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Die antike Konzeption des Liebesbegriffes in der deutschen und russischen Literatur und Musik im 19. Jahrhundert anhand der Werke von E.T.A. Hoffmann, A. Puschkin, R. Schumann und P. Tschaikowski

von Dr. Julia Lukjanov

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[1.] Jl/Fragment 026 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2018-01-30 19:43:29 Schumann
Buchner 1965, Fragment, Gesichtet, Jl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1-12
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 13-14, Zeilen: 13:27-38 - 14:1-3
Eryximachos, ein Arzt, knüpft in seiner Rede an die Unterscheidung des Pausanias an und führt diese weiter, indem er zeigt, wie der zweifache Eros nicht nur unter den Menschen, sondern auch in den Tieren und in den Gewächsen zu finden, ja überhaupt in allem, was ist.53

Dies wird in den einzelnen Bereichen des Seienden nachgewiesen und aus der göttlichen Leitung des himmlischen Eros bestimmt.

Aristophanes schließlich stellt den Eros in einem großangelegten Mythos als die Sehnsucht und das Verlangen nach der ursprünglichen Ganzheit und Physis des von Zeus in zwei Hälften, die männliche und die weibliche, gespaltene Teile der Menschen, vor.54

Die Spaltung ist eine Strafe für die den Göttern zu mächtig und übermütig gewordene Menschheit. Eros wird hier als der den Menschen am freundlichsten gesonnene Gott gesehen, der sie zugleich dazu anhält, den Göttern gerecht zu werden und ihr Leben in Ehrfurcht vor ihnen zu führen, um eine nochmalige Spaltung zu vermeiden.


52 Vgl. Platon. Symposion. 178 a 6 – 180 b.

53 Vgl. ebenda. 180 c – 185 c.

54 Vgl. ebenda. 185 e – 188 e.

[Seite 13]

Eryximachos, der Arzt, knüpft in seiner Preisrede an die Unterscheidung des Pausanias an und versucht dessen Rede weiterzuführen, indem er zeigt, wie der zweifache Eros nicht nur unter den Menschen waltet, sondern auch in den Tieren und in den Gewächsen, ja überhaupt in allem, was ist. Dies wird in den einzelnen Bereichen des Seienden nachgewiesen, und das jeweils auf diese Bereiche sich verstehende Kundigsein wird aus der göttlichen Leitung des himmlischen Eros bestimmt. Aristophanes schließlich stellt den Eros in einem großangelegten Mythos vor als die Sehnsucht und das Verlangen nach der ursprünglichen Ganzheit und Physis des von Zeus in zwei Hälften, die männliche und die weibliche, gespaltenen Teiles der Menschen. Die Spaltung war eine Strafe für die den Göttern zu mächtig und übermütig gewordene Menschheit. Eros wird hier

[Seite 14]

als der den Menschen freundlichste Gott gesehen, der sie zugleich dazu anhält, den Göttern gerecht zu werden und ihr Leben in Ehrfurcht vor ihnen zu führen, um eine nochmalige Spaltung zu vermeiden.

Anmerkungen

Setzt die in Fragment 025 01 dokumentierte Übernahme nahtlos fort. Weiterhin ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Die Referenzstellen zu Eryximachos und Aristophanes sind gegenüber den in den Fußnoten 56-50 der voran gegangenen Seite (und denen in Buchner 1965) "verrutscht".

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Jl/Fragment 026 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2018-01-30 19:27:25 Schumann
Buchner 1965, Fragment, Gesichtet, Jl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 26-29
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 14, Zeilen: 14-21
Sokrates setzt die bis dahin gehaltenen Eros-Preisreden durch die Behauptung, dass sie dem eigentlichen Sinn nicht genügt hätten, scharf herab.

Der eigentliche Sinn des Preisens besteht für Sokrates darin, „das Wahre“, also den wahren Sachverhalt, über jedes zu Preisende darzulegen und diesen wieder zugrunde zu legen und aus [eben diesem selbst her dann das Schönste, d.h. Vorscheinendste im Sinne des Vorzüglichsten als das Schicklichste festzusetzen“56.


56 Vgl. Platon. Symposion. 198 d ff. und 199 a.]

Dort gibt Sokrates eine scharfe Herabsetzung der bis dahin gehaltenen Eros-Preisreden durch die Behauptung, daß sie dem eigentlichen Sinn des έγκωμιάζειν nicht genügt hätten. Der eigentliche Sinn des Preisens besteht für Sokrates darin, „das Wahre (den wahren Sachverhalt) über jedes zu Preisende darzulegen und dieses (so Dargelegte) erst einmal zugrundezulegen, aus eben diesem selbst her dann aber das Schönste (d. h. das Vorscheinendste im Sinne des Vorzüglichsten) als das Schicklichste festzusetzen“ (198 d 8 f., vgl. 199 a 7, b 3).
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Auch hier sind die Referenzstellen bereits in Buchner (1965) zu finden.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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