5. Oktober 2020[Quelltext bearbeiten]

  • unimag.at: Blockchain: Mehr als nur Bitcoin (Sebastian Wolking) "Das Institut für Kryptoökonomie an der WU war vor zwei Jahren von Shermin Voshmgir gegründet worden, die in den Medien schon als 'Blockchain-Queen' gefeiert wurde. Bis Anfang des Jahres aufflog, dass sie ihre Dissertation großflächig abgekupfert hatte. Die WU stellte Voshmgir dienstfrei, ihren Doktortitel soll sie verlieren, das Renommee als Blockchain-Queen ist auch futsch.
    Ein kurioser Fall: Der Expertin für eine fälschungs- und manipulationssichere Technologie werden wegen einer dreisten Fälschung die Meriten entzogen. Die Blockchain ist eben sehr widersprüchlich – und wird es wohl auch bleiben."

16. September 2020[Quelltext bearbeiten]

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nr. 216, S. N4): Unschuld vom Lande – Argumente gegen Aufklärung (Jochen Zenthöfer) "Wissenschaftsbetrug ist eine Störung im System der Erkenntnisfindung. Beschäftigen will sich damit niemand. Aufarbeitung strengt an. Früher wurden Plagiate ignoriert oder als 'Zitationsfehler' verharmlost. Seit Politiker und Professoren ihre Doktortitel verlieren, müssen Verwaltungen ihre Aversion gegen transparente Aufarbeitung begründen. Gesucht wird das Killerargument, mit dem man sich Journalisten, Wissenschaftler oder Plagiatsforscher vom Leib halten kann.
    [...]
    Seit neuestem wird es deshalb abstrakter. Entdeckt wurde der Grundsatz der Unschuldsvermutung. So schreibt die Berliner Landesregierung in der Antwort auf eine Parlamentarische Anfrage zu Plagiatsvorwürfen gegen eine Wissenschaftlerin: 'Derzeit liegen keine Kenntnisse bezüglich einer rechtskräftigen Entscheidung vor. Demnach ist der Senat angehalten, die Achtung des Rechts auf die Unschuldsvermutung zu gewährleisten.' [...] Allerdings gilt die Unschuldsvermutung nur im Strafrecht und im Disziplinarrecht. Das ist nachzulesen in Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts."

30. August 2020[Quelltext bearbeiten]

  • Medium: Plagiarism Debate & The Future of Academic Writing (Shermin Voshmgir) "After all, my dissertation contains a mix of different error sources and methodical mistakes which affected many pages. I regret that my lack of rigour 20 years ago led to the current situation, which also affected other people involved with our institute. [...] After all, scientific contributions cannot be reduced to the art of correct citations only — which represents one of many methods and is a means to an end. While methods are important, science is ultimately about 'knowledge creation' (ergo the German word 'Wissenschaft'). [...] In addition to my two thesis advisors, all official reviewers appointed by the university acknowledged the original academic contribution of my thesis."

20. August 2020[Quelltext bearbeiten]

  • Abgeordnetenhaus von Berlin (Drucksache 18 / 24356): Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Martin Trefzer (AfD) zum Thema: Wie geht der Senat mit dem Plagiatsverdacht gegen "Blockchain Queen" Shermin Voshmgir um? (PDF) "[Frage] 3. Welche Schlussfolgerungen zieht der Senat aus den bekannt gewordenen Vorwürfen gegen Frau Voshmgir für eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit mit Frau Voshgmir bzw. Förderung von Frau Voshgmir und der durch sie vertretenen Institutionen?

    Zu 3.:
    Derzeit liegen keine Kenntnisse bezüglich einer rechtskräftigen Entscheidung im Zusammenhang mit Frau Voshmgir vor. Demnach ist der Senat angehalten, die Achtung des Rechts auf die Unschuldsvermutung zu gewährleisten. Daher können keine Schlussfolgerungen für eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit mit Frau Voshmgir gezogen werden."

10. August 2020[Quelltext bearbeiten]

  • der Brutkasten: Kultur-Token der Stadt Wien: Testlauf vorerst gestoppt (Stefan Mey) "Beim Kultur-Token der Stadt Wien werden die Bürger für umweltfreundliches Verhalten belohnt. Corona stoppte jedoch den aktuellen Pilottest. [...] Keine Auswirkungen sieht man bei der Stadt Wien durch die Plagiatsvorwürfe rund um Krypto-Expertin Shermin Voshmgir und die daraus resultierenden personellen Konsequenzen bei der WU Wien."

4. August 2020[Quelltext bearbeiten]

  • APA-Science: Wissenschaftliche Integrität: Plagiatsfälle mit Konsequenzen (APA): "Immer wieder tauchen auch in Österreich Plagiatsfälle auf. In den vergangenen Wochen führten zwei davon zu drastischen Konsequenzen: Die Uni Linz trennte sich von einer Mitarbeiterin, die Wirtschaftsuniversität entzog einer anderen Forscherin das Doktorat. [...] An der WU betraf der Plagiatsfall die Dissertation einer auch bei ihr beschäftigten Wissenschafterin. Nach Aufkommen der Vorwürfe stellte die Universität die Forscherin dienstfrei und bat bei der Kommission um die Nennung möglicher Gutachter - auf Basis derer Expertise entzog sie dann der Forscherin das Doktorat, wogegen diese ebenfalls Rechtsmittel angekündigt hat."

17. Juli 2020[Quelltext bearbeiten]

  • DER STANDARD (Wien): Prominenter Plagiatsfall: Blockchain-Expertin der WU Wien dürfte Doktortitel verlieren (Klaus Taschwer) "Shermin Voshmgir gilt als eine der wichtigsten Blockchain-Expertinnen im deutschsprachigen Raum. [...]
    Im Jänner dieses Jahres waren auf der Plattform 'VroniPlag Wiki', die selbsttätig und anonym Abschlussarbeiten vor allem von Prominenten wie Karl-Theodor zu Guttenberg Plagiatsprüfungen unterzieht, schwere Vorwürfe gegen die Forscherin laut geworden: Ihre Dissertation weise über viele Seiten Plagiate bzw. Textstellen auf, die nicht angemessen mit Zitaten belegt würden. Konkret gebe es auf mindestens 100 von 111 Seiten dieser Arbeit Textparallelen, die als Plagiat angesehen werden könnten.
    [...]
    Zusätzlich zum Plagiatsfall an sich ist noch ein weiteres Faktum etwas peinlich für die WU: Die beiden damals begutachtenden Professoren beurteilten die Arbeit 2001 mit 'Sehr Gut'. Alfred Taudes, einer der beiden Gutachter, verweist in einem vor wenigen Tagen um 3:50 Uhr morgens abgeschickten Tweet auf andere Standards vor 19 Jahren und hält die Arbeit – jedenfalls für die damalige Zeit – für innovativ."

10. Juli 2020[Quelltext bearbeiten]

  • Trending Topics: Doktortitel-Streit: WU Wien droht Auftrag für Kultur-Token-Projekt zu verlieren (Jakob Steinschaden) "Der Widerruf des Doktortitels der Blockchain-Expertin Shermin Voshmgir durch die Wirtschaftsuniversität Wien könnte weitere Folgen haben. Denn Voshmgir leitete dort das interdisziplinäre Forschungsinstitut für Kryptoökonomie – und dieses wurde mit der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts 'Kultur Token' der Stadt Wien betraut. [...] 'Die Zusammenarbeit mit Shermin Voshmgir gründet nicht auf dem zwei Jahrzehnte zurückliegenden Erwerb eines akademischen Titels, sondern auf ihrer aktuellen Expertise im Bereich Blockchain-Technologie und Token-Ökonomie. Sollte diese Expertise seitens des Forschungsinstituts für Kryptoökonomie nicht mehr bestehen, muss die Vergabe der wissenschaftlichen Begleitung für das Projekt Kultur-Token neu beurteilt werden', heißt es seitens Stadt Wien."

8. Juli 2020[Quelltext bearbeiten]

  • der Brutkasten: Shermin Voshmgir: „Ich werde mich nicht mundtot machen lassen“ (Interview: Dejan Jovicevic) "Blockchain-Expertin Shermin Voshmgir nimmt im exklusiven Interview zum Plagiatsvorwurf, der Dienstfreistellung durch die WU Wien und der möglichen Aberkennung ihres Doktortitels Stellung. [...] [Voshmgir:] [...] Habe ich vielleicht schlampig gearbeitet? Ja. [...] Ich wurde übrigens damals von zwei WU-Professoren mit der Note Sehr Gut beurteilt. [...] Ich werde natürlich gegen die Aberkennung vorgehen. [...] Das falsche Zitieren ist [..] nur eine Form [wissenschaftlichen Fehlverhaltens]. Da muss man auch die Kirche im Dorf lassen und sich fragen, warum sich Universitäten und die Politik [von] Plattformen wie VroniPlag treiben lassen."
  • der Brutkasten: Shermin Voshmgir: WU entzieht Blockchain-Instituts-Direktorin den Doktortitel (Dominik Perlaki) "Shermin Voshmgir, Direktorin des interdisziplinären Forschungsinstituts für Kryptoökonomie an der WU Wien, wurde nach einem Plagiatsvorwurf durch die Plattform VroniPlag bereits im Jänner dienstfrei gestellt. [...] Voshmgir beurteilt ihre Dissertation, wie sie im Exklusiv-Interview ausführlich darlegt, anders. So argumentiert sie unter anderem, sie sei zwar 'vielleicht schlampig' gewesen und habe Zitierfehler gemacht, jedenfalls aber nicht vorsätzlich plagiiert. [...]. Zudem sei der Kern ihrer Arbeit, ein von ihr erstelltes Modell, überhaupt nicht von der Vorwürfen betroffen."
  • Trending Topics: Plagiatsvorwürfe: Doktortitel von prominenter Krypto-Ökonomin widerrufen (Jakob Steinschaden) "Shermin Voshmgir gilt als eine der größten Expertinnen für Blockchain und Kryptowährungen im deutschsprachigen Raum. Bis jetzt. Doch auf der Wiki-Plattform VroniPlag Wiki, die sich der kollaborativen Plagiatsdokumentation widmet, wurde nun Voshmgirs 2001 publizierte Doktorarbeit mit dem Titel 'Assessing the Impact of XML/EDI with Real Option Valuation' analysiert – mit einem verheerenden Ergebnis. [...] 'Ich kann Ihnen mitteilen, dass es an der WU einen Plagiatsfall gab und es aufgrund der Ergebnisse der Gutachten zum Widerruf eines akademischen Grades gekommen ist und in weiterer Folge das Dienstverhältnis beendet wird. Diese Entscheidungen sind nicht rechtskräftig', heißt es seitens einer Sprecherin der WU Wien."

6. Juli 2020[Quelltext bearbeiten]

  • FAZ.NET: Doktortitel der Berliner „Blockchain Queen“ widerrufen (Jochen Zenthöfer) "Sie gilt als Expertin für Kryptoökonomie und schrieb als Promovierte eine Broschüre über 'Blockchains, Smart Contracts und das Dezentrale Web'. [...] Nun hat die Wissenschaftsplattform 'VroniPlag Wiki' ihre Doktorarbeit 'Assessing the Impact of XML/EDI with Real Option Valuation' analysiert und nach eigenen Angaben auf 90 Prozent der Textseiten Plagiate gefunden. [...] Der im Jahr 2001 vergebene Doktortitel wird widerrufen, heißt es aus Österreich. [...] Voshmgir wurde von der F.A.Z., als zu Beginn des Jahres die ersten Plagiatsvorwürfe aufkamen, um eine Stellungnahme gebeten. Außer einer Nachricht, dass sie sich die Vorwürfe in Ruhe ansehen und dann melden würde, gab es trotz wiederholter Nachfrage keine inhaltliche Reaktion."
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