VroniPlag Wiki


Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Mendelbrno
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1-35
Quelle: Kassen 2016
Seite(n): 22, 23, 25, Zeilen: 22: 19 ff.; 23: 1 ff.; 25: 2 ff.
[The purpose of this study was to determine whether the proportion of immigrants in the total population during these three time periods in the target countries studied depended on how far the countries were] from the trouble spot. The results showed that the proportion of non-EU immigrants in the total population fell sharply the further the country was from Yugoslavia, but also that the number of immigrants during the two wars was higher than between the wars or before the outbreak of the first conflict (ibid.) [Angrist and Kugler (2003)]. This result correlates with the observation that the proportion of Yugoslavian asylum seekers in Europe in the 1990s was 30%. However, the results of this study showed no significance. The fact that the influence of distance on the level of immigration may nevertheless exist suggests the result of the second study, in which the dependent variable (proportion of non-EU immigrants) was replaced by the proportion of immigrants coming from the EU itself. The results showed a much lower correlation during the three time periods (ibid.).

Angrist and Kugler also examined the effects of institutional rigidities on the competitiveness of the local population with immigrants. Although this analysis does not directly relate to the effects of the Yugoslav wars on the labour market, the period under study is the same, so that the impact of the Yugoslav crisis on the level of immigration is given. In their theoretical preliminary analysis, Angrist and Kugler assumed that the negative employment effects for the locals would be exacerbated by institutional intervention in the labour market (ibid.). Such interventions included protection against dismissal, unemployment benefits, collective agreements and market entry barriers for companies. They explain the negative impact of market entry barriers on the employment rate of locals due to increased immigration by the fact that new companies can enter the market when the costs of the input factor labour fall. This happens when the supply of cheaper workers is increased by immigration and the market entry costs are reduced as a result. The newly created work is occupied by immigrants and thus reduces the proportion of local employees. They assumed that these standards apply more to locals than to immigrants entering the labour market for the first time. This would give immigrants a competitive advantage in finding a job. In their regression analysis, they therefore examined the influence of indexed rigidities on the employment rate of the local population and came to the conclusion that the negative influence was higher in the countries where institutional interventions were stronger. Some effects were statistically more insignificant than others, but the general significance of the results could not be invalidated (ibid.). Angrist and Kugler ultimately came to the conclusion that their analyses support the statement that an increase in the proportion of immigrants in the active population of 10% reduces the local employment rate by 0.2% to 0.7% (ibid.).


ANGRIST, J. D., KUGLER, A. 2003. Protective or counter-productive? Labour market institutions and the effect of immigration on eu native [sic]. In: The Economic Journal 113 (488): 302-331.

[page 22]

Diese Untersuchung diente dem Zweck herauszufinden, ob der Anteil der Immigranten zur Gesamtbevölkerung während dieser drei Zeitperioden in den 16 untersuchten Zielländern davon abhing, wie weit die Länder vom Krisenherd entfernt waren. Die Ergebnisse zeigten, dass der Anteil an nicht-EU Immigranten zur Gesamtbevölkerung stark sank, je weiter das Land von Jugoslawien entfernt war, aber auch, dass die Anzahl an Immigranten während der zwei Kriege höher waren als in der Zeit zwischen den Kriegen oder vor Ausbruch des ersten Konflikts. Dieses Ergebnis korreliert mit der Beobachtung, dass der

[page 23]

Anteil der jugoslawischen Asylantragsteller in den 1990er Jahren in Europa bei 30 Prozent lag. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wiesen jedoch keine Signifikanz auf. Dass der Einfluss von Entfernung auf die Höhe der Immigration möglicherweise doch gegeben ist, lässt das Ergebnis der zweiten Untersuchung vermuten, in der die abhängige Variable (Anteil an nicht-EU Immigranten) durch den Anteil an Immigranten ersetzt wurde, die aus der EU selbst stammten. Die Ergebnisse ergaben eine weitaus geringere Korrelation während der drei Zeitperioden.

Angrist und Kugler untersuchten ebenfalls die Auswirkungen von institutionellen Rigiditäten auf die Kompetitivität der einheimischen Bevölkerung mit Immigranten. Zwar bezieht sich diese Analyse nicht direkt auf die Auswirkungen der Jugoslawienkriege auf den Arbeitsmarkt, der untersuchte Zeitraum ist jedoch der gleiche, somit ist der Einfluss der Jugoslawienkrise auf die Höhe der Immigration gegeben. Angrist und Kugler nahmen in ihrer theoretischen Vorabanalyse an, dass die negativen Beschäftigungseffekte für die Einheimischen durch den institutionellen Eingriff in den Arbeitsmarkt noch verschlimmert werde (Angrist/Kugler 2003, F322-F327). Zu solchen Eingriffen zählten sie unter anderem Kündigungsschutz, Arbeitslosengeld, Tarifverträge und Markteintrittsbarrieren für Unternehmen13. Dabei gingen sie davon aus, dass diese Standards für Einheimische eher gelten als für Immigranten, die den Arbeitsmarkt neu betreten. Dies würde den Letzteren einen Wettbewerbsvorteil bei der Arbeitsplatzsuche geben. In ihrer Regressionsanalyse untersuchten sie daher den Einfluss von indexierten Rigiditäten auf die Beschäftigungsquote der einheimischen Bevölkerung und kamen zu dem Ergebnis, dass der negative Einfluss in den Ländern höher war, in denen die institutionellen Eingriffe stärker vorhanden waren. Einige Effekte waren statistisch insignifikanter als andere, die generelle Aussagekraft der Ergebnisse konnte dadurch aber nicht verworfen werden.


13 Den negativen Einfluss von Markteintrittsbarrieren auf die Beschäftigungsquote von Einheimischen durch erhöhte Immigration erklären sie dadurch, dass neue Unternehmen dann in den Markt eintreten können, wenn die Kosten für den Inputfaktor Arbeit sinken. Dies geschieht dann, wenn das Angebot an billigeren Arbeitskräften durch die Immigration erhöht wird und die Markteintrittskosten dadurch sinken. Die neu entstehende Arbeit wird von Immigranten besetzt und verringert somit den Anteil der einheimischen Beschäftigten.

[page 25]

Angrist und Kugler kommen zu dem Ergebnis, dass ihre Analysen die Aussage unterstützen, dass ein Anstieg des Anteils von Immigranten an der Erwerbsbevölkerung von zehn Prozent die einheimische Beschäftigungsquote um 0,2 bis 0,7 Prozent verringert (Angrist/Kugler 2003, F328).


Angrist, Joshua D.; Kugler, Adriana D. (2003): Protective or counter-productive? Labour market institutions and the effect of immigration on eu natives*. In: The Economic Journal 113 (488), S. 302–331. DOI: 10.1111/1468-0297.00136.

Anmerkungen

Continued from previous page. Continues on next page.

The true source is not given.

Sichter
(Mendelbrno) Schumann