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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 30-35
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 81, Zeilen: 27-31
Spätestens in der philosophischen Reflexion des 20. Jahrhunderts hat, was man als nichtfiktionale Wirklichkeit fasste, ihre Überlegenheit gegenüber fiktionalen und virtuellen Welten eingebüsst. Sogar ihre Differenz und Nichtidentität wurde in Frage gestellt, denn jede Erzählung konnte so sehr Weltbericht sein wie naturwissenschaftliche Modelle oder philosophische Theoreme, und jeder Weltbericht Erzählung. Es muß festgehalten werden, daß die Wirklichkeit in der philosophischen Reflexion des 20. Jahrhunderts die Macht des Faktischen und damit ihre Überlegenheit gegenüber fiktionalen und virtuellen Welten eingebüßt hat. Jede Erzählung kann den gleichen Anspruch auf Wirklichkeit erheben wie naturwissenschaftliche Modelle oder philosophische Theoreme.
Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) an:
"Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von Stefan Helge Kern, Die Kunst der Täuschung. Hochstapler, Lügner und Betrüger im deutschsprachigen Roman seit 1945 am Beispiel der Romane Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Mein Name sei Gantenbein und Jakob der Lügner, Diss. Hannover 2004, S. 10-95."

Die enge Anlehnung an die Quelle wird dadurch aber nicht deutlich. Daher Einordnung als Bauernopfer.

Sichter
Schumann
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