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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Dieter Wunderlich
Titel    Raum und die Struktur des Lexikons
Sammlung    Perspektiven auf Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zum Gedenken an Hans Hörmann
Herausgeber    Hans G. Bosshardt
Ort    Berlin, Boston
Verlag    De Gruyter
Jahr    1986
Seiten    212–231
DOI    https://doi.org/10.1515/9783110886238

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    8


Fragmente der Quelle:
[1.] Dt/Fragment 010 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-10-30 23:37:54 [[Benutzer:|]]
BauernOpfer, Dt, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wunderlich 1986

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 21-23
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 212, Zeilen: 10 ff.
[Nach Wunderlich (1986) sind die wesentlichen Eigenschaften des Raumes die folgenden:

1) Raum ist ein topologisches Kontinuum.]

[...] Zu jedem Raumpunkt gibt es gewisse Nachbarschaftsregionen, die man sich als ineinandergeschachtelt vorstellen kann. [...]

[2) Raum ist dreidimensional.

...]


Wunderlich, Dieter (1986): Raum und die Struktur des Lexikons. In: Bosshardt, Hans-Georg (Hrsg.): Perspektiven auf Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zum Gedenken an Hans Hörmann. Berlin, New York: de Gruyter, 212-231.

Zu den wesentlichen Eigenschaften des Raumes zähle ich mindestens folgende drei:

1. Raum ist ein topologisches Kontinuum. Zu jedem Raumpunkt gibt es gewisse Nachbarschaftsregionen, die man sich als ineinandergeschachtelt vorstellen kann; [...]

2. Raum ist dreidimensional.

Anmerkungen

Die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Nur der Satz "Zu jedem Raumpunkt gibt es [...]" wird als Übernahme gewertet; das Fragment befindet sich in einer Auslassung bei Fragment 010 20.

Siehe auch:

Sichter
(Klgn) Schumann


[2.] Dt/Fragment 012 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-10-18 06:36:18 [[Benutzer:|]]
Dt, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wunderlich 1986

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 7-8, 12, 14-16
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 212, Zeilen: 17 ff.
Für Lebewesen ist die jeweils vertikale Dimension ausgezeichnet und das nicht nur konzeptionell, sondern auch biologisch. [...]

Raum ist egozentrisch organisiert. [...] An jedem Standort unterscheiden wir den eigenen Raum, durch die jeweilige Wahrnehmung projizieren wir Perspektiven auf den Raum.

Dabei ist für Lebewesen, die ihren Lebensraum auf der Erdoberfläche haben, die jeweils vertikale Dimension ausgezeichnet; und das nicht nur konzeptionell, sondern auch biologisch.

3. Raum ist egozentrisch organisiert. An jedem Standort unterscheiden wir den eigenen Raum vom fremden Raum, durch die jeweilige Wahrnehmung projizieren wir Perspektiven auf den Raum.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Seite 12 wird fast vollständig aus vier Quellen zusammenmontiert:

Sichter
(Klgn) Schumann


[3.] Dt/Fragment 039 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2020-07-14 22:20:27 [[Benutzer:|]]
Dt, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wunderlich 1986, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 17-19
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 214, Zeilen: 9 ff.
Die erwähnten räumlichen Eigenschaften von Objekten werden durch Ausdrücke verschiedener lexikalischen Kategorien repräsentiert (vgl. dazu auch Wunderlich 1986: 216; Vater 1996: 45):

Vater, Heinz (1996): Einführung in die Sprachwissenschaft. München: Fink.

Vater, Heinz (19963): Einführung in die Raum-Linguistik. Hürth: Gabel.

Wunderlich, Dieter (1986): Raum und die Struktur des Lexikons. In: Bosshardt, Hans-Georg (Hrsg.): Perspektiven auf Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zum Gedenken an Hans Hörmann. Berlin, New York: de Gruyter, 212-231.

Die erwähnten räumlichen Eigenschaften von Objekten werden primär durch Ausdrücke je verschiedener lexikalischer Kategorie repräsentiert, ein erstes Indiz für die kognitive Determinierung der Lexikonstruktur (vgl. Fig. 1).
Anmerkungen

Fortsetzung: Fragment 040 03.

Aufgrund der relativen Kürze konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert.

Sichter
(Klgn)


[4.] Dt/Fragment 040 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2020-07-14 22:21:14 [[Benutzer:|]]
Dt, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wunderlich 1986, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: Abbildung, 3-4
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 214, Zeilen: Abbildung; Text nach Abbildung
Dt 040 diss.png

Abb. 2.11: Raumrefentielle Bezeichnungen im Deutschen

[...]

Diese drücken Gestalteigenschaften aus, indem sie die physische Ausdehnung eines Objekts auf eine Dimension projizieren. [Hier und im Folgenden beziehe ich mich vor allem auf Lang (1989, 1987a, 1987b), Bierwisch (1967) und Wunderlich (1982, 1985, 1986).]


Bierwisch, Manfred (1967): Some semantic universals of German adjectivals. Foundations of Language 3.1: 1-37. (Dt. Über.: Einige semantische Universalien in deutschen Adjektiven. In: H. Steger (1970): Vorschläge für eine strukturale Grammatik des Deutschen. Darmstadt: Wissensch. Buchgeselschaft, 269-318).

Lang, Ewald (1987): Gestalt und Lage räumlicher Objekte: Semantische Struktur und kontextuelle Interpretation von Dimensionsadjektiven. In: Bayer, Josef (Hrsg.): Grammatik und Kognition. Psycholinguistische Untersuchungen. Linguistische Berichte, Sonderheft 1, 163-218.

Lang, Ewald (1987): Semantik der Dimensionsauszeichnung räumlicher Adjektive. In: Bierwisch, Manfred; Lang, Ewald (Hrsg.): Grammatische und konzeptuelle Aspekte von Dimensionsadjektiven, Berlin: Akademie-Verlag (studia grammatica XXVI + XXVII), 287-459.

Lang, Ewald (1989): Primärer Orientierungsraum und inhärentes Proportionsschema: interagierende Kategorisierungsraster bei der Konzeptualisierung räumlicher Objekte. In: Habel, Christoph [sic]; Herweg, Michael; Rehkämper, Klaus (Hrsg.): Raumkonzepte in Verstehensprozessen. Interdisziplinäre Beiträge zu Sprache und Raum. Tübingen: Niemeyer, 150-174.

Wunderlich, Dieter (1982a): Sprache und Raum I. In: Studium Linguistik 12, 1-19.

Wunderlich, Dieter (1982b): Sprache und Raum II. In: Studium Linguistik 13, 37-59.

Wunderlich, Dieter (1985): Raum, Zeit und das Lexikon. In: Schweizer, Harro (Hrsg.): Sprache und Raum: psychologische und linguistische Aspekte der Aneignung und Verarbeitung von Räumlichkeit. Stuttgart: Metzler, 66-89.

Wunderlich, Dieter (1985): Raumkonzepte - Zur Semantik der lokalen Präpositionen. In: Ballmer, Thomas T.; Posner, Roland (Hrsg.): Nach-Chomskysche Linguistik. Neue Arbeiten von Berliner Linguisten. Berlin: de Gryter, 340-361.

Wunderlich, Dieter (1986): Raum und die Struktur des Lexikons. In: Bosshardt, Hans-Georg (Hrsg.): Perspektiven auf Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zum Gedenken an Hans Hörmann. Berlin, New York: de Gruyter, 212-231.

Dt 040 source.png

Fig. 1

Adjektive wie hoch, dick, breit drücken Gestalteigenschaften aus, indem sie die physische Abmessung eines Objektes auf eine Dimension projizieren.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 039 17.

Aufgrund der relativen Kürze konservativ unter "keine Wertung" kategorisiert.

Siehe auch Fragment 040 01.

Sichter
(Klgn)


[5.] Dt/Fragment 041 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-10-18 08:23:59 [[Benutzer:|]]
Dt, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wunderlich 1986

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 23-28
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 213, 214, 215, Zeilen: 213: letzter Absatz; 214: 1 f., 8, letzter Absatz; 215: 1 ff.
Viele dieser Kategorisierungen bleiben unausgesprochen. Diese werden deutlich, wenn wir die entsprechenden Nomina zusammen mit anderen Ausdrücken verwenden, als sogenannte Selektions- und Verwendungsbeschränkungen. Z.B. „das Meer ist tief” und „*2das Meer ist hoch”. Hoch ist nur auf Objekte oberhalb einer Referenzebene (oft oberhalb des Erdbodens) anwendbar und projiziert die vertikale Ausdehnung des Objekts.

2 Mit Sternzeichen * werden die ungrammatischen Sätze markiert.

[Seite 213:]

Viele dieser Kategorisierungen bleiben unausgesprochen; [...] Deutlich werden

[Seite 214:]

sie, wenn wir die entsprechenden Nomina zusammen mit anderen Ausdrücken verwenden, als sogenannte Selektionsbeschränkungen:

[...] (‚§‘ steht für semantische Unverträglichkeit.)

[...]

(3) a. Der Schornstein ist zu hoch,

b. Der Schornstein ist zu dick.

(4) a. §Der Brunnen ist zu hoch,

b. §Der Brunnen ist zu dick.

[Seite 215:]

hoch ist nur auf Objekte oberhalb einer Referenzebene (oft der Erdboden) anwendbar, dick nur auf Objekte mit definiertem Außenmaß. hoch projiziert die vertikale Ausdehnung des Objektes, dick eine nichtmaximale oder in zwei Dimensionen übereinstimmende Ausdehnung des Objekts.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Klgn) Schumann


[6.] Dt/Fragment 042 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2020-09-03 12:05:44 [[Benutzer:|]]
BauernOpfer, Dt, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wunderlich 1986

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 20-21
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 215, Zeilen: letzter Absatz
Wenn Objekte normalerweise in einer bestimmten Position anzutreffen sind, so ist das ihre kanonische Position. Das setzt voraus, dass diese Objekte eine [gegliederte Gestalt haben - man muss zumindest Oberseite und Unterseite und damit eine inhärente Vertikale unterscheiden können.] Objekte haben eine kanonische Position, wenn sie normalerweise in dieser Position anzutreffen sind. So nimmt der Stuhl in Fig. 2 a seine kanonische Position ein, während die Positionen in 2 b—c davon abweichen. Die Existenz einer kanonischen Position setzt voraus, daß das Objekt eine gegliederte Gestalt hat; man muß zumindest Oberseite und Unterseite und damit eine inhärente Vertikale unterscheiden können.
Anmerkungen

Die Quelle ist zwar (auf S. 43 in der Mitte des zweiten Absatzes) genannt, doch wird nicht klar, dass bereits deutlich vorher ebenfalls daraus übernommen wurde.

Fortsetzung auf der folgenden Seite.

Sichter
(Schumann), WiseWoman


[7.] Dt/Fragment 043 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-10-25 21:45:48 [[Benutzer:|]]
BauernOpfer, Dt, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wunderlich 1986

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 1-3, 12-21
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 215, 216, Zeilen: 215: letzter Absatz; 216: 1 ff., Fußnote 1
[Wenn Objekte normalerweise in einer bestimmten Position anzutreffen sind, so ist das ihre kanonische Position. Das setzt voraus, dass diese Objekte eine] gegliederte Gestalt haben - man muss zumindest Oberseite und Unterseite und damit eine inhärente Vertikale unterscheiden können. Bei Tisch ist das möglich, bei Ball aber nicht.

[...] Die Anwendbarkeit der Lokalisierungsverben ist für diese Gestaltcharakteristika sensitiv (der Teller steht auf dem Tisch bzw. *der Teller liegt auf dem Tisch). Stehen ist ein spezifisches Verb. Nach Wunderlich (1986:216) „steht ein Objekt relativ zu f” genau dann, wenn sich entweder seine kanonische Vertikale oder seine Maximale vertikal zu einer Grundfläche f befindet. Wenn die kanonische Vertikale nicht seine Maximale ist, ist „liegen” oft gar nicht anwendbar (z.B. beim Fernseher, Aschenbecher). Man könnte sagen, dass diese Objekte nur Hauptdimensionen haben und die Definition wie folgt modifizieren: ein Objekt steht relativ zu f genau dann, wenn sich entweder seine kanonische Vertikale oder eine seiner Hauptdimensionen vertikal zu f befindet.


Wunderlich, Dieter (1986): Raum und die Struktur des Lexikons. In: Bosshardt, Hans-Georg (Hrsg.): Perspektiven auf Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zum Gedenken an Hans Hörmann. Berlin, New York: de Gruyter, 212-231.

[Seite 215:]

Objekte haben eine kanonische Position, wenn sie normalerweise in dieser Position anzutreffen sind. So nimmt der Stuhl in Fig. 2 a seine kanonische Position ein, während die Positionen in 2 b—c davon abweichen. Die Existenz einer kanonischen Position setzt voraus, daß das Objekt eine gegliederte Gestalt hat; man muß zumindest Oberseite und Unterseite und damit eine inhärente Vertikale unterscheiden können. Bei Stuhl, Baum, Vase oder Aschenbecher ist das möglich, bei Buch, Taschentuch oder Ball aber nicht. Buch und Bleistift haben allerdings eine inhärente maximale Ausdehnung, Taschentuch und Ball auch dies nicht.

[Seite 216:]

Die Anwendbarkeit der Positionsverben liegen und stehen ist nun sensitiv für diese Gestaltcharakteristika.

(6) a. Die Vase steht auf dem Tisch.

b. Der Bleistift steht auf dem Tisch.
c. §Der Ball steht auf dem Tisch.

(7) a. Die Vase liegt auf dem Tisch.

b. Der Bleistift liegt auf dem Tisch.
c. Der Ball liegt auf dem Tisch.

[...]

Offensichtlich ist stehen das spezifischere Verb. Ein Objekt ‚steht relativ zu f‘ genau dann, wenn sich entweder seine kanonische Vertikale oder seine Maximale vertikal zu einer Grundfläche f befindet.1


1 [...] Allerdings muß die hier gegebene Analyse noch weiter differenziert werden: Wenn die kanonische Vertikale eines Objektes nicht seine Maximale ist, ist ,liegen‘ oft gar nicht anwendbar (z. B. beim Fernseher, Aschenbecher). Wir könnten sagen, daß diese Objekte nur Hauptdimensionen haben und die Definition wie folgt modifizieren: Ein Objekt ‚steht relativ zu f‘ genau dann, wenn sich entweder seine kanonische Vertikale oder eine seiner Hauptdimensionen vertikal zu f befindet.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar genannt, doch bleiben Wörtlichkeit und Umfang der Übernahme ungekennzeichnet. Dadurch wird etwa nicht klar, dass der letzte Satz trotz seines eine Eigenleistung suggerierenden Anfangs ("Man könnte sagen, dass") ebenfalls von Wunderlich übernommen wurde.

Sichter
(Klgn) Schumann


[8.] Dt/Fragment 044 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2020-03-12 14:09:19 [[Benutzer:|]]
BauernOpfer, Dt, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wunderlich 1986

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 13-25
Quelle: Wunderlich 1986
Seite(n): 217, Zeilen: 9 ff.
Die Übersetzungsproblematik bei den Präpositionen ergibt sich nach Wunderlich (1986: 217) nicht daraus, dass die Anwendbarkeitsbedingungen von Sprache zu Sprache wechseln, sondern dass die Objekte anders kategorisiert werden:
dans la rue, dans l‘ assiette
auf der Straße, auf dem Teller
on the street, on the plate

Die Präposition in ist nur anwendbar, wenn das Objekt ein Behälterobjekt ist, d.h. einen Innenraum besitzt, während auf immer anwendbar ist, sofern das Objekt eine definierte Begrenzung hat. Für die Franzosen sind „Straße” und „Teller” Behälterobjekte (im weitesten Sinne), für die Deutschen und Engländer eher Objekte, die definierte Begrenzungen aufweisen und eine ausgezeichnete Oberseite haben:

Die Präposition in ist nur anwendbar, wenn das Objekt Β ein Behälterobjekt ist, d. h. einen Innenraum besitzt (oder einen hinreichend ausgedehnten Raum nur partiell beansprucht), während auf immer anwendbar ist, sofern nur das Objekt Β eine definierte Begrenzung hat.

Die notorische Übersetzungsproblematik bei den Präpositionen ergibt sich nicht daraus, daß die Anwendbarkeitsbedingungen von Sprache zu Sprache wechseln, sondern daß die Objekte anders kategorisiert werden.

(12) a. dans la rue, dans l'escalier, dans l'assiette

b. auf der Straße, auf der Treppe, auf dem Teller
c. on the street, on the stairs, on the plate

Für den Franzosen sind Straße, Treppe und Teller Behälterobjekte, für den Deutschen und Engländer eher Objekte, die definierte Begrenzungen aufweisen, vgl. Fig. 3.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, doch die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt unausgewiesen.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02