69 gesichtete Fragmente: "Verdächtig" oder "Keine Wertung"

[1.] Dcl/Fragment 051 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:13 (Stratumlucidum)
Erstellt: 16. August 2018, 05:59 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, Kaase 1997, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 17-19, 22-23
Quelle: Kaase 1997
Seite(n): 162, Zeilen: 13 ff., 21 ff.
Konventionelle Formen von Beteiligung haben eine hohe Legitimitätsgeltung und sind [stark Output-orientiert und] auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses bezogen. [Sie können sich direkt an die Exekutive richten und versuchen, den administrativen Bereich zu beeinflussen. Unkonventionelle Formen der Beteiligung haben eine geringe Legitimitätsgeltung, sind eher themenorientiert und punktuell und dienen der Verwirklichung der Prinzipien der direkten oder partizipativen Demokratie.] Sie sind nicht notwendigerweise auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses bezogen, [können sich jedoch auch zu konventionellen Mitteln des politischen Ausdrucks entwickeln (Uehlinger 1988; Kersting 2008).]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Uehlinger, Hans-Martin, 1988: Politische Partizipation in der Bundesrepublik. Strukturen und Erklärungsmodelle. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Als konventionell werden diejenigen Beteiligungsformen bezeichnet, die mit hoher Legitimitätsgeltung auf institutionalisierte Elemente des politischen Prozesses, insbesondere die Wahl bezogen sind, auch wenn diese Formen selbst nicht institutionalisiert sind. [...] Als unkonventionell werden hingegen alle die Beteiligungsformen bezeichnet, die auf institutionell nicht verfaßte unmittelbare Einflußnahme auf den politischen Prozeß abstellen.
Anmerkungen

Die Quelle wird am Ende des vorigen Satzes referenziert.

Der Inhalt des ersten Satzes wird aus dieser mit einem Zusatz – bei Kersting (2008) wird konventionelle Partizipation als "stark outputorientiert" beschrieben, siehe Fragment 051 18 (kein Plagiat) – übernommen.

Weder bei Uehlinger (1988) noch bei Kersting ist von "hohe[r] Legitimitätsgeltung" bzgl. konventioneller Partizipation die Rede. Auch der Inhalt des letzten Satzes, für den diese beiden Autoren referenziert werden, findet sich bei diesen so nicht.

Uehlinger wird sowohl von Kaase (1997) als auch von Kersting an mehreren Stellen angeführt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[2.] Dcl/Fragment 100 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:15 (Stratumlucidum)
Erstellt: 25. August 2018, 08:06 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 14-17
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 121, Zeilen: 21 ff.
Dabei besteht die Zivilgesellschaft im Verständnis der Kommission weniger aus nationalen und lokalen Vereinigungen, [sic] als vielmehr aus europäischen Konföderationen, die inklusiv gestaltet sind und mit denen sie direkte Beziehungen auf europäischer Ebene etablieren kann (Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2004; Smismans 2005).

Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004: Governance and Institutional Development. In: Wiener, Antje / Diez, Thomas (Hrsg.): European Integration Theory. Oxford: Oxford University Press, S. 97 - 115.

Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.

Für die Kommission besteht die europäische Zivilgesellschaft zudem vor allem aus europäischen Konföderationen, die so inklusiv wie möglich gestaltet sind und mit denen sie direkte Beziehungen auf europäischer Ebene etablieren kann.
Anmerkungen

Fragwürdig ist hier die Referenzierung von Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2004), da sich der Sachverhalt dort so nicht findet. Das Wort confederation(s) ist in diesem Text nicht enthalten, von "civil society" ist lediglich auf S. 101 die Rede:

"Similar forces may apply to the Open Method of Co-ordination (Hodson and Maher 2000) and to integrating civil society into the EU policy process as this favours the emergence of a European political space."

Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2004) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal auf S. 102 referenziert, siehe Fragment 102 28. Dort wird eine auf diesen Titel bezogene Rezeption übernommen. Insofern stellt sich die Frage, ob die Verf.in deren Aufsatz tatsächlich rezipiert hat.

Darüber hinaus wird die Wörtlichkeit der Übernahme aus Smismans (2005) – 13 aufeinanderfolgende Wörter – nicht kenntlich gemacht.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[3.] Dcl/Fragment 016 22 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:16 (Stratumlucidum)
Erstellt: 26. August 2018, 11:04 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Liebert Trenz 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 22-29
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Dies ist auch darin begründet, dass neue Formen der Bürgerbeteiligung in der europäischen Integrationsforschung vielfach als Schlüssel gesehen werden, um die Vertrauensbeziehung zwischen der Zivilgesellschaft, einschließlich der Bürger, und Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene wieder herzustellen und eine demokratische Legitimation und damit langfristige Stabilität des europäischen Einigungsprojektes zu fördern und zu sichern (Kaelble 2002; Eder 2003; Kevin 2003; Kantner 2004; Kocka 2004; Preuß 2004; Ruzza 2004; Bruter 2004, 2005; Peters 2005; Trenz 2005b; Kohler-Koch 2007).

Bruter, Michael 2004: Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity. In: Herrmann, Richard / Risse, Thomas / Brewer, Marilynn B. (Hrsg.): Transnational Identities: Becoming European in the EU. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Bruter, Michael 2005: Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity. London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Kaelble, Hartmut, 2002: Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und. 20. Jahrhundert. In: Kaelble, Hartmut / Kirsch, Martin / Schmidt-Gernig, Alexander (Hrsg.): Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

Kantner, Cathleen, 2004: Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, Deirdre, 2003: Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society [sic] from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Peters, Bernhard, 2005: Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy. In: Eriksen, Erik Oddvar (Hrsg.): Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU. London: Routledge.

Preuß, Ulrich K., 2004: Transformation des europäischen Nationalstaates - Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit. In: Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.): Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos, S. 44 - 60.

Ruzza, Carlo, 2004: Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance. Manchester: [sic] Manchester University Press.

Trenz, Hans-Jörg, 2005b: Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

 

Bruter, M. (2004) ‘Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity’ in R. Herrmann, T. Risse and M.B. Brewer (eds) Transnational Identities: Becoming European in the EU, Lanham MD: Rowman & Littlefield.

— (2005) Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity, London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, K. (2003). ‘Öffentlichkeit und Demokratie’ in M. Jachtenfuchs and B. Kohler-Koch (eds) Europäische Integration, Opladen: Leske & Budrich.

Kaelble, H. (2002) ‘Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und 20. Jahrhundert’, in H. Kaelble, M. Kirsch and A. Schmidt-Gernig (eds) Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

[Kantner, C. (2003) ‘Öffentliche politische Kommunikation in der EU. Eine hermeneutisch-pragmatistische Perspektive’, in A. Klein, R. Koopmans, H.-J. Trenz, L. Klein, C. Lahusen and D. Rucht (eds) Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa, Opladen: Leske & Budrich.]

— (2004) Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, D. (2003) Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe, Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, J. (2004) ‘Civil Society [sic] from a historical perspective’, European Review, 12(1): 65-79.

Kohler-Koch, B. (2007) ‘The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union’, in B. Kohler-Koch and B. Rittberger (eds) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham, MD: Rowman & Littlefield

Peters, B. (2005) ‘Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy’, in E. O. Eriksen (ed.) Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU, London: Routledge.

Preuss [sic], U. (2004) ‘Transformation des europäischen Nationalstaats — Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit’, in C. Franzius and U. Preuss [sic] (eds) Europäische Öffentlichkeit, Baden-Baden: Nomos, 44-60.

Ruzza, C. (2004) Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance, Manchester: [sic] Manchester University Press.

[Trenz, H.-J. (2002) Zur Konstitution politischer Öffentlichkeit in Europa. Zivilgesellschaftliche Subpolitik oder schaupolitische Inszenierung?, Baden-Baden: Nomos.]

— (2005) Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit, Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

Anmerkungen

Auffällig ist, dass die Verf.in mit exakt denselben 12 Referenzen – die sämtlich im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthalten sind – auch Aussagen auf den S. 73, 85 f. und 99 zu belegen versucht, siehe Fragment 073 04 (keine Wertung), Fragment 085 29 und Fragment 099 19 (keine Wertung). Weiterhin lassen sich folgende Punkte feststellen:

  • Bei Bruter (2004) fehlt bei der Verf.in im Titel bei "Citizens" wie in der Quelle der Genitiv-Apostroph [1] sowie die Seitenangabe des Beitrags.
  • Bruter (2005) ist bei Palgrave Macmillan in Houndmills, Basingstoke, Hampshire und New York und nicht in London erschienen. [2]
  • Bei Kaelble (2002) fehlt wie in der Quelle die Angabe, auf welchen Seiten des Sammelbandes sich der Aufsatz findet, und New York als zweiter Verlagsort. [3]
  • Bei Kevin (2003) fehlt wie in der Quelle im Titel ein Komma. [4]
  • Bei Kocka (2004) wird wie in der Quelle im Titel das Substantiv "Society" mit Majuskel geschrieben, das Substantiv "perspective" jedoch nicht, was inkonsistent ist. Im Originalaufsatz werden beide Wörter mit Minuskeln geschrieben. [5]
  • Bei Kohler-Koch (2007) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband; auch sind im Titel die Substantive "interests" und "democracy" im Gegensatz zu "Organization" mit Minuskeln am Anfang geschrieben. Im Original lautet der Titel "The Organization of Interests and Democracy in the European Union". [6]
  • Bei Peters (2005) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband. Im Original lautet dieser "Public discourse, identity and the problem of democratic legitimacy". [7]
  • Bei Ruzza (2004) ist Movement coalitions and European governance der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zudem fehlt hier die Angabe von New York als zweitem Verlagsort. [8] Beide Fehler finden sich sowohl in der Quelle als auch in der vorliegenden Arbeit.
  • Der Titel von Trenz (2005b) lautet Europa in den Medien. Die europäische Integration im Spiegel nationaler Öffentlichkeit und wird analog zur Quelle falsch wiedergegeben; wie dort fehlt überdies New York als zweiter Verlagsort. [9]

Bruter (2004 und 2005), Kevin (2003), Peters (2005), Preuß (2004) und Trenz (2005b) werden in der untersuchten Dissertation – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich auf den S. 16, 73, 86 und 99 genannt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[4.] Dcl/Fragment 073 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:17 (Stratumlucidum)
Erstellt: 26. August 2018, 11:59 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Liebert Trenz 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 4-9
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Ein gewisses Maß an Vertrauen in Stellvertreter und Repräsentanten und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, [sic] gelten als wesentliche Voraussetzungen für das Funktionieren politischer Systeme und folglich von politischen Beteiligungsformen (Kaelble 2002; Eder 2003; Kevin 2003; Kantner 2004; Kocka 2004; Preuß 2004; Ruzza 2004; Bruter 2004, 2005; Peters 2005; Trenz 2005b; Kohler-Koch 2007).

Bruter, Michael 2004: Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity. In: Herrmann, Richard / Risse, Thomas / Brewer, Marilynn B. (Hrsg.): Transnational Identities: Becoming European in the EU. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Bruter, Michael 2005: Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity. London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Kaelble, Hartmut, 2002: Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und. 20. Jahrhundert. In: Kaelble, Hartmut / Kirsch, Martin / Schmidt-Gernig, Alexander (Hrsg.): Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

Kantner, Cathleen, 2004: Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, Deirdre, 2003: Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society [sic] from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Peters, Bernhard, 2005: Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy. In: Eriksen, Erik Oddvar (Hrsg.): Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU. London: Routledge.

Preuß, Ulrich K., 2004: Transformation des europäischen Nationalstaates - Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit. In: Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.): Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos, S. 44 - 60.

Ruzza, Carlo, 2004: Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance. Manchester: [sic] Manchester University Press.

Trenz, Hans-Jörg, 2005b: Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

 

Bruter, M. (2004) ‘Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity’ in R. Herrmann, T. Risse and M.B. Brewer (eds) Transnational Identities: Becoming European in the EU, Lanham MD: Rowman & Littlefield.

— (2005) Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity, London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, K. (2003). ‘Öffentlichkeit und Demokratie’ in M. Jachtenfuchs and B. Kohler-Koch (eds) Europäische Integration, Opladen: Leske & Budrich.

Kaelble, H. (2002) ‘Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und 20. Jahrhundert’, in H. Kaelble, M. Kirsch and A. Schmidt-Gernig (eds) Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

[Kantner, C. (2003) ‘Öffentliche politische Kommunikation in der EU. Eine hermeneutisch-pragmatistische Perspektive’, in A. Klein, R. Koopmans, H.-J. Trenz, L. Klein, C. Lahusen and D. Rucht (eds) Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa, Opladen: Leske & Budrich.]

— (2004) Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, D. (2003) Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe, Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, J. (2004) ‘Civil Society [sic] from a historical perspective’, European Review, 12(1): 65-79.

Kohler-Koch, B. (2007) ‘The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union’, in B. Kohler-Koch and B. Rittberger (eds) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham, MD: Rowman & Littlefield

Peters, B. (2005) ‘Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy’, in E. O. Eriksen (ed.) Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU, London: Routledge.

Preuss [sic], U. (2004) ‘Transformation des europäischen Nationalstaats — Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit’, in C. Franzius and U. Preuss [sic] (eds) Europäische Öffentlichkeit, Baden-Baden: Nomos, 44-60.

Ruzza, C. (2004) Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance, Manchester: [sic] Manchester University Press.

[Trenz, H.-J. (2002) Zur Konstitution politischer Öffentlichkeit in Europa. Zivilgesellschaftliche Subpolitik oder schaupolitische Inszenierung?, Baden-Baden: Nomos.]

— (2005) Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit, Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

Anmerkungen

Auffällig ist, dass die Verf.in mit exakt denselben 12 Referenzen – die sämtlich im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthalten sind – auch Aussagen auf den S. 16, 85 f. und 99 zu belegen versucht, siehe Fragment 016 22 (keine Wertung), Fragment 085 29 und Fragment 099 19 (keine Wertung). Weiterhin lassen sich folgende Punkte feststellen:

  • Bei Bruter (2004) fehlt bei der Verf.in im Titel bei "Citizens" wie in der Quelle der Genitiv-Apostroph [10] sowie die Seitenangabe des Beitrags.
  • Bruter (2005) ist bei Palgrave Macmillan in Houndmills, Basingstoke, Hampshire und New York und nicht in London erschienen. [11]
  • Bei Kaelble (2002) fehlt wie in der Quelle die Angabe, auf welchen Seiten des Sammelbandes sich der Aufsatz findet, und New York als zweiter Verlagsort. [12]
  • Bei Kevin (2003) fehlt wie in der Quelle im Titel ein Komma. [13]
  • Bei Kocka (2004) wird wie in der Quelle im Titel das Substantiv "Society" mit Majuskel geschrieben, das Substantiv "perspective" jedoch nicht, was inkonsistent ist. Im Originalaufsatz werden beide Wörter mit Minuskeln geschrieben. [14]
  • Bei Kohler-Koch (2007) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband; auch sind im Titel die Substantive "interests" und "democracy" im Gegensatz zu "Organization" mit Minuskeln am Anfang geschrieben. Im Original lautet der Titel "The Organization of Interests and Democracy in the European Union". [15]
  • Bei Peters (2005) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband. Im Original lautet dieser "Public discourse, identity and the problem of democratic legitimacy". [16]
  • Bei Ruzza (2004) ist Movement coalitions and European governance der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zudem fehlt hier die Angabe von New York als zweitem Verlagsort. [17] Beide Fehler finden sich sowohl in der Quelle als auch in der vorliegenden Arbeit.
  • Der Titel von Trenz (2005b) lautet Europa in den Medien. Die europäische Integration im Spiegel nationaler Öffentlichkeit und wird analog zur Quelle falsch wiedergegeben; wie dort fehlt überdies New York als zweiter Verlagsort. [18]

Bruter (2004 und 2005), Kevin (2003), Peters (2005), Preuß (2004) und Trenz (2005b) werden in der untersuchten Dissertation – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich auf den S. 16, 73, 86 und 99 genannt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[5.] Dcl/Fragment 099 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:18 (Stratumlucidum)
Erstellt: 27. August 2018, 10:30 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Liebert Trenz 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 19-26
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Die damit einhergehende politikwissenschaftliche „Governance-Debatte“ über das Wesen von „European Governance“, also von „Regieren im Europäischen Mehrebenensystem“ (Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2006) war von der Frage geleitet, wie in der Europäischen Union regiert und entschieden werden sollte, um die Handlungs- und Problemlösungsfähigkeit der Europäischen Institutionen zu sichern und zu deren stärkerer demokratischer Legitimation zu gelangen (Kaelble 2002; Eder 2003; Kevin 2003; Kantner 2004; Kocka 2004; Preuß 2004; Ruzza 2004; Bruter 2004, 2005; Peters 2005; Trenz 2005b; Kohler-Koch 2007).

Bruter, Michael 2004: Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity. In: Herrmann, Richard / Risse, Thomas / Brewer, Marilynn B. (Hrsg.): Transnational Identities: Becoming European in the EU. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Bruter, Michael 2005: Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity. London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

[Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2006: Regieren und Institutionenbildung. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Lehrbuch. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 11 - 46.]

Kaelble, Hartmut, 2002: Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und. 20. Jahrhundert. In: Kaelble, Hartmut / Kirsch, Martin / Schmidt-Gernig, Alexander (Hrsg.): Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

Kantner, Cathleen, 2004: Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, Deirdre, 2003: Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society [sic] from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Peters, Bernhard, 2005: Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy. In: Eriksen, Erik Oddvar (Hrsg.): Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU. London: Routledge.

Preuß, Ulrich K., 2004: Transformation des europäischen Nationalstaates - Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit. In: Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.): Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos, S. 44 - 60.

Ruzza, Carlo, 2004: Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance. Manchester: [sic] Manchester University Press.

Trenz, Hans-Jörg, 2005b: Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

 

Bruter, M. (2004) ‘Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity’ in R. Herrmann, T. Risse and M.B. Brewer (eds) Transnational Identities: Becoming European in the EU, Lanham MD: Rowman & Littlefield.

— (2005) Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity, London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, K. (2003). ‘Öffentlichkeit und Demokratie’ in M. Jachtenfuchs and B. Kohler-Koch (eds) Europäische Integration, Opladen: Leske & Budrich.

Kaelble, H. (2002) ‘Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und 20. Jahrhundert’, in H. Kaelble, M. Kirsch and A. Schmidt-Gernig (eds) Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

[Kantner, C. (2003) ‘Öffentliche politische Kommunikation in der EU. Eine hermeneutisch-pragmatistische Perspektive’, in A. Klein, R. Koopmans, H.-J. Trenz, L. Klein, C. Lahusen and D. Rucht (eds) Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa, Opladen: Leske & Budrich.]

— (2004) Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, D. (2003) Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe, Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, J. (2004) ‘Civil Society [sic] from a historical perspective’, European Review, 12(1): 65-79.

Kohler-Koch, B. (2007) ‘The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union’, in B. Kohler-Koch and B. Rittberger (eds) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham, MD: Rowman & Littlefield

Peters, B. (2005) ‘Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy’, in E. O. Eriksen (ed.) Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU, London: Routledge.

Preuss [sic], U. (2004) ‘Transformation des europäischen Nationalstaats — Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit’, in C. Franzius and U. Preuss [sic] (eds) Europäische Öffentlichkeit, Baden-Baden: Nomos, 44-60.

Ruzza, C. (2004) Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance, Manchester: [sic] Manchester University Press.

[Trenz, H.-J. (2002) Zur Konstitution politischer Öffentlichkeit in Europa. Zivilgesellschaftliche Subpolitik oder schaupolitische Inszenierung?, Baden-Baden: Nomos.]

— (2005) Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit, Frankfurt a.M.: [sic] Campus.

Anmerkungen

Wenn man von Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2006) absieht, ist auffällig, dass die Verf.in mit exakt denselben 12 übrigen Referenzen – die sämtlich im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthalten sind – auch Aussagen auf den S. 16, 73 und 85 f. zu belegen versucht, siehe Fragment 016 22 (keine Wertung), Fragment 073 04 (keine Wertung) und Fragment 085 29. Weiterhin lassen sich folgende Punkte feststellen:

  • Bei Bruter (2004) fehlt bei der Verf.in im Titel bei "Citizens" wie in der Quelle der Genitiv-Apostroph [19] sowie die Seitenangabe des Beitrags.
  • Bruter (2005) ist bei Palgrave Macmillan in Houndmills, Basingstoke, Hampshire und New York und nicht in London erschienen. [20]
  • Bei Kaelble (2002) fehlt wie in der Quelle die Angabe, auf welchen Seiten des Sammelbandes sich der Aufsatz findet, und New York als zweiter Verlagsort. [21]
  • Bei Kevin (2003) fehlt wie in der Quelle im Titel ein Komma. [22]
  • Bei Kocka (2004) wird wie in der Quelle im Titel das Substantiv "Society" mit Majuskel geschrieben, das Substantiv "perspective" jedoch nicht, was inkonsistent ist. Im Originalaufsatz werden beide Wörter mit Minuskeln geschrieben. [23]
  • Bei Kohler-Koch (2007) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband; auch sind im Titel die Substantive "interests" und "democracy" im Gegensatz zu "Organization" mit Minuskeln am Anfang geschrieben. Im Original lautet der Titel "The Organization of Interests and Democracy in the European Union". [24]
  • Bei Peters (2005) fehlt wie in der Quelle die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband. Im Original lautet dieser "Public discourse, identity and the problem of democratic legitimacy". [25]
  • Bei Ruzza (2004) ist Movement coalitions and European governance der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zudem fehlt hier die Angabe von New York als zweitem Verlagsort. [26] Beide Fehler finden sich sowohl in der Quelle als auch in der vorliegenden Arbeit.
  • Der Titel von Trenz (2005b) lautet Europa in den Medien. Die europäische Integration im Spiegel nationaler Öffentlichkeit und wird analog zur Quelle falsch wiedergegeben; wie dort fehlt überdies New York als zweiter Verlagsort. [27]

Bruter (2004 und 2005), Kevin (2003), Peters (2005), Preuß (2004) und Trenz (2005b) werden in der untersuchten Dissertation – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich auf den S. 16, 73, 86 und 99 genannt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[6.] Dcl/Fragment 105 02 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:19 (Stratumlucidum)
Erstellt: 31. August 2018, 06:10 [[Benutzer:|]]
Berg-Schlosser Stammen 2003, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 2-4
Quelle: Berg-Schlosser Stammen 2003
Seite(n): 56, Zeilen: 9 ff.
Es handelt sich um eine normativ-ontologische Herangehensweise (Strauss 1959; Voegelin 1959; Arendt 1967), [bei der keine empirisch-faktische Wirkungsanalyse der politischen Beteiligungsinstrumente der Kommission in verschiedenen Mitgliedstaaten der Europäischen Union vorgenommen wird, sondern die Eignung von Beteiligungsinstrumenten nach normativen Kriterien anhand eines bestimmten Einzelfalls ermittelt wird.]

Arendt, Hannah, 1967: Vita activa oder Vom tätigen Leben: Eine Vision des Politischen. [sic] München: Piper.

Strauss, Leo, 1959: What is Political Philosophy? New York: [sic] The Free Press.

Voegelin, Eric, 1959: Die neue Wissenschaft der Politik. München: Wilhelm Fink Verlag. [sic]

Nahezu die gleiche Argumentation findet sich bei zwei anderen namhaften Vertretern des zeitgenössischen normativ-ontologischen Theorie-Ansatzes: bei E. Voegelin und L. Strauß. So geht z. B. E. Voegelins programmatische Studie „Die neue Wissenschaft der Politik“ (deutsch 1959) von der These aus, daß in der zeitgenössischen Politikwissenschaft „das Bewußtsein der Prinzipien verlorengegangen“ sei (20); [...]

[Ausgewählte Bibliographie, 5. Theorieansätze und erkenntnisbedingende Faktoren (hier: S. 348)]

Voegelin, Eric: Die neue Wissenschaft der Politik. München 1959. – Sonderausgabe Salzburg 1977.

[Ausgewählte Bibliographie, 7. Politische Philosophie, S. 349]

[Arendt, Hannah: Vita activa oder vom tätigen Leben. Stuttgart 1960. — TB München 1981 u.ö.]

Strauss, Leo: What is Political Philosophy? New York [sic] 1959.

Anmerkungen

Anscheinend dienen für die Referenzierung der "normativ-ontologische[n] Herangehensweise" die in Berg-Schlosser / Stammen (2003) genannten Titel der Verf.in als Vorlage. Da Arendt (1960 bzw. 1981 oder später) von den Autoren der Quelle aber in diesem Zusammenhang nicht erwähnt wird, ist die Frage naheliegend, ob es hier eine sachliche Berechtigung für die Nennung von Arendt (1967) seitens der Verf.in gibt.

Eine als Plagiat eingestufte Stelle aus derselben Quelle, bei der Arendt (1967), Strauss und Voegelin (beide 1959) ebenfalls angeführt werden, findet sich auf S. 14 – siehe Fragment 014 17. Abgesehen vom Literaturverzeichnis werden diese drei Autoren nur dort und auf dieser Seite genannt.

Bzgl. der bibliografischen Angaben lässt sich feststellen, dass

  • bei Arendts Werk der Titelzusatz "Eine Vision des Politischen" zumindest im Karlsruher Virtuellen Katalog nicht nachweisbar ist, vgl. [28]. Zudem ist laut Katalogeintrag u. a. der Deutschen Nationalbibliothek im Impressum des Buches kein Erscheinungsjahr angegeben, was bei einem auf andere Weise ermittelten üblicherweise durch eckige Klammern um selbiges kenntlich gemacht wird, vgl. [29]. Eine solche Kenntlichmachung fehlt jedoch bei der Verf.in.

    Der Titelzusatz findet sich im WWW ansonsten wohl nur noch auf S. 99 in einem Grazer Vorlesungsskript vom Januar 2008, vgl. [30] (dort scheint er aber eher als eine Art Charakterisierung dieses Werkes gemeint gewesen zu sein). In dem Skript findet sich in Fn. 113 auf S. 109 in Bezug auf Vita Activa oder Vom tätigen Leben (hier ohne den Titelzusatz) auch der Hinweis "Erschienen in München 1967". Möglicherweise war in diesem Zusammenhang also das genannte Skript die Quelle der Verf.in;
  • sich der Sitz von The Free Press, wo Strauss (1959) verlegt wurde, nicht in New York, sondern in Glencoe, Illinois, befand; [31] und
  • Voegelin (1959) nicht im Verlag Wilhelm Fink, sondern bei Pustet erschienen ist. [32]
Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[7.] Dcl/Fragment 092 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:22 (Stratumlucidum)
Erstellt: 7. September 2018, 06:34 [[Benutzer:|]]
Dcl, Diedrichs 2007, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 17-19
Quelle: Diedrichs 2007
Seite(n): 89, Zeilen: 19 ff., 110 f.
[Diese Herangehensweise wurde mit der Mitteilung der Kommission „Eine Bürgernahe [sic] Agenda: Konkrete Ergebnisse für Europa“ (Kommission 2006c) noch einmal bestätigt, die beinhaltete, dass alle Politikinstrumente der Kommission so gestaltet werden sollen, dass sie zur Information über Europa beitragen und die aktive Beteiligung der Bürger an der Europapolitik anregen.] Es wurde eine positive Bilanz der bisherigen Diskussions- und Analyseprozesse im Rahmen des „Plan D“ für Demokratie, Dialog und Diskussion gezogen, aber zugleich weiterer Handlungsbedarf festgestellt.

[Europäische Kommission, 2006c: Mitteilung der Kommission an den Europäischen Rat: Eine bürgernahe Agenda: Konkrete Ergebnisse für Europa. Brüssel: KOM (2006) 211 endgültig.]

In der Mitteilung an den Europäischen Rat mit dem Titel „Eine Bürgernahe [sic] Agenda: Konkrete Ergebnisse für Europa“4 zog sie im Mai 2006 eine positive Bilanz der bisherigen Diskussions- und Analyseprozesse im Rahmen des Plans D (für Demokratie, Dialog und Diskussion), sah aber zugleich weiteren Handlungsbedarf.

4 Mitteilung der Kommission an den Europäischen Rat, Eine Bürgernahe [sic] Agenda: Konkrete Ergebnisse für Europa, KOM (2006) 211 endgültig, Brüssel, 10.05.2006.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die lediglich im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit erwähnt wird.

Die Begriffe "positive Bilanz" und "bisherige[n] Diskussions- und Analyseprozesse" finden sich in der Mitteilung der Kommission an den Europäischen Rat nicht; das Bestehen von Handlungsbedarf im Bereich "Freiheit, Sicherheit und Recht" wird auf S. 6 festgestellt, vgl. [33].

Aufgrund des relativ banalen Inhalts trotz Übernahme von elf aufeinanderfolgenden Wörtern konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[8.] Dcl/Fragment 011 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:23 (Stratumlucidum)
Erstellt: 8. September 2018, 04:45 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Seeger Yüzen 2007, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 8-12
Quelle: Seeger Yüzen 2007
Seite(n): online, Zeilen: –
Die fehlende Nähe der Europäischen Union zum europäischen Bürger, [die mangelnde Transparenz europäischer Politik und die zu geringen Möglichkeiten der Partizipation] wurden in der Literatur vielfach als zentrale Ursache des Akzeptanz- und Legitimationsdilemmas der Europäischen Union gesehen, [das in Verbindung mit nationalen Problemen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene sowie allgemeinen Globalisierungsängsten in eine zunehmend europaskeptische Haltung der Bevölkerung mündete (Bieling / Lerch 2006; Hildermeier / Kocka / Conrad 2000; Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2003; [sic] Klein u. a. (Hrsg.) 2003; Knodt / Finke 2005; Schmidt 2000).]

Bieling, Hans-Jürgen / Lerch, Marika (Hrsg.), 2006: Theorien der europäischen Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage.

Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.), 2000: Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.), 2003: Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

Die Distanz zwischen Brüssel und den Bürgern gilt als eine zentrale Ursache des Akzeptanz- und Legitimationsdilemmas der Europäischen Union.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle eines Teils der Ausführungen wird nicht genannt.

Während die Verf.in insgesamt sechs andere Referenzen als Beleg anführt, übernimmt sie tatsächlich Teile des Satzes von Seeger / Yüzen (2007); dieser Titel wird in der gesamten Arbeit – einschließlich des Literaturverzeichnisses – nirgends aufgeführt.

Weiterhin ist festzustellen, dass

  • sich ein Eintrag für Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) dort nicht findet; vermutlich ist hiermit der Sammelband "Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden [bzw. Opladen]: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage" gemeint, der bei den Einzelbeiträgen von Eder, Kielmansegg und Wallace genannt wird, aber eben nicht als eigener Titel verzeichnet ist, und
  • der Titel Schmidt (2000) bei Leske + Budrich in Opladen, nicht in Bremen erschienen ist. [34]

Bieling / Lerch (2006), Hildermeier / Kocka / Conrad (2000) und Klein u. a. (Hrsg.) (2003) werden in der gesamten untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle angeführt, Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) nur hier.

Der hintere Teil des Satzes stammt aus einer anderen, hier ebenfalls nicht genannten Quelle, siehe Fragment 011 12.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[9.] Dcl/Fragment 011 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:23 (Stratumlucidum)
Erstellt: 8. September 2018, 04:52 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tham 2006, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 12-14
Quelle: Tham 2006
Seite(n): 1, Zeilen: 25 ff.
[Die fehlende Nähe der Europäischen Union zum europäischen Bürger, die mangelnde Transparenz europäischer Politik und die zu geringen Möglichkeiten der Partizipation wurden in der Literatur vielfach als zentrale Ursache des Akzeptanz- und Legitimationsdilemmas der Europäischen Union gesehen,] das in Verbindung mit nationalen Problemen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene sowie allgemeinen Globalisierungsängsten in eine zunehmend europaskeptische Haltung der Bevölkerung mündete [(Bieling / Lerch 2006; Hildermeier / Kocka / Conrad 2000; Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2003; [sic] Klein u. a. (Hrsg.) 2003; Knodt / Finke 2005; Schmidt 2000).]

Bieling, Hans-Jürgen / Lerch, Marika (Hrsg.), 2006: Theorien der europäischen Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage.

Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.), 2000: Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.), 2003: Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

In Verbindung mit nationalen Problemen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene sowie allgemeinen Globalisierungsängsten mündet dies in eine zunehmend europaskeptische Haltung der Bevölkerung.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle eines Teils der Ausführungen wird nicht genannt.

Während die Verf.in insgesamt sechs andere Referenzen als Beleg anführt, übernimmt sie tatsächlich den hinteren Teil des Satzes (mit einer grammatisch bedingten Auslassung) wörtlich von Tham (2006); dieser Titel ist lediglich in ihrem Literaturverzeichnis aufgeführt.

Weiterhin ist festzustellen, dass

  • sich ein Eintrag für Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) dort nicht findet; vermutlich ist hiermit der Sammelband "Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden [bzw. Opladen]: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage" gemeint, der bei den Einzelbeiträgen von Eder, Kielmansegg und Wallace genannt wird, aber eben nicht als eigener Titel verzeichnet ist, und
  • der Titel Schmidt (2000) bei Leske + Budrich in Opladen, nicht in Bremen erschienen ist.

Bieling / Lerch (2006), Hildermeier / Kocka / Conrad (2000) und Klein u. a. (Hrsg.) (2003) werden in der gesamten untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle angeführt, Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2003) nur hier.

Der erste Teil des Satzes stammt zum Teil aus einer nirgends aufgeführten Quelle, siehe Fragment 011 08.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[10.] Dcl/Fragment 033 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:24 (Stratumlucidum)
Erstellt: 13. September 2018, 11:09 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Thalmaier 2006, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 23-27
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 8, Zeilen: 43 ff.
Dabei wird in der Literatur vor allem darauf abgestellt, dass Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen durch die bestehenden demokratischen Verfahren nicht effektiv und gleichberechtigt an der politischen Entscheidungsfindung beteiligt werden und eine Kontrolle des Handelns der europäischen Institutionen nicht adäquat wahrnehmen können, [weil der Einstieg in eine umfassende transnationale Kommunikationspraxis nicht vollzogen wird (Giesen 1999; Kohler-Koch 1999; [sic] Gerhards 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Meyer 2003).]

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Meyer, Christoph O., 2003: Die Wächterfunktion von europäischer Öffentlichkeit. Das Brüsseler Pressecorps und der Rücktritt der EU-Kommission. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 233 - 245.

Sofern man prinzipiell an der Demokratie als der einzig möglichen Form der Legitimation von Herrschaft festhält, verlangen normative Legitimitätsanforderungen, dass die Bürger durch demokratische Verfahren effektiv und gleichberechtigt an der Entscheidungsfindung der Europäischen Union beteiligt und die Herrschaftsausübung zu kontrollieren imstande sind.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird erst im folgenden, hier nicht wiedergegebenen Satz genannt.

Schwer verständlich ist, warum die Verf.in hier nicht ihre tatsächliche Quelle, deren Ausführungen sie etwas umschreibt, nennt und fünf andere Referenzen anführt. Zudem kommt bei Gerhards (2000), Giesen (1999) und Meyer (2003) der Begriff "Zivilgesellschaft" weder so noch in irgendeiner abgeleiteten Form vor.

Bzgl. der Referenzen ist weiterhin anzumerken, dass sich ein Titel "Kohler-Koch 1999", der im Haupttext der untersuchten Arbeit insgesamt sechs Mal erwähnt wird – außer an dieser Stelle noch auf den Seiten 48, 62, 65, 67 und 76 –, in deren Literaturverzeichnis nicht findet.

Der in eckige Klammern gesetzte hintere Satzteil stammt aus der Quelle Trenz (2003), siehe Fragment 033 27 (keine Wertung). In dessen Literaturverzeichnis sind auch drei der verwendeten Referenzen enthalten (siehe ebd.).

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[11.] Dcl/Fragment 033 27 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:25 (Stratumlucidum)
Erstellt: 13. September 2018, 11:30 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Trenz 2003, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 27-29
Quelle: Trenz 2003
Seite(n): 165, Zeilen: 10 ff.
[Dabei wird in der Literatur vor allem darauf abgestellt, dass Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen durch die bestehenden demokratischen Verfahren nicht effektiv und gleichberechtigt an der politischen Entscheidungsfindung beteiligt werden und eine Kontrolle des Handelns der europäischen Institutionen nicht adäquat wahrnehmen können,] weil der Einstieg in eine umfassende transnationale Kommunikationspraxis nicht vollzogen wird (Giesen 1999; Kohler-Koch 1999; [sic] Gerhards 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Meyer 2003).

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Meyer, Christoph O., 2003: Die Wächterfunktion von europäischer Öffentlichkeit. Das Brüsseler Pressecorps und der Rücktritt der EU-Kommission. In: Klein, Ansgar / Koopmans, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Lahusen, Christian / Rucht / Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 233 - 245.

Das theoretische Argument einer Koppelung zwischen der Legitimität des EU-Regierens und der Herausbildung einer europäischen Öffentlichkeit kann freilich noch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um die Entwicklungsmöglichkeiten einer solchen demokratiefähigen und verständigungsorientierten Öffentlichkeit in der EU in der Tat eher schlecht bestellt ist, solange der Einstieg in eine transnationale Kommunikationspraxis nicht auch in der Praxis nachvollzogen wird.

[Gerhards, Jürgen: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Sonderheft 40 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Opladen: Westdeutscher Verlag, 2000, S. 277-305

Giesen, Bernhard: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold/Segers, Rien T. (Hg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1999, S. 130-146

Kielmansegg, Peter Graf: Integration und Demokratie In: Jachtenfuchs, Markus/Kohler-Koch, Beate (Hg.): Europäische Integration. Opladen: Leske & Budrich, 1996, S. 47-72]

Anmerkungen

Trenz (2003) führt in Teil 2, "Europäische Öffentlichkeit", des Sammelbandes von Klein et al. ein. Im Beitrag von Meyer (2003), der in diesem Teil enthalten ist, ist nicht wörtlich von einer "transnationale[n] Kommunikationspraxis" die Rede, weshalb die Verf.in hier eine Rezeptionsleistung von Trenz übernimmt.

Schwer verständlich ist, warum die Verf.in statt ihrer tatsächlichen Quelle fünf andere Referenzen anführt. Drei von diesen finden sich auch im Literaturverzeichnis von Trenz; bei Kielmansegg (2003) wird lediglich eine spätere Auflage als verwendet angegeben.

Bei Giesen (1999) und Kielmansegg (2003) kommt der Begriff "transnational" weder so noch in irgendeiner abgeleiteten Form vor.

Ein Titel "Kohler-Koch 1999", der im Haupttext der untersuchten Arbeit insgesamt sechs Mal erwähnt wird – außer an dieser Stelle noch auf den Seiten 48, 62, 65, 67 und 76 –, findet sich in deren Literaturverzeichnis nicht.

Der in eckige Klammern gesetzte vordere Teil des Satzes ist sinngemäß der Quelle Thalmaier (2006) entnommen, siehe Fragment 033 23 (keine Wertung).

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[12.] Dcl/Fragment 028 30 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:28 (Stratumlucidum)
Erstellt: 15. September 2018, 09:13 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kielmansegg 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 30-33
Quelle: Kielmansegg 2003
Seite(n): 79, Zeilen: 13 ff.
Politische Beteiligungsprozesse im Sinne von Konsultations- und Verhandlungsnetzwerken könnten somit auch zu einer verstärkten kollektiven Identitätsbildung und damit zur Verminderung des Demokratiedefizits und zu einer größeren Akzeptanz der Europäischen Union beitragen (Héritier 1999).

Héritier, Adrienne, 1999: Elements of Democratic Legitimation in Europe: An Alternative Perspective. In: Journal of European Public Policy 6, 269 - 283 [sic].

Der skeptischen Einschätzung, dass alle Demokratisierungsstrategien letztlich am Demokratiedilemma der Europäischen Union scheitern müssen, weshalb jeder Integrationsfortschritt mit Verlusten an demokratischer Substanz bezahlt werde (Greven 1998), steht die Auffassung gegenüber, dass der europäischen Kompromisspolitik aus den Konsultations- und Verhandlungsnetzwerken, in denen sie formuliert werde, durchaus eine Art von demokratischer Legitimität zuwachse (Héritier 1999).

Greven, Michael 1998: Mitgliedschaft, Grenzen und politischer Raum: Problemdimensionen der Demokratisierung der Europäischen Union, in: Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Regieren in entgrenzten Räumen, Politische Vierteljahresschrift Sonderheft 29, 249-270.

Héritier, Adrienne 1999: Elements of Democratic Legitimation in Europe: An Alternative Perspective, in: Journal of European Public Policy 6, 269-283 [sic].

Anmerkungen

Der Begriff "Konsultations- und Verhandlungsnetzwerke[n]" kommt bei Héritier (1999) auch in englischer Form nicht vor, ist also von der Verf.in der Rezeption Héritiers durch Kielmansegg (2003) entnommen.

Die Aussage, dass "[p]olitische Beteiligungsprozesse im Sinne von Konsultations- und Verhandlungsnetzwerken [...] zu einer verstärkten kollektiven Identitätsbildung" beitragen könnten, scheint reichlich konstruiert, da nicht plausibel ist, wie Konsultations- und Verhandlungsnetzwerke im politischen Apparat zu einer kollektiven (europäischen) Identitätsbildung in den Bevölkerungen beitragen sollten. Ein solcher Gedanke findet sich bei Héritier auch nicht. Insofern stellt sich die Frage, ob deren Referenzierung hier sachlich gerechtfertigt ist.

Der Aufsatz Héritiers endet zudem auf S. 282 und nicht, wie von der Verf.in allem Anschein nach falsch von Kielmansegg übernommen, auf S. 283.

Da sich die Aussagen auf linker und rechter Seite der Synopse deutlich unterscheiden, wird das Fragment unter "keine Wertung" kategorisiert. Héritier wird, abgesehen vom Literaturverzeichnis, in der gesamten untersuchten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[13.] Dcl/Fragment 036 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:51 (Stratumlucidum)
Erstellt: 15. September 2018, 12:23 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kocka 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 11-13
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 14, 15, Zeilen: 14: 31 ff.; 15: 1 f.
[Der Bereich der Zivilgesellschaft wird hier zum Bereich des Hauses und der Familie abgegrenzt, nicht jedoch zur Sphäre des Staates, denn mit der Zivilgesellschaft ist in diesem Sinne das Gemeinwesen als gesellschaftlich-politischer Raum gemeint (Kocka 2000).] Der Begriff bezieht sich dabei auf Fragen des Zusammenlebens, auf Öffentlichkeit und Politik und auf das Gemeinwesen und das Gemeinwohl mit dem Ziel des tugendhaften, guten Lebens. [Seite 14]

Schließlich bezog sich der Begriff »societas civilis« auf Fragen des Zusammenlebens der Einzelnen, der Familien, Geschlechter und Stände, auf das Gemeinwesen jenseits des Nur-Partikularen, auf Gemeinwohl mit dem Ziel des tugendhaften, guten

[Seite 15]

Lebens, auf Öffentlichkeit, auf das Allgemeine, auf — im emphatischen Sinn — Politik.

Anmerkungen

Die Quelle wird unmittelbar zuvor genannt. Da ein Bezug auf diese gegeben zu sein scheint ("Der Begriff bezieht sich dabei [...]") und nur acht aufeinanderfolgende Wörter übernommen werden, konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Direkt im Anschluss übernimmt die Verf.in ohne Kenntlichmachung aus einer englischsprachigen Quelle, siehe Fragment 036 13.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[14.] Dcl/Fragment 040 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:23 (Stratumlucidum)
Erstellt: 15. September 2018, 12:55 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kocka 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-4
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 24, Zeilen: 8 ff.
Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass Zivilgesellschaft, um zu gedeihen, demokratische rechtsstaatliche Institutionen benötigt, die Menschen- und Bürgerrechte schützen und Partizipation erlauben und fördern (Keane 1988; 1998; Kocka 2000).

Keane, John, 1988: Democracy and Civil Society: [sic] On the Predicament [sic] of European Socialism, the Prospects for Democracy [sic] and the Problem of Controlling Social and Political Power. London / New York: University of Westminster Press. [sic]

Keane, John, 1998: Civil Society: [sic] Old Images, New Visions. Cambridge: Polity Press.

Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Um sich entfalten, erhalten und weiterentwickeln zu können, benötigt die Zivilgesellschaft politische Institutionen, die – in der einen oder anderen Weise — die Menschen- und Bürgerrechte schützen, Kriterien des Rechts- und Verfassungsstaats erfüllen, demokratische Partizipation erlauben, Grundsatzfragen entscheiden, Rahmenbedingungen setzen sowie schützend, fördernd und schlichtend eingreifen.

[Keane, John (1988a), Democracy and Civil Society: [sic] On the Predicament [sic] of European Socialism, the Prospects for Democracy [sic] and the Problem of Controlling Social and Political Power, London/New York.]

[ders. (1998), Civil Society: [sic] Old Images, New Visions, Cambridge.]

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt. Auffällig ist dennoch, dass hier allein Kocka (2000) wiedergegeben wird und dieselben beiden Titel von Keane in dessen Literaturverzeichnis aufgeführt sind.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • bei Keane (1988) On the Predicaments of European Socialism, the Prospects for Democracy, and the Problem of Controlling Social and Political Power der Untertitel des Werkes ist – vgl. [35] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zusätzlich wird der Untertitel sowohl in der Quelle als auch von der Verf.in mit einem fehlenden Plural-s und einem fehlenden Komma wiedergegeben. Außerdem erschien das Werk nicht, wie von der Verf.in fehlerhaft ergänzt, bei University of Westminster Press, sondern bei Verso; und
  • bei Keane (1998) Old Images, New Visions der Untertitel des Werkes ist – vgl. [36] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Hier gibt die Verf.in den korrekten Verlagsnamen an.

Keane (1988) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal auf S. 38 in einem Plagiatskontext erwähnt, siehe Fragment 038 01; Keane (1998) – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal an anderer Stelle auf derselben Seite, wo in analoger Weise verfahren wird, siehe Fragment 038 28 (keine Wertung).

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[15.] Dcl/Fragment 038 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:24 (Stratumlucidum)
Erstellt: 15. September 2018, 14:25 [[Benutzer:|]]
Dcl, Finke Knodt 2005, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 28-31
Quelle: Finke Knodt 2005
Seite(n): 25, Zeilen: 22 ff.
Hierbei wird herausgestellt, dass die Zivilgesellschaft und die aus ihr hervorgehenden Akteure eine Funktion für die Legitimation der Politik übernehmen können (Keane 1998; Ahtisaari 1999; Bukow-Ottersbach [sic] 1999; Salomon [sic] u.a. 1999, Trentmann 2000; Barber 2000; Knodt/Finke 2005).

Ahtisaari, Martti, 1999: Democracy and Civil Society in the Europe of the Future. In: Adult Education and Development. S. 33 - 42 [sic].

Barber, Benjamin R., 2000: Civil Society und Neue Bürgergesellschaft. In: Politische Studien 51, 2000: S. 13 - 20 [sic].

Bukow, Wolf-Dietrich / Ottersbach, Markus (Hrsg.), 1999: Die Zivilgesellschaft in der Zerreißprobe. Wie reagieren Gesellschaft und Wissenschaft auf die postmoderne Herausforderung? Opladen: Leske & Budrich.

Keane, John, 1998: Civil Society: [sic] Old Images, New Visions. Cambridge: Polity Press.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Salamon, Lester M. u.a. (Hrsg.) [sic], 1999: Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector. Baltimore: Johns Hopkins Center for Civil Society Studies.

Trentmann, Frank (Hrsg.), 2000: Paradoxes of Civil Society. New Perspectives on Modern German and British History. New York / Oxford: Berghahn Books.

In den meisten Beiträgen klingt an, dass „die Zivilgesellschaft“ und die aus ihr hervorgehenden organisierten Akteure eine Funktion für die Legitimation der europäischen Politik übernehmen können.
Anmerkungen

Wenn man zugunsten der Verf.in unterstellt, dass mit "Knodt/Finke 2005" eigentlich Finke / Knodt (2005) gemeint sind (siehe dortige Anmerkung), wird die Quelle genannt.

Auffällig ist jedoch, dass für diesen kurzen Satz noch sechs andere Titel referenziert werden, obwohl anscheinend der gesamte Inhalt aus Finke / Knodt (2005) bezogen wird. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass sich die besagten Titel – also alle bis auf "Knodt/Finke 2005" – auch im Literaturverzeichnis der Quelle Kocka (2000) finden, siehe Fragment 038 28a (keine Wertung).

Bzgl. der bibliografischen Angaben lässt sich festhalten:

  • Der kurze Aufsatz von Ahtisaari (1999) nimmt abweichend von den Angaben von Kocka und der Verf.in lediglich S. 33-40 ein, nicht S. 33-42.
  • Analog nimmt derjenige von Barber (2000) lediglich S. 13-18 ein, nicht S. 13-20.
  • Bei Keane (1998) ist Old Images, New Visions der Untertitel des Werkes – vgl. [37] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird.
  • Das Werk Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector scheint keinen Herausgeber zu haben.

Von diesen Titeln werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – Ahtisaari, Barber, Bukow / Ottersbach (1999) und Trentmann (2000) in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt, Keane (1998) – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal auf S. 40, wo auf analoge Weise verfahren wird, siehe Fragment 040 01 (keine Wertung).

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[16.] Dcl/Fragment 038 28a - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:25 (Stratumlucidum)
Erstellt: 15. September 2018, 15:22 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kocka 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 28-31
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Hierbei wird herausgestellt, dass die Zivilgesellschaft und die aus ihr hervorgehenden Akteure eine Funktion für die Legitimation der Politik übernehmen können (Keane 1998; Ahtisaari 1999; Bukow-Ottersbach [sic] 1999; Salomon [sic] u.a. 1999, Trentmann 2000; Barber 2000; Knodt/Finke 2005).

Ahtisaari, Martti, 1999: Democracy and Civil Society in the Europe of the Future. In: Adult Education and Development. S. 33 - 42 [sic].

Barber, Benjamin R., 2000: Civil Society und Neue Bürgergesellschaft. In: Politische Studien 51, 2000: S. 13 - 20 [sic].

Bukow, Wolf-Dietrich / Ottersbach, Markus (Hrsg.), 1999: Die Zivilgesellschaft in der Zerreißprobe. Wie reagieren Gesellschaft und Wissenschaft auf die postmoderne Herausforderung? Opladen: Leske & Budrich.

Keane, John, 1998: Civil Society: [sic] Old Images, New Visions. Cambridge: Polity Press.

Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.), 2005: Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Salamon, Lester M. u.a. (Hrsg.) [sic], 1999: Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector. Baltimore: Johns Hopkins Center for Civil Society Studies.

Trentmann, Frank (Hrsg.), 2000: Paradoxes of Civil Society. New Perspectives on Modern German and British History. New York / Oxford: Berghahn Books.

 

Ahtisaari, Martti (1999), »Democracy and Civil Society in the Europe of the Future«, Adult Education and Development, S. 33-42 [sic].

Barber, Benjamin R. (2000), »Civil Society und Neue Bürgergesellschaft«, Politische Studien 51, 2000, S. 13-20 [sic].

Bukow, Wolf-Dietrich/Ottersbach, Markus (Hg.) (1999), Die Zivilgesellschaft in der Zerreißprobe. Wie reagieren Gesellschaft und Wissenschaft auf die postmoderne Herausforderung?, Opladen.

[Keane, John (1988a), Democracy and Civil Society: On the Predicament of European Socialism, the Prospects for Democracy and the Problem of Controlling Social and Political Power, London/New York.]

ders. (1998), Civil Society: [sic] Old Images, New Visions, Cambridge.

Salamon, Lester M. u. a. (Hg.) [sic] (1999), Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector, Baltimore.

Trentmann, Frank (Hg.) (2000), Paradoxes of Civil Society. New Perspectives on Modern German and British History, New York. [sic]

Anmerkungen

Ergänzungsfragment zu Fragment 038 28 (keine Wertung).

6 von 7 Literaturreferenzen für den kurzen Satz sind anscheinend dem Literaturverzeichnis von Kocka (2000) entnommen, wobei bei den Monografien die jeweiligen Verlagsnamen ergänzt wurden. (Für eine derartige bibliografische Auswertung der Quelle an dieser Stelle spräche auch der Umstand ihrer weiteren Rezeption auf den umgebenden Seiten 35 bis 40.)

Zu den bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der kurze Aufsatz von Ahtisaari (1999) abweichend von den Angaben der Quelle und der Verf.in lediglich S. 33-40 einnimmt, nicht S. 33-42;
  • analog derjenige von Barber (2000) lediglich S. 13-18 einnimmt, nicht S. 13-20;
  • bei Keane (1998) Old Images, New Visions der Untertitel des Werkes ist – vgl. [38] – und daher der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird; und
  • in der Titelei von Global Civil Society. Dimensions of the Nonprofit Sector lediglich Mimi Bilzor und Regina List als "Production editors" verzeichnet sind, vgl. [39]. Einen oder mehrere Herausgeber im eigentlichen Sinne scheint das Werk nicht zu haben.
Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[17.] Dcl/Fragment 045 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:27 (Stratumlucidum)
Erstellt: 16. September 2018, 06:41 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kersting 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 11-14
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 20, Zeilen: 3 ff.
Mit politischer Beteiligung sind in diesem Zusammenhang alle freiwilligen Aktivitäten oder Verhaltensweisen privater Bürger oder Organisationen gemeint, die mehr oder weniger direkt darauf abzielen, Regierungshandeln auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems zu beeinflussen (Verba / Nie u.a. [sic] 1978; Kaase 1995).

Kaase, Max, 1995: Partizipation, In: Nohlen, Dieter (Hrsg.): Wörterbuch Staat und Politik. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. S. 521 - 527.

Verba, Sidney / Nie, Norman H. et al., [sic] 1978: Participation and Political Equality. A seven nation [sic] comparison. Cambridge. Cambridge University Press.

Hier wird politische Beteiligung eng definiert und nur „politische“ Partizipation an Entscheidungsfindungsprozessen analysiert (s. Abgrenzung zur Selbsthilfe als Beteiligung an der Politikimplementation). Partizipation umfasst demnach „Alle Tätigkeiten (...) die Bürger freiwillig mit dem Ziel unternehmen auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems zu beeinflussen“ [sic] (Kaase 1995: 521)

Kaase, Max: Partizipation, in: Nohlen, Dieter (Hg.) Wörterbuch Staat und Politik. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. 1995: 521-527

[Verba, Sidney/Nie, Norman et al.: [sic] Participation and Political Equality. A Seven Nation [sic] Comparison. Cambridge. 1978]

Anmerkungen

Möglicherweise diente hier Kersting (2008) als eigentliche Quelle, in dessen Literaturverzeichnis auch "Verba, Sidney/Nie, Norman et al." (1978) aufgeführt werden.

Im Original lautet das Zitat bei Kaase (1995) auf S. 521:

"I. Unter Partizipation (P.) werden in demokratisch verfaßten Ländern i. d. R. alle Tätigkeiten verstanden, die Bürger freiwillig mit dem Ziel unternehmen, Entscheidungen auf den verschiedenen Ebenen des ↗ Politischen Systems zu beeinflussen (Nie/Verba 1975:1; von Alemann 1975: 41–42; Barnes/Kaase u. a. 1979: 42)."

Da neben Verba und Nie mit Kim nur ein anderer Autor Participation and Political Equality. A seven-nation comparison verfasst hat, ist auch die Autorenangabe "Verba / Nie u.a." bzw. "Verba, Sidney / Nie, Norman H. et al." bei der Verf.in sowie "Verba, Sidney/Nie, Norman et al." bei Kersting fehlerhaft. Gleiches gilt für die Schreibung des Untertitels. [40]

Bei Kaase wird dieser Titel im Literaturverzeichnis korrekt als "Verba, S./Nie, N.H./Kim, J. 1978: Participation and Political Equality. A Seven-Nation Comparison, Cambridge." aufgeführt.

Mit Ausnahme von von der Verf.in hinzugefügten Füllwörtern ("oder Verhaltensweisen privater [...] oder Organisationen [...] mehr oder weniger direkt") und einer nicht ganz passenden Ergänzung ("Regierungshandeln") des fehlerhaften Zitats scheint selbige hier nur Inhalte aus Kersting (2008) wiederzugegeben – auch wenn bei Kaase auf S. 521 f. zwischen direkter und indirekter Partizipation unterschieden wird, was aber nicht identisch mit "mehr oder weniger direkt[en]" Aktivitäten oder Verhaltensweisen ist.

Kaase (1995) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle angeführt, "Verba / Nie u.a. 1978" im Haupttext lediglich hier – auf S. 68 ist von "Verba und Nie (1978)" die Rede (siehe Fragment 068 01 (keine Wertung)) und auf S. 76 von "Verba / Nie 1978" (da sich im Literaturverzeichnis nur ein 1972 erschienener Titel von Verba und Nie findet, ist in diesen drei Fällen aber vermutlich Verba / Nie / Kim (1978) gemeint).

Insofern stellen sich die Fragen, ob

  • der Wörterbuchartikel von Kaase tatsächlich von der Verf.in rezipiert wurde und
  • die Referenzierung von "Verba / Nie u.a. 1978" hier sachlich gerechtfertigt ist.
Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[18.] Dcl/Fragment 051 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:27 (Stratumlucidum)
Erstellt: 17. September 2018, 19:34 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kersting 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 9-17
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 23, 24, Zeilen: 23: 4 ff., Tab. 3; 24: 1 ff.
Eine wegweisende Typologie für die Partizipationsforschung ist die inhaltliche Unterscheidung in konventionelle Formen der Partizipation im repräsentativen demokratischen System, wie die institutionalisierte Beteiligung an politischen Wahlen und Wahlkämpfen sowie die Arbeit in Parteien, und in unkonventionelle Arten von Beteiligung, wie die Teilnahme an öffentlichen Debatten, Demonstrationen und Protestaktionen, die Mitgliedschaft in zivilgesellschaftlichen Organisationen, politisch-ethischer Konsum, illegale oder gewalttätige Partizipation, Blockaden, aktive Informationsrecherche oder die Teilnahme an politischen Bewegungen (Barnes / Kaase 1979; Kaase / Marsh 1979; Uehlinger 1988; Kaase 1997).

Barnes, Samuel H. / Kaase, Max u.a., 1979: Political Action. Mass Participation in Five Western Democracies. Beverly Hills und London: Sage.

Kaase, Max, 1997: Vergleichende Partizipationsforschung. [sic] In: Berg-Schlosser, Dirk / Müller-Rommel, Ferdinand (Hrsg.): Vergleichende Politikwissenschaft. Ein einführendes Handbuch. Opladen: Leske+Budrich, S.159 - 174.

Kaase, Max / Marsh, Alan, 1979: Political Action. [sic] In: Barnes, Samuel H. / Kaase, Max u.a., 1979: Political Action. Mass Participation in Five Western Democracies. Beverly Hills und London: Sage, S. 27 - 56.

Uehlinger, Hans-Martin, 1988: Politische Partizipation in der Bundesrepublik. Strukturen und Erklärungsmodelle. Opladen: Westdeutscher Verlag.

[Seite 23]

konventionell – unkonventionell

Barnes, Kaase et al. (1979) entwickelten eine Typologie [sic] die lange Jahre wegweisend für die Partizipationsforschung war. Sie unterscheiden zwischen konventionellen und unkonventionellen Partizipationsformen. Zu den konventionellen Formen zählen in erster Linie das Wahlverhalten bei nationalen und lokalen Wahlen, wahlkampfbezogene Aktivitäten, die Organisierung in überregionalen intermediären Gruppen wie Gewerkschaften, Parteien, Verbänden etc. und persönliche Kontakte zu Politikern (vgl. dazu Nohlen 1990). Kaase und Marsh (1979) sehen in konventionellen Formen „... those acts of political involvement directly or indirectly related to the electoral process“ (84).

Dcl 051 source.png

[Seite 24]

Unkonventionelle Formen der Partizipation sind vor allem Formen des politischen Protestes (Barnes/Kaase u.a. 1979) wie z.B. Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen von Verwaltungsgebäuden, Unterschriftensammlungen etc. bilden einen weiteren Indikator für das politische Engagement der Zielgruppen. [sic] Unkonventionelle Partizipation ist demnach „.....behavior that does not correspond to the norms of law and customs that regulate participation under a particular regime.“ (Kaase/Marsh 1979: 41)


Barnes, Samuel H./Kaase, Max u.a.: Political action. Beverly Hills: Sage. 1979

Kaase, Max und Marsh, A.: Political Action. [sic] In: Barnes, S.H./Kaase, M. et al. 1979: Political Action: 27-56. Beverly Hills

Nohlen, Dieter: Wahlrecht und Parteiensystem. Opladen. 1990.

Uehlinger, Hans-Martin: Politische Partizipation in der Bundesrepublik. Strukturen und Erklärungsmodelle. Opladen; Westdeutscher Verlag. 1988

Anmerkungen

Bis auf die Punkte "Mitgliedschaft in zivilgesellschaftlichen Organisationen", "politisch-ethischer Konsum", "aktive Informationsrecherche" und "Teilnahme an politischen Bewegungen" stammen die Inhalte und bis auf Kaase (1997) auch die Referenzen aus Kersting (2008).

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • die Abhandlung von Kaase (1997) im Original Vergleichende Politische Partizipationsforschung betitelt ist und
  • bei dem Beitrag von Kaase / Marsh (1979), der – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle erwähnt wird, sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in dessen Untertitel A Theoretical Perspective fehlt, vgl. [41].

Da der längere Satz jedoch auch um einige Punkte, die von der Verf.in selbst zu stammen scheinen, ergänzt wird (s. o.), wird das Fragment konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[19.] Dcl/Fragment 062 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:32 (Stratumlucidum)
Erstellt: 18. September 2018, 08:08 [[Benutzer:|]]
Buchstein 2006, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 21-27
Quelle: Buchstein 2006
Seite(n): 55, Zeilen: 21 ff.
Darüber hinaus wird in der Politikwissenschaft bezogen auf die Wirkungsweise von plebiszitären und direkten Demokratiepraktiken herausgestellt, dass direktdemokratische Verfahren zwar in bestimmten institutionellen Kontexten Problem lösende Effekte zeigen, es aber gleichzeitig Tendenzen eines zurückgehenden Interesses an politischer Partizipation und eines stärkeren Interesses an den Leistungen, also dem Output, demokratisch legitimierter Institutionen gibt (Giesen 1999; Kohler-Koch 1999; [sic] Gerhards 2000; Schmidt 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Buchstein 2004).

Buchstein, Hubertus, 2004: Demokratie, in: Göhler, Gerhard / Iser, Mattias, Kerner, Ina (Hrsg.): Politische Theorie. 22 umkämpfte Begriffe zur Einführung. Lehrbuch, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

Während noch in den siebziger und achtziger Jahren eine ideologisch aufgeladene Diskussion über die Vor- und Nachteile intensiver politischer Partizipation geführt wurde,9 ist diese Diskussion im Zuge der empirischen Auswertung von plebiszitären und direkten Demokratiepraktiken in verschiedenen westlichen Demokratien merklich abgekühlt. [...] Stattdessen deuten die Befunde darauf hin, dass direktdemokratische Verfahren zwar in bestimmten institutionellen Kontexten durchaus problemlösende Effekte zeitigen, aber auch zu einem Instrument eines antistaatlichen Populismus werden können. Als Reaktion auf die komplexen empirischen Befunde lässt sich in der heutigen normativen Demokratie ein zurückgehendes Interesse an der Handlungsdimension von Politik und ihren Partizipationsformen beobachten. Stattdessen gilt das Interesse primär den Institutionen der Demokratie und ihrer Leistung (Buchstein 1996).

9 Vgl. als Übersicht die Beiträge in Wichard (1983).


Buchstein, Hubertus (1996): Die Zumutungen der Demokratie. In: Offe, Claus/von Beyme, Klaus (Hg.): Politische Theorien in der Ära der Transformation. Opladen: Westdeutscher Verlag. 295-324.

Wichard, Rudolf (1983): Demokratie und Demokratisierung. Texte zum Verständnis der modernen Demokratiediskussion. Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Anmerkungen

Auffällig ist, dass anscheinend der gesamte Inhalt aus Buchstein (2004) bezogen wird und dennoch fünf weitere Referenzen genannt werden.

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • ein Titel "Kohler-Koch 1999", der im Haupttext der untersuchten Arbeit insgesamt sechs Mal erwähnt wird – außer an dieser Stelle noch auf den Seiten 33, 48, 65, 67 und 76 –, sich in deren Literaturverzeichnis nicht findet, und
  • Schmidt (2000) in Opladen und nicht in Bremen verlegt wurde. [42]
Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[20.] Dcl/Fragment 064 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:33 (Stratumlucidum)
Erstellt: 18. September 2018, 15:16 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kersting 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 16-18
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 12, Zeilen: 28 ff.
Hierbei spielen Fragen der Inklusion, der Repräsentation von Interessen und der Lernchancen von Beteiligung im europäischen Kontext eine Rolle (Dahl 1971; Bühlmann / Kriesi 2007; Kersting 2008).

Bühlmann, Marc / Kriesi, Hanspeter, 2007: Political Participation Quantity versus Quality NCCR Democracy. [sic] University of Zurich.

Dahl, Robert A., 1971: Polyarchy. Participation and Opposition. New Haven, London: Yale University Press.

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Analysiert werden z.B. Fragen der Inklusion, der Repräsentation von Interessen, der Organisation von Interessenvertretung, der Lernchancen und ihre Begrenzungen, der Hervorbringung von Wissenstypen und -arten, der symbolischen Ausgestaltung der performativen Praxis der Verfahren etc.

[Bühlmann, Marc/Kriesi, Hanspeter: Political Participation Quantity versus Quality NCCR Democracy University of Zurich. [sic] 2007

Dahl, Robert A.: Polyarchy. Participation and Opposition. New Haven, London: Yale University Press. 1971]

Anmerkungen

Außer Kersting (2008) werden noch zwei englischsprachige Titel genannt, in denen sich die wörtlichen Übereinstimmungen in derselben sprachlichen Form nicht finden können; im Wesentlichen scheint hier nur Kersting wiedergegeben zu werden.

Da bei Bühlmann / Kriesi (2007) der Titel der Abhandlung in dieser Form nicht richtig sein kann und er sich in ähnlicher Schreibweise auch im Literaturverzeichnis der Quelle findet – ebenso wie Dahl (1971) –, liegt insbsd. hier der Verdacht nahe, dass die Verf.in sie nicht rezipiert hat. Es handelt sich wohl um dieses, vermutlich am (ehemaligen) National Center of Competence in Research (NCCR) Democracy der Universität Zürich entstandene Paper:

Political Participation. Quantity versus Quality. Submitted to European Journal of Political Research.
       Accepted for revision (together with Hanspeter Kriesi). [43]

Bühlmann / Kriesi werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen von deren Literaturverzeichnis – nur noch einmal in einem Plagiatskontext angeführt, siehe Fragment 046 02.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[21.] Dcl/Fragment 030 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:33 (Stratumlucidum)
Erstellt: 19. September 2018, 15:26 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, Kaelble 2000, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 1-5
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 266, Zeilen: 10 ff.
Eine vitale europäische Zivilgesellschaft, die dauerhaft nicht nur seitens der europäischen Institutionen von oben vorangetrieben wird, sondern sich aus sich selbst heraus entwickelt und ihre Interessen geltend macht, gilt als wichtige Voraussetzung für die weitere Demokratisierung der Europäischen Union (Platzer 1984; Stöckl 1986; Pedler / van Schendelen 1994; Greenwood 1997; Wallace / Young 1997).

Greenwood, Justin, 1997: Representing Interests in the European Union. Basingstoke: [sic] Palgrave. [sic]

Pedler, Robin H. / van Schendelen, Rinus (Hrsg.), 1994: Lobbying in [sic] the European Union. Aldershot: Avebury. [sic]

Platzer, Hans-Wolfgang, 1985: [sic] Unternehmensverbände in der EG. Ihre internationale und transnationale Organisation und Politik. In: [sic] Schriftenreihe Europa-Forschung, 9.

Stöckl, Ingrid, 1986: Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeit [sic] zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft. In: [sic] Schriftenreihe Europa-Forschung, 11.

Wallace, Helen / Young, Alasdair R. (Hrsg.), 1997: Participation and Policy-making in the European Union. Oxford: Oxford University Press. [sic]

Dieser neue Aufbruch der europäischen Zivilgesellschaft seit den 1980er Jahren, teilweise schon seit den 1970er Jahren, entstand nicht nur unter den Interessengruppen, die Einfluß auf die Politik der Europäischen Union nahmen, sondern auch in zahlreichen Netzwerken mit anderen europäischen Zielsetzungen. Diese Zivilgesellschaft war eine wichtige Voraussetzung für eine weitere Demokratisierung der Europäischen Union, die auf die Dauer nicht nur von oben veranstaltet werden konnte (Greilsamer [sic] 1975; Platzer 1984; Stöckl 1986; Loughlin 1986; Pedler/ van Schendelen 1994; Meyer-Kalkus 1994; Lager 1995; Greenwood 1997; Wallace/ Young 1997; Kirsch 1998).

Greenwood, Justin (1997), Representing Interests in the European Union, Basingstoke. [sic]

Greilsammer, Alain/Marc, Aleaxandre [sic] /Elazar, Daniel J. (1975), Les mouvements fédéralistes en France de 1945 à 1974, Paris

Kirsch, Martin (1998), »Entwicklung der Erfahrungsräume von Europäern im Bereich des höheren Bildungswesens seit 1918«, in: Kaelble, Hartmut/Schriewer, Jürgen (Hg.), Gesellschaften im Vergleich. Forschungen aus Sozial- und Geschichtswissenschaften, Bern, S. 391-429.

Lager, Carole (1995), L’Europe en quête de ses symboles, Bern/Berlin.

Loughlin, John (1986), »Federalist and regionalist movements in France«, in: Burgess, Michael (Hg.), Federalism and Federation in Western Europe, London, S. 76-89.

Meyer-Kalkus, Reinhart (1994), Die akademische Mobilität zwischen Frankreich und Deutschland (1925-1992), Bonn: DAAD (DAAD-Forum, 16).

Pedler, Robin H./van Schendelen, M.P.C.M. (Hg.) (1994), Lobbying in [sic] the European Union, Aldershot.

Platzer, Hans-Wolfgang (1985), [sic] Unternehmensverbände in der EG. Ihre internationale und transnationale Organisation und Politik, Kehl/Straßburg (Europa-Forschung, 9).

Stöckl, Ingrid (1986), Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeit [sic] zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft, Kehl [sic] (Europa-Forschung, 11).

Wallace, Helen/Young Alasdair R. (Hg.) (1997), Participation and Policy-making in the European Union, Oxford.

Anmerkungen

Neben wörtlichen Übereinstimmungen finden sich auch alle von der Verf.in verwendeten Referenzen bei Kaelble (2000).

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass

  • eine europäische Ausgabe von Greenwood (1997) bei Macmillan Press in Basingstoke (Hampshire) und London sowie eine amerikanische bei St. Martin's Press in New York erschienen ist, siehe [44]. Wenn man voraussetzt, dass die Verf.in die europäische referenzieren wollte, ist der Verlag falsch angegeben und es fehlt – analog zur Quelle – ein Verlagsort,
  • der Titel von Pedler / van Schendelen (1994) Lobbying the European Union. Companies, Trade Associations and Issue Groups lautet und in Aldershot (u. a.) bei Dartmouth erschienen ist [45],
  • das Werk von Platzer 1984 und nicht 1985 erschienen ist [46], die Verf.in entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus keinen Ort und Verlag nennt und dieser Titel nicht "in", sondern als Bd. 9 der Schriftenreihe Europa-Forschung erschienen ist. – Besonders fällt auf, dass sowohl in der Quelle als auch in der untersuchten Arbeit im Haupttext das richtige und im Literaturverzeichnis das falsche Erscheinungsjahr angegeben wird,
  • der Titel von Stöckl (1986) Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeiten zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft lautet [47], die Verf.in entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus keinen Ort und Verlag nennt und dieser Titel nicht "in", sondern als Bd. 11 der Schriftenreihe Europa-Forschung erschienen ist, und
  • Wallace / Young (1997) bei Clarendon Press erschienen ist [48].

Dieselben Referenzen werden auch in Fragment 072 09 (keine Wertung) verwendet.

Jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis wird bzw. werden

  • Greenwood (1997) in der untersuchten Arbeit sonst nur noch an zwei Stellen erwähnt, an denen ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt, siehe Fragment 030 09 und das bereits o. g. Fragment 072 09;
  • Pedler / van Schendelen, Platzer und Stöckl nur in der in Fragment 072 09 wiedergegebenen Passage; und
  • Wallace / Young nur an denselben Stellen wie Greenwood (1997) sowie an einer weiteren, an der dieser Titel anscheinend aus der Quelle Wallace (2003) als Referenz übernommen wurde, siehe Fragment 100 26.

An dieses Fragment schließt im nächsten Absatz mit Fragment 030 06 (ebenfalls keine Wertung) eines aus derselben Quelle an; aus Gründen der Übersichtlichkeit werden beide jedoch separat dargestellt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[22.] Dcl/Fragment 072 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:49 (Stratumlucidum)
Erstellt: 19. September 2018, 16:39 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kersting 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: 9-13
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 36, Zeilen: 2 ff.
Die Vermittlung eines Gemeinsamkeitsgefühls und von Vertrauen führen zu Motivation und politischem Interesse, die als zentrale Voraussetzungen für das Gelingen von Beteiligung und demokratischer Legitimation gelten (Platzer 1984; [sic] Stöckl 1986; Pedler / van Schendelen 1994; Greenwood 1997; Wallace / Young 1997; Kersting 2008).

Greenwood, Justin, 1997: Representing Interests in the European Union. Basingstoke: [sic] Palgrave. [sic]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Pedler, Robin H. / van Schendelen, Rinus (Hrsg.), 1994: Lobbying in [sic] the European Union. Aldershot: Avebury. [sic]

Platzer, Hans-Wolfgang, 1985: [sic] Unternehmensverbände in der EG. Ihre internationale und transnationale Organisation und Politik. In: [sic] Schriftenreihe Europa-Forschung, 9.

Stöckl, Ingrid, 1986: Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeit [sic] zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft. In: [sic] Schriftenreihe Europa-Forschung, 11.

Wallace, Helen / Young, Alasdair R. (Hrsg.), 1997: Participation and Policy-making in the European Union. Oxford: Oxford University Press. [sic]

Wie werden Kooperationen und Netzwerke gebildet die [sic] zukünftige Beteiligungsprozesse erleichtern? Letztendlich sind die Motivation und das politische Interesse der Beteiligten zentrale Voraussetzungen für das Gelingen der Beteiligung.
Anmerkungen

Auffällig ist, dass bei diesem kürzeren Satz vorwiegend Inhalte aus Kersting (2008) wiedergegeben, aber noch fünf weitere Referenzen genannt werden. Letztere werden alle auch in Fragment 030 01 (keine Wertung) verwendet und anscheinend aus der Quelle Kaelble (2000) übernommen (siehe ebd.).

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass

  • eine europäische Ausgabe von Greenwood (1997) bei Macmillan Press in Basingstoke (Hampshire) und London sowie eine amerikanische bei St. Martin's Press in New York erschienen ist, siehe [49]. Wenn man voraussetzt, dass die Verf.in die europäische referenzieren wollte, ist der Verlag falsch angegeben und es fehlt – analog zu Kaelble – ein Verlagsort,
  • der Titel von Pedler / van Schendelen (1994) Lobbying the European Union. Companies, Trade Associations and Issue Groups lautet und in Aldershot (u. a.) bei Dartmouth erschienen ist [50],
  • das Werk von Platzer 1984 und nicht 1985 erschienen ist [51], die Verf.in entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus keinen Ort und Verlag nennt und dieser Titel nicht "in", sondern als Bd. 9 der Schriftenreihe Europa-Forschung erschienen ist. – Besonders fällt hierbei auf, dass sowohl bei Kaelble als auch in der untersuchten Arbeit im Haupttext das richtige und im Literaturverzeichnis das falsche Erscheinungsjahr angegeben wird,
  • der Titel von Stöckl (1986) Gewerkschaftsausschüsse in der EG. Die Entwicklung der transnationalen Organisation und Strategie der europäischen Fachgewerkschaften und ihre Möglichkeiten zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft lautet [52], die Verf.in entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus keinen Ort und Verlag nennt und dieser Titel nicht "in", sondern als Bd. 11 der Schriftenreihe Europa-Forschung erschienen ist, und
  • Wallace / Young (1997) bei Clarendon Press erschienen ist [53].

Jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis wird

  • Greenwood (1997) in der untersuchten Arbeit sonst nur noch an zwei Stellen auf S. 30 erwähnt, an denen ebenfalls ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt, siehe das bereits o. g. Fragment 030 01 und Fragment 030 09;
  • Pedler / van Schendelen, Platzer und Stöckl nur in der in Fragment 030 01 wiedergegebenen Passage; und
  • Wallace / Young nur an denselben Stellen wie Greenwood (1997) sowie an einer weiteren, an der dieser Titel anscheinend aus der Quelle Wallace (2003) als Referenz übernommen wurde, siehe Fragment 100 26.
Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[23.] Dcl/Fragment 102 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:50 (Stratumlucidum)
Erstellt: 20. September 2018, 09:31 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung, Wallace 2003

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 1-6
Quelle: Wallace 2003
Seite(n): 282, Zeilen: 8 ff.
Im Rahmen dieser Entwicklung wird von der Etablierung „neuer Formen des Regierens“ ausgegangen, die sich auf europäische Netzwerke stützen, ohne hierarchische Steuerungsformen auskommen und auf einer Beteiligung breiter Kreise wirtschaftlicher, sozialer und politischer gesellschaftlicher oder nicht-staatlicher Akteure bei der Formulierung und Umsetzung verbindlicher Regeln beruhen (Rosenau / Czempiel 1992; Mayntz 1998; Kohler-Koch / Eising [sic] 1999; Wallace 2003; Börzel 2006).

Börzel, Tanja A., 2006: European Governance - nicht neu, aber anders. In: Schuppert, Gunnar Folke (Hrsg.): Governance-Forschung. Vergewisserung über Stand und Entwicklungslinien, Schriften zur Governance Forschung [sic], Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 2. Auflage, S. 72 - 94.

Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate, 1999: Introduction. Network Governance in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Eising, Rainer (Hrsg.): The Transformation of Governance in the European Union. London: [sic] Routledge, S. 3 - 13.

Mayntz, Renate, 1998: New Challenges to Governance Theory. Jean Monnet Chair Paper Series. Florence: European University Institute, Nr. RSC 98 / 50.

Rosenau, James N. / Czempiel, Ernst Otto [sic] (Hrsg.), 1992: Governance without Government: Order and Change in World Politics. Cambrigde: [sic] Cambridge University Press.

Wallace, Helen, 2003: Die Dynamik des EU - Institutionengefüges. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Opladen: Verlag für Sozialwissenschaften, [sic] 2. Auflage, S. 255 - 285.

Innerhalb dieser Entwicklung können wir sowohl Formen des Regierens identifizieren, die sich auf – meist diffus operierende – Netzwerke stützen, als auch solche, die auf einer Beteiligung breiter Kreise wirtschaftlicher, sozialer und politischer Akteure beruhen (Kohler-Koch/Eising 1999).

Kohler-Koch, Beate/Eising, Rainer (Hrsg.) 1999: The Transformation of Governance in the European Union, London. [sic]

Anmerkungen

Der Satz wird aus Ausführungen zweier Quellen zusammengesetzt, siehe Parallelfragment 102 01a (keine Wertung).

Die Quelle wird genannt, jedoch neun aufeinanderfolgende Wörter ohne Kenntlichmachung übernommen. Von den zitierten "'neue[n] Formen des Regierens'" ist in der Quelle Börzel (2006) die Rede.

Die drei englischsprachigen Referenzen der Verf.in werden bei Börzel angeführt. Insofern stellt sich die Frage, ob diese auch von der Verf.in rezipiert worden sind.

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit bei Börzel bzgl. der Schriftenreihe die Angabe, dass es sich um deren Band 1 handelt [54], fehlt;
  • in der untersuchten Arbeit beim Titel "Kohler-Koch / Eising 1999" statt des Sammelbandes an sich – wie bei Wallace (2003) – enger dessen Einleitung – wie bei Börzel – genannt wird. Diese wird auch auf S. 32 – in der korrekten Form als Eising / Kohler-Koch (1999) – in einem Plagiatskontext referenziert, siehe Fragment 032 23. Etwas abweichend von den Angaben von Wallace (sowie Börzel und Trenz (2003)) ist der Sammelband bei Routledge in London und New York erschienen [55];
  • Mayntz (1998) und Rosenau / Czempiel (1992) – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle genannt werden. Die mit diesen beiden Titeln in der Quelle Börzel assoziierten Stichwörter werden bei der Verf.in nicht verwendet. Der Vorname von Czempiel lautet zudem Ernst-Otto [56]; und
  • der 2003 von Jachtenfuchs / Kohler-Koch herausgegebene Sammelband entweder bei Leske + Budrich in Opladen [57] oder im VS Verlag für Sozialwissenschaften in Wiesbaden [58] erschienen ist.
Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[24.] Dcl/Fragment 102 01a - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:52 (Stratumlucidum)
Erstellt: 20. September 2018, 12:45 [[Benutzer:|]]
Börzel 2006, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 1-6
Quelle: Börzel 2006
Seite(n): 78, Zeilen: 1 ff., 18 ff.
Im Rahmen dieser Entwicklung wird von der Etablierung „neuer Formen des Regierens“ ausgegangen, die sich auf europäische Netzwerke stützen, ohne hierarchische Steuerungsformen auskommen und auf einer Beteiligung breiter Kreise wirtschaftlicher, sozialer und politischer gesellschaftlicher oder nicht-staatlicher Akteure bei der Formulierung und Umsetzung verbindlicher Regeln beruhen (Rosenau / Czempiel 1992; Mayntz 1998; Kohler-Koch / Eising [sic] 1999; Wallace 2003; Börzel 2006).

Börzel, Tanja A., 2006: European Governance - nicht neu, aber anders. In: Schuppert, Gunnar Folke (Hrsg.): Governance-Forschung. Vergewisserung über Stand und Entwicklungslinien, Schriften zur Governance Forschung [sic], Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 2. Auflage, S. 72 - 94.

Eising, Rainer / Kohler-Koch, Beate, 1999: Introduction. Network Governance in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Eising, Rainer (Hrsg.): The Transformation of Governance in the European Union. London: [sic] Routledge, S. 3 - 13.

Mayntz, Renate, 1998: New Challenges to Governance Theory. Jean Monnet Chair Paper Series. Florence: European University Institute, Nr. RSC 98 / 50.

Rosenau, James N. / Czempiel, Ernst Otto [sic] (Hrsg.), 1992: Governance without Government: Order and Change in World Politics. Cambrigde: [sic] Cambridge University Press.

Wallace, Helen, 2003: Die Dynamik des EU - Institutionengefüges. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Opladen: Verlag für Sozialwissenschaften, [sic] 2. Auflage, S. 255 - 285.

In den letzten Jahren hat sich die Governance-Forschung verstärkt mit einer bestimmten Form des Regierens beschäftigt, die ohne hierarchische Steuerungsformen auskommt und auf der Kooperation öffentlicher und privater Akteure in formalisierten Verhandlungssystemen oder informellen Netzwerken beruht. Diese Form des Governance without Government (Rosenau und Czempiel 1992) hat die Attribute »kooperativ« (Mayntz 1998), »modern« (Kooiman 1993), »interaktiv« (Kohler-Koch 1997) oder einfach »neu« (z.B. Héritier 2003; vgl. auch das vom EHI koordinierte integrierte Projekt »New Modes of Governance in Europe«) erhalten. Diese »neuen Formen des Regierens« (new modes of governance) zeichnen sich erstens dadurch aus, dass nicht-staatliche Akteure direkt in die Formulierung und Umsetzung verbindlicher Regeln einbezogen werden. [...] Damit wird der Governance-Begriff auf Netzwerke und Verhandlungssysteme zwischen öffentlichen und privaten Akteuren verengt, weshalb häufig auch von network governance gesprochen wird (Rhodes 1997; Eising und Kohler-Koch 1999).

Eising, Rainer, und Beate Kohler-Koch 1999. Introduction. Network Governance in the European Union. In [sic] The Transformation of Governance in the European Union, hrsg. von Beate Kohler-Koch und Rainer Eising, London, [sic] 3-13.

Héritier, Adrienne 2003. New Modes of Governance in Europe: Increasing Political Capacity and Policy Effectiveness? In [sic] The State of the European Union [sic] Vol. 6. Law, Politics, and Society, hrsg. von Tanja A. Börzel und Rachel Cichowski, Oxford, 105-126.

Kohler-Koch, Beate 1997. Interactive Governance: Regions in the Network of European Politics. paper [sic] presented at the European Community Studies Association, Seattle, 28 May – 1 June 1997, Universität Mannheim.

Kooiman, Jan, (Hrsg.) 1993. Modern Governance. New Government-Society Interactions, London.

Mayntz, Renate 1998. New Challenges to Governance Theory. Jean Monnet Chair Paper Series [sic] European University Institute, Florence: Nr. RSC 98/50.

Rhodes, R.A.W. 1997. Understanding Governance. Policy Networks, Governance, Reflexivity and Accountability, Buckingham and Philadelphia.

Rosenau, James N., und Ernst-Otto Czempiel, (Hrsg.) 1992. Governance Without Government: Order and Change in World Politics, Cambridge.

Anmerkungen

Der Satz wird aus Ausführungen zweier Quellen zusammengesetzt, siehe Parallelfragment 102 01 (keine Wertung).

3 von 5 Literaturreferenzen für den Satz sind anscheinend dem Aufsatz von Börzel (2006) entnommen. Insofern stellt sich die Frage, ob diese von der Verf.in auch rezipiert worden sind.

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit bei Börzel bzgl. der Schriftenreihe die Angabe, dass es sich um deren Band 1 handelt [59], fehlt;
  • der Titel "Kohler-Koch / Eising 1999" – in der korrekten Form als Eising / Kohler-Koch (1999) – auch auf S. 32 in einem Plagiatskontext referenziert wird, siehe Fragment 032 23. Etwas abweichend von den Angaben von Börzel ist der Sammelband bei Routledge in London und New York erschienen [60];
  • Mayntz (1998) und Rosenau / Czempiel (1992) – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle genannt werden. Die mit diesen beiden Titeln in der Quelle assoziierten Stichwörter werden bei der Verf.in nicht verwendet. Der Vorname von Czempiel lautet zudem Ernst-Otto [61]; und
  • der 2003 von Jachtenfuchs / Kohler-Koch herausgegebene Sammelband entweder bei Leske + Budrich in Opladen [62] oder im VS Verlag für Sozialwissenschaften in Wiesbaden [63] erschienen ist.
Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[25.] Dcl/Fragment 024 29 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:52 (Stratumlucidum)
Erstellt: 23. September 2018, 09:11 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, Kaelble 2000, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 29-32
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 250, Zeilen: 13 f., 23 ff.
Nationale Identitäten, nationale Öffentlichkeiten und die Macht nationaler Regierungen blieben vorrangig und die Demokratie in Europa war davon abhängig, wie sich die nationalen Demokratien einschließlich ihrer Zivilgesellschaften entwickelten (Kaelble 2000; Kielmansegg 2003).

Kaelble, Hartmut, 2000: Demokratie und europäische Integration seit 1950, in: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Nationale Identitäten, nationale Öffentlichkeiten, die Macht nationaler Regierungen blieben vorrangig. [...] In dieser Interpretation war daher für die Demokratie in Europa, unser Thema also, letztlich entscheidend, wie sich die nationalen Demokratien entwickelten und ob sich auf der nationalen Ebene starke Parlamente, ein wirksamer Grundrechtsschutz, eine stabile Zivilgesellschaft entwickelten.
Anmerkungen

Anscheinend wird der gesamte Inhalt sehr wortnah von Kaelble (2000) bezogen; der des vorigen Satzes – der mit diesem zusammen einen kurzen Absatz bildet – stammt aus der Quelle Thalmaier (2006), siehe Fragment 024 26. Insofern stellt sich die Frage, warum die Verf.in hier Kielmansegg (2003) referenziert.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[26.] Dcl/Fragment 027 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:53 (Stratumlucidum)
Erstellt: 24. September 2018, 07:42 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Nanz Steffek 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1-7
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 80, Zeilen: 3 ff.
[[...] (Wessels 1995; Wessels 1999; Arndt 1999; Wallace 2003);] dennoch wird in der Literatur davon ausgegangen, dass das Demokratiedefizit auf europäischer Ebene auf dem Wege der parlamentarischen Repräsentation kaum zu beheben sein wird und deshalb andere Formen der politischen Partizipation, die demokratische Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten Entscheidungsbetroffener sicherstellen können, gefunden werden müssen, um die demokratische Legitimation der Europäischen Union voranzubringen (Benz 1998; Guggenberger 2005; Nanz / Steffek 2005).

Benz, Arthur, 1998: Postparlamentarische Demokratie? Demokratische Legitimation im kooperativen Staat. In: Greven, Michael Th. (Hrsg.): Demokratie. Eine Kultur des Westens. [sic] Opladen: Leske + Budrich, S. 201 - 222.

Guggenberger, Bernd, 2005: Demokratietheorien. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 1 A - M. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 135 - 143.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

In der Praxis jedoch dürfte das demokratische Defizit von Regieren jenseits des Nationalstaates realistischerweise und in absehbarer Zukunft auf dem Wege der parlamentarischen Repräsentation kaum zufriedenstellend zu beheben sein. [...] Angesichts der längst gegebenen Internationalisierung politischer Herrschaft und dem sich damit verstärkenden Trend zur „postparlamentarischen Demokratie“ (Benz 1998) stellt sich also die Frage: Kann es der Idee kollektiver Selbstbestimmung auf andere Weise gelingen, ihre nationalstaatliche Engführung zu überwinden und sich eine neuartige, ‚denationalisierte‘ Grundlage zu schaffen?

Eine entscheidende Frage ist dabei, ob und wie der Verlust an parlamentarischer Repräsentation durch andere Formen politischer Partizipation, die demokratische Einfluss- und Kontrollchancen der Betroffenen sicherstellen, kompensiert werden kann.


Benz, Arthur 1998: Postparlamentarische Demokratie? Demokratische Legitimation im kooperativen Staat, in: Greven, Michael Th. (Hrsg.): Demokratie. Eine Kultur des Westens, [sic] Opladen: Leske + Budrich, 201-222.

Anmerkungen

Für den zweiten Teil des Satzes werden Nanz / Steffek (2005) und zwei weitere Quellen referenziert; bis auf den finalen Nebensatz am Schluss scheinen die Inhalte aber allein aus ersterer zu stammen.

Bei Guggenberger (2005) – der von der Verf.in rezipiert wurde – ist an keiner Stelle von einem Demokratiedefizit oder der Europäischen Union die Rede.

Die Referenz Benz (1998) wird anscheinend auch von Nanz / Steffek mitsamt fehlerhaftem Titel des Sammelbandes übernommen, der Demokratie – eine Kultur des Westens? lautet [64], wobei Benz in der Quelle nur einmalig und für den Titel seines Beitrags referenziert wird.

Benz (1998) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal in einem Plagiatskontext, in dem ebenfalls eine willkürliche Referenzierung naheliegt, erwähnt, siehe Fragment 067 12.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[27.] Dcl/Fragment 035 29 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:54 (Stratumlucidum)
Erstellt: 24. September 2018, 19:48 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Liebert Trenz 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 29-33
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): 16, Zeilen: 10 ff.
Das normative Konzept der europäischen Zivilgesellschaft gewinnt in der empirischen Forschung an Bedeutung, um Entwicklungen der europäischen Integration und des europäischen Regierungshandelns zu erklären (Eriksen / Fossum / Menéndez 2003; Franzius / Preuss [sic] 2004; Kohler-Koch 2007; Schlesinger / Fossum 2007; Steffek / Kissling / Nanz 2007; Trenz / Liebert 2008).

Eriksen, Erik Oddvar / Fossum, John Erik / Menéndez, Agustin Jose [sic] (Hrsg.) 2003: The Chartering of Europe: [sic] The European Charter of Fundamental Rights and its Constitutional Implications. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.), 2004: Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Schlesinger, Philip / Fossum, John Erik (Hrsg.), 2007: The European [sic] and the Public Sphere. A communicative space in the making? London: Routledge.

Steffek, Jens / Kissling, Claudia / Nanz, Patrizia, [sic] 2007: [sic] Civil Society Participation in European and Global Governance: [sic] A Cure for the Democratic Deficit? Houndmills: Palgrave Macmillan.

Trenz, Hans-Jörg / Liebert, Ulrike 2008: European civil society and the public sphere. State of the art. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 9 - 32 [sic].

European civil society and the European public sphere did not originate as analytical concepts. Their importance is rather fruit of normative concerns with the deficits of European integration. Nevertheless, both concepts stimulate a new, rapidly expanding empirical research domain, aimed at explaining current developments of European integration, institutional reform and governance (Franzius and Preuss [sic] 2004; Schlesinger and Fossum 2007). A look at the recently concluded Conventions for the Chartering of Fundamental Rights, the drafting of an EU Constitutional Treaty, examples from the institutionalisation of a European Social and Civil Dialogue or the implementation of structural policies demonstrate how normative expectations and empirical research resonate, in exploring ongoing processes of deliberation, negotiation, and communication in the EU (Eriksen et al. 2003, 2004; Liebert et al. 2006; Kohler-Koch 2007; Steffek et al. 2007).

Eriksen, E. O., Fossum, J. E. and Menéndez, A. J. (eds) (2003) The Chartering of Europe: [sic] The European Charter of Fundamental Rights and its Constitutional Implications, Baden-Baden: Nomos.

— (eds) (2004) Developing a Constitution for Europe, London: Routledge.

Franzius, C. and Preuss [sic], U. (eds) (2004) Europäische Öffentlichkeit, Baden-Baden: Nomos.

Kohler-Koch, B. (2007) ‘The Organization of interests and democracy in the European Union’, in B. Kohler-Koch and B. Rittberger (eds) Debating the Democratic Legitimacy of the European Union, Lanham, MD: Rowman & Littlefield

Liebert, U., Falke, J. and Maurer A.(eds) [sic] (2006) Postnational Constitutionalisation in the EU, Baden-Baden: Nomos.

Schlesinger, P. and Fossum, J. E. (eds) (2007)The [sic] European Union and the Public Sphere. A communicative space in the making?, London: Routledge.

Steffek, J., Kissling, C. and Nanz, P. [sic] (2007) [sic] Civil Society Participation in European and Global Governance: [sic] A Cure for the Democratic Deficit?, Houndmills: Palgrave Macmillan.

Anmerkungen

Die Quelle wird als Trenz / Liebert (2008) genannt. Bemerkenswert ist jedoch, dass die anderen Referenzen ebenfalls in der Quelle genannt und drei von diesen – Eriksen / Fossum / Menéndez (2003), Kohler-Koch (2007) und Steffek / Kissling / Nanz (2007) – dort erst nach dem übersetzten Sachverhalt angeführt werden.

Weiterhin ist anzumerken, dass

  • der dritte Herausgeber von Eriksen / Fossum / Menéndez (2003) Agustín José Menéndez heißt. [65] Zudem handelt es sich bei The European Charter of Fundamental Rights and its Constitutional Implications um den Untertitel des Werkes – vgl. [66] –, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in der Quelle und bei der Verf.in irreführend ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird;
  • die Verf.in analog zur Quelle bei Kohler-Koch (2007) entgegen dem bibliografischen Standard keine Seitenzahl für den Beitrag nennt. Inkonsistent ist zudem, dass sie bei dem Titel wie in der Quelle das Substantiv "Organization" groß, die Substantive "interests" und "democracy" aber klein schreibt;
  • die fehlerhafte Schreibweise des Namens Preuß von der Verf.in anscheinend aus der Quelle übernommen wird, da dieser in der gesamten übrigen untersuchten Dissertation durchgehend richtig geschrieben wird;
  • bei dem Titel des Sammelbandes von Schlesinger / Fossum (2007) bei der Verf.in das Wort "Union" fehlt;
  • es sich bei dem Titel "Steffek / Kissling / Nanz 2007" nicht um ein Werk handelt, das (ausschließlich) von Steffek, Kissling und Nanz verfasst wurde – vielmehr wurde dieser Sammelband von ihnen herausgegeben, vgl. [67]. Zudem erschien das Buch erst 2008, und bei A Cure for the Democratic Deficit? handelt es sich um dessen Untertitel, was durch den vorhergehenden Doppelpunkt nicht adäquat kenntlich gemacht wird. Diese drei Fehler finden sich bereits im Literaturverzeichnis der Quelle; und
  • der Beitrag von Trenz / Liebert (2008) auf S. 31 endet.

Eriksen / Fossum / Menéndez (2003), Franzius / Preuß (2004), Schlesinger / Fossum (2007) und Steffek / Kissling / Nanz (2007) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[28.] Dcl/Fragment 049 31 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:55 (Stratumlucidum)
Erstellt: 28. September 2018, 09:31 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Nanz Steffek 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 31-35
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 96, Zeilen: 13 ff.
Ausgehend von der Forschungsfrage konzentriert sich die Untersuchung auf das Potenzial der Beteiligungsinstrumente der Europäischen Kommission, Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft zu ermöglichen, ihre Anliegen in den politischen und administrativen Regelsetzungsdiskurs auf europäischer Ebene einzubringen. Ausgehend von einem Modell deliberativer Demokratie konzentriert sich dieses Forschungsprogramm auf das Potential der Zivilgesellschaft, die Anliegen der Bürger in den politischen und administrativen Regelsetzungsdiskurs bei internationalen Organisationen einzubringen.
Anmerkungen

Deutliche Übereinstimmungen mit einem Satz aus der Schlussbemerkung der Quelle, die (als "Nanz / Steffens 2005") zwei Sätze zuvor erwähnt wird.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[29.] Dcl/Fragment 074 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:56 (Stratumlucidum)
Erstellt: 28. September 2018, 11:21 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Nanz Steffek 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 6-13
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 94, Zeilen: 7 ff.
Die drei festgelegten Eignungsdimensionen für die Beteiligungsinstrumente der Europäischen Kommission, die dem partizipatorisch-deliberativ legitimierten Regierungshandeln auf europäischer Ebene gerecht werden sollen, dienen als Leitfaden für die weitere Untersuchung und Analyse der Partizipationsformen der Europäischen Kommission. Die Erfüllung dieser Eignungsdimensionen oder Kriterien für gelingende zivilgesellschaftliche Partizipation bestimmen maßgeblich, ob zivilgesellschaftliche Partizipation die demokratische Legitimität internationalen Regierens erhöht (Wodak 2001; [sic] Nanz / Steffek 2005; Trenz 2005 [sic]).

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

Trenz, Hans-Jörg, 2005a: Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit im europäischen Integrationsprozess: normative Desiderate und empirische Interdependenzen der [sic] Konstitution einer europäischen Herrschaftsordnung. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 55 - 78.

Trenz, Hans-Jörg, 2005b: Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

[Seite 94]

Diese vier Bedingungen für partizipatorisch-deliberativ legitimierte governance dienen als Leitfaden für die empirische Forschung und werden verwendet, um die vorgefundenen Partizipationsformen zu evaluieren. [...] Zusammenfassend lässt sich sagen: Nur wenn diese Rahmenbedingungen zivilgesellschaftlicher Partizipation in internationalen Organisationen (zumindest annäherungsweise) erfüllt sind, ist die Anfangshypothese zu halten, dass zivilgesellschaftliche Partizipation die demokratische Legitimität internationalen Regierens erhöht.

[Seite 95]

[So muss etwa bei der Analyse von Responsivität in diskurshistorischer Betrachtung (Wodak 2001) herausgefunden werden, ob ein Diskursgegenstand x, der von zivilgesellschaftlichen Akteuren am Zeitpunkt t1 neu in die Beratung bei der IO eingebracht wurde, am Zeitpunkt t2 Teil der IO-eigenen Agenda geworden ist.]


[Wodak, Ruth 2001: The Dicourse-Historical Approach, in: Wodak, Ruth/Meyer, Michael (Hrsg.), Methods of Critical in [sic] Discourse Analysis, London: Sage, 63-94.]

Anmerkungen

Nanz / Steffek (2005) werden als eine von drei Quellen genannt; anscheinend werden aber vor allem z. T. umformulierte Inhalte aus nur dieser Quelle wiedergegeben. Zudem wird die Übereinstimmung von acht aufeinanderfolgenden Wörtern im letzten Satz nicht kenntlich gemacht.

Bzgl. des Titels "Trenz 2005" ist anzumerken:

  • Ein solcher Titel findet sich im Literaturverzeichnis der Verf.in nicht, lediglich Trenz (2005a) und Trenz (2005b).
  • Der Titel von Trenz (2005a) lautet Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit im europäischen Integrationsprozess: normative Desiderate und empirische Interdependenzen in der Konstitution einer europäischen Herrschaftsordnung (Hervorhbg. nicht im Original).
  • Der Titel von Trenz (2005b) lautet Europa in den Medien. Die europäische Integration im Spiegel nationaler Öffentlichkeit; das Werk ist bei Campus in Frankfurt (Main) und New York erschienen. [68] Diese Referenz dürfte dem Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) entnommen sein, siehe z. B. Fragment 016 22.

Besonders bemerkenswert ist, dass "Wodak 2001" in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt und dieser Titel auch im Literaturverzeichnis nicht aufgelöst wird. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hierbei um eine Übernahme von S. 95 der Quelle, wo Wodak (2001) in einem anderen Kontext erwähnt wird, oder aus deren Literaturverzeichnis. (Der Titel des entspr. Sammelbandes lautet Methods of Critical Discourse Analysis. [69])

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[30.] Dcl/Fragment 029 27 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:57 (Stratumlucidum)
Erstellt: 29. September 2018, 06:11 [[Benutzer:|]]
Abromeit 2002, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 27-36
Quelle: Abromeit 2002
Seite(n): 165, 202, 203, Zeilen: 165: 23 ff.; 202: 27 ff., 36 ff.; 203: 1 f.
Ein solches „fakultatives Referendum“ beinhaltet, dass erst, wenn kein Widerspruch durch die Betroffenen erfolgt, Entscheidungen den Anschein für sich in Anspruch nehmen können, dass alle ihr [sic] zugestimmt hätten. Die Logik des fakultativen Referendums basiert auf dem Minderheitenrecht, dergestalt, dass es diejenigen, die sich von einer Regelung intensiv in ihren Rechten oder Präferenzen beeinträchtigt sehen, gegenüber einer desinteressierten Mehrheit schützt. Hiermit würde das Kongruenzprinzip von Demokratie verwirklicht werden, bei dem Entscheidungsbetroffene und Entscheidungstreffende identisch sind. Der Wesensgehalt von Demokratie, die Beteiligung der Individuen an Entscheidungen, von denen sie betroffen sind, wäre somit erfüllt (Abromeit 2002: 202).

Abromeit, Heidrun, 2002: Wozu braucht man Demokratie? Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie. Opladen: Leske+Budrich.

[Seite 202]

Erst wenn kein Widerspruch seitens der jeweils Betroffenen erfolgt, kann eine gesetzliche Regelung den Anschein für sich in Anspruch nehmen, daß alle ihr zugestimmt hätten haben können.

[...] Hier muß nun noch einmal an die Logik des fakultativen Referendums erinnert werden: Es funktioniert als Minderheitenrecht, und zwar in der Weise, daß es diejenigen, die sich von einer Regelung intensiv in ihren Rechten/Präferenzen beeinträchtigt sehen, gegenüber einer eher desinteressierten Mehrheit schützt. Es ist darum das einzige Mittel, das — zureichende Information vorausgesetzt — in einer hochdifferenzierten Gesellschaft und speziell im Fall sektoral differenzierender

[Seite 203]

Politik eine Kongruenz von Entscheidungsbetroffenheit und Entscheidungsbeteiligung einigermaßen zuverlässig zu garantieren vermag.

[Seite 165]

Der Wesensgehalt von Demokratie ist also die Beteiligung der Individuen an den Entscheidungen, von denen sie betroffen, denen sie unterworfen sind.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt; 12 zusammenhängende Wörter werden jedoch ohne Kenntlichmachung als Zitat übernommen.

Die angegebene Seitenzahl stimmt in dieser Form nicht.

Da hier aber zumindest der korrekte Titel als Quelle angegeben wird, wäre eine Wertung als Plagiat möglicherweise zu streng; daher konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[31.] Dcl/Fragment 113 30 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:57 (Stratumlucidum)
Erstellt: 29. September 2018, 09:40 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, Grupp 2005, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 30-33
Quelle: Grupp 2005
Seite(n): 600, Zeilen: re. Sp. 8 ff.
Den vielfältigen Möglichkeiten, die auf europäischer Ebene zur Beteiligung der Zivilgesellschaft geboten werden, stehen Existenzängste, das Unvermögen und Desinteresse eines großen Teils der Bevölkerung entgegen. Den vielfältigen Möglichkeiten zur Partizipation steht freilich das Desinteresse eines großen Teils der Bevölkerung entgegen.
Anmerkungen

Die Vorlage wird nicht genannt.

Da der Satz nur zum Teil übernommen ist, Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[32.] Dcl/Fragment 031 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:58 (Stratumlucidum)
Erstellt: 8. October 2018, 14:52 [[Benutzer:|]]
Dcl, Eder 2003, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 24-33
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 86, 87, 88, Zeilen: 86: 12 ff., 33 ff., 101 ff.; 87: 5 ff., 17 ff.; 88: 13 ff.
Eine „gelingende politische Öffentlichkeit“ im normativen Sinn (Eder 2003: 86) ist eine demokratische Öffentlichkeit, in der der Gesellschaft eine Stimme gegeben wird, die in einer besonderen Form der politischen Kommunikation dem Staat Legitimation zu- oder abspricht. Diese politische Kommunikation ist kulturell, räumlich und zeitlich bestimmt. Damit wird Öffentlichkeit zum Produkt von Diskursen in der Gesellschaft, das einen kollektiven Willen von Bürgern erzeugt, und zum Mittel weiterer Demokratisierung und Kontrolle derer, die politische Macht haben. Im allgemeinen Verständnis wird Öffentlichkeit dabei mit dem Kontext des Nationalstaates in Verbindung gebracht, bei dem die Nation Träger der politischen Öffentlichkeit ist (Eder / Kantner 2000; Eder 2003).

Eder, Klaus / Kantner, Cathleen, 2000: Transnationale Resonanzstrukturen in Europa. Eine Kritik der Rede vom Öffentlichkeitsdefizit in Europa. [sic] In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40). Opladen / [sic] Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, [sic] S. 306 - 331.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

[Seite 86]

Diese zusätzliche „normative“ Bestimmung besteht darin, dass die politische Öffentlichkeit der Gesellschaft eine Stimme gibt und dem Staat Legitimation zu- bzw. abspricht. In dem Maße, wie diese Funktionen erfüllt werden, sprechen wir in einem normativen Sinne von einer „gelingenden“ politischen Öffentlichkeit. Öffentlichkeit in diesem normativen Sinne ist also eine besondere organisatorische Form von politischer Kommunikation.2

[...] Öffentlichkeit ist also empirisch als kulturell, räumlich und zeitlich bestimmte politische Kommunikation zu bestimmen.


2 Zur analytischen Unterscheidung von politischer Kommunikation und politischer Öffentlichkeit haben mich Diskussionen mit Cathleen Kantner angeregt (Eder/Kantner 2000).

[Seite 87]

Denn Öffentlichkeit ist selbst ein Produkt von Diskursen in der Gesellschaft. Öffentlichkeit ist immer auch ein politischer Kampfbegriff gewesen, der zunächst gegen absolutistische Arkanpraxis gerichtet war und mit der Durchsetzung demokratischer Strukturen auch als Mittel weiterer Demokratisierung wie als Kontrolle derer, die politische Macht haben, gedacht wurde. [...]

[...] Die besondere Geltungskraft der Idee politischer Öffentlichkeit beruht auf normativen Unterstellungen, die für den Demokratisierungsprozess in Europa seit dem 18. Jahrhundert zentral gewesen sind: die Idee der Gleichheit der Bürger und die Idee eines durch diskursive Auseinandersetzung sich herstellenden kollektiven Willens von Bürgern.4


4 [...]

[Seite 88]

Der globale Siegeszug des Modells des Nationalstaats hat die Nation zum privilegierten Träger politischer Öffentlichkeit gemacht.


Eder, Klaus/Kantner, Cathleen 2000: Transnationale Resonanzstrukturen in Europa. Eine Kritik der Rede vom Öffentlichkeitsdefizit in Europa, [sic] in: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40), Opladen, [sic] 306-331.

Anmerkungen

Die Verf.in bezieht ihren Inhalt allein aus Eder (2003), führt hierfür aber ebenfalls Eder / Kantner (2000) an. Die letztere Referenz übernimmt sie anscheinend mit Fehlern aus der Quelle.

Davon, dass "die Nation Träger der politischen Öffentlichkeit ist" oder "die Nation zum privilegierten Träger politischer Öffentlichkeit gemacht" wurde, ist dem Wortlaut nach bei Eder / Kantner nicht die Rede.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der als Sonderheft 40 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erschienene Sammelband im Westdeutschen Verlag in Wiesbaden verlegt wurde [70] und
  • der Titel des darin enthaltenen Eder / Kantner-Beitrages Transnationale Resonanzstrukturen in Europa. Eine Kritik der Rede vom Öffentlichkeitsdefizit lautet.
Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[33.] Dcl/Fragment 144 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 10:59 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. October 2018, 04:39 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Lindner 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 14-17
Quelle: Lindner 2005
Seite(n): 414, Zeilen: re. Sp. 35 ff.
[...] Dabei wird davon ausgegangen, dass die Online-Kommunikation eine Gemeinschaftsbildung und die Revitalisierung der öffentlichen Sphäre durch die Überwindung der physischen Beschränkungen der Realwelt ermöglicht (Lindner 2005).

Lindner, Ralf, 2005: Internet und Politik. Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 1 A - M. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 414 - 416.

[...] (b) Zum anderen glaubt man, daß aufgrund der horizontalen Auswirkungen der Online-Kommunikation Gemeinschaftsbildung und die Revitalisierung der öff. Sphäre in Gestalt einer elektronischen Agora durch die kommunikationstechnische Überwindung der physischen Beschränkungen der Realwelt möglich werde.
Anmerkungen

Zwar wird Lindner (2005) genannt, von diesem aber wörtlich ohne Kenntlichmachung übernommen.

Aufgrund der Kürze und mangelnder Formulierungsalternativen konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Das Fragment schließt unmittelbar an Fragment 144 08 (keine Wertung) an.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[34.] Dcl/Fragment 034 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:00 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. October 2018, 05:17 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schmidt 2000, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 17-19
Quelle: Schmidt 2000
Seite(n): 437, Zeilen: 26 ff.
Die flankierende Förderung der Kultur- und Sprachunion mit einer umfassenden Sprachausbildung der europäischen Bürgergesellschaft kann hier zusätzliche Perspektiven bieten (Eder 2003).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Dabei wird Sprachpolitik vonnöten sein, vor allem Ausbildung eines größtmöglichen Teils der EU-Bürgerschaft in einer Amtssprache oder mehreren Amtssprachen. Das setzt unionsweit massive Förderung des Fremdspracherwerbs voraus, verlangt also Ergänzung der Wirtschafts- und Währungsunion durch Förderung der Kultur- und Sprachunion.
Anmerkungen

Bei Eder (2003) – der in Unterkapitel 2.1.2, in dem sich dieser Satz findet, insgesamt 12-mal angeführt wird – ist von einer "Förderung der Kultur- und Sprachunion" weder so noch ähnlich die Rede.

Nicht völlig auszuschließen – obwohl unwahrscheinlich, da die entsprechende PDF-Datei erst im Februar 2011 erstellt wurde – ist, dass hier auch ein 1999 erschienener Essay von Schmidt die Quelle gewesen sein könnte, vgl. [71] (S. 21 f.).

Aufgrund dieser Restunsicherheit, der (wenn auch eher) leichten inhaltlichen Differenzen und der relativen Kürze des Fragments scheint eine konservative Kategorisierung unter "keine Wertung" begründet.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[35.] Dcl/Fragment 089 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:01 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. October 2018, 15:12 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 9-10
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 114, Zeilen: 14 ff.
[Begleitend zur neuen Informations- und Kommunikationsstrategie veröffentlichte die Kommission die Mitteilung „Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs – Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission“ (Kommission 2002d).] Die Minimalstandards beinhalten präzise Bestimmungen zum Ablauf und zur Veröffentlichung der Konsultationen.

[Europäische Kommission 2002d: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs. Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission. Brüssel: KOM(2002) 704 endgültig.]

[Schließlich hat die Kommission im Dezember 2002 eine Mitteilung herausgegeben, in der „General principles and minimum standards for consultation of interested parties by the Commission“ (Kommission 2002) formuliert wurden. Die Prinzipien sind sehr weit definiert als „participation, openness and accountability, effectiveness and coherence“.] Die Minimalstandards beinhalten präzise Bestimmungen zum Ablauf von Konsultationen, wie u.a. eine Zeitspanne von acht Wochen für Rückmeldungen auf schriftliche Eingaben und die Zusicherung, dass die Ergebnisse von Konsultationen auf der Homepage der Kommission veröffentlicht werden.

[Kommission 2002: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs – Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission, COM (2002) 704, 11. Dezember 2002, siehe: http://europa.eu.int/eur-lex/de/com/cnc/2002/com2002_0704de01.pdf, aufgerufen am: 05.01.2005.]

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Aufgrund der relativ geringen intellektuellen Schöpfungshöhe des Satzes konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[36.] Dcl/Fragment 098 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:24 (Stratumlucidum)
Erstellt: 10. October 2018, 14:02 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 15-21
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 107, Zeilen: 19 ff.
Mit der aufkommenden Debatte um das Demokratiedefizit der Europäischen Union und die mangelnde demokratische Legitimation dieser regulativen Maßnahmen ging eine langsame Verschiebung von einem regulativen hin zu einem eher argumentativen Ansatz der Interventionspolitik der Europäischen Kommission einher, die den zivilen Dialog auf europäischer Ebene als Ergänzung zum politischen Dialog mit den nationalstaatlichen Behörden der EU-Mitgliedstaaten und zum sozialen Dialog mit den offiziellen Sozialpartnern etablierte (Streeck 1996; Cullen / Cambell [sic] 1998; Kendall / Anheier 1999; Smismans 2005).

Cullen, Holly / Cambell [sic], Elinor, 1998: The Future of Social Policy-making in the European Union. In: Craig, Paul / Harlow, Carol (Hrsg.): Lawmaking in the European Union. London: [sic] Kluwer Law International, S. 262 - 284.

Kendall, Jeremy / Anheier, Helmut K., 1999: The Third Sector and the European Union Policy Process. An Initial Evaluation. In: Journal of European Public Policy, 6, 2, S. 283 - 307.

Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.

Streeck, Wolfgang, 1996: Neo-voluntarism: A New European Social Policy Regime. [sic] In: Marks, Gary / Scharpf, Fritz W. / Schmitter, Philippe C. / Streeck, Wolfgang: Governance in the European Union. London: Sage, S. 64 - 94.

Zur gleichen Zeit befand sich die Kommission im Bereich der Sozialpolitik in der Defensive, da regulative Interventionen auf den Widerstand der Mitgliedstaaten gestoßen waren. Im Zuge einer generellen Verschiebung von einem regulativen hin zu einem eher argumentativen Ansatz in der Interventionspolitik der Kommission (vgl. Streeck 1996; Cullen/Cambell [sic] 1998), öffnete der Kommissar für Sozialpolitik, Padraig Flynn, mit dem zivilen Dialog einen Bereich, auf den sich die GD V konzentrieren konnte, ohne allzusehr in die sozialpolitischen Vorrechte der Mitgliedstaaten einzugreifen (Kendall/Anheier 1999).

Cullen, H./Cambell [sic], E. 1998: The Future of Social Policy-making in the European Union, in: Craig, P./Harlow, C. (Hrsg.): Lawmaking in the European Union, London: [sic] Kluwer Law International, 262-284.

Kendall, Jeremy/Anheier, Helmut K. 1999: The Third Sector and the European Union Policy Process. An Initial Evaluation, in: Journal of European Public Policy, 6, 2, 294.

Streeck, Wolfgang 1996: Neo-voluntarism: A New European Social Policy Regime, [sic] in: Marks, G./Scharpf, F.W./Schmitter, P.C./Streeck, W., Governance in the European Union, London: Sage, 64-94.

Anmerkungen

Zwar unterscheiden sich beide Passagen teilweise deutlich, aber auffällig ist, dass die Verf.in drei Referenzen ihrer Quelle Smismans (2005) übernimmt und diese in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich hier genannt werden.

Insofern scheint es fraglich, ob ihrerseits tatsächlich eine Rezeption dieser drei Texte stattgefunden hat und die Referenzierung der vier Titel in Anbetracht teilweise abweichenden Inhalts in dieser Form sachlich gerechtfertigt ist. (Die GD V ist gemäß Smismans, S. 107, die für Sozialpolitik verantwortliche Generaldirektion der Europäischen Kommission.)

Die Übernahme von zehn aufeinanderfolgenden Wörtern aus der Quelle, die sich bei Streeck (1996) und Cullen / Campbell (1998) nicht in derselben sprachlichen Form finden können, da es sich um englischsprachige Texte handelt, wird nicht kenntlich gemacht.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der Sammelband von Craig / Harlow (1998) in London, Den Haag und Boston verlegt wurde und die zweite Co-Autorin des entspr. Beitrags Campbell heißt [72] und
  • der Titel des Aufsatzes von Streeck (1996) Neo-Voluntarism: A New European Social Policy Regime? lautet [73].

Cullen / Campbell (1998), Kendall / Anheier (1999) und Streeck (1996) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Qualifikationsschrift ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[37.] Dcl/Fragment 032 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:24 (Stratumlucidum)
Erstellt: 13. October 2018, 19:07 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Trenz 2003, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 5-13
Quelle: Trenz 2003
Seite(n): 162, Zeilen: 25 ff.
Europäische Öffentlichkeit kann dabei in einem elitären Sinn als Austauschbeziehung zwischen den geistigen und politischen Eliten verstanden werden, die sich Europa als Verständigungshorizont zugrunde legen, um sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede vor allem in den Bereichen der Musik, Malerei, Kunst, Literatur, Wissenschaft und Wirtschaftskultur zu vergewissern. Öffentlichkeit konstituiert hier einen exklusiven Diskursraum, in dem das passive Publikum lediglich als Konsument von Kultur und Bildung eingeschlossen ist. Europäische Belange werden nur in Expertenzirkeln erörtert und beurteilt, die antizipativ für die europäische Gesellschaft sprechen (Kaelble 1995; Giesen 1999; Eder 2003; Trenz 2003).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Giesen, Bernhard, 1999: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold / Segers, Rien T. (Hrsg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 130 - 146.

Kaelble, Hartmut, 1995: Europabewusstsein, Gesellschaft und Geschichte. Forschungsstand und Forschungschancen. In: Hudemann, Rainer / Kaelble, Hartmut / Schwabe, Klaus (Hrsg.): Europa im Blick der Historiker. Europäische Integration im 20. Jahrhundert: Bewusstsein und Institutionen. München: Oldenbourg Verlag, Historische Zeitschrift, Beihefte, N.F. 21, S. 1 - 29.

Trenz, Hans-Jörg, 2003: Einführung: Auf der Suche nach einer europäischen Öffentlichkeit. In: Klein, Ansgar / Koopmanns, Ruud / Trenz, Hans-Jörg / Klein, Ludger / Lahusen, Christian / Rucht, Dieter (Hrsg.): Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Leske + Budrich, S. 161 - 168.

1.   Elitäre Öffentlichkeiten. Europäische Öffentlichkeit wird hier als eine Austauschbeziehung zwischen den geistigen und politischen Eliten verstanden, die sich Europa als kollektiven Selbstverständigungshorizont zur Vergewisserung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zugrundelegen. Europäische Öffentlichkeit als geistige Projektion der Intellektuellen weist auf das Allgemeine jenseits des Partikularen, das sich in der Praxis interkultureller Kommunikation annähert und zu einer Diskursgemeinschaft zusammenschweißt (Eder 1999; Giesen 1999). [...] Sie konstituiert einen exklusiven Diskursraum, in dem das allgemeine Publikum allenfalls als passiver Rezipient von Kultur und Bildung eingeschlossen ist.

Eder, Klaus: Integration durch Kultur? Das Paradox der Suche nach einer europäischen Identität. In: Viehoff, Reinhold/Segers, Rien T. (Hg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1999, S. 147-179

Giesen, Bernhard: Europa als Konstruktion der Intellektuellen. In: Viehoff, Reinhold/Segers, Rien T. (Hg.): Kultur, Identität, Europa. Über die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Konstruktion. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1999, S. 130-146

Anmerkungen

Die Teile der Ausführungen der Verf.in, die nicht von Trenz (2003) übernommen werden, stammen aus Eder (2003, S. 90 f. und 101). Letzterer verweist in Fn. 7 auf S. 91 im Zusammenhang mit Differenzen zwischen Managementkulturen und zwischen Europäern und Amerikanern bzw. Asiaten u. a. auf Kaelble (1995) und (ebenfalls) Giesen (1999); auf S. 101 ist die Rede von der "Rolle von selbstreflexiven europäischen Beamten als Konstrukteuren einer europäischen Öffentlichkeit (Giesen 1999)".

Zu kritisieren ist hier also im Wesentlichen die Übernahme zweier Referenzen; zumindest im Fall von Kaelble (1995) – der in der betrachteten Dissertation, abgesehen vom Literaturverzeichnis, nur an dieser Stelle erwähnt wird – scheint ein inhaltlicher Zusammenhang zu den Ausführungen der Verf.in auch fragwürdig zu sein.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[38.] Dcl/Fragment 032 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:25 (Stratumlucidum)
Erstellt: 20. October 2018, 16:30 [[Benutzer:|]]
Dcl, Eder 2003, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 13-16, 17-18
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 90, 91, 100, 101, Zeilen: 90: 34 ff.; 91: 1, 3 ff.; 100: 25 ff., 101 f., 109 f.; 101: 101 f.
Dies zeigt sich insbesondere in der Herausbildung von europäischen Expertenöffentlichkeiten oder transnationaler Teilöffentlichkeiten im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften. Das Thema Europa wird durch die Intellektuellen entdeckt und bearbeitet, [wobei zur gleichen Zeit viele Bürger und Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft der Europäischen Union skeptisch gegenüber stehen] (Gerhards 1993; Kopper 1997).

Gerhards, Jürgen, 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 22, S. 96 - 110.

Kopper, Gerd G., [sic] 1997: Europäische Öffentlichkeit: Entwicklung von Strukturen und Theorie. In: Reihe Informationskultur in Europa, Band 1. [sic]

[Seite 90]

An diese Gelehrtenöffentlichkeit schließt heute die wissenschaftliche Expertenöffentlichkeit und Gegenexpertenöffentlichkeit an, die nationale Grenzen über-

[Seite 91]

schreitet. [...] Wir können also über europäische Institutionen sich konstituierende transnationale Teilöffentlichkeiten beobachten, die sich ihrerseits auf historische Vorläufer berufen können.

[Seite 100]

Es ist ein öffentliches Ritual geworden, das „Fehlen“ einer Öffentlichkeit in Europa mit einem Demokratiedefizit europäischer Institutionen in Verbindung bringen.13


13 Diese Feststellung findet sich gleichermaßen in intellektuellen wie akademischen Diskursen wie in der Presse selbst. [In der Presse wird bisweilen gar eine europäische Öffentlichkeit angerufen, die Verhältnisse im eigenen Land oder in einem anderen Mitgliedsstaat kritisch kommentieren soll. So geschehen beim Regierungswechsel in Österreich 2000 und dann in Italien 2001. In akademischen Diskursen werden Annahmen über die strukturellen Bedingungen von europäischer Öffentlichkeit mit Annahmen über ihre normative Notwendigkeit verbunden und zu einer Negativprognose für transnationale politische Kommunikation zusammengeschnürt.] Zu diesen Negativprognosen siehe nicht nur Gerhards (1993, 2000), sondern auch viele normativ argumentierende Po-

[Seite 101]


litikwissenschaftler und Sozialwissenschaftler (Beierwaltes 2000; Kopper 1997).


Beierwaltes, Andreas 2000: Demokratie und Medien. Der Begriff der Öffentlichkeit und seine Bedeutung für die Demokratie in Europa, Baden-Baden.

Gerhards, Jürgen 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Zeitschrift für Soziologie 22, 96-110.

Gerhards, Jürgen 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40), Opladen, 277-305.

Kopper, Gerd G. (Hrsg.)1997 [sic]: Europäische Öffentlichkeit: Entwicklung von Strukturen und Theorie, Berlin.

Anmerkungen

Im ersten Satz deutliche Anklänge an die Quelle; beim zweiten sind primär zwei übereinstimmende Referenzen auffällig.

Der Inhalt des letzteren findet sich in der Quelle so nicht, weshalb hier ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt; bei Gerhards (1993) kommen die Begriffe "Intellektuelle[n]" und "Zivilgesellschaft" nicht vor, im Sammelband von Kopper (1997) letzterer nicht.

Bzgl. der bibliografischen Angaben zu Kopper (1997) seitens der Verf.in der untersuchten Arbeit ist anzumerken, dass dieser nicht der Verfasser, sondern lediglich der Herausgeber des genannten Titels ist, vgl. [74], was sie ebenso wie dessen Erscheinungsort und Verlag – die sie bei Monografien üblicherweise angibt – unterschlägt. Weiterhin handelt es sich um keinen Aufsatz, der "in", sondern um ein Werk, das als Band 1 der Reihe Informationskultur in Europa erschienen ist.

Kopper wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[39.] Dcl/Fragment 033 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:26 (Stratumlucidum)
Erstellt: 20. October 2018, 18:00 [[Benutzer:|]]
Dcl, Eder 2003, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 5-9
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 88, 89, Zeilen: 88: 21 ff.; 89: 102 f.
Generell ist für die Verwirklichung einer europäischen Öffentlichkeit der nationale Bezug politischer Öffentlichkeit problematisch, weil sich die nationalen Öffentlichkeiten nicht ohne weiteres zu einer transnationalen Öffentlichkeit vernetzen, die mit nationalen Räumen politischer Kommunikation vergleichbar oder ebenbürtig wäre (Gerhards 1993; 2000; Eder 2003).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Gerhards, Jürgen, 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 22, S. 96 - 110.

Gerhards, Jürgen, 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. In: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 277 - 305.

[Seite 88]

Transnationale Institutionen machen die nationale Schließung politischer Öffentlichkeit zunehmend problematisch. [...] Transnationale Institutionen bewegen sich deshalb in einem öffentlichkeitsfreien Raum, in dem zwar noch nationale Öffentlichkeiten vorhanden sind, die sich aber nicht zu einer transnationalen Öffentlichkeit vernetzen, die der institutionellen Verfasstheit transnationaler politischer Institutionen ebenbürtig wäre. [...] [Das im transnationalen Raum sich stellende „Öffentlichkeitsproblem“ ist also das der Provinzialisierung politischer Öf-]

[Seite 89]

[fentlichkeit und dem damit verbundenen Funktionsverlust politischer Öffentlichkeit.5]


5 [Diese Beschreibung stellt den dominierenden Basiskonsens der Öffentlichkeitspessimisten dar.] Vgl. dazu besonders die Arbeiten von Gerhards (1993, 2000).


Gerhards, Jürgen 1993: Westeuropäische Integration und die Schwierigkeiten der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Zeitschrift für Soziologie 22, 96-110.

Gerhards, Jürgen 2000: Europäisierung von Ökonomie und Politik und die Trägheit der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit, in: Bach, Maurizio (Hrsg.): Die Europäisierung nationaler Gesellschaften (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 40), Opladen, 277-305.

Anmerkungen

Die Quelle wird genannt; anscheinend werden hier auch zwei Referenzen aus dieser übernommen.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[40.] Dcl/Fragment 035 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:27 (Stratumlucidum)
Erstellt: 21. October 2018, 07:08 [[Benutzer:|]]
Dcl, Eder 2003, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 10-14
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 96, 98, Zeilen: 96: 28 ff.; 98: 12 ff., 21 ff.
Die europäische Öffentlichkeit wird damit zu einem Interesse der europäischen Institutionen selbst, weil sie durch ihre Europabezogenen [sic] Diskurse zu deren Legitimation beiträgt. Dabei gehört die Einbeziehung von Öffentlichkeit durch direkte Beteiligung in deliberativen Verfahren zu den neuen Formen der Verknüpfung von europäischen Institutionen und Zivilgesellschaft in Europa (Eder 2003; Majone 2004 [sic]).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

[Majone, Giandomenico, 1994: The European Community. [sic] An Independent Fourth Branch of Government [sic]? In: Brüggemeier, Gert (Hrsg.): Verfassungen für ein ziviles Europa. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, S. 23 - 43.]

[Seite 96]

Öffentlichkeit wird zu einem Interesse dieser politischen Institutionen selbst. Das Öffentlichkeitsdefizit wird damit auch zu einem Problem der Selbstlegitimation europäischer politischer Institutionen.

[Seite 98]

Eine andere Form der institutionellen Erzeugung von Öffentlichkeit in Europa findet über die Institutionalisierung deliberativer Verfahren (sozialer Dialog, Umweltdialog etc.) statt. Die Einbindung von Öffentlichkeit durch direkte Beteiligung gehört zu den bislang auffälligsten Formen der Verknüpfung von europäischen Institutionen und einer emergenten Zivilgesellschaft in Europa. [...] Gegenüber der „dritten Gewalt“ stellen die regulativen Institutionen im europäischen Institutionensystem (Majone 1994) eine Besonderheit dar.


Majone, Giandomenico 1994: The European Community. [sic] An Independent Fourth Branch of Government [sic]?, in: Brüggemeier, Gerd [sic] (Hrsg.): Verfassungen für ein ziviles Europa, Baden-Baden, 23-43.

Anmerkungen

Ein Titel "Majone 2004" wird im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit nicht aufgeführt. Dort findet sich jedoch ein Aufsatz von Majone (1994), der dem bei Eder (2003) entspricht. Im Haupttext der untersuchten Arbeit wird Majone (1994) an keiner Stelle angeführt.

Von den in der Quelle mit Majone (1994) referenzierten "regulativen Institutionen im europäischen Institutionensystem" ist bei der Verf.in keine Rede, weshalb hier – wenn man davon ausgeht, dass die Verf.in versehentlich eine falsche Jahreszahl angegeben hat – ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung naheliegt.

Bzgl. der bibliografischen Angaben zu Majone (1994) ist anzumerken, dass die Verf.in zwar den in der Quelle falsch geschriebenen Vornamen des Herausgebers korrigiert, aber ebenso wie diese den Titel des Aufsatzes – der im Original The European Community: An "Independent Fourth Branch of Government"? lautet, vgl. [75] – mit denselben Fehlern wiedergibt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[41.] Dcl/Fragment 041 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:28 (Stratumlucidum)
Erstellt: 21. October 2018, 09:37 [[Benutzer:|]]
Dcl, Eder 2003, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 1-4
Quelle: Eder 2003
Seite(n): 110, Zeilen: 27 ff.
Andererseits bildet die europäische Gesellschaft eine deliberative Rechtsgemeinschaft mit rechtlich geregelten Foren und Dialogen, Debatten und öffentlichen Kampagnen, die zur Konstruktion eines institutionellen Raumes politischer Kommunikation beitragen (Eder 2003; Kohler-Koch / Rittberger 2007).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.), 2007: Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Ein anderer, eher liberal-sozialdemokratischer Topos ist die Idee einer deliberativen Rechtsgemeinschaft, die Idee einer europäischen Gesellschaft der rechtlich geregelten Foren und Dialoge, Debatten und öffentlichen Kampagnen. [...] Diese deliberative Einbindung und Abarbeitung von Interessen ist ein neuer und in Europa zunehmend wichtiger Faktor in der Konstruktion eines institutionellen Raums politischer Kommunikation in Europa (Eriksen/Fossum 2000; Eder 2001).

Eder, Klaus 2001: Die Formierung einer transnationalen Demokratie in Europa. Zur Evolution von Chancenstrukturen für Bürgerbeteiligung und Protestmobilisierung in der EU, in: Klein, Ansgar/Koopmans, Ruud/Geiling, Heiko (Hrsg.): Globalisierung, Partizipation, Protest, Opladen, 45-75.

Eriksen, Erik Oddvar/Fossum, John Erik (Hrsg.) 2000: Democracy in the European Union. Integration through Deliberation, London.

Anmerkungen

Der Inhalt wird anscheinend vollständig aus Eder (2003) übernommen. Insofern stellt sich die Frage, warum die Verf.in hier noch einen weiteren Titel referenziert.

Da Kohler-Koch / Rittberger (2007) in englischer Sprache verfasst ist, können sich die wörtlichen Übereinstimmungen dort nicht in derselben sprachlichen Form finden. Für den zum Teil übernommenen letzten Satz in der Quelle verweist Eder zudem auf zwei andere Titel.

Kohler-Koch / Rittberger werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[42.] Dcl/Fragment 144 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:28 (Stratumlucidum)
Erstellt: 21. October 2018, 14:09 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Poier 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 8-14
Quelle: Poier 2005
Seite(n): 115, Zeilen: re. Sp. 11 ff.
Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Sozial- und Rechtstechniken der partizipativen Demokratie durch die elektronische Verfügbarkeit von Information und die damit verbundene mögliche Intensivierung politischer Beteiligung. Die Qualität von Demokratie kann verbessert werden, indem mehr und vielfältigere Informationen einfacher und schneller an die Zivilgesellschaft herangetragen und die Transparenz politischer Entscheidungen sowie die Verantwortlichkeit politischer Entscheidungsträger erhöht werden. Als realistischer erscheinen hingegen Ansätze, die in einer c.-d. lediglich eine evolutionäre Weiterentwicklung der Sozial- und Rechtstechniken der Demokratie mit positiven wie negativen Effekten auf die Qualität der Demokratie sehen. Als mögliche positive Auswirkungen werden etwa genannt: mehr und vielfältigere Information sowie mehr Transparenz für die Bürger, Beschleunigung der Informationsvermittlung, einfachere und raschere Kommunikation zwischen Bürgern und Politikern, [...]
Anmerkungen

Poier (2005; Lexikonartikel "Cyber-democracy") wird zusammen mit einem anderen Titel zwei Sätze zuvor erwähnt.

Da die Ausführungen der Verf.in sich nur an die Quelle anlehnen, Klassifizierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[43.] Dcl/Fragment 048 34 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:30 (Stratumlucidum)
Erstellt: 22. October 2018, 09:20 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Trenz 2005

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 34-35
Quelle: Trenz 2005
Seite(n): 65, Zeilen: 14 ff.
Die Grundsätze guten Regierens Offenheit, Partizipation und Verantwortlichkeit werden hier explizit mit der Einbeziehung der Zivilgesellschaft auf allen [Ebenen verknüpft (Nanz / Steffens [sic] 2005).]

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

Offenheit, Partizipation und Verantwortlichkeit des Regierens verlangen, wie explizit zugestanden wird, eine Einbeziehung der Zivilgesellschaft auf allen Ebenen, gegenüber der sich nicht nur europäische Institutionen zu verantworten haben, sondern die im Sinne einer „geteilten Verantwortlichkeit“ unmittelbar in die Prozesse des Regierens einbezogen werden soll (Kommission 2001a).

Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch, Brüssel, den 25.7.2001 KOM(2001)428 [sic] endgültig.

Anmerkungen

Bei Nanz / Steffek (2005) findet sich die von der Verf.in referenzierte Aussage so nicht.

Da der Aufsatz von Trenz (2005) in demselben Sammelband vor deren Beitrag abgedruckt ist, könnte es sich hier um ein Versehen der Verf.in handeln; daher konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[44.] Dcl/Fragment 043 02 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:30 (Stratumlucidum)
Erstellt: 23. October 2018, 13:28 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Maurer Kietz Crespy 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 2-6
Quelle: Maurer Kietz Crespy 2005
Seite(n): 200, Zeilen: 23 ff.
[Die Kommission hat in ihren Konsultationsstandards einige Erläuterungen zur besonderen Rolle der organisierten Zivilgesellschaft gemacht (Kommission 2002d).] Wesentlich ist hierbei, dass sie nicht zwischen Organisationen der Zivilgesellschaft und anderen Arten von Interessengruppen unterscheidet, sondern allgemein „interessierte Parteien“, also alle, die an den von der Kommission durchgeführten Konsultationen teilnehmen möchten, in den Politikformulierungsprozess einbezieht.

[Europäische Kommission 2002d: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs. Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission. Brüssel: KOM(2002) 704 endgültig.]

Der WSA unterscheidet nicht zwischen Organisationen der Zivilgesellschaft und anderen Interessengruppen; praktisch konsultiert auch die Kommission im Rahmen des CONNECS-Verfahrens alle „interessierten Parteien“.
Anmerkungen

Wörtliche Übereinstimmung, die sich in Kommission (2002d) so nicht findet, vgl. [76].

("WSA" steht in der Quelle für Wirtschafts- und Sozialausschuss, "CONNECS" für Consultation, the European Commission and Civil Society.)

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[45.] Dcl/Fragment 029 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:31 (Stratumlucidum)
Erstellt: 2. November 2018, 11:33 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Scharpf 1997, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 14-15
Quelle: Scharpf 1997
Seite(n): online, Zeilen: –
Input-orientierte und Output-orientierte Legitimationsaspekte müssen sich wechselseitig verstärken, [denn Inhalte und Ergebnisse allein genügen nicht für eine ausreichende demokratische Legitimation, sie müssen durch unmittelbare und mittelbare Beteiligungsmöglichkeiten ergänzt werden.] Sie entsprechen der analytischen Unterscheidung zwischen input-orientierten und output-orienten [sic] Versionen des demokratischen Legitimationsglaubens. In real-existierenden und funktionsfähigen Demokratien gelten beide Begründungen nebeneinander, und sie verstärken sich wechselseitig.
Anmerkungen

Am Ende des folgenden Satzes werden fünf Referenzen angeführt; Scharpf (1997) findet sich jedoch nicht darunter.

Aufgrund der Kürze Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[46.] Dcl/Fragment 030 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:45 (Stratumlucidum)
Erstellt: 4. November 2018, 15:17 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, Kaelble 2000, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 6-9
Quelle: Kaelble 2000
Seite(n): 264, Zeilen: 14 ff.
Die Entwicklung des Konzeptes einer europäischen Staatsbürgerschaft und die Aufnahme der Unionsbürgerschaft in den Vertrag von Maastricht (Europäische Gemeinschaften 1992) waren in diesem Kontext bisher wesentliche Schritte (Burley / Mattli 1993; Schulte 1993; Arndt 1999).

Arndt, Hans-Wolfgang, 1999: Europarecht. Heidelberg: C.F. Müller, 4. Auflage.

Burley, Anne-Marie / Mattli, Walter, 1993: Europe before the court: a political theory of legal integration. In: International Organisation [sic], Jg. 47, S. 41 - 76.

Europäische Gemeinschaften, 1992: Vertrag von Maastricht über die Europäische Union. Brüssel: Amtsblatt der Europäischen Union, Nr. C 191 vom 29. Juli 1992.

Schulte, Bernd, 1993: Die Entwicklung der europäischen Sozialpolitik. In: Winkler, Heinrich August / Kaelble, Hartmut (Hrsg.): Nationalismus – Nationalitäten – Supranationalität. In: Industrielle Welt, 53: S. 261 - 287.

Seit den 1990er Jahren begannen auch die anderen europäischen Institutionen, das Konzept einer europäischen Staatsbürgerschaft weiterzuentwickeln. Im Vertrag von Maastricht von 1992 wurde erstmals das Konzept der Unionsbürgerschaft erwähnt, blieb freilich noch wenig substantiell, beschränkte sich weitgehend auf das Wahlrecht. Im Amsterdamer Vertrag von 1997 wurden wenigstens zwei Grundrechte, die Gleichheit von Männern und Frauen und das Recht auf Nichtsdiskriminierung, ausdrücklich neu in die Verträge aufgenommen, bewußt an den Anfang der Verträge gestellt und damit die schon im Vertrag von Rom 1957 gesicherten europäischen Grundrechte auf Freizügigkeit in der Union und auf freie Berufsausübung in der Union ergänzt. Die Kompetenzen des Europäischen Gerichtshofs zum Schutz der Grundrechte wurden zudem im Amsterdamer Vertrag ausgedehnt (Burley/ Mattli 1993; Schulte 1993; Arndt 1999).

Arndt, Hans-Wolfgang (1999): Europarecht, 4. Aufl., Heidelberg.

Burley, Anne-Marie/Mattli, Walter (1993), »Europe before the court: a political theory of legal integration«, International Organisation [sic], Jg. 47, S. 41-76.

Schulte, Bernd (1993), »Die Entwicklung der europäischen Sozialpolitik«, in: Winkler, Heinrich August/Kaelble, Hartmut (Hg.), Nationalismus – Nationalitäten – Supranationalität, Stuttgart (Industrielle Welt; 53), S. 261-287.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle, aus der auch drei Referenzen übernommen werden, wird nicht genannt.

Burley / Mattli (1993) und Schulte (1993) werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt. Der Name der Zeitschrift, in der der Aufsatz von Ersteren erschienen ist, lautet zudem International Organization [77]; diesen Fehler übernimmt die Verf.in von Kaelble (2000).

Weiterhin ist bei Schulte an keiner Stelle von einer Staats- oder Unionsbürgerschaft die Rede. Der Form der Literaturangabe nach scheint die Verf.in "Industrielle Welt" für eine Art Zeitschrift zu halten; tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Schriftenreihe [78], was ihr – hätte sie den Aufsatz tatsächlich rezipiert – eigentlich hätte auffallen und sich u. a. in der Nennung von Erscheinungsort und Verlag (analog zu Arndt (1999)) des Sammelbandes widerspiegeln müssen.

Da die Übernahme aber nicht allzu wörtlich und der Sachverhalt relativ banal ist, Kategorisierung unter "keine Wertung".

Dieses Fragment schließt an Fragment 030 01 im vorigen Absatz aus derselben Kategorie und Quelle an; aus Gründen der Übersichtlichkeit werden beide jedoch separat dargestellt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[47.] Dcl/Fragment 076 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:46 (Stratumlucidum)
Erstellt: 4. November 2018, 17:44 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schultze 2005, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 14-18
Quelle: Schultze 2005
Seite(n): 676, Zeilen: li. Sp. 50 ff., re. Sp. 5 ff.
Ein Ergebnis der Partizipationsforschung ist, dass Partizipation von der individuellen Ressourcenausstattung des Bürgers abhängig ist und dass in der Regel Partizipationsmöglichkeiten und Partizipationsbereitschaft mit dem sozioökonomischen Status steigen (Deth [sic] / Elff 2004; Winkler / Kozeluh 2005; Schultze 2005b).

Schultze, Rainer-Olaf, 2005b: Partizipation. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 675 - 677.

Van Deth, Jan W. / Elff, Martin: Politicisation. [sic] Economic Development and Political Interest in Europe. In: European Journal of Political Research, Nr. 43 / 2004, S. 477 - 508.

Winkler, Roman / Kozeluh, Ulrike, 2005: Zivilgesellschaft Online: Anspruch und Umsetzung deliberativer Beteiligung am Beispiel der EU Diskussionsplattform „Your Voice in Europe“. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 171 - 196.

[...] Zu den gesicherten Ergebnissen der vergleichenden Partizipationsforschung zählen: [...] (2) Sie wird primär in instrumenteller Absicht praktiziert und ist (3) eng mit der individuellen Ressourcenausstattung des Bürgers verbunden. Partizipationsmöglichkeiten/-bereitschaft und Durchsetzungschancen steigen i. d. R. mit dem sozio-ökon. Status, mit Bildung, Beruf, Einkommen/Vermögen.
Anmerkungen

Auffällig ist, dass der Inhalt auf der linken Seite der Synopse vollständig aus Schultze (2005) zu stammen scheint, aber noch zwei weitere Referenzen genannt werden.

Bei dem Titel van Deth / Elff (2004) steht im Original nach "Politicisation" ein Komma, vgl. [79].

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[48.] Dcl/Fragment 037 27 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:47 (Stratumlucidum)
Erstellt: 5. November 2018, 19:47 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kocka 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 27-31
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Der Zivilgesellschaft wird neben dieser Kommunikationsfunktion ebenso eine Vermittlungs- und Sozialisationsfunktion zugeschrieben. Hierbei wird die aktive pluralistisch-partizipative Zivilgesellschaft im Sinne der Herausbildung und Einübung von Bürgertugenden verstanden (Taylor 1991; Walzer 1992; Thiery 2005).

Taylor, Charles, 1991: Die Beschwörung der Civil Society. In: Michalski, Krzysztof (Hrsg.): Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989. Stuttgart: Klett – Cotta Verlag, S. 13 - 51. [sic]

Thiery, Peter, 2005: Zivilgesellschaft. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 1175 - 1177.

Walzer, Michael, 1992: The Civil Society Argument. In: Mouffe, Chantal (Hrsg.): Dimensions of Radical Democracy: Pluralism, Citizenship, Community. London/ New York: Verso, S. 89 - 107.

 

Shils, Edward (1991a), »Was ist eine ›Civil Society‹?«, in: Krzysztof Michalski (Hg.), Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989, Stuttgart, S. 13-51.

Taylor, Charles (1991), »Die Beschwörung der ›Civil Society‹«, in: Krzysztof Michalski (Hg.), Europa und die Civil Society. Castelgandolfo-Gespräche 1989, Stuttgart, S. 52-81.

Walzer, Michael (1992), »The Civil Society Argument«, in: Chantal Mouffe (Hg.), Dimensions of Radical Democracy, London, S. 89-107.

Anmerkungen

Ergänzungsfragment zu Fragment 037 21.

Die Verf.in verwechselt hier wohl beim Kopieren die Seitenzahlen des Aufsatzes von Shils (1991a) mit denjenigen bei Taylor (1991).

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[49.] Dcl/Fragment 054 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:48 (Stratumlucidum)
Erstellt: 7. November 2018, 01:51 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kersting 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1-3
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 27, Zeilen: 4 ff.
Bei der Unterscheidung in legislative und pre-legislative [sic] Partizipation ist entscheidend, auf welcher Stufe im Politikzyklus oder im politischen Prozess Partizipation stattfindet (Almond/Powell 1960; Easton 1965; Kersting 2008).

Almond, Gabriel / Powell, Bingham, 1960: Comparative Politics Socialization. [sic] Boston: Little Brown [sic].

Easton, David, 1965: A System [sic] Analysis of Political Life. New York: Wiley.

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Legislativ – Pre-legislativ [sic]

Partizipation der Bürger ist dabei zentral in das politische Systemmodell eingebunden In [sic] Anlehnung an die Systemmodelle von Easton und Almond soll der Policy Zyklus [sic] nachgezeichnet werden und die dominanten Akteure identifiziert werden. Easton (1965) und Almond und Powell (1960) gehen in diesem idealtypischen Modell von einem eher abgeschotteten Input-Bereich, einem zentralen politischen System (Withinput-Bereich) und einem Output-Bereich aus (s. Tabelle 4).


Almond, Gabriel/Powell, Bingham: Comparative Politics Socialization. [sic] Boston: Little, Brown. 1960

Easton, David: A System [sic] Analysis of Political Life. New York. 1965

Anmerkungen

Die Verf.in übernimmt zwei fehlerhafte Referenzen und den Orthografiefehler "[P]re-legislativ".

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der in der Quelle und von der Verf.in angeführte Titel von Almond / Powell in dieser Form nicht nachweisbar ist. Der genannte Verlag heißt zudem – abweichend von der Angabe auf der linken Seite der Synopse – Little, Brown [80]; und
  • der Titel des Werkes von Easton (1965) A systems analysis of political life lautet [81].

"Almond/Powell 1960" und Easton werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Da die Übernahme nur bedingt wörtlich ist, Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[50.] Dcl/Fragment 077 31 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:48 (Stratumlucidum)
Erstellt: 19. November 2018, 09:03 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schmidt 2000, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 31-33
Quelle: Schmidt 2000
Seite(n): 213, Zeilen: 2 ff.
Der zweite Bewertungsindikator sind extrinsische Beteiligungsanreize. Hier wird auf einen Mehrwert abgestellt, der sich in einem erwarteten äußeren Nutzen von Handeln ausdrückt (Grofman 1995; Braun 1998 [sic]; Schmidt 2000).

Braun, Dietmar, 1998: [sic] Theorien rationalen Handelns in der Politikwissenschaft. Eine kritische Einführung, Opladen: Leske + Budrich.

Grofman, Bernhard [sic] (Hrsg.), 1995: Information, Participation [sic] and Choice: [sic] ‘An economic theory of democracy' [sic] in perspective. Ann Arbor: University of Michigan Press.

Schmidt, Manfred G., 2000: Demokratietheorien. Bremen: [sic] Leske + Budrich, 3. Auflage.

Anthony Downs, Jahrgang 1930, ist mit seinem Demokratiebuch ein Mitbegründer der „Ökonomischen Theorie der Politik“ geworden. Deren Markenzeichen ist die Übertragung der Vorstellung vom Kosten und Nutzen abwägenden egoistisch-rationalen Akteur auf die Welt der Politik (Grofman 1995a, Braun 1998 [sic]).

Braun, Dietmar 1998: Theorien rationaler Wahl, [sic] Opladen

Grofman, Bernard (Hg.) 1995a: Information, Participation [sic] & Choice, Ann Arbor

Anmerkungen

Auffällig ist die Übereinstimmung von zwei Autoren und Jahreszahlen bei den Referenzen. Der Begriff "Mehrwert" kommt weder in Theorien rationalen Handelns in der Politikwissenschaft noch bei Schmidt (2000) vor; bei Grofman (1995) könnte er nur in einer Übersetzung vorkommen (was nicht überprüft wurde).

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • Theorien rationalen Handelns in der Politikwissenschaft 1999 und nicht 1998 erschienen ist [82];
  • ein Theorien rationaler Wahl betiteltes Werk im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek nicht nachweisbar ist;
  • der Herausgeber von Grofman (1995) mit Vornamen Bernard heißt und der Titel Information, Participation, and Choice. An Economic Theory of Democracy in Perspective lautet [83]. Bei der Verf.in fehlt daher das Komma nach "Participation", statt des Doppelpunkts sollte zur Abtrennung des Untertitels ein Punkt stehen, und die Anführungszeichen sind falsch. Auffällig ist zudem die Kleinschreibung der Substantive im Untertitel, was inkonsistent zu deren Großschreibung im Haupttitel ist;
  • Schmidt (2000) in Opladen und nicht in Bremen erschienen ist [84].

Braun und Grofman werden in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – jeweils nur noch einmal an anderer Stelle erwähnt, und zwar zusammen auf S. 70.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[51.] Dcl/Fragment 103 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:49 (Stratumlucidum)
Erstellt: 16. December 2018, 11:19 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 1-5
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 114, 121, 122, Zeilen: 114: 18 ff.; 121: 28 ff.; 122: 7 f.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Konzept der Einbeziehung der Zivilgesellschaft in den politischen Strategien der Kommission vor allem in der allgemeinen Information und Kommunikation auf der Stufe der Politikformulierung im Politikzyklus verhaftet ist und im Bereich der Politikimplementierung eher unterbelichtet bleibt (Armstrong 2002; Smismans 2005).

Armstrong, Kenneth A., 2002: Rediscovering Civil Society. The European Union and the White Paper on Governance. In: European Law Journal, 8, S. 102 - 132.

Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.

[Seite 114]

Diese Prinzipien und Standards beziehen sich auf Konsultationen in Rahmen der Politikformulierung und scheinen vor allem die Grün- und Weißbuchkonsultationen ins Auge zu fassen, während sie hinsichtlich der Anwendung auf die Einbindung der Zivilgesellschaft in anderen Phasen des Politikprozesses (z.B. Komitologie) keine Aussagen treffen oder diese sogar explizit ausschließen.

[Seite 121]

Die Kommission und der WSA haben das Konzept der europäischen Zivilgesellschaft zudem mit der Gemeinschaftsmethode europäischen Regierens verknüpft (Armstrong 2002: 128). [So wurden neue politische Maßnahmen auf der europäischen Ebene konzipiert, in deren Kontext die Kommission als zentraler „policy entrepreneur“ agiert und der WSA seine vertragsbasierten Beratungskompetenzen behält.] Trotzdem können zivilgesellschaftliche Organisationen auch in anderen Phasen des Politikzyklus und mit anderen Formen des Regierens als der der Gemeinschaftsmethode, z.B. im Bereich der Politikimplementation oder in Benchmarking-Prozessen wie der Offenen Methode der Koordinierung (OMK), eine Rolle spielen und tun dies auch. [...]

[Seite 122]

[...] Dagegen ist das Potenzial der Zivilgesellschaft für die Politikimplementation und für neue Formen des Regierens unterbelichtet geblieben.27


27 [...]

[Seite 125]

Armstrong, Kenneth A. 2002: Rediscovering Civil Society. The European Union and the White Paper on Governance, in: European Law Journal, 8, 102-132.

Anmerkungen

Anscheinend nennt die Verf.in hier Armstrong (2002), weil ihre Quelle Smismans (2005) diesen auch anführt. ("WSA" steht dort für Wirtschafts- und Sozialausschuss.)

Armstrong (2002) wird in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[52.] Dcl/Fragment 043 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:50 (Stratumlucidum)
Erstellt: 16. December 2018, 12:07 [[Benutzer:|]]
Dcl, Europäische Kommission 2002, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 8-15, 24-27
Quelle: Europäische Kommission 2002
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: 33 ff., 103 f.; 6: 21 ff., 106 ff.
Der organisierten Zivilgesellschaft wird hierbei eine besondere Rolle zugeschrieben, da sie die Grundstruktur der Gesellschaft außerhalb der staatlichen und öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaftsakteure bildet und einen umfassenden politischen Dialog im Sinne der demokratischen Traditionen der Mitgliedstaaten der Union ermöglicht (Kommission 2002d).

Hier stellt die Europäische Kommission auch auf den Artikel 12 der Charta der Grundrechte der EU ab, der das Grundrecht der Bürger verankert, Vereinigungen zu bilden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen [und sich damit neben den Wahlen politisch zu beteiligen (Europäische Gemeinschaften 2000b):

(1) Jede Person hat das Recht, sich insbesondere im politischen, gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich auf allen Ebenen frei und friedlich mit anderen zu versammeln und frei mit anderen zusammenzuschließen, [was das Recht jeder Person umfasst, zum Schutz ihrer Interessen Gewerkschaften zu gründen und Gewerkschaften beizutreten.
(2) Politische Parteien auf der Ebene der Union tragen dazu bei, den politischen Willen der Unionsbürgerinnen und Unionsbürger zum Ausdruck zu bringen.]]

Die Kommission orientiert sich in ihrem Verständnis von den Akteuren der Zivilgesellschaft an der Analyse, die der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss in seiner Stellungnahme zum Thema "Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk" entwickelt hat (EWSA 1999).


Europäische Gemeinschaften, 2000b: Charta der Grundrechte. Brüssel: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, Nr. C 364/1 vom 18.12.2000.

Europäische Kommission 2002d: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs. Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission. Brüssel: KOM(2002) 704 endgültig.

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss, 1999: Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Thema „Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk“. Brüssel: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften (1999/C 329/10), S. 30 - 38.

[Seite 6]

Die "organisierte Zivilgesellschaft" bildet somit die Grundstruktur der Gesellschaft außerhalb der staatlichen und öffentlichen Verwaltung, wozu auch Wirtschaftsakteure gehören, die generell nicht als “dritter Sektor” oder NROs angesehen werden. Der Begriff hat den Vorteil, dass alle einbezogen werden, und zeigt, dass der Gedanke dieser Organisationen tief in den demokratischen Traditionen der Mitgliedstaaten der Union verwurzelt ist.

[Seite 5]

Diese besondere Rolle der organisierten Zivilgesellschaft in modernen Demokratien ist eng verbunden mit dem in Artikel 12 der EU-Grundrechtecharta6 verankerten Grundrecht der Bürger, Vereinigungen zu bilden, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.


6 "Jede Person hat das Recht, sich insbesondere im politischen, gewerkschaftlichen und staatsbürgerlichen Bereich frei und friedlich mit anderen zu versammeln und sich frei mit anderen zusammenzuschließen (…)."

[Seite 6]

[Es kann zu Schwierigkeiten kommen, weil es keine gemeinsame oder gar rechtliche Definition des Begriffs ‘organisierte Zivilgesellschaft’ gibt. Er kann gleichwohl als Kurzformel benutzt werden, um eine Vielzahl von Organisationen zu bezeichnen, z.B. [...] Jugendorganisationen, Familienverbände und alle Organisationen, über die die Bürger am Leben in den Kommunen teilnehmen können, sowie Religionsgemeinschaften.8]


8 Diese Auflistung entspricht der Analyse, die der Wirtschafts- und Sozialausschuss in seiner Stellungnahme zum Thema "Die Rolle und der Beitrag der organisierten Zivilgesellschaft zum europäischen Einigungswerk" entwickelt (ABl. C 329 vom 17. November 1999, S. 30).

Anmerkungen

Der erste Satz weist nicht kenntlich gemachte wörtliche Übereinstimmungen mit der Quelle auf.

Im Folgenden lehnt sich die Verf.in an sie an.

Da die Schöpfungshöhe der wörtlichen Übereinstimmungen aber nicht allzu hoch ist, scheint eine konservative Kategorisierung unter "keine Wertung" gerechtfertigt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[53.] Dcl/Fragment 092 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:51 (Stratumlucidum)
Erstellt: 16. December 2018, 13:26 [[Benutzer:|]]
Dcl, Europäische Kommission 2007a, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 1-6
Quelle: Europäische Kommission 2007a
Seite(n): 3, 4, Zeilen: 3: letzte Zeile; 4: 1 ff.
Das Weißbuch zur Kommunikationspolitik ist ein wichtiger Schritt des Wandels der deklaratorischen Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft, insbesondere aufgrund des neuen Verständnisses der Kommunikation in beide Richtungen, unter aktiver öffentlicher Beteiligung der Bürger, und mit einer Verschiebung der Kommunikationspolitik von einem Brüssel zentrierten [sic] Konzept hin zur Einbeziehung der lokalen Ebene. [Seite 3]

Zuletzt

[Seite 4]

propagierte die Kommission in ihrem Weißbuch über eine europäische Kommunikationspolitik4 eine Kommunikation in beide Richtungen, unter aktiver öffentlicher Beteiligung der Bürger und mit einer Verschiebung von einem Brüssel-zentrierten Konzept hin zur Einbeziehung der lokalen Ebene.


4 KOM (2006) 35.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Da der Satz nicht vollständig übernommen und in der Quelle zumindest nicht von einer "deklaratorischen Politik" der Kommission die Rede ist, trotz Übernahme von einmal 14 und einmal 10 bzw. 11 aufeinanderfolgenden Wörtern konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[54.] Dcl/Fragment 094 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:51 (Stratumlucidum)
Erstellt: 16. December 2018, 14:21 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Garcia Ayala 2006, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 1-8
Quelle: Garcia Ayala 2006
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 7: re. Sp. 18 f.; li. Sp. 1 ff.
[Im Mai 2007 wurde dazu das „Grünbuch über die Europäische Transparenzinitiative“ zur Förderung der Transparenz bei der Haushaltsmittelverwendung und der Beteiligung der] Öffentlichkeit und ein Verhaltenskodex für Lobbyisten mit drei Schlüsselelementen verabschiedet: erstens, ein strukturierter Rahmen mit gemeinsamen Regeln für die Vertreter von Interessengruppen und die verstärkte Einbindung der Organisationen der Zivilgesellschaft und anderer Akteure, zweitens die Festlegung minimaler Konsultationsstandards der Kommission und Gewährleistung transparenter Beziehungen zwischen Vertretern wirtschaftlicher Interessengruppen und der Kommission und drittens die Offenlegung von Informationen über die Empfänger von EU-Fördergeldern in den Mitgliedstaaten [sowie die Verbesserung des Zugangs zu Dokumenten] (Kommission 2007n).

Europäische Kommission, 2007 n: Folgemaßnahmen zu dem Grünbuch „Europäische Transparenzinitiative“. Mitteilung der Kommission. Brüssel: KOM(2007) 127 endgültig.

[Seite 7]

In Bezug auf die Europäische Transparenzinitiative legte die Kommission drei Schlüsselelemente fest, die durch eine

[Seite 8]

offene Konsultation der Öffentlichkeit gefördert werden sollten:
• die Notwendigkeit eines strukturierteren Rahmens, mit gemeinsamen Regeln, für die Tätigkeiten der Vertreter von Interessengruppen (Lobbyisten) und die Notwendigkeit einer verstärkten Einbindung der Organisationen der Zivilgesellschaft und anderer Akteure;
• die Festlegung minimaler Konsultationsstandards der Kommission und die Gewährleistung transparenter Beziehungen zwischen der Vertretern wirtschaftlicher Interessengruppen und der Kommission;
• Überlegungen über die Offenlegung von Informationen über die Empfänger von EU-Geldern, einschließlich der Einführung einer Pflicht für Mitgliedstaaten, im Rahmen der geteilten Mittelverwaltung die Empfänger von Geldern offenzulegen.

Grünbuch

In dem am 3. Mai 2006 von der Kommission verabschiedeten Grünbuch () [sic] wurden diese drei Elemente bestätigt.

Anmerkungen

Zum Teil stammen die Ausführungen nicht aus der angegebenen Quelle, sondern wörtlich aus einer anderen, vgl. [85] vs. [86].

Das Grünbuch über die Europäische Transparenzinitiative wurde zudem entgegen der Angabe der Verf.in im Mai 2006 und nicht 2007 verabschiedet, siehe [87].

Da aber der Satz nicht vollständig aus einer nicht angegebenen Quelle übernommen wird, scheint eine konservative Kategorisierung unter "keine Wertung" gerechtfertigt.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[55.] Dcl/Fragment 102 18 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:52 (Stratumlucidum)
Erstellt: 28. December 2018, 12:52 [[Benutzer:|]]
Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 18-22
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 11, Zeilen: 21 f.
Die Beteiligungspolitik der Kommission verfolgt in erster Linie den Ansatz, den Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft durch eine umfangreiche Kommunikation ein Höchstmaß an transparenten Informationen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird kaum berücksichtigt, dass diese Informationen nur diejenigen ansprechen, die sich bereits entschieden haben, nach ihnen zu suchen. Das System von Netzen und Links ist gedacht, um den Bürgern Informationen zur Verfügung zu stellen, die sich bereits entschieden haben, nach ihnen zu suchen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf diese Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Deren Inhalt ist so auch nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [88].

Da die Übereinstimmungen nur partiell sind, konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Teile des Fragments finden sich noch einmal auf S. 209, siehe Fragment 209 20.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[56.] Dcl/Fragment 211 35 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:53 (Stratumlucidum)
Erstellt: 28. December 2018, 14:39 [[Benutzer:|]]
Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 211, Zeilen: 31-35
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 15, Zeilen: 5 ff.
Die Europäische Kommission verfügt über eine Vielfalt von Förderprogrammen, die an sich schon einen Weg darstellen, Europa den Bürgern näher zu bringen und den Begünstigten einen europäischen Mehrwert zu vermitteln. Die Förderprogramme müssen stärker genutzt werden, um die Verbreitung der europäischen Idee und die Beteiligung der Zivilgesellschaft an europäischer Politik nachhaltig zu befördern. Die EU verfügt über eine Vielfalt von Programmen, die an sich schon einen Weg darstellen, Europa den Bürgern näher zu bringen. Es sollte überlegt werden, einen Teil einiger dieser Gemeinschaftsprogramme heranzuziehen, um die „Marke“ Europa zu fördern.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Deren Inhalt ist auch nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [89].

Da der erste Satz nur zum Teil übernommen wird und die Parallelen im zweiten eher sinngemäß sind, konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Die beiden Sätze finden sich im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[57.] Dcl/Fragment 213 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:54 (Stratumlucidum)
Erstellt: 28. December 2018, 15:03 [[Benutzer:|]]
Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 213, Zeilen: 3-4
Quelle: Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments 2005
Seite(n): 4, Zeilen: 21 ff.
Kenntnisse über die EU und ihre Institutionen sollten stärker in den Lehrplänen und im Schulalltag verankert werden. [Das Europäische Parlament]

5. ist überzeugt davon, dass die Informations- und Kommunikationspolitik erst Wirkung zeigen wird, wenn Kenntnisse über die EU und ihre Institutionen als weiteres Fach in die Lehrpläne der Mitgliedstaaten aufgenommen werden; [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der gesamten untersuchten Arbeit nicht erwähnt wird. Deren Inhalt ist auch nicht in dem im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel "Europäische Kommission, 2004b" – dessen Untertitel ähnlich wie der Titel der Quelle lautet – enthalten, vgl. [90].

Da der Satz nicht vollständig übernommen wird, konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Er findet sich im abschließenden Kapitel 5 der untersuchten Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[58.] Dcl/Fragment 033 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:55 (Stratumlucidum)
Erstellt: 31. December 2018, 12:40 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Thalmaier 2006, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 9-13
Quelle: Thalmaier 2006
Seite(n): 10, 11, 12, Zeilen: 10: letzte Zeile; 11: 1 ff., 40 ff.; 12: 1
Die Europäische Union wird in der Öffentlichkeit kaum politisiert, da sie strukturell auf Konsens ausgerichtet ist. Da es weder eine Regierung, [sic] noch eine Opposition gibt, fehlt es ihr an einem grundlegenden Merkmal von Demokratie. Konfliktkonstellationen, wie sie auf nationalstaatlicher Ebene zu finden sind, die eine erhöhte Aufmerksamkeit der Bürger und der Medien hervorrufen, treten in der EU eher seltener auf (Eder 2003; Strohmeier 2007).

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Strohmeier, Gerd, 2007: Die EU zwischen Legitimität und Effektivität. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 36/2005 [sic], S. 24 - 30.

[Seite 10]

Die vorgelegten

[Seite 11]

Reformvorschläge sind aber nicht ausreichend, weil sie keinen entscheidenden Beitrag zur Lösung eines Problems leisten, das wesentlich für die nur schwach ausgeprägte Europäisierung nationaler Teilöffentlichkeiten und einer noch schwächeren gesamteuropäischen Öffentlichkeit verantwortlich ist: die mangelnde Politisierung der Europäischen Union.

Die Union als Verhandlungs- und Konkordanzsystem ist strukturell auf Konsens angelegt.22 [...]

[...]

Die Dominanz der konsens- und verhandlungsorientierten Entscheidungsfindung in der Europäischen Union hat zur Folge, dass auf eine Binarisierung der Politik in Regierung und Opposition verzichtet wird.25 So hat sich bis heute auf europäischer Ebene keine Form von Opposition herausgebildet. Da dieses grundlegende Merkmal der Demokratie auf europäischer Ebene fehlt, wird der institutionellen Bearbeitung von europäischen Themen gerade jene Konfliktsstruktur vorenthalten, die die öffentlichen Meinungsbildungsprozesse in Gang hält und die an Konfliktkonstellationen interessierten Medien bedienen könnten. Unter solchen Bedingungen findet die Europäische Union selbst nur ein begrenztes Maß an

[Seite 12]

Aufmerksamkeit bei den Bürgern.


22) Zur Charakterisierung der Europäischen Union als (demokratische) Konsoziation vgl. Manfred G. Schmidt: Der konsoziative Staat. Hypothesen zur politischen Struktur und zum politischen Leistungsprofil der Europäischen Union, in: Edgar Grande/Markus Jachtenfuchs (Hrsg.): Wie problemlösungsfähig ist die EU? Regieren im europäischen Mehrebenensystem, Baden-Baden 2000, S. 33-58; Anne Peters: A Plea for a European Semi-Parliamentary and Semi-Consociational Democracy, European Integration online Papers Nr. 03/2003, http://eiop.or.at/eiop/ texte/2003-003a.htm; Oliver Costa/Paul Magnette: The European Union as a Consociation?, in: West European Politics, 3/2003, S. 1-18.

25) Vgl. dazu und zum Folgenden Friedhelm Neidhardt/Ruud Koopmanns/Barbara Pfetsch: Konstitutionsbedingungen politischer Öffentlichkeit: Der Fall Europa, in: Hans-Dieter Klingemann/Friedhelm Neidhardt (Hrsg.): Zur Zukunft der Demokratie. Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung, Berlin 2000, S. 263-293, hier S. 285.

Anmerkungen

Zwei Absätze weiter unten wird die eigentliche Quelle – als "Thalmeier 2006" – referenziert.

Thalmaier dient hier als Quelle für diverse, mitunter modifizierte Aussagen der Verf.in über die Europäische Union, wobei deren detaillierte Argumentation nicht übernommen wird. Aus diesen Gründen wird das Fragment konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert (bei etwas strengerer Betrachtung könnte man es auch als Plagiat werten).

Bei Eder (2003) und Strohmeier (2007) finden sich die mit der Quelle feststellbaren Übereinstimmungen so nicht; insofern ergibt sich hier ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung.

(Der Aufsatz von Letzterem ist in Ausgabe 10/2007 von Aus Politik und Zeitgeschichte erschienen, siehe [91].)

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[59.] Dcl/Fragment 110 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:55 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. January 2019, 15:12 [[Benutzer:|]]
Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 14-15
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a
Seite(n): 2, Zeilen: 6 f.
Neukölln ist damit wie kein anderer Berliner Bezirk von Zuwanderung geprägt. Neukölln ist deshalb wie kein anderer Berliner Bezirk geprägt von Zuwanderung, aber auch von sozialen Verwerfungen wie Armut und Arbeitslosigkeit.
Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Aufgrund der Kürze und der eher geringen Schöpfungshöhe Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[60.] Dcl/Fragment 111 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:56 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. January 2019, 15:17 [[Benutzer:|]]
Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 7-9
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a
Seite(n): 2, Zeilen: 13 ff.
Viele der ungelernten Arbeiter, die in den sechziger Jahren gekommen waren, haben in den neunziger Jahren mit dem Strukturwandel in der Stadt ihre Arbeitsplätze verloren. Viele der ungelernten Arbeiter, die in den sechziger Jahren gekommen waren, haben in den neunziger Jahren ihre Arbeitsplätze verloren, da in Neukölln zahlreiche Unternehmen schließen mussten.
Anmerkungen

Die Quelle wird im Anschluss genannt, aber die Wörtlichkeit der Wiedergabe nicht kenntlich gemacht.

Aufgrund der eher geringen Schöpfungshöhe Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[61.] Dcl/Fragment 112 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:57 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. January 2019, 15:47 [[Benutzer:|]]
Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 24-27
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a
Seite(n): 2, Zeilen: 16 ff.
Viele Eltern reichen das eigene niedrige Bildungsniveau an ihre Kinder weiter, so dass jedes Jahr 70 % der Nord-Neuköllner Jugendlichen die Schule ohne oder nur mit dem Hauptschulabschluss verlassen (Bezirksamt Neukölln 2009b).

Bezirksamt Neukölln von Berlin, 2009b: Integrationspolitik in Neukölln. Berlin-Neukölln: Verwaltung des Bezirksbürgermeisters. Migrationsbeauftragter. URL: http://www.berlin.de/ba-neukoelln/verwaltung/migrationsbeauftragter/integrationpolitik.html, 16.07.2009

Diese Entwicklungen sowie die Struktur und soziale Spreizung  - auch der einheimischen Bevölkerung, [sic] führten dazu, dass heute im Gesamtbezirk fast jeder Dritte seinen Lebensunterhalt mit Sozialleistungen bestreitet, in Nord-Neukölln sind es über die Hälfte der Bewohner. Viele Eltern reichen zudem das eigene niedrige Bildungsniveau an ihre Kinder weiter, so dass über die Hälfte der Jugendlichen aus Einwandererfamilien die Schule ohne Abschluss oder mit einem Hauptschulabschluss verlässt und auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance hat.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, aber die Wörtlichkeit der Wiedergabe nicht kenntlich gemacht. Da nur zehn aufeinanderfolgende Wörter übernommen werden, scheint eine konservative Kategorisierung unter "keine Wertung" vertretbar.

Die Zahl "70 %" findet sich in der Quelle in diesem Zusammenhang nicht.

Zu dieser selbst siehe die Anmerkung im verlinkten Datensatz.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[62.] Dcl/Fragment 208 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:58 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. January 2019, 17:49 [[Benutzer:|]]
Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 208, Zeilen: 1-3
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009a
Seite(n): 14, Zeilen: 40 ff.
Es kann davon ausgegangen werden, dass es dort keine traditionelle „Mehrheitsgesellschaft“ mehr gibt, da auch die Einwanderer sich wieder in einzelne Kulturgruppen unterteilen. Es gibt hier keine Mehrheitsgesellschaft mehr, da auch die Einwanderer sich wieder in einzelne Kulturgruppen unterteilen.
Anmerkungen

Die Quelle wird im nächsten Satz genannt, jedoch die Wörtlichkeit der Wiedergabe nicht kenntlich gemacht.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[63.] Dcl/Fragment 182 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 11:59 (Stratumlucidum)
Erstellt: 9. January 2019, 18:12 [[Benutzer:|]]
Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009b, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 5-10
Quelle: Bezirksamt Neukölln von Berlin 2009b
Seite(n): 41, Zeilen: 24 ff.
Mit Hilfe von europäischen Fördermitteln sollen sozialräumliche Konzentrations- und Segregationsprozesse gestoppt, sozialer Zusammenhalt aufgebaut und eine Basis für das Engagement von interessierten Bewohnern geschaffen werden. Die Menschen sollen sich für ihr Umfeld verantwortlich fühlen und das Zusammenleben in ihrem Umfeld als ihre Aufgabe begreifen und selbst organisieren. [Die Beteiligung von Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft an diesen Programmen und den daraus finanzierten Projekten führt zu einer unmittelbaren Berührung mit durch die Programme transportierten europäischen Politikzielen. Dies geschieht jedoch vor allem unbewusst, denn vielen von Förderprogrammen Begünstigten ist die europapolitische Intention der Europäischen Kommission, die dahinter steht, nicht klar und das Interesse dafür ist auch gering (Urda Thiessen, Lesen und Schreiben e.V., Interview am 17.02.2009; Norbert Kleemann, Traumpfad e.V., Interview am 25.02.2009; Uwe Feindt, Aktionsgemeinschaft Rudower Geschäftsleute e.V., Interview am 24.04.2009; Gabriele Heinemann, Madonna Mädchentreff, Interview am 28.04.2009).] Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm und EFRE-Mitteln ist es programmatisches Ziel, sozialräumliche Konzentrations- und Segregationsprozesse zu stoppen, Anonymität aufzulösen, soziale Kontrolle aufzubauen und eine Basis für das Engagement von interessierten Bewohnern zu schaffen. Die Menschen sollen sich für ihr Umfeld verantwortlich fühlen und das Zusammenleben im Quartier als ihre Aufgabe begreifen und selbst organisieren.
Anmerkungen

Deutliche Übereinstimmungen mit der hier ungenannt bleibenden Quelle, als deren alleinige Redaktion die Verf.in der untersuchten Arbeit angegeben wird.

Es ist nicht ganz klar, ob es sich bei den ersten beiden Sätzen auch um zusammengefasste Äußerungen von Interviewpartnern der Verf.in im Rahmen ihrer Fallstudie handeln soll; dann würde sich die Frage nach der Authentizität der Äußerungen stellen. (Die Passage auf der rechten Seite der Synopse findet sich bereits in dem ebenfalls von ihr redigierten Europabericht 2007 / 2008, Stand 21.04.2008, auf S. 42, vgl. [92].)

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[64.] Dcl/Fragment 039 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 12:00 (Stratumlucidum)
Erstellt: 20. January 2019, 18:23 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung, Von Beyme 2000

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 8-9
Quelle: von Beyme 2000
Seite(n): 41, Zeilen: 7 ff.
Es ist im Sinne einer Operationalisierung zu klären, wer Träger des normativen Konzepts der Zivilgesellschaft ist (Kersting 1996; Beyme 2000).

Beyme, Klaus von, 2000: Zivilgesellschaft – Karriere und Leistung eines Modebegriffs. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Kersting, Wolfgang, 1996: Die politische Philosophie des Gesellschaftsvertrages [sic]. Darmstadt: Primus Verlag.

[Seite 41]

Aber Zivilgesellschaft als normatives Konzept bedarf der Operationalisierung. In zwei Dimensionen wird es diskutiert.
1. Am Anfang steht die Frage, wer ist Träger des normativen Konzepts? [...]

[Seite 42]

[Seit Rawls sind minimale Vorstellungen einer materialen Gerechtigkeit mit dem Vertragsgedanken verbunden. Empirie und »normativ-prozedurales Ideal« (Kersting 1996, S. 354) nähern sich einander an, wenn die normativen Annahmen mit den Regeln einer Rational-Choice-Theorie oder gar der Spieltheorie zunehmend verbunden werden.]


[Kersting, Wolfgang (1996), Die politische Philosophie des Gesellschaftsvertrages [sic], Darmstadt.]

Anmerkungen

Dem Anschein nach wird hier ausschließlich von Beyme (2000) sehr wortnah referiert.

Die Nennung von Kersting (1996), der – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit lediglich an dieser Stelle erwähnt wird, dürfte durch Ersteren induziert sein; von jenem scheint auch der leicht fehlerhaft wiedergegebene Titel – korrekt wäre "Gesellschaftsvertrags", vgl. [93] – übernommen worden zu sein.

Das Inhaltsverzeichnis des Werkes von Kersting vermittelt nicht den Eindruck, als ob bei diesem das Thema "Zivilgesellschaft" zentral verhandelt werden würde, vgl. [94]. Auch dessen bei von Beyme wiedergegebenes Kurzzitat legt dies nicht nahe. Von Beyme erwähnt Kersting – abgesehen von seinem Literaturverzeichnis – nur einmal auf S. 42.

Aus dem Gesagten ergibt sich ein Verdacht auf willkürliche Referenzierung.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[65.] Dcl/Fragment 038 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 12:08 (Stratumlucidum)
Erstellt: 27. January 2019, 14:15 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Liebert Trenz 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 21-24
Quelle: Liebert Trenz 2008
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
Darüber hinaus teilen zivilgesellschaftliche Akteure einen normativen Basiskonsens, der von Gewaltfreiheit und Toleranz geprägt ist (Gellner 1991; Cohen / Arato 1992; Alexander 1997; von Beyme 2000; Klein 2001; Kocka 2000, 2004; Thiery 2005).

Alexander, Jeffrey C., 1997: The Paradoxes of Civil Society. In: International Sociology, 12 (2): 115 - 133.

Beyme, Klaus von, 2000: Zivilgesellschaft – Karriere und Leistung eines Modebegriffs. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Cohen, Jean L. / Arato, Andrew, 1992: Civil Society and Political Theory. Cambridge, MA: MIT Press.

Gellner, Ernest, 1991: Civil Society in Historical Context. In: International Social Science Journal, 43 (3): 415 [sic] - 510.

Klein, Ansgar, 2001: Der Diskurs der Zivilgesellschaft. Politische Hintergründe und demokratietheoretische Folgerungen. Opladen: Leske & Budrich.

Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Thiery, Peter, 2005: Zivilgesellschaft. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 1175 - 1177.

 

Alexander, J. (1997) ‘The Paradoxes of Civil Society’, International Sociology, 12(2): 115-133.

Beyme, K. von (2000) ‘Zivilgesellschaft — Karriere und Leistung eines Modebegriffs‘, in M. Hildermaier [sic], M. Hildermaier [sic], K. Jürgen [sic] and C. Christoph [sic] (eds) Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen, Frankfurt and New York: Campus.

Cohen, J. L. and Arato, A. (1992) Civil Society and Political Theory, Cambridge, MA: MIT Press.

Gellner, E. (1991) ‘Civil Society in Historical Context’, International Social Science Journal, 43(3): 415 [sic]-510.

Klein, A. (2001) Der Diskurs der Zivilgesellschaft. Politische Hintergründe und demokratietheoretische Folgerungen, Opladen: Leske & Budrich.

Kocka, J. (2004) ‘Civil Society from a historical perspective’, European Review, 12(1): 65-79.

Anmerkungen

Ergänzungsfragment zu Fragment 038 16.

5 von 8 Referenzen für den Satz – der inhaltlich aus der Quelle Thiery (2005) stammt – werden anscheinend der Quelle Liebert / Trenz (2008) entnommen. Der Titel von Beyme (2000) wurde von der Verf.in nachweislich rezipiert und wird im Literaturverzeichnis der Quelle zudem mit etlichen Fehlern wiedergegeben, die sich bei dieser nicht finden.

Der Aufsatz von Gellner (1991) findet sich nicht, wie in der Quelle angegeben und von der Verf.in übernommen, auf S. 415-510, sondern auf S. 495-510.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[66.] Dcl/Fragment 100 18a - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 12:11 (Stratumlucidum)
Erstellt: 5. February 2019, 17:11 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Kielmansegg 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 18-24
Quelle: Kielmansegg 2003
Seite(n): Literaturverzeichnis, Zeilen: –
In der Literatur wird dazu konstatiert, dass die Kommission mit der Einführung des Konzepts der Zivilgesellschaft der politischen Debatte über Demokratie in der EU eine neue Ausrichtung gegeben hat, indem sie in Ergänzung zur repräsentativen Demokratie Elemente partizipativer Demokratie einführte, die vorgeben, dass die Möglichkeit für alle von einer Maßnahme Betroffenen eingeräumt wird, sich am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen, um damit eine zusätzliche Legitimationsressource zu generieren (Zürn 1996; Abromeit 1998; Decker 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Nanz / Steffek 2005; Kersting 2008).

Abromeit, Heidrun, 1998: Democracy in Europe. Legitimizing [sic] Politics in a Non-State Polity, Oxford: [sic] Berghan [sic] Books.

Decker, Frank, 2000: Demokratie und Demokratisierung jenseits des Nationalstaates: Das Beispiel der Europäischen Union. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft 10, S. 585 - 629.

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

Zürn, Peter, [sic] 1996: Über den Staat und die Demokratie im europäischen Mehrebenensystem. In: Politische Vierteljahreszeitschrift [sic] 37. Zeitschrift der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, S. 27 - 55.

 

Abromeit, Heidrun 1998: Democracy in Europe. Legitimizing [sic] Politics in a Non-State Polity, New York/Oxford.

Decker, Frank 2000: Demokratie und Demokratisierung jenseits des Nationalstaates: Das Beispiel der Europäischen Union, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft 10, 585-629.

Zürn, Peter [sic] 1996: Über den Staat und die Demokratie im europäischen Mehrebenensystem, in: Politische Vierteljahresschrift 37, 27-55.

Anmerkungen

Ergänzungsfragment zu Fragment 100 18 (siehe Anmerkung dort).

3 von 6 Referenzen sind anscheinend der Quelle entnommen.

Zürn heißt Michael mit Vornamen [95].

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[67.] Dcl/Fragment 068 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 12:12 (Stratumlucidum)
Erstellt: 22. February 2019, 12:35 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, Kaase 1997, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 1-6
Quelle: Kaase 1997
Seite(n): 172, Zeilen: 12 ff., 30 ff.
Verba und Nie [sic] (1978) haben in diesem Zusammenhang den sozioökonomischen Ressourcenansatz geprägt, der einige Bestimmungsfaktoren politischer Partizipation festlegt. Dazu gehört die Verfügbarkeit von individuellen und materiellen Ressourcen wie Einkommen und Vermögen, von kognitiven Ressourcen wie Wissen und von Zeitressourcen, die über soziokulturelle Merkmale wie Beruf, Einkommen oder den Schulabschluss operationalisiert werden.

Verba, Sidney / Nie, Norman H. et al. [sic], 1978: Participation and Political Equality. A seven nation [sic] comparison. Cambridge. Cambridge University Press.

Darüber hinaus hat gerade die vergleichende Studie zur politischen Ungleichheit von Verba, Nie und Kim (1978) [sic] zusätzlich auf die große Bedeutung institutioneller Barrieren für die Mitwirkung des Bürgers an politischen Entscheidungen aufmerksam gemacht (siehe dazu auch Kaase 1981). Jenseits dieser wichtigen Einflußgrößen ist es jedoch zuallererst die individuelle Ressourcenausstattung, z.B. Schulbildung, Beruf und Einkommen, welche die Chancen für individuelle politische Mitwirkung massiv beeinflußt. [Dieser Befund wurde schon von Milbrath (1965) als universell geltend berichtet.] Verba und Nie (1972; 1975 [sic]) brachten ihn dann in die Form des sog. sozio-ökonomischen Standardmodells der politischen Beteiligung, das von Verba, Schlozman und Brady (1995) inzwischen differenziert worden ist. [...] Gerade der in allen Partizipationsstudien, seien sie nun national oder international vergleichend angelegt, immer wieder bestätigte Befund, daß sich vor allem die nicht verfaßten Formen politischer Beteiligung ganz disproportional in Bevölkerungsgruppen mit überdurchschnittlich kognitiver und wirtschaftlicher Ressourcenausstattung vorfinden lassen — das ist geradezu ein eherenes [sic] Gesetz —, ist unter dem Blickwinkel politischer Gleichheit ein gewichtiges Problem.

Kaase, M., 1981: Politische Beteiligung und politische Ungleichheit. In: Albertin, L. und Link, W. (Hrsg.), Politische Parteien auf dem Weg zur parlamentarischen Demokratie in Deutschland, 363-377. Düsseldorf.

[Milbrath, L.W., 1965: Political Participation. Chicago.]

Verba, S. & Nie, N.H., 1972: Participation in America. New York.

Verba, S., Schlozman, K.L. & Brady, H.E., 1995: Voice and Equality. Civic Voluntarism in American Politics. Cambridge.

Anmerkungen

Kaase (1997) scheint der Verf.in hier als Vorlage gedient zu haben, dessen Ausführungen sie modifiziert und ergänzt.

Während die Quelle Verba und Nie (1972 u. 1975) als Urheber "des sog. sozio-ökonomischen Standardmodells der politischen Beteiligung" nennt, gibt die Verf.in an, dass "Verba und Nie (1978)" den "sozioökonomischen Ressourcenansatz geprägt" hätten, "der einige Bestimmungsfaktoren politischer Partizipation festlegt".

Im Literaturverzeichnis der Quelle werden die Referenzen Verba und Nie (1975) und Verba, Nie und Kim (1978) nicht aufgelöst.

Der Titel des letzteren Werkes lautet Participation and Political Equality. A seven-nation comparison und wurde außer von Verba und Nie (nur) noch von Kim mitverfasst, vgl. [96]. Dieses findet sich mit denselben Fehlern wie bei der Verf.in bereits im Literaturverzeichnis der Quelle Kersting (2008), siehe Fragment 045 11 (keine Wertung).

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[68.] Dcl/Fragment 011 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 12:14 (Stratumlucidum)
Erstellt: 13. March 2019, 07:33 [[Benutzer:|]]
Bieber 2001, Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1-2, 7-8
Quelle: Bieber 2001
Seite(n): 38, Zeilen: 4 ff.
Mit den wachsenden Aufgaben, Verantwortungsbereichen und neuen Integrationsschritten, [sic] spielte die demokratische Legitimation der Union eine immer größere Rolle. [...] Die Rechtsgemeinschaft hatte einen größeren Bedarf, bei ihren Mitgliedstaaten und deren Bürgern Zustimmung für ihr Handeln zu gewinnen. Die Europäische Union beruht noch immer im wesentlichen auf Instrumenten des Rechts und ist in ihrem Handeln auf diese Instrumente angewiesen. Sie bildet eine Rechtsgemeinschaft. Dies vergrößert den Bedarf, bei den betroffenen Völkern Zustimmung für ihr Handeln zu gewinnen. Mit wachsenden Aufgaben wird daher die Legitimation der Union zu einem zentralen Problem des Einigungsprozesses.
Anmerkungen

Bieber (2001) dient der Verf.in hier als Vorlage, die ungenannt bleibt. Die Quelle wird am Ende des vorigen Absatzes auf der Vorseite als Beutler / Bieber / Pipkorn / Streil (2001) referenziert.

Da die Ausführungen sich semantisch aber nicht vollständig mit denen der Quelle decken, wird das Fragment konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[69.] Dcl/Fragment 143 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 12:15 (Stratumlucidum)
Erstellt: 2. April 2019, 09:52 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Statistisches Amt der Europäischen Kommission 2005, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 21-22
Quelle: Statistisches Amt der Europäischen Kommission 2005
Seite(n): 1, Zeilen: 2 ff.
Im vergangenen Jahrzehnt sind Informations- und Kommunikationstechnologien für die breite Öffentlichkeit zugänglich geworden (Schaper-Rinkel 2003; Schäfer 2008).

Schäfer, Mike S., 2008: Die neue Freiheit. Revolutioniert das Internet öffentliche Debatten? In: Das Präsidium der Freien Universität Berlin (Hrsg.): fundiert. Das Wissenschaftsmagazin der Freien Universität Berlin. Berlin: Freie Universität Berlin, S. 42 - 47.

Schaper-Rinkel, Petra, 2003: Die europäische Informationsgesellschaft. Technologische und politische Integration in der europäischen Politik. Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot.

Im vergangenen Jahrzehnt sind Informations- und Kommunikationstechnologien, allgemein als IKT bezeichnet, für die breite Öffentlichkeit zugänglich und erschwinglich geworden.
Anmerkungen

Auch wenn der Inhalt des Satzes trivial scheint, besteht hier die starke Vermutung, dass die Verf.in statt ihrer tatsächlichen Quelle auf gut Glück zwei andere nennt.

Weder bei Schaper-Rinkel (2003) noch bei Schäfer (2008) findet sich die Aussage in einer ähnlichen sprachlichen Form; für Letzteren vgl. [97].

Aufgrund der geringen Schöpfungshöhe dennoch konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


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