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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 22-28, 105-107
Quelle: Buchner 1965
Seite(n): 105, 133, 134, Zeilen: 105:16-21.104-107; 133:19-23; 134:6-8
Eros wird vor Platon und auch noch zu Platons Zeiten in erster Linie als Verlangen verstanden, das heute noch am ehesten als „Liebesverlangen“ bezeichnet wird.69

Es ist das Verlangen nach dem schönen Geliebten in all seinen verschiedenen Spielarten und Möglichkeiten, das Verlangen nach lustvoller Vereinigung und Erfüllung.

Mit dem letzten Abschnitt des Diotima-Gesprächs70 erreicht die Erörterung des Eros ihren Höhepunkt. In ihm wird Platons Lehre vom Sein des Seienden dargestellt.

Die Lehre der Diotima ist das höchste und größte und am schwersten zu erfassende Eroswerk.


69 Auch die Vorredner im Symposion gingen selbstverständlich von dieser Bedeutung aus, während Sokrates bereits im Mittelstück von vorneherein einen gleichsam neutralen und weiterreichenden Sinn von Eros in Ansatz brachte.

70 Vgl. Platon. Symposion. 209 e.

[Seite 105]

Eros nennt vor Platon immer und auch noch zu Platons Zeiten in erster Linie jenes Verlangen, das wir in unserer Sprache noch am ehesten durch das Wort „Liebesverlangen“ bezeichnen können77). Es ist das Verlangen nach dem schönen Geliebten in all seinen verschiedenen Spielarten und Möglichkeiten, das Verlangen nach lustvoller Vereinigung und Erfüllung (Mixis, Synousia).


77) Vgl. LSJ I, 680 f. Auch die Vorredner im Symposion gingen durchweg und selbstverständlich von dieser Bedeutung aus, während Sokrates bereits im Mittelstück von vorneherein einen gleichsam neutralen und weiterreichenden Sinn von Eros in Ansatz brachte.

[Seite 133]

Mit dem letzten Abschnitt des Diotima-Gesprächs (209 e 5 ff.) erreicht die Erörterung des Eros ihren Höhepunkt. In ihm wird zum erstenmal innerhalb der platonischen Schriften jener Sachverhalt vorgetragen, den man die „Ideenlehre“ genannt hat, also Platons Lehre vom Sein des Seienden, von der Seiendheit92); [...]


92) [...]

[Seite 134]

Was Diotima Sokrates nun zeigen wird, ist das höchste und größte und das am schwersten zu erfassende Eroswerk.

Anmerkungen

Übereinstimmung bis hin zu Fußnote und Referenz.

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann
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