FANDOM


Die antike Konzeption des Liebesbegriffes in der deutschen und russischen Literatur und Musik im 19. Jahrhundert anhand der Werke von E.T.A. Hoffmann, A. Puschkin, R. Schumann und P. Tschaikowski

von Dr. Julia Lukjanov

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jl/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2018-04-11 15:43:56 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Liebe 2006

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Wikipedia Liebe 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Im Laufe der Zeiten wurden diese Grundformen der Liebe immer wieder differenziert: Die besitzergreifende Liebe ist zum Beispiel bekannt als „mania“ und die auf Vernunftgründen basierende Liebe als „pragma“.

In Anlehnung an die Dreiteilung nach Platon werden die Ausprägungen des Phänomens der Liebe in Empfindung, Gefühl und Haltung unterschieden: Als Paradebeispiel für rational begründete Moralität steht der Begriff der Liebe als ethische Geistes- oder Grundhaltung, als Tugend.

Der Begriff der Fremdenliebe stellt eine Interessenbalance zwischen Egoismus und Altruismus dar.

Bei Immanuel Kant wird die Liebe als Grundhaltung mit den Begriffen Achtung und Würde verknüpft. Daraus ergibt sich eine allgemein-menschliche Pflicht zur teilnehmenden Empfindung mit dem Anderen7. In der psychoanalytischen und sozialpsychologischen Literatur, zum Beispiel bei Erich Fromm8, wird der Begriff der Liebe als Selbstliebe, als Fähigkeit zum Leben und zur Nächstenliebe angesehen. Pathologische Selbstliebe wird als Narzissmus bezeichnet. Die geschlechtliche Liebe kann in gegengeschlechtliche (Heterosexualität) und gleichgeschlechtliche Liebe (Homosexualität) unterschieden werden und findet oft in Liebesbeziehungen Ausdruck, für die in heutigen europäischen Kulturen das Ideal der Partnerschaft betont wird. Eine besondere Rolle nimmt in vielen Gesellschaften die eheliche Liebe ein, die oftmals Exklusivität für sich in Anspruch nimmt (Monogamie). Nicht auf klassischen Zweierbeziehungen beruhende Liebesmodelle (Polygamie) spielen in außereuropäischen Kulturen und in den letzten Jahrzehnten auch im Westen („Polyamorie“) eine größere Rolle.9

Neben der partnerschaftlichen Liebe sind insbesondere die Liebe zwischen (engen) Verwandten (Vaterliebe, Mutterliebe) und die Freundesliebe in menschlichen Gemeinschaften von größter Bedeutung. Die Nächstenliebe gilt im Sinne von Religion und Ethik primär den Bedürftigen, während die Philanthropie sie zur allgemeinen Menschenliebe ausdehnt.


7 Vgl. Huch, R. Romantische Philosophie. In: Die Romantik. S. 142ff.

8 Vgl. Fromm, E. Die Kunst des Liebens.

9 An dieser Stelle geht es um den Unterschied einer Beziehung zu mehreren Partnern in der Ehe, einer Form der Vielehe und der Duldung von gleichzeitigen eheähnlichen Beziehungen, Polygamie, und der alle einvernehmlichen und auf voller Informiertheit beruhenden langfristigen intimen Beziehungen mehrerer Personen.

Im Laufe der Zeiten wurden diese Grundformen der Liebe immer wieder differenziert. So bezeichnet man manchmal die Interessenliebe als „stoika“, die spielerisch-sexuelle Liebe als „ludus“, die besitzergreifende Liebe als „mania“ und die auf Vernunftgründen basierende Liebe als „pragma“. [...]

In Anlehnung an diese Dreiteilung kann man die Ausprägungen des Phänomens der Liebe in Empfindung, Gefühl und Haltung unterscheiden:

[...]

Liebe als ethische „Geistes-“ oder Grundhaltung, als Tugend, ist das Paradebeispiel für rational begründete Moralität; eine Fremdliebe, die eine Interessenbalance zwischen Egoismus und Altruismus herstellt. Nächstenliebe wird dabei üblicherweise nicht als altruistische Selbstaufgabe aufgefasst. Bei Immanuel Kant wird die Liebe als Grundhaltung mit den Begriffen Achtung und Würde verknüpft. Daraus ergibt sich eine allgemein-menschliche "Pflicht zur teilnehmenden Empfindung" mit dem Anderen.

[...]

Selbstliebe: Selbstliebe wird in der Regel als die Voraussetzung zur Fähigkeit zum Lieben und zur Nächstenliebe angesehen, wobei nach Auffassung von Erich Fromm Selbstsucht Selbsthass bedeute. Selbstsucht äußere sich in der Liebe durch besitzgieriges Interesse. Fromm behauptet, dass zu starke Selbstlosigkeit keine Tugend sei, sondern ein Symptom, durch das unbeabsichtigter Schaden entstehen könne. Pathologische Selbstliebe wird als Narzissmus bezeichnet.

Partnerliebe: Die geschlechtliche Liebe kann in gegengeschlechtliche (Heterosexualität) und gleichgeschlechtliche Liebe (Homosexualität) unterschieden werden, und findet oft in Liebesbeziehungen Ausdruck, für die in heutigen europäischen Kulturen das Ideal der Partnerschaft betont wird. Eine besondere Rolle nimmt in vielen Gesellschaften die eheliche Liebe ein, die oftmals Exklusivität für sich in Anspruch nimmt (siehe Monogamie). Nicht auf klassischen Zweierbeziehungen beruhende Liebesmodelle (Polygamie) spielen in außereuropäischen Kulturen und in den letzten Jahrzehnten auch im Westen („Polyamorie“) eine größere Rolle.

Familiäre Liebe: Neben der partnerschaftlichen Liebe sind insbesondere die Liebe zwischen (engen) Verwandten (Vaterliebe, Mutterliebe) und die Freundesliebe in menschlichen Gemeinschaften von größter Bedeutung.

Nächstenliebe: Die Nächstenliebe gilt im Sinne von Religion und Ethik primär den Bedürftigen, während die Philanthropie sie zur allgemeinen Menschenliebe ausdehnt (vgl. Menschlichkeit).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann) Langerhans123


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20171028212040
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.