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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1-10
Quelle: Vater 1996
Seite(n): 2, Zeilen: 18 ff.
Diese beiden Wärter [sic], das da, hält das Kind für alles Mögliche her [sic] und das Objekt wird durch seine Lokalisierung im Raum ersetzt. Erst allmählich lernt das Kind räumliche Relationen zu differenzieren und die kognitive und sprachliche Entwicklung des Kindes wird durch immer größere Differenzierung gekennzeichnet.

Der Raum bestimmt auch bei Erwachsenen das Leben des Einzelnen und das Zusammenleben in der Gesellschaft – Staatsgrenzen werden gezogen und überwacht, die Staatsregierung ist in einer Hauptstadt zentriert und an bestimmte Räumlichkeiten gebunden, Städte und Grundstücke haben festgelegte Grenzen, Mietverträge gelten für bestimmte Räume etc. (Vater 1996: 2).


Vater, Heinz (1996): Einführung in die Sprachwissenschaft. München: Fink.

Vater, Heinz (19963): Einführung in die Raum-Linguistik. Hürth: Gabel.

Auch in der sprachlichen Entwicklung des Kindes spielt die Bezeichnung von Räumlichem eine zentrale Rolle: da ist gewöhnlich eins der ersten und meist gebrauchten Wörter, das — da das Kind noch nicht einzelne Dinge bezeichnen kann — für alles Mögliche herhalten muß: Das spezielle Objekt wird durch seine Lokalisierung im Raum ersetzt. Erst allmählich lernt das Kind, räumliche (und später zeitliche) Relationen zu differenzieren, wie denn überhaupt die kognitive und sprachliche Entwicklung des Kindes durch immer größere Differenzierung gekennzeichnet ist.

Aber auch beim Erwachsenen bestimmen Raum und Zeit das Leben des einzelnen und das Zusammenleben in der Gesellschaft. Man denke an die Zentrierung der Staatsleitung in einer Hauptstadt, an die in regelmäßigen zeitlichen Abständen zu wählende Volksvertretung, an das Gerichtswesen mit räumlichen Zuständigkeiten und zeitlichen Regelungen wie Gerichtstermine und Strafmaß. Mietverträge gelten für bestimmte Räume und sind oft zeitlich befristet.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 009 06.

Die Quelle ist am Ende des zweiten Absatzes genannt, doch bleiben Art und Umfang der Übernahme ungekennzeichnet (die längste übernommene Sequenz umfasst 14 Wörter).

Im ersten Satz wiederholt die Verfasserin den inhaltlichen Fehler vom letzten Satz der Vorseite.

Die Kurzreferenz "Vater (1996)" wird im Literaturverzeichnis mit der Publikation Einführung in die Sprachwissenschaft (München) aufgeschlüsselt. Daneben gibt es auch noch die Referenz "Vater (19963)" mit der Zuordnung Einführung in die Raum-Linguistik (Hürth, 3. Aufl.); für jene Publikation findet sich jedoch kein Verwendungsnachweis im Haupttext der Arbeit.

Falls die Verfasserin mit "Vater (1996)" wie im Lit.verz. tatsächlich auch die Einführung in die Sprachwissenschaft referenzieren wollte, wäre die andere Publikation Vaters von 1996 als festgestellte eigentliche Quelle überhaupt nicht angegeben und das Fragment unter "Verschleierung" zu kategorisieren.

Bei der VroniPlag-Analyse ist "Vater 1996" = Einführung in die Raum-Linguistik (Hürth, 3. Aufl.).

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02