Fernsehrechte im deutschen Fußball. Grundlagen, Chancen und Grenzen ihrer Vermarktung aus kartellrechtlicher Sicht

von Lukas Danckert

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[1.] Ld/Fragment 017 13 - Diskussion
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Fragment, Gesichtet, Ld, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Weißbuch 2007

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 017, Zeilen: 19-31
Quelle: Weißbuch 2007
Seite(n): 61, Zeilen: 17-28
Gerade den Bereich der Sportmedienrechte sieht die Kommission als besonders sensibel für Verletzungen des Kartellrechts an. Ein einzelner Verkäufer oder eine zentrale Vertriebseinheit, der/die alle Sportmedienrechte exklusiv über einen ausgedehnten Zeitraum an einen einzigen Betreiber wie das Bezahlfernsehen oder an einen bestimmten Markt verkauft, kann andere Betreiber in diesem Markt vom Zugang zu diesem Produkt ausschließen. Dies wiederum kann zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs führen. Darüber hinaus könnten Betreiber auf Nachbarmärkten nicht auf die exklusiv verkauften Rechte zugreifen, wodurch die Entwicklung neuer Dienste auf Nachbarmärkten behindert werden könnte.

In drei Fällen,82 in denen es um die Vermarktung von Fernsehrechten ging, hat die Kommission bereits Beschlüsse gefasst, nämlich UEFA Champions League83, FA Premier League84 und Deutsche Bundesliga85.


82 Es ging in diesen Fällen um die gemeinsame Vermarktung von Rechten für die Übertragung von Spielen, die von Fußballvereinen auf Grundlage des Artikels 81 EGV gespielt werden.

83 Kommission, 23.07.2003, ABl. 2003 L 291 /25.

84 Kommuniqué der Kommission IP/06/356 v. 22.03.2006.

85 Kommission, 19.01.2005, ABl. 2005 L 134/46.

Der Bereich der Sportmedienrechte ist besonders sensibel für Verletzungen des Kartellrechts. Da ein einzelner Verkäufer oder eine zentrale Vertriebseinheit alle Sportmedienrechte exklusiv über einen ausgedehnten Zeitraum an einen einzigen Betreiber oder an einen bestimmten Markt (z.B. Bezahlfernsehen) verkaufen kann, sind andere Betreiber in diesem Markt vom Zugang zu diesem Produkt ausgeschlossen, was zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs führen kann. Darüber hinaus können Betreiber auf Nachbarmärkten (z.B. dem Internet) nicht auf die exklusiv verkauften Rechte zugreifen. Dies kann die Entwicklung neuer Dienste auf Nachbarmärkten behindern.

Die Kommission hat in drei Fällen, in denen es um die gemeinsame Vermarktung von Rechten für die Übertragung von Spielen, die von Fußballvereinen auf Grundlage des Artikels 81 EG gespielt werden, Beschlüsse gefasst, nämlich UEFA Champions League138, Deutsche Bundesliga139 und FA Premier League140


138 Beschluss der Kommission vom 23. Juli 2003, Rechtssache 37398 Gemeinsame Vermarktung der gewerblichen Rechte an der UEFA Champions League, ABl. 2003 L 291/25

139 Beschluss der Kommission vom 19. Januar 2005, Rechtssache 37214 Gemeinsame Vermarktung der gewerblichen Rechte an der Deutschen Bundesliga, ABl 2005 L 134/46

140 Kommuniqué der Kommission IP/06/356 vom 22. März 2006

Anmerkungen

Umformuliert, aber die Fußnoten teilweise mit übernommen, ohne Quellenangabe

Sichter
(SleepyHollow02), (Klicken), WiseWoman



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