2 ungesichtete Fragmente: "verdächtig" oder "Keine Wertung"

[1.] Dcl/Fragment 025 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:02 (Stratumlucidum)
Erstellt: 25. June 2019, 08:16 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, KeineWertung, Patel 2005, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 4-8
Quelle: Patel 2005
Seite(n): 24, Zeilen: 5 f.
[Direkte Formen demokratischer Kontrolle und Partizipation auf europäischer Ebene durch Bürger und Vertreter der Zivilgesellschaft gab es anfangs nicht (Kaelble 2000; Patel 2005).] Der europäische Einigungsprozess war begleitet von einem zulassenden Konsens der europäischen Bevölkerung, der ein prinzipielles Einverständnis mit der Gemeinschaftspolitik, aber ein geringes Maß an Kenntnissen und Interesse für die komplexen und kontroversen europapolitischen Verhandlungen beinhaltete (Schmidberger 1997).

[Kaelble, Hartmut, 2000: Demokratie und europäische Integration seit 1950, in: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Patel, Kiran Klaus, 2005: Wie Europa seine Bürger verlor. Für mehr Teilhabe: Europäisierung und die Defizite der Integration. In: Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik: Internationale Politik. Europa neu denken, Nr. 7, Jg.: 60, S. 22 - 28.]

Schmidberger, Martin, 1997: Regionen und europäische Legitimität. Der Einfluss des regionalen Umfeldes auf Bevölkerungseinstellungen zur EU. Frankfurt: Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften.

Drittens waren alle europapolitischen Verhandlungen von Anfang an so kompliziert und kontrovers, dass sie sich kaum kommunizieren ließen.
Anmerkungen

Zum größeren Teil wird die Aussage durch die Nennung von Schmidberger (1997) abgedeckt, bei dem sich folgende Passagen finden:

"Von einem dem Integrationsprozeß zugrundeliegenden 'permissive consensus' (Lindberg/ Scheingold 1970), d.h. einer 'gestattenden Gleichgültigkeit' der Bevölkerung gegenüber dem Integrationsprozeß, kann nicht länger gesprochen werden." (S. 2)
"Zu gering schien der unmittelbare Einfluß der Gemeinschaftspolitiken auf den Alltag der Bürger, als daß die Unterstützung der Bevölkerung zur europäischen Integration, die 'gestattende Gleichgültigkeit' (Lindberg/Scheingold 1970) gefährdet schien. Europäische Politik wurde in der Bevölkerung durchaus wohlwollend, allerdings auf geringem Informationsniveau und mit einem hohen Maß an Desinteresse betrachtet und galt als Unternehmung politischer Eliten." (S. 8 f.)

Bei diesem ist aber weder von "komplexen und kontroversen europapolitischen Verhandlungen" noch von Verhandlungen überhaupt – abgesehen von einem Titel im Literaturverzeichnis – an irgendeiner Stelle die Rede, weshalb es fragwürdig scheint, Schmidberger für solche zu referenzieren; den Ausdruck übernimmt die Verf.in allem Anschein nach leicht abgewandelt aus der unmittelbar zuvor genannten Quelle Patel (2005).

Sichter
(Stratumlucidum)


[2.] Dcl/Fragment 201 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. March 2021, 09:03 (Stratumlucidum)
Erstellt: 16. July 2019, 12:43 [[Benutzer:|]]
Dcl, Fragment, KeineWertung, Nanz Steffek 2005, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 20-21, 24-27
Quelle: Nanz Steffek 2005
Seite(n): 92, 93, Zeilen: 92: 38 ff.; 93: 1 ff., 16 ff., 26 ff.
[c.   Ergebnisse und Schlussfolgerungen zu Unterfrage 3]

Stellen die Politikinstrumente der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft auf die Inklusion aller Betroffenen ab?

[Anhand der Fallstudie lässt sich feststellen, dass der überwiegende Teil der Beteiligungsinstrumente der Kommission auf eine bestimmte bereits europapolitisch interessierte und gebildete Klientel abstellt.] Die Einbeziehung aller potentiell von einer politischen Entscheidung Betroffenen in den Beratungs- und Regelsetzungsprozess, einschließlich marginalisierter Gruppen, die durch mangelnde Ressourcen und Expertise im politischen Diskurs benachteiligt sind, steht nicht im Vordergrund.

[Seite 92]
4.   Eine systematische Einbeziehung (Inklusion) der Anliegen aller Betroffenen in den Beratungs- und Regelsetzungsprozess ist ein weiteres Kriterium, mit dem sich die demokratische Qualität internationalen Regierens beurteilen

[Seite 93]

lässt. [...] Gemeint ist hier die systematische Einbeziehung der Anliegen und Argumente aller von einer politischen Entscheidung Betroffenen (stakeholder) in den Beratungs- und Entscheidungsprozess. [...] Es ist also zu fragen: Sind die Argumente aller potentiell Betroffenen in den Beratungen berücksichtigt? Werden Entscheidungsfindungsverfahren im Hinblick auf eine bessere Inklusion verändert, wird etwa die Beteiligung ehemals marginalisierter Gruppen gefördert?

[...] Ist sichergestellt, dass ZGOs auch die Anliegen derjenigen Regelungsbetroffenen artikulieren, die im Hinblick auf ihre eigenen Chancen zur Interessenartikulation durch mangelnde Ressourcen und/oder Expertise benachteiligt sind?

Anmerkungen

Sowohl die Frage als auch insbesondere der zweite Satz der Antwort weisen signifikante Übereinstimmungen mit der Quelle auf. (Mit "ZGOs" sind in dieser zivilgesellschaftliche Organisationen gemeint.)

Da es sich bei Letzterem jedoch trotz der Parallelen im Wortlaut um eine Aussage handelt, die als solche nicht in der Quelle enthalten ist, Kategorisierung unter "keine Wertung".

Die Ausführungen finden sich im abschließenden Kapitel 5 der vorliegenden Dissertation, in dem "aus den Ergebnissen der vorangegangenen Untersuchung Schlussfolgerungen gezogen" werden (S. 198).

Sichter
(Stratumlucidum)


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