Kommission die „Europäische Transparenzinitiative“ (Kommission 2006g).

Europäische Kommission, 2006g: Eine neue transparente europäische Kohäsionspolitik. Brüssel: inforegio panorama Dezember 2006, Nr. 21.

Die Erfahrung zeigt, dass sich die Bürger der Rolle der Gemeinschaft bei der Finanzierung von Programmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Verstärkung der internen Kohäsion in ihren Regionen oftmals nur unzureichend bewusst sind.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, aber die Übernahme von 32 aufeinanderfolgenden Wörtern nicht kenntlich gemacht.


[91.] Dcl/Fragment 095 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 1-5
Quelle: Europäische Kommission 2008
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 35 ff.; 11: 1 ff.
Weitere Kommunikationsprioritäten sind die Themen: Zukunft Europas für die Bürger, Energie- und Klimaschutz, nachhaltiges Wachstum, Beschäftigung, Solidarität und der Rückblick auf 20 Jahre demokratischen Wandels in Mittel- und Osteuropa, um die Beziehungen der Europäer untereinander und ihre gemeinsamen Werte wie Demokratie, Freiheit und Solidarität hervorzuheben (Kommission 2007e).

Europäische Kommission, 2007e: Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Partnerschaft für die Kommunikation über Europa. Brüssel: KOM (2007) 568 endgültig.

[Seite 10]

Die Koordinierung mit dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten wird auch für die Vermittlung der Fortschritte beim Energie-/Klimaschutz-Paket im Hinblick auf die Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 sowie für den Rückblick auf 20 Jahre demokratischen Wandels in Mittel- und Osteuropa von entscheidender Bedeutung sein. Unter diesem allgemeinen Motto wird sich die Kommission den Feiern zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs sowie zum fünften Jahrestag der Erweiterung 2004 widmen, um die Beziehungen der Europäer untereinander und ihre gemeinsamen Werte wie Demokratie, Freiheit und Solidarität hervorzuheben.

Angesichts der Maßnahmen der EU zur Bewältigung der Finanzkrise und ihrer Folgen in der gesamten Wirtschaft wird auch die Vermittlung des partnerschaftlichen Ansatzes in Bezug auf nachhaltiges Wachstum, Arbeitsplätze und Solidarität eine wichtige Priorität für alle drei Organe sein.

[Seite 11]

Die weiteren Kommunikationsprioritäten der Kommission konzentrieren sich auf die Erläuterung des Mehrwerts, den die EU in Bereichen vermittelt, die den Bürgern immer wichtiger werden, nämlich Sicherheit im Allgemeinen und die Notwendigkeit einer stärkeren Stellung Europas in der Welt.

Organübergreifende Kommunikationsprioritäten für 2009
• [...]
• Energie und Klimawandel
• 20 Jahre demokratischer Wandel in Mittel- und Osteuropa
• Nachhaltiges Wachstum, Arbeitsplätze und Solidarität
Weitere geplante Kommunikationsprioritäten für 2009
• Bürgernahes Europa der Zukunft
• [...]
Anmerkungen

In der von der Verf.in angegebenen Quelle finden sich die Ausführungen so nicht, vgl. [123]. Unklar bleibt, warum sie hier nicht ihre tatsächliche Quelle nennt.


[92.] Dcl/Fragment 098 29

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 29-32
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 86, 87, Zeilen: 86: letzte Zeile; 87: 1 f.
In der Literatur wird der Europäischen Kommission daher insgesamt eine klare Tendenz ihres politischen Handelns in Richtung erweiterter Partizipationsmöglichkeiten zugesprochen (Schramm 1995; Magnette 2001; Armstrong 2001).

Armstrong, Kenneth A., 2001: Civil Society and the White Paper - Bridging or Jumping the Gaps? Jean Monnet Working Paper No. 6/01: New York University School of Law.

Magnette, Paul, 2001: European Governance and Civic Participation. Can the European Union be politicised? Jean Monnet Working Paper No. 6/01: New York University School of Law.

Schramm, Jürgen, [sic] 1995: The Role of Non-governmental Organisations [sic] in the new European Order: [sic] Theory - International Relations - Area Report [sic]. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

[Seite 86]

Insgesamt wurde der EU eine klare Tendenz in

[Seite 87]

Richtung erweiterter Partizipationsmöglichkeiten zugesprochen (Schramm 1995; Magnette 2001; Armstrong 2001).


Armstrong, Kenneth 2001: Civil Society and the White Paper — Bridging or Jumping the Gaps? The Jean Monnet Working Paper, 6, 1, 1-11 (http://www.jeanmonnetprogram. org/papers/01/011601.html [sic]).

Magnette, Paul 2001: European Governance and Civic Participation. Can the European Union be politicised? Jean Monnet Working Paper, 6, 1, 1-15  Im Internet siehe: (http://www.jeanmonnetprogram.org/papers/01/010601. html [sic]).

Schramm, Jürgen [sic] 1995: The Role of Non-governmental Organisations [sic] in the new European Order: [sic] Theory — International Relations — Area Report [sic], Baden-Baden: Nomos.

Anmerkungen

Übernahme eines nicht ganz trivialen Inhalts mitsamt drei Referenzen; da die Quelle im nächsten Satz (und Absatz) auf der Folgeseite – als "Nanz und Steffens (2005)" – genannt wird, Wertung als Bauernopfer.

Dieselben drei angeführten Titel werden als Beleg einer in gewisser Weise ähnlichen Aussage auf S. 30 der betrachteten Arbeit verwendet, siehe Fragment 030 09. In diesem Zusammenhang ist bzgl. der bibliografischen Angaben anzumerken, dass

  • die Beiträge von Armstrong (2001) und Magnette (2001) im Rahmen des Symposiums "Mountain or Molehill? A Critical Appraisal of the Commission White Paper on Governance" entstanden sind, vgl. [124] u. [125] bzw. [126]. Inkonsistent ist, dass die Verf.in bei diesen beiden Titeln als Erscheinungsort die NYU School of Law nennt, die Titel Joerges u. a. (2001) und Scharpf (2001) in ihrem Literaturverzeichnis aber so angibt:
Joerges, Christian u.a. (Hrsg.), 2001: Mountain or Molehill? A Critical Appraisal of the Commission White Paper on Governance. Florence: Robert Schumann [sic] Centre for Advanced Studies, European University Institute.
Scharpf, Fritz W., 2001: European Governance: Common Concerns vs. the Challenge of Diversity. In: Joerges, Christian / Mény, Yves / Weiler, Joseph H.H. (Hrsg.): Symposium: Responses to the European Commission’s White Paper on Governance. [sic] Florence.
  • Schramm lediglich der Herausgeber und nicht der Verfasser der 1995 erschienenen Konferenzschrift ist, deren Titel The role of Non-Governmental Organizations in the new European Order. Theory – International Relations – Area Reports lautet [127] (wobei es sich bei Theory – International Relations – Area Reports um den Untertitel des Werkes handelt, was durch den vorhergehenden Doppelpunkt nicht adäquat kenntlich gemacht wird, da Letzterer so als Teil des Titels ausgewiesen wird).

Da es sich bei Armstrong (2001), Magnette (2001) und Schramm (1995) um englischsprachige Titel handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden. Die drei Referenzen werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der vorliegenden Dissertation nur an dieser Stelle und auf der o. g. S. 30 erwähnt.


[93.] Dcl/Fragment 100 18

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 18-24
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 119, Zeilen: 14 ff.
[Dabei besteht die Zivilgesellschaft im Verständnis der Kommission weniger aus nationalen und lokalen Vereinigungen, [sic] als vielmehr aus europäischen Konföderationen, die inklusiv gestaltet sind und mit denen sie direkte Beziehungen auf europäischer Ebene etablieren kann (Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2004; Smismans 2005).]

In der Literatur wird dazu konstatiert, dass die Kommission mit der Einführung des Konzepts der Zivilgesellschaft der politischen Debatte über Demokratie in der EU eine neue Ausrichtung gegeben hat, indem sie in Ergänzung zur repräsentativen Demokratie Elemente partizipativer Demokratie einführte, die vorgeben, dass die Möglichkeit für alle von einer Maßnahme Betroffenen eingeräumt wird, sich am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen, um damit eine zusätzliche Legitimationsressource zu generieren (Zürn 1996; Abromeit 1998; Decker 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Nanz / Steffek 2005; Kersting 2008).


Abromeit, Heidrun, 1998: Democracy in Europe. Legitimizing [sic] Politics in a Non-State Polity, Oxford: [sic] Berghan [sic] Books.

Decker, Frank, 2000: Demokratie und Demokratisierung jenseits des Nationalstaates: Das Beispiel der Europäischen Union. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft 10, S. 585 - 629.

[Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004: Governance and Institutional Development. In: Wiener, Antje / Diez, Thomas (Hrsg.): European Integration Theory. Oxford: Oxford University Press, S. 97 - 115.]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

[Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.]

Zürn, Peter, [sic] 1996: Über den Staat und die Demokratie im europäischen Mehrebenensystem. In: Politische Vierteljahreszeitschrift [sic] 37. Zeitschrift der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, S. 27 - 55.

Mit der Einführung des Konzepts der Zivilgesellschaft haben Kommission und WSA der politischen Debatte über die Demokratie in der EU eine neue Form gegeben. Der Diskurs führt Elemente partizipativer Demokratie ein, worunter die Möglichkeit für alle von einer Maßnahme Betroffenen verstanden wird, sich am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen. [...] Mit dem Bezug auf die partizipative Demokratie (als zusätzliche Legitimationsressource) wurden Kommission und WSA, beides nicht-gewählte Körperschaften, weniger abhängig vom Europäischen Parlament (EP) als Quelle demokratischer Legitimation.
Anmerkungen

Statt ihrer tatsächlichen Quelle Smismans (2005) führt die Verf.in hier sechs andere Titel an – was schwer verständlich ist.

3 der 6 Referenzen – Abromeit (1998), Decker (2000) und Zürn (1996) – sind anscheinend der Quelle Kielmansegg (2003) entnommen, siehe Fragment 100 18a (keine Wertung). Zu den bibliografischen Angaben lässt sich feststellen:

  • Der Titel des 1998 bei Berghahn Books in New York und Oxford erschienenen Werkes von Abromeit lautet Democracy in Europe. Legitimising Politics in a Non-State Polity. [128] Der Fehler im Untertitel findet sich ebenfalls bei Kielmansegg.
  • Der Autor von Zürn (1996) heißt mit Vornamen Michael und nicht Peter. [129] Auch dieser Fehler findet sich bei Kielmansegg. Erschienen ist der Aufsatz in der Politischen Vierteljahresschrift.

In der Quelle steht "WSA" für Wirtschafts- und Sozialausschuss. Der in eckige Klammern gesetzte Satz ganz oben dient lediglich der Kontextualisierung der Übernahme und wird nicht als Plagiat gewertet (siehe jedoch Fragment 100 14 (keine Wertung)).


[94.] Dcl/Fragment 100 26

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 26-31
Quelle: Wallace 2003
Seite(n): 266, Zeilen: 5 ff.
Die Kommission leidet an einem strukturellen Problem, weil sie notwendigerweise weit entfernt von den konkreten Problemen und Vorgängen vor Ort arbeitet. Dies gibt ihr zwar einerseits die Freiheit, innovativ und idealistisch zu sein und eine objektive Betrachtungsweise einzunehmen, andererseits ist ihre Glaubwürdigkeit durch einen Mangel an Verantwortlichkeit auch angreifbar (Wallace / Young 1997; Wallace 2003).

Wallace, Helen / Young, Alasdair R. (Hrsg.), 1997: Participation and Policy-making in the European Union. Oxford: Oxford University Press. [sic]

Wallace, Helen, 2003: Die Dynamik des EU - Institutionengefüges. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Opladen: Verlag für Sozialwissenschaften, [sic] 2. Auflage, S. 255 - 285.

Hier jedoch leidet die Kommission an einem strukturellen Problem: Sie arbeitet notwendigerweise weit entfernt von den konkreten Problemen und Vorgängen vor Ort. Dieser Umstand gibt ihr in manchen Fällen zwar die Freiheit [sic] innovativ und sogar idealistisch zu sein und durch ihre Abgehobenheit kann sie Angelegenheiten häufig relativ objektiv betrachten (Wallace/Young 1997; Young/Wallace 2000), die Glaubwürdigkeit der Kommission ist gerade wegen dieses „Mangels an Verantwortlichkeit“ aber auch immer angreifbar.

Wallace, Helen/Young, Alasdair R. (Hrsg.) 1997: Participation and Policy-Making in the European Union, Oxford.

Young, Alasdair R./Wallace, Helen 2000: Regulatory Politics in the Enlarging European Union, Manchester.

Anmerkungen

Zwar wird Wallace (2003) als eine Quelle genannt, die Referenz Wallace / Young (1997) hier jedoch übernommen; anscheinend wird lediglich sehr wortnah aus Wallace (2003) referiert. Insbsd. werden auch 11 aufeinanderfolgende Wörter nicht als Zitat kenntlich gemacht. Da es sich bei Wallace / Young (1997) um einen englischsprachigen Titel handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der 1997 von Wallace / Young herausgegebene Sammelband bei Clarendon Press [130] und
  • der 2003 von Jachtenfuchs / Kohler-Koch herausgegebene Sammelband entweder bei Leske + Budrich in Opladen [131] oder im VS Verlag für Sozialwissenschaften in Wiesbaden [132] erschienen ist.

Wallace / Young werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der vorliegenden Arbeit sonst nur an Stellen genannt, an denen ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt, siehe Fragment 030 01 (keine Wertung), Fragment 030 09 und Fragment 072 09 (keine Wertung).


[95.] Dcl/Fragment 101 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 1-5
Quelle: Börzel 2006
Seite(n): 84, Zeilen: 2 ff.
Aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen ist die Kommission daher auf die Zusammenarbeit mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren angewiesen, die sie mit den für die Formulierung effektiver, fachlich fundierter politischer Strategien und Handlungskonzepte notwendigen Informationen und dem Sachverstand versorgen, um aus einem Wissensmehrwert einen politischen Wettbewerbsvorteil zu erlangen (Börzel 2006).

Börzel, Tanja A., 2006: European Governance - nicht neu, aber anders. In: Schuppert, Gunnar Folke (Hrsg.): Governance-Forschung. Vergewisserung über Stand und Entwicklungslinien, Schriften zur Governance Forschung [sic], Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 2. Auflage, S. 72 - 94.

Vor allem die Kommission ist aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen auf die Zusammenarbeit mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren angewiesen, die sie mit den für die Formulierung effektiver Politiken notwendigen Informationen und Sachverstand versorgen.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, jedoch 17 aufeinanderfolgende Wörter ohne Kenntlichmachung übernommen.

Im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit fehlt bei Börzel (2006) bzgl. der Schriftenreihe die Angabe, dass es sich um deren Band 1 handelt. [133]


[96.] Dcl/Fragment 101 06

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 6-9
Quelle: Wallace 2003
Seite(n): 266, Zeilen: 29 ff.
Auf der anderen Seite zeigt die zunehmende Tätigkeit von Lobbyisten in Brüssel, wie wichtig es für eine Vielzahl von Interessengruppen geworden ist, dass die Europäische Kommission ihre Interessen berücksichtigt und diese in ihre politischen Handlungsvorschläge einarbeitet (Mazey / Richardson 1992). Die Zunahme der Tätigkeit von Lobbyisten in Brüssel zeigt, wie wichtig es für eine Vielzahl von Interessengruppen geworden ist, dass sich die Kommission ihre Sichtweise zu eigen macht und Vorschläge unterbreitet, die auf diese Interessen Rücksicht nehmen. In manchen Fällen finden Interessengruppen sogar einfacher Gehör bei der Kommission in Brüssel als in den Hauptstädten der Mitgliedstaaten (Mazey/Richardson 1992).

Mazey, Sonia/Richardson, Jeremy 1992: Lobbying in the European Community, Oxford.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Der Titel Mazey / Richardson (1992) – der in der gesamten untersuchten Arbeit lediglich an dieser Stelle erwähnt wird – wird auch im Literaturverzeichnis nicht aufgelöst; dort finden sich lediglich Mazey / Richardson (2001), die einzig auf S. 41 angeführt werden (siehe Fragment 041 05).

Selbst falls die Verf.in nur übersehen haben sollte, Mazey / Richardson (1992) in ihr Literaturverzeichnis aufzunehmen, handelt es sich hierbei um einen englischsprachigen Text, in dem sich die wörtlichen Übereinstimmungen mit Wallace (2003) nicht in derselben sprachlichen Form finden können. Dasselbe gilt für den Fall, dass sie hier tatsächlich Mazey / Richardson (2001) gemeint haben sollte.


[97.] Dcl/Fragment 101 28

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 28-31
Quelle: Wallace 2003
Seite(n): 280, 281, Zeilen: 280: 33 ff.; 281: 1 ff.
In diesem Zusammenhang zeigt sich im Strategiewandel der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft auch das Konzept der Subsidiarität, das mit einer tendenziellen Renationalisierung verbunden ist, die mit der Reduzierung der Reichweite des gemeinschaftlichen Regierens begründet wird (Smismans 2005).

Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.

[Seite 280]

Die EU-Politik konnte nun von den ökonomisch und sozial Benachteiligten dafür verantwortlich gemacht werden, Gewinner und Verlierer zu produzieren, auch wenn vielleicht die Kausalbeziehung zwischen beidem nur als schwach angesehen werden kann. So gewann das Konzept der Subsidiarität,

[Seite 281]

von manchen auch als Renationalisierung bezeichnet, in den 1990er Jahren gerade als ein Argument für die Reduzierung der Reichweite des gemeinschaftlichen Regierens an Glaubwürdigkeit.

Anmerkungen

Wallace (2003), die im nächsten (Satz und) Absatz auf der Folgeseite angeführt wird, dient hier der Verf.in als Vorlage. Erklärungsbedürftig ist, warum sie statt dessen Smismans (2005) nennt.

Bei Letzterem findet sich der referenzierte Sachverhalt so nicht. Der Begriff "Renationalisierung" kommt bei ihm gar nicht, "Subsidiarität" nur auf S. 120 vor, wo es heißt:

"Auch der Ausschuss der Regionen (AdR) tritt im Hinblick auf die Zivilgesellschaft und den zivilen Dialog kaum hervor. Zusammengesetzt aus Repräsentanten von regionalen und lokalen Gebietskörperschaften nutzt der AdR eher die Diskurse über Subsidiarität und Bürgernähe (COR 2001a, COR 2001b), um die Bedeutung von intermediären Organisationen zu betonen."

[98.] Dcl/Fragment 102 28

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 28-32
Quelle: Börzel 2006
Seite(n): 89, Zeilen: 9 ff.
Dabei wird allerdings kaum in Betracht gezogen, dass neue Formen flexibler, weicher und partizipativer politischer Steuerung eher zu einer Ausweitung transgouvernementaler Netzwerke führen, nicht zuletzt deshalb, weil es häufig an der kritischen Masse europapolitisch interessierter und engagierter regionaler, lokaler und zivilgesellschaftlicher Akteure mangelt (Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2004: 112 - 113).

Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004: Governance and Institutional Development. In: Wiener, Antje / Diez, Thomas (Hrsg.): European Integration Theory. Oxford: Oxford University Press, S. 97 - 115.

Auch wenn nach dem Beitritt aufgrund der größeren Heterogenität der Mitgliedsstaaten der Bedarf an flexibler, weicher Steuerung zugenommen hat, führt dies eher zu einer Ausweitung transgouvernementaler Netzwerke, nicht zuletzt deshalb, weil es häufig an der kritischen Masse regionaler, kommunaler und zivilgesellschaftlicher Akteure mangelt (Jachtenfuchs und Kohler-Koch 2004: 112-113).

Jachtenfuchs, Markus, und Beate Kohler-Koch 2004. Governance and Institutional Development. In European Integration Theory, hrsg. von Antje Wiener und Thomas Diez, Oxford, 97-115.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die lediglich drei Absätze zuvor erwähnt wird.

Da es sich bei Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2004) um einen englischsprachigen Text handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort naturgemäß nicht in derselben sprachlichen Form finden. Von einer "kritischen Masse [...] regionaler [...] und zivilgesellschaftlicher Akteure" ist auf S. 112 f. aber auch im englischen Wortlaut nicht die Rede. Daher übernimmt die Verf.in an dieser Stelle eine Rezeption Börzels (2006), die sie durch einige Adjektive anreichert.

Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2004) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal auf S. 100 genannt, siehe Fragment 100 14 (keine Wertung). Deren dortige Referenzierung erschließt sich nicht ohne Weiteres. Insofern stellt sich die Frage, ob die Verf.in diesen Aufsatz tatsächlich rezipiert hat.


[99.] Dcl/Fragment 107 09

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 9-11
Quelle: Jahn 2006
Seite(n): 328, Zeilen: 18 ff.
Diese Herangehensweise der Fallauswahl orientiert sich am Konzept des „crucial case“ nach Harry Eckstein (1975: 118-123), das beinhaltet, dass es Fälle gibt, die eine Aussage „am wahrscheinlichsten“ (most likely) und „am unwahrscheinlichsten“ (least likely) bestätigen.

Eckstein, Harry, 1975: Case Study and Theory in Political Science. In: Greenstein, Fred / Nelson, Polsby [sic] (Hrsg.): The [sic] Handbook of Political Science, Reading, Massachussetts: [sic] Addison-Wesley, S. 79 - 138 [sic].

Eckstein (1975: 118-123) schlägt in seiner Betrachtung der crucial case studies [sic] die Untersuchung anhand von "am wahrscheinlichsten" (most likely) und "am unwahrscheinlichsten" (least likely) Fällen [sic] vor. Unter least likely cases versteht man Fälle, die sich am schwierigsten mittels einer Theorie bestätigen lassen.

Eckstein, Harry 1975: Case Study and Theory of [sic] Political Science, in: Greenstein, Fred I./Polsby, Nelson W. (Hg.), Handbook of Political Science. Reading, MA: [sic] Addison-Wesley, 79-137.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird am Ende des nächsten Absatzes genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • die Verf.in entgegen dem bibliografischen Standard analog zu ihrer Quelle unterschlägt, dass die Abhandlung Ecksteins (1975) im Strategies of inquiry betitelten 7. Band des von Greenstein / Polsby herausgegebenen Handbook of political science erschienen ist (und dieses außer in Reading, Mass. noch an weiteren Orten verlegt wurde) [134],
  • sie bei der Herausgeberangabe Vor- und Nachnamen von Polsby vertauscht,
  • sie zwar den in der Quelle fehlerhaft wiedergegebenen Titel der Abhandlung Ecksteins korrigiert, aber – im Gegensatz zu Jahn (2006) – deren Seitenumfang unzutreffend angibt, und
  • die Diskussion über "Crucial-Case Studies" im Original bei Eckstein bereits auf S. 113 beginnt.

Eckstein wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der vorliegenden Dissertation ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[100.] Dcl/Fragment 116 09

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 9-14
Quelle: Bürgerstiftung Neukölln 2009
Seite(n): online, Zeilen: –
Initiiert wurde die Bürgerstiftung von einigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und Politik und im Jahr 2005 gegründet. Über 100 Gründungsstifter, unter ihnen viele Migranten, haben sich mit finanziellen Beiträgen ab jeweils 500 Euro engagiert. Die Stiftung ist eine Plattform für Menschen, die sich für ihren Bezirk einsetzen möchten. Sie zielt auf die Teilhabe aller Menschen vor Ort an der Gestaltung ihres Lebensumfelds und auf ein respektvolles Miteinander. Initiiert wurde die Bürgerstiftung von einigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und Politik in Neukölln. Am 21.11.2005 wurde die Stiftung durch die Senatsverwaltung für Justiz als rechtsfähig anerkannt. 102 Gründungsstifter haben sich mit finanziellen Beiträgen ab jeweils 500 EUR engagiert: [...] Gestiftet haben Einzelpersonen, Unternehmen, Migrantenvereine, Kirchengemeinden, Schul- und Mietergemeinschaften. Die Stiftung möchte eine Plattform für Menschen werden, die sich für ihren Bezirk engagieren. [...]

Die Stiftung zielt auf die Teilhabe aller Menschen vor Ort an der Gestaltung ihres Lebensumfelds und auf ein respektvolles Miteinander.

Anmerkungen

Die Quelle wird am Ende des folgenden Satzes genannt, die Wörtlichkeit der Wiedergabe jedoch nicht kenntlich gemacht.

Im ersten Satz werden 13, im letzten – der fast vollständig kopiert wird – 18 aufeinanderfolgende Wörter übernommen.


[101.] Dcl/Fragment 118 27

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 27-35
Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin 2009
Seite(n): online, Zeilen: –
[Quartiersmanagementgebiete werden dort festgelegt, wo sich ökonomische, soziale und städtebauliche Probleme in der Stadtentwicklung überlagern und verstärken.] Es gibt hier Defizite in der Infrastruktur, bei den Wohnungen und im Wohnumfeld. Die Wirtschaft stagniert [auf niedrigem Niveau], bis hin zum Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten. Damit einher geht ein steigender Leerstand an Gewerbe- und Wohnräumen. [Die Bevölkerungsentwicklung ist unausgewogen,] die Arbeitslosigkeit hoch. Es gibt in den betroffenen Gebieten einen hohen Grad an Abhängigkeit von Transfereinkommen. Meist leben in den Gebieten große Anteile von Menschen mit Migrationshintergrund. Auffällig sind Tendenzen der Segregation. Familien, Erwerbstätige und einkommensstärkere Haushalte verlassen diese Stadtteile. Einen besonderen Entwicklungsbedarf gibt es dort, wo mehrere Faktoren der Stadtentwicklung zusammenfallen und sich Probleme überlagern und verstärken:
• Defizite in der Infrastruktur (Wohnungen und Wohnumfeld)
• stagnierende Wirtschaft bis hin zum Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten
• steigender Leerstand an Gewerbe- und Wohnräumen
• hohe Arbeitslosigkeit, hoher Grad an Abhängigkeit von Transfereinkommen wie Sozialhilfe oder Wohngeld
• große Anteile von Menschen mit Migrationshintergrund und Ausländern
• Familien, Erwerbstätige und einkommensstärkere Haushalte ziehen weg (Segregation).
Anmerkungen

Die Verf.in nimmt zwei kleinere Ergänzungen vor; die Quelle wird erst im nächsten Absatz auf der nächsten Seite genannt.

Der in eckige Klammern gesetzte erste Satz wird nicht als Plagiat gewertet.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.


[102.] Dcl/Fragment 119 01

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 1-5
Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin 2009
Seite(n): online, Zeilen: –
In der Konsequenz nimmt die soziale Ungleichheit zu, es gibt Anzeichen von Verwahrlosung und eine zunehmende Gewaltbereitschaft innerhalb des öffentlichen Raums, die Kriminalität steigt. Das Image dieser Gebiete verschlechtert sich. Die vielfältigen Problemlagen konzentrieren sich in diesen Stadtteilen und führen zu einer insgesamt negativen Entwicklung (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 2009).

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 2009: Quartiersmanagement Berlin. URL: http://www.quartiersmanagement-berlin.de/Karte-der-Quartiere.3168.0.html, 16.07.2009.

Als Konsequenz nimmt die soziale Ungleichheit zu, es gibt Anzeichen von Verwahrlosung und eine zunehmende Gewaltbereitschaft innerhalb des öffentlichen Raums, die Kriminalität steigt an. Das Image dieser Gebiete verschlechtert sich. Die vielfältigen Problemlagen konzentrieren sich in diesen Stadtteilen und führen zu einer insgesamt negativen Entwicklung.
Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Die Quelle wird genannt, aber die Wörtlichkeit der Wiedergabe nicht kenntlich gemacht.


[103.] Dcl/Fragment 119 21

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 21-24
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a
Seite(n): 14, Zeilen: 27 ff.
Damit werden Menschen aus unterschiedlichen Ethnien und Kulturen motiviert, sich selbstbewusst zu engagieren, ihren Sozialraum zu gestalten, aber auch Verantwortung für seine Entwicklung zu übernehmen und sich mit ihrem Wohnumfeld zu identifizieren (Bezirksamt Neukölln 2009b).

Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009b: Integrationspolitik in Neukölln. Berlin-Neukölln: Verwaltung des Bezirksbürgermeisters. Migrationsbeauftragter. URL: http://www.berlin.de/ba-neukoelln/verwaltung/migrationsbeauftragter/integrationpolitik.html, 16.07.2009

Es ist gelungen, Empowerment zu stimulieren und Menschen aus unterschiedlichen Ethnien und Kulturen zu motivieren, ihren Sozialraum zu gestalten, aber auch Verantwortung für seine Entwicklung zu übernehmen. [...] Wir versuchen, aus Bewohnern Nachbarn zu machen, die sich selbstbewusst engagieren und sich mit ihrem Wohnumfeld identifizieren.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, jedoch die Wörtlichkeit der Wiedergabe nicht kenntlich gemacht.

Zur Quelle selbst siehe die Anmerkung im verlinkten Datensatz.


[104.] Dcl/Fragment 136 07

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 7-9, 10-18, 19-20
Quelle: Wikipedia Euronews 2008
Seite(n): online, Zeilen: –
Ein sehr verbreitetes Beteiligungsinstrument ist der Fernsehsender Euronews, den die Europäische Kommission als paneuropäischer [sic] Fernsehsender mit jährlich 5 Millionen Euro fördert. [Euronews sendet auf Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch.] Die Sprachenvielfalt soll in den nächsten Jahren um Hindi, Mandarin, Polnisch und Türkisch erweitert werden. Den Schwerpunkt der Ausstrahlungen bilden europäische und Weltnachrichten, gefolgt von Sport-, Wirtschafts- und Wettermeldungen und diversen Magazinformaten zu Kultur, Wissenschaft und Forschung. Ein Vertrag zwischen der Europäischen Kommission und Euronews regelt die Ausstrahlung EU-relevanter Beiträge in den Mitgliedsstaaten und in den Beitrittskandidatenländern der EU sowie in einigen Drittländern. Der Sender gibt an, dass seine Berichterstattung in politischen, religiösen oder nationalen Themen uneingeschränkt neutral ist (Euronews 2008). [Das Programm wird über Antenne, Kabel, Satellit und Internet übertragen.] Daneben strahlen noch 25 Sender aus 17 Ländern nationale Sendefenster von Euronews aus. [Euronews hat seine weltweite Verbreitung in den letzten 5 Jahren verdoppelt und erreicht heute mehr als 199 Millionen Haushalte und über 34 Mobilfunknetzwerke in 130 Ländern in Europa, dem mittleren Osten, Afrika, Amerika und Asien (Euronews 2008).]

Euronews, 2008: Euronews. The Channel. URL: http://www.euronews.net/de/the-station/. 29.11.2008

[Einleitung]

euronews ist ein paneuropäischer Fernsehsender mit Sitz in Lyon, der seit 1. Januar 1993 mit Schwerpunkt Nachrichten sendet.

[...]

Programmaufbau

Zu jeder vollen und halben Stunde werden Nachrichten ausgestrahlt, gefolgt von Sport- und Wirtschaftsmeldungen. Darauf folgen diverse Magazinformate, wie beispielsweise:

[...]
Science (Wissenschaft)
Futuris (Forschung)
[...]
Le Mag (Kultur)
[...]

[...]

Ergänzt wird das Programm durch Börsenkurse und das Weltwetter kurz vor der halben und das Europawetter vor der vollen Stunde. [...]

Empfang

Der Sender strahlt sein Programm gleichzeitig auf Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch und Arabisch aus und ist nach eigenen Angaben in rund 187 Millionen Haushalten in 119 Ländern zu empfangen. [...] Nach Aussagen der Senderleitung soll in den nächsten Jahren die Sprachenvielfalt um Türkisch, Polnisch, Hindi und Mandarin erweitert werden.[1] Der Sender strahlt sein Programm über Antenne, Kabel, Satellit und Internet via Livestream aus. Daneben strahlen noch 25 Sender aus 17 Ländern nationale Sendefenster von euronews aus, wodurch sich die Zahl der Zuschauer deutlich erhöht.[2]

[...]

Neutralität in der Kritik

Der Sender gibt seine Berichterstattung in politischen, religiösen oder nationalen Themen als neutral an. [...]

Ein Vertrag zwischen Europäischer Kommission und EuroNews sieht die Ausstrahlung EU-relevanter Beiträge in den Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten der EU, sowie in einigen Drittländern vor. Im Gegenzug wird euronews mit jährlich 5 Mio. Euro von der Europäischen Union unterstützt.[4] [...]

[...]

Quellen

1. ↑ FTD: Wie euronews den Durchbruch plant vom 2. November 2007.

2. ↑ http://www.euronews.net/feedback/ge/3Distrib.pdf

4. ↑ http://ec.europa.eu/avservices/about/euronews_en.cfm

Anmerkungen

Unter dem von der Verf.in angegebenen URL findet sich im Internet-Archiv in zeitlicher Approximation nur ein vorwiegend englischer Text, vgl. [135], in dem sich die wörtlichen Übereinstimmungen nicht in derselben sprachlichen Form finden (können). Unabhängig hiervon sind die Inhalte der nicht in eckige Klammern gesetzten Sätze – die in eckige gesetzten werden nicht als Plagiat gewertet – nicht oder nicht in dieser Form auf der archivierten euronews-Webseite enthalten.


[105.] Dcl/Fragment 143 04

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 4-7, 11-15
Quelle: Trenz 2005
Seite(n): 71, 72, Zeilen: 71: 27 ff.; 72: 1 ff., 7 ff.
Zentraler Drehpunkt aller Maßnahmen ist das durch den Europaserver bereit gestellte und ständig ausgeweitete Informations- und interaktive Kommunikationsangebot im Internet, an dessen netzwerkartiger Gestaltung alle EU-Institutionen, vor allem aber die Europäische Kommission, beteiligt sind (Kommission 2007g).

[...] Die Stärke der neuen Medien wird dabei in der Förderung von Interaktivität gesehen, weshalb gerade zivilgesellschaftliche Interaktionsformen in die virtuellen Kommunikationsräume einbezogen werden sollen, um bereits in einem frühen Stadium der Gesetzesinitiative Interventionen interessierter Bürger und Organisationen der Zivilgesellschaft zu ermöglichen (Kommission 2001d).


Europäische Kommission, 2001d: White Paper on European Governance: Report of Working Group on Broadening and Enriching the Public Debate on European Matters. Brüssel: Juni 2001.

Europäische Kommission, 2007 g: Europäische i2010-Initiative zur digitalen Integration. An der Informationsgesellschaft teilhaben. Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Brüssel: KOM (2007) 694 endgültig.

[Seite 71]

Drehpunkt aller Maßnahmen ist das durch den Europaserver bereitgestellte und ständig ausgeweitete Informations- und interaktive Kommunikationsangebot im Internet. Der Europaserver folgt in seinem Aufbau keinem Zentralplan und auch keiner hierarchischen Strukturierung, sondern ist selber netzwerkartig aufgebaut. An der Gestaltung der Website Europa beteiligen sich alle EU-Institutionen. [[...] Durch Verknüpfung mit privaten Informationsanbietern und Links zu anderen europaspezifischen Websites soll dieses Informationsnetzwerk noch weiter ausgebaut werden (Kommission 2001d: 20 ff.).]

[...]

[Seite 72]

[...] Die Stärke der Neuen Medien wird in der Förderung von Interaktivität gesehen, weshalb gerade zivilgesellschaftliche Aktionsformen in die virtuellen Kommunikationsräume einbezogen werden sollten (a.a.O.). [...] Die Kommission kündigt an, die Aktualität der Web-Informationen in Zukunft noch weiter zu verbessern, auch über geplante Maßnahmen umfassend zu informieren, um damit eine Intervention interessierter Bürger bereits in einem frühen Stadium der Gesetzesinitiative zu ermöglichen (Kommission 2001c: 28).


Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001c: Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuss sowie den Ausschuss der Regionen betreffend eines neuen Rahmens für die Zusammenarbeit bei Massenmedien im Bereich der Informations- und Kommunikationspolitik der Europäischen Union. Brüssel, den 27.6.2001. Kom(2001)354 [sic] endgültig.

Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001d: White Paper on European Governance: Report of Working Group on Broadening and Enriching the Public Debate on European Matters, Brüssel: Juni 2001.

Anmerkungen

Trenz (2005) wird im hier durch Auslassungszeichen ersetzten Satz genannt.

In der von der Verf.in angegebenen Quelle Kommission (2007g), die auch unter [136] veröffentlicht ist, finden sich die wörtlichen Übereinstimmungen nicht.

Da es sich bei der von der Verf.in und Trenz angegebenen Quelle Kommission (2001d) um eine englischsprachige Publikation handelt, können sich diese auch dort nicht finden. Man beachte insbesondere, dass Erstere für den finalen Nebensatz

"um bereits in einem frühen Stadium der Gesetzesinitiative Interventionen interessierter Bürger [...] zu ermöglichen"

als Quelle (ebenfalls) Kommission (2001d) referenziert, während Trenz hierfür eine andere nennt. Von einem englischen Äquivalent eines "frühen Stadium[s] der Gesetzesinitiative" ist in Kommission (2001d) dann auch keine Rede, siehe die archivierte Version unter [137].

Die beiden Titel Kommission (2001d) und Kommission (2007g) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle angeführt.


[106.] Dcl/Fragment 143 29

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 29-33
Quelle: Lindner 2005
Seite(n): 414, 415, Zeilen: 414: li. Sp. 39 ff.; 415: li. Sp. 20 ff.
[Die Bandbreite politikrelevanter Nutzungsmöglichkeiten erstreckt sich dabei von Effizienz orientierten [sic] Anwendungen bis hin zu interaktiven Verfahren, die Chancen der Intensivierung politischer Partizipation und Inklusion bieten (Lindner 2005).] Die Eintrittsbarrieren in den „politischen Markt“ und die Transaktionskosten der Informationsübermittlung für Organisationen, Gruppen und Aktivisten der Zivilgesellschaft können durch das Internet gesenkt und damit bessere Bedingungen für kollektives Handeln und pluralistische Interessendurchsetzung geschaffen werden (Abramson 1988; Bimber 1998).

Abramson, Jeffrey B. / Arterton, F. Christopher / Oren [sic], Gary R., 1988: The Electronic Commonwealth: [sic] The Impact of New Media Technologies on Democratic Politics. New York: Basic Books.

Bimber, Bruce, 1998: The Internet and Political Transformation: Populism, Community and Accellerated [sic] Pluralism. In: Polity 31 / I [sic], 133 - 160.

Lindner, Ralf, 2005: Internet und Politik. Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 1 A - M. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 414 - 416.

[Seite 414]

Die Bandbreite politikrelevanter Nutzungsmöglichkeiten erstreckt sich von eher effizienzorientierten Anwendungen bis hin zu interaktiven Verfahren, die neue Chancen der Intensivierung polit. → Partizipation und Inklusion zu bieten versprechen.

[Seite 415]

Durch die deutliche Senkung der Eintrittsbarrieren in den polit. Markt und der Reduktion der → Transaktionskosten für Informationsübermittlung entstünden für Organisationen, Gruppen und Aktivisten verbesserte Bedingungen für kollektives Handeln und pluralistische Interessendurchsetzung (Abramson u.a. 1988, Bimber 1998).


Abramson, J. u.a. 1988: The Electronic Commonwealth. The Impact of Technologies [sic] on Democratic Politics, NY.

Bimber, B. 1998: «The Internet and Political Transformation: Populism, Community and Accellerated [sic] Pluralism», in: Polity 31/1, 133–160.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird lediglich für die mit Lindner (2005) referenzierte Aussage – die ohne Kenntlichmachung fast wörtlich übernommen, jedoch konservativ nicht als Plagiat gewertet wird – genannt.

Der folgende Satz wird – ergänzt um "der Zivilgesellschaft" – mit beiden Referenzen übernommen.

Der dritte Co-Autor von Abramson / Arterton / Orren (1988) heißt Gary R. Orren. [138] Hier korrigiert die Verf.in zwar den in der Quelle unvollständig wiedergegebenen Titel, unterschlägt aber bei der Referenzierung die beiden Co-Autoren Abramsons. Weiterhin ist The Impact of New Media Technologies on Democratic Politics der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt bei der Verf.in irreführend ist, da sie ihn so als Teil des Titels ausweist.

Im Literaturverzeichnis findet sich bei Bimber (1998) der bereits in der Quelle vorhandene Rechtschreibfehler im Titel wieder. Bei dessen Abhandlung verwendet die Verf.in zudem für die erste Nummer des 31. Jahrgangs der Zeitschrift Polity eine römische Ziffer, was unüblich ist (bei Lindner ähneln sich durch den verwendeten Schrifttyp "1" und "I", siehe [139]).

Die beiden englischsprachigen Titel, bei denen sich die wörtlichen Übereinstimmungen nicht in derselben sprachlichen Form finden können, werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der gesamten untersuchten Dissertation nur an dieser Stelle erwähnt.


[107.] Dcl/Fragment 153 05

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 5-14
Quelle: Winkler Kozeluh 2005
Seite(n): 173, 193, 194, Zeilen: 173: 32 ff.; 193: 7 ff., 30 ff.; 194: 101 ff.
Die Webbasierten [sic] Beteiligungsinstrumente der Europäischen Kommission greifen im Bereich der Problemwahrnehmung, der Vorabschätzung von Handlungsalternativen und von Programmbildungen im Politikzyklus. Der Mehrwert kann hier hauptsächlich in Lerneffekten bei politischen Diskussionen gesehen werden, die im Zuge von Online-Debatten erzielt werden. Dies ist allerdings nur für die Zielgruppen relevant, die für den kommunikativen Austausch in interaktiven deliberativen Kommunikationsräumen interessiert und befähigt sind (Coleman / Gotze [sic] 2001).

Die Frage nach den konkreten Auswirkungen der Online-Diskussionsbeiträge auf die politische Willensbildung in der EU und die konkrete Politikgestaltung der Europäischen Kommission bleibt vielfach offen.


Coleman, Stephen / Gotze [sic], John, 2001: Bowling Together. Online Public Engagement in Policy Deliberation. London: Hansard Society.

[Seite 173]

Dabei haben wir uns auf das von Prittwitz (1994: 57) vorgeschlagene „Policy Cycle“ Modell [sic] gestützt, das zwischen Problemwahrnehmung, Vorabschätzung von Handlungsalternativen, Programmbildung bzw. -entscheidung, Programmvollzug, Wirkungskontrolle und Handlungskorrektur unterscheidet. Insbesondere im Bereich von Problemwahrnehmung, Vorabschätzung von Handlungsalternativen und Programmbildung sind die politischen Online Diskussionen [sic] zwischen BürgerInnen relevant.

[Seite 193]

Besonders bemerkenswert ist, dass ein/e AutorIn direkten Bezug auf die Rolle von Online Diskussionen [sic] nimmt und hierbei v.a. auf Lerneffekte hinweist, die im Zuge von Debatten erzielt werden können. Tatsächlich wird von Proponenten deliberativer Politikansätze, wie etwa Coleman und Gotze [sic] (2001: 12) betont, dass gegenseitiges Lernen eine besondere Stärke deliberativer Kommunikation sei (vgl. Coleman/Gotze [sic] 2001: 12). [...]

[...] Wenngleich diese Befunde nicht repräsentativ sind und nicht für alle DiskutantInnen am „Your Voice in Europe“ Talkboard [sic] sprechen, so lassen sie doch vermuten, dass das Online Forum [sic] zumindest für einige TeilnehmerInnen einen durchaus geeigneten Kommunikationsraum für politische Debatten bietet.

Die Frage nach den konkreten Auswirkungen der Diskussionsbeiträge auf die politische Willensbildung in der EU bleibt jedoch offen und müsste Gegenstand einer eigenen Studie sein. In einem IPM Kommuniqué [sic], in dem die verschiedenen interaktiven Beteiligungsinstrumente vorgestellt werden, heißt es lediglich: [„Your Voice in Europe“ „eröffnet außerdem den Zugang zu [...] ei-

[Seite 194]

nem Online-Diskussionsforum über die Zukunft Europas. Die eingehenden Ideen werden in Vorschläge zur Aktualisierung der EU-Verträge einfließen, mit denen die für 2004 geplante Regierungskonferenz vorbereitet werden soll.“26]


26Siehe „Interaktive Politikgestaltung: Kommission eröffnet Webseite ‚Ihre Stimme in Europa’“ http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/01/1459&format=HTML&aged=1&language=DE&guiLanguage=en, zuletzt aufgerufen am 2. September 2004.


Coleman, Stephen; Gotze [sic], John 2001: Bowling Together. Online Public Engagement in Policy Deliberation, London: Hansard Society.

Prittwitz, Volker von 1994: Politikanalyse, Opladen: Westdeutscher Verlag.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle der Ausführungen, die die Verf.in hier für ihre Zwecke anpasst, wird nicht genannt.

Der Co-Autor von Bowling Together heißt Gøtze, vgl. [140]. Dieser Titel wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle referenziert.


[108.] Dcl/Fragment 169 22

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 169, Zeilen: 22-36
Quelle: Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006
Seite(n): online, Zeilen: –
Das Programm „Jugend in Aktion“ hat das Ziel, bei jungen Menschen die aktive europäische Bürgerschaft im Allgemeinen und den europäischen Bürgersinn im Besonderen zu fördern. Dies soll dadurch geschehen, dass jungen Menschen und Jugendorganisationen Möglichkeiten zur Beteiligung an der Entwicklung der Gesellschaft und der Europäischen Union gegeben werden, ein Gefühl der Zugehörigkeit zu den Werten der Europäischen Union vermittelt und die Partizipation der Jugendlichen am demokratischen Leben in Europa gefördert wird. Dabei steht vor allem die Unterstützung der Mobilität, der Eigeninitiative und des persönlichen Engagements junger Menschen in Europa in fünf Unteraktionsprogrammen im Vordergrund. Die Aktion 1 „Jugend für Europa“ zielt auf die Förderung der aktiven Bürgerschaft und des gegenseitigen Verständnisses junger Menschen ab, indem multilaterale Jugendaustauschmaßnahmen und Jugendinitiativen zur Förderung des aktiven Bürgersinns finanziert werden. In der Aktion 2 „Europäischer Freiwilligendienst“ wird die Beteiligung junger Menschen an verschiedenen Arten von Freiwilligentätigkeiten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union gefördert, um deren Solidarität und Bürgersinn zu entwickeln.
Artikel 3
Einzelziele des Programms

Mit dem Programm werden folgende Einzelziele verfolgt:

1. Im Rahmen des allgemeinen Ziels, die aktive Bürgerschaft der jungen Menschen im Allgemeinen und ihren europäischen Bürgersinn im Besonderen zu fördern:

a) jungen Menschen und Jugendorganisationen Möglichkeiten zur Beteiligung an der Entwicklung der Gesellschaft im Allgemeinen und der Europäischen Union im Besonderen zu geben;

b) die Entwicklung eines Gefühls der Zugehörigkeit zur Europäischen Union bei den jungen Menschen;

c) die Förderung der Partizipation der Jugendlichen am demokratischen Leben in Europa;

d) die Förderung der Mobilität junger Menschen in Europa;

[...]

f) die Förderung der grundlegenden Werte der Europäischen Union bei den jungen Menschen [...];

g) die Förderung der Eigeninitiative, des Unternehmungsgeists und der Kreativität;

[...]

2. Im Rahmen des allgemeinen Ziels, unter jungen Menschen die Solidarität zu entwickeln und die Toleranz zu fördern, insbesondere zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in der Europäischen Union:

a) jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr persönliches Engagement im Rahmen von Freiwilligenaktivitäten auf europäischer und internationaler Ebene zum Ausdruck zu bringen;

[...]

Artikel 4
Aktionen

Um die allgemeinen Programmziele und die Einzelziele des Programms zu verwirklichen, werden die folgenden Aktionen durchgeführt, die im Anhang näher ausgeführt sind:

1. Jugend für Europa

Ziel dieser Aktion ist

— die Unterstützung des Jugendaustauschs, um die Mobilität junger Menschen zu verbessern;

— die Unterstützung von Jugendinitiativen, Projekten und Aktivitäten, die die Beteiligung am demokratischen Leben betreffen, um bei jungen Menschen aktiven Bürgersinn und das gegenseitige Verständnis zu entwickeln.

2. Europäischer Freiwilligendienst

Ziel dieser Aktion ist die Förderung der Beteiligung junger Menschen an verschiedenen Arten von Freiwilligentätigkeiten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union.

[...]

ANHANG

[...]

AKTIONEN

Die Aktionen umfassen die folgenden Maßnahmen:

Aktion 1 — Jugend für Europa

Diese Aktion zielt auf die Förderung der aktiven Bürgerschaft und des gegenseitigen Verständnisses junger Menschen durch die nachstehenden Maßnahmen ab.

1.1. Jugendaustausch

[...]

[...] Es werden vorrangig multilaterale Mobilitätsaktivitäten für Gruppen unterstützt, wobei jedoch entsprechende bilaterale Aktivitäten nicht ausgeschlossen sind.

[...]

Aktion 2 — Europäischer Freiwilligendienst

Freiwilligentätigkeiten sollen durch die nachstehenden Maßnahmen die Solidarität junger Menschen entwickeln, ihren Bürgersinn und das gegenseitige Verständnis der jungen Menschen fördern.

[...]

Anmerkungen

Die Quelle wird erst am Ende des nächsten Absatzes auf der Folgeseite genannt.


[109.] Dcl/Fragment 203 28

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 203, Zeilen: 28-32
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 9, Zeilen: 40 ff.
Die Herausbildung eines europäischen Kommunikationsraumes setzt voraus, dass die auf europäischer Ebene handelnden Akteure in der Öffentlichkeit für ihre Positionen Unterstützung erlangen und dass sie das europäische Publikum stärker als bisher dazu bewegen, sich für europäische Politik zu interessieren. Änderungen der institutionellen Ordnung können dann relevante Impulse für die Herausbildung eines europäischen Kommunikationsraums liefern, wenn die auf der europäischen Ebene handelnden Akteure stärker als bisher dazu gezwungen werden, für ihre Positionen in der Öffentlichkeit Unterstützung zu erlangen, und das europäische Publikum stärker als bisher dazu bewegt wird, sich für die europäische Politik zu interessieren.15

15) Vgl. Jürgen Gerhards: Das Öffentlichkeitsdefizit der EU im Horizont normativer Öffentlichkeitstheorien, in: Hartmut Kaelble/Martin Kirsch/Alexander Schmidt-Gernig (Hrsg.): Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert, Frankfurt/Main, New York 2002, S. 135-158, hier S. 152 und 154.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Gerhards (2002) wird von der Verf.in in der vorliegenden Arbeit (nur im Literaturverzeichnis) ebenfalls als verwendet angegeben; der übernommene Satz findet sich in dieser Form bei Gerhards jedoch nicht.

Diese Passage ist im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation enthalten, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[110.] Dcl/Fragment 205 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 205, Zeilen: 1-5
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 34, Zeilen: 16 ff.
Die zivilgesellschaftliche Ausprägung der Gegenwart, insbesondere auch in Härtefallgebieten wie Berlin-Neukölln, ist vom Idealbild mündiger Bürger, die in Freiheit ohne allzu große sozioökonomische Ungleichheit und in grundsätzlicher Loyalität zueinander ihre Probleme selbsttätig lösen, Pluralität akzeptieren und das Gemeinwesen demokratisch gestalten, noch weit entfernt. Vom zivilgesellschaftlichen Idealbild mündiger Bürger und Bürgerinnen, die in Freiheit, [sic] ohne allzugroße sozialökonomische Ungleichheit und in grundsätzlicher Loyalität zueinander ihre Probleme selbsttätig lösen, Pluralität akzeptieren und das Gemeinwesen demokratisch gestalten, ist auch hierzulande die Gegenwart noch weit entfernt.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Einzig die auf den Ort ihrer Fallstudie bezogene Ergänzung stammt inhaltlich von der Verf.in selbst.

Diese Passage findet sich im abschließenden Kapitel 5 der vorliegenden Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[111.] Dcl/Fragment 205 11

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 205, Zeilen: 11-15
Quelle: Brake 2008
Seite(n): 77, Zeilen: 12 ff.
Die etablierten Beteiligungsinstrumente der Europäischen Kommission bergen die Gefahr, dass sie missbräuchlich in den Dienst von Legitimierungsinteressen gestellt werden, bei denen die Quasi-Beteiligung von Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft lediglich plebiszitären Zustimmungscharakter zum Entscheidungshandeln der politischen Entscheidungsträger hat. Die technisch immer leichter zu realisierenden internetbasierten Befragungsmöglichkeiten bergen dabei auch die Gefahr, dass nicht nur sorgfältige und lege artis durchgeführte Ad-hoc-Befragungen zum Einsatz kommen, sondern sie auch missbräuchlich in den Dienst von Legitimierungsinteressen gestellt werden, bei denen die Quasi-Beteiligung der Bürger lediglich plebiszitären Zustimmungscharakter zum Entscheidungshandeln der politischen Entscheider hat.
Anmerkungen

Die nicht kenntlich gemachte Quelle dient hier als Vorlage für die Verf.in.

Einmal werden 12 und einmal 7 aufeinanderfolgende Wörter übernommen.

Diese Passage findet sich im abschließenden Kapitel 5 der vorliegenden Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[112.] Dcl/Fragment 206 28

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 206, Zeilen: 28-31
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a
Seite(n): 1, Zeilen: 22 ff.
Die Beteiligung der Zivilgesellschaft an europäischer Politik kann nur mit Hilfe eines Netzwerkes von umfassenden Kompetenzen, vielfältigen Ansätzen und Möglichkeiten, gebündelten Ressourcen, auf und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen erreicht werden. Nur ein Netzwerk mit umfassenden Kompetenzen, vielfältigen Ansätzen und Möglichkeiten, gebündelten Ressourcen, auf und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen ist in der Lage, die multiplen Herausforderungen zu meistern.
Anmerkungen

Die Verf.in übernimmt eine Sequenz von 14 aufeinanderfolgenden Wörtern ohne jede Referenzierung.

Da deren inhaltlicher Beitrag zu der Aussage letztlich gering ist und diese eine gewisse Schöpfungshöhe aufweist, Wertung als Plagiat.

Dieser Satz findet sich im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[113.] Dcl/Fragment 207 17

BauernOpfer
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 17-24, 31-33
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a
Seite(n): 6, 7, 14, Zeilen: 6: 41 f.; 7: 1 f.; 14: 39 ff.
Wenn Menschen nicht von europäischen Werten erreicht werden, weil sie sich nicht der europäischen Gesellschaft zugehörig fühlen, dann besteht die Gefahr, dass sie von anderen extremistischen, propagandistischen, religiös fundamentalistischen Werten oder von tradierten Rollenmustern archaischer Parallelgesellschaften beeinflusst oder gewonnen werden. Dieser Entwicklung muss entgegengewirkt werden, indem die Perspektiven [sic] die Europa bietet, aufgezeigt werden, um ein demokratisches, friedliches und tolerantes Gemeinwesen auch für die Zukunft sicherzustellen.

[10.   Interkulturalität und Migration berücksichtigen.]

[...] In Neukölln-Nord beispielsweise, [sic] wird der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei einer Bevölkerung von 150.000 Einwohnern in 10 Jahren mindestens eine ¾ Mehrheit [sic] stellen.

[Seite 6]

Nur wer seine Perspektiven in unserem Gesellschaftssystem sucht, erkennt und findet, wird immun gegen die Verlockungen des schnellen Geldes, den [sic]

[Seite 7]

scheinbaren Heilsversprechen des religiösen Fundamentalismus oder den [sic] tradierten Rollenmustern [sic] archaischer Parallelgesellschaften.

[Seite 14]

In 10 Jahren ist Neukölln-Nord mit seinen 150.000 Einwohnern eine Stadt, in der Menschen mit Migrationshintergrund mindestens eine ¾ Mehrheit [sic] stellen. [...] Gleichwohl muss Neukölln eine Stadt im europäischen Wertekontext bleiben. Um ein demokratisches, friedliches und tolerantes Gemeinwesen auch für die Zukunft sicherzustellen, heißt unser gegenwärtiger alternativloser Auftrag: Integration.

Anmerkungen

Die Quelle wird erst im nächsten Absatz auf der nächsten Seite genannt.

Diese Passagen sind im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation enthalten, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[114.] Dcl/Fragment 208 14

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 208, Zeilen: 14-17
Quelle: Senatsbeauftragter für Migration und Integration Berlin 2007
Seite(n): 69, Zeilen: 20 ff.
[Schon heute haben mehr als 20 % der Neuköllner Bevölkerung nicht die deutsche Staatsangehörigkeit und die europäische Unionsbürgerschaft (Bezirksamt Neukölln 2009b). Sie haben damit auch kein kommunales und kein Europawahlrecht. Ihnen steht also einerseits der Zugang zu diesem originären Beteiligungsrecht und damit zu einer Möglichkeit politischer Einflussnahme nicht offen. [...]] Die Identifikation mit dem demokratischen Gemeinwesen ist jedoch auch abhängig von den über die repräsentativen Partizipationsrechte hinausgehenden Möglichkeiten zur aktiven Einmischung und Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen.

[Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009b: Integrationspolitik in Neukölln. Berlin-Neukölln: Verwaltung des Bezirksbürgermeisters. Migrationsbeauftragter. URL: http://www.berlin.de/ba-neukoelln/verwaltung/migrationsbeauftragter/integrationpolitik.html, 16.07.2009]

Während das Recht auf politische Partizipation deutschen Staatsbürgerinnen und -bürgern durch das Wahlrecht zusteht, sind Migranten/-innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit bzw. ohne Unionsbürgerschaft von dieser Möglichkeit politischer Einflussnahme und Beteiligung ausgeschlossen. Da diese Gruppe vor allem in den Innenstadtbezirken Berlins einen hohen Teil der Bevölkerung ausmacht, sind andere Beteiligungsmöglichkeiten notwendig. Ihre Identifikation mit dem demokratischen Gemeinwesen wächst durch Möglichkeiten zur aktiven Einmischung und Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen.
Anmerkungen

Die Verf.in lehnt sich deutlich an die hier ungenannt bleibende Quelle an.

Der letzte Satz, der inhaltlich nicht völlig trivial ist und einzig als Plagiat gewertet wird, wird zum großen Teil wörtlich übernommen.

Dieser ist im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation enthalten, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[115.] Dcl/Fragment 209 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 209, Zeilen: 20-35
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 4, 5, 11, 13, 14, Zeilen: 4: 18 ff., 37 ff.; 5: 1 ff.; 11: 21 ff.; 13: 18 f., 30 ff.; 14: 31, 36 ff.
Das von der Europäischen Kommission bisher etablierte Informationssystem verfolgt den Ansatz, denjenigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sich bereits entschieden haben, nach ihnen zu suchen. Hier muss jedoch ein Umdenken im Handlungsansatz erfolgen: es kann nicht erwartet werden, dass sich Akteure der Zivilgesellschaft auf die Suche nach europapolitischen Informationen begeben, sondern im Gegenteil: die Informationen müssen den Weg zu Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft finden.

Dafür müssen verstärkt dezentralisierte, regionale und lokale Medien und von den europäischen Bürgern bevorzugte Informationsquellen, wie Fernsehen und Radio, genutzt werden, die in der Lage sind, den Zugang zu spezifischen Gruppen zu erleichtern. Es gibt hier eine Notwendigkeit, den audiovisuellen Medien eine größere Rolle einzuräumen. Zielgruppen orientierte [sic] Fernsehserien, Filme und Reportagen können auch Träger europapolitischer Inhalte sein und dazu dienen, die europäische Idee und europäische Werte zu vermitteln. Auch die Ressourcen, die das Internet bietet, dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden. Allerdings müssen die Angebote bekannter gemacht und zu deren Nutzung durch ein spezifisches Zielpublikum motiviert werden.

[Seite 11]

Das System von Netzen und Links ist gedacht, um den Bürgern Informationen zur Verfügung zu stellen, die sich bereits entschieden haben, nach ihnen zu suchen. Jedoch ist es dringend geboten, dieses Konzept umzukehren: Nicht die Bürger müssen sich auf die Suche nach Informationen begeben, sondern die Informationen müssen sich auf die Suche nach dem Bürger begeben.

[Seite 13]

Außerdem müssen wir eine Methode finden, die es uns ermöglicht, die regionalen und lokalen Medien stärker in die Informations- und Kommunikationspolitik einzubinden. [...]

[...]

Die jüngsten Eurobarometer-Daten weisen nach, dass das Fernsehen die von den europäischen Bürgern bevorzugte Informationsquelle ist (76 %), danach kommen die Printmedien (52 %) und das – so häufig vergessene – Radio (43 %). Tatsächlich hat sich das EP wiederholt zu der Notwendigkeit geäußert, den audiovisuellen Medien eine größere Rolle einzuräumen.

[Seite 4]

[Das Europäische Parlament]

4. unterstreicht, dass die Einführung eines Systems zur Informationsdezentralisierung notwendig ist, das den Zugang zu spezifischen Gruppen, die jeweils auf unterschiedliche Art unmittelbar angesprochen werden sollen, erleichtert;

[...]

9. ist der Auffassung, dass die Institutionen gemäß den Vorschriften der Haushaltsordnung zu Vereinbarungen mit audiovisuellen Produktionsfirmen gelangen sollten, die in der Lage sind, Fernsehserien, Wettbewerbe, Filme, Reportagen und allgemein solche Inhalte

[Seite 5]

zu konzipieren, die anspruchsvoll sind, den Geschmack des Publikums auf unterhaltsame Weise treffen und dazu dienen, die europäische Idee und die europäischen Werte zu vermitteln;

[Seite 14]

Wir dürfen auch nicht die enormen Ressourcen außer Acht lassen, die das Internet bietet. [...]

Das Internet ist auch ein hervorragendes Instrument für die Verbreitung von Informationen für ein spezifisches Zielpublikum. Ein sinnvolles und strukturiertes Angebot von Links auf den am meisten besuchten Webseiten würde genügen, um Zielgruppen mit einheitlichem Profil zu erreichen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Deren Inhalt ist auch nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [141].

In den ersten beiden Sätzen übernimmt die Verf.in einen Gedanken, den sie sprachlich anreichert; im zweiten weicht sie hierbei im Wortlaut teilweise relativ stark von der Quelle ab. Ein Teil des ersten Satzes auf der linken Seite der Synopse findet sich bereits auf S. 102, siehe Fragment 102 18 (keine Wertung).

Die Ausführungen sind Teil des abschließenden Kapitels 5 der untersuchten Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[116.] Dcl/Fragment 210 02

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 210, Zeilen: 2-6
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 6, 14, Zeilen: 6: 13 ff.; 14: 32 ff.
Darüber hinaus machen es Informationsangebote, die nur auf Englisch oder auf Französisch verfügbar sind, einem großen Teil der Zielgruppen unmöglich, einen sprachlichen Zugang zu ihnen zu erlangen. Hier ist über eine Ausweitung der angebotenen Sprachenvielfalt nachzudenken. [Seite 14]

Die Europa-Website bedarf der Verbesserung. Viele ihrer Seiten sind nur auf Englisch oder auf Französisch verfügbar, was nicht nur die Diskriminierung einiger Sprachen gegenüber anderen bedeutet, sondern es auch einer breiten Mehrheit von Bürgern unmöglich macht, Zugang zu den angebotenen Informationen zu bekommen.

[Seite 6]

[Das Europäische Parlament]

24. drängt die Kommission, die Europa-Website zu verbessern und deren Inhalte in allen Amtssprachen der Europäischen Union und - sofern die Mitgliedstaaten dies wünschen - in den in den Mitgliedstaaten als Amtssprachen geltenden Sprachen bereitzustellen und die hierzu notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen, um die Diskriminierung einiger Sprachen gegenüber anderen zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass eine breite Mehrheit von Bürgern Zugang zu den angebotenen Informationen erhält;

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Deren Inhalt ist auch nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [142].

Der zweite Satz auf der linken Seite der Synopse lässt sich im Kontext als sinngemäßes Plagiat begreifen.

Das Fragment schließt fast unmittelbar an Fragment 209 20 auf der Vorseite an.

Die Ausführungen finden sich im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[117.] Dcl/Fragment 211 20

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 211, Zeilen: 20-22
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 13, Zeilen: 16 f.
Dabei soll erreicht werden, dass die Botschaften das Interesse der Bürger wecken, indem sie auf ihre Anliegen eingehen. Es muss erreicht werden, dass die Botschaften das Interesse der Bürger wecken, indem sie auf ihre Anliegen eingehen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Der Inhalt des Fragments ist auch so nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [143].

Der zumindest eine gewisse Schöpfungshöhe aufweisende Satz findet sich im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).


[118.] Dcl/Fragment 214 21

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 214, Zeilen: 21-23
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 10, Zeilen: 35 ff.
Die EU ist nicht mehr nur eine gewöhnliche internationale Organisation mit wirtschaftlichen Zielen, sondern eine Wertegemeinschaft. Die europäischen Werte definieren die europäische Identität. Artikel I.1 der Verfassung ist zu entnehmen, dass es der Wille der Bürgerinnen und Bürger Europas ist, eine gemeinsame Zukunft, gegründet auf gemeinsamen Werten, zu gestalten. Diese Werte definieren die europäische Identität. Die EU ist nicht mehr nur eine gewöhnliche internationale Organisation mit wirtschaftlichen Zielen, sondern eine Wertegemeinschaft.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Der Inhalt des Fragments ist auch nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [144].

Diese beiden Sätze finden sich im allerletzten Absatz des Haupttextes der vorliegenden Dissertation, d. h. in deren abschließendem Kapitel 5, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).

Der Satz unmittelbar im Anschluss entstammt ebenfalls einer ungenannt bleibenden Quelle, siehe Fragment 214 23.


[119.] Dcl/Fragment 214 23

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 214, Zeilen: 23-24
Quelle: Diedrichs 2007
Seite(n): 98, Zeilen: 6 ff.
Eine pragmatische und nur auf Wirtschaftswachstum abzielende politische Strategie wird der Rolle und Verantwortung der Kommission nicht gerecht. Eine pragmatische und auf Wirtschaftswachstum abzielende politikorientierte Strategie allein wird der Rolle und Verantwortung der Kommission nicht gerecht.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die lediglich im Literaturverzeichnis erwähnt wird.

Dieser – trotz seiner Kürze inhaltlich nicht triviale – Satz findet sich im allerletzten Absatz des Haupttextes der vorliegenden Dissertation, d. h. in deren abschließendem Kapitel 5, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).

Die beiden Sätze unmittelbar zuvor sind einer gänzlich ungenannt bleibenden Quelle entnommen, siehe Fragment 214 21.


Quellen


[1.] Quelle:Dcl/Abromeit 2002

Autor     Heidrun Abromeit
Titel    Wozu braucht man Demokratie? Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    2002
ISBN    3-8100-3350-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[2.] Quelle:Dcl/Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005

Autor     Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments
Titel    Bericht über die Umsetzung der Informations- und Kommunikationsstrategie der Europäischen Union (2004/2238(INI))
Beteiligte    Luis Francisco Herrero-Tejedor
Ort    Brüssel
Datum    26. April 2005
URL    http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+REPORT+A6-2005-0111+0+DOC+PDF+V0//DE

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[3.] Quelle:Dcl/Berg-Schlosser Stammen 2003

Autor     Dirk Berg-Schlosser / Theo Stammen
Titel    Einführung in die Politikwissenschaft
Ort    München
Verlag    Beck
Ausgabe    7., durchges. u. erw. Aufl.
Jahr    2003
ISBN    3-406-50495-7

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[4.] Quelle:Dcl/Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a

Autor     Bezirksamt Neukölln von Berlin
Titel    Integrationspolitik in Neukölln
Beteiligte    Arnold Mengelkoch
Ort    Berlin
Datum    28. Mai 2009
Anmerkung    Im Literaturverzeichnis wird die Quelle als "Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009b" aufgeführt und als Datum des Abrufs der entsprechenden Webseite der 16.07.2009 genannt. Im Internet Archive finden sich jedoch nur neuere Versionen. Daher wurde zum Vergleich eine PDF-Datei der Quelle vom Mai 2009 herangezogen, die auch vom Ersteller der Webseite erstellt worden zu sein scheint (in den PDF-Eigenschaften ist als Ersteller "Mengelkoch" angegeben; gemäß der auf [145] unter "Kontakt" aufgeführten E-Mail-Adresse scheint der Ersteller der Webseite Arnold Mengelkoch zu sein).

Zur Autorschaft der herangezogenen Quelle heißt es auf deren S. 1: "Dieses Papier entstand in einem partizipativen Prozess mit dem Migrationsbeirat Neukölln."

URL    https://digital.zlb.de/viewer/rest/image/33654407/integrationspolitik_neuk.pdf/full/max/0/integrationspolitik_neuk.pdf

Literaturverz.   

ja (als "Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009b")
Fußnoten    ja (als "Bezirksamt Neukölln 2009b")

[5.] Quelle:Dcl/Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009b

Autor     Bezirksamt Neukölln von Berlin
Titel    Der Berlin-Neuköllner Europabericht an das Berliner Abgeordnetenhaus 2008 / 2009
Ort    Berlin
Datum    25. März 2009
Anmerkung    Im Literaturverzeichnis wird die Quelle als "Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009d" aufgeführt. Die Verf.in wird auf der ersten Seite des Berichts alleinig als Redaktion genannt.
URL    http://www.berlin.de/ba-neukoelln/_assets/dokumente/beauftragte/europabericht_2009.pdf

Literaturverz.   

ja (als "Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009d")
Fußnoten    ja (als "Bezirksamt Neukölln 2009d")

[6.] Quelle:Dcl/Bieber 2001

Autor     Roland Bieber
Titel    Entwicklung der Europäischen Integration
Sammlung    Die Europäische Union. Rechtsordnung und Politik
Beteiligte    Bengt Beutler, Roland Bieber, Jörn Pipkorn, Jochen Streil
Ort    Baden-Baden
Verlag    Nomos
Ausgabe    5., vollst. neu bearb. u. erw. Aufl.
Jahr    2001
Seiten    37-49
Anmerkung    Auf S. 6 des Sammelbandes ist vermerkt, dass Kap. 1 ("Entwicklung der Europäischen Integration") von Roland Bieber verfasst wurde. Im Haupttext wird das Werk als "Beutler / Bieber / Pipkorn / Streil 2001" referenziert und im Literaturverzeichnis unter "Beutler, Bengt / Bieber, Roland / Pipkorn, Jörn / Streil, Jochen / Epiney, Astrid / Haag, Marcel, 2001" aufgeführt.
ISBN    3-7890-7243-5

Literaturverz.   

ja (als "Beutler, Bengt / Bieber, Roland / Pipkorn, Jörn / Streil, Jochen / Epiney, Astrid / Haag, Marcel, 2001")
Fußnoten    ja (als "Beutler / Bieber / Pipkorn / Streil 2001")

[7.] Quelle:Dcl/Brake 2008

Autor     Anna Brake
Titel    Internetbasierte Befragung – ein Instrument für den Weg in eine aktive Bürgergesellschaft?
Sammlung    Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation
Herausgeber    Norbert Kersting
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften
Jahr    2008
Seiten    65-79
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 28
ISBN    978-3-531-16158-7

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[8.] Quelle:Dcl/Buchstein 2006

Autor     Hubertus Buchstein
Titel    Demokratie
Sammlung    Politische Theorie. 22 umkämpfte Begriffe zur Einführung
Herausgeber    Gerhard Göhler / Mattias Iser / Ina Kerner
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Ausgabe    [1. Aufl. November 2004] unveränd. Nachdr. d. 1. Aufl. Juli 2006
Jahr    2006
Seiten    47-64
Anmerkung    Die Verf.in gibt im Literaturverzeichnis die 2004 erschienene Ausgabe als verwendet an; verglichen wurde mit deren unverändertem Nachdruck von 2006.
ISBN    978-3-531-14232-6

Literaturverz.   

ja (als "Buchstein 2004")
Fußnoten    ja (als "Buchstein, Hubertus, 2004")

[9.] Quelle:Dcl/Börzel 2006

Autor     Tanja A. Börzel
Titel    European Governance – nicht neu, aber anders
Sammlung    Governance-Forschung. Vergewisserung über Stand und Entwicklungslinien
Herausgeber    Gunnar Folke Schuppert
Ort    Baden-Baden
Verlag    Nomos
Ausgabe    2. Aufl.
Jahr    2006
Seiten    72-94
Reihe    Schriften zur Governance-Forschung ; 1
ISBN    3-8329-2149-4

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[10.] Quelle:Dcl/Bürgerstiftung Neukölln 2009

Autor     Bürgerstiftung Neukölln
Titel    Bürgerstiftung Neukölln
Ort    Berlin
Datum    28. August 2009
URL    https://web.archive.org/web/20090828174644/http://www.neukoelln-plus.de/die-stiftung/

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[11.] Quelle:Dcl/Delhey 2004

Autor     Jan Delhey
Titel    Transnationales Vertrauen in der erweiterten EU
Zeitschrift    Aus Politik und Zeitgeschichte
Jahr    2004
Nummer    B 38
Seiten    6-13
ISSN    0479-611 X

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[12.] Quelle:Dcl/Diedrichs 2007

Autor     Udo Diedrichs
Titel    Europäische Kommission
Sammlung    Jahrbuch der Europäischen Integration 2006
Herausgeber    Werner Weidenfeld / Wolfgang Wessels
Ort    Baden-Baden
Verlag    Nomos
Jahr    2007
Seiten    89-98
URL    http://wissen-europa.de/fileadmin/user_upload/website/Artikel/Artikel_2006/Europaeische%20Kommission.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    nein

[13.] Quelle:Dcl/Eder 2003

Autor     Klaus Eder
Titel    Öffentlichkeit und Demokratie
Sammlung    Europäische Integration
Herausgeber    Markus Jachtenfuchs / Beate Kohler-Koch
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Ausgabe    2. Aufl.
Jahr    2003
Seiten    85-120
Reihe    UTB ; 1853
Anmerkung    Die Verf.in gibt die ebenfalls 2003 in 2. Aufl. im VS Verlag für Sozialwissenschaften in Wiesbaden erschienene Ausgabe des Sammelbandes als verwendet an.
ISBN    3-8252-1853-8

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[14.] Quelle:Dcl/Europäische Kommission 2002

Autor     Europäische Kommission
Titel    Mitteilung der Kommission: Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs - Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission [KOM(2002) 704 endgültig]
Ort    Brüssel
Datum    11. Dezember 2002
URL    https://web.archive.org/web/20030319140051/http://europa.eu.int/eur-lex/de/com/cnc/2002/com2002_0704de01.pdf

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Kommission 2002d")
Fußnoten    ja (als "Kommission 2002d")

[15.] Quelle:Dcl/Europäische Kommission 2006

Autor     Europäische Kommission
Titel    Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Legislativ- und Arbeitsprogramm der Kommission für 2007 [KOM(2006) 629 endgültig]
Ort    Brüssel
Datum    24. Oktober 2006
URL    http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2004_2009/documents/com/com_com(2006)0629_/com_com(2006)0629_de.pdf

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Kommission, 2006f")
Fußnoten    ja (als "Kommission 2006f")

[16.] Quelle:Dcl/Europäische Kommission 2007a

Autor     Europäische Kommission
Titel    Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Partnerschaft für die Kommunikation über Europa [KOM(2007) 568 endgültig]
Ort    Brüssel
Datum    3. Oktober 2007
URL    https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2007:0568:FIN:DE:PDF

Literaturverz.   

ja ("Europäische Kommission, 2007e")
Fußnoten    ja (als "Kommission 2007e")

[17.] Quelle:Dcl/Europäische Kommission 2007b

Autor     Europäische Kommission
Titel    Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Legislativ- und Arbeitsprogramm der Kommission 2008 [KOM(2007) 640 endgültig]
Ort    Brüssel
Datum    23. Oktober 2007
URL    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52007DC0640&from=de

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Kommission, 2007 o")
Fußnoten    ja (als "Kommission 2007o")

[18.] Quelle:Dcl/Europäische Kommission 2008

Autor     Europäische Kommission
Titel    Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Legislativ- und Arbeitsprogramm der Kommission 2009. Jetzt für ein besseres Europa handeln. Teil 1 [KOM(2008) 712 endgültig]
Ort    Brüssel
Datum    5. November 2008
URL    http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2008/DE/1-2008-712-DE-F1-1.Pdf

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Kommission, 2008c")
Fußnoten    ja (als "Kommission 2008c")

[19.] Quelle:Dcl/Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006

Autor     Europäisches Parlament / Rat der Europäischen Union
Titel    Beschluss Nr. 1719/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. November 2006 über die Einführung des Programms "Jugend in Aktion" im Zeitraum 2007-2013 [L 327/30]
Ort    Brüssel
Datum    24. November 2006
Anmerkung    Die Quelle wird als "Europäische Gemeinschaften, 2006d" im Literaturverzeichnis aufgeführt.
URL    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32006D1719

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Gemeinschaften, 2006d")
Fußnoten    ja (als "Europäische Gemeinschaften 2006d")

[20.] Quelle:Dcl/Faust 2002

Autor     Jörg Faust
Titel    Mancur Olson (1932 – 1998). Warum sind manche Länder arm und andere reich? Die Rolle von Institutionen und Good Governance
Zeitschrift    E+Z. Entwicklung und Zusammenarbeit
Jahr    2002
Jahrgang    43
Nummer    10
Seiten    277-280
ISSN    0721-2178
URL    https://web.archive.org/web/20040804085932/http://www.inwent.org:80/E+Z/1997-2002/ez1002-7.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[21.] Quelle:Dcl/Finke Knodt 2005

Autor     Barbara Finke / Michèle Knodt
Titel    Einleitung: Zivilgesellschaft und zivilgesellschaftliche Akteure in der Europäischen Union
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien
Herausgeber    Michèle Knodt / Barbara Finke
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Jahr    2005
Seiten    11-28
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 18
Anmerkung    Im Literaturverzeichnis sind der Sammelband selbst und vier einzelne Beiträge des Sammelbandes aufgeführt, die Einleitung jedoch nicht. Diese scheint im Haupttext aber an diversen Stellen als "Knodt / Finke 2005" bzw. "Knodt/Finke 2005" und auch als "Finke / Knodt 2005" referenziert zu werden.
ISBN    3-8100-4205-6

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    ja

[22.] Quelle:Dcl/Franzius 2004

Autor     Claudio Franzius
Titel    Auf dem Weg zur europäischen Öffentlichkeit?
Zeitschrift    Humboldt Forum Recht
Ort    Berlin
Verlag    Humboldt-Universität zu Berlin
Jahr    2004
Nummer    1
Seiten    1-8
ISSN    1862-7617
URL    http://www.humboldt-forum-recht.de/media/Druckansicht/pdf/2004-01.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[23.] Quelle:Dcl/Garcia Ayala 2006

Autor     Ricardo Garcia Ayala
Titel    Von "Brüssel" zu den Projekten: Transparenz in der Kohäsionspolitik
Zeitschrift    inforegio panaroma
Herausgeber    Thierry Daman, Europäische Kommission, GD Regionalpolitik
Ort    Brüssel
Datum    Dezember 2006
Nummer    21 [Eine neue transparente europäische Kohäsionspolitik]
Seiten    7-11
ISSN    1608-3881
URL    http://ec.europa.eu/regional_policy/sources/docgener/panorama/pdf/mag21/mag21_de.pdf#page=7

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Kommission, 2006g")
Fußnoten    ja (als "Kommission 2006g")

[24.] Quelle:Dcl/Gellner Glatzmeier 2005

Autor     Winand Gellner / Armin Glatzmeier
Titel    Die Suche nach der europäischen Zivilgesellschaft
Zeitschrift    Aus Politik und Zeitgeschichte
Jahr    2005
Nummer    36
Seiten    8-15
ISSN    0479-611 X
URL    http://www.bpb.de/system/files/pdf/8D5LOA.pdf#page=8

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[25.] Quelle:Dcl/Grupp 2005

Autor     Claus D. Grupp
Titel    Partizipation
Sammlung    Handlexikon der Europäischen Union
Herausgeber    Wolfgang W. Mickel / Jan M. Bergmann
Ort    Baden-Baden
Verlag    Nomos
Ausgabe    3., überarb. u. erw. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    600-601
Anmerkung    Verglichen wurde statt mit der von der Verf.in angegebenen, 2005 bei Omnia in Stuttgart erschienenen Ausgabe mit einer bei Nomos in Baden-Baden erschienenen Lizenzausgabe aus demselben Jahr. Bei beiden Ausgaben handelt es sich jeweils um die 3., überarbeitete und erweiterte Auflage; der Seitenumfang ist identisch. [146] [147]

Der Artikel ist im Literaturverzeichnis im Gegensatz zu den Handlexikon-Artikeln von Hrbek, Martin Kersting und Palinkas / Scherer nicht gesondert aufgeführt; das Handlexikon wird jedoch separat als solches genannt.
Er enthält kein Autorenkürzel. Im Vorwort des Handlexikons heißt es auf S. 8: "Nicht gezeichnete Beiträge werden von der Redaktion verantwortet." Als Redaktion wird im Impressum allein Claus D. Grupp angegeben.

ISBN    3-8329-1683-0

Literaturverz.   

ja (als "Mickel, Wolfgang W. / Bergmann, Jan (Hrsg.), 2005")
Fußnoten    ja (als "Mickel / Bergmann 2005")

[26.] Quelle:Dcl/Guggenberger 2005

Autor     Bernd Guggenberger
Titel    Demokratietheorien
Sammlung    Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe. Band 1: A–M
Herausgeber    Dieter Nohlen / Rainer-Olaf Schultze
Ort    München
Verlag    Beck
Ausgabe    3., akt. u. erw. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    135-143
ISBN    3-406-54116-x

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[27.] Quelle:Dcl/Haag 2001

Autor     Marcel Haag
Titel    Die Unionsbürgerschaft
Sammlung    Die Europäische Union. Rechtsordnung und Politik
Beteiligte    Bengt Beutler, Roland Bieber, Jörn Pipkorn, Jochen Streil
Ort    Baden-Baden
Verlag    Nomos
Ausgabe    5., vollst. neu bearb. u. erw. Aufl.
Jahr    2001
Seiten    363-376
Anmerkung    Auf S. 6 des Sammelbandes ist vermerkt, dass Kap. 10.2 ("Die Unionsbürgerschaft") von Marcel Haag verfasst wurde. Im Haupttext wird das Werk als "Beutler / Bieber / Pipkorn / Streil 2001" referenziert und im Literaturverzeichnis unter "Beutler, Bengt / Bieber, Roland / Pipkorn, Jörn / Streil, Jochen / Epiney, Astrid / Haag, Marcel, 2001" aufgeführt.
Auf S. 5 heißt es: "Die Zusammensetzung des Autorenteams hat gewechselt. Jörn Pipkorn ist im Jahre 1996 verstorben, Jochen Streil hat seine Mitarbeit aufgegeben. An ihre Stelle treten Astrid Epiney und Marcel Haag. (Die Beiträge von Marcel Haag sind nur ihm persönlich zuzurechnen. Sie bringen in keiner Weise die Meinung der Europäischen Kommission zum Ausdruck)."
ISBN    3-7890-7243-5

Literaturverz.   

ja (als "Beutler, Bengt / Bieber, Roland / Pipkorn, Jörn / Streil, Jochen / Epiney, Astrid / Haag, Marcel, 2001")
Fußnoten    ja (als "Beutler / Bieber / Pipkorn / Streil 2001")

[28.] Quelle:Dcl/Jahn 2006

Autor     Detlef Jahn
Titel    Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Ausgabe    1. Aufl.
Jahr    2006
ISBN    3-8100-3894-6

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[29.] Quelle:Dcl/Kaase 1997

Autor     Max Kaase
Titel    Vergleichende Politische Partizipationsforschung
Sammlung    Vergleichende Politikwissenschaft. Ein einführendes Studienhandbuch
Herausgeber    Dirk Berg-Schlosser / Ferdinand Müller-Rommel
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Ausgabe    3., überarb. u. erg. Aufl.
Jahr    1997
Seiten    159-174
Reihe    UTB ; 1391
ISBN    3-8252-1391-9

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[30.] Quelle:Dcl/Kaelble 2000

Autor     Hartmut Kaelble
Titel    Demokratie und europäische Integration seit 1950
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen
Herausgeber    Manfred Hildermeier / Jürgen Kocka / Christoph Conrad
Ort    Frankfurt / New York
Verlag    Campus
Jahr    2000
Seiten    245-271
ISBN    3-593-36581-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[31.] Quelle:Dcl/Kersting 2008

Autor     Norbert Kersting
Titel    Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung
Sammlung    Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation
Herausgeber    Norbert Kersting
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Ausgabe    1. Aufl.
Jahr    2008
Seiten    11-39
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 28
ISBN    978-3-531-16158-7

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[32.] Quelle:Dcl/Kielmansegg 2003

Autor     Peter Graf Kielmansegg
Titel    Fünf Jahre später – ein Nachwort zur zweiten Auflage
Sammlung    Europäische Integration
Herausgeber    Markus Jachtenfuchs / Beate Kohler-Koch
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Ausgabe    2. Aufl.
Jahr    2003
Seiten    77-83
Reihe    UTB ; 1853
Anmerkung    Lediglich Kielmanseggs Aufsatz "Integration und Demokratie" wird mit S. 49-76 im Literaturverzeichnis als einzelner Beitrag des Sammelbandes als verwendet aufgeführt – das daran anschließende Nachwort zur 2. Aufl. beinhaltet diese Angabe nicht. Im Literaturverzeichnis wird neben den einzelnen Beiträgen von Eder, Jachtenfuchs / Kohler-Koch, Kielmansegg und Wallace noch der Sammelband als solcher mit Erscheinungsjahr 2006 genannt (was dem unveränderten Nachdruck der 2. Aufl. von 2003 entspricht). Wenn man also das Nachwort als separaten Titel auffasst, wird es in Literaturverzeichnis und Fußnoten nicht erwähnt, wenn man es hingegen als Teil des Sammelbandes betrachtet, lässt sich vertreten, dass es dort mitgemeint wird.
ISBN    3-8252-1853-8

Literaturverz.   

nein / ja
Fußnoten    nein / ja

[33.] Quelle:Dcl/Kocka 2000

Autor     Jürgen Kocka
Titel    Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen
Herausgeber    Manfred Hildermeier / Jürgen Kocka / Christoph Conrad
Ort    Frankfurt / New York
Verlag    Campus
Jahr    2000
Seiten    13-39
ISBN    3-593-36581-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[34.] Quelle:Dcl/Liebert Trenz 2008

Autor     Ulrike Liebert / Hans-Jörg Trenz
Titel    European civil society and the public sphere. State of the art
Sammlung    Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe
Herausgeber    Ulrike Liebert / Hans-Jörg Trenz
Ort    Oslo
Verlag    ARENA, Centre for European Studies, University of Oslo
Jahr    2008
Nummer    6 / 08 bzw. 5
Seiten    9-31
Reihe    ARENA Report bzw. RECON Report
Anmerkung    Der Titel wird im Literaturverzeichnis sowohl unter "Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg, 2008" als auch unter "Trenz, Hans-Jörg / Liebert, Ulrike 2008" aufgeführt und im Haupttext auch entsprechend auf beide Weisen zitiert.
ISSN    1504-8152 bzw. 1504-7261
URL    https://www.sv.uio.no/arena/forskning/publikasjoner/arena-publikasjoner/rapporter/2008/RECONreport0508.pdf#page=18

Literaturverz.   

ja (auch als "Trenz, Hans-Jörg / Liebert, Ulrike 2008")
Fußnoten    ja (auch als "Trenz / Liebert 2008")

[35.] Quelle:Dcl/Lindner 2005

Autor     Ralf Lindner
Titel    Internet und Politik
Sammlung    Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe. Band 1: A–M
Herausgeber    Dieter Nohlen / Rainer-Olaf Schultze
Ort    München
Verlag    Beck
Ausgabe    3., akt. u. erw. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    414-416
ISBN    3-406-54116-x

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[36.] Quelle:Dcl/Maurer Kietz Crespy 2005

Autor     Andreas Maurer / Daniela Kietz / Amandine Crespy
Titel    Lückenbüßer oder Legitimationsverstärker? Der Europäische Verfassungskonvent und die "Zivilgesellschaft"
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien
Herausgeber    Michèle Knodt / Barbara Finke
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Jahr    2005
Seiten    197-221
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 18
ISBN    3-8100-4205-6

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[37.] Quelle:Dcl/Nanz Steffek 2005

Autor     Patrizia Nanz / Jens Steffek
Titel    Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien
Herausgeber    Michèle Knodt / Barbara Finke
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Jahr    2005
Seiten    79-102
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 18
ISBN    3-8100-4205-6

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[38.] Quelle:Dcl/Neller van Deth 2006

Autor     Katja Neller / Jan W. van Deth
Titel    Politisches Engagement in Europa
Zeitschrift    Aus Politik und Zeitgeschichte
Jahr    2006
Nummer    30 / 31
Seiten    30-38
ISSN    0479-611 X
URL    http://www.bpb.de/system/files/pdf/HYHZ7V.pdf#page=30

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[39.] Quelle:Dcl/Piotrowska 2006

Autor     Barbara Piotrowska
Titel    Zusammenarbeit für eine bessere Kommunikation: SFIT, Inform und nationale Netzwerke
Zeitschrift    inforegio panaroma
Herausgeber    Thierry Daman, Europäische Kommission, GD Regionalpolitik
Ort    Brüssel
Datum    Dezember 2006
Nummer    21 [Eine neue transparente europäische Kohäsionspolitik]
Seiten    12-14
ISSN    1608-3881
URL    http://ec.europa.eu/regional_policy/sources/docgener/panorama/pdf/mag21/mag21_de.pdf#page=12

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Kommission, 2006g")
Fußnoten    ja (als "Kommission 2006g")

[40.] Quelle:Dcl/Poier 2005

Autor     Klaus Poier
Titel    Cyber-democracy
Sammlung    Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe. Band 1: A–M
Herausgeber    Dieter Nohlen / Rainer-Olaf Schultze
Ort    München
Verlag    Beck
Ausgabe    3., akt. u. erw. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    115-116
ISBN    3-406-54116-x

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[41.] Quelle:Dcl/Scharpf 1997

Autor     Fritz W. Scharpf
Titel    Demokratische Politik in der internationalisierten Ökonomie
Ort    Köln
Verlag    Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Datum    November 1997
Nummer    97/9
Reihe    MPIfG Working Papers
URL    http://www.mpifg.de/pu/workpap/wp97-9/wp97-9.html

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[42.] Quelle:Dcl/Schmidt 2000

Autor     Manfred G. Schmidt
Titel    Demokratietheorien. Eine Einführung
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Ausgabe    3., überarb. u. erw. Aufl.
Jahr    2000
Reihe    UTB ; 1887
ISBN    3-8100-2635-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[43.] Quelle:Dcl/Schultze 2005

Autor     Rainer-Olaf Schultze
Titel    Partizipation
Sammlung    Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe. Band 2: N–Z
Herausgeber    Dieter Nohlen / Rainer-Olaf Schultze
Ort    München
Verlag    Beck
Ausgabe    3., akt. u. erw. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    675-677
ISBN    3-406-54117-8

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[44.] Quelle:Dcl/Seeger Yüzen 2007

Autor     Sarah Seeger / Layla Yüzen
Titel    Eurobarometer 2007
Ort    München
Verlag    Centrum für Angewandte Politikforschung, LMU München
Datum    6. August 2007
URL    https://www.cap-lmu.de/publikationen/2007/eurobarometer.php

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[45.] Quelle:Dcl/Senatsbeauftragter für Migration und Integration Berlin 2007

Autor     Der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration
Titel    "Vielfalt fördern – Zusammenhalt stärken". Das Berliner Integrationskonzept. Handlungsfelder, Ziele, Leitprojekte
Herausgeber    Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Ort    Berlin
Datum    Juni 2007
ISBN    978-3-938352-19-9
URL    https://digital.zlb.de/viewer/rest/image/15495716/integrationskonzept_2007_bf.pdf/full/max/0/15495716_1.pdf

Literaturverz.   

ja (als "Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (Hrsg.), 2007")
Fußnoten    ja (als "Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales 2007")

[46.] Quelle:Dcl/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin 2009

Autor     Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Titel    Quartiersmanagement Berlin. Das Programm "Soziale Stadt"
Ort    Berlin
Datum    6. Juli 2009
Anmerkung    "Text: sozialestadt.de/Senatsverwaltung/Konzeptarbeiter/ bearb. J. Meier, 2008"
URL    https://web.archive.org/web/20090706140208/http://www.quartiersmanagement-berlin.de:80/Programm-Soziale-Stadt.2805.0.html

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[47.] Quelle:Dcl/Smismans 2005

Autor     Stijn Smismans
Titel    Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien
Herausgeber    Michèle Knodt / Barbara Finke
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Ausgabe    1. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    105-128
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 18
ISBN    3-8100-4205-6

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[48.] Quelle:Dcl/Statistisches Amt der Europäischen Kommission 2005

Autor     Statistisches Amt der Europäischen Kommission
Titel    Die digitale Kluft in Europa
Zeitschrift    Statistik kurz gefasst
Beteiligte    Christophe Demunter
Ort    Luxemburg
Jahr    2005
Nummer    38
ISSN    1561-4832
URL    https://ec.europa.eu/eurostat/documents/3433488/5572716/KS-NP-05-038-DE.PDF

Literaturverz.   

ja (als "Europäische Gemeinschaften, 2005")
Fußnoten    nein

[49.] Quelle:Dcl/Strohmeier 2007

Autor     Gerd Strohmeier
Titel    Die EU zwischen Legitimität und Effektivität
Zeitschrift    Aus Politik und Zeitgeschichte
Jahr    2007
Nummer    10
Seiten    24-30
Anmerkung    Im Literaturverzeichnis wird fälschlich Ausgabe 36/2005 für diesen Titel angegeben.
ISSN    0479-611 X
URL    http://www.bpb.de/system/files/pdf/G1Y3AD.pdf#page=24

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[50.] Quelle:Dcl/Thalmaier 2006

Autor     Bettina Thalmaier
Titel    Partizipation und Politisierung als Antwort auf die Akzeptanz- und Legitimationskrise der Europäischen Union
Ort    München
Verlag    Centrum für Angewandte Politikforschung, LMU München
Datum    März 2006
Nummer    1
Seiten    4-14
Reihe    CAP Analyse
URL    http://www.cap.lmu.de/download/2006/CAP-Analyse-2006-01.pdf

Literaturverz.   

ja (als "Thalmeier, Bettina, 2006")
Fußnoten    ja (als "Thalmeier 2006")

[51.] Quelle:Dcl/Tham 2006

Autor     Barbara Tham
Titel    Eine neue europäische Informations- und Kommunikationspolitik?
Ort    München
Verlag    Centrum für Angewandte Politikforschung, LMU München
Jahr    2006
Nummer    4
Seiten    1-8
Reihe    CAP Aktuell
URL    http://www.cap.lmu.de/download/2006/CAP-Aktuell-2006-04.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    nein

[52.] Quelle:Dcl/Thiery 2005

Autor     Peter Thiery
Titel    Zivilgesellschaft
Sammlung    Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe. Band 2: N–Z
Herausgeber    Dieter Nohlen / Rainer-Olaf Schultze
Ort    München
Verlag    Beck
Ausgabe    3., akt. u. erw. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    1175-1177
ISBN    3-406-54117-8

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[53.] Quelle:Dcl/Trenz 2003

Autor     Hans-Jörg Trenz
Titel    Einführung: Auf der Suche nach einer europäischen Öffentlichkeit
Sammlung    Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa
Herausgeber    Ansgar Klein / Ruud Koopmans / Hans-Jörg Trenz / Ludger Klein / Christian Lahusen / Dieter Rucht
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    2003
Seiten    161-168
ISBN    3-8100-3482-7

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[54.] Quelle:Dcl/Trenz 2005

Autor     Hans-Jörg Trenz
Titel    Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit im europäischen Integrationsprozess: normative Desiderate und empirische Interdependenzen in der Konstitution einer europäischen Herrschaftsordnung
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien
Herausgeber    Michèle Knodt / Barbara Finke
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Jahr    2005
Seiten    55-78
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 18
ISBN    3-8100-4205-6

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[55.] Quelle:Dcl/Trenz Klein Koopmans 2003

Autor     Hans-Jörg Trenz / Ansgar Klein / Ruud Koopmans
Titel    Demokratie-, Öffentlichkeits- und Identitätsdefizite in der EU: Diagnose und Therapiefähigkeit
Sammlung    Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa
Herausgeber    Ansgar Klein / Ruud Koopmans / Hans-Jörg Trenz / Ludger Klein / Christian Lahusen / Dieter Rucht
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Jahr    2003
Seiten    7-19
ISBN    3-8100-3482-7

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[56.] Quelle:Dcl/Vorländer 2004

Autor     Hans Vorländer
Titel    Entwürfe globaler Demokratie
Zeitschrift    Informationen zur politischen Bildung
Herausgeber    Bundeszentrale für politische Bildung / bpb
Ort    München
Verlag    Franzis’ print & media GmbH
Datum    3. Quartal 2004
Nummer    284 [Demokratie]
Seiten    54-56
Anmerkung    Das Heft enthält insgesamt neun Beiträge von Hans Vorländer. Im Impressum werden unter "Manuskript und Mitarbeit" jedoch noch sechs weitere Personen genannt.
ISSN    0046-9408

Literaturverz.   

ja (ohne Nennung des Titels)
Fußnoten    ja

[57.] Quelle:Dcl/Wallace 2003

Autor     Helen Wallace
Titel    Die Dynamik des EU-Institutionengefüges
Sammlung    Europäische Integration
Herausgeber    Markus Jachtenfuchs / Beate Kohler-Koch
Ort    Opladen
Verlag    Leske + Budrich
Ausgabe    2. Aufl.
Jahr    2003
Seiten    255-285
Reihe    UTB ; 1853
Anmerkung    Eine von der Verf.in als verwendet angegebene, 2003 in 2. Aufl. im Verlag für Sozialwissenschaften in Opladen erschienene Ausgabe des Sammelbandes ist nicht nachweisbar.
ISBN    3-8252-1853-8

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[58.] Quelle:Dcl/Wikipedia Deliberative Demokratie 2008

Autor     Wikipedia
Titel    Deliberative Demokratie
Verlag    (Wikipedia)
Datum    30. Dezember 2008
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Deliberative_Demokratie&oldid=54702709

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[59.] Quelle:Dcl/Wikipedia Euronews 2008

Autor     Wikipedia
Titel    Euronews
Verlag    (Wikipedia)
Datum    20. Dezember 2008
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Euronews&oldid=54338318

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[60.] Quelle:Dcl/Wikipedia Hamburger Verständlichkeitskonzept 2008

Autor     Wikipedia
Titel    Hamburger Verständlichkeitskonzept
Verlag    (Wikipedia)
Datum    18. Februar 2008
URL    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hamburger_Verst%C3%A4ndlichkeitskonzept&oldid=42652886

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

[61.] Quelle:Dcl/Winkler Kozeluh 2005

Autor     Roman Winkler / Ulrike Kozeluh
Titel    Zivilgesellschaft Online: Anspruch und Umsetzung deliberativer Beteiligung am Beispiel der EU Diskussionsplattform "Your Voice in Europe"
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien
Herausgeber    Michèle Knodt / Barbara Finke
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Jahr    2005
Seiten    171-196
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 18
ISBN    3-8100-4205-6

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

[62.] Quelle:Dcl/von Beyme 2000

Autor     Klaus von Beyme
Titel    Zivilgesellschaft – Karriere und Leistung eines Modebegriffs
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen
Herausgeber    Manfred Hildermeier / Jürgen Kocka / Christoph Conrad
Ort    Frankfurt / New York
Verlag    Campus
Jahr    2000
Seiten    41-55
ISBN    3-593-36581-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja

Anhang

Zur nachfolgenden Aufstellung siehe auch die Anmerkungen im Bericht weiter oben unter

  • Andere Beobachtungen / Willkürliche Referenzierungen
  • Andere Beobachtungen / Fragmente mit Kategoriezuordnung „Keine Wertung“
  • Statistik.

Anhang A: Fragmente (Keine Wertung)

69 gesichtete Fragmente

[1.] Dcl/Fragment 011 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1-2, 7-8
Quelle: Bieber 2001
Seite(n): 38, Zeilen: 4 ff.
Mit den wachsenden Aufgaben, Verantwortungsbereichen und neuen Integrationsschritten, [sic] spielte die demokratische Legitimation der Union eine immer größere Rolle. [...] Die Rechtsgemeinschaft hatte einen größeren Bedarf, bei ihren Mitgliedstaaten und deren Bürgern Zustimmung für ihr Handeln zu gewinnen. Die Europäische Union beruht noch immer im wesentlichen auf Instrumenten des Rechts und ist in ihrem Handeln auf diese Instrumente angewiesen. Sie bildet eine Rechtsgemeinschaft. Dies vergrößert den Bedarf, bei den betroffenen Völkern Zustimmung für ihr Handeln zu gewinnen. Mit wachsenden Aufgaben wird daher die Legitimation der Union zu einem zentralen Problem des Einigungsprozesses.
Anmerkungen

Bieber (2001) dient der Verf.in hier als Vorlage, die ungenannt bleibt. Die Quelle wird am Ende des vorigen Absatzes auf der Vorseite als Beutler / Bieber / Pipkorn / Streil (2001) referenziert.

Da die Ausführungen sich semantisch aber nicht vollständig mit denen der Quelle decken, wird das Fragment konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert.


[2.] Dcl/Fragment 011 08

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 8-12
Quelle: Seeger Yüzen 2007
Seite(n): online, Zeilen: –
Die fehlende Nähe der Europäischen Union zum europäischen Bürger, [die mangelnde Transparenz europäischer Politik und die zu geringen Möglichkeiten der Partizipation] wurden in der Literatur vielfach als zentrale Ursache des Akzeptanz- und Legitimationsdilemmas der Europäischen Union gesehen, [das in Verbindung mit nationalen Problemen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene sowie allgemeinen Globalisierungsängsten in eine zunehmend europaskeptische Haltung der Bevölkerung mündete (Bieling / Lerch 2006; Hildermeier / Kocka / Conrad 2000; Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2003; [sic] Klein u. a. (Hrsg.) 2003; Knodt / Finke 2005; Schmidt 2000).]

Bieling, Hans-Jürgen / Lerch, Marika (Hrsg.), 2006: Theorien der europäischen Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage.

Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.), 2000: Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.), 2003: Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

Die Distanz zwischen Brüssel und den Bürgern gilt als eine zentrale Ursache des Akzeptanz- und Legitimationsdilemmas der Europäischen Union.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle eines Teils der Ausführungen wird nicht genannt.

Während die Verf.in insgesamt sechs andere Referenzen als Beleg anführt, übernimmt sie tatsächlich Teile des Satzes von Seeger / Yüzen (2007); dieser Titel wird in der gesamten Arbeit – einschließlich des Literaturverzeichnisses – nirgends aufgeführt.

Weiterhin ist festzustellen, dass

  • sich ein Eintrag für Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) dort nicht findet; vermutlich ist hiermit der Sammelband "Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden [bzw. Opladen]: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage" gemeint, der bei den Einzelbeiträgen von Eder, Kielmansegg und Wallace genannt wird, aber eben nicht als eigener Titel verzeichnet ist, und
  • der Titel Schmidt (2000) bei Leske + Budrich in Opladen, nicht in Bremen erschienen ist. [148]

Bieling / Lerch (2006), Hildermeier / Kocka / Conrad (2000) und Klein u. a. (Hrsg.) (2003) werden in der gesamten untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle angeführt, Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) nur hier.

Der hintere Teil des Satzes stammt aus einer anderen, hier ebenfalls nicht genannten Quelle, siehe Fragment 011 12.


[3.] Dcl/Fragment 011 12

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 12-14
Quelle: Tham 2006
Seite(n): 1, Zeilen: 25 ff.
[Die fehlende Nähe der Europäischen Union zum europäischen Bürger, die mangelnde Transparenz europäischer Politik und die zu geringen Möglichkeiten der Partizipation wurden in der Literatur vielfach als zentrale Ursache des Akzeptanz- und Legitimationsdilemmas der Europäischen Union gesehen,] das in Verbindung mit nationalen Problemen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene sowie allgemeinen Globalisierungsängsten in eine zunehmend europaskeptische Haltung der Bevölkerung mündete [(Bieling / Lerch 2006; Hildermeier / Kocka / Conrad 2000; Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2003; [sic] Klein u. a. (Hrsg.) 2003; Knodt / Finke 2005; Schmidt 2000).]

Bieling, Hans-Jürgen / Lerch, Marika (Hrsg.), 2006: Theorien der europäischen Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage.

Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.), 2000: Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.), 2003: Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

In Verbindung mit nationalen Problemen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene sowie allgemeinen Globalisierungsängsten mündet dies in eine zunehmend europaskeptische Haltung der Bevölkerung.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle eines Teils der Ausführungen wird nicht genannt.

Während die Verf.in insgesamt sechs andere Referenzen als Beleg anführt, übernimmt sie tatsächlich den hinteren Teil des Satzes (mit einer grammatisch bedingten Auslassung) wörtlich von Tham (2006); dieser Titel ist lediglich in ihrem Literaturverzeichnis aufgeführt.

Weiterhin ist festzustellen, dass

  • sich ein Eintrag für Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) dort nicht findet; vermutlich ist hiermit der Sammelband "Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden [bzw. Opladen]: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage" gemeint, der bei den Einzelbeiträgen von Eder, Kielmansegg und Wallace genannt wird, aber eben nicht als eigener Titel verzeichnet ist, und
  • der Titel Schmidt (2000) bei Leske + Budrich in Opladen, nicht in Bremen erschienen ist.

Bieling / Lerch (2006), Hildermeier / Kocka / Conrad (2000) und Klein u. a. (Hrsg.) (2003) werden in der gesamten untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle angeführt, Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) nur hier.

Der erste Teil des Satzes stammt zum Teil aus einer nirgends aufgeführten Quelle, siehe Fragment 011 08.


[4.] Dcl/Fragment 016 22

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 22-29
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Dies ist auch darin begründet, dass neue Formen der Bürgerbeteiligung in der europäischen Integrationsforschung vielfach als Schlüssel gesehen werden, um die Vertrauensbeziehung zwischen der Zivilgesellschaft, einschließlich der Bürger, und Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene wieder herzustellen und eine demokratische Legitimation und damit langfristige Stabilität des europäischen Einigungsprojektes zu fördern und zu sichern (Kaelble 2002; Eder 2003; Kevin 2003; Kantner 2004; Kocka 2004; Preuß 2004; Ruzza 2004; Bruter 2004, 2005; Peters 2005; Trenz 2005b; Kohler-Koch 2007).

Bruter, Michael 2004: Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity. In: Herrmann, Richard / Risse, Thomas / Brewer, Marilynn B. (Hrsg.): Transnational Identities: Becoming European in the EU. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Bruter, Michael 2005: Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity. London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Kaelble, Hartmut, 2002: Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und. 20. Jahrhundert. In: Kaelble, Hartmut / Kirsch, Martin / Schmidt-Gernig, Alexander (Hrsg.): Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

Kantner, Cathleen, 2004: Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, Deirdre, 2003: Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society [sic] from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Peters, Bernhard, 2005: Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy. In: Eriksen, Erik Oddvar (Hrsg.): Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU. London: Routledge.

Preuß, Ulrich K., 2004: Transformation des europäischen Nationalstaates - Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit. In: Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.): Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos, S. 44 - 60.

Ruzza, Carlo, 2004: Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance. Manchester: [sic] Manchester University Press.

Trenz, Hans-Jörg, 2005b: Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

 

Bruter, M. (2004) ‘Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity’ in R. Herrmann, T. Risse and M.B. Brewer (eds) Transnational Identities: Becoming European in the EU, Lanham MD: Rowman & Littlefield.

— (2005) Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity, London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, K. (2003). ‘Öffentlichkeit und Demokratie’ in M. Jachtenfuchs and B. Kohler-Koch (eds) Europäische Integration, Opladen: Leske & Budrich.

Kaelble, H. (2002) ‘Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und 20. Jahrhundert’, in H. Kaelble, M. Kirsch and A. Schmidt-Gernig (eds) Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

[Kantner, C. (2003) ‘Öffentliche politische Kommunikation in der EU. Eine hermeneutisch-pragmatistische Perspektive’, in A. Klein, R. Koopmans, H.-J. Trenz, L. Klein, C. Lahusen and D. Rucht (eds) Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa, Opladen: Leske & Budrich.]

— (2004) Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, D. (2003) Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe, Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, J. (2004) ‘Civil Society [sic] from a historical perspective’, European Review, 12(1): 65-79.

Kohler-Koch, B. (2007) ‘The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union’, in B. Kohler-Koch and B. Rittberger (eds) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham, MD: Rowman & Littlefield

Peters, B. (2005) ‘Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy’, in E. O. Eriksen (ed.) Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU, London: Routledge.

Preuss [sic], U. (2004) ‘Transformation des europäischen Nationalstaats — Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit’, in C. Franzius and U. Preuss [sic] (eds) Europäische Öffentlichkeit, Baden-Baden: Nomos, 44-60.

Ruzza, C. (2004) Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance, Manchester: [sic] Manchester University Press.

[Trenz, H.-J. (2002) Zur Konstitution politischer Öffentlichkeit in Europa. Zivilgesellschaftliche Subpolitik oder schaupolitische Inszenierung?, Baden-Baden: Nomos.]

— (2005) Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit, Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

Anmerkungen

Auffällig ist, dass die Verf.in mit exakt denselben 12 Referenzen – die sämtlich im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthalten sind – auch Aussagen auf den S. 73, 85 f. und 99 zu belegen versucht, siehe Fragment 073 04 (keine Wertung), Fragment 085 29 und Fragment 099 19 (keine Wertung). Weiterhin lassen sich folgende Punkte feststellen:

  • Bei Bruter (2004) fehlt bei der Verf.in im Titel bei "Citizens" wie in der Quelle der Genitiv-Apostroph [149] sowie die Seitenangabe des Beitrags.
  • Bruter (2005) ist bei Palgrave Macmillan in Houndmills, Basingstoke, Hampshire und New York und nicht in London erschienen. [150]
  • Bei Kaelble (2002) fehlt wie in der Quelle die Angabe, auf welchen Seiten des Sammelbandes sich der Aufsatz findet, und New York als zweiter Verlagsort. [151]
  • Bei Kevin (2003) fehlt wie in der Quelle im Titel ein Komma. [152]
  • Bei Kocka (2004) wird wie in der Quelle im Titel das Substantiv "Society" mit Majuskel geschrieben, das Substantiv "perspective" jedoch nicht, was inkonsistent ist. Im Originalaufsatz werden beide Wörter mit Minuskeln geschrieben. [153]
  • Bei Kohler-Koch (2007) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband; auch sind im Titel die Substantive "interests" und "democracy" im Gegensatz zu "Organization" mit Minuskeln am Anfang geschrieben. Im Original lautet der Titel "The Organization of Interests and Democracy in the European Union". [154]
  • Bei Peters (2005) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband. Im Original lautet dieser "Public discourse, identity and the problem of democratic legitimacy". [155]
  • Bei Ruzza (2004) ist Movement coalitions and European governance der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zudem fehlt hier die Angabe von New York als zweitem Verlagsort. [156] Beide Fehler finden sich sowohl in der Quelle als auch in der vorliegenden Arbeit.
  • Der Titel von Trenz (2005b) lautet Europa in den Medien. Die europäische Integration im Spiegel nationaler Öffentlichkeit und wird analog zur Quelle falsch wiedergegeben; wie dort fehlt überdies New York als zweiter Verlagsort. [157]

Bruter (2004 und 2005), Kevin (2003), Peters (2005), Preuß (2004) und Trenz (2005b) werden in der untersuchten Dissertation – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich auf den S. 16, 73, 86 und 99 genannt.


[5.] Dcl/Fragment 024 29

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 29-32
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 250, Zeilen: 13 f., 23 ff.
Nationale Identitäten, nationale Öffentlichkeiten und die Macht nationaler Regierungen blieben vorrangig und die Demokratie in Europa war davon abhängig, wie sich die nationalen Demokratien einschließlich ihrer Zivilgesellschaften entwickelten (Kaelble 2000; Kielmansegg 2003).

Kaelble, Hartmut, 2000: Demokratie und europäische Integration seit 1950, in: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Nationale Identitäten, nationale Öffentlichkeiten, die Macht nationaler Regierungen blieben vorrangig. [...] In dieser Interpretation war daher für die Demokratie in Europa, unser Thema also, letztlich entscheidend, wie sich die nationalen Demokratien entwickelten und ob sich auf der nationalen Ebene starke Parlamente, ein wirksamer Grundrechtsschutz, eine stabile Zivilgesellschaft entwickelten.
Anmerkungen

Anscheinend wird der gesamte Inhalt sehr wortnah von Kaelble (2000) bezogen; der des vorigen Satzes – der mit diesem zusammen einen kurzen Absatz bildet – stammt aus der Quelle Thalmaier (2006), siehe Fragment 024 26. Insofern stellt sich die Frage, warum die Verf.in hier Kielmansegg (2003) referenziert.


[6.] Dcl/Fragment 027 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1-7
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 80, Zeilen: 3 ff.
[[...] (Wessels 1995; Wessels 1999; Arndt 1999; Wallace 2003);] dennoch wird in der Literatur davon ausgegangen, dass das Demokratiedefizit auf europäischer Ebene auf dem Wege der parlamentarischen Repräsentation kaum zu beheben sein wird und deshalb andere Formen der politischen Partizipation, die demokratische Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten Entscheidungsbetroffener sicherstellen können, gefunden werden müssen, um die demokratische Legitimation der Europäischen Union voranzubringen (Benz 1998; Guggenberger 2005; Nanz / Steffek 2005).

Benz, Arthur, 1998: Postparlamentarische Demokratie? Demokratische Legitimation im kooperativen Staat. In: Greven, Michael Th. (Hrsg.): Demokratie. Eine Kultur des Westens. [sic] Opladen: Leske + Budrich, S. 201 - 222.

Guggenberger, Bernd, 2005: Demokratietheorien. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 1 A - M. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 135 - 143.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

In der Praxis jedoch dürfte das demokratische Defizit von Regieren jenseits des Nationalstaates realistischerweise und in absehbarer Zukunft auf dem Wege der parlamentarischen Repräsentation kaum zufriedenstellend zu beheben sein. [...] Angesichts der längst gegebenen Internationalisierung politischer Herrschaft und dem sich damit verstärkenden Trend zur „postparlamentarischen Demokratie“ (Benz 1998) stellt sich also die Frage: Kann es der Idee kollektiver Selbstbestimmung auf andere Weise gelingen, ihre nationalstaatliche Engführung zu überwinden und sich eine neuartige, ‚denationalisierte‘ Grundlage zu schaffen?

Eine entscheidende Frage ist dabei, ob und wie der Verlust an parlamentarischer Repräsentation durch andere Formen politischer Partizipation, die demokratische Einfluss- und Kontrollchancen der Betroffenen sicherstellen, kompensiert werden kann.


Benz, Arthur 1998: Postparlamentarische Demokratie? Demokratische Legitimation im kooperativen Staat, in: Greven, Michael Th. (Hrsg.): Demokratie. Eine Kultur des Westens, [sic] Opladen: Leske + Budrich, 201-222.

Anmerkungen

Für den zweiten Teil des Satzes werden Nanz / Steffek (2005) und zwei weitere Quellen referenziert; bis auf den finalen Nebensatz am Schluss scheinen die Inhalte aber allein aus ersterer zu stammen.

Bei Guggenberger (2005) – der von der Verf.in rezipiert wurde – ist an keiner Stelle von einem Demokratiedefizit oder der Europäischen Union die Rede.

Die Referenz Benz (1998) wird anscheinend auch von Nanz / Steffek mitsamt fehlerhaftem Titel des Sammelbandes übernommen, der Demokratie – eine Kultur des Westens? lautet [158], wobei Benz in der Quelle nur einmalig und für den Titel seines Beitrags referenziert wird.

Benz (1998) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal in einem Plagiatskontext, in dem ebenfalls eine willkürliche Referenzierung naheliegt, erwähnt, siehe Fragment 067 12.


[7.] Dcl/Fragment 028 30

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 30-33
Quelle: Kielmansegg 2003
Seite(n): 79, Zeilen: 13 ff.
Politische Beteiligungsprozesse im Sinne von Konsultations- und Verhandlungsnetzwerken könnten somit auch zu einer verstärkten kollektiven Identitätsbildung und damit zur Verminderung des Demokratiedefizits und zu einer größeren Akzeptanz der Europäischen Union beitragen (Héritier 1999).

Héritier, Adrienne, 1999: Elements of Democratic Legitimation in Europe: An Alternative Perspective. In: Journal of European Public Policy 6, 269 - 283 [sic].

Der skeptischen Einschätzung, dass alle Demokratisierungsstrategien letztlich am Demokratiedilemma der Europäischen Union scheitern müssen, weshalb jeder Integrationsfortschritt mit Verlusten an demokratischer Substanz bezahlt werde (Greven 1998), steht die Auffassung gegenüber, dass der europäischen Kompromisspolitik aus den Konsultations- und Verhandlungsnetzwerken, in denen sie formuliert werde, durchaus eine Art von demokratischer Legitimität zuwachse (Héritier 1999).

Greven, Michael 1998: Mitgliedschaft, Grenzen und politischer Raum: Problemdimensionen der Demokratisierung der Europäischen Union, in: Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Regieren in entgrenzten Räumen, Politische Vierteljahresschrift Sonderheft 29, 249-270.

Héritier, Adrienne 1999: Elements of Democratic Legitimation in Europe: An Alternative Perspective, in: Journal of European Public Policy 6, 269-283 [sic].

Anmerkungen

Der Begriff "Konsultations- und Verhandlungsnetzwerke[n]" kommt bei Héritier (1999) auch in englischer Form nicht vor, ist also von der Verf.in der Rezeption Héritiers durch Kielmansegg (2003) entnommen.

Die Aussage, dass "[p]olitische Beteiligungsprozesse im Sinne von Konsultations- und Verhandlungsnetzwerken [...] zu einer verstärkten kollektiven Identitätsbildung" beitragen könnten, scheint reichlich konstruiert, da nicht plausibel ist, wie Konsultations- und Verhandlungsnetzwerke im politischen Apparat zu einer kollektiven (europäischen) Identitätsbildung in den Bevölkerungen beitragen sollten. Ein solcher Gedanke findet sich bei Héritier auch nicht. Insofern stellt sich die Frage, ob deren Referenzierung hier sachlich gerechtfertigt ist.

Der Aufsatz Héritiers endet zudem auf S. 282 und nicht, wie von der Verf.in allem Anschein nach falsch von Kielmansegg übernommen, auf S. 283.

Da sich die Aussagen auf linker und rechter Seite der Synopse deutlich unterscheiden, wird das Fragment unter "keine Wertung" kategorisiert. Héritier wird, abgesehen vom Literaturverzeichnis, in der gesamten untersuchten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[8.] Dcl/Fragment 029 14

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 14-15
Quelle: Scharpf 1997
Seite(n): online, Zeilen: –
Input-orientierte und Output-orientierte Legitimationsaspekte müssen sich wechselseitig verstärken, [denn Inhalte und Ergebnisse allein genügen nicht für eine ausreichende demokratische Legitimation, sie müssen durch unmittelbare und mittelbare Beteiligungsmöglichkeiten ergänzt werden.] Sie entsprechen der analytischen Unterscheidung zwischen input-orientierten und output-orienten [sic] Versionen des demokratischen Legitimationsglaubens. In real-existierenden und funktionsfähigen Demokratien gelten beide Begründungen nebeneinander, und sie verstärken sich wechselseitig.
Anmerkungen

Am Ende des folgenden Satzes werden fünf Referenzen angeführt; Scharpf (1997) findet sich jedoch nicht darunter.

Aufgrund der Kürze Kategorisierung unter "keine Wertung".


[9.] Dcl/Fragment 029 27

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 27-36
Quelle: Abromeit 2002
Seite(n): 165, 202, 203, Zeilen: 165: 23 ff.; 202: 27 ff., 36 ff.; 203: 1 f.
Ein solches „fakultatives Referendum“ beinhaltet, dass erst, wenn kein Widerspruch durch die Betroffenen erfolgt, Entscheidungen den Anschein für sich in Anspruch nehmen können, dass alle ihr [sic] zugestimmt hätten. Die Logik des fakultativen Referendums basiert auf dem Minderheitenrecht, dergestalt, dass es diejenigen, die sich von einer Regelung intensiv in ihren Rechten oder Präferenzen beeinträchtigt sehen, gegenüber einer desinteressierten Mehrheit schützt. Hiermit würde das Kongruenzprinzip von Demokratie verwirklicht werden, bei dem Entscheidungsbetroffene und Entscheidungstreffende identisch sind. Der Wesensgehalt von Demokratie, die Beteiligung der Individuen an Entscheidungen, von denen sie betroffen sind, wäre somit erfüllt (Abromeit 2002: 202).

Abromeit, Heidrun, 2002: Wozu braucht man Demokratie? Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie. Opladen: Leske+Budrich.

[Seite 202]

Erst wenn kein Widerspruch seitens der jeweils Betroffenen erfolgt, kann eine gesetzliche Regelung den Anschein für sich in Anspruch nehmen, daß alle ihr zugestimmt hätten haben können.

[...] Hier muß nun noch einmal an die Logik des fakultativen Referendums erinnert werden: Es funktioniert als Minderheitenrecht, und zwar in der Weise, daß es diejenigen, die sich von einer Regelung intensiv in ihren Rechten/Präferenzen beeinträchtigt sehen, gegenüber einer eher desinteressierten Mehrheit schützt. Es ist darum das einzige Mittel, das — zureichende Information vorausgesetzt — in einer hochdifferenzierten Gesellschaft und speziell im Fall sektoral differenzierender

[Seite 203]

Politik eine Kongruenz von Entscheidungsbetroffenheit und Entscheidungsbeteiligung einigermaßen zuverlässig zu garantieren vermag.

[Seite 165]

Der Wesensgehalt von Demokratie ist also die Beteiligung der Individuen an den Entscheidungen, von denen sie betroffen, denen sie unterworfen sind.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt; 12 zusammenhängende Wörter werden jedoch ohne Kenntlichmachung als Zitat übernommen.

Die angegebene Seitenzahl stimmt in dieser Form nicht.

Da hier aber zumindest der korrekte Titel als Quelle angegeben wird, wäre eine Wertung als Plagiat möglicherweise zu streng; daher konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".


[10.] Dcl/Fragment 030 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 1-5
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 266, Zeilen: 10 ff.
Eine vitale europäische Zivilgesellschaft, die dauerhaft nicht nur seitens der europäischen Institutionen von oben vorangetrieben wird, sondern sich aus sich selbst heraus entwickelt und ihre Interessen geltend macht, gilt als wichtige Voraussetzung für die weitere Demokratisierung der Europäischen Union (Platzer 1984; Stöckl 1986; Pedler / van Schendelen 1994; Greenwood 1997; Wallace / Young 1997).

Greenwood, Justin, 1997: Representing Interests in the European Union. Basingstoke: [sic] Palgrave. [sic]

Pedler, Robin H. / van Schendelen, Rinus (Hrsg.), 1994: Lobbying in [sic] the European Union. Aldershot: Avebury. [sic]

Platzer, Hans-Wolfgang, 1985: [sic] Unternehmensverbände in der EG. Ihre internationale und transnationale Organisation und Politik. In: [sic] Schriftenreihe Europa-Forschung, 9.

Stöckl, Ingrid, 1986: Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeit [sic] zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft. In: [sic] Schriftenreihe Europa-Forschung, 11.

Wallace, Helen / Young, Alasdair R. (Hrsg.), 1997: Participation and Policy-making in the European Union. Oxford: Oxford University Press. [sic]

Dieser neue Aufbruch der europäischen Zivilgesellschaft seit den 1980er Jahren, teilweise schon seit den 1970er Jahren, entstand nicht nur unter den Interessengruppen, die Einfluß auf die Politik der Europäischen Union nahmen, sondern auch in zahlreichen Netzwerken mit anderen europäischen Zielsetzungen. Diese Zivilgesellschaft war eine wichtige Voraussetzung für eine weitere Demokratisierung der Europäischen Union, die auf die Dauer nicht nur von oben veranstaltet werden konnte (Greilsamer [sic] 1975; Platzer 1984; Stöckl 1986; Loughlin 1986; Pedler/ van Schendelen 1994; Meyer-Kalkus 1994; Lager 1995; Greenwood 1997; Wallace/ Young 1997; Kirsch 1998).

Greenwood, Justin (1997), Representing Interests in the European Union, Basingstoke. [sic]

Greilsammer, Alain/Marc, Aleaxandre [sic] /Elazar, Daniel J. (1975), Les mouvements fédéralistes en France de 1945 à 1974, Paris

Kirsch, Martin (1998), »Entwicklung der Erfahrungsräume von Europäern im Bereich des höheren Bildungswesens seit 1918«, in: Kaelble, Hartmut/Schriewer, Jürgen (Hg.), Gesellschaften im Vergleich. Forschungen aus Sozial- und Geschichtswissenschaften, Bern, S. 391-429.

Lager, Carole (1995), L’Europe en quête de ses symboles, Bern/Berlin.

Loughlin, John (1986), »Federalist and regionalist movements in France«, in: Burgess, Michael (Hg.), Federalism and Federation in Western Europe, London, S. 76-89.

Meyer-Kalkus, Reinhart (1994), Die akademische Mobilität zwischen Frankreich und Deutschland (1925-1992), Bonn: DAAD (DAAD-Forum, 16).

Pedler, Robin H./van Schendelen, M.P.C.M. (Hg.) (1994), Lobbying in [sic] the European Union, Aldershot.

Platzer, Hans-Wolfgang (1985), [sic] Unternehmensverbände in der EG. Ihre internationale und transnationale Organisation und Politik, Kehl/Straßburg (Europa-Forschung, 9).

Stöckl, Ingrid (1986), Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeit [sic] zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft, Kehl [sic] (Europa-Forschung, 11).

Wallace, Helen/Young Alasdair R. (Hg.) (1997), Participation and Policy-making in the European Union, Oxford.

Anmerkungen

Neben wörtlichen Übereinstimmungen finden sich auch alle von der Verf.in verwendeten Referenzen bei Kaelble (2000).

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass

  • eine europäische Ausgabe von Greenwood (1997) bei Macmillan Press in Basingstoke (Hampshire) und London sowie eine amerikanische bei St. Martin's Press in New York erschienen ist, siehe [159]. Wenn man voraussetzt, dass die Verf.in die europäische referenzieren wollte, ist der Verlag falsch angegeben und es fehlt – analog zur Quelle – ein Verlagsort,
  • der Titel von Pedler / van Schendelen (1994) Lobbying the European Union. Companies, Trade Associations and Issue Groups lautet und in Aldershot (u. a.) bei Dartmouth erschienen ist [160],
  • das Werk von Platzer 1984 und nicht 1985 erschienen ist [161], die Verf.in entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus keinen Ort und Verlag nennt und dieser Titel nicht "in", sondern als Bd. 9 der Schriftenreihe Europa-Forschung erschienen ist. – Besonders fällt auf, dass sowohl in der Quelle als auch in der untersuchten Arbeit im Haupttext das richtige und im Literaturverzeichnis das falsche Erscheinungsjahr angegeben wird,
  • der Titel von Stöckl (1986) Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeiten zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft lautet [162], die Verf.in entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus keinen Ort und Verlag nennt und dieser Titel nicht "in", sondern als Bd. 11 der Schriftenreihe Europa-Forschung erschienen ist, und
  • Wallace / Young (1997) bei Clarendon Press erschienen ist [163].

Dieselben Referenzen werden auch in Fragment 072 09 (keine Wertung) verwendet.

Jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis wird bzw. werden

  • Greenwood (1997) in der untersuchten Arbeit sonst nur noch an zwei Stellen erwähnt, an denen ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt, siehe Fragment 030 09 und das bereits o. g. Fragment 072 09;
  • Pedler / van Schendelen, Platzer und Stöckl nur in der in Fragment 072 09 wiedergegebenen Passage; und
  • Wallace / Young nur an denselben Stellen wie Greenwood (1997) sowie an einer weiteren, an der dieser Titel anscheinend aus der Quelle Wallace (2003) als Referenz übernommen wurde, siehe Fragment 100 26.

An dieses Fragment schließt im nächsten Absatz mit Fragment 030 06 (ebenfalls keine Wertung) eines aus derselben Quelle an; aus Gründen der Übersichtlichkeit werden beide jedoch separat dargestellt.


[11.] Dcl/Fragment 030 06

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 6-9
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 264, Zeilen: 14 ff.
Die Entwicklung des Konzeptes einer europäischen Staatsbürgerschaft und die Aufnahme der Unionsbürgerschaft in den Vertrag von Maastricht (Europäische Gemeinschaften 1992) waren in diesem Kontext bisher wesentliche Schritte (Burley / Mattli 1993; Schulte 1993; Arndt 1999).

Arndt, Hans-Wolfgang, 1999: Europarecht. Heidelberg: C.F. Müller, 4. Auflage.

Burley, Anne-Marie / Mattli, Walter, 1993: Europe before the court: a political theory of legal integration. In: International Organisation [sic], Jg. 47, S. 41 - 76.

Europäische Gemeinschaften, 1992: Vertrag von Maastricht über die Europäische Union. Brüssel: Amtsblatt der Europäischen Union, Nr. C 191 vom 29. Juli 1992.

Schulte, Bernd, 1993: Die Entwicklung der europäischen Sozialpolitik. In: Winkler, Heinrich August / Kaelble, Hartmut (Hrsg.): Nationalismus – Nationalitäten – Supranationalität. In: Industrielle Welt, 53: S. 261 - 287.

Seit den 1990er Jahren begannen auch die anderen europäischen Institutionen, das Konzept einer europäischen Staatsbürgerschaft weiterzuentwickeln. Im Vertrag von Maastricht von 1992 wurde erstmals das Konzept der Unionsbürgerschaft erwähnt, blieb freilich noch wenig substantiell, beschränkte sich weitgehend auf das Wahlrecht. Im Amsterdamer Vertrag von 1997 wurden wenigstens zwei Grundrechte, die Gleichheit von Männern und Frauen und das Recht auf Nichtsdiskriminierung, ausdrücklich neu in die Verträge aufgenommen, bewußt an den Anfang der Verträge gestellt und damit die schon im Vertrag von Rom 1957 gesicherten europäischen Grundrechte auf Freizügigkeit in der Union und auf freie Berufsausübung in der Union ergänzt. Die Kompetenzen des Europäischen Gerichtshofs zum Schutz der Grundrechte wurden zudem im Amsterdamer Vertrag ausgedehnt (Burley/ Mattli 1993; Schulte 1993; Arndt 1999).

Arndt, Hans-Wolfgang (1999): Europarecht, 4. Aufl., Heidelberg.

Burley, Anne-Marie/Mattli, Walter (1993), »Europe before the court: a political theory of legal integration«, International Organisation [sic], Jg. 47, S. 41-76.

Schulte, Bernd (1993), »Die Entwicklung der europäischen Sozialpolitik«, in: Winkler, Heinrich August/Kaelble, Hartmut (Hg.), Nationalismus – Nationalitäten – Supranationalität, Stuttgart (Industrielle Welt; 53), S. 261-287.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle, aus der auch drei Referenzen übernommen werden, wird nicht genannt.

Burley / Mattli (1993) und Schulte (1993) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt. Der Name der Zeitschrift, in der der Aufsatz von Ersteren erschienen ist, lautet zudem International Organization [164]; diesen Fehler übernimmt die Verf.in von Kaelble (2000).

Weiterhin ist bei Schulte an keiner Stelle von einer Staats- oder Unionsbürgerschaft die Rede. Der Form der Literaturangabe nach scheint die Verf.in "Industrielle Welt" für eine Art Zeitschrift zu halten; tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Schriftenreihe [165], was ihr – hätte sie den Aufsatz tatsächlich rezipiert – eigentlich hätte auffallen und sich u. a. in der Nennung von Erscheinungsort und Verlag (analog zu Arndt (1999)) des Sammelbandes widerspiegeln müssen.

Da die Übernahme aber nicht allzu wörtlich und der Sachverhalt relativ banal ist, Kategorisierung unter "keine Wertung".

Dieses Fragment schließt an Fragment 030 01 im vorigen Absatz aus derselben Kategorie und Quelle an; aus Gründen der Übersichtlichkeit werden beide jedoch separat dargestellt.


[12.] Dcl/Fragment 031 24

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 24-33
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 86, 87, 88, Zeilen: 86: 12 ff., 33 ff., 101 ff.; 87: 5 ff., 17 ff.; 88: 13 ff.
Eine „gelingende politische Öffentlichkeit“ im normativen Sinn (Eder 2003: 86) ist eine demokratische Öffentlichkeit, in der der Gesellschaft eine Stimme gegeben wird, die in einer besonderen Form der politischen Kommunikation dem Staat Legitimation zu- oder abspricht. Diese politische Kommunikation ist kulturell, räumlich und zeitlich bestimmt. Damit wird Öffentlichkeit zum Produkt von Diskursen in der Gesellschaft, das einen kollektiven Willen von Bürgern erzeugt, und zum Mittel weiterer Demokratisierung und Kontrolle derer, die politische Macht haben. Im allgemeinen Verständnis wird Öffentlichkeit dabei mit dem Kontext des Nationalstaates in Verbindung gebracht, bei dem die Nation Träger der politischen Öffentlichkeit ist (Eder / Kantner 2000; Eder 2003).

Eder, Klaus / Kantner, Cathleen, 2000: Transnationale Resonanzstrukturen in Europa. Eine Kritik der Rede vom Öffentlichkeitsdefizit in Europa. [sic] In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40). Opladen / [sic] Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, [sic] S. 306 - 331.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

[Seite 86]

Diese zusätzliche „normative“ Bestimmung besteht darin, dass die politische Öffentlichkeit der Gesellschaft eine Stimme gibt und dem Staat Legitimation zu- bzw. abspricht. In dem Maße, wie diese Funktionen erfüllt werden, sprechen wir in einem normativen Sinne von einer „gelingenden“ politischen Öffentlichkeit. Öffentlichkeit in diesem normativen Sinne ist also eine besondere organisatorische Form von politischer Kommunikation.2

[...] Öffentlichkeit ist also empirisch als kulturell, räumlich und zeitlich bestimmte politische Kommunikation zu bestimmen.


2 Zur analytischen Unterscheidung von politischer Kommunikation und politischer Öffentlichkeit haben mich Diskussionen mit Cathleen Kantner angeregt (Eder/Kantner 2000).

[Seite 87]

Denn Öffentlichkeit ist selbst ein Produkt von Diskursen in der Gesellschaft. Öffentlichkeit ist immer auch ein politischer Kampfbegriff gewesen, der zunächst gegen absolutistische Arkanpraxis gerichtet war und mit der Durchsetzung demokratischer Strukturen auch als Mittel weiterer Demokratisierung wie als Kontrolle derer, die politische Macht haben, gedacht wurde. [...]

[...] Die besondere Geltungskraft der Idee politischer Öffentlichkeit beruht auf normativen Unterstellungen, die für den Demokratisierungsprozess in Europa seit dem 18. Jahrhundert zentral gewesen sind: die Idee der Gleichheit der Bürger und die Idee eines durch diskursive Auseinandersetzung sich herstellenden kollektiven Willens von Bürgern.4


4 [...]

[Seite 88]

Der globale Siegeszug des Modells des Nationalstaats hat die Nation zum privilegierten Träger politischer Öffentlichkeit gemacht.


Eder, Klaus/Kantner, Cathleen 2000: Transnationale Resonanzstrukturen in Europa. Eine Kritik der Rede vom Öffentlichkeitsdefizit in Europa, [sic] in: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40), Opladen, [sic] 306-331.

Anmerkungen

Die Verf.in bezieht ihren Inhalt allein aus Eder (2003), führt hierfür aber ebenfalls Eder / Kantner (2000) an. Die letztere Referenz übernimmt sie anscheinend mit Fehlern aus der Quelle.

Davon, dass "die Nation Träger der politischen Öffentlichkeit ist" oder "die Nation zum privilegierten Träger politischer Öffentlichkeit gemacht" wurde, ist dem Wortlaut nach bei Eder / Kantner nicht die Rede.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der als Sonderheft 40 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erschienene Sammelband im Westdeutschen Verlag in Wiesbaden verlegt wurde [166] und
  • der Titel des darin enthaltenen Eder / Kantner-Beitrages Transnationale Resonanzstrukturen in Europa. Eine Kritik der Rede vom Öffentlichkeitsdefizit lautet.

[13.] Dcl/Fragment 032 05

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 5-13
Quelle: Trenz 2003
Seite(n): 162, Zeilen: 25 ff.
Europäische Öffentlichkeit kann dabei in einem elitären Sinn als Austauschbeziehung zwischen den geistigen und politischen Eliten verstanden werden, die sich Europa als Verständigungshorizont zugrunde legen, um sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede vor allem in den Bereichen der Musik, Malerei, Kunst, Literatur, Wissenschaft und Wirtschaftskultur zu vergewissern. Öffentlichkeit konstituiert hier einen exklusiven Diskursraum, in dem das passive Publikum lediglich als Konsument von Kultur und Bildung eingeschlossen ist. Europäische Belange werden nur in Expertenzirkeln erörtert und beurteilt, die antizipativ für die europäische Gesellschaft sprechen (Kaelble 1995; Giesen 1999; Eder 2003; Trenz 2003).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kaelble, Hartmut, 1995: Europabewusstsein, Gesellschaft und Geschichte. Forschungsstand und Forschungschancen. In: Hudemann, Rainer / Kaelble, Hartmut / Schwabe, Klaus (Hrsg.): Europa im Blick der Historiker. Europäische Integration im 20. Jahrhundert: Bewusstsein und Institutionen. München: Oldenbourg Verlag, Historische Zeitschrift, Beihefte, N.F. 21, S. 1 - 29.

Trenz, Hans-Jörg, 2003: Einführung: Auf der Suche nach einer europäischen Öffentlichkeit. In: Klein, Ansgar / Koopmanns, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Klein, Ludger / Lahusen, Christian / Rucht, Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 161 - 168.

1.   Elitäre Öffentlichkeiten. Europäische Öffentlichkeit wird hier als eine Austauschbeziehung zwischen den geistigen und politischen Eliten verstanden, die sich Europa als kollektiven Selbstverständigungshorizont zur Vergewisserung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zugrundelegen. Europäische Öffentlichkeit als geistige Projektion der Intellektuellen weist auf das Allgemeine jenseits des Partikularen, das sich in der Praxis interkultureller Kommunikation annähert und zu einer Diskursgemeinschaft zusammenschweißt (Eder 1999; Giesen 1999). [...] Sie konstituiert einen exklusiven Diskursraum, in dem das allgemeine Publikum allenfalls als passiver Rezipient von Kultur und Bildung eingeschlossen ist.

Eder, Klaus: Integration durch Kultur? Das Paradox der Suche nach einer europäischen Identität. In: Viehoff, Reinhold/Segers, Rien T. (Hg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1999, S. 147-179

Giesen, Bernhard: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold/Segers, Rien T. (Hg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1999, S. 130-146

Anmerkungen

Die Teile der Ausführungen der Verf.in, die nicht von Trenz (2003) übernommen werden, stammen aus Eder (2003, S. 90 f. und 101). Letzterer verweist in Fn. 7 auf S. 91 im Zusammenhang mit Differenzen zwischen Managementkulturen und zwischen Europäern und Amerikanern bzw. Asiaten u. a. auf Kaelble (1995) und (ebenfalls) Giesen (1999); auf S. 101 ist die Rede von der "Rolle von selbstreflexiven europäischen Beamten als Konstrukteuren einer europäischen Öffentlichkeit (Giesen 1999)".

Zu kritisieren ist hier also im Wesentlichen die Übernahme zweier Referenzen; zumindest im Fall von Kaelble (1995) – der in der betrachteten Dissertation, abgesehen vom Literaturverzeichnis, nur an dieser Stelle erwähnt wird – scheint ein inhaltlicher Zusammenhang zu den Ausführungen der Verf.in auch fragwürdig zu sein.


[14.] Dcl/Fragment 032 13

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 13-16, 17-18
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 90, 91, 100, 101, Zeilen: 90: 34 ff.; 91: 1, 3 ff.; 100: 25 ff., 101 f., 109 f.; 101: 101 f.
Dies zeigt sich insbesondere in der Herausbildung von europäischen Expertenöffentlichkeiten oder transnationaler Teilöffentlichkeiten im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften. Das Thema Europa wird durch die Intellektuellen entdeckt und bearbeitet, [wobei zur gleichen Zeit viele Bürger und Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft der Europäischen Union skeptisch gegenüber stehen] (Gerhards 1993; Kopper 1997).

Gerhards, Jürgen, 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 22, S. 96 - 110.

Kopper, Gerd G., [sic] 1997: Europäische Öffentlichkeit: Entwicklung von Strukturen und Theorie. In: Reihe Informationskultur in Europa, Band 1. [sic]

[Seite 90]

An diese Gelehrtenöffentlichkeit schließt heute die wissenschaftliche Expertenöffentlichkeit und Gegenexpertenöffentlichkeit an, die nationale Grenzen über-

[Seite 91]

schreitet. [...] Wir können also über europäische Institutionen sich konstituierende transnationale Teilöffentlichkeiten beobachten, die sich ihrerseits auf historische Vorläufer berufen können.

[Seite 100]

Es ist ein öffentliches Ritual geworden, das „Fehlen“ einer Öffentlichkeit in Europa mit einem Demokratiedefizit europäischer Institutionen in Verbindung bringen.13


13 Diese Feststellung findet sich gleichermaßen in intellektuellen wie akademischen Diskursen wie in der Presse selbst. [In der Presse wird bisweilen gar eine europäische Öffentlichkeit angerufen, die Verhältnisse im eigenen Land oder in einem anderen Mitgliedsstaat kritisch kommentieren soll. So geschehen beim Regierungswechsel in Österreich 2000 und dann in Italien 2001. In akademischen Diskursen werden Annahmen über die strukturellen Bedingungen von europäischer Öffentlichkeit mit Annahmen über ihre normative Notwendigkeit verbunden und zu einer Negativprognose für transnationale politische Kommunikation zusammengeschnürt.] Zu diesen Negativprognosen siehe nicht nur Gerhards (1993, 2000), sondern auch viele normativ argumentierende Po-

[Seite 101]


litikwissenschaftler und Sozialwissenschaftler (Beierwaltes 2000; Kopper 1997).


Beierwaltes, Andreas 2000: Demokratie und Medien. Der Begriff der Öffentlichkeit und seine Bedeutung für die Demokratie in Europa, Baden-Baden.

Gerhards, Jürgen 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Zeitschrift für Soziologie 22, 96-110.

Gerhards, Jürgen 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40), Opladen, 277-305.

Kopper, Gerd G. (Hrsg.)1997 [sic]: Europäische Öffentlichkeit: Entwicklung von Strukturen und Theorie, Berlin.

Anmerkungen

Im ersten Satz deutliche Anklänge an die Quelle; beim zweiten sind primär zwei übereinstimmende Referenzen auffällig.

Der Inhalt des letzteren findet sich in der Quelle so nicht, weshalb hier ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt; bei Gerhards (1993) kommen die Begriffe "Intellektuelle[n]" und "Zivilgesellschaft" nicht vor, im Sammelband von Kopper (1997) letzterer nicht.

Bzgl. der bibliografischen Angaben zu Kopper (1997) seitens der Verf.in der untersuchten Arbeit ist anzumerken, dass dieser nicht der Verfasser, sondern lediglich der Herausgeber des genannten Titels ist, vgl. [167], was sie ebenso wie dessen Erscheinungsort und Verlag – die sie bei Monografien üblicherweise angibt – unterschlägt. Weiterhin handelt es sich um keinen Aufsatz, der "in", sondern um ein Werk, das als Band 1 der Reihe Informationskultur in Europa erschienen ist.

Kopper wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[15.] Dcl/Fragment 033 05

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 5-9
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 88, 89, Zeilen: 88: 21 ff.; 89: 102 f.
Generell ist für die Verwirklichung einer europäischen Öffentlichkeit der nationale Bezug politischer Öffentlichkeit problematisch, weil sich die nationalen Öffentlichkeiten nicht ohne weiteres zu einer transnationalen Öffentlichkeit vernetzen, die mit nationalen Räumen politischer Kommunikation vergleichbar oder ebenbürtig wäre (Gerhards 1993; 2000; Eder 2003).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Gerhards, Jürgen, 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 22, S. 96 - 110.

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

[Seite 88]

Transnationale Institutionen machen die nationale Schließung politischer Öffentlichkeit zunehmend problematisch. [...] Transnationale Institutionen bewegen sich deshalb in einem öffentlichkeitsfreien Raum, in dem zwar noch nationale Öffentlichkeiten vorhanden sind, die sich aber nicht zu einer transnationalen Öffentlichkeit vernetzen, die der institutionellen Verfasstheit transnationaler politischer Institutionen ebenbürtig wäre. [...] [Das im transnationalen Raum sich stellende „Öffentlichkeitsproblem“ ist also das der Provinzialisierung politischer Öf-]

[Seite 89]

[fentlichkeit und dem damit verbundenen Funktionsverlust politischer Öffentlichkeit.5]


5 [Diese Beschreibung stellt den dominierenden Basiskonsens der Öffentlichkeitspessimisten dar.] Vgl. dazu besonders die Arbeiten von Gerhards (1993, 2000).


Gerhards, Jürgen 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Zeitschrift für Soziologie 22, 96-110.

Gerhards, Jürgen 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40), Opladen, 277-305.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt; anscheinend werden hier auch zwei Referenzen aus dieser übernommen.


[16.] Dcl/Fragment 033 09

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 9-13
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 10, 11, 12, Zeilen: 10: letzte Zeile; 11: 1 ff., 40 ff.; 12: 1
Die Europäische Union wird in der Öffentlichkeit kaum politisiert, da sie strukturell auf Konsens ausgerichtet ist. Da es weder eine Regierung, [sic] noch eine Opposition gibt, fehlt es ihr an einem grundlegenden Merkmal von Demokratie. Konfliktkonstellationen, wie sie auf nationalstaatlicher Ebene zu finden sind, die eine erhöhte Aufmerksamkeit der Bürger und der Medien hervorrufen, treten in der EU eher seltener auf (Eder 2003; Strohmeier 2007).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Strohmeier, Gerd, 2007: Die EU zwischen Legitimität und Effektivität. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 36/2005 [sic], S. 24 - 30.

[Seite 10]

Die vorgelegten

[Seite 11]

Reformvorschläge sind aber nicht ausreichend, weil sie keinen entscheidenden Beitrag zur Lösung eines Problems leisten, das wesentlich für die nur schwach ausgeprägte Europäisierung nationaler Teilöffentlichkeiten und einer noch schwächeren gesamteuropäischen Öffentlichkeit verantwortlich ist: die mangelnde Politisierung der Europäischen Union.

Die Union als Verhandlungs- und Konkordanzsystem ist strukturell auf Konsens angelegt.22 [...]

[...]

Die Dominanz der konsens- und verhandlungsorientierten Entscheidungsfindung in der Europäischen Union hat zur Folge, dass auf eine Binarisierung der Politik in Regierung und Opposition verzichtet wird.25 So hat sich bis heute auf europäischer Ebene keine Form von Opposition herausgebildet. Da dieses grundlegende Merkmal der Demokratie auf europäischer Ebene fehlt, wird der institutionellen Bearbeitung von europäischen Themen gerade jene Konfliktsstruktur vorenthalten, die die öffentlichen Meinungsbildungsprozesse in Gang hält und die an Konfliktkonstellationen interessierten Medien bedienen könnten. Unter solchen Bedingungen findet die Europäische Union selbst nur ein begrenztes Maß an

[Seite 12]

Aufmerksamkeit bei den Bürgern.


22) Zur Charakterisierung der Europäischen Union als (demokratische) Konsoziation vgl. Manfred G. Schmidt: Der konsoziative Staat. Hypothesen zur politischen Struktur und zum politischen Leistungsprofil der Europäischen Union, in: Edgar Grande/Markus Jachtenfuchs (Hrsg.): Wie problemlösungsfähig ist die EU? Regieren im europäischen Mehrebenensystem, Baden-Baden 2000, S. 33-58; Anne Peters: A Plea for a European Semi-Parliamentary and Semi-Consociational Democracy, European Integration online Papers Nr. 03/2003, http://eiop.or.at/eiop/ texte/2003-003a.htm; Oliver Costa/Paul Magnette: The European Union as a Consociation?, in: West European Politics, 3/2003, S. 1-18.

25) Vgl. dazu und zum Folgenden Friedhelm Neidhardt/Ruud Koopmanns/Barbara Pfetsch: Konstitutionsbedingungen politischer Öffentlichkeit: Der Fall Europa, in: Hans-Dieter Klingemann/Friedhelm Neidhardt (Hrsg.): Zur Zukunft der Demokratie. Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung, Berlin 2000, S. 263-293, hier S. 285.

Anmerkungen

Zwei Absätze weiter unten wird die eigentliche Quelle – als "Thalmeier 2006" – referenziert.

Thalmaier dient hier als Quelle für diverse, mitunter modifizierte Aussagen der Verf.in über die Europäische Union, wobei deren detaillierte Argumentation nicht übernommen wird. Aus diesen Gründen wird das Fragment konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert (bei etwas strengerer Betrachtung könnte man es auch als Plagiat werten).

Bei Eder (2003) und Strohmeier (2007) finden sich die mit der Quelle feststellbaren Übereinstimmungen so nicht; insofern ergibt sich hier ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung.

(Der Aufsatz von Letzterem ist in Ausgabe 10/2007 von Aus Politik und Zeitgeschichte erschienen, siehe [168].)


[17.] Dcl/Fragment 033 23

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 23-27
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 8, Zeilen: 43 ff.
Dabei wird in der Literatur vor allem darauf abgestellt, dass Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen durch die bestehenden demokratischen Verfahren nicht effektiv und gleichberechtigt an der politischen Entscheidungsfindung beteiligt werden und eine Kontrolle des Handelns der europäischen Institutionen nicht adäquat wahrnehmen können, [weil der Einstieg in eine umfassende transnationale Kommunikationspraxis nicht vollzogen wird (Giesen 1999; Kohler-Koch 1999; [sic] Gerhards 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Meyer 2003).]

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Meyer, Christoph O., 2003: Die Wächterfunktion von europäischer Öffentlichkeit. Das Brüsseler Pressecorps und der Rücktritt der EU-Kommission. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 233 - 245.

Sofern man prinzipiell an der Demokratie als der einzig möglichen Form der Legitimation von Herrschaft festhält, verlangen normative Legitimitätsanforderungen, dass die Bürger durch demokratische Verfahren effektiv und gleichberechtigt an der Entscheidungsfindung der Europäischen Union beteiligt und die Herrschaftsausübung zu kontrollieren imstande sind.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird erst im folgenden, hier nicht wiedergegebenen Satz genannt.

Schwer verständlich ist, warum die Verf.in hier nicht ihre tatsächliche Quelle, deren Ausführungen sie etwas umschreibt, nennt und fünf andere Referenzen anführt. Zudem kommt bei Gerhards (2000), Giesen (1999) und Meyer (2003) der Begriff "Zivilgesellschaft" weder so noch in irgendeiner abgeleiteten Form vor.

Bzgl. der Referenzen ist weiterhin anzumerken, dass sich ein Titel "Kohler-Koch 1999", der im Haupttext der untersuchten Arbeit insgesamt sechs Mal erwähnt wird – außer an dieser Stelle noch auf den Seiten 48, 62, 65, 67 und 76 –, in deren Literaturverzeichnis nicht findet.

Der in eckige Klammern gesetzte hintere Satzteil stammt aus der Quelle Trenz (2003), siehe Fragment 033 27 (keine Wertung). In dessen Literaturverzeichnis sind auch drei der verwendeten Referenzen enthalten (siehe ebd.).


[18.] Dcl/Fragment 033 27

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 27-29
Quelle: Trenz 2003
Seite(n): 165, Zeilen: 10 ff.
[Dabei wird in der Literatur vor allem darauf abgestellt, dass Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen durch die bestehenden demokratischen Verfahren nicht effektiv und gleichberechtigt an der politischen Entscheidungsfindung beteiligt werden und eine Kontrolle des Handelns der europäischen Institutionen nicht adäquat wahrnehmen können,] weil der Einstieg in eine umfassende transnationale Kommunikationspraxis nicht vollzogen wird (Giesen 1999; Kohler-Koch 1999; [sic] Gerhards 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Meyer 2003).

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Meyer, Christoph O., 2003: Die Wächterfunktion von europäischer Öffentlichkeit. Das Brüsseler Pressecorps und der Rücktritt der EU-Kommission. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 233 - 245.

Das theoretische Argument einer Koppelung zwischen der Legitimität des EU-Regierens und der Herausbildung einer europäischen Öffentlichkeit kann freilich noch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um die Entwicklungsmöglichkeiten einer solchen demokratiefähigen und verständigungsorientierten Öffentlichkeit in der EU in der Tat eher schlecht bestellt ist, solange der Einstieg in eine transnationale Kommunikationspraxis nicht auch in der Praxis nachvollzogen wird.

[Gerhards, Jürgen: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Sonderheft 40 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Opladen: Westdeutscher Verlag, 2000, S. 277-305

Giesen, Bernhard: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold/Segers, Rien T. (Hg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1999, S. 130-146

Kielmansegg, Peter Graf: Integration und Demokratie In: Jachtenfuchs, Markus/Kohler-Koch, Beate (Hg.): Europäische Integration. Opladen: Leske & Budrich, 1996, S. 47-72]

Anmerkungen

Trenz (2003) führt in Teil 2, "Europäische Öffentlichkeit", des Sammelbandes von Klein et al. ein. Im Beitrag von Meyer (2003), der in diesem Teil enthalten ist, ist nicht wörtlich von einer "transnationale[n] Kommunikationspraxis" die Rede, weshalb die Verf.in hier eine Rezeptionsleistung von Trenz übernimmt.

Schwer verständlich ist, warum die Verf.in statt ihrer tatsächlichen Quelle fünf andere Referenzen anführt. Drei von diesen finden sich auch im Literaturverzeichnis von Trenz; bei Kielmansegg (2003) wird lediglich eine spätere Auflage als verwendet angegeben.

Bei Giesen (1999) und Kielmansegg (2003) kommt der Begriff "transnational" weder so noch in irgendeiner abgeleiteten Form vor.

Ein Titel "Kohler-Koch 1999", der im Haupttext der untersuchten Arbeit insgesamt sechs Mal erwähnt wird – außer an dieser Stelle noch auf den Seiten 48, 62, 65, 67 und 76 –, findet sich in deren Literaturverzeichnis nicht.

Der in eckige Klammern gesetzte vordere Teil des Satzes ist sinngemäß der Quelle Thalmaier (2006) entnommen, siehe Fragment 033 23 (keine Wertung).


[19.] Dcl/Fragment 034 17

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 17-19
Quelle: Schmidt 2000
Seite(n): 437, Zeilen: 26 ff.
Die flankierende Förderung der Kultur- und Sprachunion mit einer umfassenden Sprachausbildung der europäischen Bürgergesellschaft kann hier zusätzliche Perspektiven bieten (Eder 2003).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Dabei wird Sprachpolitik vonnöten sein, vor allem Ausbildung eines größtmöglichen Teils der EU-Bürgerschaft in einer Amtssprache oder mehreren Amtssprachen. Das setzt unionsweit massive Förderung des Fremdspracherwerbs voraus, verlangt also Ergänzung der Wirtschafts- und Währungsunion durch Förderung der Kultur- und Sprachunion.
Anmerkungen

Bei Eder (2003) – der in Unterkapitel 2.1.2, in dem sich dieser Satz findet, insgesamt 12-mal angeführt wird – ist von einer "Förderung der Kultur- und Sprachunion" weder so noch ähnlich die Rede.

Nicht völlig auszuschließen – obwohl unwahrscheinlich, da die entsprechende PDF-Datei erst im Februar 2011 erstellt wurde – ist, dass hier auch ein 1999 erschienener Essay von Schmidt die Quelle gewesen sein könnte, vgl. [169] (S. 21 f.).

Aufgrund dieser Restunsicherheit, der (wenn auch eher) leichten inhaltlichen Differenzen und der relativen Kürze des Fragments scheint eine konservative Kategorisierung unter "keine Wertung" begründet.


[20.] Dcl/Fragment 035 10

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 10-14
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 96, 98, Zeilen: 96: 28 ff.; 98: 12 ff., 21 ff.
Die europäische Öffentlichkeit wird damit zu einem Interesse der europäischen Institutionen selbst, weil sie durch ihre Europabezogenen [sic] Diskurse zu deren Legitimation beiträgt. Dabei gehört die Einbeziehung von Öffentlichkeit durch direkte Beteiligung in deliberativen Verfahren zu den neuen Formen der Verknüpfung von europäischen Institutionen und Zivilgesellschaft in Europa (Eder 2003; Majone 2004 [sic]).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

[Majone, Giandomenico, 1994: The European Community. [sic] An Independent Fourth Branch of Government [sic]? In: Brüggemeier, Gert (Hrsg.): Verfassungen für ein ziviles Europa. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 23 - 43.]

[Seite 96]

Öffentlichkeit wird zu einem Interesse dieser politischen Institutionen selbst. Das Öffentlichkeitsdefizit wird damit auch zu einem Problem der Selbstlegitimation europäischer politischer Institutionen.

[Seite 98]

Eine andere Form der institutionellen Erzeugung von Öffentlichkeit in Europa findet über die Institutionalisierung deliberativer Verfahren (sozialer Dialog, Umweltdialog etc.) statt. Die Einbindung von Öffentlichkeit durch direkte Beteiligung gehört zu den bislang auffälligsten Formen der Verknüpfung von europäischen Institutionen und einer emergenten Zivilgesellschaft in Europa. [...] Gegenüber der „dritten Gewalt“ stellen die regulativen Institutionen im europäischen Institutionensystem (Majone 1994) eine Besonderheit dar.


Majone, Giandomenico 1994: The European Community. [sic] An Independent Fourth Branch of Government [sic]?, in: Brüggemeier, Gerd [sic] (Hrsg.): Verfassungen für ein ziviles Europa, Baden-Baden, 23-43.

Anmerkungen

Ein Titel "Majone 2004" wird im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit nicht aufgeführt. Dort findet sich jedoch ein Aufsatz von Majone (1994), der dem bei Eder (2003) entspricht. Im Haupttext der untersuchten Arbeit wird Majone (1994) an keiner Stelle angeführt.

Von den in der Quelle mit Majone (1994) referenzierten "regulativen Institutionen im europäischen Institutionensystem" ist bei der Verf.in keine Rede, weshalb hier – wenn man davon ausgeht, dass die Verf.in versehentlich eine falsche Jahreszahl angegeben hat – ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt.

Bzgl. der bibliografischen Angaben zu Majone (1994) ist anzumerken, dass die Verf.in zwar den in der Quelle falsch geschriebenen Vornamen des Herausgebers korrigiert, aber ebenso wie diese den Titel des Aufsatzes – der im Original The European Community: An "Independent Fourth Branch of Government"? lautet, vgl. [170] – mit denselben Fehlern wiedergibt.


[21.] Dcl/Fragment 035 29

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 29-33
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 16, Zeilen: 10 ff.
Das normative Konzept der europäischen Zivilgesellschaft gewinnt in der empirischen Forschung an Bedeutung, um Entwicklungen der europäischen Integration und des europäischen Regierungshandelns zu erklären (Eriksen / Fossum / Menéndez 2003; Franzius / Preuss [sic] 2004; Kohler-Koch 2007; Schlesinger / Fossum 2007; Steffek / Kissling / Nanz 2007; Trenz / Liebert 2008).

Eriksen, Erik Oddvar / Fossum, John Erik / Menéndez, Agustin Jose [sic] (Hrsg.) 2003: The Chartering of Europe: [sic] The European Charter of Fundamental Rights and its Constitutional Implications. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.), 2004: Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Schlesinger, Philip / Fossum, John Erik (Hrsg.), 2007: The European [sic] and the Public Sphere. A communicative space in the making? London: Routledge.

Steffek, Jens / Kissling, Claudia / Nanz, Patrizia, [sic] 2007: [sic] Civil Society Participation in European and Global Governance: [sic] A Cure for the Democratic Deficit? Houndmills: Palgrave Macmillan.

Trenz, Hans-Jörg / Liebert, Ulrike 2008: European civil society and the public sphere. State of the art. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 9 - 32 [sic].

European civil society and the European public sphere did not originate as analytical concepts. Their importance is rather fruit of normative concerns with the deficits of European integration. Nevertheless, both concepts stimulate a new, rapidly expanding empirical research domain, aimed at explaining current developments of European integration, institutional reform and governance (Franzius and Preuss [sic] 2004; Schlesinger and Fossum 2007). A look at the recently concluded Conventions for the Chartering of Fundamental Rights, the drafting of an EU Constitutional Treaty, examples from the institutionalisation of a European Social and Civil Dialogue or the implementation of structural policies demonstrate how normative expectations and empirical research resonate, in exploring ongoing processes of deliberation, negotiation, and communication in the EU (Eriksen et al. 2003, 2004; Liebert et al. 2006; Kohler-Koch 2007; Steffek et al. 2007).

Eriksen, E. O., Fossum, J. E. and Menéndez, A. J. (eds) (2003) The Chartering of Europe: [sic] The European Charter of Fundamental Rights and its Constitutional Implications, Baden-Baden: Nomos.

— (eds) (2004) Developing a Constitution for Europe, London: Routledge.

Franzius, C. and Preuss [sic], U. (eds) (2004) Europäische Öffentlichkeit, Baden-Baden: Nomos.

Kohler-Koch, B. (2007) ‘The Organization of interests and democracy in the European Union’, in B. Kohler-Koch and B. Rittberger (eds) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham, MD: Rowman & Littlefield

Liebert, U., Falke, J. and Maurer A.(eds) [sic] (2006) Postnational Constitutionalisation in the EU, Baden-Baden: Nomos.

Schlesinger, P. and Fossum, J. E. (eds) (2007)The [sic] European Union and the Public Sphere. A communicative space in the making?, London: Routledge.

Steffek, J., Kissling, C. and Nanz, P. [sic] (2007) [sic] Civil Society Participation in European and Global Governance: [sic] A Cure for the Democratic Deficit?, Houndmills: Palgrave Macmillan.

Anmerkungen

Die Quelle wird als Trenz / Liebert (2008) genannt. Bemerkenswert ist jedoch, dass die anderen Referenzen ebenfalls in der Quelle genannt und drei von diesen – Eriksen / Fossum / Menéndez (2003), Kohler-Koch (2007) und Steffek / Kissling / Nanz (2007) – dort erst nach dem übersetzten Sachverhalt angeführt werden.

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • der dritte Herausgeber von Eriksen / Fossum / Menéndez (2003) Agustín José Menéndez heißt. [171] Zudem handelt es sich bei The European Charter of Fundamental Rights and its Constitutional Implications um den Untertitel des Werkes – vgl. [172] –, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in der Quelle und bei der Verf.in irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird;
  • die Verf.in analog zur Quelle bei Kohler-Koch (2007) entgegen dem bibliografischen Standard keine Seitenzahl für den Beitrag nennt. Inkonsistent ist zudem, dass sie bei dem Titel wie in der Quelle das Substantiv "Organization" groß, die Substantive "interests" und "democracy" aber klein schreibt;
  • die fehlerhafte Schreibweise des Namens Preuß von der Verf.in anscheinend aus der Quelle übernommen wird, da dieser in der gesamten übrigen untersuchten Dissertation durchgehend richtig geschrieben wird;
  • bei dem Titel des Sammelbandes von Schlesinger / Fossum (2007) bei der Verf.in das Wort "Union" fehlt;
  • es sich bei dem Titel "Steffek / Kissling / Nanz 2007" nicht um ein Werk handelt, das (ausschließlich) von Steffek, Kissling und Nanz verfasst wurde – vielmehr wurde dieser Sammelband von ihnen herausgegeben, vgl. [173]. Zudem erschien das Buch erst 2008, und bei A Cure for the Democratic Deficit? handelt es sich um dessen Untertitel, was durch den vorhergehenden Doppelpunkt nicht adäquat kenntlich gemacht wird. Diese drei Fehler finden sich bereits im Literaturverzeichnis der Quelle; und
  • der Beitrag von Trenz / Liebert (2008) auf S. 31 endet.

Eriksen / Fossum / Menéndez (2003), Franzius / Preuß (2004), Schlesinger / Fossum (2007) und Steffek / Kissling / Nanz (2007) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[22.] Dcl/Fragment 036 11

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 11-13
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 14, 15, Zeilen: 14: 31 ff.; 15: 1 f.
[Der Bereich der Zivilgesellschaft wird hier zum Bereich des Hauses und der Familie abgegrenzt, nicht jedoch zur Sphäre des Staates, denn mit der Zivilgesellschaft ist in diesem Sinne das Gemeinwesen als gesellschaftlich-politischer Raum gemeint (Kocka 2000).] Der Begriff bezieht sich dabei auf Fragen des Zusammenlebens, auf Öffentlichkeit und Politik und auf das Gemeinwesen und das Gemeinwohl mit dem Ziel des tugendhaften, guten Lebens. [Seite 14]

Schließlich bezog sich der Begriff »societas civilis« auf Fragen des Zusammenlebens der Einzelnen, der Familien, Geschlechter und Stände, auf das Gemeinwesen jenseits des Nur-Partikularen, auf Gemeinwohl mit dem Ziel des tugendhaften, guten

[Seite 15]

Lebens, auf Öffentlichkeit, auf das Allgemeine, auf — im emphatischen Sinn — Politik.

Anmerkungen

Die Quelle wird unmittelbar zuvor genannt. Da ein Bezug auf diese gegeben zu sein scheint ("Der Begriff bezieht sich dabei [...]") und nur acht aufeinanderfolgende Wörter übernommen werden, konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Direkt im Anschluss übernimmt die Verf.in ohne Kenntlichmachung aus einer englischsprachigen Quelle, siehe Fragment 036 13.


[23.] Dcl/Fragment 037 27

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 27-31
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Der Zivilgesellschaft wird neben dieser Kommunikationsfunktion ebenso eine Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion zugeschrieben. Hierbei wird die aktive pluralistisch-partizipative Zivilgesellschaft im Sinne der Herausbildung und Einübung von Bürgertugenden verstanden (Taylor 1991; Walzer 1992; Thiery 2005).

Taylor, Charles, 1991: Die Beschwörung der Civil Society. In: Michalski, Krzysztof (Hrsg.): Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989. Stuttgart: Klett – Cotta Verlag, S. 13 - 51. [sic]

Thiery, Peter, 2005: Zivilgesellschaft. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 1175 - 1177.

Walzer, Michael, 1992: The Civil Society Argument. In: Mouffe, Chantal (Hrsg.): Dimensions of Radical Democracy: Pluralism, Citizenship, Community. London/ New York: Verso, S. 89 - 107.

 

Shils, Edward (1991a), »Was ist eine ›Civil Society‹?«, in: Krzysztof Michalski (Hg.), Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989, Stuttgart, S. 13-51.

Taylor, Charles (1991), »Die Beschwörung der ›Civil Society‹«, in: Krzysztof Michalski (Hg.), Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989, Stuttgart, S. 52-81.

Walzer, Michael (1992), »The Civil Society Argument«, in: Chantal Mouffe (Hg.), Dimensions of Radical Democracy, London, S. 89-107.

Anmerkungen

Ergänzungsfragment zu Fragment 037 21.

Die Verf.in verwechselt hier wohl beim Kopieren die Seitenzahlen des Aufsatzes von Shils (1991a) mit denjenigen bei Taylor (1991).


[24.] Dcl/Fragment 038 21

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 21-24
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Darüber hinaus teilen zivilgesellschaftliche Akteure einen normativen Basiskonsens, der von Gewaltfreiheit und Toleranz geprägt ist (Gellner 1991; Cohen / Arato 1992; Alexander 1997; von Beyme 2000; Klein 2001; Kocka 2000, 2004; Thiery 2005).

Alexander, Jeffrey C., 1997: The Paradoxes of Civil Society. In: International Sociology, 12 (2): 115 - 133.

Beyme, Klaus von, 2000: Zivilgesellschaft – Karriere und Leistung eines Modebegriffs. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Cohen, Jean L. / Arato, Andrew, 1992: Civil Society and Political Theory. Cambridge, MA: MIT Press.

Gellner, Ernest, 1991: Civil Society in Historical Context. In: International Social Science Journal, 43 (3): 415 [sic] - 510.

Klein, Ansgar, 2001: Der Diskurs der Zivilgesellschaft. Politische Hintergründe und demokratietheoretische Folgerungen. Opladen: Leske & Budrich.

Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Thiery, Peter, 2005: Zivilgesellschaft. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 1175 - 1177.

 

Alexander, J. (1997) ‘The Paradoxes of Civil Society’, International Sociology, 12(2): 115-133.

Beyme, K. von (2000) ‘Zivilgesellschaft — Karriere und Leistung eines Modebegriffs‘, in M. Hildermaier [sic], M. Hildermaier [sic], K. Jürgen [sic] and C. Christoph [sic] (eds) Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen, Frankfurt and New York: Campus.

Cohen, J. L. and Arato, A. (1992) Civil Society and Political Theory, Cambridge, MA: MIT Press.

Gellner, E. (1991) ‘Civil Society in Historical Context’, International Social Science Journal, 43(3): 415 [sic]-510.

Klein, A. (2001) Der Diskurs der Zivilgesellschaft. Politische Hintergründe und demokratietheoretische Folgerungen, Opladen: Leske & Budrich.

Kocka, J. (2004) ‘Civil Society from a historical perspective’, European Review, 12(1): 65-79.

Anmerkungen

Ergänzungsfragment zu Fragment 038 16.

5 von 8 Referenzen für den Satz – der inhaltlich aus der Quelle Thiery (2005) stammt – werden anscheinend der Quelle Liebert / Trenz (2008) entnommen. Der Titel von Beyme (2000) wurde von der Verf.in nachweislich rezipiert und wird im Literaturverzeichnis der Quelle zudem mit etlichen Fehlern wiedergegeben, die sich bei dieser nicht finden.

Der Aufsatz von Gellner (1991) findet sich nicht, wie in der Quelle angegeben und von der Verf.in übernommen, auf S. 415-510, sondern auf S. 495-510.


[25.] Dcl/Fragment 038 28

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 28-31
Quelle: Finke Knodt 2005
Seite(n): 25, Zeilen: 22 ff.
Hierbei wird herausgestellt, dass die Zivilgesellschaft und die aus ihr hervorgehenden Akteure eine Funktion für die Legitimation der Politik übernehmen können (Keane 1998; Ahtisaari 1999; Bukow-Ottersbach [sic] 1999; Salomon [sic] u.a. 1999, Trentmann 2000; Barber 2000; Knodt/Finke 2005).

Ahtisaari, Martti, 1999: Democracy and Civil Society in the Europe of the Future. In: Adult Education and Development. S. 33 - 42 [sic].

Barber, Benjamin R., 2000: Civil Society und Neue Bürgergesellschaft. In: Politische Studien 51, 2000: S. 13 - 20 [sic].

Bukow, Wolf-Dietrich / Ottersbach, Markus (Hrsg.), 1999: Die Zivilgesellschaft in der Zerreißprobe. Wie reagieren Gesellschaft und Wissenschaft auf die postmoderne Herausforderung? Opladen: Leske & Budrich.

Keane, John, 1998: Civil Society: [sic] Old Images, New Visions. Cambridge: Polity Press.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Salamon, Lester M. u.a. (Hrsg.) [sic], 1999: Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector. Baltimore: Johns Hopkins Center for Civil Society Studies.

Trentmann, Frank (Hrsg.), 2000: Paradoxes of Civil Society. New Perspectives on Modern German and British History. New York / Oxford: Berghahn Books.

In den meisten Beiträgen klingt an, dass „die Zivilgesellschaft“ und die aus ihr hervorgehenden organisierten Akteure eine Funktion für die Legitimation der europäischen Politik übernehmen können.
Anmerkungen

Wenn man zugunsten der Verf.in unterstellt, dass mit "Knodt/Finke 2005" eigentlich Finke / Knodt (2005) gemeint sind (siehe dortige Anmerkung), wird die Quelle genannt.

Auffällig ist jedoch, dass für diesen kurzen Satz noch sechs andere Titel referenziert werden, obwohl anscheinend der gesamte Inhalt aus Finke / Knodt (2005) bezogen wird. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass sich die besagten Titel – also alle bis auf "Knodt/Finke 2005" – auch im Literaturverzeichnis der Quelle Kocka (2000) finden, siehe Fragment 038 28a (keine Wertung).

Bzgl. der bibliografischen Angaben lässt sich festhalten:

  • Der kurze Aufsatz von Ahtisaari (1999) nimmt abweichend von den Angaben von Kocka und der Verf.in lediglich S. 33-40 ein, nicht S. 33-42.
  • Analog nimmt derjenige von Barber (2000) lediglich S. 13-18 ein, nicht S. 13-20.
  • Bei Keane (1998) ist Old Images, New Visions der Untertitel des Werkes – vgl. [174] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.
  • Das Werk Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector scheint keinen Herausgeber zu haben.

Von diesen Titeln werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – Ahtisaari, Barber, Bukow / Ottersbach (1999) und Trentmann (2000) in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt, Keane (1998) – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal auf S. 40, wo auf analoge Weise verfahren wird, siehe Fragment 040 01 (keine Wertung).


[26.] Dcl/Fragment 038 28a

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 28-31
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Hierbei wird herausgestellt, dass die Zivilgesellschaft und die aus ihr hervorgehenden Akteure eine Funktion für die Legitimation der Politik übernehmen können (Keane 1998; Ahtisaari 1999; Bukow-Ottersbach [sic] 1999; Salomon [sic] u.a. 1999, Trentmann 2000; Barber 2000; Knodt/Finke 2005).

Ahtisaari, Martti, 1999: Democracy and Civil Society in the Europe of the Future. In: Adult Education and Development. S. 33 - 42 [sic].

Barber, Benjamin R., 2000: Civil Society und Neue Bürgergesellschaft. In: Politische Studien 51, 2000: S. 13 - 20 [sic].

Bukow, Wolf-Dietrich / Ottersbach, Markus (Hrsg.), 1999: Die Zivilgesellschaft in der Zerreißprobe. Wie reagieren Gesellschaft und Wissenschaft auf die postmoderne Herausforderung? Opladen: Leske & Budrich.

Keane, John, 1998: Civil Society: [sic] Old Images, New Visions. Cambridge: Polity Press.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Salamon, Lester M. u.a. (Hrsg.) [sic], 1999: Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector. Baltimore: Johns Hopkins Center for Civil Society Studies.

Trentmann, Frank (Hrsg.), 2000: Paradoxes of Civil Society. New Perspectives on Modern German and British History. New York / Oxford: Berghahn Books.

 

Ahtisaari, Martti (1999), »Democracy and Civil Society in the Europe of the Future«, Adult Education and Development, S. 33-42 [sic].

Barber, Benjamin R. (2000), »Civil Society und Neue Bürgergesellschaft«, Politische Studien 51, 2000, S. 13-20 [sic].

Bukow, Wolf-Dietrich/Ottersbach, Markus (Hg.) (1999), Die Zivilgesellschaft in der Zerreißprobe. Wie reagieren Gesellschaft und Wissenschaft auf die postmoderne Herausforderung?, Opladen.

[Keane, John (1988a), Democracy and Civil Society: On the Predicament of European Socialism, the Prospects for Democracy and the Problem of Controlling Social and Political Power, London/New York.]

ders. (1998), Civil Society: [sic] Old Images, New Visions, Cambridge.

Salamon, Lester M. u. a. (Hg.) [sic] (1999), Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector, Baltimore.

Trentmann, Frank (Hg.) (2000), Paradoxes of Civil Society. New Perspectives on Modern German and British History, New York. [sic]

Anmerkungen

Ergänzungsfragment zu Fragment 038 28 (keine Wertung).

6 von 7 Literaturreferenzen für den kurzen Satz sind anscheinend dem Literaturverzeichnis von Kocka (2000) entnommen, wobei bei den Monografien die jeweiligen Verlagsnamen ergänzt wurden. (Für eine derartige bibliografische Auswertung der Quelle an dieser Stelle spräche auch der Umstand ihrer weiteren Rezeption auf den umgebenden Seiten 35 bis 40.)

Zu den bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der kurze Aufsatz von Ahtisaari (1999) abweichend von den Angaben der Quelle und der Verf.in lediglich S. 33-40 einnimmt, nicht S. 33-42;
  • analog derjenige von Barber (2000) lediglich S. 13-18 einnimmt, nicht S. 13-20;
  • bei Keane (1998) Old Images, New Visions der Untertitel des Werkes ist – vgl. [175] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird; und
  • in der Titelei von Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector lediglich Mimi Bilzor und Regina List als "Production editors" verzeichnet sind, vgl. [176]. Einen oder mehrere Herausgeber im eigentlichen Sinne scheint das Werk nicht zu haben.

[27.] Dcl/Fragment 039 08

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 8-9
Quelle: von Beyme 2000
Seite(n): 41, Zeilen: 7 ff.
Es ist im Sinne einer Operationalisierung zu klären, wer Träger des normativen Konzepts der Zivilgesellschaft ist (Kersting 1996; Beyme 2000).

Beyme, Klaus von, 2000: Zivilgesellschaft – Karriere und Leistung eines Modebegriffs. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Kersting, Wolfgang, 1996: Die politische Philosophie des Gesellschaftsvertrages [sic]. Darmstadt: Primus Verlag.

[Seite 41]

Aber Zivilgesellschaft als normatives Konzept bedarf der Operationalisierung. In zwei Dimensionen wird es diskutiert.
1. Am Anfang steht die Frage, wer ist Träger des normativen Konzepts? [...]

[Seite 42]

[Seit Rawls sind minimale Vorstellungen einer materialen Gerechtigkeit mit dem Vertragsgedanken verbunden. Empirie und »normativ-prozedurales Ideal« (Kersting 1996, S. 354) nähern sich einander an, wenn die normativen Annahmen mit den Regeln einer Rational-Choice-Theorie oder gar der Spieltheorie zunehmend verbunden werden.]


[Kersting, Wolfgang (1996), Die politische Philosophie des Gesellschaftsvertrages [sic], Darmstadt.]

Anmerkungen

Dem Anschein nach wird hier ausschließlich von Beyme (2000) sehr wortnah referiert.

Die Nennung von Kersting (1996), der – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit lediglich an dieser Stelle erwähnt wird, dürfte durch Ersteren induziert sein; von jenem scheint auch der leicht fehlerhaft wiedergegebene Titel – korrekt wäre "Gesellschaftsvertrags", vgl. [177] – übernommen worden zu sein.

Das Inhaltsverzeichnis des Werkes von Kersting vermittelt nicht den Eindruck, als ob bei diesem das Thema "Zivilgesellschaft" zentral verhandelt werden würde, vgl. [178]. Auch dessen bei von Beyme wiedergegebenes Kurzzitat legt dies nicht nahe. Von Beyme erwähnt Kersting – abgesehen von seinem Literaturverzeichnis – nur einmal auf S. 42.

Aus dem Gesagten ergibt sich ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung.


[28.] Dcl/Fragment 040 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-4
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 24, Zeilen: 8 ff.
Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass Zivilgesellschaft, um zu gedeihen, demokratische rechtsstaatliche Institutionen benötigt, die Menschen- und Bürgerrechte schützen und Partizipation erlauben und fördern (Keane 1988; 1998; Kocka 2000).

Keane, John, 1988: Democracy and Civil Society: [sic] On the Predicament [sic] of European Socialism, the Prospects for Democracy [sic] and the Problem of Controlling Social and Political Power. London / New York: University of Westminster Press. [sic]

Keane, John, 1998: Civil Society: [sic] Old Images, New Visions. Cambridge: Polity Press.

Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Um sich entfalten, erhalten und weiterentwickeln zu können, benötigt die Zivilgesellschaft politische Institutionen, die – in der einen oder anderen Weise — die Menschen- und Bürgerrechte schützen, Kriterien des Rechts- und Verfassungsstaats erfüllen, demokratische Partizipation erlauben, Grundsatzfragen entscheiden, Rahmenbedingungen setzen sowie schützend, fördernd und schlichtend eingreifen.

[Keane, John (1988a), Democracy and Civil Society: [sic] On the Predicament [sic] of European Socialism, the Prospects for Democracy [sic] and the Problem of Controlling Social and Political Power, London/New York.]

[ders. (1998), Civil Society: [sic] Old Images, New Visions, Cambridge.]

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt. Auffällig ist dennoch, dass hier allein Kocka (2000) wiedergegeben wird und dieselben beiden Titel von Keane in dessen Literaturverzeichnis aufgeführt sind.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • bei Keane (1988) On the Predicaments of European Socialism, the Prospects for Democracy, and the Problem of Controlling Social and Political Power der Untertitel des Werkes ist – vgl. [179] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zusätzlich wird der Untertitel sowohl in der Quelle als auch von der Verf.in mit einem fehlenden Plural-s und einem fehlenden Komma wiedergegeben. Außerdem erschien das Werk nicht, wie von der Verf.in fehlerhaft ergänzt, bei University of Westminster Press, sondern bei Verso; und
  • bei Keane (1998) Old Images, New Visions der Untertitel des Werkes ist – vgl. [180] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Hier gibt die Verf.in den korrekten Verlagsnamen an.

Keane (1988) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal auf S. 38 in einem Plagiatskontext erwähnt, siehe Fragment 038 01; Keane (1998) – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal an anderer Stelle auf derselben Seite, wo in analoger Weise verfahren wird, siehe Fragment 038 28 (keine Wertung).


[29.] Dcl/Fragment 041 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 1-4
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 110, Zeilen: 27 ff.
Andererseits bildet die europäische Gesellschaft eine deliberative Rechtsgemeinschaft mit rechtlich geregelten Foren und Dialogen, Debatten und öffentlichen Kampagnen, die zur Konstruktion eines institutionellen Raumes politischer Kommunikation beitragen (Eder 2003; Kohler-Koch / Rittberger 2007).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.), 2007: Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Ein anderer, eher liberal-sozialdemokratischer Topos ist die Idee einer deliberativen Rechtsgemeinschaft, die Idee einer europäischen Gesellschaft der rechtlich geregelten Foren und Dialoge, Debatten und öffentlichen Kampagnen. [...] Diese deliberative Einbindung und Abarbeitung von Interessen ist ein neuer und in Europa zunehmend wichtiger Faktor in der Konstruktion eines institutionellen Raums politischer Kommunikation in Europa (Eriksen/Fossum 2000; Eder 2001).

Eder, Klaus 2001: Die Formierung einer transnationalen Demokratie in Europa. Zur Evolution von Chancenstrukturen für Bürgerbeteiligung und Protestmobilisierung in der EU, in: Klein, Ansgar/Koopmans, Ruud/Geiling, Heiko (Hrsg.): Globalisierung, Partizipation, Protest, Opladen, 45-75.

Eriksen, Erik Oddvar/Fossum, John Erik (Hrsg.) 2000: Democracy in the European Union. Integration through Deliberation, London.

Anmerkungen

Der Inhalt wird anscheinend vollständig aus Eder (2003) übernommen. Insofern stellt sich die Frage, warum die Verf.in hier noch einen weiteren Titel referenziert.

Da Kohler-Koch / Rittberger (2007) in englischer Sprache verfasst ist, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden. Für den zum Teil übernommenen letzten Satz in der Quelle verweist Eder zudem auf zwei andere Titel.

Kohler-Koch / Rittberger werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


[30.] Dcl/Fragment 043 02

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 2-6
Quelle: Maurer Kietz Crespy 2005
Seite(n): 200, Zeilen: 23 ff.
[Die Kommission hat in ihren Konsultationsstandards einige Erläuterungen zur besonderen Rolle der organisierten Zivilgesellschaft gemacht (Kommission 2002d).] Wesentlich ist hierbei, dass sie nicht zwischen Organisationen der Zivilgesellschaft und anderen Arten von Interessengruppen unterscheidet, sondern allgemein „interessierte Parteien“, also alle, die an den von der Kommission durchgeführten Konsultationen teilnehmen möchten, in den Politikformulierungsprozess einbezieht.

[Europäische Kommission 2002d: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs. Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission. Brüssel: KOM(2002) 704 endgültig.]

Der WSA unterscheidet nicht zwischen Organisationen der Zivilgesellschaft und anderen Interessengruppen; praktisch konsultiert auch die Kommission im Rahmen des CONNECS-Verfahrens alle „interessierten Parteien“.
Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmung, die sich in Kommission (2002d) so nicht findet, vgl. [181].

("WSA" steht in der Quelle für Wirtschafts- und Sozialausschuss, "CONNECS" für Consultation, the European Commission and Civil Society.)


[31.] Dcl/Fragment 043 08

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 8-15, 24-27
Quelle: Europäische Kommission 2002
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: 33 ff., 103 f.; 6: 21 ff., 106 ff.
Der organisierten Zivilgesellschaft wird hierbei eine besondere Rolle zugeschrieben, da sie die Grundstruktur der Gesellschaft außerhalb der staatlichen und öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaftsakteure bildet und einen umfassenden politischen Dialog im Sinne der demokratischen Traditionen der Mitgliedstaaten der Union ermöglicht (Kommission 2002d).

Hier stellt die Europäische Kommission auch auf den Artikel 12 der Charta der Grundrechte der EU ab, der das Grundrecht der Bürger verankert, Vereinigungen zu bilden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen [und sich damit neben den Wahlen politisch zu beteiligen (Europäische Gemeinschaften 2000b):

(1) Jede Person hat das Recht, sich insbesondere im politischen, gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich auf allen Ebenen frei und friedlich mit anderen zu versammeln und frei mit anderen zusammenzuschließen, [was das Recht jeder Person umfasst, zum Schutz ihrer Interessen Gewerkschaften zu gründen und Gewerkschaften beizutreten.
(2) Politische Parteien auf der Ebene der Union tragen dazu bei, den politischen Willen der Unionsbürgerinnen und Unionsbürger zum Ausdruck zu bringen.]]

Die Kommission orientiert sich in ihrem Verständnis von den Akteuren der Zivilgesellschaft an der Analyse, die der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss in seiner Stellungnahme zum Thema "Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk" entwickelt hat (EWSA 1999).


Europäische Gemeinschaften, 2000b: Charta der Grundrechte. Brüssel: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, Nr. C 364/1 vom 18.12.2000.

Europäische Kommission 2002d: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs. Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission. Brüssel: KOM(2002) 704 endgültig.

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss, 1999: Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Thema „Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk“. Brüssel: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften (1999/C 329/10), S. 30 - 38.

[Seite 6]

Die "organisierte Zivilgesellschaft" bildet somit die Grundstruktur der Gesellschaft außerhalb der staatlichen und öffentlichen Verwaltung, wozu auch Wirtschaftsakteure gehören, die generell nicht als “dritter Sektor” oder NROs angesehen werden. Der Begriff hat den Vorteil, dass alle einbezogen werden, und zeigt, dass der Gedanke dieser Organisationen tief in den demokratischen Traditionen der Mitgliedstaaten der Union verwurzelt ist.

[Seite 5]

Diese besondere Rolle der organisierten Zivilgesellschaft in modernen Demokratien ist eng verbunden mit dem in Artikel 12 der EU-Grundrechtecharta6 verankerten Grundrecht der Bürger, Vereinigungen zu bilden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.


6 "Jede Person hat das Recht, sich insbesondere im politischen, gewerkschaftlichen und staatsbürgerlichen Bereich frei und friedlich mit anderen zu versammeln und sich frei mit anderen zusammenzuschließen (…)."

[Seite 6]

[Es kann zu Schwierigkeiten kommen, weil es keine gemeinsame oder gar rechtliche Definition des Begriffs ‘organisierte Zivilgesellschaft’ gibt. Er kann gleichwohl als Kurzformel benutzt werden, um eine Vielzahl von Organisationen zu bezeichnen, z.B. [...] Jugendorganisationen, Familienverbände und alle Organisationen, über die die Bürger am Leben in den Kommunen teilnehmen können, sowie Religionsgemeinschaften.8]


8 Diese Auflistung entspricht der Analyse, die der Wirtschafts- und Sozialausschuss in seiner Stellungnahme zum Thema "Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk" entwickelt (ABl. C 329 vom 17. November 1999, S. 30).

Anmerkungen

Der erste Satz weist nicht kenntlich gemachte wörtliche Übereinstimmungen mit der Quelle auf.

Im Folgenden lehnt sich die Verf.in an sie an.

Da die Schöpfungshöhe der wörtlichen Übereinstimmungen aber nicht allzu hoch ist, scheint eine konservative Kategorisierung unter "keine Wertung" gerechtfertigt.


[32.] Dcl/Fragment 045 11

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 11-14
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 20, Zeilen: 3 ff.
Mit politischer Beteiligung sind in diesem Zusammenhang alle freiwilligen Aktivitäten oder Verhaltensweisen privater Bürger oder Organisationen gemeint, die mehr oder weniger direkt darauf abzielen, Regierungshandeln auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems zu beeinflussen (Verba / Nie u.a. [sic] 1978; Kaase 1995).

Kaase, Max, 1995: Partizipation, In: Nohlen, Dieter (Hrsg.): Wörterbuch Staat und Politik. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. S. 521 - 527.

Verba, Sidney / Nie, Norman H. et al., [sic] 1978: Participation and Political Equality. A seven nation [sic] comparison. Cambridge. Cambridge University Press.

Hier wird politische Beteiligung eng definiert und nur „politische“ Partizipation an Entscheidungsfindungsprozessen analysiert (s. Abgrenzung zur Selbsthilfe als Beteiligung an der Politikimplementation). Partizipation umfasst demnach „Alle Tätigkeiten (...) die Bürger freiwillig mit dem Ziel unternehmen auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems zu beeinflussen“ [sic] (Kaase 1995: 521)

Kaase, Max: Partizipation, in: Nohlen, Dieter (Hg.) Wörterbuch Staat und Politik. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. 1995: 521-527

[Verba, Sidney/Nie, Norman et al.: [sic] Participation and Political Equality. A Seven Nation [sic] Comparison. Cambridge. 1978]

Anmerkungen

Möglicherweise diente hier Kersting (2008) als eigentliche Quelle, in dessen Literaturverzeichnis auch "Verba, Sidney/Nie, Norman et al." (1978) aufgeführt werden.

Im Original lautet das Zitat bei Kaase (1995) auf S. 521:

"I. Unter Partizipation (P.) werden in demokratisch verfaßten Ländern i. d. R. alle Tätigkeiten verstanden, die Bürger freiwillig mit dem Ziel unternehmen, Entscheidungen auf den verschiedenen Ebenen des ↗ Politischen Systems zu beeinflussen (Nie/Verba 1975:1; von Alemann 1975: 41–42; Barnes/Kaase u. a. 1979: 42)."

Da neben Verba und Nie mit Kim nur ein anderer Autor Participation and Political Equality. A seven-nation comparison verfasst hat, ist auch die Autorenangabe "Verba / Nie u.a." bzw. "Verba, Sidney / Nie, Norman H. et al." bei der Verf.in sowie "Verba, Sidney/Nie, Norman et al." bei Kersting fehlerhaft. Gleiches gilt für die Schreibung des Untertitels. [182]

Bei Kaase wird dieser Titel im Literaturverzeichnis korrekt als "Verba, S./Nie, N.H./Kim, J. 1978: Participation and Political Equality. A Seven-Nation Comparison, Cambridge." aufgeführt.

Mit Ausnahme von von der Verf.in hinzugefügten Füllwörtern ("oder Verhaltensweisen privater [...] oder Organisationen [...] mehr oder weniger direkt") und einer nicht ganz passenden Ergänzung ("Regierungshandeln") des fehlerhaften Zitats scheint selbige hier nur Inhalte aus Kersting (2008) wiederzugegeben – auch wenn bei Kaase auf S. 521 f. zwischen direkter und indirekter Partizipation unterschieden wird, was aber nicht identisch mit "mehr oder weniger direkt[en]" Aktivitäten oder Verhaltensweisen ist.

Kaase (1995) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle angeführt, "Verba / Nie u.a. 1978" im Haupttext lediglich hier – auf S. 68 ist von "Verba und Nie (1978)" die Rede (siehe Fragment 068 01 (keine Wertung)) und auf S. 76 von "Verba / Nie 1978" (da sich im Literaturverzeichnis nur ein 1972 erschienener Titel von Verba und Nie findet, ist in diesen drei Fällen aber vermutlich Verba / Nie / Kim (1978) gemeint).

Insofern stellen sich die Fragen, ob

  • der Wörterbuchartikel von Kaase tatsächlich von der Verf.in rezipiert wurde und
  • die Referenzierung von "Verba / Nie u.a. 1978" hier sachlich gerechtfertigt ist.

[33.] Dcl/Fragment 048 34

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 34-35
Quelle: Trenz 2005
Seite(n): 65, Zeilen: 14 ff.
Die Grundsätze guten Regierens Offenheit, Partizipation und Verantwortlichkeit werden hier explizit mit der Einbeziehung der Zivilgesellschaft auf allen [Ebenen verknüpft (Nanz / Steffens [sic] 2005).]

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

Offenheit, Partizipation und Verantwortlichkeit des Regierens verlangen, wie explizit zugestanden wird, eine Einbeziehung der Zivilgesellschaft auf allen Ebenen, gegenüber der sich nicht nur europäische Institutionen zu verantworten haben, sondern die im Sinne einer „geteilten Verantwortlichkeit“ unmittelbar in die Prozesse des Regierens einbezogen werden soll (Kommission 2001a).

Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch, Brüssel, den 25.7.2001 KOM(2001)428 [sic] endgültig.

Anmerkungen

Bei Nanz / Steffek (2005) findet sich die von der Verf.in referenzierte Aussage so nicht.

Da der Aufsatz von Trenz (2005) in demselben Sammelband vor deren Beitrag abgedruckt ist, könnte es sich hier um ein Versehen der Verf.in handeln; daher konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".


[34.] Dcl/Fragment 049 31

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 31-35
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 96, Zeilen: 13 ff.
Ausgehend von der Forschungsfrage konzentriert sich die Untersuchung auf das Potenzial der Beteiligungsinstrumente der Europäischen Kommission, Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft zu ermöglichen, ihre Anliegen in den politischen und administrativen Regelsetzungsdiskurs auf europäischer Ebene einzubringen. Ausgehend von einem Modell deliberativer Demokratie konzentriert sich dieses Forschungsprogramm auf das Potential der Zivilgesellschaft, die Anliegen der Bürger in den politischen und administrativen Regelsetzungsdiskurs bei internationalen Organisationen einzubringen.
Anmerkungen

Deutliche Übereinstimmungen mit einem Satz aus der Schlussbemerkung der Quelle, die (als "Nanz / Steffens 2005") zwei Sätze zuvor erwähnt wird.


[35.] Dcl/Fragment 051 09

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 9-17
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 23, 24, Zeilen: 23: 4 ff., Tab. 3; 24: 1 ff.
Eine wegweisende Typologie für die Partizipationsforschung ist die inhaltliche Unterscheidung in konventionelle Formen der Partizipation im repräsentativen demokratischen System, wie die institutionalisierte Beteiligung an politischen Wahlen und Wahlkämpfen sowie die Arbeit in Parteien, und in unkonventionelle Arten von Beteiligung, wie die Teilnahme an öffentlichen Debatten, Demonstrationen und Protestaktionen, die Mitgliedschaft in zivilgesellschaftlichen Organisationen, politisch-ethischer Konsum, illegale oder gewalttätige Partizipation, Blockaden, aktive Informationsrecherche oder die Teilnahme an politischen Bewegungen (Barnes / Kaase 1979; Kaase / Marsh 1979; Uehlinger 1988; Kaase 1997).

Barnes, Samuel H. / Kaase, Max u.a., 1979: Political Action. Mass Participation in Five Western Democracies. Beverly Hills und London: Sage.

Kaase, Max, 1997: Vergleichende Partizipationsforschung. [sic] In: Berg-Schlosser, Dirk / Müller-Rommel, Ferdinand (Hrsg.): Vergleichende Politikwissenschaft. Ein einführendes Handbuch. Opladen: Leske+Budrich, S.159 - 174.

Kaase, Max / Marsh, Alan, 1979: Political Action. [sic] In: Barnes, Samuel H. / Kaase, Max u.a., 1979: Political Action. Mass Participation in Five Western Democracies. Beverly Hills und London: Sage, S. 27 - 56.

Uehlinger, Hans-Martin, 1988: Politische Partizipation in der Bundesrepublik. Strukturen und Erklärungsmodelle. Opladen: Westdeutscher Verlag.

[Seite 23]

konventionell – unkonventionell

Barnes, Kaase et al. (1979) entwickelten eine Typologie [sic] die lange Jahre wegweisend für die Partizipationsforschung war. Sie unterscheiden zwischen konventionellen und unkonventionellen Partizipationsformen. Zu den konventionellen Formen zählen in erster Linie das Wahlverhalten bei nationalen und lokalen Wahlen, wahlkampfbezogene Aktivitäten, die Organisierung in überregionalen intermediären Gruppen wie Gewerkschaften, Parteien, Verbänden etc. und persönliche Kontakte zu Politikern (vgl. dazu Nohlen 1990). Kaase und Marsh (1979) sehen in konventionellen Formen „... those acts of political involvement directly or indirectly related to the electoral process“ (84).

Dcl 051 source

[Seite 24]

Unkonventionelle Formen der Partizipation sind vor allem Formen des politischen Protestes (Barnes/Kaase u.a. 1979) wie z.B. Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen von Verwaltungsgebäuden, Unterschriftensammlungen etc. bilden einen weiteren Indikator für das politische Engagement der Zielgruppen. [sic] Unkonventionelle Partizipation ist demnach „.....behavior that does not correspond to the norms of law and customs that regulate participation under a particular regime.“ (Kaase/Marsh 1979: 41)


Barnes, Samuel H./Kaase, Max u.a.: Political action. Beverly Hills: Sage. 1979

Kaase, Max und Marsh, A.: Political Action. [sic] In: Barnes, S.H./Kaase, M. et al. 1979: Political Action: 27-56. Beverly Hills

Nohlen, Dieter: Wahlrecht und Parteiensystem. Opladen. 1990.

Uehlinger, Hans-Martin: Politische Partizipation in der Bundesrepublik. Strukturen und Erklärungsmodelle. Opladen; Westdeutscher Verlag. 1988

Anmerkungen

Bis auf die Punkte "Mitgliedschaft in zivilgesellschaftlichen Organisationen", "politisch-ethischer Konsum", "aktive Informationsrecherche" und "Teilnahme an politischen Bewegungen" stammen die Inhalte und bis auf Kaase (1997) auch die Referenzen aus Kersting (2008).

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • die Abhandlung von Kaase (1997) im Original Vergleichende Politische Partizipationsforschung betitelt ist und
  • bei dem Beitrag von Kaase / Marsh (1979), der – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle erwähnt wird, sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in dessen Untertitel A Theoretical Perspective fehlt, vgl. [183].

Da der längere Satz jedoch auch um einige Punkte, die von der Verf.in selbst zu stammen scheinen, ergänzt wird (s. o.), wird das Fragment konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert.


[36.] Dcl/Fragment 051 17

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 17-19, 22-23
Quelle: Kaase 1997
Seite(n): 162, Zeilen: 13 ff., 21 ff.
Konventionelle Formen von Beteiligung haben eine hohe Legitimitätsgeltung und sind [stark Output-orientiert und] auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses bezogen. [Sie können sich direkt an die Exekutive richten und versuchen, den administrativen Bereich zu beeinflussen. Unkonventionelle Formen der Beteiligung haben eine geringe Legitimitätsgeltung, sind eher themenorientiert und punktuell und dienen der Verwirklichung der Prinzipien der direkten oder partizipativen Demokratie.] Sie sind nicht notwendigerweise auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses bezogen, [können sich jedoch auch zu konventionellen Mitteln des politischen Ausdrucks entwickeln (Uehlinger 1988; Kersting 2008).]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Uehlinger, Hans-Martin, 1988: Politische Partizipation in der Bundesrepublik. Strukturen und Erklärungsmodelle. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Als konventionell werden diejenigen Beteiligungsformen bezeichnet, die mit hoher Legitimitätsgeltung auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses, insbesondere die Wahl bezogen sind, auch wenn diese Formen selbst nicht institutionalisiert sind. [...] Als unkonventionell werden hingegen alle die Beteiligungsformen bezeichnet, die auf institutionell nicht verfaßte unmittelbare Einflußnahme auf den politischen Prozeß abstellen.
Anmerkungen

Die Quelle wird am Ende des vorigen Satzes referenziert.

Der Inhalt des ersten Satzes wird aus dieser mit einem Zusatz – bei Kersting (2008) wird konventionelle Partizipation als "stark outputorientiert" beschrieben, siehe Fragment 051 18 (kein Plagiat) – übernommen.

Weder bei Uehlinger (1988) noch bei Kersting ist von "hohe[r] Legitimitätsgeltung" bzgl. konventioneller Partizipation die Rede. Auch der Inhalt des letzten Satzes, für den diese beiden Autoren referenziert werden, findet sich bei diesen so nicht.

Uehlinger wird sowohl von Kaase (1997) als auch von Kersting an mehreren Stellen angeführt.


[37.] Dcl/Fragment 054 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1-3
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 27, Zeilen: 4 ff.
Bei der Unterscheidung in legislative und pre-legislative [sic] Partizipation ist entscheidend, auf welcher Stufe im Politikzyklus oder im politischen Prozess Partizipation stattfindet (Almond/Powell 1960; Easton 1965; Kersting 2008).

Almond, Gabriel / Powell, Bingham, 1960: Comparative Politics Socialization. [sic] Boston: Little Brown [sic].

Easton, David, 1965: A System [sic] Analysis of Political Life. New York: Wiley.

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Legislativ – Pre-legislativ [sic]

Partizipation der Bürger ist dabei zentral in das politische Systemmodell eingebunden In [sic] Anlehnung an die Systemmodelle von Easton und Almond soll der Policy Zyklus [sic] nachgezeichnet werden und die dominanten Akteure identifiziert werden. Easton (1965) und Almond und Powell (1960) gehen in diesem idealtypischen Modell von einem eher abgeschotteten Input-Bereich, einem zentralen politischen System (Withinput-Bereich) und einem Output-Bereich aus (s. Tabelle 4).


Almond, Gabriel/Powell, Bingham: Comparative Politics Socialization. [sic] Boston: Little, Brown. 1960

Easton, David: A System [sic] Analysis of Political Life. New York. 1965

Anmerkungen

Die Verf.in übernimmt zwei fehlerhafte Referenzen und den Orthografiefehler "[P]re-legislativ".

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der in der Quelle und von der Verf.in angeführte Titel von Almond / Powell in dieser Form nicht nachweisbar ist. Der genannte Verlag heißt zudem – abweichend von der Angabe auf der linken Seite der Synopse – Little, Brown [184]; und
  • der Titel des Werkes von Easton (1965) A systems analysis of political life lautet [185].

"Almond/Powell 1960" und Easton werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Da die Übernahme nur bedingt wörtlich ist, Kategorisierung unter "keine Wertung".


[38.] Dcl/Fragment 062 21

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 21-27
Quelle: Buchstein 2006
Seite(n): 55, Zeilen: 21 ff.
Darüber hinaus wird in der Politikwissenschaft bezogen auf die Wirkungsweise von plebiszitären und direkten Demokratiepraktiken herausgestellt, dass direktdemokratische Verfahren zwar in bestimmten institutionellen Kontexten Problem lösende Effekte zeigen, es aber gleichzeitig Tendenzen eines zurückgehenden Interesses an politischer Partizipation und eines stärkeren Interesses an den Leistungen, also dem Output, demokratisch legitimierter Institutionen gibt (Giesen 1999; Kohler-Koch 1999; [sic] Gerhards 2000; Schmidt 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Buchstein 2004).

Buchstein, Hubertus, 2004: Demokratie, in: Göhler, Gerhard / Iser, Mattias, Kerner, Ina (Hrsg.): Politische Theorie. 22 umkämpfte Begriffe zur Einführung. Lehrbuch, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

Während noch in den siebziger und achtziger Jahren eine ideologisch aufgeladene Diskussion über die Vor- und Nachteile intensiver politischer Partizipation geführt wurde,9 ist diese Diskussion im Zuge der empirischen Auswertung von plebiszitären und direkten Demokratiepraktiken in verschiedenen westlichen Demokratien merklich abgekühlt. [...] Stattdessen deuten die Befunde darauf hin, dass direktdemokratische Verfahren zwar in bestimmten institutionellen Kontexten durchaus problemlösende Effekte zeitigen, aber auch zu einem Instrument eines antistaatlichen Populismus werden können. Als Reaktion auf die komplexen empirischen Befunde lässt sich in der heutigen normativen Demokratie ein zurückgehendes Interesse an der Handlungsdimension von Politik und ihren Partizipationsformen beobachten. Stattdessen gilt das Interesse primär den Institutionen der Demokratie und ihrer Leistung (Buchstein 1996).

9 Vgl. als Übersicht die Beiträge in Wichard (1983).


Buchstein, Hubertus (1996): Die Zumutungen der Demokratie. In: Offe, Claus/von Beyme, Klaus (Hg.): Politische Theorien in der Ära der Transformation. Opladen: Westdeutscher Verlag. 295-324.

Wichard, Rudolf (1983): Demokratie und Demokratisierung. Texte zum Verständnis der modernen Demokratiediskussion. Frankfurt/M.: Suhrkamp.