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  • Im Artikel im Handelsblatt über die medizinischen Dissertationen und auch in mancher Diskussion hier klingt immer wieder an, dass bestimmte Verfahrensweisen übliche Praxis in bestimmten Fächern waren/sind. Nun stellt sich die Frage nach den Konsequenzen für die Beteiligten. Technisch gesehen sind ungekennzeichnete Textübernahmen natürlich Plagiate, aber wie sieht es mit der Schuldfrage aus, bzw. mit der Frage nach der Täuschungsabsicht, wenn besagte Übernahmen von den Betreuern so gebilligt/befürwortet worden sind. Aus Erfahrung weiß ich, dass bei Bachelor, Master, Diplom usw. dem Prüfling keine Täuschung attestiert wird, wenn der Betreuer verantwortlich ist. Nun ist eine Dissertation etwas anderes als eine simple Abschlussarbeit, da sie ja schließlich auch veröffentlicht wird. Gibt es zu der angesprochenen Thematik Erfahrungswerte oder rechtliche Grundlagen, wie so etwas zu behandeln ist?

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    • Ich erinnere mich da an einen Fall, der in der Presse erwähnt wurde, wo tatsächlich ein Betreuer den/die VerfasserIn zum „Abschreiben“ aus einer früheren Arbeit aufgefordert haben soll. Finde aber den Artikel nicht mehr und weiß auch nicht, wie das ausgegangen ist.

      Tatsächlich dürfte die Frage des Vorsatzes bzw. der Täuschung eine erhebliche Rolle für den Entzug oder Nichtentzug eines Doktorgrads oder eine mildere Sanktion (z.B. Notenherabsetzung, Rüge, Auflage der Nachbesserung) spielen. Zu bedenken wäre allerdings, dass die Vergabe des Doktorgrads nicht einzig durch den Betreuer erfolgt, sondern in einem geregelten Verfahren durch eine Prüfungskommission (inkl. Zweitgutachter, Beisitzer), je nach Fakultät und Promotionsordnung ggf. unter Mitwirkung des Dekans, der ggf. die Urkunde unterzeichnen muss. Wenn tatsächlich die gesamte Prüfungskommission vor Aushändigung der Doktorurkunde von den Plagiaten Kenntnis hatte, so mag der Vorwurf der Täuschung entfallen – dies wäre aber wohl ein seltener Ausnahmefall. Ich denke nicht, dass man so einfach damit durchkäme, falls ein Betreuer und Doktorand „gemeinsame Sache machen“ und damit gemeinsam die übrigen an der Vergabe des Doktorgrads beteiligten Personen täuschen.

      Entscheidend für den Entzug des Doktorgrads ist, dass es sich bei der vorherigen Vergabe um einen rechtswidrigen Verwaltungsakt handelte, der zurückzunehmen ist. Schließlich muss jeder Doktorand auch eine Erklärung abgeben, oft eidesstattlich und meist mit Formulierungen, wonach ungekennzeichnete Textübernahmen (Plagiate) ausgeschlossen sind. Ist diese Erklärung (grob) wahrheitswidrig oder sind andere in der Promotionsordnung verlangte Voraussetzungen schlicht nicht erfüllt, könnte man wohl auch unabhängig von der Mitwisserschaft des Betreuers (oder mehrerer Gutachter) von einem Verstoß gegen die Promotionsordnung und somit auch von einem rechtswidrigen Verwaltungsakt ausgehen.

      Siehe hierzu z.B. auch die Urteilsbegründung im Fall Koch-Mehrin (VG Karlsruhe Urteil vom 4.3.2013, 7 K 3335/11):

      Auszug Rn 73: „Die Entziehung des Doktorgrades findet ihre erforderliche Rechtsgrundlage in § 48 Abs. 1 Satz 1 LVwVfG. Danach kann ein rechtswidriger Verwaltungsakt, auch nachdem er unanfechtbar geworden ist, ganz oder teilweise mit Wirkung für die Zukunft oder für die Vergangenheit zurückgenommen werden (vgl. zur unbedenklichen Anwendbarkeit dieser Rücknahmeregelung beim Entzug des Doktorgrades, BVerwG, Beschluss vom 20.10.2006 - 6 B 67.06 -, Buchholz 316 § 48 VwVfG Nr. 116).“

      Auszug Rn 75: „Die Verleihung des Doktorgrades, die durch die Aushändigung der Urkunde über die bestandene Doktorprüfung an die Klägerin durch Übersendung am 08.01.2002 erfolgte, ist ein begünstigender Verwaltungsakt, der rechtswidrig war. Unabhängig von der tatsächlich unzutreffenden (dazu sogleich) schriftlichen Erklärung der Klägerin gemäß § 7 Abs. 3 Satz 4 PromO a.F., dass sie die Dissertation selbständig verfasst, alle wörtlich oder sinngemäß übernommenen Textstellen als solche kenntlich gemacht, andere Quellen und Hilfsmittel als die in der Arbeit genannten nicht benutzt und die Dissertation noch keiner anderen Fakultät vorgelegt habe, erbrachte die von der Klägerin im Jahr 1998 eingereichte Dissertation nicht den Nachweis der Befähigung zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit (§ 54 Abs. 1 Satz 2 UG, § 7 Abs. 3 Satz 2 PromO a.F. („Sie soll eine beachtenswerte wissenschaftliche Leistung darstellen und die Fähigkeit des Verfassers zu selbständiger Forschung erkennen lassen“; nunmehr: § 38 Abs. 1 Satz 1 LHG; § 7 Abs. 1 PromO). Damit lagen die rechtlichen Voraussetzungen für die Verleihung des Doktorgrades nicht vor. Dieser wurde der Klägerin vielmehr zu Unrecht verliehen.“

      Auszug Rn 76: "In der Rechtsprechung ist geklärt, dass „nur eine unter Offenlegung aller verwendeten Quellen und Hilfsmitteln erbrachte wissenschaftliche Leistung den Anforderungen an eine Dissertation genügt“ (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.04.2000 - 9 S 2435/99 -, KMK-HSchR/NF 21A Nr. 19 unter Bezugnahme auf VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.11.1980 - IX 1302/78 -, ESVGH 31, 54; VGH, Urteil vom 13.10.2008 - 9 S 494/08 -, VBlBW 2009, 191) bzw. „die wörtliche oder sinngemäße Übernahme von Textpassagen aus fremden Werken ohne (ausreichendes) Zitat gegen grundlegende Maßstäbe wissenschaftlichen Arbeitens verstößt und die Annahme als Dissertation im Regelfall ausschließt“ (BayVGH, Urteil vom 04.04.2006 - 7 BV 05.388 -, BayVBl. 2007, 281). Zu den Grundanforderungen wissenschaftlichen Arbeitens gehört gerade, dass der Beitrag auf eigenständigen Erwägungen beruht und nicht bloß Passagen aus dem Werk eines anderen Autors übernimmt (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 13.10.2008 - 9 S 494/08 -, VBlBW 2009, 191)."

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    • Danke für die Antwort. Interessant wird die Thematik eigentlich, wenn es solche Regelungen offiziell/inoffiziell gibt:

      http://www.meduniwien.ac.at/homepage/content/studium-lehre/studierendenberatung/plagiatpruefung-an-der-meduni-wien/was-ist-ein-plagiat/was-ist-kein-plagiat/

      Gleichermaßen Interessant ist die Frage, ob Vorsatz, bzw. grobe Fahrlässigkeit ein notwendiges Kriterium sind (für die Wahl der Konsequenzen auf jeden Fall) und ob diese gegeben sind, wenn der Betreuer einer Handlungsweise zugestimmt, sie empfohlen hat. Wobei bei einer Dissertation die Betreuerrolle sicherlich nicht so gemeint ist, im Gegensatz zu einer Bachelor-Arbeit, bei der der Betreuer dem noch in Ausbildung befindlichen Studenten sogar weisungsbefugt sein kann.

      Das Urteil ist sicherlich interessant, wir wissen jedoch, dass Universitäten und Fakultäten sich nicht wirklich an die Sichtweise von Richtern gebunden fühlen und in der Vergangenheit öfters schon Entscheidungen getroffen, die Richter vermutlich anders gesehen hätten.

        Lade Editor…
    • Danke für diesen Link, in Österreich gibt es dazu wirklich ganz eigene Meinungen. Bitter stößt mir dabei vor allem auf, dass dazu nicht einmal gesagt wird, dass man wenigstens die Quelle anzugeben hat, wenn man schon Text "übernimmt", selbst wenn man auf die Kennzeichnung als wörtliche Übernahme verzichtet. Schön ist auch die Einschränkung "sofern diese nicht allzu exzessiv sind!". Für mich zeigen solche Einlassungen nur, dass es auch innerhalb der Fächer nötig ist, über diese Fragen in eine echte Diskussion zu kommen und Mindeststandards klar zu formulieren und dann auch so an die Studierenden weiterzugeben...

        Lade Editor…
    • ich glaube, dass hier die Person, die in der Praxis die Plagiatsprüfung vornimmt (d.h. die Software bedient und die Ergebnisse anschaut) einfach ihre Praxis geschildert hat, ohne zu bedenken, dass die Praxis kulanter sein kann, als die komunizierten Regeln, aber dass die kulante Praxis nicht als klar definierte Regel taugt, denn, wie soll ein Student schon wissen, was "nicht allzu exzessiv" ist, und warum soll man ihm einen Freifahrschein für solche Übernahmen geben, auch wenn man vielleicht bei solchen Übernahmen nicht gleich die schwersten Sanktionen verhängt?

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    •   Lade Editor…
    • @Strafjurist: Eine Klarstellung und Positionierung der Fachbereiche ist sicherlich wünschenswert und notwendig. Es muss jedoch eine Lösung für die Alt-Fälle gefunden werden. Wenn das Thema wiss. Arbeiten so vermittelt wurde, wie es zu sein scheint, dann dürfen die Folgen dieser Fehler nicht auf dem Rücken der Studierenden als schwächstes Glied ausgetragen werden, die sich am Ende nur an das gehalten haben, was vermittelt wurde, eine Täuschungsabsicht ist in diesen Fällen nicht vorhanden. Es muss sich das gesamte Fach hinterfragen und Lösungen für Vergangenheit und Zukunft bereitstellen. Eine „Lösung“ der Form, wir haben zwar als Fach alles falsch gemacht, aber nur die Studierenden tragen die Konsequenzen, ist nicht akzeptabel.

        Lade Editor…
    • Eine Anfrage bei Vroniplag bezüglich fachspezifischen oder gar historischen Zitierregeln muss ins Leere laufen, huldigt man hier doch einem „objektiven“ Plagiatsbegriff, der interdisziplinär und zeitunabhängig zur Anwendung gebracht wird. Einzige Ausnahme ist (den Fachvertretern im Team geschuldet) die sog. „Jursitenzitierweise“. Dass die Fakultäten den Sachverhalt oftmals differenzierter beurteilen, lässt sich unter „Statistik“ gut nachvollziehen.

      Ich kann IP 77.9.57.212 aber beruhigen: Es ist Doktoranden offenbar mehr erlaubt, als das offizielle Sprachrohr des wikis verlautbart. Bitte bei Bedarf einfach den string „term rewriting based on axioms“ eingeben und die Dateien, bes. den Aufsatz von 1995, sichten. Dann gerne selbst mit der Suchmaschine fortfahren. Ich würde ja sagen: Fachspezifisch keine Zitierpflicht, aber ich wäre auf PlaginHoods Reaktion durchaus gespannt.

        Lade Editor…
    • Vielleicht folgendes vorab: VroniPlag Wiki hat kein offizielles Sprachrohr und ist kein Ort der Huldigung.

      Richtig ist, dass bei der Arbeit im Wiki der Plagiatsbegriff objektiv ist, also nicht von subjektiven Vorstellungen der Handelnden bestimmt wird und insbesondere nicht davon abhängt, ob jemand vorsätzlich gehandelt hat. So etwas können vielleicht Untersuchungskommissionen feststellen.

      Soweit ich sehe, gibt es außerdem keine nennenswerten Differenzen zum Plagiatsbegriff, den die ziemlich einheitliche Rechtsprechung deutscher Verwaltungsgerichte entwickelt hat. Die muss allerdings gelegentlich Vorsatz feststellen, nämlich wenn vorsätzliches Handeln Voraussetzung für den Entzug eines akademischen Grades ist. Dafür hat der Rechtsprechung bisher eine gewisse Häufigkeit von Zitierverstößen in der Arbeit ausgereicht. Soweit ich sehe, müssten alle im VroniPlag Wiki öffentlich dokumentierten Arbeiten diese Häufigkeit aufweisen.

      In der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte habe ich bisher auch keine Anhaltspunkte für fachkulturelle Besonderheiten gefunden.

      Richtig ist, dass hier im Wiki eine lange und gelegentlich missverständliche Diskussion über fachkulturelle Besonderheiten in der Rechtswissenschaft geführt wurde. Im Kern ging es dabei darum, dass wörtliche Zitate nicht immer als solche gekennzeichnet werden, sobald dem Leser klar ist, dass eine Primärquelle des Rechts wiedergegeben wird - also Gesetzgebung oder Rechtsprechung. Ich denke, solange dem Leser bewusst ist, dass die Formulierungen aus dem Gesetz oder der Rechtsprechung selbst stammen (z.B.: "Nach gefestigter Rechtsprechung...", "nach § 242 BGB...", besteht hier keine wesentliche Abweichung zu allgemein in der Wissenschaft gültigen Zitierregeln.

      Die "Statistik" weist leider nicht fachkulturelle Besonderheiten nach, sondern dass auch innerhalb derselben Fachrichtung sehr unterschiedlich strenge oder laxe Maßstäbe angewendet werden. Der Entscheidung der Universität im Fall "Nk" wird man beispielsweise nicht entnehmen können, dass es in der Medizin als lässliche Sünde zu werten ist, wenn die Hälfte des Textes einer Dissertation aus der Habilitationsschrift des Doktorvaters stammt, die in der ganzen Arbeit nicht erwähnt wird. Auch bei den anderen Fachrichtungen lässt sich leider nirgendwo ein einheitlicher Trend erkennen. Bisweilen gibt es sogar innerhalb ein und derselben Fakultät einer Universität nicht leicht erklärbare Diskrepanzen - wie in den Bewertungen der Dissertationen von Psc und Tr, verglichen mit der Bewertung im Fall Mb.

        Lade Editor…
    • @ IP 199.200.120.140 Da ich vom Mitdiskutanten (IP 199.200.120.140) direkt angesprochen bin, möchte ich gerne antworten (etwas ausführlicher, da offensichtlich einige Missverständnisse bestehen):

      1. Ich huldige keinem Plagiatsbegriff, egal ob nun „objektiv“, „interdisziplinär und zeitunabhängig“ oder sonst irgendetwas oder auch nicht. Ich gebe auch zu bedenken, dass die Leute, die sich hier bei VroniPlag Wiki einbringen ihre individuell unterschiedlichen Ansichten haben, von Fall zu Fall entscheiden und gelegentlich ihre Ansichten revidieren und manche Dinge damals zu Projektbeginn ggf. auch ganz anders bewertet haben mögen.

      2. Aussagen wie: VroniPlag macht dies oder das, sieht das so oder so, usw.. sind pauschaulisierend und gehen daher oft an der Wirklichkeit vorbei. Etwas wie „das offizielle Sprachrohr des Wikis“ (s.o.) gibt es nicht, es gibt hier keine „offiziellen“ Verlautbarungen. VroniPlag Wiki ist nicht „offiziell“. Da dies allerdings eine offene, gemeinschaftlich organisierte und genutzte Plattform und kein Privatprojekt ist, bedarf es einiger Verständigungen zur Zusammenarbeit (so schwer das auch manchmal ist) bzw. eines Minimalkonsens in manchen Fragen, der von Einzelnen ggf. auch nur zähneknirschend hingenommen wird. Dabei geht es bei Weitem nicht nur um einen bestimmten Plagiatsbegriff, auf den man sich festlegte – eine solche Festlegung bzw. eine Abstimmung darüber hat es im Wiki übrigens nie gegeben, manche Dinge haben sich aber nach und nach etabliert. Es kann dabei durchaus vorkommen, das abweichende Einzelansichten – dem erforderlichen Pragmatismus geschuldet – untergehen.

      3. Ich bitte zu unterscheiden, dass die Frage, was ein Plagiat ist (Definitionen gibt es genug) und die Frage, was hier im Wiki dokumentiert wird oder manchmal aus guten Gründen auch nicht in die Wertung eingeht, zwei grundverschiedene Fragen sind. Dies bitte nicht vermischen und nicht gleichsetzten mit der Huldigung irgendeines Plagiatsbegriffs.

      4. Zweifellos sind manche Zitierverstöße bzw. Plagiate weniger gravierend als andere, mögen zuweilen auch recht harmlos daherkommen und die Aberkennung eines akad. Grades nicht rechtfertigen. Dem tragen Universitäten Rechnung und auch in Gerichtsurteilen wird die Frage der Verhältnismäßigkeit angesprochen. Im Wiki werden jedoch keine solchen Urteile gefällt und keine akad. Grade aberkannt: Die Frage, wie schwer (formale) Verstöße wirklich zu bewerten sind, bleibt daher dem Leser bzw. Universitätsverantwortlichen und Gerichten überlassen. IP 199.200.120.140 hingegen schreibt: „Dass die Fakultäten den Sachverhalt oftmals differenzierter beurteilen, lässt sich unter „Statistik“ gut nachvollziehen.“ Meine Antwort dazu: Nein, dass, wie gesagt, Zitierverstöße längst nicht immer auch eine Aberkennung rechtfertigen (worüber im Wiki nicht gemeinschaftlich befunden wird), sagt überhaupt gar nichts darüber aus, dass „die Fakultäten den Sachverhalt oftmals differenzierter beurteilen“. Das Ausbleiben der Aberkennung entkräftet nicht zwangsläufig die aufgezeigten Textübernahmen.

      5. Eine kritische Beleuchtung des Quellenumgangs ist hingegen Inhalt vieler Rezensionen auch außerhalb des Wikis, und dennoch findet auch hier im Wiki die Verhältnismäßigkeit Berücksichtigung, was daran zu erkennen ist, dass viele Dokumentationen mit quantitativ und/oder qualitativ weniger gravierend empfundenen Textübernahmen (bislang) nicht veröffentlicht worden sind und manche Textübernahmen die Kategorie „KeineWertung“ tragen (d.h. nicht in die Wertung eingehen), obwohl auch andere Ansichten dazu existieren. Daran ist auch zu erkennen, dass das Wiki sich (in seiner Geamtheit) also gar nicht so sehr festgelegt hat, wie es dem Mitdiskutanten offenbar erscheint.

      6. Wer allerdings tatsächlichen die Stimmen von sog. Plagiatsexperten aus Universitäten und Gremien, Tagungen, aus der Presse oder auch privat veröffentlichte Ansichten von Wissenschaftlern (z.B. zur Causa Schavan) über einen längeren Zeitraum mitbeobachtet hat, muss feststellen, dass auch die Meinungen  innerhalb eines Fachgebiets stark divergieren (längst nicht immer sind krass unterschiedliche Stellungnahmen politisch oder freundschaftlich motiviert, Schutzbehauptungen, usw..). Einige Wissenschaftler widersprechen vehement den Ansichten anderer Kollegen vom Fach. Ich halte es daher für problematisch (vor allem für ein kollaboratives Wiki), sich auf einen angeblich fachspezifischen Plagiatsbegriff festzulegen, sofern es das überhaupt gibt. Was ein Plagiat ist, dafür gibt es Literatur und Definitionen, die fachunabhängig sind (vielleicht ist es ja das, was der Mitdiskutant als „Huldigung“ eines „objektiven“ Plagiatsbegriffs versteht). Was gute wissenschaftliche Praxis ist, sagt auch der gesunde Menschenverstand, ganz unabhängig davon. Was schlechte, aber in manchen Fächern ggf. nicht seltene Praxis ist, kann im Wiki dokumentiert werden, auch wenn es dem Mitdiskutanten vielleicht nicht gefällt. Wie schwerwiegend solche Verstöße im Einzelfall sind, hängt von vielen Dingen ab, selbstverständlich auch fachspezifischen Gepflogenheiten. Ich sehe darin aber keinen Widerspruch zur Dokumentation oder irgendetwas grundlegend Falsches.

      7. Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass hier durchaus Leute aus verschiedenen Fachgebieten mitwirken, auch wenn diese ihre Identität nicht offenlegen. Diese Leute sind auch keineswegs so ignorant oder blöd, um nicht zu wissen, das manch harmlosere Varianten einer unschönen Zitier- oder Abschreibpraxis, die leicht ein überhöhtes Maß an Eigenrecherche, Eigenaufwand, Formulierungsstärke, Kreativität, Neuheitswert oder Eigenerkenntnis suggerieren, in ihren Fachgebieten (oder auch in anderen Fachgebieten) nicht selten sind und bei manchen Leuten Akzeptanz finden (bei diesen scheinbar teils sogar ohne Einschränkung). Dokumentieren kann man das trotzdem.

        Lade Editor…
    • Hab Plagprofs AW erst jetzt gesehen. Ich glaube, er hat meiner AW an IP 199.200.120.140 (s.o.) schon ein bisschen vorgegriffen.

        Lade Editor…
    • Liebe IP 199.200.120.140,

      Ihr leicht verklausulierter Plagiatsvorwurf ist nicht neu, der wurde schon von dem allseits als in Plagiatsfragen inkompetent bekannten Herrn Kamenz erhoben, und ist auch in diesem Fall haltlos. Es gibt Textparallelen zwischen der besagten Dissertation und einer vorab erstellten Abstract-Sammlung, in der sich eben ein Abstract dieser Dissertation findet, erstellt von der Autorin. Zudem gibt es Textparallelen zu einem computer-generierten Code, der klar als solches in der Dissertation gekennzeichnet ist, und der von mehreren Autoren als Beispiel herangezogen wird.

      Sowas wurde noch nie im VP Wiki als Plagiat dokumentiert. Was wollen sie also mit diesem "Vorwurf" sagen?

        Lade Editor…
    • Hindemith sagte:
      Liebe IP 199.200.120.140,

      Ihr leicht verklausulierter Plagiatsvorwurf ist nicht neu, der wurde schon von dem allseits als in Plagiatsfragen inkompetent bekannten Herrn Kamenz erhoben, und ist auch in diesem Fall haltlos.


      Ach ja stimmt, das merke ich erst jetzt: Das mit dem "term rewriting based on axioms" bezog sich wohl auf den komplett schwachsinnigen Plagiatsprüfbericht, den Prof. Kamenz zur Dissertation von WW vor längerer Zeit veröffentlicht hat. Und da Interesse an meiner "Reaktion" bestand, sage ich mal, wie nicht nur ich, sondern auch andere Mitwirkende darauf reagiert hatten. Wir haben uns vor Monaten im Chat darüber ausgetauscht, die einzelnen aufgelisteten Textstellen in der Dissertation und den angeblichen Quellen verglichen und geschaut, was das denn eigentlich für Quellen sein sollen und wie die vermeintlichen Suchtreffer zustande kommen. Dann haben wir uns kollektiv darüber und über die Kamenz'sche Plagiatswahrscheinlichkeit kaputt gelacht.

        Lade Editor…
    • Zum Thema unterschiedliche Sichtweisen recht interessant:

      http://www.uwgb.edu/dutchs/pseudosc/plagshame.htm

      und weiter:

      https://www.uwgb.edu/dutchs/PSEUDOSC/PlagiarNonsense.HTM

        Lade Editor…
    • Vielen Dank für die Links.

      Ich finde allerdings, dass die Argumente das Autors (dessen Ton ich schwer verdaulich finde), sich i.d.R. nicht gegen Fragmente im Vroniplag Wiki verwenden lassen. Hier werden nämlich keine kurzen Allerweltspassagen als Plagiat deklariert, auch werden fehlende Seitenangaben in Quellenangaben nicht beanstandet oder vermeintliche Plagiatoren beschimpft.

      Wo der Autor Recht hat (und das hat sich in den 9 Jahren nicht geändert, die es die Seiten gibt): eine allgemein anerkannte, präzise Definition für "Plagiarism" gibt es nicht, und bisweilen wird (unglücklicherweise) Plagiarism mit Zitierungsfehler bzw. Formfehler verwechselt. Dies passiert aber im Wiki i.d.R. nicht. Dort wird zudem ein deutlicher "Sicherheitsabstand" zu dem duch die unscharfe Definition entstehenden Graubereich eingehalten. Diesem Sicherheitsstandard ist es geschuldet, dass hier z.B. die Schavan Dokumentation nicht veröffentlicht wurde, obwohl sie durchaus klare Plagiate aufgezeigt hat.

        Lade Editor…
    • Oh, es sollte keinesfalls ein Vergleich mit Vroniplag hergestellt werden, es ging mir vielmehr darum, dass es gerade für die Beispiele, die im ersten Link gemacht werden, ja Leute gibt, die diese Linie verfolgen. Somit passte es zur Diskussion um strengere, bzw. weniger strenge Maßstäbe.

        Lade Editor…
    • @Hindemith: Hier im Forum gibt es ja auch immer wieder heiße Diskussionen, wie man was zu werten hat, ein immer wiederkehrendes Beispiel ist das Thema Sekundärzitate. Für die einen bedeutet das Fehlen von "zit. nach" ein Plagiat und Leistungserschleichung / Täuschung, für andere ist es eine Formalität und fällt nicht ins Gewicht, wobei Juristen, Sozialwissenschaftler und Geiseswissenschaftler zur ersten Fraktion gehören und Ingenieure und Naturwissenschaftler zur zweiten.

      Oder auch, wieviele Quellenverweise in gleicher Reihenfolge bedingen ein Strukturplagiat? Auch da dürften verschiedene Fächer unterschiedlich denken.

      Deswegen kann man hier im Wiki nur einen Kompromiss fahren, was sicherlich auch hinreichend ist, da man ja sehen kann, dass es mehr als genug Arbeit gibt :)

        Lade Editor…
    • Ich war neugierig und habe die oben genannten Wörter mal durch eine Suchmaschine geschickt. Sorry, aber ich sehe nicht, was es daran zum "kaputt lachen" gibt.


      Wir haben hier zwei Veröffentlichungen, eine aus dem Jahr 1995 (Dagstuhl-Report), eine aus dem Jahr 1989 (M.Broy). Beide haben verschiedene Verfasser. Beide haben außerdem den identischen Text, ohne dass der jüngere auf den älteren verweist:


      "decision procedures for proposit ional calculus, equality, and linear arithmetic; term rewriting based on axioms, definitions and previously proved lemmata; application of verified user-supplied simplifiers called "metafunctions"; variable renaming to eliminate "destructive" functions in favor of "constructive" ones; heuristic use of equality hypotheses; generalization by the replacement of terms by type-restricted variables; elimination of apparently irrelevant hypotheses; and mathematical induction."


      Warum nun ist das kein Plagiat? Zu kurz, zu technisch? Weil der Überbringer der Botschaft nicht vertrauenswürdig ist?

        Lade Editor…
    • 80.137.73.228 sagte:
      Ich war neugierig und habe die oben genannten Wörter mal durch eine Suchmaschine geschickt. Sorry, aber ich sehe nicht, was es daran zum "kaputt lachen" gibt.


      Wir haben hier zwei Veröffentlichungen, eine aus dem Jahr 1995 (Dagstuhl-Report), eine aus dem Jahr 1989 (M.Broy). Beide haben verschiedene Verfasser. Beide haben außerdem den identischen Text, ohne dass der jüngere auf den älteren verweist:


      "decision procedures for proposit ional calculus, equality, and linear arithmetic; term rewriting based on axioms, definitions and previously proved lemmata; application of verified user-supplied simplifiers called "metafunctions"; variable renaming to eliminate "destructive" functions in favor of "constructive" ones; heuristic use of equality hypotheses; generalization by the replacement of terms by type-restricted variables; elimination of apparently irrelevant hypotheses; and mathematical induction."


      Warum nun ist das kein Plagiat? Zu kurz, zu technisch? Weil der Überbringer der Botschaft nicht vertrauenswürdig ist?

      Ist das ernst gemeint?

        Lade Editor…
    • Die Antwort würde mich auch brennend interessieren, warum dies plötzlich unbedenklich sein soll? Wenn die Begriffe an sich nicht plagiatsfähig sein sollten, wie steht es denn mit der Reihenfolge, sprich Strukturplagiat?

      Nun?

        Lade Editor…
    • 87.147.19.208 sagte:
      Die Antwort würde mich auch brennend interessieren, warum dies plötzlich unbedenklich sein soll? Wenn die Begriffe an sich nicht plagiatsfähig sein sollten, wie steht es denn mit der Reihenfolge, sprich Strukturplagiat?

      Nun?


      Also, vielleicht haben Sie sich einmal die Veröffentlichung „Dagstuhl-Report 1995“ angeschaut. Es handelt sich dabei um eine Abstract-Sammlung zu Seminarvorträgen. W.-W. hat darin einen Abstract (=Zusammenfassung) über ihre Seminar-Präsentation verfasst und macht bereits im Titel klar, worüber sie in der Präsentation referiert hat: „the Boyer-Moore Prover“. Auf wen der beschriebene „theorem prover“ zurückgeht, ist also bereits im Titel klargestellt. Im zweiten Absatz werden dann auch noch freundlicherweise einige Quellen genannt, damit der Leser nicht selbst nach Boyer und Moore suchen muss. Ist doch nett, oder? Und schließlich schreibt W.-W.: „A short example proof, the associativity of times, was printed in a handout and discussed in detail, examing the different transformations used in attempting to prove a lemma:“ Und dann kommt’s ganz dicke: Es werden doch tatsächlich die genannten "transformations" nach dem Doppelpunkt noch einzeln aufgelistet, aber nicht irgendwelche "transformations": Nein, es handelt sich nämlich genau um die acht „basic transformations“ des "theorem provers" nach Boyer-Moore und nicht z.B. um welche von Müller und Meier. Hammer! Wer hätte das angesichts des voranstehenden Texts vermutet? Sie könnten jetzt einmal versuchen, einen anderen Text zu finden, der anstelle dahin passte. Andererseits: Sie würden ja auch nicht die Maxwell-Gleichungen aufschreiben, wenn Sie doch eigentlich die Newton’schen Axiome angeben wollten, oder doch? Dann könnten Sie natürlich noch versuchen, die Begriffe zu ersetzen. Vielleicht kennen Sie ja z.B. einen eleganten Ersatzbegriff für „equality“ (mir fällt leider gerade keiner ein). Viel Spaß dabei!

      Aber eigentlich wäre es doch dumm, wenn im Abstract zur Präsentation etwas anderes stehen würde als in den erwähnten „handouts“ (s.o.) und dem, was vermutlich in der Präsentation vorgetragen wurde, nicht wahr? Und was erst die Herren Boyer und Moore dazu sagen würden, wenn man ihnen etwas anderes in den Mund legte!

      Sie könnten außerdem noch diese „handouts“ auf Plagiate untersuchen. Und dann könnten Sie eine Menge Plagiatsanzeigen an verschiedene Unis verschicken, z.B. gegen W.-W., gegen den von Ihnen erwähnten Herrn Broy und noch gegen andere googlebare Autoren. Wenn Sie sich Mühe geben, finden sie vielleicht noch ein Dutzend solcher Autoren. Die Herren Boyer und Moore wären vielleicht dankbar, wer weiß? Hätten die beiden doch bloß nicht an diesem „theorem prover“ gearbeitet, dann wären sie nicht so oft plagiiert worden!

      Der oben unter der IP 199.200.120.140 kommentierende Nutzer wollte aber doch eigentlich auch, wie schon der werte Prof. Kamenz, die Dissertation von W.-W. ankreiden und nicht den „Dagstuhl-Report 1995“.

        Lade Editor…
    • Sorry, aber das ist wirklich schwach. Hier werden gleich mehrere der "typischen Plagiatsausflüchte" bedient, die Erbloggtes u.a. gesammelt haben. Das Paper ist an sich nicht plagiatsfähig, der Leser müsse doch von selbst drauf kommen, andere machen es doch auch und der Überbringer ist ohnehin dubios...

      Um einiges klar zu stellen: Es handelt sich beim Dagstuhl-Report um eine gedruckte wissenschaftliche Veröffentlichung, die von der Autorin auch stolz in ihrer Literaturliste angegeben wurde (die wiederum Grundlage ihrer Berufung gewesen sein dürfte). Dass die besagte Stelle (wie andere, von Kaufmann entlehnte Formulierungen) nicht von der Verfasserin stammt, ist gut verborgen: Sie steht ohne jede Kennzeichnung zwischen eigenem Text. Dass sie zitierbar ist, beweist die Verfasserin obendrein in ihrer Diss, dort findet sich ein [BM88]. Und Herrn Broy verdächtigst du zu Unrecht: einfach mal das .ps-file herunterladen, dort wird korrekt auf Boyer/Moore 1987 verwiesen.

      Warum man die 59 identisch aufeinander folgenden Worte nicht in Anführungszeichen setzen konnte, ist mir schlicht unklar. Fachtradition? Hat PlagProf:) oben doch für irrelevant erklärt: "In der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte habe ich bisher auch keine Anhaltspunkte für fachkulturelle Besonderheiten gefunden." Jugendlicher Leichtsinn? Hat das je als Entschuldigung gegolten? Keine Täuschungsabsicht? Glaube ich gerne, aber in dieser Frage waren die vroniplager bisher mehrheitlich eisern: irrelevant!

      Ich würde sagen: Wenn ungekennzeichnete Textübernahmen ein Plagiat darstellen, dann ist es eines. Ohne wenn und aber.

      Folgen: Keine! Die Plagiatorin hatte wohl kaum Täuschungsabsicht, machte das, was andere auch machen (Fachkultur), war jung und hat der Wissenschaft wohl kaum geschadet. Sie sollte sich entschuldigen und die Sache ist sofort vergeben.

      So würde ich die Sache sehen. Aber die Mehrheit bei vroniplag hat bisher eine konträre Position vertreten. Die schwache Verteidigungslinie zeigt, wie sehr sich dies an dieser Stelle rächt.

        Lade Editor…
    • hallo ip,

      wenn Du Dir die mühe gemacht hast, Dir die angelegenheit so genau anzusehen - was spricht dagegen, einfach die verdächtigen abschnitte nach den hiesigen gepflogenheiten als fragmente anzulegen und damit zur diskussion zu stellen? ich gehe davon aus, daß diejenigen hier, die befangen sind, weil sie die verfasserin kennen und für integer halten, einfach den schnabel halten werden. und löschen wird es bestimtm auch keiner, wenn es nicht beleidigend ist. also: warum eigentlich nicht?

        Lade Editor…
    • Wenn man sich die Anzahl der aufgestellten Strohmänner in den Ausführungen der IP anschaut, dann wird es darum nicht gehen, SleepyHollow02. Zudem lieferte sich ein entsprechendes Fragment der sog. PES-Gefahr aus: haufenweises Schulterzucken, da das Fragment wohl knapp die KW-Marke streifen würde.

        Lade Editor…
    • Finde den Vorschlag von SleepyHollow02 gut.

      Fall "Dww" im ANR anlegen und fragmentieren.

      http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Analyse:Home

        Lade Editor…
    • Nun, in Anbetracht der im folgenden Artikel zitierten Äußerung von Dww, würde ein einzelnes Fragment, welches als Plagiat gewertet würde, ausreichen, um den Text als Plagiat zu werten:

      http://www.sueddeutsche.de/karriere/studentische-plagiate-verheddert-im-zitate-dickicht-1.410268

      Daher nur zu mit einer Fragmentierung!

        Lade Editor…
    • Ja, nach dieser strengen Logik würde eine "verseuchte" Textstelle mit Plagiat ausreichen, um die ganze Arbeit zu verunreinigen. Auf "Home" käme sie damit sicherlich nicht, aber ihre Glaubwürdigkeit wäre dahin, gemessen an ihren eigenen Maßstäben.

        Lade Editor…
    • Doch macht ein einzelner abgeschriebener Satz ohne Fußnote einen Text gleich zu einem Plagiat? "Ja, auf jeden Fall", sagt Debora Weber-Wulff. Sie ist Informatik-Professorin an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und hat sich als "Plagiatsjägerin" einen Namen gemacht. "Die Studenten müssen verstehen, dass es beim wissenschaftlichen Arbeiten darum geht zu zeigen, dass man sich mit den Quellen auseinandergesetzt hat und dass man eigene Antworten geben muss."[1]

      An dieser Stelle der Diss (S. 9) ist aber dummerweise eine "Fußnote": in Form einer Literaturreferenz auf "[BM88]". Und ebenso dummerweise handelt es sich um eine Aufzählung von "eight basic transformations" - das ist nicht mal ein Satz. Aber, wer sich nicht zurückhalten kann: Erstelle diese Seite!

        Lade Editor…
    • Die Stelle könnte (!) man als "Bauernopfer" werten, da Referenz angegeben. Jedoch ist der Text mit Spiegelstrichen eingerückt. Sehe hier kein Plagiat.

        Lade Editor…
    • Wie auch immer: Die Aussage zum einzelnen Satz ohne Fußnote ist eine reine Meinungsäußerung. Es ist äußerst bedauerlich und bedenklich, dass Medien mit solchen Interviews bei manchem Leser den Eindruck erwecken könnten, dass diese Aussagen als allgemein gesetzt angesehen werden können.

      Der Satz

      "Die Studenten müssen verstehen, dass es beim wissenschaftlichen Arbeiten darum geht zu zeigen, dass man sich mit den Quellen auseinandergesetzt hat und dass man eigene Antworten geben muss." http://www.sueddeutsche.de/karriere/studentische-plagiate-verheddert-im-zitate-dickicht-1.410268

      ist wieder einmal symptomatisch für die Denkweise einiger Akteure im Plagiatssucherumfeld, dass es beim wissenschaftliches Arbeiten um die Auseinandersetzung mit Quellen geht, dies mag für textwissenschaften der Fall sein, in experimentellen Wissenschaften ist dies definitiv nicht der Fall, hier geht es um die Durchführung und die Auswertung von Messdaten und falls möglich um den Vergleich mit alternativen Messungen, oder z. B. beim Ingenieur um die Konstruktion eines Geräts. Um den Bogen zu der Thematik fachspezifischer Plagiatsbegriffe zu spannen, alleine aufgrund dieser unterschiedlichen Bedeutung von Texten und Quellenarbeit, haben solche Fächer automatisch einen anderen Plagiatsbegriff, als Textfächer, ebenso verhält es sich damit, was man als wiss. relevante Leistung ansieht.

        Lade Editor…
    • 93.213.91.174 sagte:Um den Bogen zu der Thematik fachspezifischer Plagiatsbegriffe zu spannen, alleine aufgrund dieser unterschiedlichen Bedeutung von Texten und Quellenarbeit, haben solche Fächer automatisch einen anderen Plagiatsbegriff, als Textfächer, ebenso verhält es sich damit, was man als wiss. relevante Leistung ansieht.

      Ist W.-W. jetzt also entlastet?

        Lade Editor…
    • 93.213.91.174 sagte: Wie auch immer: Die Aussage zum einzelnen Satz ohne Fußnote ist eine reine Meinungsäußerung. Es ist äußerst bedauerlich und bedenklich, dass Medien mit solchen Interviews bei manchem Leser den Eindruck erwecken könnten, dass diese Aussagen als allgemein gesetzt angesehen werden können.

      Die Aussage ist ziemlicher Mumpitz, das sehe ich auch so. Ob eine wissenschaftliche Arbeit als Ganzes ein Plagiat darstellt oder nicht, kann man mit solch plumpen Kriterien in der Tat nicht beurteilen. - Ich denke, WW würde das heute so auch nicht mehr sagen.

        Lade Editor…
    • 212.114.56.13 sagte:
      Sorry,


      Keine Sorge, da gibt es nichts zu entschuldigen (zumindest nicht bei mir).

      212.114.56.13 sagte:
      aber das ist wirklich schwach. Hier werden gleich mehrere der "typischen Plagiatsausflüchte" bedient, die Erbloggtes u.a. gesammelt haben.


      Interessant, dass Du das sagst. Wo finde ich diese „Ausflüchte“ bei Erbloggtes, möglichst in äquivalenter Weise verwendet, also mit Bezug auf absolut vergleichbaren Sachverhalt als „Ausflüchte“  entlarvt (wäre ja sonst nicht so sinnvoll, mir das anzuschauen)?

      212.114.56.13 sagte:
      Das Paper ist an sich nicht plagiatsfähig, der Leser müsse doch von selbst drauf kommen, andere machen es doch auch und der Überbringer ist ohnehin dubios...


      Habe ich das alles gesagt? Falls ja, dann nehme ich das natürlich sofort zurück! Vor allem das mit dem „Überbringer“! Und überhaupt, der „Leser“ muss ja eigentlich gar nichts. Er braucht noch nicht einmal zu lesen. Auch, dass die Leser, die das lesen, abgesehen von den „Überbringern“ (s.o.), wohl ohnehin nur diejenigen sind, die den Vortrag besuchten und durch den Abstract an den Inhalt erinnert werden sollen (aus diesem Grund ist er ja geschrieben), sei jetzt mal ganz außer Acht gelassen. Denn das wäre ja wirklich eine "typische Plagiatsausflucht". Das wäre, wie wenn einer behauptet, Doktorarbeiten würden nur von den Doktoreltern gelesen: Stimmt nicht, die lesen es nämlich manchmal gar nicht (im Gegensatz zu „dubiosen“ selbsternannten Plagiatsjägern, anderen textsuchenden Plagiatoren und vereinzelt auch anderen Doktoranden und Wissenschaftlern, die tatsächlich mehr wissen wollen).

      212.114.56.13 sagte:
      Um einiges klar zu stellen:


      Oh, mir wird einiges klar.

      212.114.56.13 sagte:
      Es handelt sich beim Dagstuhl-Report um eine gedruckte wissenschaftliche Veröffentlichung, die von der Autorin auch stolz in ihrer Literaturliste angegeben wurde (die wiederum Grundlage ihrer Berufung gewesen sein dürfte).


      W.-W. klopft sich vor Stolz vermutlich jeden Morgen sogar selbst auf die Schultern.

      212.114.56.13 sagte:
      Dass die besagte Stelle (wie andere, von Kaufmann entlehnte Formulierungen) nicht von der Verfasserin stammt, ist gut verborgen: Sie steht ohne jede Kennzeichnung zwischen eigenem Text.


      „Gut verborgen“, ist sie das? Würde ein Leser unter der Voraussetzung, dass er versteht, was da geschrieben ist, auf Idee kommen, die Verfasserin beschreibe eigene Ideen? Ist es das, was Du glaubst? Dann sag mir doch bitte, welche „the different transformations“ W.-W. sonst an dieser Stelle hätte auflisten können. Würde das Sinn machen? Gibt es irgendeinen Grund, anzunehmen, dass sie hier nicht die Arbeitsweise des theorem prover beschreibt? Was ließe darauf schließen oder erweckte den Eindruck? Müsste man als Leser wirklich über die Herkunft rätseln?

      212.114.56.13 sagte:
      Dass sie zitierbar ist, beweist die Verfasserin obendrein in ihrer Diss, dort findet sich ein [BM88].


      Hm.. „dass sie zitierbar ist“ muss ja nicht bewiesen werden, denn „zitierbar“ ist alles schon einmal Geschriebene, oder nicht? Aber es gibt ja verschiedene Methoden der Beweisführung (Mathematiker kennen sich da aus). Also wenn ich z.B. zu irgendeinem Inhalt eine Quelle unmittelbar voranstelle, beweist das dann, dass alle anderen Leute, die ihren Text unter Verwendung des gleichen Inhalts etwas anders organisieren, also etwa in anderer Weise Bezug zur Quelle herstellen, plagiiert haben? Oder wie muss ich das verstehen?

      212.114.56.13 sagte:
      Und Herrn Broy verdächtigst du zu Unrecht:


      Habe ich Herrn Broy verdächtigt? Langsam kenne ich mich wirklich selbst nicht wieder.

      212.114.56.13 sagte:
      Warum man die 59 identisch aufeinander folgenden Worte


      Ja, es sind 59. Lässt man die Bindestriche nicht gelten, sind es sogar noch 3 mehr!

      212.114.56.13 sagte:
      nicht in Anführungszeichen setzen konnte, ist mir schlicht unklar.


      Mir auch.

      212.114.56.13 sagte:
      Jugendlicher Leichtsinn?


      Wer weiß? Vielleicht waren damals auch noch viele Späthippies unterwegs.

      212.114.56.13 sagte:
      Hat das je als Entschuldigung gegolten?


      Damals war "Entschuldigung" sicher noch ein Fremdwort (hab diesen Einwand noch nicht bei Erbloggtes gefunden).

      212.114.56.13 sagte:
      Keine Täuschungsabsicht?


      Wäre ich mir nicht so sicher. Vielleicht wollte sie ja doch die Seminarteilnehmer über's Ohr hauen.

      212.114.56.13 sagte:
      Glaube ich gerne, aber in dieser Frage waren die vroniplager bisher mehrheitlich eisern: irrelevant!


      Du weist ja, wir haben hier so Diskussionsseiten zu Fragmenten. Im Idealfall setzt sich auch tatsächlich die Mehrheit durch, wenn es um die Einstufung geht. Fragmente wurden schon aus ganz unterschiedlichen Gründen nach Diskussion auf „KeineWertung“ oder „KeinPlagiat“ gesetzt (das Umgekehrte gab es auch schon mal, ganz „eisern“). Und es gibt vielleicht auch weitere Fragmente, die es nötig hätten. Such doch mal ein paar strittige Fragmente mit vergleichbarem Sachverhalt. Und dann mal schauen, wie „eisern“ die Mehrheit ist.

      212.114.56.13 sagte:
      Folgen: Keine! Die Plagiatorin hatte wohl kaum Täuschungsabsicht, machte das, was andere auch machen (Fachkultur), war jung und hat der Wissenschaft wohl kaum geschadet.


      Puh, mir fällt ein Stein vom Herzen. Ein bisschen mag ich sie ja schon, diese fiese, böse Plagiatorin.

      212.114.56.13 sagte:
      Sie sollte sich entschuldigen und die Sache ist sofort vergeben.


      Entschuldigen? Hat Sie also doch was Schlimmes gemacht (klang vorhin noch anders)? Na gut, wenn Du meinst.. Anführungszeichen (alternativ: Einrückung oder Kursivsetzung) wäre ja schon das Mittel der Wahl gewesen, nicht nur als stilistischen Gründen. So ein Schlamassel! Aber bei wem soll sie sich nun entschuldigen? Bei ihrem Korrefenten Boyer oder bei Dir? Wer sollte (kann, darf, muss) ihr vergeben? Würdest Du ihr vergeben? Ist das für Dich wichtig? Oder wolltest Du nur W.-W. billig anmachen (oder die „eiserne“ Mehrheit der VorniPlager)?

      212.114.56.13 sagte:
      Die schwache Verteidigungslinie zeigt, wie sehr sich dies an dieser Stelle rächt.


      Was ist schwach und wer muss sich verteidigen? Gegen wen oder was? Braucht VroniPlag Wiki jetzt Bodentruppen? Wieso sollte sich irgendetwas rächen? Und warum an dieser Stelle? Ich hoffe, ich übe keine ungewollte Rache an W.-W.. Steh da gerade echt auf’m Schlauch..

        Lade Editor…
    • Plagin Hood sagte: Habe ich das alles gesagt? Falls ja, dann nehme ich das natürlich sofort zurück! Vor allem das mit dem „Überbringer“!

      IP hatte das als Strohmann No. 1 eingeführt:

      80.137.73.228 sagte: Warum nun ist das kein Plagiat? Zu kurz, zu technisch? Weil der Überbringer der Botschaft nicht vertrauenswürdig ist?

        Lade Editor…
    • 79.247.183.96 sagte: Ja, nach dieser strengen Logik würde eine "verseuchte" Textstelle mit Plagiat ausreichen, um die ganze Arbeit zu verunreinigen. Auf "Home" käme sie damit sicherlich nicht, aber ihre Glaubwürdigkeit wäre dahin, gemessen an ihren eigenen Maßstäben.

      Also ich glaube kein Wort mehr!

        Lade Editor…
    • Ich glaube, Benutzer C & P haben ihr Pulver verschossen. - Es gibt unterschiedlich gute Gründe, warum beide hier im Wiki gesperrt sind, Hood. - Aber, wir wollen uns hier ja nicht über Personen austauschen, sondern über Tatsachen. Und wenn es Links zu ER gibt, bin ich auch wieder dabei. :D

        Lade Editor…
    • @ Plagin Hood
      Mit Ironie und Zynismus geht einiges leichter. Aber die "Strohmänner" stammen nicht von mir. Der "dubiose Bote" bezog sich auf Deinen "komplett schwachsinnigen Plagiatsprüfbericht, den Prof. Kamenz zur Dissertation von WW vor längerer Zeit veröffentlicht hat". Der Vorwurf gegen Herrn Broy auf Deinen Satz "Und dann könnten Sie eine Menge Plagiatsanzeigen an verschiedene Unis verschicken, z.B. gegen W.-W., gegen den von Ihnen erwähnten Herrn Broy und noch gegen andere googlebare Autoren." Dass es sich nur um Abstracts handelt, hast Du ebenfalls angeführt (nicht plagiatsfähig?) Und dass dem Leser schon klar sein müsste, dass der Abschnitt nur technische Angaben in fremder Formulierung enthält, wage ich schlicht zu bezweifeln.

      @ KayH
      Zeig mir bitte mal ein einziges KW-Fragement, das 59 Wörter in Folge umfasst.


      Ich halte es für ziemlich sinnlos, eine Kategorie Dww anzulegen. Vermutlich kommt wenig heraus, jedenfalls nichts, was an die hier dokumentierten Fälle heranreicht. Besser wäre es, wenn sich die Verfasserin von ihrem oben angegebenen Zitat öffentlich distanziert. Genauso übrigens vom Begriff des Eigenplagiats, wo sie wenig selbstreflektiert schreibt: "Aber in die Wissenschaft, wo jede Veröffentlichung inzwischen prämiert wird und man deswegen mit drei Veröffentlichungen vom gleichen Inhalt dreimal kassiert, ist so was schon anrüchig. Wichtig ist nur, meiner Meinung nach, dass kenntlich gemacht ist: dieser Aufsatz ist eine leichte Überarbeitung von jeder Aufsatz." Klicken hat hier sogar einmal unwidersprochen von einer wissenschaftlichen Kapitulation gesprochen.


      Ich habe in der vergangenen Stunde mal Publikationsliste und Dissertation angegooglet und mehrere relevante Fälle entdeckt. Etwa in der Diss S. 9-11 (Aus Aufsatz von 1993). Mir scheint das keine Tragödie und schon gar kein Skandal. Aber doch ein Grund, die eigenen Maßstäbe nochmals auf den Prüfstand zu stellen. Ehrliche Doktoranden werden durch manche Aussagen schon ziemlich verunsichert. Vielleicht sollte man ihnen schlicht sagen: "Ja, ich habe auch einmal Fehler gemacht! Wir wenden uns gegen massive wissenschaftliche Täuschung, nicht gegen unabsichtliche Unsicherheiten." Das wäre erfrischend ehrlich und hilfreich.

        Lade Editor…
    • KayH sagte:
      Ich glaube, Benutzer C & P haben ihr Pulver verschossen. - Es gibt unterschiedlich gute Gründe, warum beide hier im Wiki gesperrt sind, Hood.


      Strohmänner und Pauschalisierungen am Fließband, kleine Verdrehungen, Beweisgenerierung durch Herauspicken und Überinterpretierung von Einzeläußerungen (gerne auch mal schnell in anderen Kontext gerückt – geschüttelt, nicht gerührt) unter konsequenter Ausblendung alles Gegenteiligen, Unvergleichbares vergleichbar machen, sich auf Einzelpersonen einschießen und noch ein bisschen emotionalisieren – in der Tat Stilmittel der gewohnten Sophistik von P. (die Liste ist natürlich unvollständig).

        Lade Editor…
    • 77.120.102.5 sagte: @ KayH
      Zeig mir bitte mal ein einziges KW-Fragement, das 59 Wörter in Folge umfasst.


      Davon gibt es ziemlich viele, mit ganz unterschiedlichen Erklärungen, warum sie auf KW gesetzt wurden.

      Jam/Fragment_018_01

      Analyse:Bs/Fragment_060_01

      Hk/Fragment_010_01

      Df/Fragment_133_01

      Interessant ist vielleicht auch

      Fws/Fragment_149_01 - allerdings nur 51 zusammenhängende Wörter.

        Lade Editor…
    • 77.120.102.5 sagte:
      @ Plagin Hood
      Mit Ironie und Zynismus geht einiges leichter. Aber die "Strohmänner" stammen nicht von mir.


      Von wem denn sonst?

      77.120.102.5 sagte:
      Der "dubiose Bote" bezog sich auf Deinen "komplett schwachsinnigen Plagiatsprüfbericht, den Prof. Kamenz zur Dissertation von WW vor längerer Zeit veröffentlicht hat".


      Ach so! Na so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Aber wo ich's mir nochmal überlege: Der Prüfbericht ist komplett schwachsinnig. Hatte wohl fälschlicherweise angenommen, hier bestünde Einigkeit.

      77.120.102.5 sagte:
      Der Vorwurf gegen Herrn Broy auf Deinen Satz "Und dann könnten Sie eine Menge Plagiatsanzeigen an verschiedene Unis verschicken, z.B. gegen W.-W., gegen den von Ihnen erwähnten Herrn Broy und noch gegen andere googlebare Autoren."


      Und wo ist da der Vorwurf? Ich muss allerdings zugeben, dass ich da, ohne mir die Quelle "Broy" anzuschauen, auf die obige Aussage reagiert hatte: "Wir haben hier zwei Veröffentlichungen, eine aus dem Jahr 1995 (Dagstuhl-Report), eine aus dem Jahr 1989 (M.Broy). Beide haben verschiedene Verfasser. Beide haben außerdem den identischen Text, ohne dass der jüngere auf den älteren verweist:". Das hörte sich nämlich fast so an, als deutete jemand an, der Inhalt käme möglicherweise von Broy (wer käme auf diese Idee, wenn "Broy" keinen Zweifel an der Herkunft lässt – der fehlende Verweis auf "Broy" wurde immerhin argumentativ wirkend vorgebracht), obwohl wir mittlerweile ja (wohl nach sorgfältigerem Lesen) herausgefunden haben, dass er Boyer-Moore zuzuordnen ist. (Der Text ist übrigens tatsächlich in weiteren Schriften zu finden. Es lässt sich noch was googeln. Braucht hier aber nicht mehr weiter zu interessieren, wenn man sich daran nicht stößt oder nichts zu beanstanden ist).

      77.120.102.5 sagte:
      Dass es sich nur um Abstracts handelt, hast Du ebenfalls angeführt (nicht plagiatsfähig?)


      Nun ja, ich habe gesagt, dass es sich um einen Abstract zu einem Seminarvortrag handelt und auch ein wenig versucht, klarzumachen, wer die (Haupt-)Adressaten sind, wozu dieser gut ist und weshalb sich die beanstandeten Worte dort wiederfinden (sollten/müssen). "Nur" und "Nicht plagistsfähig" habe ich allerdings nicht gesagt.


      77.120.102.5 sagte:
      Und dass dem Leser schon klar sein müsste,


      Nun ja, ich hatte nahegelegt, dass Lesen und den Inhalt verstehen hilft. Hilfreich ist dabei manchmal auch, zu wissen, was das für eine Schrift ist: hier, wie gesagt, ein Abstract zu einem Seimnarvortrag mit klar umrissenem Thema, über das referiert wird. Manchmal hilft auch genaues Hinsehen (z.B. bei voranstehenden Sätzen) – gerade wenn Zitate ohne Anführungszeichen wiedergegeben sind, sonst kommt man ja als Leser leicht in die Irre. Müsste es dem Leser (z.B. auch demjenigen, der den Vortrag nicht besucht hat) sofort klar sein, könnte das ja nicht passieren, oder? ;)

      77.120.102.5 sagte:
      dass der Abschnitt nur technische Angaben in fremder Formulierung enthält, wage ich schlicht zu bezweifeln.


      Ist Dein gutes Recht. Na und? Wartest Du jetzt weiter auf die Entschludigung von W.-W.?

        Lade Editor…
    • Hier: [1] gibt es bspw. jede Menge Fragmente mit Kategorie "KeinWertung", die damals allerdings noch "Verdächtig" hieß. Sieht mir nicht so aus, als hätte sich da eine "eiserne" Mehrheit (s.o.) durchgesetzt.

      Ich selbst habe übrigens kürzlich erst eine Reihe von Fragmenten mit Kategorie "KeineWertung" angelegt, auch darunter Fragmente mit mehr als 51 übernommenen Worten. Siehe hier:[2].

        Lade Editor…
    • Kann man denn hier nicht ein Fünkchen Ehrlichkeit beim Eingestehen eigener Fehler erwarten? Ich habe es mehrfach deutlich gesagt: Ich sehe hier einen eher lässlichen Fehler, für den ich keine Konsequenzen fordere. Aber eben doch einen Fehler, den man offen als solchen benennen darf.
      Mich ärgert das offengestanden ziemlich: wisewoman ist online, schickt aber ihre Paladine vor. Die werfen dann reichlich Nebelkerzen. PlagProf:)s Beispiele (ein screenshot, ein "Kochrezept", ein Selbstplagiat etc.) fallen in diese Kategorie. Plagin Hoods Fragmente überzeugen mich schon eher, repräsentieren aber kaum den Standard der Dokumentation.

      Nein, ich bin übrigens nicht Erbloggtes himself! Und ja, ich hätte gerne auch persönlich eine Entschuldigung. Mindestens zum Thema Eigenplagiat, das W.-W. bei ihren Vorträgen stark macht. Eine kleine selbstkritische Bemerkung wäre da doch zu erwarten gewesen. Wer sich zum Hüter der Moral aufschwingt und selbst schon sehr viel kürzere Fragmente gesichtet hat, bei dem liegt die Messlatte eben besonders hoch.

        Lade Editor…
    • 77.120.102.5 sagte:
      Ich habe es mehrfach deutlich gesagt: Ich sehe hier einen eher lässlichen Fehler, für den ich keine Konsequenzen fordere.


      Das klang leider zunächst ganz anders.

      77.120.102.5 sagte:
      Aber eben doch einen Fehler, den man offen als solchen benennen darf.


      Wer würde da widersprechen.


      77.120.102.5 sagte:
      Mich ärgert das offengestanden ziemlich: wisewoman ist online, schickt aber ihre Paladine vor.


      Ich habe mit WiseWoman schon seit langer Zeit nicht mehr kommuniziert und bin von niemandem vorgeschickt worden. Und wenn Du Dich gründlicher mit Antworten in diesem Forthread auseinandergesetzt hättest, dann wüsstest Du auch, dass es hier keine "Paladine" oder Vergleichbares gibt. "Mich ärgert" allerdings auch einiges, z.B. wenn jemand so etwas Krummes behauptet. Fällt mir schwer, dann ernt zu bleiben. s

      77.120.102.5 sagte:
      Plagin Hoods Fragmente überzeugen mich schon eher, repräsentieren aber kaum den Standard der Dokumentation.


      Ich habe schon Zweifel, ob Du den "Standard der Dokumentation" (sofern davon die Rede sein kann) überhaupt kennst.

      77.120.102.5 sagte:
      Und ja, ich hätte gerne auch persönlich eine Entschuldigung. Mindestens zum Thema Eigenplagiat, das W.-W. bei ihren Vorträgen stark macht. Eine kleine selbstkritische Bemerkung wäre da doch zu erwarten gewesen. Wer sich zum Hüter der Moral aufschwingt und selbst schon sehr viel kürzere Fragmente gesichtet hat, bei dem liegt die Messlatte eben besonders hoch.


      wie war das noch gelich mit dem "Überbringer"? Aber gut, Du drängst hier vehement auf ein mea culpa für etwas, dem Du anscheinend (nun doch?) selbst keine große Bedeutung einräumst. Da kann ich leider nicht weiterhelfen.

        Lade Editor…
    • Ziemlich trollige IPs.

        Lade Editor…
    • Singulus sagte: Ziemlich trollige IPs.

      Ich seh das Argument auch vor lauter Paladinen nicht mehr. EOD.

        Lade Editor…
    • Mir ist immer noch nicht klar, für was sich WW eigentlich entschuldigen soll. Für welche Plagiate und für welche Selbstplagiate bei welchen Vorträgen? Dennoch stimme ich der anklagenden IP zu: WW muss sich entschuldigen. Für ihren ignoranten, randomisierten Umgang mit der deutschen Grammatik (und das nach 30 Jahren in Deutschland). Eine persönliche Entschuldigung bei die [sic] deutsche [sic] Sprache. BTW, was muss man hier noch alles schreiben, bevor ein Admin diese "Diskussion" beendet?

        Lade Editor…
    • Genau, am Ende ist man halt ein Troll und die Diskussion wird für beendet erklärt. Was ein Plagiat ist, das bestimmt immer noch das vroniplag-Kollektiv!

      Die Paladine nehme ich gerne zurück, da ist das Temperament (wie oben auch) mit mir durchgegangen. Ich habe mich schlicht über die strikte Abwehrhaltung geärgert. Obwohl ich schon verstehe, dass man vor lauter IPs mit unterschiedlichen Absichten durcheinander kommt.

      Im Klartext nochmal: Es geht mir darum, dass Wissenschaftler/innen zu ihren eigenen Fehlern stehen sollten, statt sie zu unterdrücken. Gerade in der Medizin kommt es immer wieder zu Behandlungsfehlern, weil die Halbgötter in Weiß sich weigern, ihre Irrtümer offen einzugestehen. Das ist zu Recht immer wieder kritisiert worden. In Plagiatsdingen ist diese Ehrlichkeit nirgends zu erkennen und es wäre schön, hier ein respektables Vorbild zu haben. Daher bin ich auch entsetzt, wenn hier mit einem Guttenberg'schen "abstrus" reagiert wird.

        Lade Editor…
    • Trollig deswegen, weil bisher nichts diskussionsfähig dokumentiert ist, so wie es bisher in diesem Wiki auf über 25 000 Seiten üblich ist. Sich in einem Wiki ziemlich vollmundig zu Wort zu melden, andere von der Arbeit abzuhalten, aber selbst nicht die im Wiki üblichen Minimalstandards einzuhalten, ist trolliges Verhalten.

        Lade Editor…
    • Schön, dann brauche ich nicht mehr zu erklären, warum ich niemandes Paladin bin.

      Noch ein paar KW-Fragmente mit 50+ zusammenhängend übernommenen Wörtern. Wiederum mit unterschiedlichen Gründen auf KW gesetzt.

      Nm6/Fragment_484_01

      Mag/Fragment_013_01

      Mag/Fragment_019_01

      Zur Erinnerung: Fws/Fragment_149_01 ist weder "Selbstplagiat" noch Kochrezept-Abschrift.

      Richtig ist an der Kritik sicherlich, dass es bei der Strenge oder Großzügigkeit der Bewertung eine gewisse Bandbreite innerhalb von VP-W gibt. Beobachten kann man auch gelegentlich den Effekt, dass man als Fragment-Anleger etwas strenger ist und beim Sichten etwas großzügiger. Aber dafür gibt es ja den Prozess der Sichtung und Diskussion einzelner Fragmente. Wenn es Diskussionsbedarf gibt, setzt sich meistens der jeweils großzügigere Standpunkt durch. Perfekt ist das VP-W-System sicherlich nicht, ganz frei von Widersprüchen auch nicht.

      Von vielleicht zwei frühen Fällen abgesehen, geht der Konsens meist in die Richtung, im Zweifelsfall mehr durchgehen zu lassen als seriöse Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten. Und, wie schon erwähnt: VP-W liegt insgesamt ziemlich genau auf der Linie der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte.

        Lade Editor…
    • Gut, den "Troll" bin ich offenbar zur Hälfte wieder los und die "Paladine" nehme ich nochmals zerknirscht zurück. Das Thema weckt einfach Emotionen. Ich hoffe in diesem Sinne auch nicht, dass eine sachliche Reflexion über Dokumentationsstandards irgendjemand von der ehrenamtlichen Arbeit abhält. Sie sollte eigentlich berreichern, wo es um wissenschaftliches Arbeiten geht.

      Die neuen Fragmente von PlagProf:) sind wie das von Fws Bauernopfer und man könnte angesichts des Verweises auf Boyer/Moore auch das Fragment im Dagstuhl-Report in diese Kategorie stecken. KW fällt mir ernsthaft schwer, aber von der demonstrierten Großzügigkeit könnte ich mich am Ende anstecken lassen. Richtig scheint mir, dass das sog. Selbstplagiat, das bei vroniplag ebenfalls nicht gewertet wird. Auf den entsprechenden Diskussionsseiten gibt es aber Äußerungen, die sehr hart und unversöhnlich klingen - gerade aus der älteren Zeit. Vielleicht einfach wikia-Polyphonie, die man nicht zu ernst nehmen sollte, obwohl ich mir eine klare Positionierung der "Betroffenen" gewünscht hätte.

      Bleibt allenfalls die Frage, wie mit der causa Dww umzugehen ist. Ich gehe bis zum Beweis des Gegenteils von einem schlichten "errare humanum est" aus. Ich denke weiterhin, dass es keine extreme Zumutung ist, sich zu den eigenen menschlichen Fehlern zu bekennen. Das wäre schlicht eine schöne Geste und ein Beweis der eigenen Wissenschaftlichkeit. Und es würde jenen Trittbrettfahrern den Wind aus den Segeln nehmen, die bei drei ähnlichen Worten sogleich "Plagiat" rufen (also z.B. Erbloggtes oder der "Gründer"). Es wäre schließlich ein Signal, dass man angstfrei (und ohne "Trolligkeiten") über Zitierstandards diskutieren darf. Also ein kleiner Schritt für W.-W. und ein großer für die Wissenschaft bzw. alle ehrlichen Doktoranden.

        Lade Editor…
    • Nach etwas Abstand möchte ich die obige Diskussion nun doch nicht so schräg im Raum stehen lassen.

      @ IP 77.120.102.5 Vielleicht habe ich Dich ja zu Unrecht zunächst in eine falsche Kiste (zu einigen gelegentlich kommentierenden Spezies) gesteckt und entsprechend unfair reagiert. Meine teils satirisch verpackten Argumente sind nebst anderen Doppeldeutigkeiten und Bemerkungen ad personam vermutlich nicht verstanden worden oder deshalb vielleicht unverdaut in der Schublade „Ausflüchte“/“Nebelkerzen“ gelandet.

      Daher noch einmal meine Position zur beanstandeten Textstelle im Abstract von W.-W. zur Präsentation von W.-W., veröffentlicht im „Dagstuhl Seminar Report 1995“ (s.o.), hoffentlich diesmal klarer (nachträglich nochmal neuformuliert):

      Der Leser weiß, worüber referiert wird, nämlich über den Boyer-Moore-Prover. Dazu reicht es schon, den Titel oder den Beginn des Abstracts zu lesen. Ein Leser, der den Inhalt versteht, kann auch wissen, dass es sich bei der beanstandeten Textstelle, einer technischen Auflistung, um elementare Dinge dazu handelt, somit eigentlich nur auf Boyer-Moore zurückführbare Dinge, die sich die Verfasserin zumindest sinngemäß nicht selbst aus den Fingern gesaugt haben kann, ohne inhaltlich falsch oder ungenau zu arbeiten. Dies geht auch aus dem vorangehenden Satz hervor, demzufolge dies (nicht umsonst!) anhand eines Beispiel in "handouts" für die Seminarteilnehmer behandelt wurde, und in dem es heißt: „the different transformations“ – geschrieben steht ja schließlich nicht einfach nur „different transformations“, „some transformations“, many transformations“ oder Ähnliches – der bestimmte Artikel „the“ verleiht Gewicht und Vollständigkeitsanspruch zur nachfolgenden Auflistung, die durch den Doppelpunkt eingeleitet wird, welcher den Bezug herstellt. Ein Bezug zu einem anderen Satzteil außer „the different transformations“ machte inhaltlich keinen Sinn. Die Technizität im beanstandeten Text ließe keine sinngemäßen Umgestaltungen zu. Stoßen könnte man sich an der wörtlichen Übereinstimmung, jedoch ließen die Begrifflichkeiten bzw. mangelnden Formulierungsalternativen auch nur begrenzten Spielraum zu einer wörtlich veränderten Widergabe. Man muss also den Textinhalt verstehen und genau hinschauen – bloßes Starren auf Textübereinstimmungen und dabei das Vorhandensein von Anführungszeichen plus Quellenangabe in unmittelbarer Nähe prüfen, ist zur genauen Einordnung nicht genug – irrwitztigerweise gingen ja zuvor (s.o.) die Vorwürfe gegen Wiki-Beitragende in diese Richtung, was die Diskussion vielleicht angeheizt hat.

      Um nun nicht missverstanden zu werden: Dies alles kann einen Plagiatsvorwurf nicht so einfach widerlegen, aber es relativiert ihn, und zwar soweit, dass der Befund eventuell auch hier im VroniPlag Wiki nicht unter dem Label „Plagiat“ dokumentiert worden wäre. Ich habe hier kaum die Gefahr gesehen, dass dem Leser (bewusst oder unbewusst) inhaltlich „Fremdes“ als „Eigenes“ angedreht würde bzw. kaum die Gefahr einer (bewussten oder unbewussten) „Aneignung“ in nennenswertem Maße – genau das macht aber einen Unterschied zu anderen Fragmenten hier im Wiki aus. Auch sehe ich nicht einmal ansatzweise Anzeichen für "Wissenschaftssimulation" oder andere Dinge, die dem Befund irgendwie Bedeutung verleihen könnten.

      Mir erschien das – auch angesichts aller weiteren Umstände (nähere Ausführungen spare ich mir) – einfach unbedeutend (ist ernst gemeint), so dass mir die im Zusammenhang formulierten Vorwürfe, Schlussfolgerungen, Forderungen und (vermeintliche?) Empörung völlig surreal (ggf. gespielt) vorkamen. Entsprechend meine Reaktionen. Dass hier außerdem vorschnell zunächst eine vermeintliche Quelle "Broy" in Spiel gebracht wurde, die hier völlig irrelevant ist, schien nicht von einer wirklichen Auseinandersetzung mit dem Text zu zeugen. Weitere vorschnell erhobene Vorwürfe schienen mir auch nicht von guter Kenntnis der Arbeit hier im Wiki zu zeugen, sondern vom Gegenteil. Surreal erscheint mir daher auch, dass hier überhaupt eine solche Aufdröselung des Sachverhalts erwartet wurde.

      Für meine Unsachlichkeiten, die die Diskussion ein Stück weit (mit-)versaut haben mögen, entschuldige ich mich dennoch gerne.

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