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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 28-34
Quelle: Delhey 2004
Seite(n): 6, Zeilen: li. Sp.: letzte Zeile, re. Sp.: 1 ff., 16 ff. u. 101 f.
Mit Vertrauen ist hier die Erwartung gemeint, dass andere sich verlässlich verhalten, oder einem zumindest nicht schaden (Endress 2002). Diese Erwartung beruht im Wesentlichen auf der Annahme, dass fundamentale Werte geteilt werden. Vertrauen ist für nationale Gesellschaften wichtig und umso wichtiger für supranationale Gemeinschaften, da diese in geringerem Umfang auf die nicht hinterfragte Solidarität der Bevölkerung bauen können (Delhey 2004; Kersting 2008).

Delhey, Jan, 2004: Transnationales Vertrauen in der erweiterten EU. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 38/2004, S. 6 - 13.

Endress, Martin, 2002: Vertrauen. Bielefeld: transcript 2002. [sic]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Vertrauen ist die Erwartung, dass sich andere verlässlich und freundlich verhalten — oder einem zumindest nicht schaden.3 Diese Erwartung beruht wesentlich auf der Annahme, dass fundamentale Werte geteilt werden. [...]

Wenn Vertrauen für nationale Gesellschaften so wichtig ist, dann umso mehr für supranationale Gemeinschaften. Anders als Nationalstaaten können Letztere nur in geringem Umfang auf nicht hinterfragte, gleichsam „mechanische“ Solidarität der Bevölkerung bauen.


3 Zur soziologischen Interpretation von Vertrauen vgl. die Übersicht von Martin Endress, Vertrauen, Bielefeld 2002.

Anmerkungen

Delhey (2004) wird als einer von drei Autoren genannt; die gesamten Ausführungen werden jedoch einschließlich der Referenz sehr wortnah von diesem übernommen.

Schwer verständlich ist die Referenzierung Kerstings (2008); ein inhaltlicher Zusammenhang mit dessen Einführung ist nicht ohne Weiteres erkennbar. Der Begriff "Vertrauen" kommt bei diesem lediglich einmal auf S. 14 vor:

"Political Efficacy beschreibt das subjektive Vertrauen in die Möglichkeit der Einflussnahme auf politische Entscheidungsprozesse (Pateman 1970). Dieses steigert die Input-Legitimation des politischen Systems und bewirkt gleichzeitig eine erhöhte Beteiligungsbereitschaft."

Endress (2002) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Dissertation einzig an dieser Stelle angeführt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman