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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 9-19
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 83, 86, Zeilen: 83: 11 ff.; 86: 30 ff.
Aber vor allem die institutionelle Offenheit für zivilgesellschaftliche Partizipation am politischen Beratungs- und Entscheidungsprozess ist eine wichtige Vorbedingung für die Demokratisierung und stärkere Legitimation supranationalen Regierungshandelns. Regieren jenseits des Nationalstaates könnte demnach unter bestimmten prozeduralen und partizipatorischen Voraussetzungen demokratisch legitimiert sein (Greenwood 1997; Wallace / Young 1997; Heinelt 1998).

Mit dem Aufkommen der Legitimationsdebatte in den 1990er Jahren ist das normative Potenzial zivilgesellschaftlicher Beteiligung in den europäischen Institutionen stärker thematisiert worden, vor allem mit dem Weißbuch „Europäisches Regieren“, in dem sich die Europäische Kommission ausdrücklich zu einer stärkeren Einbindung der Zivilgesellschaft bekennt (Kommission 2001a). [Die demokratische Legitimation europäischer Politik ist für die Europäische Kommission von entscheidender Bedeutung und eine maßgebende Motivationsgrundlage für deren Politik zur Beteiligung der Zivilgesellschaft (Schramm 1995; Armstrong 2001; Magnette 2001).]


[Armstrong, Kenneth A., 2001: Civil Society and the White Paper - Bridging or Jumping the Gaps? Jean Monnet Working Paper No. 6/01: New York University School of Law.]

Europäische Kommission, 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch. Brüssel: KOM(2001) 428 endgültig.

Greenwood, Justin, 1997: Representing Interests in the European Union. Basingstoke: [sic] Palgrave. [sic]

Heinelt, Hubert, 1998: Zivilgesellschaftliche Perspektiven einer demokratischen Transformation der Europäischen Union. In: Zeitschrift für internationale Beziehungen, 5 (1): S. 79 - 107.

[Magnette, Paul, 2001: European Governance and Civic Participation. Can the European Union be politicised? Jean Monnet Working Paper No. 6/01: New York University School of Law.

Schramm, Jürgen, [sic] 1995: The Role of Non-governmental Organisations [sic] in the new European Order: [sic] Theory - International Relations - Area Report [sic]. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.]

Wallace, Helen / Young, Alasdair R. (Hrsg.), 1997: Participation and Policy-making in the European Union. Oxford: Oxford University Press. [sic]

[Seite 83]

Institutionelle Offenheit für zivilgesellschaftliche Partizipation am Beratungs- und Entscheidungsprozess ist aber eine wichtige Vorbedingung für eine Demokratisierung supranationalen Regierens (De Búrca/Walker, 2002; De Schutter 2002; Curtin 2002a; Heinelt 1998).8 [...] Regieren jenseits des Staates könnte — obgleich nicht repräsentativ-parlamentarisch — nach diesem Modell unter bestimmten prozeduralen und partizipatorischen Voraussetzungen demokratisch legitimiert sein.


8 [...]

[Seite 86]

Erst mit dem Aufkommen der Legitimationsdebatte in den 1990er Jahren ist auch das normative Potential zivilgesellschaftlicher Beteiligung in den europäischen Institutionen thematisiert worden, nicht zuletzt im Weißbuch Europäisches Regieren, in dem sich die Europäische Union ausdrücklich einer verstärkten Einbindung der Zivilgesellschaft verschrieben hat (Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001).15 [Insgesamt wurde der EU eine klare Tendenz in Richtung erweiterter Partizipationsmöglichkeiten zugesprochen (Schramm 1995; Magnette 2001; Armstrong 2001).]


15 [...]


[Armstrong, Kenneth 2001: Civil Society and the White Paper — Bridging or Jumping the Gaps? The Jean Monnet Working Paper, 6, 1, 1-11 (http://www.jeanmonnetprogram. org/papers/01/011601.html [sic]).]

Curtin, Deidre M. 2002a: Integrating ‚Civil Society‘ into European Union Governance: Opening Deliberative Space Top-down and Bottom up, Paper präsentiert auf der Konferenz „Law and (dis)organized civil society: the framing of post-national political movements in the context of global economic governance“, 13.-14. Juni 2002, Florenz: Europäisches Hochschulinstitut, Department of Law.

De Búrca, Gráinne/Walker, Neil 2002: Einführendes Paper zu der Konferenz „Law and (dis)organized civil society: The framing of post-national political movements in the context of global economic governance“, präsentiert am 13.-14. Juni 2002, Florenz: Europäisches Hochschulinstitut, Department of Law.

De Schutter, Olivier 2002: Europe in Search of its Civil Society, Paper präsentiert am 13.-14. Juni 2002 auf der Konferenz „Law and (dis)organized civil society: The framing of post-national political movements in the context of global economic governance“, Florenz: Europäisches Hochschulinstitut, Department of Law.

Heinelt, Hubert 1998: Zivilgesellschaftliche Perspektiven einer demokratischen Transformation der Europäischen Union, in: Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 5, 1, 79-107.

Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001: Europäisches Regieren: Ein Weißbuch, Dokument KOM (2001) 428, Brüssel v. 25. Juli.

[Magnette, Paul 2001: European Governance and Civic Participation. Can the European Union be politicised? Jean Monnet Working Paper, 6, 1, 1-15  Im Internet siehe: (http://www.jeanmonnetprogram.org/papers/01/010601. html [sic]).

Schramm, Jürgen [sic] 1995: The Role of Non-governmental Organisations [sic] in the new European Order: [sic] Theory — International Relations — Area Report [sic], Baden-Baden: Nomos.]

[Wallace, Helen S./Young, Alasdair R. [sic] 1997: Participation and Policy-Making in the European Union, Oxford: Clarendon Press]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, da Nanz / Steffek (2005) lediglich drei Absätze weiter oben auf der Vorseite und zwei Absätze weiter unten auf der Folgeseite (dort als "Nanz / Steffens 2005") genannt werden; insofern Wertung als Verschleierung.

Übernahme mitsamt zwei – wenn man diejenigen des nicht als Plagiat gewerteten Satzes im zweiten Absatz (s. u.) mitzählte: fünf – Referenzen. (Aufgrund der unterschiedlichen Verlagsangaben und der fehlenden Nennung der Herausgebereigenschaft (s. u.) wird die Referenz Wallace / Young (1997) hierbei nicht als übernommen mitgezählt.)

Schwer verständlich ist, dass die Verf.in hier statt ihrer tatsächlichen Quelle insbsd. Greenwood (1997) und Wallace / Young (1997) anführt. Da es sich bei diesen beiden Titeln um englischsprachige Werke handelt, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden; bei Heinelt (1998) ist dies ebenfalls nicht der Fall, vgl. [1].

Der erste Teil der Aussage der Verf.in im ersten Satz des zweiten Absatzes findet sich sehr ähnlich auf S. 48, siehe Fragment 048 15.

Der in eckige Klammern gesetzte zweite Satz des zweiten Absatzes hat keine Entsprechung im engeren Sinne in der Quelle und wird deshalb nicht als Plagiat gewertet. Signifikant sind hier dennoch die drei übereinstimmenden Referenzen, die in der untersuchten Arbeit identisch noch einmal auf S. 98 verwendet werden, siehe Fragment 098 29.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • die Beiträge von Armstrong (2001) und Magnette (2001) im Rahmen des Symposiums "Mountain or Molehill? A Critical Appraisal of the Commission White Paper on Governance" entstanden sind, vgl. [2] u. [3]. Inkonsistent ist, dass die Verf.in bei diesen beiden Titeln als Erscheinungsort die NYU School of Law nennt, die Titel Joerges u. a. (2001) und Scharpf (2001) in ihrem Literaturverzeichnis aber so angibt:
Joerges, Christian u.a. (Hrsg.), 2001: Mountain or Molehill? A Critical Appraisal of the Commission White Paper on Governance. Florence: Robert Schumann [sic] Centre for Advanced Studies, European University Institute.
Scharpf, Fritz W., 2001: European Governance: Common Concerns vs. the Challenge of Diversity. In: Joerges, Christian / Mény, Yves / Weiler, Joseph H.H. (Hrsg.): Symposium: Responses to the European Commission’s White Paper on Governance. [sic] Florence.
  • eine europäische Ausgabe von Greenwood (1997) bei Macmillan Press in Basingstoke (Hampshire) und London sowie eine amerikanische bei St. Martin's Press in New York erschienen ist, siehe [4]. Wenn man voraussetzt, dass die Verf.in die europäische referenzieren wollte, ist der Verlag falsch angegeben und es fehlt ein Verlagsort,
  • Schramm lediglich der Herausgeber und nicht der Verfasser der 1995 erschienenen Konferenzschrift ist, deren Titel The role of Non-Governmental Organizations in the new European Order. Theory – International Relations – Area Reports lautet [5] (wobei es sich bei Theory – International Relations – Area Reports um den Untertitel des Werkes handelt, was durch den vorhergehenden Doppelpunkt nicht adäquat kenntlich gemacht wird, da Letzterer so als Teil des Titels ausgewiesen wird), und
  • Wallace / Young (1997) bei Clarendon Press und nicht bei Oxford University Press erschienen ist [6]. (Dieser Titel findet sich mit korrekter Angabe des Verlages, jedoch fehlender Nennung der Herausgebereigenschaft auch im Literaturverzeichnis der Quelle.)

Jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis werden Armstrong (2001), Magnette und Schramm in der vorliegenden Dissertation nur an dieser Stelle und auf der o. g. S. 98 erwähnt; Heinelt nur hier; und Wallace / Young sonst nur noch an zwei Stellen, an denen ebenfalls ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt – siehe Fragment 030 01 und Fragment 072 09 (beide keine Wertung) –, sowie an einer weiteren, an der dieser Titel anscheinend aus der Quelle Wallace (2003) als Referenz übernommen wurde, siehe Fragment 100 26.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann