Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Stijn Smismans
Titel    Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen
Sammlung    Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien
Herausgeber    Michèle Knodt / Barbara Finke
Ort    Wiesbaden
Verlag    VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH
Ausgabe    1. Aufl.
Jahr    2005
Seiten    105-128
Reihe    Bürgergesellschaft und Demokratie ; 18
ISBN    3-8100-4205-6

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    10


Fragmente der Quelle:
[1.] Dcl/Fragment 085 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 11:32:13 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 12-16
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 108, 109, Zeilen: 108: 28 ff.; 109: 1 ff.
Dabei wurden insbesondere gemeinnützige Vereine der Zivilgesellschaft als Nährboden für künftige sozialpolitische Initiativen und Fundament der Demokratie eingestuft, weil sie einen Sinn für Solidarität und Bürgerengagement pflegen und damit Funktionen erfüllen, die für die Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft von besonderer Bedeutung sind (Kommission 1997).

Europäische Kommission, 1997: Mitteilung über die Förderung der Rolle gemeinnütziger Vereine und Stiftungen in Europa. Brüssel: KOM (1997) 241 endgültig.

[Seite 108]

[Im Jahre 1997 gab die Kommission eine „Mitteilung über die Förderung der Rolle gemeinnütziger Vereine und Stiftungen in Europa” (Kommission 1997) heraus, die gemeinsam von der GD V und der GD XXIII entworfen wurde.] [...]

[...] Es wird angenommen, dass gemeinnützige Vereine den Nährboden für künftige sozialpolitische Initiativen bilden. Zudem pflegen gemeinnützige Vereine und Stiftungen einen Sinn für Solidarität and Bürgerengagement und stellen damit ein Fundament unserer Demokratie bereit.

[Seite 109]

Auf diese Weise erfüllen sie Funktionen, die angesichts der Herausforderungen, welchen sich die Europäische Gemeinschaft heute gegenüber sieht, von besonderer Bedeutung sind.


Kommission 1997: Mitteilung über die Förderung der Rolle gemeinnütziger Vereine und Stiftungen in Europa, 6. Juni 1997, KOM (97) 241 endg.

Anmerkungen

Smismans (2005) wird im vorigen Satz (am Ende des vorigen Absatzes) und im folgenden Satz angeführt, daher Wertung als Bauernopfer.

Hier rezipiert nicht die Verf.in selbst die "Mitteilung", wie durch die Quellennennung angegeben, sondern sie gibt lediglich die Rezeption von Smismans wieder: In dem Dokument der EU-Kommission kommen die Begriffe "Nährboden", "sozialpolitische Initiativen", "Fundament" und "Bürgerengagement" nicht vor, siehe [1] bzw. [2].

Die Mitteilung der Europäischen Kommission (1997) wird – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

keine Kategorie

Begründung: "Hier handelt es sich um eine korrekte Nutzung amerikanischer Zitierweise" (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 16)

Gemäß Schlussbericht gehört diese Fundstelle dem Gremium zufolge zu den 39 Stellen, die "nicht eindeutig im Sinne der Bewertungskategorien zugeordnet werden" konnten (ebd., S. 4) und auf die Bewertung der Dissertation keinen Einfluss hatten.


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[2.] Dcl/Fragment 085 29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 11:32:59 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 29-34
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 109, 110, Zeilen: 109: 29 ff.; 110: 1 f.
Der Diskurs über die Rolle der Zivilgesellschaft und deren wachsende Bedeutung auf internationaler und europäischer Ebene erweiterte sich sowohl im Hinblick auf die Anzahl der politischen Akteure, die von ihm Gebrauch machten, als auch bezogen auf seinen Inhalt. Insbesondere die Legitimationskrise der europäischen Institutionen, vor allem der Europäischen Kommission, führten zur Entdeckung der Zivilgesellschaft, die auch in der Politikwissenschaft als Basis von Reformen und Quelle demokratischer Legitimation [gesehen wurde (Kaelble 2002; Eder 2003; Kevin 2003; Kantner 2004; Kocka 2004; Preuß 2004; Ruzza 2004; Bruter 2004, 2005; Peters 2005; Trenz 2005b; Kohler-Koch 2007).]

Bruter, Michael 2004: Civic and Cultural Components of a European Identity. A Pilot Model of Measurement of Citizens [sic] Levels of European Identity. In: Herrmann, Richard / Risse, Thomas / Brewer, Marilynn B. (Hrsg.): Transnational Identities: Becoming European in the EU. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Bruter, Michael 2005: Citizens of Europe? The Emergence of a Mass European Identity. London: [sic] Palgrave Macmillan.

Eder, Klaus, 2003: Öffentlichkeit und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 85 - 120.

Kaelble, Hartmut, 2002: Das europäische Selbstverständnis und die europäische Öffentlichkeit im 19. und. 20. Jahrhundert. In: Kaelble, Hartmut / Kirsch, Martin / Schmidt-Gernig, Alexander (Hrsg.): Transnationale Öffentlichkeiten und Identitäten im 20. Jahrhundert. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

Kantner, Cathleen, 2004: Kein modernes Babel. Kommunikative Voraussetzungen europäischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Kevin, Deirdre, 2003: Europe in the Media. A Comparison of Reporting, Representation [sic] and Rhetoric in National Media Systems in Europe. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates Publishers.

Kocka, Jürgen, 2004: Civil Society [sic] from a historical perspective. European Review, 12 (1): 65 - 79.

Kohler-Koch, Beate, 2007: The Organization of interests and democracy [sic] in the European Union. In: Kohler-Koch, Beate / Rittberger, Berthold (Hrsg.): Debating the Democratic Legitimacy of the European Union. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.

Peters, Bernhard, 2005: Public Discourse, Identity, [sic] and the Problem of Democratic Legitimacy. In: Eriksen, Erik Oddvar (Hrsg.): Making the European Polity. Reflexive Integration in the EU. London: Routledge.

Preuß, Ulrich K., 2004: Transformation des europäischen Nationalstaates - Chancen für die Herausbildung einer Europäischen Öffentlichkeit. In: Franzius, Claudio / Preuß, Ulrich K. (Hrsg.): Europäische Öffentlichkeit. Baden-Baden: Nomos, S. 44 - 60.

Ruzza, Carlo, 2004: Europe and Civil Society: [sic] Movement Coalitions and European Governance. Manchester: [sic] Manchester University Press.

Trenz, Hans-Jörg, 2005b: Europa in den Medien. Das europäische Integrationsprojekt [sic] im Spiegel nationaler Öffentlichkeit. Frankfurt / Main: [sic] Campus.

[Seite 109]

Ende der 1990er Jahre erweiterte sich der Diskurs über die Rolle von NGOs und intermediären Organisationen sowohl hinsichtlich der Anzahl der politischen Akteure, die von ihm Gebrauch machten, als auch im Hinblick auf seinen Inhalt. [...] Zum anderen führte die Legitimationskrise der europäischen Institutionen, vor allem der Kommis-

[Seite 110]

sion, zur Entdeckung der Zivilgesellschaft als Basis für administrative Reformen und als Quelle demokratischer Legitimation.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle Smismans (2005), dessen Ausführungen die Verf.in hier etwas verändert und ausschmückt, wird am Ende des vorigen Absatzes genannt. Es ist schwer verständlich, warum sie statt dieser 12 Titel anderer Autoren anführt.

Exakt dieselben 12 Referenzen – die sämtlich im Literaturverzeichnis der Quelle Liebert / Trenz (2008) enthalten sind (siehe z. B. Fragment 016 22) – finden sich in der untersuchten Arbeit auch bei Aussagen auf den S. 16, 73 und 99, siehe Fragment 016 22, Fragment 073 04 und Fragment 099 19 (alle keine Wertung). Weiterhin lassen sich folgende Punkte feststellen:

  • Bei Bruter (2004) fehlt bei der Verf.in im Titel bei "Citizens" wie bei Liebert / Trenz der Genitiv-Apostroph [3] sowie die Seitenangabe des Beitrags.
  • Bruter (2005) ist bei Palgrave Macmillan in Houndmills, Basingstoke, Hampshire und New York und nicht in London erschienen. [4] Diese Falschangabe findet sich auch bei Liebert / Trenz.
  • Bzgl. des Aufsatzes von Eder (2003) gibt es bei den bibliografischen Angaben im Vgl. zu Liebert / Trenz einige Unterschiede.
  • Bei Kaelble (2002) fehlt wie bei Liebert / Trenz die Angabe, auf welchen Seiten des Sammelbandes sich der Aufsatz findet, und New York als zweiter Verlagsort. [5]
  • Bei Kevin (2003) fehlt wie bei Liebert / Trenz im Titel ein Komma. [6]
  • Bei Kocka (2004) wird wie bei Liebert / Trenz im Titel das Substantiv "Society" mit Majuskel geschrieben, das Substantiv "perspective" jedoch nicht, was inkonsistent ist. Im Originalaufsatz werden beide Wörter mit Minuskeln geschrieben. [7]
  • Bei Kohler-Koch (2007) fehlt wie bei Liebert / Trenz die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband; auch sind im Titel die Substantive "interests" und "democracy" im Gegensatz zu "Organization" mit Minuskeln am Anfang geschrieben. Im Original lautet der Titel "The Organization of Interests and Democracy in the European Union". [8]
  • Bei Peters (2005) fehlt wie bei Liebert / Trenz die Angabe der Seitenzahl des Aufsatzes in dem Sammelband. Im Original lautet dieser "Public discourse, identity and the problem of democratic legitimacy". [9]
  • Bei Ruzza (2004) ist Movement coalitions and European governance der Untertitel des Werkes, weshalb der vorhergehende Doppelpunkt in dieser Form nicht richtig ist, da er so als Teil des Titels ausgewiesen wird. Zudem fehlt hier die Angabe von New York als zweitem Verlagsort. [10] Diese beiden Fehler finden sich sowohl bei Liebert / Trenz als auch in der vorliegenden Arbeit.
  • Der Titel von Trenz (2005b) lautet Europa in den Medien. Die europäische Integration im Spiegel nationaler Öffentlichkeit und wird wie bei Liebert / Trenz falsch wiedergegeben; wie dort fehlt überdies New York als zweiter Verlagsort. [11]

Bruter (2004 und 2005), Kevin (2003), Peters (2005), Preuß (2004) und Trenz (2005b) werden in der untersuchten Dissertation – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich auf den S. 16, 73, 86 und 99 genannt.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie B ["Nennung der Quelle im unmittelbaren Zusammenhang, aber ohne Möglichkeit der eindeutigen Zuordnung"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 16)

Begründung: "Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, Quelle nicht eindeutig zuzuordnen" (ebd., S. 16)

Gemäß Schlussbericht bewertet das Gremium Fundstellen der Kategorie 2 B als "mangelhaftes wissenschaftliches Arbeiten" (ebd., S. 5).


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[3.] Dcl/Fragment 086 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 11:34:26 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 3-19
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 110, 111, 112, Zeilen: 110: 34 ff.; 111: 1 ff.; 112: 3 ff.
Die Europäische Kommission begann in der Folge einzelne Treffen mit Nichtregierungsorganisationen zu organisieren, die sich nach und nach zu einem strukturierten Dialog mit sektoralen Zusammenkünften zu spezifischen Themen entwickelten.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die Kommission als Antwort auf die Legitimationskrise europäischen Regierens ein „Diskussionspapier zum Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen“ in allen Politikfeldern beginnend mit den Bereichen Schutz der Menschenrechte, Umweltschutz und Verbraucherschutz (Kommission 2000). Als Motivationsgrundlage für diese Initiative wurden folgende Gründe benannt: zum einen wurde die Bedeutung von Nichtregierungsorganisationen für den politischen Entscheidungsprozess und das demokratische System der EU in Ergänzung zu den gewählten Repräsentanten zum Ausdruck gebracht. Darüber hinaus wurde herausgestellt, dass Nichtregierungsorganisationen die Möglichkeit haben, Benachteiligte und nicht Gehörte zu erreichen, die Europäischen Institutionen mit Expertise zu versorgen, von der EU geförderte Projekte zu verwalten und auszuwerten und durch die Förderung von Kooperationen nationaler Nichtregierungsorganisationen einen Beitrag zur europäischen Integration und zur Herausbildung einer europäischen Öffentlichkeit zu leisten (Kommission 2000).


Europäische Kommission, 2000: Diskussionspapier. Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen. Brüssel: KOM (2000) 11, 18. [sic]

[Seite 110]

Tatsächlich hatte die für Handel zuständige GD auf der Ebene der Kommission 1998 begonnen, Ad-hoc-Treffen mit NGOs zu organisieren. Was als “PR [public relations] effort to explain to the worried people that there was nothing to worry about” (Göhring 2004 i.E.) begonnen hatte, entwickelte

[Seite 111]

sich zu einem strukturierteren Dialog, der nicht nur allgemeine Treffen, sondern auch sektorale Zusammenkünfte zu spezifischen Themen umfasste.11

[...] Im Jahre 2000 veröffentlichte die Kommission das Diskussionspapier „Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen” (Kommission 2000). Das Papier ist im Kontext einer weitreichenden administrativen Reform der Europäischen Kommission zu sehen, die von Kommissionspräsident Prodi und Vize-Präsident Kinnock als Antwort auf die Betrugsvorfälle und die Legitimitätskrise der vorangegangenen Santer-Kommission angestoßen wurde. Obwohl das Diskussionspapier NGOs ähnlich definiert wie die 1997er Mitteilung gemeinnützige Vereine, bezieht sich das Diskussionspapier auf die Beziehung zwischen Kommission und NGOs in allen Politikfeldern und nicht nur in der Sozialpolitik. Tatsächlich etablierte die Kommission wichtige NGO-Kontakte in Bereichen wie Entwicklung und Menschenrechte, Umweltschutz und Verbraucherangelegenheiten. [...]

Während in früheren Dokumenten nur allgemein auf die Bedeutung gemeinnütziger Vereine für die Demokratie verwiesen wurde, hebt das Diskussionspapier 2000 die besondere Bedeutung von NGOs für die Legitimation europäischen Regierens hervor. Zur Begründung werden fünf Überlegungen angeführt:

1. “[...] Increasingly NGOs are recognised as a significant component of civil society and as providing valuable support for a democratic system of government” (Kommission 2000). Auch wenn der politische Entscheidungsprozess in der EU “is first and foremost legitimised by the elected representatives of the European people, NGOs can make a contribution fostering a more participatory democracy both within the European Union and beyond” (ebenda). [...]


11 [...]

[Seite 112]

[...]

2. NGOs haben die Möglichkeit, die Ärmsten und am meisten Benachteiligten zu erreichen und als Stimme für diese nicht ausreichend Gehörten zu fungieren.

3. NGOs versorgen die EU mit Expertise.

4. NGOs können von der EU finanzierte Projekte verwalten, überwachen und auswerten.

5. Europäische NGOs leisten durch die Ermunterung nationaler NGOs, miteinander zu kooperieren, einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration und für die Formierung einer europäischen öffentlichen Meinung.


Göhring, Rebekka 2004 (i.E.): Interest Representation and Civil Society Formation, in: Warleigh, A./Fairbrass, J. (Hrsg.), Integrating Interests in the European Union: The New Politics of Persuasion, Advocacy and Influence.

Kommission 2000: Diskussionspapier. Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Kommission und Nichtregierungsorganisationen, COM (2000) 11, 18.
Januar 2000,
http://europa.eu.int/comm/secretariat_general/sgc/ong/docs/communication_de.pdf,
aufgerufen am: 05.01.2005.

Anmerkungen

Nicht kenntlich gemachte Übernahme einer Rezeption eines Diskussionspapiers der Europäischen Kommission von Smismans (2005) inkl. einiger zuvor gemachter Ausführungen.

Man beachte insbesondere, dass die Verf.in in ihrem Literaturverzeichnis das Kommissionspapier falsch mit "KOM (2000) 11, 18" bezeichnet, da sie wohl nicht erkannt hat, dass beim Literaturnachweis in der Quelle – siehe auch dessen Scan"18." semantisch zu "Januar 2000" gehört. Korrekt wird es auf Deutsch mit "KOM(2000) 11 endgültig" bezeichnet, vgl. [12].
(Nebenbei bemerkt ist auch der Literaturnachweis bei Smismans inkorrekt, da er offensichtlich eine englischsprachige Version des Papiers wörtlich zitiert, dessen Titel aber auf Deutsch angibt und der URL auch zu einer deutschsprachigen Version führt, vgl. [13].)

Abgesehen vom Literaturverzeichnis wird der Titel Kommission (2000) in der untersuchten Arbeit ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Da Smismans sowohl zwei Absätze zuvor auf der Vorseite als auch im folgenden Absatz auf dieser Seite angeführt wird, Wertung als Bauernopfer.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

keine Kategorie

Begründung: "Nicht zweifelsfrei als Paraphrase identifizierbar" (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 16)

Gemäß Schlussbericht gehört diese Fundstelle dem Gremium zufolge zu den 39 Stellen, die "nicht eindeutig im Sinne der Bewertungskategorien zugeordnet werden" konnten (ebd., S. 4) und auf die Bewertung der Dissertation keinen Einfluss hatten.


Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[4.] Dcl/Fragment 086 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 11:35:28 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 30-33
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 112, Zeilen: 12 ff.
[Die Kommission deklarierte es als Reaktion auf den Wandel der Europäischen Union insgesamt, die „nicht mehr nur danach beurteilt [wird], ob sie Handelsschranken abbauen oder den Binnenmarkt vollenden kann, [sondern] ihre Legitimität nur aus Teilhabe und Einbindung beziehen [kann].“ (Kommission 2001a: 14).] Die Europäische Kommission betont hier explizit den Zusammenhang zwischen der Einbeziehung der Zivilgesellschaft und der demokratischen Legitimation europäischen Regierens, indem sie dem Dialog mit der Zivilgesellschaft einen besonderen Stellenwert zumisst:
[„Das alte lineare Modell, bei dem die Politik von oben herab verkündet wird, muss durch einen circulus virtuosus ersetzt werden, einen Spiralprozess, der - von der Gestaltung bis zur Durchführung der Politik - auf Rückkoppelung, Netzwerken und Partizipation auf allen Ebenen beruht.“ (Kommission 2001a: 14)]

Europäische Kommission, 2001a: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch. Brüssel: KOM (2001) 428 endgültig.

Der Zusammenhang zwischen der Einbindung der Zivilgesellschaft und der Legitimation europäischen Regierens wird darüber hinaus im Weißbuch der Kommission zum Europäischen Regieren betont (Kommission 2001). [...] Dem Dialog mit der Zivilgesellschaft wird im Weißbuch ein besonderer Stellenwert zugemessen.

Kommission 2001: Europäisches Regieren – Ein Weißbuch der Kommission, COM (2001) 428, 25. Juli 2001, http://europa.eu.int/eur-lex/de/com/cnc/2001/ com2001_0428de01.pdf [sic], aufgerufen am: 05.01.2005.

Anmerkungen

Smismans (2005) wird am Ende des vorigen Absatzes als Quelle genannt, für diese Aussage jedoch nicht.

Die in eckige Klammern gesetzten Sätze dienen zur Kontextualisierung der Übernahme und werden nicht als Plagiat gewertet.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

keine Kategorie

Begründung: "Verweis auf das Originaldokument, nicht als Paraphrase identifizierbar" (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 16)

Gemäß Schlussbericht gehört diese Fundstelle dem Gremium zufolge zu den 39 Stellen, die "nicht eindeutig im Sinne der Bewertungskategorien zugeordnet werden" konnten (ebd., S. 4) und auf die Bewertung der Dissertation keinen Einfluss hatten.


Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[5.] Dcl/Fragment 088 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 11:37:08 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 88, Zeilen: 9-16
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 113, 114, Zeilen: 113: 17 ff.; 114: 4 f., 102
In der Folge des Weißbuches leitete die Kommission Maßnahmen zum einen zur Verbesserung der Transparenz von Konsultationsstrukturen und zum anderen zur Formulierung von Mindeststandards für Konsultationen ein. Es wurde die Datenbank CONNECS [sic] eingerichtet (Consultation, the European Commission and Civil Society), die einen Überblick über Beratungsstrukturen der Gemeinschaft und eine Auswahl von auf europäischer Ebene aktiven Nichtregierungsorganisationen enthält. Darüber hinaus etablierte die Kommission das Online-Portal „Your Voice in Europe“ (Kommission 2007b) mit einem Zugang zu Konsultationen über Grün- und Weißbücher.

Europäische Kommission, 2007b: Ihre Stimme in Europa. URL: http://ec.europa.eu/yourvoice/index_de.htm, 03.12.2008

[Seite 113]

In der Folge hat die Kommission zwei Maßnahmenbündel zur verbesserten Einbindung zivilgesellschaftlicher Organisationen ergriffen, die im Diskussionspapier 2000 und im Weißbuch konzipiert worden waren: Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz von Konsultationsstrukturen zum einen und zur Formulierung von (nicht-bindenden) Minimalstandards für Konsultationen zum anderen. Vor diesem Hintergrund wurde auf dem EUROPA Server [sic] die Datenbank CONECCS (Consultation, the European Commission and Civil Society) eingerichtet, die einen Überblick über die Beratungsstrukturen der Gemeinschaft und eine (unvollständige) Liste von auf europäischer Ebene aktiven NGOs bereithält.

[Seite 114]

Breiter angelegt ist der von der Kommission eingerichtete Online-Zugang zu Konsultationen über Grün- oder Weißbücher Your Voice in Europe.18


18 http://europa.eu.int/yourvoice/index_en.htm

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Smismans (2005) wird im vorigen Absatz genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Das Akronym "CONECCS" überträgt die Verf.in fehlerhaft. Im letzten Satz ersetzt sie lediglich die Fußnote durch eine Literaturreferenz und hierbei den angegebenen durch einen damals aktuellen URL.


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

keine Kategorie

Begründung: "Verweis auf das Originaldokument, nicht als Paraphrase identifizierbar" (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 16)

Gemäß Schlussbericht gehört diese Fundstelle dem Gremium zufolge zu den 39 Stellen, die "nicht eindeutig im Sinne der Bewertungskategorien zugeordnet werden" konnten (ebd., S. 4) und auf die Bewertung der Dissertation keinen Einfluss hatten.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


[6.] Dcl/Fragment 089 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-07 11:01:23 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 9-10
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 114, Zeilen: 14 ff.
[Begleitend zur neuen Informations- und Kommunikationsstrategie veröffentlichte die Kommission die Mitteilung „Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs – Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission“ (Kommission 2002d).] Die Minimalstandards beinhalten präzise Bestimmungen zum Ablauf und zur Veröffentlichung der Konsultationen.

[Europäische Kommission 2002d: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs. Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission. Brüssel: KOM(2002) 704 endgültig.]

[Schließlich hat die Kommission im Dezember 2002 eine Mitteilung herausgegeben, in der „General principles and minimum standards for consultation of interested parties by the Commission“ (Kommission 2002) formuliert wurden. Die Prinzipien sind sehr weit definiert als „participation, openness and accountability, effectiveness and coherence“.] Die Minimalstandards beinhalten präzise Bestimmungen zum Ablauf von Konsultationen, wie u.a. eine Zeitspanne von acht Wochen für Rückmeldungen auf schriftliche Eingaben und die Zusicherung, dass die Ergebnisse von Konsultationen auf der Homepage der Kommission veröffentlicht werden.

[Kommission 2002: Mitteilung der Kommission. Hin zu einer verstärkten Kultur der Konsultation und des Dialogs – Allgemeine Grundsätze und Mindeststandards für die Konsultation betroffener Parteien durch die Kommission, COM (2002) 704, 11. Dezember 2002, siehe: http://europa.eu.int/eur-lex/de/com/cnc/2002/com2002_0704de01.pdf, aufgerufen am: 05.01.2005.]

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Aufgrund der relativ geringen intellektuellen Schöpfungshöhe des Satzes konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[7.] Dcl/Fragment 098 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-07 11:24:04 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 15-21
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 107, Zeilen: 19 ff.
Mit der aufkommenden Debatte um das Demokratiedefizit der Europäischen Union und die mangelnde demokratische Legitimation dieser regulativen Maßnahmen ging eine langsame Verschiebung von einem regulativen hin zu einem eher argumentativen Ansatz der Interventionspolitik der Europäischen Kommission einher, die den zivilen Dialog auf europäischer Ebene als Ergänzung zum politischen Dialog mit den nationalstaatlichen Behörden der EU-Mitgliedstaaten und zum sozialen Dialog mit den offiziellen Sozialpartnern etablierte (Streeck 1996; Cullen / Cambell [sic] 1998; Kendall / Anheier 1999; Smismans 2005).

Cullen, Holly / Cambell [sic], Elinor, 1998: The Future of Social Policy-making in the European Union. In: Craig, Paul / Harlow, Carol (Hrsg.): Lawmaking in the European Union. London: [sic] Kluwer Law International, S. 262 - 284.

Kendall, Jeremy / Anheier, Helmut K., 1999: The Third Sector and the European Union Policy Process. An Initial Evaluation. In: Journal of European Public Policy, 6, 2, S. 283 - 307.

Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.

Streeck, Wolfgang, 1996: Neo-voluntarism: A New European Social Policy Regime. [sic] In: Marks, Gary / Scharpf, Fritz W. / Schmitter, Philippe C. / Streeck, Wolfgang: Governance in the European Union. London: Sage, S. 64 - 94.

Zur gleichen Zeit befand sich die Kommission im Bereich der Sozialpolitik in der Defensive, da regulative Interventionen auf den Widerstand der Mitgliedstaaten gestoßen waren. Im Zuge einer generellen Verschiebung von einem regulativen hin zu einem eher argumentativen Ansatz in der Interventionspolitik der Kommission (vgl. Streeck 1996; Cullen/Cambell [sic] 1998), öffnete der Kommissar für Sozialpolitik, Padraig Flynn, mit dem zivilen Dialog einen Bereich, auf den sich die GD V konzentrieren konnte, ohne allzusehr in die sozialpolitischen Vorrechte der Mitgliedstaaten einzugreifen (Kendall/Anheier 1999).

Cullen, H./Cambell [sic], E. 1998: The Future of Social Policy-making in the European Union, in: Craig, P./Harlow, C. (Hrsg.): Lawmaking in the European Union, London: [sic] Kluwer Law International, 262-284.

Kendall, Jeremy/Anheier, Helmut K. 1999: The Third Sector and the European Union Policy Process. An Initial Evaluation, in: Journal of European Public Policy, 6, 2, 294.

Streeck, Wolfgang 1996: Neo-voluntarism: A New European Social Policy Regime, [sic] in: Marks, G./Scharpf, F.W./Schmitter, P.C./Streeck, W., Governance in the European Union, London: Sage, 64-94.

Anmerkungen

Zwar unterscheiden sich beide Passagen teilweise deutlich, aber auffällig ist, dass die Verf.in drei Referenzen ihrer Quelle Smismans (2005) übernimmt und diese in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich hier genannt werden.

Insofern scheint es fraglich, ob ihrerseits tatsächlich eine Rezeption dieser drei Texte stattgefunden hat und die Referenzierung der vier Titel in Anbetracht teilweise abweichenden Inhalts in dieser Form sachlich gerechtfertigt ist. (Die GD V ist gemäß Smismans, S. 107, die für Sozialpolitik verantwortliche Generaldirektion der Europäischen Kommission.)

Die Übernahme von zehn aufeinanderfolgenden Wörtern aus der Quelle, die sich bei Streeck (1996) und Cullen / Campbell (1998) nicht in derselben sprachlichen Form finden können, da es sich um englischsprachige Texte handelt, wird nicht kenntlich gemacht.

Bzgl. der bibliografischen Angaben ist anzumerken, dass

  • der Sammelband von Craig / Harlow (1998) in London, Den Haag und Boston verlegt wurde und die zweite Co-Autorin des entspr. Beitrags Campbell heißt [14] und
  • der Titel des Aufsatzes von Streeck (1996) Neo-Voluntarism: A New European Social Policy Regime? lautet [15].

Cullen / Campbell (1998), Kendall / Anheier (1999) und Streeck (1996) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Qualifikationsschrift ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[8.] Dcl/Fragment 100 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-07 09:15:58 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 14-17
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 121, Zeilen: 21 ff.
Dabei besteht die Zivilgesellschaft im Verständnis der Kommission weniger aus nationalen und lokalen Vereinigungen, [sic] als vielmehr aus europäischen Konföderationen, die inklusiv gestaltet sind und mit denen sie direkte Beziehungen auf europäischer Ebene etablieren kann (Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2004; Smismans 2005).

Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004: Governance and Institutional Development. In: Wiener, Antje / Diez, Thomas (Hrsg.): European Integration Theory. Oxford: Oxford University Press, S. 97 - 115.

Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.

Für die Kommission besteht die europäische Zivilgesellschaft zudem vor allem aus europäischen Konföderationen, die so inklusiv wie möglich gestaltet sind und mit denen sie direkte Beziehungen auf europäischer Ebene etablieren kann.
Anmerkungen

Fragwürdig ist hier die Referenzierung von Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2004), da sich der Sachverhalt dort so nicht findet. Das Wort confederation(s) ist in diesem Text nicht enthalten, von "civil society" ist lediglich auf S. 101 die Rede:

"Similar forces may apply to the Open Method of Co-ordination (Hodson and Maher 2000) and to integrating civil society into the EU policy process as this favours the emergence of a European political space."

Jachtenfuchs / Kohler-Koch (2004) werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur noch einmal auf S. 102 referenziert, siehe Fragment 102 28. Dort wird eine auf diesen Titel bezogene Rezeption übernommen. Insofern stellt sich die Frage, ob die Verf.in deren Aufsatz tatsächlich rezipiert hat.

Darüber hinaus wird die Wörtlichkeit der Übernahme aus Smismans (2005) – 13 aufeinanderfolgende Wörter – nicht kenntlich gemacht.

Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[9.] Dcl/Fragment 100 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-05 12:18:43 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 18-24
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 119, Zeilen: 14 ff.
[Dabei besteht die Zivilgesellschaft im Verständnis der Kommission weniger aus nationalen und lokalen Vereinigungen, [sic] als vielmehr aus europäischen Konföderationen, die inklusiv gestaltet sind und mit denen sie direkte Beziehungen auf europäischer Ebene etablieren kann (Jachtenfuchs / Kohler-Koch 2004; Smismans 2005).]

In der Literatur wird dazu konstatiert, dass die Kommission mit der Einführung des Konzepts der Zivilgesellschaft der politischen Debatte über Demokratie in der EU eine neue Ausrichtung gegeben hat, indem sie in Ergänzung zur repräsentativen Demokratie Elemente partizipativer Demokratie einführte, die vorgeben, dass die Möglichkeit für alle von einer Maßnahme Betroffenen eingeräumt wird, sich am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen, um damit eine zusätzliche Legitimationsressource zu generieren (Zürn 1996; Abromeit 1998; Decker 2000; Kielmannsegg [sic] 2003; Nanz / Steffek 2005; Kersting 2008).


Abromeit, Heidrun, 1998: Democracy in Europe. Legitimizing [sic] Politics in a Non-State Polity, Oxford: [sic] Berghan [sic] Books.

Decker, Frank, 2000: Demokratie und Demokratisierung jenseits des Nationalstaates: Das Beispiel der Europäischen Union. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft 10, S. 585 - 629.

[Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate, 2004: Governance and Institutional Development. In: Wiener, Antje / Diez, Thomas (Hrsg.): European Integration Theory. Oxford: Oxford University Press, S. 97 - 115.]

Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Kielmansegg, Peter Graf, 2003: Integration und Demokratie. In: Jachtenfuchs, Markus / Kohler-Koch, Beate (Hrsg.): Europäische Integration. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Auflage, S. 49 - 76.

Nanz, Patrizia / Steffek, Jens, 2005: Legitimation durch Deliberation? Die Rolle der Zivilgesellschaft in der supranationalen Politik. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 79 - 102.

[Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.]

Zürn, Peter, [sic] 1996: Über den Staat und die Demokratie im europäischen Mehrebenensystem. In: Politische Vierteljahreszeitschrift [sic] 37. Zeitschrift der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, S. 27 - 55.

Mit der Einführung des Konzepts der Zivilgesellschaft haben Kommission und WSA der politischen Debatte über die Demokratie in der EU eine neue Form gegeben. Der Diskurs führt Elemente partizipativer Demokratie ein, worunter die Möglichkeit für alle von einer Maßnahme Betroffenen verstanden wird, sich am Entscheidungsfindungsprozess zu beteiligen. [...] Mit dem Bezug auf die partizipative Demokratie (als zusätzliche Legitimationsressource) wurden Kommission und WSA, beides nicht-gewählte Körperschaften, weniger abhängig vom Europäischen Parlament (EP) als Quelle demokratischer Legitimation.
Anmerkungen

Statt ihrer tatsächlichen Quelle Smismans (2005) führt die Verf.in hier sechs andere Titel an – was schwer verständlich ist.

3 der 6 Referenzen – Abromeit (1998), Decker (2000) und Zürn (1996) – sind anscheinend der Quelle Kielmansegg (2003) entnommen, siehe Fragment 100 18a (keine Wertung). Zu den bibliografischen Angaben lässt sich feststellen:

  • Der Titel des 1998 bei Berghahn Books in New York und Oxford erschienenen Werkes von Abromeit lautet Democracy in Europe. Legitimising Politics in a Non-State Polity. [16] Der Fehler im Untertitel findet sich ebenfalls bei Kielmansegg.
  • Der Autor von Zürn (1996) heißt mit Vornamen Michael und nicht Peter. [17] Auch dieser Fehler findet sich bei Kielmansegg. Erschienen ist der Aufsatz in der Politischen Vierteljahresschrift.

In der Quelle steht "WSA" für Wirtschafts- und Sozialausschuss. Der in eckige Klammern gesetzte Satz ganz oben dient lediglich der Kontextualisierung der Übernahme und wird nicht als Plagiat gewertet (siehe jedoch Fragment 100 14 (keine Wertung)).


Beurteilung durch das Überprüfungsgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 3 ["Paraphrasierung ohne bzw. mit geringfügiger wörtlicher Textübernahme"] / Kategorie A ["keine Nennung der Quelle"] (PDF-Datei des Schlussberichts mit Anlage, S. 3 u. 16)

Begründung: "Paraphrasierung mit geringfügigen Textübernahme aus nicht genannter Quelle" (ebd., S. 16)

Gemäß Schlussbericht gelten dem Gremium Fundstellen der Kategorie 3 als "geringfügige Mängel", bei denen "der Vorwurf der objektiven Täuschung nicht zureichend belegt werden" konnte (ebd., S. 4).


Sichter
(Stratumlucidum), WiseWoman


[10.] Dcl/Fragment 103 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2021-03-07 11:49:41 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Smismans 2005

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 1-5
Quelle: Smismans 2005
Seite(n): 114, 121, 122, Zeilen: 114: 18 ff.; 121: 28 ff.; 122: 7 f.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Konzept der Einbeziehung der Zivilgesellschaft in den politischen Strategien der Kommission vor allem in der allgemeinen Information und Kommunikation auf der Stufe der Politikformulierung im Politikzyklus verhaftet ist und im Bereich der Politikimplementierung eher unterbelichtet bleibt (Armstrong 2002; Smismans 2005).

Armstrong, Kenneth A., 2002: Rediscovering Civil Society. The European Union and the White Paper on Governance. In: European Law Journal, 8, S. 102 - 132.

Smismans, Stijn, 2005: Europäische Institutionen und Zivilgesellschaft: Diskurse und Interessen. In: Knodt, Michèle / Finke, Barbara (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft. Konzepte, Akteure, Strategien. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 105 - 128.

[Seite 114]

Diese Prinzipien und Standards beziehen sich auf Konsultationen in Rahmen der Politikformulierung und scheinen vor allem die Grün- und Weißbuchkonsultationen ins Auge zu fassen, während sie hinsichtlich der Anwendung auf die Einbindung der Zivilgesellschaft in anderen Phasen des Politikprozesses (z.B. Komitologie) keine Aussagen treffen oder diese sogar explizit ausschließen.

[Seite 121]

Die Kommission und der WSA haben das Konzept der europäischen Zivilgesellschaft zudem mit der Gemeinschaftsmethode europäischen Regierens verknüpft (Armstrong 2002: 128). [So wurden neue politische Maßnahmen auf der europäischen Ebene konzipiert, in deren Kontext die Kommission als zentraler „policy entrepreneur“ agiert und der WSA seine vertragsbasierten Beratungskompetenzen behält.] Trotzdem können zivilgesellschaftliche Organisationen auch in anderen Phasen des Politikzyklus und mit anderen Formen des Regierens als der der Gemeinschaftsmethode, z.B. im Bereich der Politikimplementation oder in Benchmarking-Prozessen wie der Offenen Methode der Koordinierung (OMK), eine Rolle spielen und tun dies auch. [...]

[Seite 122]

[...] Dagegen ist das Potenzial der Zivilgesellschaft für die Politikimplementation und für neue Formen des Regierens unterbelichtet geblieben.27


27 [...]

[Seite 125]

Armstrong, Kenneth A. 2002: Rediscovering Civil Society. The European Union and the White Paper on Governance, in: European Law Journal, 8, 102-132.

Anmerkungen

Anscheinend nennt die Verf.in hier Armstrong (2002), weil ihre Quelle Smismans (2005) diesen auch anführt. ("WSA" steht dort für Wirtschafts- und Sozialausschuss.)

Armstrong (2002) wird in der untersuchten Arbeit – abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt.

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(Stratumlucidum), WiseWoman



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