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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 18-24
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 119, Zeilen: 14 ff.
[Dabei besteht die Zivilgesellschaft im Verständnis der Kommission weniger aus nationalen und lokalen Vereinigungen, [sic] als vielmehr aus europäischen Konföderationen, die inklusiv gestaltet sind und mit denen sie direkte Beziehungen auf europäischer Ebene etablieren kann (Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2004; Smismans 2005).]

In der Literatur wird dazu konstatiert, dass die Kommission mit der Einführung des Konzepts der Zivilgesellschaft der politischen Debatte über Demokratie in der EU eine neue Ausrichtung gegeben hat, indem sie in Ergänzung zur repräsentativen Demokratie Elemente partizipativer Demokratie einführte, die vorgeben, dass die Möglichkeit für alle von einer Maßnahme Betroffenen eingeräumt wird, sich am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen, um damit eine zusätzliche Legitimationsressource zu generieren (Zürn 1996; Abromeit 1998; Decker 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Nanz / Steffek 2005; Kersting 2008).


Abromeit, Heidrun, 1998: Democracy in Europe. Legitimizing [sic] Politics in a Non-State Polity, Oxford: [sic] Berghan [sic] Books.

Decker, Frank, 2000: Demokratie und Demokratisierung jenseits des Nationalstaates: Das Beispiel der Europäischen Union. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft 10, S. 585 - 629.

[Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004: Governance and Institutional Development. In: Wiener, Antje / Diez, Thomas (Hrsg.): European Integration Theory. Oxford: Oxford University Press, S. 97 - 115.]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

[Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.]

Zürn, Peter, [sic] 1996: Über den Staat und die Demokratie im europäischen Mehrebenensystem. In: Politische Vierteljahreszeitschrift [sic] 37. Zeitschrift der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, S. 27 - 55.

Mit der Einführung des Konzepts der Zivilgesellschaft haben Kommission und WSA der politischen Debatte über die Demokratie in der EU eine neue Form gegeben. Der Diskurs führt Elemente partizipativer Demokratie ein, worunter die Möglichkeit für alle von einer Maßnahme Betroffenen verstanden wird, sich am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen. [...] Mit dem Bezug auf die partizipative Demokratie (als zusätzliche Legitimationsressource) wurden Kommission und WSA, beides nicht-gewählte Körperschaften, weniger abhängig vom Europäischen Parlament (EP) als Quelle demokratischer Legitimation.
Anmerkungen

Statt ihrer tatsächlichen Quelle Smismans (2005) führt die Verf.in hier sechs andere Titel an – was schwer verständlich ist.

3 der 6 Referenzen – Abromeit (1998), Decker (2000) und Zürn (1996) – sind anscheinend der Quelle Kielmansegg (2003) entnommen, siehe Fragment 100 18a (keine Wertung). Zu den bibliografischen Angaben lässt sich feststellen:

  • Der Titel des 1998 bei Berghahn Books in New York und Oxford erschienenen Werkes von Abromeit lautet Democracy in Europe. Legitimising Politics in a Non-State Polity. [1] Der Fehler im Untertitel findet sich ebenfalls bei Kielmansegg.
  • Der Autor von Zürn (1996) heißt mit Vornamen Michael und nicht Peter. [2] Auch dieser Fehler findet sich bei Kielmansegg. Erschienen ist der Aufsatz in der Politischen Vierteljahresschrift.

In der Quelle steht "WSA" für Wirtschafts- und Sozialausschuss. Der in eckige Klammern gesetzte Satz ganz oben dient lediglich der Kontextualisierung der Übernahme und wird nicht als Plagiat gewertet (siehe jedoch Fragment 100 14 (keine Wertung)).

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman