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Die antike Konzeption des Liebesbegriffes in der deutschen und russischen Literatur und Musik im 19. Jahrhundert anhand der Werke von E.T.A. Hoffmann, A. Puschkin, R. Schumann und P. Tschaikowski

von Dr. Julia Lukjanov

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[1.] Jl/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2018-04-08 12:57:14 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jl, Lamprecht 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-11
Quelle: Lamprecht 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Verlangen und Begehren kann man aber nur etwas, was man nicht hat, denn was man besitzt, braucht man nicht mehr zu begehren.

Vor dieser Bestimmung des Begriffes fällt es nicht schwer, die Brücke hinüber zum Minnesang zu schlagen. So wie für Platon das absolut Gute und Schöne immer unerreichbar, aber darum auch stets erstrebenswert ist, so ist auch für den Minnesänger die Dame unerreichbar fern und dadurch erst das Objekt unablässiger Begierde.

„Insofern bezeichnet auch der in die Umgangssprache als ‚rein geistige Liebe‘ im Gegensatz zur körperlichen Liebe eingegangene Begriff von der ‚platonischen Liebe‘ ursprünglich eine Beziehung, die trotz ständigen gegenseitigen Begehrens nie zu ihrer (körperlichen) Erfüllung kommt.“66

66 Vgl. Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. S [sic] 24.

[S. 233]

BIBLIOGRAFIE

[...]

Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. Darmstadt. 2007.

Verlangen und Begehren kann man (nach Platon) aber nur etwas, was man nicht hat, denn was man besitzt, braucht man nicht mehr zu begehren. Von dieser Bestimmung des Begriffes fällt es nicht schwer, die Brücke hinüber zum Minnesang zu schlagen. So wie für Platon das absolut Gute und Schöne immer unerreichbar, aber darum auch stets zu ersteben sein wird, so sei auch für den Minnesänger die Dame unerreichbar fern und dadurch erst das Objekt unablässig singender Begierde. Insofern bezeichnet auch der in die Umgangssprache als "rein geistige Liebe" im Gegensatz zur körperlichen Liebe eingegangene Begriff von der "platonischen Liebe" ursprünglich eine Beziehung, die trotz ständigen gegenseitigen Begehrens nie zu ihrer (körperlichen) Erfüllung kommt.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 031 21.

Fast identisch, ohne Hinweis auf eine Übernahme des vermeintlich originellen Teils, ohne Quellenangabe.

Der unvermittelte Übergang zu dem von der Verfasserin in der Dissertation ansonsten nur an zwei weiteren, isolierten Stellen behandelten Thema "Minne" verrät die Herkunft des Textes.

Disse wird mit Erscheinungsjahr 2007 angegeben, ist jedoch 2001. Der Fragmentinhalt ist bei Disse nicht auf S. 24 zu finden; er wird genau so in der Magisterarbeit der Verfasserin von 2003 ebenfalls Disse zugeschrieben, siehe [1].

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

[2.] Jl/Fragment 032 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-12-14 15:54:43 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sier 1997, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 18-21
Quelle: Sier 1997
Seite(n): 2, Zeilen: 3-8
Nach der platonischen Theorie ist der Eros an sich etwas Unvollkommenes und wenig Lobenswürdiges. Beim Eros geht es um die prinzipielle Frage, wie Wertvorstellungen und Zielsetzungen die Selbstverwirklichung des Menschen bestimmen und woher er die Kriterien eines „guten“ Lebens bezieht.68

68 Vgl. Platon. Symposion. 198 d.

[...]: der Eros ist ein denkbar ungeeignetes Objekt rhetorischer αύξηση, nicht nur weil der Zustand des Begehrens und Sehnens, für sich betrachtet, etwas Unvollkommenes und wenig Preiswürdiges ist, sondern vor allem deshalb, weil es beim Eros um die prinzipielle Frage geht, wie Wertvorstellungen und Zielsetzungen die Selbstverwirklichung des Menschen bestimmen und woher er die Kriterien eines >guten< Lebens bezieht; [...]
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Jl/Fragment 032 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2018-04-11 15:53:35 Schumann
Buchner 1965, Fragment, Gesichtet, Jl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 22-28, 105-107
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 105, 133, 134, Zeilen: 105:16-21.104-107; 133:19-23; 134:6-8
Eros wird vor Platon und auch noch zu Platons Zeiten in erster Linie als Verlangen verstanden, das heute noch am ehesten als „Liebesverlangen“ bezeichnet wird.69

Es ist das Verlangen nach dem schönen Geliebten in all seinen verschiedenen Spielarten und Möglichkeiten, das Verlangen nach lustvoller Vereinigung und Erfüllung.

Mit dem letzten Abschnitt des Diotima-Gesprächs70 erreicht die Erörterung des Eros ihren Höhepunkt. In ihm wird Platons Lehre vom Sein des Seienden dargestellt.

Die Lehre der Diotima ist das höchste und größte und am schwersten zu erfassende Eroswerk.


69 Auch die Vorredner im Symposion gingen selbstverständlich von dieser Bedeutung aus, während Sokrates bereits im Mittelstück von vorneherein einen gleichsam neutralen und weiterreichenden Sinn von Eros in Ansatz brachte.

70 Vgl. Platon. Symposion. 209 e.

[Seite 105]

Eros nennt vor Platon immer und auch noch zu Platons Zeiten in erster Linie jenes Verlangen, das wir in unserer Sprache noch am ehesten durch das Wort „Liebesverlangen“ bezeichnen können77). Es ist das Verlangen nach dem schönen Geliebten in all seinen verschiedenen Spielarten und Möglichkeiten, das Verlangen nach lustvoller Vereinigung und Erfüllung (Mixis, Synousia).


77) Vgl. LSJ I, 680 f. Auch die Vorredner im Symposion gingen durchweg und selbstverständlich von dieser Bedeutung aus, während Sokrates bereits im Mittelstück von vorneherein einen gleichsam neutralen und weiterreichenden Sinn von Eros in Ansatz brachte.

[Seite 133]

Mit dem letzten Abschnitt des Diotima-Gesprächs (209 e 5 ff.) erreicht die Erörterung des Eros ihren Höhepunkt. In ihm wird zum erstenmal innerhalb der platonischen Schriften jener Sachverhalt vorgetragen, den man die „Ideenlehre“ genannt hat, also Platons Lehre vom Sein des Seienden, von der Seiendheit92); [...]


92) [...]

[Seite 134]

Was Diotima Sokrates nun zeigen wird, ist das höchste und größte und das am schwersten zu erfassende Eroswerk.

Anmerkungen

Übereinstimmung bis hin zu Fußnote und Referenz.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20180402202257
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