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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-19
Quelle: Meyer 1995
Seite(n): 78-79, Zeilen: 78:19ff. - 79:1-4
Die Liebe wird bestimmt als eine Geburt des Schönen, in geistiger und körperlicher Hinsicht. Das Ziel des Menschen ist es, die Natur zu reproduzieren, was nur im Schönen möglich ist. Die Geburt des Schönen ist dann der göttliche Vorgang, der dem sterblichen Leben etwas Unsterbliches verleiht.

Die Liebenden streben auch nach Unsterblichkeit, die sie durch die Schaffung des Schönen erreichen. Solche Schaffung wiederum geschieht auf der geistigen Ebene, durch die Reproduktion der einen Seele in der anderen.

Unsterblichkeit wird erreicht durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit der Partner [sic]. Damit geht es den Liebenden weniger um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion.

Dieses Ziel der Liebe ist demnach zusammengefasst die Wiedergeburt der eigenen Seele in dem Anderen, durch die Idee des Schönen.

Damit vertritt Diotima nicht – wie Platon – die Meinung, dass die Seele wiedergeboren wird, sondern dass diese durch Qualitäten, resultierend aus denen der liebenden Partner, unsterblich wird.

Die Seele kann also nicht übergehen in ein anderes Wesen, sondern hinterlässt durch die Vereinigung in der Liebe eine Spur, die sie unsterblich macht.

Der Weg zur Erkenntnis des Schönen führt die Liebenden über mehrere Stufen.

[Seite 78]

Ausgehend vom Wesen des Eros, den Diotima als Liebenden einordnet, erklärt sie den Begriff der Liebe. Sie wird definiert als eine Geburt des Schönen, in geistiger und körperlicher Hinsicht. Es sei das Ziel der Menschen, ihre Natur zu reproduzieren, was nur im Schönen möglich ist. Diese Geburt des Schönen ist dann eine göttliche Sache, die dem sterblichen Leben etwas Unsterbliches verleiht. Auch die Liebenden streben nach Unsterblichkeit, die sie durch die Schaffung des Schönen erreichen wollen. Das geschieht auf der geistigen Ebene durch die Reproduktion der einen Seele in der anderen. Unsterblichkeit wird erreicht durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit der PartnerIn. Damit geht es den Liebenden nicht mehr um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion. Das Ziel der Liebe ist die Wiedergeburt der eigenen Seele in der/dem Anderen durch die Idee des Schönen.

Damit vertritt Diotima nicht, wie Platon, die Meinung, daß die Seele wiedergeboren wird, sondern stellt fest, daß sie unsterblich wird durch Qualitäten, die die Liebe in der Seele der Partnerin/des Partners hinterlassen hat. Sie kann also nicht übergehen in ein anderes Wesen, son-

[Seite 79]

dern sie hinterläßt durch die Vereinigung in der Liebe eine Spur, die sie unsterblich macht.

Der Weg zur Erkenntnis des Schönen führt die Liebenden über mehrere Stufen [...]

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Ohne Quellenangabe.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann
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