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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-24
Quelle: Leuschner 2001
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
So legt Platon dar, dass man durch relativ gleiche Dinge an die Idee der Gleichheit erinnert wird.
„Vollständige Gleichheit ist in der Welt des sinnlich Wahrnehmbaren nicht vorhanden. Ebenso ist das Gerechte, das Gute in der Welt der Wahrnehmung nicht vorhanden. Es stellt aber ein Ideal dar, nach dem man seine Handlungen ausrichten sollte. Es gibt immer gültige, objektive, ethische Werte, die der Maßstab für die Beurteilung einzelner Handlungen ist.“36

Die Kenntnis der Idee des Guten ist nach Platon eine notwendige Bedingung für moralisches Handeln. Mit Hilfe der Ideen können auch Eigenschaften der sinnlich wahrnehmbaren Dinge erklärt werden.

„So wird etwas schön genannt, wenn es an der Idee des Schönen teilhat, die selbst schön ist.“37

Platon hält somit auch den Menschen für ein zweigeteiltes Wesen. Der Mensch hat einen Körper, der fließt, der also aus vergänglichem Material besteht und mit der Sinnenwelt unlösbar verbunden ist (denn die Sinne sind körperlich).38

Die Seele hingegen ist unsterblich und befindet sich in der Vernunft. Demzufolge ist sie nicht materiell und kann in die Ideenwelt sehen.

Platon meint damit, dass bevor die Seele in den Körper gelangt, existiert sie schon im Reich der Ideen, sie hat aber beim Eintritt in den Körper die vollkommenen Ideen vergessen.39

DIE SEHNSUCHT NACH DER VOLKOMMENEN [sic] URFORM NENNT PLATON EROS (LIEBE)

Die meisten Menschen geben dieser Sehnsucht nicht nach und klammern sich an die schlechten Nachahmungen der Ideen in der Sinnenwelt.


36 Vgl. Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. S. 20.
37 Vgl. ebenda S. 21.
38 Vgl. ebenda S. 28.
39 Vgl. ebenda S. 29.

So legt Platon dar, dass man durch relativ gleiche Dinge an die Idee der Gleichheit erinnert wird. Vollständige Gleichheit ist in der Welt des sinnlich Wahrnehmbaren nicht vorhanden. Ebenso ist das Gerechte, das Gute in der Welt der Wahrnehmung nicht vorhanden. Es stellt aber ein Ideal dar, nach dem man seine Handlungen ausrichten sollte. Es gibt immer gültige, objektive, ethische Werte, die der Maßstab für die Beurteilung einzelner Handlungen ist. Die Kenntnis der Idee des Guten ist nach Platon eine notwendige Bedingung für moralisches Handeln. Mit Hilfe der Ideen können auch Eigenschaften der sinnlich wahrnehmbaren Dinge erklärt werden. So wird etwas schön genannt, wenn es an der Idee des Schönen teilhat, die selbst schön ist. Platon hielt auch den Menschen für ein zweigeteiltes Wesen. Wir haben einen Körper, der fließt, der also aus vergänglichem Material besteht und mit der Sinnenwelt unlösbar verbunden ist (denn die Sinne sind körperlich). Unsere Seele hingegen ist unsterblich und befindet sich in der Vernunft. Demzufolge ist sie nicht materiell und kann in die Ideenwelt sehen. Platon meint, bevor die Seele in unseren Körper gelange, existiere sie schon im Reich der Ideen, sie hat aber beim Eintritt in den Körper die vollkommenen Ideen vergessen. Wenn wir dann ein unvollkommenes Pferd sehen, sehnt sich unsere Seele nach der vollkommenen Urform, die ihr aus dem Reich der Ideen bekannt ist. Diese Sehnsucht nennt Platon Eros (Liebe).

Die meisten Menschen geben dieser Sehnsucht nicht nach, sondern klammern sich an die schlechten Nachahmungen der Ideen in der Sinnenwelt.

Anmerkungen

Inhaltlich identisch bei wenigen sprachlichen Umfomulierungen.

Leuschner (2001) liegt vor der Entstehung der Magisterarbeit Lukjanova (2003), die an dieser Stelle identisch mit deren späterer Dissertation ist.

Keines der Zitate, die hier Disse (2001) zugeschrieben sind, und auch keine der Passagen, die mit Verweisen auf Disse (2001) versehen sind, finden sich im Wortlaut in dem angegebenen Werk. Tatsächlich weist der Abschnitt zu Platon in Disse (2001) bis auf eine einzige Übersetzung eines Platon-Zitats hier kaum Übereinstimmungen im Wortlaut mit den Ausführungen der Verfasserin auf.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann
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