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Dieser Pressespiegel enthält Pressemeldungen (Print/Online), TV- und Radiosendungen mit deutlichem Bezug zum VroniPlag Wiki und/oder seinen bearbeiteten Fällen. Dieser Hinweis sollte vor einem Eintrag unbedingt zur Kenntnis genommen werden. Ältere Meldungen finden sich im Archiv.

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23. April 2019Bearbeiten

  • General-Anzeiger: Siegburger Arzt vom Plagiatsverdacht befreit (Hermann Horstkotte) "'Der Vorgang ist im Hinblick auf Rowbotham abgeschlossen, weil es keinen Anhaltspunkt für wissenschaftliches Fehlverhalten gibt', stellt Prorektorin Gisela Riescher fest (...) Zwar vermuteten Herkunftsforscher der Internetplattform VroniPlag-Wiki, dass nicht Rowbotham von seinem Betreuer abgeschrieben habe, sondern umgekehrt - unter Verdacht standen bisland dennoch beide. (...) So bemerkt Riescher nach dem Freispruch für Rowbotham: 'Hinweise auf die Habilitationsschrift sind weiter in Bearbeitung.'"

16. April 2019Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (S. 24): Zwei Ministerinnen in ungleichem Wettstreit (Dietrich Creutzburg) "Kaum eine Woche, in der sie nicht zu Presseterminen in Kitas oder Senioreneinrichtungen lädt; um noch einmal an das 'Starke-Familien-Gesetz' zu erinnern, besuchte sie am Freitag mit Kamerateams eine Familienberatung in Berlin-Marzahn. Ironie am Rande: Zwar sieht sie sich gerade mit hässlichen Plagiatsvorwürfen gegen ihre 2010 vorgelegte Doktorarbeit konfrontiert. Doch scheint sie täglich zu beweisen, wie gut sie deren Generalthema beherrscht - das Werk handelt von der Frage, wie sich einfachen Bürgern die abstrakte Arbeit der EU-Kommission nahebringen lässt."
  • L’Echo (Brüssel): Angela Merkel prépare-t-elle sa sortie? (Nathalie Versieux) "La ministre de la Justice Katarina Barley, tête de liste des sociaux-démocrates, a en effet annoncé quitter Berlin pour Bruxelles. Elle pourrait ne pas être la seule à partir. Le sort de la ministre de la Famille, la sociale-démocrate Franziska Giffey accusée de plagiat dans la rédaction de sa thèse, est suspendu à l’enquête en cours de la part de son université."
  • n-tv: Kein Impfpass, kein Hort: Giffey fordert Impfpflicht für Kita-Kinder (n-tv.de, bdk) "Bezüglich der Plagiatsvorwürfe gegen sie will sie die Untersuchung der Freien Universität Berlin abwarten. ‚Es gab einen anonymen Hinweis von einer Internetplattform und diesem Hinweis geht die Universität nach und das Ergebnis müssen wir abwarten.‘ Die Frage eines möglichen Rücktritts, falls die Arbeit als Plagiat bewertet werden sollte, ‚stellt sich überhaupt nicht‘, sagte Giffey."

14. April 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Wann hört Angela Merkel auf? Die Europawahl erzwingt Wechsel im Kabinett (Stephan-Andreas Casdorff) "[...] Wachsender Druck auf Merkel wird dennoch erwartet, da nach der Europawahl in jedem Fall ein Wechsel im Kabinett ansteht. Justizministerin Katarina Barley (SPD) zieht ins EU-Parlament ein. Sie könnte nicht die einzige sein, die ausscheidet. In der SPD wird die Prüfung der Doktorarbeit von Franziska Giffey entscheiden, ob sie Familienministerin bleiben kann."

13. April 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Leserbrief: Schuldfrage (Prof. Dr. med. Lothar Lange) "Plattformen wie ‚VroniPlag Wiki‘ verbessern keineswegs die Qualität von Doktorarbeiten, sondern haben nur die Aufgabe, Doktorarbeiten und andere Publikationen zu finden, mit denen man insbesondere bekannte Persönlichkeiten desavouieren kann.
    Solche Machenschaften sollte man ignorieren, und dem Geltungsdrang dieser Plattformbesitzer nicht weiter durch Publikationen Gehör verschaffen."
  • Frankfurter Rundschau: Ein CDU- und zwei SPD-Minister: Drei Merkel-Minister schlossen einen Pakt - der wird bald auf die Probe gestellt (Maximilian Kettenbach) "[...] Etwa gehören Giffey (40 Jahre), Spahn (38) und Heil (46) einer Generation an, die sich zudem im Kabinett abhebt von den gut 20 Jahre älteren Seehofer oder Merkel. Alle drei sind dazu das erste Mal Bundesminister und wollen das auch bleiben. Die Herren zeigen es als Vorzeige-Minister mit Gesetzentwürfen am Fließband, und Giffey, der eine Plagiatsaffäre droht, gibt sich ansonsten enorm volksnah.
    [...] Wie weit es für sie gehen kann, wird sich bald zeigen. Geht die Sache mit ihrer Doktorarbeit schlecht für sie aus, kann alles ganz schnell gehen. Dann könnte sich der Daumen senken. Andernfalls könnte es künftig auch ein höheres Amt in der Partei werden."

8. April 2019Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Franziska Giffey: Mängel im System. Nach dem Plagiatsvorwurf hinterfragen SZ-Leser die Rolle der Lehrenden und den Sinn des Doktortitels an sich. "[Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Heilmann, Berlin:] Es ist erstaunlich, dass in der Diskussion über Plagiatsfälle bei Dissertationen die Rollen der Doktorväter und -mütter weitgehend ausgeklammert werden: Haben sie geprüft, ob die Kandidaten die nötigen Grundvoraussetzungen für eine Promotion erfüllen? [...] Betrachtet man die in der Öffentlichkeit behandelten Fälle, in denen dem Verdacht auf ein Plagiat nachgegangen wurde, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diejenigen, die diese Doktorarbeiten vergeben, betreut und begutachtet haben, selber sehr schlampig, um nicht zu sagen: verantwortungslos gehandelt haben."

5. April 2019Bearbeiten

  • BILD: Plagiatsvorwürfe: Kann Frau Dr. Giffey bald ihr Ministeramt abschreiben? (Peter Tiede, Kai Weise, Karolina Pajdak) "Noch ist Dr. Franziska Giffey (40, SPD) Bundesministerin für Familie. Doch mit dem Doktor-Titel könnte es bald vorbei sein. Mit dem Amt dann auch? In der Partei jedenfalls wächst die Erkenntnis: Die Hoffungsträgerin [sic] könnte zum Problem werden! [...]
    Giffeys Fall wird intern als vergleichbar mit dem Fall Schavan eingestuft – und ist längst eine Debatte im Land. Der renommierte Politik-Professor Jürgen Falter (75, Uni Mainz), macht gegenüber BILD klar: ‚Wenn die Verfehlungen gravierend sind, dann wird Frau Giffey nichts anderes übrigbleiben, als zurückzutreten.‘"
  • Der Tagesspiegel: Familienministerin bei der IHK Berlin: Viel Applaus, aber keine Fragen zur Doktorarbeit (Kevin P. Hoffmann, Amory Burchard) "Ein für Giffeys politische Zukunft eher schwieriges Thema, das seit Februar gärt, spielte auf der IHK-Veranstaltung offenbar keine Rolle: Die Plagiatsvorwürfe mit Blick auf ihre Doktorarbeit, die sie an der FU Berlin eingereicht hatte. [...]
    Dazu äußerte sich Giffey dann am Donnerstag gegenüber der ‚Abendschau‘, die sie um eine Reaktion auf die jüngsten Berichte gebeten hatte. Wie mehrfach zuvor sagte Giffey dem ‚rbb‘, sie habe die Arbeit ‚vor zehn Jahren beendet und in bestem Wissen und Gewissen geschrieben‘. Sie habe die Universität ‚von mir aus‘ um Klärung gebeten. Fest steht allerdings: Mit Bekanntwerden des Plagiatsvorwurfs musste die Freie Universität ohnehin reagieren."
  • Augsburger Allgemeine: Europawahl: Meint Katarina Barley es ernst mit ihrer Kandidatur? (Christian Grimm, Detlef Drewes) "Für eine andere Hoffnungsträgerin wird die Luft gerade dünn. Die Vorwürfe gegen Familienministerin Franziska Giffey erhärten sich, wonach sie bei ihrer Doktorarbeit die wissenschaftlichen Standards grob verletzt hat. Sollte ihr die Freie Universität Berlin den Doktortitel aberkennen, müsste Giffey wohl ihr Amt räumen."

4. April 2019Bearbeiten

  • FOCUS Online: Plagiats-Debatte um SPD-Ministerin: Diese 8 Fragen will Familienministerin Giffey nicht beantworten (ujo) "Seit Februar hatte sich die Familienministerin selbst nicht mehr zu den Vorwürfen geäußert. Um ihr jedoch diese Möglichkeit zu geben, hatte FOCUS Online am Mittwochvormittag schriftlich folgende Fragen an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gerichtet: [...]
    3. Wie erklären Sie sich die zahlreichen Fehlverweise auf falsche Quellen – Zeitmangel, ungenaues Arbeiten, Druck – oder ein anderer Grund?
    4. Was sagen Sie zu dem Vorwurf von Professor Peter Grottian, Sie hätten ‚vom Handwerk wissenschaftlichen Arbeitens nur einen blassen Schimmer‘?"
  • Berliner Zeitung: Trotz Plagiatsaffäre: Darum ist Franziska Giffey die Hoffnungsträgerin der SPD (Elmar Schütze) "[...] Die Umfrage fand statt, bevor im Februar bekannt wurde, dass es Zweifel an der Professionalität von Giffeys Doktorarbeit von 2009 gibt. In ‚Europas Weg zum Bürger‘ geht es um die Frage, ob es der EU-Kommission gelingt, mehr Bürgernähe herzustellen. Giffey untersuchte dies am Beispiel von Neukölln, wo sie als Europabeauftragte fürs Bezirksamt jahrelang Geldtöpfe in Brüssel angezapft hatte, ehe sie in die Politik ging. [...]
    Es gehört zum Phänomen Franziska Giffey, dass die Öffentlichkeit die ersten Plagiatsvorwürfe eher beiläufig wahrgenommen hat. Anders als bei den Ex-Ministern Karl Theodor zu Guttenberg (Verteidigung, CSU) oder Annette Schavan (Bildung, CDU) schien man eher zu Milde zu neigen. Nach dem Motto: Schon wieder eine? Na und?"
  • Berliner Kurier: Franziska Giffey: Hier lächelt sie die Pfuschvorwürfe weg (Elmar Schütze) "Das Internetforum VroniPlag Wiki, auf der selbst ernannte Detektive nach Plagiaten in wissenschaftlichen Arbeiten fahnden und damit bereits einige Politiker zu Fall brachten, hat auf 49 der 205 Textseiten problematische Stellen identifiziert. Jetzt prüft die FU, ob sie den Doktortitel ablegen muss."
  • rbb: Abendschau (Video; ab 00:00:25 Min.) "Bundesfamilienministerin Giffey wehrt sich gegen Vorwürfe, dass Teile ihrer Doktorarbeit ein Plagiat seien. Dem rbb sagte sie, die Prüfung durch die FU Berlin dauere noch an. [Giffey:] ‚Ich habe diese Arbeit vor zehn Jahren beendet, in bestem Wissen und Gewissen geschrieben, ich habe die Universität um Klärung gebeten – von mir aus –, und die Universität prüft das jetzt mit ihrer wissenschaftlichen Kompetenz. Das Ergebnis steht aus, das ist abzuwarten, und wir haben da keinen neuen Sachstand.‘"

3. April 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Plagiatsvorwürfe gegen Familienministerin: Wo es für Franziska Giffey eng wird (Anja Kühne, Tilmann Warnecke, Amory Burchard) "[...] Giffey lässt nicht etwa Quellen weg, um den Eindruck zu erwecken, die Sätze stammten von ihr selbst. Vielmehr führt sie unablässig Quellen an, oft schon nach einem Satz, am Ende eines Absatzes häuft sie immer wieder Autorennamen. Allerdings stehen diese Quellen oft in gar keinem Zusammenhang zu ihrem Text. Warum könnte Giffey so vorgegangen sein? Vermutlich wollte sie den Eindruck erwecken, weit mehr Forschungsliteratur gelesen zu haben, als dies tatsächlich der Fall war.
    [...] Die Kommission an der FU könnte Giffey jedoch mit dem gleichen Argument freisprechen: Die von VroniPlagWiki dokumentierten Stellen befinden sich im ersten Teil der Arbeit, in dem Giffey ihre Terminologie unter Rückgriff auf die Forschung klärt. Damit würde die Kommission aber eine höchst fragwürdige Entscheidung treffen. 'Wenn jemand nur simuliert, dass er sich in ausführlicher Quellenarbeit mit der Forschung auseinandergesetzt hat, ist das zwar kein Plagiat, aber wissenschaftliches Fehlverhalten und zugleich eine Täuschung', sagt der Jura-Professor Gärditz."
  • FOCUS Online: Schummel-Doktoren zerstören sich Politik-Karriere – dabei ist der Titel doch völlig egal (Kommentar: Uschi Jonas) "Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat es getan, Annette Schavan (CDU) hat es getan und wohl auch Franziska Giffey (SPD): Sie schummelten bei ihrer Doktorarbeit. Bei der Familienministerin Giffey ist zwar noch unklar, in welchem Ausmaß. Aber die Plagiatsjäger von VroniPlag Wiki haben zahlreiche Indizien für den Plagiatsverdacht gefunden.
    Doch was veranlasste Franziska Giffey überhaupt zu diesem ziemlich wahrscheinlichen Betrug? Warum denken Spitzenpolitiker, ein Doktortitel sei so wichtig?
    [...] Zwischen 2005 und 2010 promovierte Giffey berufsbegleitend zu ihrer Tätigkeit als Europabeauftragte von Neukölln. Aber warum dieser Druck, unbedingt einen Doktorgrad zu erlangen, wenn dafür offenbar – vor dem Hintergrund der zahlreichen aufgedeckten Schludrigkeiten – keine Zeit war, das gewissenhaft zu tun? Wozu dieses Risiko?"

2. April 2019Bearbeiten

  • FOCUS Online: Gerhard Dannemann – Plagiatsjäger: Das sind die größten Schwachstellen in Giffeys Doktorarbeit (Interview: Uschi Jonas) "FOCUS Online: Was sind die größten Schwachstellen in Giffeys Doktorarbeit?
    Dannemann: Es ist keine Arbeit, bei der seitenweise abgeschrieben wurde, aber die häufig andere Texte als Schreibvorlage nimmt, ein bisschen umformuliert und nicht auf verwendete Sekundärquellen hinweist. Ungewöhnlich ist die Anzahl der Fehlverweise. Die können jedem mal passieren, aber in dieser Anzahl sind sie nicht mehr akzeptabel und deuten auf einen willkürlichen Umgang mit Quellen hin. Die Verfasserin verweist häufig in Fußnoten auf Quellen, in denen angeblich steht, was im Text angeführt wird – ohne dass die Informationen tatsächlich dort zu finden sind. [...]
    FOCUS Online: Was hätte Giffey anders machen müssen?
    Dannemann: Man kann Quellen nutzen und zitieren, ohne dass man sie gelesen hat – aber dann muss man das angeben. Insbesondere indem man mit 'zitiert nach' angibt, dass man eine Sekundärquelle verwendet, die eine andere Primärquelle zitiert. Das ist wissenschaftlich in Ordnung. Aber wenn man das oft macht, kritisiert der Gutachter die mangelnde Sorgfalt."
  • FOCUS Online: "Schwerwiegende Mängel" – Fehler in Doktorarbeit: Prof ihrer Uni fordert Ministerin Giffey zum Rücktritt auf (pom) "Gleichzeitig weist der Experte darauf hin, dass Vroniplag Wiki das eigentliche Problem übersehe: Als damalige Europabeauftragte von Neukölln habe Giffey, die sich in ihrer Arbeit mit der Beteiligung der Zivilgesellschaft an der EU-Politik am Beispiel von Berlin-Neukölln beschäftigte, direkt und indirekt über sich selbst geschrieben. [...]
    Trotzdem wiederholt Grottian seine Forderung auch im Morning Briefing Podcast von Gabor Steingart: 'Wenn man eine Doktorarbeit geschrieben hat, die schlimmere Fehlentwicklungen zeigt als Frau Schavan – dann ist eigentlich der Zeitpunkt gekommen, wo sie selbst das Handtuch schmeißen muss.'"
  • SPIEGEL Online: SPD und CDU in Berlin. Führungslos und intrigant (Florian Gathmann und Christian Teevs) "In der Partei wird derzeit nicht damit gerechnet, dass die SPD Müller 2021 noch einmal als Spitzenkandidaten ins Rennen schickt. Offen ist, ob der 54-Jährige schon vorher Platz macht. Als aussichtsreichste Kandidaten für die Nachfolge gelten Innensenator Andreas Geisel und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Die ehemalige Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln gilt in der kriselnden Partei als Hoffnungsträgerin. Einziges Manko: Derzeit überprüft die Freie Universität Berlin ihre Dissertation aufgrund eines Plagiatsverdachts."

1. April 2019Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Kritik an Doktorarbeit: Wenn Giffey klug ist, tritt sie zurück (Peter Grottian) "Die Sache ist ausnahmsweise eindeutig. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat eine höchst anfechtbare Doktorarbeit im Fach Politikwissenschaft an der FU Berlin geschrieben. Die Plagiatsjäger von Vroniplag Wiki haben in einem vorläufigen Befund gravierende Verfehlungen und Mängel in Giffeys Arbeit 'Europas Weg zum Bürger' ermittelt. [...]
    Wer so argumentiert, muss stichhaltige Argumente vortragen. Erstens sind die von Vroniplag Wiki aufgedeckten Mängel so schwerwiegend, dass sie mutmaßlich zur Aberkennung des Doktorgrades ausreichen. Auch wenn das Vorgehen der Plagiatsjäger detailversessen und zuweilen kleinkariert wirkt, belegt es doch, dass Giffey vom Handwerk wissenschaftlichen Arbeitens nur einen blassen Schimmer hat."

31. März 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Schafft den Doktortitel ab! Wo keine Dissertation, da kein Plagiat (George Turner) "Das Graduierteninstitut für Angewandte Forschung der Fachhochschulen in NRW soll in ein Promotionskolleg überführt werden, dessen Fachbereichen nach erfolgreicher Begutachtung durch den Wissenschaftsrat das Promotionsrecht verliehen wird. Das bedeutet: noch mehr Dissertationen, noch dazu nicht nur von Universitäten.
    Dabei wäre es geboten, den deutschen Dr. abzuschaffen. [...] Wenn keine Dissertationen mehr geschrieben werden, kann auch nicht plagiiert werden. Vroniplag könnte zwar immer noch Altfälle aufspießen. Da der Dr. aber seine gesellschaftliche Bedeutung verlieren würde, wäre vermutlich auch das Interesse geringer, Sünden der Vergangenheit aufzudecken."

28. März 2019Bearbeiten

  • SPIEGEL Online: Die Lage. Morning Briefing (Martin Knobbe) "Familienministerin Franziska Giffey (SPD) ist unter den Bundespolitikern eine der beliebtesten. Sie gilt als mögliche Kandidatin für die Berliner Bürgermeisterwahl, manche trauen ihr auch eine Kanzlerschaft zu.
    Ob es so weit kommt, hängt auch davon ab, wie schwer die Vorwürfe wiegen, Giffey habe für ihre Doktorarbeit zu viel von anderen abgeschrieben. Derzeit prüft die FU Berlin noch Giffeys Arbeit, bis zum Abschluss dieser Prüfung äußert sich die Ministerin selbst nicht dazu."

26. März 2019Bearbeiten

  • ZEIT Online: Doktorarbeit: "Promovieren heißt, durch die Hölle zu gehen" (Protokoll: Constanze Kainz) "Vor ein paar Jahren musste die Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) ihren Doktortitel ab- und ihr Amt aufgeben, 2011 trat der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zurück, nachdem in einem Fünftel seiner Arbeit Plagiate entdeckt wurden – das sind nur zwei der berühmteren Plagiatsfälle. [...]
    [Sarah, 29 Jahre:] '[...] Meine wissenschaftliche Arbeit hat unter diesem Zeit- und Erwartungsdruck gelitten. Ich habe zum Beispiel nicht alles gelesen, was ich zitiere, und ein ziemlich schlechtes Gewissen deswegen. Bei einer Promotion sollte wissenschaftlich sauber gearbeitet werden, aber in unserem Promotionssystem funktioniert das nicht. Ich habe keine Zeit, für jedes Zitat 600 Seiten zu lesen.'"

24. März 2019Bearbeiten

20. März 2019Bearbeiten

  • 3sat [Sendung: nano]: Die Plagiat-Jäger Keine flächendeckende Plagiatsprüfung an deutschen Hochschulen: Was hat sich seit dem Fall Guttenberg getan in Sachen Plagiatsprüfung? Was machen Deutschlands Hochschulen gegen das Abkupfern? [Video] "Deborah [sic] Weber-Wulff: 'Wenn Sie auf der Silberhochzeit Ihrer Eltern irgendein Gedicht vortragen, wir erwarten nicht, dass dieses von Ihnen selber stammt.'"

19. März 2019Bearbeiten

17. März 2019Bearbeiten

  • Berliner Morgenpost: Wie Franziska Giffeys Doktorarbeit überprüft wird (Martin Nejezchleba) "Immer wieder werden Politiker des Plagiats überführt. Sie empfinden die Überprüfung als Hetzjagd. Das sehen die Prüfer anders. [...] In der VroniPlag Community ist die Jäger-Metapher verpönt. Auch bei Gerhard Dannemann. Der Jurist am Großbritannien-Zentrum der Humboldt-Universität sieht sich als Dokumentar. [...]
    Nennt man den Namen Robert Schmidt, hört man förmlich, wie Dannemann auf Abstand geht. Besonders penibel arbeite Schmidt, er sei einer der wenigen, die sich vor allem mit Politikern beschäftigen. Während sich Schmidt über die Publicity freut, die diese Fälle mit sich bringen, fürchtet Dannemann, dass sie vom Eigentlichen ablenken: vom Kampf um Wahrhaftigkeit. Aber einig sind sie sich darin: Giffey hat nicht sauber gearbeitet."

14. März 2019Bearbeiten

  • Legal Tribune Online: Wenn das Internet vergisst. Wissenschaftliches Arbeiten mit depublizierten Texten (Roland Schimmel) "Eine interessante Kombination von Löschungsanlässen bietet die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt/Main vom 6. Juli 2017 (Az. 2-03 O 232/17), die aus der Rechtsprechungsdatenbank Hessenrecht wieder herausgenommen wurde. Hier treffen die Gründe 'Plagiat' und 'Persönlichkeitsrechtsverletzung' aufeinander:
    Die Presse hatte unter Namensnennung über Plagiatsvorwürfe gegenüber einer Professorin berichtet, wogegen diese sich gerichtlich gewehrt hatte. Noch die erstinstanzliche Entscheidung im einstweiligen Verfahren hätte aber womöglich die Identifikation der Verfasserin erlaubt, sodass die Veröffentlichung wieder rückgängig gemacht wurde. [...] Einstweilen ist das Ganze noch eher ein Randproblem. Aber je weiter sich Reputationsreproduktionsagenturen und die ihnen angeschlossenen Anwaltskanzleien auf dem Markt der digitalen Imagepflege etablieren, desto häufiger werden Urteile und Fachtexte ganz oder teilweise zurückgezogen werden müssen."

13. März 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Angela Merkels Kabinett: Ein Jahr Groko - die Bilanz in Tortenstücken (Rainer Woratschka, Hans Monath, Fatina Keilani, Robert Birnbaum, Paul Starzmann, Albert Funk, Maria Fiedler, Anja Kühne, Stephan Haselberger, Jakob Schlandt, Nora Marie Zaremba) "[...] Irgendwann muss Giffey allerdings entscheiden, ob sie im Bundeskabinett weiterarbeiten oder dem Lockruf der Berliner SPD folgen und Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl werden will. Einen Makel gibt es: Die Freie Universität Berlin prüft nach Hinweisen von Vroniplag, ob die Doktorarbeit der Politikwissenschaftlerin Bestand hat. Vom Ergebnis dürfte auch abhängen, wie es mit Giffeys Karriere weitergeht."
  • Südkurier: Berlin: Sprinter und Fehlstarter – Merkels Mannschaft in der Einzelkritik (dpa) "DIE MENSCHENFREUNDIN: Franziska Giffey (40) hat kein Problem, anzupacken. [...] Über ihre Gesetzesnamen wird gespottet: Gute-Kita-, Starke-Familien-Gesetz – da wüssten die Leute wenigstens, was drinsteckt, verteidigt sich Giffey. Ihre erste große Krise könnte kommen, wenn die FU Berlin ihre Doktorarbeit auf Plagiate überprüft hat."

12. März 2019Bearbeiten

  • Handelsblatt [online]: Bilanz. Ein Jahr GroKo oder: ein fast verlorenes Jahr "Überschattet wird Giffeys Wirken von den Vorwürfen der Internet-Plattform 'VroniPlag', sie habe in ihrer Doktorarbeit gegen Zitierregeln verstoßen. Die Ministerin hat die Freie Universität Berlin um eine Prüfung gebeten. Ein Dämpfer für die Hoffnungsträgerin der SPD."

11. März 2019Bearbeiten

  • Weser-Kurier: Franziska Giffey: "Ich weiß, was ich kann" (Interview: Carolin Henkenberens) "Frau Giffey, die Freie Universität Berlin prüft derzeit, ob Ihre Doktorarbeit Plagiate enthält. Was machen Sie, wenn Ihnen Ihr Doktortitel aberkannt wird?
    Wir sind an einem Punkt, an dem eine anonyme Internet-Plattform Vorwürfe erhebt gegen eine Arbeit, die ich vor zehn Jahren nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben habe. Für mich ist ganz klar: Wenn solche Vorwürfe im Raum stehen, will ich das geklärt haben. Deshalb habe ich von mir aus die Freie Universität Berlin gebeten, das zu prüfen. Das Ergebnis müssen wir jetzt abwarten."

10. März 2019Bearbeiten

  • Berliner Morgenpost: Michael Müller: Berlin kann in der Wissenschaft noch stärker werden (Interview: Joachim Fahrun, Gilbert Schomaker) "Böse Zungen behaupten, FU, TU und HU und die Charité hätten einen gemeinsamen Antrag für die Exzellenzstrategie gestellt, weil sie alleine vielleicht nicht stark genug sind.
    Unsere Universitäten hätten selbstverständlich auch jede für sich sehr gute Chancen gehabt. Das zeigt auch der Erfolg bei den Exzellenzclustern. Aber die Idee des Verbunds ist ein Quantensprung, der ganz neue Möglichkeiten eröffnet. [...]
    [...]
    Im Moment wird wieder viel über Dissertationen gesprochen, die angeblich nicht wissenschaftlichen Kriterien entsprechen und zum Teil abgeschrieben wurden, gerade steht die Familienministerin Franziska Giffey im Fokus. Legt das nicht ein Strukturproblem offen? Muss man nicht die Universitäten viel stärker in die Pflicht nehmen, solche Arbeiten gar nicht erst anzunehmen, geschweige denn auszuzeichnen?
    Das kann ich nicht wirklich beurteilen. Die Universitäten müssen für die Einhaltung von Qualitätsstandards sorgen, wir unterstützen sie dabei. Es gibt Doktorväter und -Mütter, um den Doktoranden zur Seite zu stehen. Da scheint es immer wieder Defizite zu geben, jenseits des Fehlverhaltens Einzelner."

8. März 2019Bearbeiten

  • Berliner Morgenpost: Franziska Giffey: "Frauen können alles" (Interview: Christine Richter) "Zurück zur Hoffnungsträgerin. Sie stehen derzeit unter Druck, weil Ihnen vorgeworfen wird, in Ihrer Doktorarbeit andere Texte abgeschrieben zu haben. Treten Sie zurück, wenn Ihnen der Doktortitel aberkannt wird?
    Wir sind nicht an diesem Punkt. Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Ich habe die Arbeit sofort nach den Vorwürfen zur Überprüfung gegeben. Das wird die Freie Universität, an der ich promoviert habe, machen – und nicht eine anonyme Internetplattform. Und jetzt warten wir ab, bis das Ergebnis vorliegt."
  • WirtschaftsWoche (Nr. 11, S. 31): "Wo sind die Frauen denn geblieben?" (Interview: Elisabeth Niejahr) "Vor einem Jahr war sie eine der Überraschungen im Kabinett der großen Koalition: SPD-Frau Franziska Giffey, bis dahin Bezirksbürgermeisterin im Berliner Problemkiez Neukölln, war bekannt für eine harte Linie bei Migrationsthemen. Als Bundesministerin brachte sie Gesetze für Kitas und Pfleger auf den Weg - und geriet unter Druck, weil die Rechercheure von VroniPlag ihr 'wissenschaftliches Fehlverhalten' beim Schreiben der Dissertation vorwarfen. Das prüft jetzt die FU Berlin. 'Auf meinen Wunsch', sagt sie im WiWo-Gespräch."

7. März 2019Bearbeiten

  • FAZ.NET: Plagiate in Tübingen: Quellen aus der Zukunft (Jochen Zenthöfer) "An der Universität Tübingen wurde Doktoranden erlaubt, Plagiate mit Hilfe von 'Errata'-Listen neu darzustellen. Von der Fragwürdigkeit dieses Vorgehens abgesehen, enthielten diese Listen ebenfalls Fehler. [...] Beide Arbeiten entstanden an der früheren Fakultät für Biologie und wurden 2007 veröffentlicht. In beiden Arbeiten finden sich Plagiate in erheblichem Umfang. [...] All das wurde von der Wissenschaftsplattform 'VroniPlag Wiki' verlässlich dokumentiert: Auf 51 Prozent der Textseiten, beziehungsweise 53 Prozent der Textseiten finden sich Übernahmen aus Texten Dritter, die nicht kenntlich gemacht wurden. Das gesteht auch die Universität Tübingen ein. [...] Ein Entzug der Titel wurde nicht beschlossen."
  • NJW-aktuell (Nr. 11, S. 7): Politiker, Promotionen, Plagiate (Tobias Freudenberg) "Mitten hinein in die Diskussion um Giffeys Doktorarbeit erschien auf Legal Tribune Online der Beitrag einer Assessorin, die Juristen in Karrierefragen coacht. Der Titel: 'Wie gelingt die Promotion, nebenbei’?' In dem Ratgeber-Text wird darauf hingewiesen, 'dass unterschiedliche Doktorväter unterschiedlich hohe Anforderungen an die Qualität der Arbeit stellen'. Die Autorin empfiehlt, sich gut zu überlegen, wie viel Aufwand man für die Dissertation betreiben wolle: 'Liegt Ihnen das Thema wirklich am Herzen? Oder wollen Sie nur den Doktortitel und möglichst wenig dafür tun?'"

5. März 2019Bearbeiten

  • RT Deutsch: Ministerin Giffey über ein Platzen der GroKo, Ambitionen aufs Kanzleramt und Plagiatsvorwürfe (Video; ab 5:35 Min.) "‚Ich habe meine Promotion vor 10 Jahren an der Freien Universität geschrieben beziehungsweise sie dort vor 10 Jahren beendet und habe das nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Es sind jetzt Vorwürfe von einer anonymen Internetplattform erhoben worden. Ich kann an dieser Stelle nur sagen: Für mich ist es sehr wichtig, dass ich selbst auch Klarheit habe, und deshalb habe ich von mir aus die Universität gebeten, die Arbeit zu prüfen.‛"



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