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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 3-7, (8-13), 16-28
Quelle: Microsoft Encarta 2007 - Platon - 2006
Seite(n): 1 (elektronische Resource), Zeilen: -
Platon ist überzeugt von der Möglichkeit absoluter Erkenntnis. Gegenstand der Erkenntnis ist das wahrhaft Wirkliche und nicht das bloße Abbild des Wirklichen.41

Nach Platon ist das vollkommen Wirkliche ewig und unveränderlich, denn er setzt es mit einer idealen Welt gleich, die der physischen Welt entgegengesetzt ist. Platon unterscheidet zwischen Meinung und Erkenntnis:

[„Behauptungen oder Aussagen über die sichtbare Welt sind Meinungen. Obwohl diese Meinungen zum Teil begründet sind, gelten sie nach Platon nicht als Erkenntnis. Nur die Vernunft gewährt intellektuelle Einblicke, die sicher sind, wobei die Dinge, welche diesen rationalen Einsichten entsprechen, die ewigen Ideen sind, aus denen sich die wirkliche Welt zusammensetzt.“42

Platons Erkenntnislehre lässt sich am besten anhand des in seiner „Politeia“43 enthaltenen Höhlengleichnisses erklären.]

In ihm beschreibt Platon Menschen, die im Inneren einer Höhle so festgehalten werden, dass sie einander nicht sehen können. Sie sehen nur die Höhlenwand, auf der die Schatten von Tieren und Gegenständen, die an einem brennenden Feuer vorbeigetragen werden, zu sehen sind. Einem Gefangenen gelingt es auszubrechen und im Tageslicht zum ersten Mal die wirkliche Welt zu sehen.

Die Schattenwelt der Höhle symbolisiert bei Platon die Welt der sichtbaren Erscheinungen. Der Ausbruch aus der Höhle in die sonnendurchflutete Außenwelt bedeutet den Übergang in die wirkliche (d.h. ideelle) Welt, die Welt des Vollkommenen, die Welt der Ideen, dem wahren Gegenstand jeder Erkenntnis.

Nach Platon sind die Ideen hierarchisch geordnet, wobei die Idee des Guten den höchsten Rang einnimmt, da sie, wie die Sonne im Höhlengleichnis, alle anderen Ideen erhellt.

In dieser Idee des Guten kann man also auch Platons Streben nach einem letzten absoluten und endgültigen Erklärungsprinzip verstehen.


41 Vgl. Disse, J. Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik. S. 22.

42 Vgl. ebenda S. 23.

43 Vgl. Platon. Politeia (Der Staat). Sämtliche Werke. Bd. II.

3. Ideenlehre

1. Erkenntnislehre

[...] Unter dem Einfluss von Sokrates war Platon von der Möglichkeit der Erkenntnis überzeugt. Gegenstand der Erkenntnis sei das wahrhaft Wirkliche und nicht das bloße Scheinbild der Wirklichkeit. Nach Platon muss das vollkommen Wirkliche ewig und unveränderlich sein. Er setzte das Wirkliche mit der idealen Welt gleich, die der physischen Welt des Werdens entgegengesetzt ist. [...]

[...]

Platons Erkenntnislehre ist in seiner Politeia enthalten, insbesondere in der Besprechung des Bildes der geteilten Linie und in dem Höhlengleichnis. In Ersterer unterscheidet Platon zwischen Meinung und Erkenntnis. Behauptungen oder Aussagen über die physische oder sichtbare Welt, die sowohl allgemeine Beobachtungen wie auch die Sätze der Wissenschaft umfassen, sind bloß Meinungen. Einige dieser Meinungen sind wohlbegründet, andere nicht, keine von ihnen kann jedoch als echte Erkenntnis gelten. Erkenntnis stützt sich vor allem auf die Vernunft. Nur die Vernunft gewährt intellektuelle Einblicke, die sicher sind, wobei die Dinge, welche diesen rationalen Einblicken entsprechen, das beständige Allgemeine sind, die ewigen Ideen oder Formen, aus denen sich die wirkliche Welt zusammensetzt

Im Höhlengleichnis beschreibt Platon Menschen, die tief im Inneren einer Höhle festgebunden sind, und zwar so, dass ihr Gesichtskreis eingeschränkt ist und sie einander nicht sehen können. Das einzig Sichtbare ist die Höhlenwand, auf der die Schatten der Modelle oder Nachbildungen von Tieren und Gegenständen, die an einem hell brennenden Feuer vorbeigetragen werden, zu sehen sind. Einem der Gefangenen gelingt es auszubrechen und sich aus der Höhle an das Tageslicht zu flüchten. Das Sonnenlicht macht es ihm nunmehr möglich, zum ersten Mal die wirkliche Welt zu sehen. [...] Die Schattenwelt der Höhle symbolisiert bei Platon die physische Welt der Erscheinungen. Der Ausbruch aus der Höhle in die sonnendurchflutete Außenwelt bedeutet den Übergang in die wirkliche Welt, die Welt des vollkommen Seienden, die Welt der Ideen, dem wahren Gegenstand der Erkenntnis.

2. Das Wesen der Ideen

[...]

Nach Platon sind die Ideen hierarchisch geordnet, wobei die höchste Idee die des Guten ist, die wie die Sonne im Höhlengleichnis alle anderen Ideen erhellt. In einem gewissen Sinn bezeichnet die Idee des Guten Platons Streben nach einem letzten Erklärungsprinzip.


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Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, ohne Quellenangabe.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann
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