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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Mendelbrno
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 16-30
Quelle: Thöne Lamouroux 2016
Seite(n): 513, 514, Zeilen: 513: 22 ff.; 514: 1f.
Another dimension of benefit arises from economic effects. More than one million additional people in Germany are more than one million additional consumers. The majority of the authors agree that spending on the refugee wave will have a positive cyclical effect in the short term. However, it is controversial whether and how this effect will be maintained in the long term. The main criticism here is that the money that is used for the accommodation and care of the refugees would, under ohter circumstances, have been used to repay the debt (Thöne and Lamouros 2016). Sinn (2016) argues that this money generates a positie demand effect in the short term, but that the debt must be repaid in the long term. The later withdrawal of money for repayment then goes hand in hand with a negative demand effect ibid.). Fuest (2016) warns against confusion between conjunctive effects and welfare gains. Demand would only be stimulated if the fiscal burden were not paid with spending cuts or higher taxes (ibid.). A new debt would also have to be repaid at some point, which would go hand in hand with a reduction in demand. In this way, economic stimuli are to be better exploited in the next downturn (ibid.).

FUEST, C. 2016. Die ökonomischen Folgen der Zuwanderung. In: ifo Schnelldienst. Volume 69. No. 04: 11-14.

SINN, H.-W. 2016. So kann es nicht weitergehen. In: ifo Schnelldienst. Volume 69. No.04: 3-6.

THÖNE, M., LAMOUROUS [sic], L. 2016. Ökonomen in der Flüchtlingskrise: Zum (begrenzten) Nutzen ökonomischer Betrachtungen humanitären Staatshandelns. In: Journal for Comparative Government and European Policy. Volume 14:503-518.

[page 512]


Eine andere Dimension des Nutzens entsteht durch konjunkturelle Effekte. Eine Million zusätzliche Menschen in Deutschland sind eine Million zusätzliche, wenn auch anfänglich zumeist arme Konsumenten. Die meisten Autoren sind sich einig, dass die Ausgaben anlässlich der Flüchtlingswelle kurzfristig einen positiven konjunkturellen Effekt haben werden. Jedoch ist strittig, ob und wie dieser Effekt langfristig erhalten bleibt. Hauptkritik ist hier, dass das Geld, welches für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge genutzt wird, unter anderen Umständen der Schuldentilgung zugeflossen wäre. Sinn argumentiert, dass dieses Geld kurzfristig einen positiven Nachfrageeffekt generiert, jedoch langfristig die Schulden getilgt werden müssten. Die spätere Entnahme von Geld für die Tilgung gehe dann einher mit einem negativen Nachfrageeffekt. Fuest mahnt vor einer Verwechselung zwischen konjunkturellen Effekten und Wohlfahrtsgewinnen. Die Nachfrage würde nur belebt werden, wenn die fiskalische Belastung nicht mit Ausgabenkürzungen oder höheren Steuern bezahlt würden. Auch eine neue Verschuldung müsse irgendwann zurückgezahlt werden, was mit

[page 513]

Nachfrageminderung einhergehe. Daher schlägt er vor, Konjunkturimpulse lieber im nächsten Abschwung zu nutzen.


Fuest, C.: Die ökonomischen Folgen der Zuwanderung, in: ifo Schnelldienst, 69/04 (2016), 11-14

Sinn, H.W.: So kann es nicht weitergehen, in: ifo Schnelldienst, 69/04 (2016), 3-6

Anmerkungen

The source is given. However it is not made clear, that the entire passage is translated almost word-for-word from (Thöne Lamouroux 2016).

Sichter
(Mendelbrno)