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Die antike Konzeption des Liebesbegriffes in der deutschen und russischen Literatur und Musik im 19. Jahrhundert anhand der Werke von E.T.A. Hoffmann, A. Puschkin, R. Schumann und P. Tschaikowski

von Dr. Julia Lukjanov

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[1.] Jl/Fragment 078 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-12-20 18:45:33 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Held 2003, Jl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 4-6, 12-13
Quelle: Held 2003
Seite(n): (146), 147, Zeilen: (146:38-40) - 147:(1-4).16-24
In der Literatur genau wie in der Musik fixieren sich die Romantiker auf ein inneres, der Erinnerung oder eigenen Vorstellung angehörendes Bild der Geliebten.186

„Die Sehnsucht der romantischen Protagonisten gilt weniger einer konkreten Person als einem imaginären Frauenbild, das sie auch im wirklichen Leben aufzufinden oder vielmehr wiederzufinden hoffen, da dieses weibliche Ideal häufig auf eine Kindheitserinnerung zurückgeführt wird.“187

Mit der Entwicklung der Epoche nimmt die Dominanz imaginärer Geliebten gegenüber realen Frauengestalten melancholische oder sogar gespenstische Züge an.


186 Alexander Puschkin zeigt in „Eugen Onegin“ den Romantiker Lenski und seine idealisierte Vorstellung seiner Geliebten. Peter Tschaikowski verarbeitet seine imaginären Geliebten in den dramatischen Schicksalen seiner Frauenfiguren. Das Verhältnis von Robert und Clara Schumann basiert auf einer romantischen Idealisierung der Liebe. E.T.A. Hoffmann richtet seinen Blick auf die nicht reale, nicht lebendige Weiblichkeit.

187 [Seite 79] Vgl. Held, H-G. Romantische Weiblichkeit. In: Schnellkurs Romantik. S. 146-147.

[Seite 146]

Die Sehnsucht der romantischen Protagonisten gilt weniger einer konkreten Person als einem imaginären Frauen-

[Seite 147]

bild, das sie auch im wirklichen Leben aufzufinden oder vielmehr wiederzufinden hoffen, da dieses weibliche Ideal häufig auf eine Kindheitserinnerung zurückgeführt wird. [...] Denn die Fixierung auf ein inneres, der Erinnerung oder eigenen Vorstellung angehörendes Bild der Geliebten führt nicht selten zu einem entschiedenem Widerwillen gegen weibliche Erotik und hat auch sonst (und nicht nur in der Literatur) bedenkliche Folgen.

Zuweilen nimmt die Dominanz imaginärer Geliebten gegenüber realen Frauengestalten melancholische oder geradezu gespenstische Züge an.

Anmerkungen

Das reguläre Zitat wird in ungekennzeichnete wörtliche Übernahmen "eingebettet".

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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