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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1-7
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 80, Zeilen: 3 ff.
[[...] (Wessels 1995; Wessels 1999; Arndt 1999; Wallace 2003);] dennoch wird in der Literatur davon ausgegangen, dass das Demokratiedefizit auf europäischer Ebene auf dem Wege der parlamentarischen Repräsentation kaum zu beheben sein wird und deshalb andere Formen der politischen Partizipation, die demokratische Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten Entscheidungsbetroffener sicherstellen können, gefunden werden müssen, um die demokratische Legitimation der Europäischen Union voranzubringen (Benz 1998; Guggenberger 2005; Nanz / Steffek 2005).

Benz, Arthur, 1998: Postparlamentarische Demokratie? Demokratische Legitimation im kooperativen Staat. In: Greven, Michael Th. (Hrsg.): Demokratie. Eine Kultur des Westens. [sic] Opladen: Leske + Budrich, S. 201 - 222.

Guggenberger, Bernd, 2005: Demokratietheorien. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 1 A - M. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 135 - 143.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

In der Praxis jedoch dürfte das demokratische Defizit von Regieren jenseits des Nationalstaates realistischerweise und in absehbarer Zukunft auf dem Wege der parlamentarischen Repräsentation kaum zufriedenstellend zu beheben sein. [...] Angesichts der längst gegebenen Internationalisierung politischer Herrschaft und dem sich damit verstärkenden Trend zur „postparlamentarischen Demokratie“ (Benz 1998) stellt sich also die Frage: Kann es der Idee kollektiver Selbstbestimmung auf andere Weise gelingen, ihre nationalstaatliche Engführung zu überwinden und sich eine neuartige, ‚denationalisierte‘ Grundlage zu schaffen?

Eine entscheidende Frage ist dabei, ob und wie der Verlust an parlamentarischer Repräsentation durch andere Formen politischer Partizipation, die demokratische Einfluss- und Kontrollchancen der Betroffenen sicherstellen, kompensiert werden kann.


Benz, Arthur 1998: Postparlamentarische Demokratie? Demokratische Legitimation im kooperativen Staat, in: Greven, Michael Th. (Hrsg.): Demokratie. Eine Kultur des Westens, [sic] Opladen: Leske + Budrich, 201-222.

Anmerkungen

Für den zweiten Teil des Satzes werden Nanz / Steffek (2005) und zwei weitere Quellen referenziert; bis auf den finalen Nebensatz am Schluss scheinen die Inhalte aber allein aus ersterer zu stammen.

Bei Guggenberger (2005) – der von der Verf.in rezipiert wurde – ist an keiner Stelle von einem Demokratiedefizit oder der Europäischen Union die Rede.

Die Referenz Benz (1998) wird anscheinend auch von Nanz / Steffek mitsamt fehlerhaftem Titel des Sammelbandes übernommen, der Demokratie – eine Kultur des Westens? lautet [1], wobei Benz in der Quelle nur einmalig und für den Titel seines Beitrags referenziert wird.

Benz (1998) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal in einem Plagiatskontext, in dem ebenfalls eine willkürliche Referenzierung naheliegt, erwähnt, siehe Fragment 067 12.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman