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[1.] Tso/Fragment 060 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2018-03-18 15:28:38 Schumann
Barthel 1988, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tso, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 19-30
Quelle: Barthel 1988
Seite(n): 48; 49; 50, Zeilen: 48: 34 ff.; 49: 9 ff., 40 ff.; 50: 27 ff.
Die nach wie vor bestehende Zersplitterung in viele kleine und kleinste rivalisierende Fürstentümer in der Äußeren Mongolei wurde von der Zentralregierung in Peking gefördert, um diese besser beherrschen zu können. Diese Entwicklung wurde durch den im 16. Jahrhundert von Tibet in die Mongolei „eingewanderten“ Buddhismus in Form des Lamaismus noch verstärkt. Der Lamaismus gründete auf der Behauptung, jeder Mensch werde wiedergeboren und lebe viele Leben auf dieser Erde. Der Lamaismus erzieht seine Anhänger zur Beschaulichkeit, zur Verachtung der Leidenschaften und der Begehrlichkeit. Der Lamaismus, der den bis dahin unter den Nomaden verbreiteten Schamanismus ablöste, trug durch seine Lehre zur Inaktivität und Bedürfnislosigkeit sowie zur Stagnation der Produktivität der Nomadenvölker bei.

Nach der Beseitigung der Zentralgewalt und der damit verbundenen starken territorialen Zersplitterung der kleinen Fürstentümer gerieten die Nomaden in [Verbindung mit der Einführung des Lamaismus immer mehr in Armut und verloren jene Kraft, über die sie im 13. Jahrhundert verfügt hatten. Politisch waren sie unter der mandschurischen Herrschaft völlig rechtlos.]

[Seite 48]

Die nach wie vor bestehende Zersplitterung in viele kleine und kleinste rivalisierende Fürstentümer wurde von der Zentralregierung in Peking gefördert, um somit die Nordmongolei besser beherrschen zu können. [...] Diese Entwicklung wurde durch den im 16. Jahrhundert von Tibet in die Mongolei eingewanderten Buddhismus in der besonderen Form des Lamaismus noch gefördert.

[Seite 49]

Der Lamaismus stützt sich auf die Behauptung, jeder Mensch werde wiedergeboren und lebe viele Leben auf dieser Erde. [...] Der Lamaismus erzieht seine Anhänger zur Beschaulichkeit, zur Verachtung der Leidenschaften und der Begehrlichkeit.

[...]

Die lamaistische Religion, die den bis dahin unter den Nomaden verbreiteten Schamanismus ablöste, trug durch ihre weltabgewandte, zur Inaktivität und Bedürfnislosigkeit erziehende Lehre zur Stagnation der Produktivkräfte bei.

[Seite 50]

Nach der Beseitigung der Zentralgewalt und der damit verbundenen starken territorialen Zersplitterung in viele kleine selbständige Fürstentümer gerieten die Araten in Verbindung mit der Einführung des Lamaismus in immer größere Armut. Sie waren meist nur noch Viehhirten der mongolischen Fürsten, der lamaistischen Klöster oder der chinesischen Kaufleute. Politisch waren sie rechtlos und standen auf der Stufe der Naturalwirtschaft.

Anmerkungen

Kein Verweis auf die Quelle. (Die Quelle wurde vorher zuletzt auf S. 55, Fußnote 100, genannt.)

Sichter
(Klgn) Schumann


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