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[1.] Tso/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2018-09-02 22:00:13 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tso, Walkenhorst 1995

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-23
Quelle: Walkenhorst 1995
Seite(n): 35, 36, Zeilen: 35: letzte sieben Zeilen; 36: 1 ff.
Die gesamte föderale Entwicklung58 der Bundesrepublik Deutschland verdeutlichen die folgenden Stationen im letzten Jahrhundert:
➢ „Klassischer Föderalismus“: Von 1949 bis 1968 besaßen die Länder ein relativ hohes Eigengewicht, das sich durch die Zunahme der Bundeskompetenzen aber stetig verkleinerte. Dies geschah nicht zuletzt aufgrund des in Artikel 72, Abs. 2 GG, angelegten Ziels, die „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse“ im ganzen Land sicherzustellen.
➢ „Unitarischer Bundesstaat“: In den 60er Jahren herrschte Homogenität im Bund-Länder-Verhältnis, in dem der Bundesrat eine gewichtige Rolle spielte. Es kam dennoch zur Ausdehnung der Bundeskompetenzen.
➢ „Kooperativer Föderalismus“: In den 70er Jahren zeigte sich eine verstärkte Kooperation zwischen den Ländern einerseits und den Ländern und dem Bund andererseits. Letztere entstand auf der Grundlage der Artikel 91a GG (Gemeinschaftsaufgaben) und 91b GG (Zusammenarbeit bei Bildungsplanung und Forschung).
➢ „Fiduziarischer Föderalismus“: Mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 bildete sich ein fiduziarisches (treuhänderisches) Verhältnis zwischen den alten und den neuen Bundesländern heraus, so dass eine temporäre Zweiteilung der zweiten Organisationsebene entstand.59

58 Vgl. Walkenhorst 1995, S. 35.

59 Häberle, Peter: Die Entwicklung des Föderalismus in Deutschland. S. 208f. In: Kramer, Jutta (Hrsg.): Föderalismus zwischen Integration und Sezession. 1. Aufl., Baden-Baden 1993.

Die folgenden Stationen föderaler Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland verdeutlichen dies:

1. „Klassischer Föderalismus“: Von 1949 bis 1968 besaßen die Länder ein relativ hohes Eigengewicht, das sich durch die Zunahme der Bundeskompetenzen aber stetig verkleinerte. Dies geschah nicht zuletzt aufgrund des in Artikel 72 Abs. 2 GG angelegten Ziels, die „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse“ im ganzen Land sicherzustellen.

[Seite 36]

2. „Unitarischer Bundesstaat“: Homogenität im Bund-Länder-Verhältnis, in dem der Bundesrat in den 60er Jahren eine gewichtige Rolle spielte; es kam dennoch zur Ausdehnung der Bundeskompetenzen.1

3. „Kooperativer Föderalismus“: Die Zunahme der Kooperation zwischen den Ländern einerseits und den Ländern und dem Bund andererseits. Letztere entstand in den siebziger Jahren auf der Grundlage der Artikel 91a GG (Gemeinschaftsaufgaben) und 91b GG (Zusammenarbeit bei Bildungsplanung und Forschung).

4. „Fiduziarischer Föderalismus“: Mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten entstand ein fiduziarisches (treuhänderisches) Verhältnis zwischen den alten und den neuen Bundesländern, so daß eine temporäre Zweiteilung der zweiten Organisationsebene entstand (HÄBERLE 1992, 208f.).


1 Der Begriff des unitarischen Bundesstaates wurde vom Staatsrechtler Konrad HESSE (1962) entwickelt, um die Kompetenzausdehnung des Bundes zu erläutern.


HÄBERLE, Peter, 1993: Die Entwicklung des Föderalismus in Deutschland. In: Jutta Kramer (Hrsg.): Föderalismus zwischen Integration und Sezession. Baden-Baden, 201-244.

HESSE, Konrad, 1962: Der unitarische Bundesstaat. Karlsruhe.

Anmerkungen

Die Quelle wird in Fn. 58 genannt. Umfang und Wortlautnähe der Übernahme gehen daraus nicht hervor.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman


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