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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-3, 4-11
Quelle: Vater 1996
Seite(n): 79, 80, Zeilen: 79: 3 ff., 14 ff., 27 f.; 80: 1 ff.
[Die erwähnten räumlichen Eigenschaften von Objekten werden durch Ausdrücke verschiedener lexikalischen Kategorien repräsentiert (vgl. dazu auch Wunderlich 1986: 216; Vater 1996: 45):]

[Abb.]

1) Wie der Name schon sagt, geht es bei den Dimensionsadjektiven um sprachliche Mittel zur Benennung von Dimensionseigenschaften eines Gegenstands. [Diese drücken Gestalteigenschaften aus, indem sie die physische Ausdehnung eines Objekts auf eine Dimension projizieren.] Hier und im Folgenden beziehe ich mich vor allem auf Lang (1989, 1987a, 1987b), Bierwisch (1967) und Wunderlich (1982, 1985, 1986).

Die Konstanz in der perzeptuellen Charakteristik eines Objekts involviert nicht unbedingt Konstanz in der sprachlichen Bezeichnung, d.h. dass es keine direkte Verbindung von Perzeption zu Sprache gibt. Die Bedingungen, unter denen räumliche Merkmale in sprachliche Bezeichnungen für Dimensionseigenschaften eingehen, sind komplexer:


Bierwisch, Manfred (1967): Some semantic universals of German adjectivals. Foundations of Language 3.1: 1-37. (Dt. Über.: Einige semantische Universalien in deutschen Adjektiven. In: H. Steger (1970): Vorschläge für eine strukturale Grammatik des Deutschen. Darmstadt: Wissensch. Buchgeselschaft, 269-318).

Lang, Ewald (1987): Gestalt und Lage räumlicher Objekte: Semantische Struktur und kontextuelle Interpretation von Dimensionsadjektiven. In: Bayer, Josef (Hrsg.): Grammatik und Kognition. Psycholinguistische Untersuchungen. Linguistische Berichte, Sonderheft 1, 163-218.

Lang, Ewald (1987): Semantik der Dimensionsauszeichnung räumlicher Adjektive. In: Bierwisch, Manfred; Lang, Ewald (Hrsg.): Grammatische und konzeptuelle Aspekte von Dimensionsadjektiven, Berlin: Akademie-Verlag (studia grammatica XXVI + XXVII), 287-459.

Lang, Ewald (1989): Primärer Orientierungsraum und inhärentes Proportionsschema: interagierende Kategorisierungsraster bei der Konzeptualisierung räumlicher Objekte. In: Habel, Christoph [sic]; Herweg, Michael; Rehkämper, Klaus (Hrsg.): Raumkonzepte in Verstehensprozessen. Interdisziplinäre Beiträge zu Sprache und Raum. Tübingen: Niemeyer, 150-174.

Wunderlich, Dieter (1982a): Sprache und Raum I. In: Studium Linguistik 12, 1-19.

Wunderlich, Dieter (1982b): Sprache und Raum II. In: Studium Linguistik 13, 37-59.

Wunderlich, Dieter (1985): Raum, Zeit und das Lexikon. In: Schweizer, Harro (Hrsg.): Sprache und Raum: psychologische und linguistische Aspekte der Aneignung und Verarbeitung von Räumlichkeit. Stuttgart: Metzler, 66-89.

Wunderlich, Dieter (1985): Raumkonzepte - Zur Semantik der lokalen Präpositionen. In: Ballmer, Thomas T.; Posner, Roland (Hrsg.): Nach-Chomskysche Linguistik. Neue Arbeiten von Berliner Linguisten. Berlin: de Gryter, 340-361.

Wunderlich, Dieter (1986): Raum und die Struktur des Lexikons. In: Bosshardt, Hans-Georg (Hrsg.): Perspektiven auf Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zum Gedenken an Hans Hörmann. Berlin, New York: de Gruyter, 212-231.

[Seite 79:]

Hier geht es um Adjektive, die zur Benennung von Dimensions-Eigenschaften eines Gegenstands benutzt werden: rund, (drei-)eckig, quadratisch, oval, kugelig, lang, hoch, dick usw. Im Folgenden beziehe ich mich vor allem auf LANG 1989, daneben auch BIERWISCH 1967 und 1987b, LANG 1987a/b und WUNDERLICH 1982.

[...] Eins seiner Hauptargumente dafür basiert auf der Tatsache, daß Konstanz in der perzeptuellen Charakteristik eines Objekts nicht notwendig Konstanz in der sprachlichen Bezeichnung impliziert und vice versa.

[...]

Beispiele wie das in Abb. 28 illustrierte zeigen, daß es keine direkte Verbindung von Perzeption zu Sprache gibt — wie die Hypothese von CLARK/CLARK 1977

[Seite 80:]

suggeriert —, sondern daß die Bedingungen, unter denen perzeptuelle Merkmale in sprachliche Bezeichnungen für Dimensionseigenschaften eingehen, komplizierter sind.


Bierwisch, M., 1967. Some semantic universals of German adjectivals. Foundations of Language 3.1:1-37. Dt. Übers.: Einige semantische Universalien in deutschen Adjektiven. In: Steger, H. (ed.), 1970. Vorschläge für eine strukturale Grammatik des Deutschen. Darmstadt: Wissensch. Buchgesellschaft, 269-318.

Bierwisch, M., 1987b. Semantik der Graduierung.In: Bierwisch, M./ Lang, E. (eds.), 1987:91-286.

Lang, E., 1987a. Semantik der Dimensionsauszeichnung räumlicher Adjektive. In: Bierwisch/Lang (eds.), 1987:287-458.

Lang, E., 1987b. Gestalt und Lage räumlicher Objekte: Semantische Struktur und kontextuelle Interpretation von Dimensionsadjektiven. In: Bayer, J. (ed.), 1987:163-218.

Lang, E., 1989. Primärer Orientierungsraum und inhärentes Proportionsschema: interagierende Kategorisierungsraster bei der Konzeptualisierung räumlicher Objekte. In: Habel, Ch./ Herweg, M./ Rehkämper, K. (eds.), 1989:150-173.

Wunderlich, D., 1982. Sprache und Raum. Studium Linguistik 12:1-19, 13:37-59.

Anmerkungen

Die Quelle ist am Ende der Vorseite für die über dem Fragment befindliche Abb. 2.11 angegeben (eine entspr. Abb. findet sich in der Quelle auf der genannten Seite 45).

Dass aber auch der folgende Textinhalt (mitsamt mehreren Referenzen) daraus übernommen wurde, bleibt Rezipienten mangels Kennzeichnung verborgen.

Ein Satz ("Diese drücken Gestalteigenschaften aus, [...]", siehe Fragment 040 03) stammt aus Wunderlich 1986 und wurde daher hier bei der Zeilenzählung nicht berücksichtigt.

Kopierfehler: "Lang 1987a", "Lang 1987b" und "Wunderlich 1982" gibt es im Literaturverzeichnis von Dt nicht.

Die Kurzreferenz "Vater (1996)" wird im Literaturverzeichnis mit der Publikation Einführung in die Sprachwissenschaft (München) aufgeschlüsselt. Daneben gibt es auch noch die Referenz "Vater (19963)" mit der Zuordnung Einführung in die Raum-Linguistik (Hürth, 3. Aufl.); für jene Publikation findet sich jedoch kein Verwendungsnachweis im Haupttext der Arbeit.

Falls die Verfasserin mit "Vater (1996)" wie im Lit.verz. tatsächlich auch die Einführung in die Sprachwissenschaft referenzieren wollte, wäre die andere Publikation Vaters von 1996 als festgestellte eigentliche Quelle überhaupt nicht angegeben und das Fragment unter "Verschleierung" zu kategorisieren.

Bei der VroniPlag-Analyse ist "Vater 1996" = Einführung in die Raum-Linguistik (Hürth, 3. Aufl.).

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02