Wandel von Einstellungen und Werten unter dem Aspekt des Autoritarismus deutscher Eltern im Zeitvergleich

von Prof. Marina Hennig

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[1.] Mhe/Fragment 010 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-11-03 12:29:30 [[Benutzer:|]]
Fragment, Gesichtet, Mhe, Preuss-Lausitz Zeiher Geulen 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 18-22
Quelle: Preuss-Lausitz Zeiher Geulen 1995
Seite(n): 11, 197, Zeilen: 11: letzte 4 Zeilen; 197: 1 ff.
Der Wandel von Werten und Einstellungen wird aus generationsspezifischer Sicht betrachtet. Dazu soll der Erfahrungshintergrund, d.h. generationsspezifische Muster des Alltagshandelns, vor dem die Generationen ihre Einstellungen herausgebildet haben, rekonstruiert werden. Damit wird berücksichtigt, daß das „Jetzt“ aus der Vergangenheit kommt und sich daraus möglicherweise das „Zukünftige“ entwickelt. [Seite 197]

Kindsein wird in diesem Band aus generationsspezifischer Sicht betrachtet. Deshalb liegt es nahe, den Wandel der Kindheit über erkennbare Veränderungen im Hinblick auf generationsspezifische Muster des Alltagshandelns zu erfassen.

[Seite 11]

Aber der Blick zurück ist keine Flucht aus der Gegenwart: Wir versuchen vielmehr zu beachten, daß „die Gegenwart, aus der Vergangenheit kommend, zu möglichen Zukünften hin schreitet“ (Elias 1982) - und daß darin auch Hoffnungen für uns selbst, wie für die Nachwachsenden, enthalten sein könnten.


Elias, N.: Vortrag auf dem 21. Dt. Soziologentag, Oktober 1982 (Tonbandmitschnitt)

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle(n).

An diesem Fragment erscheint zweierlei bemerkenswert:

Der erste Satz wurde dem Beitrag von Peter Büchner (Vom Befehlen und Gehorchen zum Verhandeln. Entwicklungstendenzen von Verhaltensstandards und Umgangsnormen seit 1945, S. 196-212) entnommen, dann aber anstelle des Kindseins auf den Wertewandel bezogen. (Aufgrund der relativen Kürze wurde darauf verzichtet, hierfür ein separates Fragment anzulegen.)

Im zweiten Satz, für den der im Namen der Arbeitsgruppe von Ulf Preuss-Lausitz, Helga Zeiher und Dieter Geulen verfasste Teil I (Was wir unter Sozialisationsgeschichte verstehen, S. 11-26) offensichtlich als Vorlage diente, eignet sich die Verf.in eine Aussage von Norbert Elias an (und formuliert sie tlw. um), die in der ungenannt bleibenden Quelle noch als wörtliches Zitat ausgewiesen ist.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02


[2.] Mhe/Fragment 010 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-12-08 14:36:27 [[Benutzer:|]]
Büchner 1985, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
183.87.221.6
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 22-33
Quelle: Büchner 1985
Seite(n): 61; 62, Zeilen: 61: 30 ff.; 62: 11 ff.
Es wird dabei unterstellt, daß sich in einer Generation unter dem Einfluß bestimmter sozialer und kultureller Gegebenheiten und aufgrund historisch gemeinsamer Erfahrungen in der kindlichen Sozialisation grundlegende gemeinsame Verhaltens- und Bewußtseinsnormen herausbilden, so daß man vom Sozialcharakter sprechen kann ( vgl. Riesman 1956, S.30 ff.).

Auch wenn nicht alle Individuen eine unverwechselbar ähnliche Persönlichkeitsstruktur ausbilden, kann man davon ausgehen, daß für bestimmte Zeitpunkte in der Entwicklung der Gesellschaft solche Sozialcharaktere existierten bzw. noch existieren, die repräsentative Stimmungen und Tendenzen, Werte und Einstellungen verkörpern, die auf einen vergleichbaren biographischen Hintergrund bzw. gemeinsamen Sozialisationszusammenhang schließen lassen.


[Literaturverzeichnis S. 186]

Riesman, D. (1956),Die einsame Masse, Darmstadt,

[Seite 61]

Mit dem Begriff des Sozialcharakters wird unterstellt, daß sich unter dem Einfluß bestimmter, vor allem sozialer und kultureller Gegebenheiten und aufgrund historisch besonderer, gemeinsamer Kindheitserfahrungen für die unter ähnlichen Sozialisationsbedingungen Aufgewachsenen gemeinsame grundlegende Verhaltensweisen und Bewußtseinsformen ausbilden, so daß man vom Sozialcharakter z.B. von bestimmten Gruppen oder Klassen, aber auch von Völkern oder Nationen sprechen kann (Riesman 1958, S. 20 f.).

[Seite 62]

Natürlich kann das nicht heißen, daß es über diesen Vorgang für alle Individuen zur Ausbildung von unverwechselbar ähnlichen Persönlichkeitsstrukturen kommen muß. [Bedingt z.B. durch die soziale Herkunft, durch regionale aber auch biographische Besonderheiten gibt es sicherlich auch Unterschiede.] Trotzdem kann man aber für bestimmte gesellschaftliche Entwicklungsphasen von der Existenz von Sozialcharakteren ausgehen, die repräsentative Stimmungen und Tendenzen bzw. dominierende Strömungen des Verhaltens und des Bewußtseins verkörpern, die ihrerseits auf einen vergleichbaren biographischen Hintergrund bzw. einen gemeinsamen Sozialisationszusammenhang schließen lassen.


[Literaturverzeichnis S. 238]

Riesman, D.: Die einsame Masse. Reinbek 1958.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Verf.in setzt hiermit Fragment 010 18 fort, dessen erster Satz einer anderen Publikation Büchners entstammt.

Sichter
(183.87.221.6) Schumann



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