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Der Pressespiegel enthält Auszüge aus Presseartikeln (Print / online) und Hinweise auf TV- oder Radiosendungen mit deutlichem Bezug zum VroniPlag Wiki und / oder seinen bearbeiteten Fällen. Dieser Hinweis sollte vor einem Eintrag unbedingt zur Kenntnis genommen werden. Ältere Meldungen finden sich im Archiv.

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19. Juni 2019Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nr. 140, S. N4): Die Kammerjäger der Wissenschaft – Die Plattform VroniPlag Wiki treibt Politik und Wissenschaft seit Jahren vor sich her. Aktuell ist Familienministerin Giffey an.der Reihe. Verfolgen die Plagiatsjäger politische Ziele, oder machen sie nur die Arbeit, die Universitäten liegen lassen? (Jochen Zenthöfer) "Kann man Plagiate mit bloßem Auge erkennen?
    Es gibt Methoden, um Plagiatsstellen schnell zu finden, etwa Copy-and-paste-Artefakte oder Stilbrüche. Wer den Verdacht hat, dass eine Textpassage nicht vom Autor stammt, sollte zunächst eine sechsteilige Wörterfolge bei einer Suchmaschine eingeben. Manchmal findet sich so das Original. [...] Die Schwierigkeit besteht zudem meist nicht in der Aufdeckung der Plagiatsstellen, sondern in ihrer umfangreichen Dokumentation und kritischen Überprüfung. Das ist sehr arbeitsintensiv und schreckt neue Benutzer von VroniPlag Wiki ab, die dann verwundert feststellen: Das ist ja alles Handarbeit!
    [...]
    Was fordert Vroniplag Wiki von der Politik?
    Vroniplag erhebt keine politischen Forderungen. Es gibt auch keinen 'Wikisprecher', doch wird niemand daran gehindert, persönlich Stellung zu einzelnen Themen zu beziehen. Dies tat etwa Debora Weber-Wulff im November 2018 im Berliner Abgeordnetenhaus. Anlass der Anhörung war, dass ein Viertel aller von VroniPlag Wiki gemeldeten Plagiatsfälle aus der Hauptstadt stammen. Weber-Wulff berichtete, dass sich die Charité weigere, mitzuteilen, welche Doktorgrade entzogen wurden. Deshalb lassen sich betroffene Arbeiten nicht als plagiatsbehaftet kennzeichnen – die Titel können damit weiter in der Wissenschaft zitiert werden. Der Berliner Senat versprach während der Anhörung Transparenz. Geschehen ist danach aber nichts."
  • DIE ZEIT (Nr. 26, S. 4): Niemand will. Die Erwartungen an Politiker wachsen, ihr Einfluss aber schrumpft – nicht nur in der SPD scheuen immer mehr Spitzenleute Verantwortung (Peter Dausend, Robert Pausch) "Manuela Schwesig kann nicht, weil sie als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern die Demokratie in Ostdeutschland verteidigen muss. [...] Familienministerin Franziska Giffey kann nicht, weil Plagiatsjäger gerade ihre Doktorarbeit auseinandernehmen. [...]
    Das »schönste Amt neben Papst« hat Franz Müntefering 2005 den Vorsitz der SPD genannt. 14 Jahre später titelt die taz: »Scheißjob zu vergeben«."
  • Der Tagesspiegel: Giffey bringt sich als SPD-Chefin ins Spiel: Die an die Regeln glaubt (Hans Monath) "Ungeachtet aller Plagiatsvorwürfe gegen ihre Doktorarbeit hat sich Giffey vorgenommen, ihre Zeit zu nutzen und weiter mit aller Kraft weiter für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu kämpfen.
    [...]
    Bleibt die Entscheidung der Freien Universität (FU) Berlin über die Doktorarbeit von Giffey, der die Internetplattform 'Vroniplag' massive Plagiate bescheinigte. Sie wird in den kommenden Monaten erwartet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie und andere SPD-Minister das Frühjahr noch im Amt erleben, ist gering. Viel spricht dafür, dass die SPD auf dem Parteitag im Dezember die Koalition aufkündigen wird. Würde ihr die FU erst danach den Titel aberkennen, träfe es sie nicht mehr als Ministerin."

18. Juni 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: SPD-Politiker bringen sich in Stellung: Welche Berliner Genossen wollen in den Bundestag? (Ulrich Zawatka-Gerlach) "[...] Und wer führt die SPD-Landesliste an? Gäbe es da nicht einen Doktortitel, der möglicherweise aberkannt wird, fiele die Antwort leicht: Franziska Giffey. Die frühere Neuköllner Bürgermeisterin, jetzt Bundesfamilienministerin mit gutem Ruf, hätte normalerweise jetzt schon die Nominierung für den Spitzenplatz sicher. Doch angesichts der schwierigen Umstände, die Giffey im ungünstigen Fall sogar das Ministeramt kosten können, warten die Berliner Genossen erst einmal ab, was in den nächsten Wochen passiert."

17. Juni 2019Bearbeiten

  • n-tv: GroKo-Talk bei Anne Will: Giffey lässt die SPD hoffen (Volker Petersen) "Zwei Wochen ist der Rücktritt von Andrea Nahles nun her und seitdem hat sich in der SPD wenig zum Guten gewendet. Die Wähler laufen weiter in Scharen zu den Grünen über und noch immer scheint niemand die Parteiführung übernehmen zu wollen. Dass Franziska Giffey eine Kandidatin sein könnte, untermauerte sie am Sonntagabend bei Anne Will. [...]
    [Der Publizist Albrecht v]on Lucke, selbst politisch eher links einzuordnen, kommentierte, eine bessere Ansprache hätte man als SPD-Politikerin gar nicht finden können und Giffey solle doch ihren Hut in den Ring werfen. 'Wenn da nicht dieses Damoklesschwert einer Doktorarbeit wäre', wie er hinzufügte. Die Internetplattform 'Vroniplag' wirft ihr vor, bei ihrer Doktorarbeit in Politikwissenschaft an zahlreichen Stellen abgeschrieben zu haben. Derzeit prüft die Freie Universität Berlin die Vorwürfe - auf Bitten Giffeys."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: TV-Kritik "Anne Will": Kein Mut in Sicht (Hans Hütt) "[...] Ob Frau Giffey für die Führung der SPD in Frage kommt, darüber entscheidet wohl auch die Prüfung ihrer Dissertation durch die Freie Universität Berlin. Wie auch immer die ausfällt, es wird ein Makel bleiben, der weder Frau Giffey noch ihrer Partei bekömmlich ist. Die Beispiele Guttenberg und Schavan lassen grüßen."

13. Juni 2019Bearbeiten

  • stern (Nr. 25, S. 16): Zwischenruf aus Berlin: Eine muss durchkommen – Soll Franziska Giffey wegen Plagiatsvorwürfen ihr Ministeramt verlieren? Der Fall gibt Anlass, mit dieser Praxis ein für alle Mal Schluss zu machen (Hans-Ulrich Jörges) "Wenn die Freie Universität Berlin ihre Prüfung der Plagiatsvorwürfe abgeschlossen hat, im September vielleicht, und ihr den Doktortitel in politischen Wissenschaften aberkennen sollte, muss entschieden werden. Aber diesmal nicht im Einzelfall, denke ich, sondern grundsätzlich, für alle noch folgenden Minister mit akademischen Sünden.
    Es ist Zeit, Schluss zu machen mit der Automatik des Amtsverlusts bei Verlust des Doktortitels. Mögen die Rechercheure des Internet-Tribunals Vroniplag auch weiter in Fußnoten scharren, Fälschung, geistigen Diebstahl und unsauberes Zitieren anprangern – das erwiesene Plagiat soll den akademischen Titel kosten, nicht aber mehr in nachfolgender Routine die politische Existenz. Der Fall Giffey ist perfekt geeignet für diese Klärung, für die notwendige Verständigung zwischen den vielfarbigen Akteuren der Politik.
    [...] Wie viele Spitzenpolitiker von solcher Qualität hat das Land noch, dass es Giffey wegschießen lassen sollte? Sie wird noch gebraucht."

12. Juni 2019Bearbeiten

  • Süddeutsche Zeitung: Justizministerium: Karriereschritt mit Risiko (Susanne Höll, Mike Szymanski) "[...] Mit überraschenden Beförderungen hat die SPD gute Erfahrungen gemacht: Franziska Giffey, ehemalige Bezirksbürgermeisterin aus Berlin-Neukölln, hat sich schnell an der Spitze des Bundesfamilienministeriums eingearbeitet. Sie kommt bei den Leuten an. Wären nicht der Ärger über ihre Doktorarbeit und die Plagiatsvorwürfe, die derzeit geprüft werden, Giffey wäre der reinste Glücksgriff."
  • Bayernkurier: Gender: Der Kreuzzug der Sprachpanscher (Andreas von Delhaes-Guenther) "[...] Es ist nicht der erste Ausfall der SPD-Familienministerin, die derzeit auch mit angeblichen Plagiaten bei ihrer Dissertation zu kämpfen hat: Einer Broschüre der weit links stehenden Amadeu-Antonio-Stiftung, in dem Gender-Kritikern eine geistige Nähe zum Rechtsradikalismus unterstellt wurde, gab Giffey ein persönliches Grußwort."

10. Juni 2019Bearbeiten

  • Neue Osnabrücker Zeitung: Sieben politische Köpfe und eine Unbekannte – Kandidatencheck: Wer kann die SPD führen? (Tobias Schmidt, Julian Heldt, Lars Laue) "Was für Franziska Giffey spricht: [...]
    ● Die große Stärke der 41-Jährigen ist ihre zupackende Art und Bürgernähe. Sie schuftete schon mit Müllwerkern und trank mit Rentnerinnen ein Gläschen Eierlikör. [...]
    Was gegen Franziska Giffey spricht:
    ● Die Vorwürfe, sie habe ihre Doktorarbeit in weiten Teilen abgeschrieben und falsch zitiert, hängen wie ein Damoklesschwert über der Ministerin. Sollte ihr die Freie Universität Berlin den Titel aberkennen, würde sie womöglich aus dem Kabinett fliegen."

9. Juni 2019Bearbeiten

  • Preußische Allgemeine Zeitung: Genossen unter Schock: Wahlergebnisse stürzen die SPD in Berlin und Brandenburg in eine tiefe Krise (Norman Hanert) "[...] Parteiintern sind schon länger Zweifel zu spüren, ob der amtierende Landeschef Michael Müller die Partei bei der nächsten Wahl zum Abgeordnetenhaus noch zu einem Erfolg führen kann.
    Als mögliche Alternative zu Müller wurde bislang Familienministerin Franziska Giffey gehandelt. Nach Plagiatsvorwürfen zu ihrer Doktorarbeit dürfte Giffey mittlerweile allerdings chancenlos dastehen."

7. Juni 2019Bearbeiten

  • Deutschland Kurier: Plagiat: Hamburgs Ex-Innensenator Neumann (SPD) verliert Doktortitel "Auch für Neumanns Genossin, die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), scheinen sich die Chancen erhöht zu haben, dass ihr wegen Plagiats der Doktortitel aberkannt wird (der Deutschland Kurier berichtete). Das abschließende Bild, das sich die Plagiatsprüfer von »VroniPlag Wiki« von Giffeys Doktorarbeit gemacht haben, lässt zumindest darauf schließen. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe kamen etliche Belege für Plagiate hinzu, 119 auf 205 Seiten sind es, wie die jetzt auch unter Giffeys Namen veröffentlichte Dokumentation zeigt. [...]
    In den vergangenen Jahren hatte es in der deutschen Politik mehrere Plagiatsvergehen gegeben. Ob Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Silvana Koch-Mehrin (FDP), Ursula von der Leyen (CDU) oder Merkel-Freundin Annette Schavan (CDU). All diese Politikprominenz eint eines: Plagiatsvorwürfe."

6. Juni 2019Bearbeiten

  • Augsburger Allgemeine: SPD-Vorsitz – Gesucht: Ein Retter der Sozialdemokratie (Bernhard Junginger) "Den rebellischen Juso-Chef Kevin Kühnert als alleinigen Parteivorsitzenden können sich selbst seine Sympathisanten vom linken SPD-Flügel kaum vorstellen. [...]
    Würde die SPD exakt dem Beispiel der Grünen folgen und eine Doppelspitze aus einer Frau und einem Mann bilden, bräuchte es einen weiblichen Gegenpart für Kühnert. Der leutseligen Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hätten viele mittelfristig die Rolle eines Stimmen-magnets an der Parteispitze zugetraut. Doch die ehemalige Bürgermeisterin des Berliner Problembezirks Neukölln steht derzeit im Mittelpunkt einer Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit – mit ungewissem Ausgang."
  • Der Tagesspiegel: Politiker schlagen Alarm: Lähmt die SPD die Republik? (Georg Ismar, Hans Monath, Christoph von Marschall) "Bei der traditionellen Spargelfahrt des Seeheimer Kreises am Dienstag auf dem Wannsee kursierten viele Ideen für die Parteispitze – aber die Variante mit der bisherigen Justizministerin Katarina Barley scheint ausgeschlossen – sie hat am Mittwoch ihr Bundestagsmandat niedergelegt und wechselt in das Europaparlament, bis Ende Juni soll eine Nachfolgerin gefunden sein. Daneben fallen Namen wie Außenminister Heiko Maas, Familienministerin Franziska Giffey (sofern ihr nicht wegen Plagiatsvorwürfen der Doktortitel aberkannt wird) und Juso-Chef Kevin Kühnert, wahlweise wird auch die Kandidatur eines erfolgreichen Oberbürgermeisters gefordert oder nach einer jungen Nachwuchspolitikerin gefahndet."

5. Juni 2019Bearbeiten

  • n-tv: Partei ohne "politische Mission": Steinbrück sieht SPD in "existenzieller Lage" (n-tv.de, bad/dpa) "Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sieht seine Partei SPD in schwerem Fahrwasser. [...]
    Er würde sich freuen, wenn Familienministerin Franziska Giffey eine größere Verantwortung bekäme, sagte Steinbrück weiter. Sie sei eine 'überraschend positive Erscheinung' im Kabinett. Er wisse zugleich um die Prüfung ihrer Doktorarbeit auf Plagiatsverdacht, schränkte Steinbrück ein."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nr. 129, S. 8): Platzhalter (Peter Carstens): "Die Sozialdemokraten haben inzwischen vier Interims-Chefs, die vorübergehend die Ämter der zurückgetretenen Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles übernehmen. Hinzu kommt noch eine kommissarische Justizministerin, deren Nachfolge ungeklärt ist, und eine Familienministerin, deren weitere Kabinettszugehörigkeit davon abhängt, ob sie ihren Doktortitel trotz zahlreicher Auffälligkeiten bei der Promotion behält. In der SPD ist also derzeit vieles provisorisch und Verlass nur auf schlechte Stimmung und Ratlosigkeit."

4. Juni 2019Bearbeiten

  • SPIEGEL ONLINE: Die Lage. Morning Briefing (Melanie Amann) "Ebenfalls Wackelstatus im Kabinett hat SPD-Familienministerin Franziska Giffey, deren Doktorarbeit von der FU Berlin auf wissenschaftliches Fehlverhalten geprüft wird. Giffey schweigt eisern zu dem Thema und macht einfach weiter."
  • ZDF: Markus Lanz (Video ab 10:55 Min.) "[...] [Dagmar Rosenfeld:] Frau Giffey hat ein Problem – ihre Doktorarbeit wird gerade geprüft. Wir haben gelernt, was mit zu viel Pfusch bei Doktorarbeiten – das ist oft das Ende einer Politik-Karriere, und was für Frau Schavan und Herrn zu Guttenberg gegolten hat, ist halt die Frage, ob das nicht auch für Frau Giffey dann gelten muss. [...] [Markus Lanz:] Muss sie zurücktreten, wenn das Ding in weiten Teilen gefälscht ist? [Peer Steinbrück:] Ja, dann stimme ich Frau Rosenfeld zu, dann wird sie sich nicht anders verhalten können als die genannten Namen, aber ich hoffe, dass damit ihre politische Karriere nicht zu Ende ist. Ich würde mir wünschen, dass sie in Berlin gegebenenfalls kandidiert als Regierende Bürgermeisterin."

2. Juni 2019Bearbeiten

  • Berliner Morgenpost: Parteiinterne Debatte: Unruhe in der Berliner SPD - Kritik an Michael Müller wächst (Joachim Fahrun) "Auch wenn sich heute niemand als natürlicher Nachfolger Müllers an der Spitze des Landesverbandes aufdrängt, dürfte es Bewerber geben, heißt es in der SPD. [...]
    Als mögliche Retterin der Berliner SPD wird die in der Bevölkerung beliebte Franziska Giffey genannt. [...]
    Franziska Giffey selbst hat sich öffentlich noch nie zu einer möglichen Spitzenkandidatur in Berlin geäußert. Dass sie aber angesichts der Plagiatsvorwürfe wegen ihrer Dissertation über ihre Zukunft nachdenkt, liegt auf der Hand. Wenn ihr der Doktortitel entzogen würde und sie deshalb als Bundesministerin zurücktreten müsste, könnte die dann angeschlagene Hoffnungsträgerin eine Weile pausieren – um dann wieder in Berlin anzugreifen."

31. Mai 2019Bearbeiten

  • The European: Die alltägliche Korruption in der deutschen Politik (Vera Lengsfeld) "[...] Inzwischen gibt es nicht nur ein Parteien-Kartell, sondern die Mainstream-Medien haben sich in dieses Kartell eingefügt und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, der Politik auf die Finger zu schauen, Missstände aufzudecken und die Öffentlichkeit darüber zu informieren, kaum noch nach.
    In Anbetracht der Samthandschuhe, mit denen die Damen Schwesig, von der Leyen oder auch Franziska Giffey, in deren Doktorarbeit sich mehr Plagiate befinden sollen, als in der vom geschassten Freiherren zu Guttenberg, angefasst werden, wirkt die ins Hysterische gesteigerte Aufregung über eine österreichische Korruption, die nie stattgefunden hat, um so verlogener."

28. Mai 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Aus Rot-Rot-Grün wird Grün-Rot-Rot: Das Kräfteverhältnis im Berliner Senat verschiebt sich (Sabine Beikler, Ulrich Zawatka-Gerlach) "Seit vergangenem Jahr gibt es parteiintern die vage Idee, noch in der laufenden Legislaturperiode den Regierungs- und Parteichef Müller auszuwechseln, dem kaum noch ein Genosse zutraut, für bessere Ergebnisse zu sorgen. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey galt als rettender Engel, bis sie massive Probleme mit ihrer Doktorarbeit bekam."

24. Mai 2019Bearbeiten

  • El Mundo (Madrid): Terremoto en Bruselas, réplica en la coalición de Gobierno en Alemania (Carmen Valero) "[...] Su colega de Familia, Franziska Giffey, pende de un hilo. Acusada de plagio, su tesis doctoral está siendo revisada por la Universidad y la sucesora de la canciller Angela Merkel en la presidencia de la CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, ya ha pedido por anticipado su cabeza si el dictamen confirma esas alegaciones."
  • Süddeutsche Zeitung: Plagiatsverdacht – Das Schweigen über Giffeys Doktorarbeit (Henrike Roßbach) "Erstaunlicher als Giffeys Schweigen aber ist das Schweigen der anderen. Dass die Ministerin nichts sagt, hält jeder, mit dem man über den Fall spricht, für geradezu zwingend, um eine solche Affäre politisch zu überleben. Dass der Fall aber auch sonst auf kleiner Flamme gekocht wird, ist ungewöhnlich. [...] Macht sich eine Doktortitel-Rücktritts-Fatigue breit? [...]
    [...] Auch jetzt, in der Doktortitelkrise, äußert sich ein Unionsminister wohlwollend über die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Bezirksbürgermeisterin. Manchmal, sagt er, ändere sich die Wahrnehmung vermeintlicher Gesetzmäßigkeiten in der Politik ja auch.
    Übersetzt heißt das: Es ist nicht ausgeschlossen, dass Giffey als erste Ministerin ihren Titel verlieren, ihr Amt aber behalten könnte. Jedenfalls, wenn er ihr 'nur' wegen Schlampigkeit aberkannt würde."
  • Berlin.de: Giffey fordert Abwarten bei Prüfung von Plagiatsverdacht (dpa) "Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) dringt auf Geduld, bis die Freie Universität einen Plagiatsverdacht bei ihrer Doktorarbeit abschließend geprüft hat. «Ich finde, diese Zeit muss man schon abwarten und ich werde dann, wenn das Ergebnis da ist, damit umgehen, aber ich habe darauf heute keinen Hinweis», sagte Giffey am Freitag bei einem Termin in Potsdam auf die Frage eines Journalisten nach einer Entscheidung über ihre Zukunft. «Ich bin der Auffassung, dass ich hier meine Aufgabe zu erfüllen habe und das mache ich.»"
  • Legal Tribune Online: BMJV nach der Europawahl: Wer wird Barleys Nachfolgerin? (Markus Sehl) "[...] Högl wäre nämlich schon die zweite Berlinerin am Kabinettstisch, dort sitzt mit Familienministerin Franziska Giffey bereits eine Ministerin aus der Hauptstadt. Zwar werden Kritiker und Medien nicht müde zu betonen, dass Giffeys Doktorarbeit derzeit an der Freien Universität Berlin wegen Plagiatsverdacht überprüft wird. Ob die Unsicherheit bei dieser Ausgangslage aber ausreichen dürfte, um bereits quasi auf Vorrat eine zweite Berlinerin ins Kabinett zu holen, darf bezweifelt werden. Einiges deutet daraufhin, dass man bei der SPD um Giffey kämpfen wird."

23. Mai 2019Bearbeiten

  • Neue Osnabrücker Zeitung: Groko-Beben nach der Wahl? Die Risse im Regierungsbündnis werden tiefer – Bald könnte sich der Frust entladen (Tobias Schmidt, Beate Tenfelde) "Barley & Giffey: Eine der wenigen Gewissheiten ist, dass SPD-Europa-Spitzenkandidaten Katarina Barley am Sonntag als Justizministerin zurücktritt. [...] Allerdings könnte auch die populäre Familienministerin Franziska Giffey aus dem Kabinett fliegen - wenn ihr wegen Plagiatsvorwürfen die Doktorarbeit aberkannt wird. Verschwänden beide Spitzengenossinnen von der Berliner Bühne, wäre das für die Bundes-SPD bitter.
    Die Causa Giffey spielt auch bei der Suche nach einer neuen Justizministerin eine Rolle. Bleibt die Berlinerin Familienministerin, hätte die profilierte Innenpolitikerin Eva Högl keine Chance - denn sie kommt auch aus der Bundeshauptstadt."

22. Mai 2019Bearbeiten

  • Pfälzischer Merkur: Justizministerin Barley geht nach Brüssel: Stühlerücken bei SPD kann beginnen (Hagen Strauss) "Barley geht trotzdem. Da stellt sich die Frage, wer ihr nachfolgen wird. [...] Immer wieder wird der Name von Fraktionsvize Eva Högl genannt. Sie ist freilich Berlinerin. So, wie Familienministerin Franziska Giffey. Zwei Kabinettsmitglieder aus einem Landesverband wären aus Proporzgründen nicht durchsetzbar. Selbst wenn SPD Hoffnungsträgerin Giffey über die Plagiate in ihrer Doktorarbeit stolpern sollte, ist Högl 'kein Selbstläufer', wie in Fraktionskreisen betont wird. [...] Auch zeitlich würde es nicht passen. Im Moment prüft die Uni Giffeys Dissertation noch. Gestern war zu hören, dass sich ein Ergebnis bis zum Ende des Jahres hinziehen könnte. Überdies will die SPD-Spitze Giffey möglichst im Amt halten."
  • Sächsische Zeitung: Barley gibt Ministeramt am Sonntag ab (dpa) "Barley hatte immer wieder betont, die Bundespolitik nach der Europawahl verlassen zu wollen. [...]
    Über ihre Nachfolge im Justizministerium wird bisher nur spekuliert. Als mögliche Kandidatin wird unter anderem die Berliner Bundestagsabgeordnete und Justizexpertin Eva Högl gehandelt. Zwar säße dann neben Familienministerin Franziska Giffey eine weitere Berlinerin für die SPD am Kabinettstisch. Aber auch Giffey ist durch die Prüfung ihrer angeblich in Teilen plagiierten Doktorarbeit angeschlagen, ihr Verbleib im Kabinett daher nicht gesichert. Spekulationen gibt es zudem über eine größere Kabinettsumbildung nach der Europawahl, die auch Unionsminister einschließen würde."
  • Landtag Nordrhein-Westfalen: Kleine Anfrage 2552 – Drucksache 17/6344: Alles nur geklaut (Abg. Marcus Pretzell, fraktionslos) "Das Hochschulgesetz NRW sieht gemäß § 63 vor, dass Hochschulen und die staatlichen Prüfungsämter von Prüfungskandidaten eine Versicherung an Eides Statt, dass die Prüfungsleistung von ihnen selbstständig und ohne fremde Hilfe erbracht worden ist, verlangen und abnehmen können. [...]
    Plagiate bekamen in der Vergangenheit mediale Aufmerksamkeit, als namenhafte Politiker betroffen waren. Nachdem dem CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der CDU-Bildungsministerin Annette Schavan, den FDP-Abgeordneten Silvana Koch Mehrin, Geogios Chatzimarkakis und Bijan Djir-Sarai sowie dem CDU-Bundestagsabgeordneten Frank Steffel bereits die Doktortitel aberkannt wurden, werden 2019 die Plagiatsvorwürfe gegen Bundesfamilienministerin Franziska Giffey laut.
    In diesem Zusammenhang frage ich die Landesregierung: [...]
    4. Wie viele Dissertationen wurden seit dem Start des Wintersemesters 2014/15 an den Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen als Täuschungen aufgefasst?"

21. Mai 2019Bearbeiten

  • Rheinische Post Online: Spekulationen über Machtwechsel: Kommt nach der Europawahl das große Stühlerücken? (Jan Drebes, Eva Quadbeck) "Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist Franziska Giffey. Die Familienministerin gilt als Pfund der SPD, als Talent und Anwärterin für weitere Ämter. Doch es ist unklar, ob sie sich als Mitglied der Bundesregierung halten kann, wenn die Freie Universität Berlin ihren Bericht zu den Plagiatsvorwürfen in Giffeys Doktorarbeit veröffentlichen wird. Schon jetzt trommeln politische Gegner gegen Giffey. Die SPD müsse sich an ihren eigenen Standards messen lassen, heißt es. Damals, als CSU-Star Karl-Theodor zu Guttenberg einräumen musste, für seine Dissertation abgeschrieben zu haben, forderte die SPD besonders laut seinen Rücktritt als Verteidigungsminister. Sollte also auch Giffey gehen müssen, käme weitere Unruhe ins Kabinett."
  • taz: Förderung von Anti-Rechts-Projekten: Nur noch bis zum Jahresende (Konrad Litschko) "Es sind schwierige Tage für Franziska Giffey. Die SPD-Familienministerin steht wegen Plagiatsvorwürfen unter Druck, offen wird über ihre Ablösung diskutiert. Und nun üben auch noch WissenschaftlerInnen Kritik an Giffey – wenn auch aus anderem Grund."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Mode in der Politik: Gibt es auch in Pink (Jennifer Wiebking) "[...] Von der CDU ist zum Beispiel Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner dabei – mal in Blazern in zartem Rosé, mal in Knallpink – und von der SPD die jetzt wegen Plagiatsvorwurf in ihrer Doktorarbeit unter Druck geratene Familienministerin Franziska Giffey – sie trägt hin und wieder Kleider in Pink.
    [...] 'Pink ist im Moment eine interessante Farbe, die aufgrund der Symbolkraft sehr in der Verhandlung steht', sagt auch Paula-Irene Villa Braslavsky, Professorin für Soziologie an der Universität München (LMU). 'Pink ist ganz klar assoziiert mit einer vermeintlich unterstellten traditionellen Weiblichkeit, die geradezu antiintellektuell ist. [...]'"
  • Tichys Einblick: Wochenrückblick: Rücktritt in Wien, sitzen bleiben in Berlin (Alexander Wendt) "Mit ihren 238 Plagiatsstellen bewegt sich die Doktorarbeit von Familienministerin Franziska Giffey mindestens auf Guttenberg-Niveau und lässt Schavan weit unter sich, wobei sich Giffey von den anderen beiden noch dadurch unterscheidet, dass sie in ihrer Dissertation mehr oder weniger ihre eigene politische Tätigkeit beschrieb, also einen Gegenstand, der mangels Distanz für sie grundsätzlich nicht als Promotionsthema hätte in Frage kommen dürfen. Laut Untersuchung durch die Plagiats-Aufspürplattform Vroniplag finden sich auf 76 von 205 Seiten der Promotion Giffeys Plagiate unterschiedlichen Umfangs."

20. Mai 2019Bearbeiten

  • The European: Kramp-Karrenbauer will Exzellenz der deutschen Universitäten retten (Herbert Ammon) "Ob ihrer Leistungen als Bezirksstadträtin für Bildung, sodann als Bürgermeisterin im Berliner 'Problembezirk' Neukölln – wer erinnert sich noch an ihren so tatkräftigen wie illusionslosen Vorgänger Heinz Bukowsky? – genießt Franziska Giffey einen guten, in den Augen ihrer Genossinnen und Genossen einen exzellenten Ruf. [...]
    Kritische Worte, hässliche Bemerkungen, läppische Witzchen über Giffey waren im Berliner Politbetrieb bis dato nicht zu hören. Seit ein paar Tagen ist das anders. Die CDU-Vorsitzende und prospektive Merkel-Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer nimmt Anstoß an Giffeys mit deren Politlaufbahn verquickten akademischen Leistung."

19. Mai 2019Bearbeiten

  • Welt: Unruhe in der Fraktion – SPD-Abgeordnete planen Aufstand gegen Andrea Nahles (Jacques Schuster) "Da nach der Europawahl und dem zu erwartenden Wechsel von Bundesjustizministerin Katarina Barley nach Brüssel ohnehin eine kleinere oder größere Kabinettsumbildung ansteht, dürfte es Bestrebungen geben, ein umfassendes Personalpaket zu schnüren. Das beträfe dann womöglich nicht nur die Fraktionsvorsitzende Nahles, sondern auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), die ihren Kabinettsposten verlieren würde. Gegen sie gibt es massive Plagiatsvorwürfe in Bezug auf ihre Promotion, die zur Aberkennung ihres Doktortitels führen könnte."

17. Mai 2019Bearbeiten

  • MDR Kultur (Zudeicks Woche): Wenn Politiker das Gras wachsen hören (Podcast) "[Peter Zudeick:] [...] Weil doch die Justizministerin nach Europa ausreist, könnte man auch gleich die Familienministerin auswechseln, weil die vielleicht ihren Doktortitel verliert von wegen Plagiat und so. [Hubertus Heil:] Ich bin froh, dass wir Franziska Giffey im Kabinett haben. [Zudeick:] Sagt der Arbeitsminister. Und die Parteichefin? [Andrea Nahles:] Also [Zudeick:] Also? [Nahles:] ich habe, [Zudeick:] Ja bitte? [Nahles:] äh, keinen Anlass, äh, jetzt der Prüfung durch die Universität vorzugreifen. [Zudeick:] Jajaja. Als die Frau Schavan von der CDU in der gleichen Lage war, klang das aus der SPD aber ganz anders. [Nahles:] Man sollte die Fälle jetzt nicht mite'nander vergleichen. [Zudeick:] Doch, sollte man."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Fraktur: Vertrauen ist gut, Stechuhr ist besser (Berthold Kohler) "[...] Aber auch Frauen, die erfahrungsgemäß mit multiplen Herausforderungen besser klarkommen, scheinen hin und wieder Schwierigkeiten mit der Vertrauensarbeit zu haben, jedenfalls, wenn es um eine Vertrauensdoktorarbeit geht. Franziska Giffey schrieb ihre Dissertation ganz offensichtlich im Vertrauen darauf, dass jedenfalls sie keine Stechuhr brauche, um ihre Aufgaben als Europabeauftragte, Dozentin, Doktorandin und werdende Mutter unter einen Hut zu bringen."

16. Mai 2019Bearbeiten

  • Der Tagesspiegel: Wer sieht die rote Karte? Die SPD ist nervös – und diskutiert über Posten (Georg Ismar, Hans Monath) "[...] Das Gesamtbild aber, das sich die Plagiatsprüfer der Plattform Vroniplag Wiki von Giffeys Doktorarbeit gemacht haben, sieht für die SPD-Hoffnungsträgerin nicht gut aus. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe kamen etliche Belege für Plagiate hinzu, 119 auf 205 Seiten sind es.
    [...] Die Prüfung kann noch Monate dauern, aber bei einem Entzug des Doktortitels würde sie unter massiven Druck geraten, die Konsequenz zu ziehen und zurückzutreten. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erinnerte am Wochenende mit beißender Genauigkeit daran, dass die SPD in den Plagiatsfällen Karl-Theodor von Guttenberg (CSU) und Annette Schavan (CDU) harte Maßstäbe angelegt hatte."

15. Mai 2019Bearbeiten

  • Augsburger Allgemeine: Personal-Affäre: Brisante Personalie setzt Ministerin Giffey noch mehr unter Druck (Bernhard Junginger) "Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) gerät zusehends in die Defensive – und zwar nicht nur wegen der Plagiatsvorwürfe bei ihrer Doktorarbeit, sondern auch wegen einer brisanten Personalangelegenheit.
    Die Grünen im Bundestag und der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) fordern von der 41-Jährigen, den Chefposten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes nach mehr als einjähriger Vakanz endlich zu besetzen. Hintergrund der Vorwürfe ist der gerichtlich gestoppte Versuch Giffeys, eine Parteifreundin als Leiterin der Behörde zu installieren."
  • B.Z.: Dafür und dagegen: Sollte Ministerin Giffey zurücktreten, wenn sie den Doktor-Titel verliert? "Bettina Irion: Ja, es geht ums Prinzip
    Ja, die Promotion von Franziska Giffey liegt Jahre zurück. Und vielleicht hat die Ministerin einfach nur geschludert – wie Tausende andere Doktoranden auch, übrigens inklusive ihrer Professoren. Doch als Ausrede taugt das nicht, es geht hier ums Prinzip: [...]
    Hildburg Bruns: Nein, sie ist eine gute Politikerin
    Hat Bundesfamilienministerin Fransika Giffey (SPD) eine unsaubere Dotorarbeit abgegeben? Wenn dem so wäre, müßte sie den Titel zurück geben. Keine Frage! Aber wäre sie deshalb auch eine schlechte Politikerin?"

14. Mai 2019Bearbeiten

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nr. 111, S. 3): Ohne Ansehen der Person – Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer hat der Debatte über die Doktorarbeit von Familienministerin Giffey neuen Schwung gegeben. Die SPD steckt in einem Dilemma. (Peter Carstens, Eckart Lohse, Heike Schmoll) "Nahles sagte am Montag: 'Ich habe keinen Anlass, jetzt der Prüfung durch die Universität vorzugreifen. Wir unterstützen unsere Ministerin natürlich und haben vollstes Vertrauen.' Es helfe, sagte Nahles, 'im Ablauf fair zu bleiben'. Eine Parallele zwischen dem Fall Schavan und dem von Ministerin Giffey wollte Nahles nicht ziehen. [...] In der Qualität ähneln die von 'Vroniplag' angeprangerten Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis daher eher den Plagiaten in Annette Schavans Dissertation als der plumpen Übernahme ganzer Textpassagen bei Karl-Theodor zu Guttenberg. Der RCDS sagte am Montag, 'sollte sich der Verdacht einer Ansammlung von Plagiaten in der Dissertation von Frau Giffey erhärten, muss die Konsequenz sein, zurückzutreten'."
  • Neue Osnabrücker Zeitung: Plagiatsvorwürfe gegen Giffey: "Das ist ein Drama" - Wie die SPD ihre Ministerin retten will (Tobias Schmidt) "Wie sieht Nahles‘ Rettungsplan aus? Die Parteichefin überraschte zu Wochenbeginn mit der Aussage, man könne die Causa Giffey mit den Promotions-Affären der gefallenen Unions-Minister 'nicht vergleichen'. Zwar galten die Verfehlungen der früheren Bildungsministerin Annette Schawan (CDU) als nicht ganz so schwer wie die von Giffey. Doch sei es etwas anderes, ob man als Familienministerin nicht sauber arbeite - oder als jemand, der im Bundeskabinett direkt für Forschung und Hochschulen verantwortlich sei, heißt es bei den Genossen.
    [...] Anders als bei zu Guttenberg und Schawan gebe es im Fall Giffey 'keinen Automatismus', meint ein SPD-Insider."
  • Hannoversche Allgemeine Zeitung: Giffey: "Ich habe diese Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben" (Interview: Thoralf Cleven/RND) "Fühlen Sie sich durch die gegen Sie erhobenen Plagiatsvorwürfe unter Druck gesetzt?
    [Giffey:] Ich mache meine Arbeit als Ministerin - unabhängig von den anonym erhobenen Vorwürfen. Ich habe dieses Amt mit dem Versprechen angetreten, mich für die Menschen einzusetzen, die sonst keine Stimme haben. Das tue ich."
  • Hamburger Abendblatt: Bundesregierung – Roulette im Kabinett: Wer geht nach der Europawahl? (Tim Braune, Kerstin Münstermann) "Neben der Fahndung nach einer neuen Justizministerin bereitet Franziska Giffey der Parteiführung Kopfzerbrechen. Die beliebte Bundesfamilienministerin muss sich des Verdachts erwehren, bei ihrer vor rund zehn Jahren beendeten Doktorarbeit ('Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft') wissenschaftlich nicht sauber gearbeitet zu haben. [...]
    In der SPD sind viele der Ansicht, die 41-Jährige könnte selbst bei einem Entzug des Titels im Amt bleiben. Die Union wittert die Chance, einen SPD-Star zu Fall zu bringen."

13. Mai 2019Bearbeiten

  • Welt: Mehrere Minister unter Druck: Wie sieht das Bundeskabinett nach der Europawahl aus? (Thomas Vitzthum) "Noch will es kein Spitzenpolitiker in Berlin so offen sagen, aber nach der Europawahl steht eine Kabinettsumbildung an. [...]
    Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, in ihrer Dissertation plagiiert zu haben. [...] Ein Rücktritt erscheint immer wahrscheinlicher. [...]
    Für Giffey wäre der Rücktritt bitter. Ebenso für die SPD, die große Hoffnungen mit ihr verbindet. Noch will sich niemand so recht mit dem Szenario auseinandersetzen."
  • Süddeutsche Zeitung: Bundeskabinett – Gesucht: SPD-Frauen für die Bundesregierung (Mike Szymanski) "[...] Es herrscht Ungewissheit darüber, ob eine andere Frau, mit der viele in der Partei und außerhalb ebenfalls große Erwartungen verbinden, im Kabinett zu halten sein wird: Es geht um Familienministerin Franziska Giffey, 41, die Parteichefin Nahles 2018 als große Überraschung ins Kabinett geholt hatte.
    [...] 'Wenn sie das wissenschaftliche Handwerk nicht ordnungsgemäß ausgeübt hat, muss sie Konsequenzen ziehen', hatte Nahles, damals Generalsekretärin, im Fall Schavan gesagt.
    Damals sagte Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel: 'Die Ministerin hat mein vollstes Vertrauen.' An diesem Montag ist es SPD-Chefin Nahles, die sich wortgleich über Giffey äußert, die 'vollstes Vertrauen' genieße."
  • Bild: Kommentar zu Familienministerin Giffey: Doktor und Politik (Nikolaus Blome) "Es zeichnet sich ab, dass die Freie Universität Berlin Familienministerin Franziska Giffey den Doktortitel aberkennt. Grund sind unsauber ausgewiesene Zitierungen in der zehn Jahre alten Arbeit. [...]
    Natürlich ist eine unsaubere Doktorarbeit ein Makel, und die Ministerin hätte es im Falle des Falles verdient, dafür öffentlich am Pranger zu stehen. Aber damit sollte es auch gut sein."
  • Bild: BILD-Talk "Die richtigen Fragen": CDU-Jungstar Amthor stichelt gegen GroKo-Ministerinnen "Zielscheibe 2: Franziska Giffey (41, SPD). Die Familienministerin steht unter Druck, weil ihre Doktorarbeit unter Plagiatsverdacht steht und aktuell einer Prüfung unterzogen wird. Amthor, der selbst noch an seiner Dissertation arbeitet, möchte die Wissenschaft nicht unter Generalverdacht stellen und den Fall Giffey nicht abschließend bewerten. Eins möchte er aber sehr wohl sicher gestellt wissen: 'Einen Rabatt für Sozialdemoraten kann es nicht geben.'"
  • Handelsblatt: Franziska Giffey: Zweifel an Doktorarbeit – Familienministerin Giffey muss um ihre Karriere bangen [€] (Heike Anger) "Giffey wollte sich am Montag aktuell nicht zur Sache äußern. Sie hatte die Freie Universität Berlin (FU) am 7. Februar gebeten, ein formelles Prüfungsverfahren einzuleiten. [...]
    Die FU teilte auf Anfrage mit, die Prüfung von Giffeys Arbeit dauere noch an. Damit sind bereits 95 Tage ins Land gegangen. Doch hier arbeiten die Unis sehr unterschiedlich. [...] Giffey könnte folglich trotz des erhöhten Drucks noch einige Zeit im Amt bleiben."

12. Mai 2019Bearbeiten

  • Welt: CDU-Chefin: AKK kritisiert Regierung und CDU – "Müssen besser arbeiten" (Robin Alexander, Johannes Boie, Jacques Schuster) "Angesichts sich verdichtender Hinweise, dass die Dissertation von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) in weiten Teilen ein Plagiat ist, legt die CDU-Vorsitzende erstmals einen Rücktritt nahe: 'Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, gehe ich davon aus, dass die SPD an ihre eigene Ministerin die gleichen Maßstäbe anlegt, die sie an die Unionsminister angelegt hat. Wenn sie das tut, ist die Antwort eindeutig.' Die Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) und der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) waren wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten, auch auf Druck der SPD."
  • Süddeutsche Zeitung: Bundesregierung: Kramp-Karrenbauers lang erwartete Absage (Robert Roßmann) "Vor allem aber legte sie der SPD eine Ablösung von Familienministerin Franziska Giffey nahe, falls sich der Plagiatsverdacht gegen die Sozialdemokratin bestätigen sollte. 'Zunächst sollte der Ausgang des laufenden Verfahrens abgewartet werden', sagte die CDU-Chefin. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, gehe sie aber davon aus, 'dass die SPD an ihre eigene Ministerin die gleichen Maßstäbe anlegt, die sie an die Unionsminister angelegt hat' - wenn sie das tue, sei 'die Antwort eindeutig'. [...]
    Sollte Giffey das Kabinett verlassen, müsste Merkel ihre Regierung bereits auf mindestens zwei Posten umbilden, da Justizministerin Katarina Barley (SPD) ins Europaparlament wechselt."
  • Presseclub Dresden: Haben wir bald Roboter als Kollegen? Publizist und Plagiatsjäger Dr. Stefan Weber aus Salzburg ist Gast im Presseclub (Bettina Klemm) "Das Thema ist hochaktuell. Derzeit sorgt die Arbeit von Familienministerin Franziska Giffey für Aufmerksamkeit. Die Plagiatsprüfer von VroniPlag Wiki hatten 119 Fragmente auf 76 von 205 untersuchten Seiten beanstandet. Während die Freie Universität Berlin noch den Fall prüft, äußert Dr. Stefan Weber in seinem 'Blog für wissenschaftliche Redlichkeit', dass es schwer sei, Frau Giffey als Politikerin noch vertrauen zu können. Aber er fragt auch: 'Was läuft an den Hochschulen generell schief?'"

10. Mai 2019Bearbeiten

  • Bayern 2 (IQ - Wissenschaft und Forschung): Schlamperei oder Betrug? - Ministerin Giffeys Doktorarbeit in der Kritik (Podcast ab 06:13 Min.) "[Stefan Geier:] Was können wir über diesen Fall hinaus über die Landschaft der Doktorarbeiten lernen? [Martin Schramm:] Er macht noch mal deutlich, was in den letzten Jahren immer wieder diskutiert wurde. Punkt 1: Offensichtlich läuft an den Hochschulen – oder lief zumindest – lange etwas schief; betreuungstechnisch, da war oder ist zu wenig Raum, um Promotionen vernünftig zu betreuen und zu verbessern; wir haben's eben erwähnt, die Prüfer hätten vieles selbst feststellen können und müssen. Raus kommen dann Dissertationen, die wissenschaftlich nicht wirklich wertvoll sind – voller handwerklicher Mängel, das heißt wir haben da 'nen Problem mit den wissenschaftlichen Standards. Und am Ende fragt man sich: Warum gibt es solche Arbeiten überhaupt? Offensichtlich taugt der Doktortitel dort einfach nur zum Statussymbol, er soll Karrieren befördern, aber nicht die Forschung."

8. Mai 2019Bearbeiten

  • neues deutschland: Schlecht beraten. Die Mängel der Doktorarbeit von Familienministerin Franziska Giffey werfen auch Fragen nach dem Exzellenzkurs der Hochschulen auf (Ines Wallrodt) "Für die Freie Universität ist der prominente Plagiatsfall unangenehm, ganz besonders aber für die Erstgutachterin Tanja Börzel, Politikprofessorin am Otto-Suhr-Institut (OSI), Leiterin der Arbeitsstelle Europäische Integration und vor allem: Sprecherin eines Exzellenzclusters der FU. Gerade erst hat sie ein neues millionenschweres Exzellenzcluster an Land gezogen, das unter dem Titel »Herausforderungen der liberalen Ordnung« den Aufstieg der rechtspopulistischen Bewegungen in Europa untersuchen will."
  • Dagens Nyheter (Stockholm): Därför fuskar tyska politiker till sig doktorstitlar (Lina Lund) "Medan svenska politiker tvingas avgå efter att ha tricksat med bostadsbidragen, faller tyska politiker ofta av en annan anledning. De senaste åren har flera ministrar fått foten efter att ha avslöjats med att ha fuskat till sig en doktorstitel. Av den anledningen hänger nu Tysklands familjeminister löst. [...] Just nu utreds landets familjeminister Franziska Giffey (SPD) för att ha plagierat stora delar av sin avhandling i statsvetenskap. På hela 37 procent av alla sidor finns misstänkta citat- och textstölder. Giffey säger själv att hon har skrivit avhandlingen i 'god tro', väl medveten om vad som väntar om utredarna vid Berlins fria universitet stämplar henne som fuskare. [...] Kanske ännu pinsammare blev det för den tidigare utbildningsministern Annette Schavan (CDU) som fråntogs sin doktorstitel 2013 av liknande anledningar."
  • Die Tagespost: Vorbild als Königsweg (Martine Liminski) "Das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend, vulgo Familienministerium, hat wenig Glück. [...] Da tat es gut, mit Dr. Franziska Giffey seit 14 Monaten eine Amtsinhaberin mit etwas Sinn für die Bedürfnisse der Kinder und Familien zu haben. Und jetzt das: Die Ministerin hat in ihrer Doktorarbeit (2010, magna cum laude) fast auf jeder dritten Seite Plagiat betrieben. Schwerer noch wiegt, dass die Arbeit auch gewichtige inhaltliche und methodische Mängel aufweist.
    Bisher haben alle Doktores mit mehr als hundert Plagiatsstellen ihren Titel verloren. [...] Ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen durfte ihn mit 43 Stellen gerade noch behalten."

7. Mai 2019Bearbeiten

  • radioeinsrbb: Muss Giffey gehen? (Kommentar Lorenz Maroldt) [Audio] "[Moderatorin:] Ist Giffey damit erledigt? [Maroldt:] [...] Ich finde auch, dass bei so eklatanten Fällen das Konsequenzen für die Profs haben sollte. Da sind ja immer zwei Seiten am Betrug beteiligt, oder zumindest ist eine für ein Komplettversagen verantwortlich. [...] Wenn sie sich jetzt noch freiwillig umbenennen würde in Doktor a. D. – 'a. D.' für 'tschüss' oder für 'außer Dienst' –, dann bekommt sie vielleicht doch noch 'nen Neuanfang hin. Es ist nicht zwangsläufig, dass sie politisch schon erledigt ist."
  • Rheinische Post Online: Plagiatsvorwürfe gegen Ministerin: Giffey will Urteil über Doktorarbeit "nicht von anonymer Internetplattform" treffen lassen (Henning Bulka) "[...] Plagiatsjäger der Internet-Plattform VroniPlag hatten zuvor berichtet, sie hätten auf 76 von 205 Seiten der Dissertation Plagiatstext gefunden. Seit Februar wird Giffeys Doktorabeit deshalb von der Freien Universität Berlin (FU) geprüft. Die FDP forderte am Montag bereits den Rücktritt Giffeys, sollte ihr der Doktortitel aberkannt werden.
    Auch auf mehrfache Nachfrage der Jugendlichen bat Giffey am Dienstag auf der Tincon darum, die Prüfung durch die Freie Universität Berlin abzuwarten. 'Ich möchte, dass meine Uni darüber entscheidet.'"
  • Berlin.de: Giffey bleibt dabei: Uni-Prüfung der Doktorarbeit abwarten (dpa) "Die Frage aus dem Publikum ob sie weiterhin dazu stehe, ihre Arbeit «nach bestem Wissen und Gewissen» verfasst zu haben, ließ Giffey ebenso unbeantwortet wie die Frage, ob sie zurücktreten werde, falls ihr der Doktortitel aberkannt werde. Sie betonte aber, ihr politischer Anspruch, jedem Kind unabhängig von seiner Herkunft Chancen zu eröffnen, sei «unabhängig von dieser Dissertation»."
  • Berliner Morgenpost: Fragen von Jugendlichen – Das sagt Franziska Giffey jetzt zu ihrer Doktorarbeit (Dominik Bath) "[...] Giffey ist am Dienstagmittag zu Gast auf dem Jugendfestival Tincon, das im Rahmen der Digitalkonferenz re:publica in Berlin stattfindet.
    Ob die Ministerin denn nach wie vor dazu stehe, ihre Dissertation nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt zu haben, will ein Junge mit weißem Kapuzenpulli in der letzten Reihe wissen. Und wie Giffey denn dann mit dem Ergebnis der Überprüfung umgehe. 'Beenden Sie dann ihre politische Karriere?', fragt der junge Mann.
    Giffey antwortet ruhig, aber bestimmt. 'Ich gehe sehr ernsthaft mit dem Thema um', sagt sie."
  • Die Achse des Guten: Wofür braucht Franziska Giffey einen Doktortitel? (Kolja Zydatiss) "Das Schema ist bekannt: Spitzenpolitiker wie Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Annette Schavan (CDU) und Silvana Koch-Mehrin (FDP) reichen minderwertige Copy-Paste-Dissertationen ein. Plattformen wie VroniPlag und GuttenPlag schlagen Alarm. Sie erscheinen wie Kontrahenten, doch letztlich eint die Schummler und die Plagiatsjäger dasselbe technokratische Politikverständnis: In einer Welt, die aufgrund internationaler Waren- und Kapitalströme, Migrationsbewegungen und globaler Klimaveränderungen immer komplexer werde, sei Politik einfach nichts für 'Normalsterbliche'. Die Politiker hoffen, sich durch eine Promotion von letzten abzusetzen und ihre Autorität zu untermauern. Die Plagiatsjäger sorgen dafür, dass das Expertentum nicht vorgetäuscht wird."

6. Mai 2019Bearbeiten

  • Welt: Konsequenzen für Giffey? Plagiatsvorwürfe: FDP bringt Rücktritt der Ministerin ins Gespräch (Claudia Kade) "Nach Recherchen von WELT AM SONNTAG 'erforschte' Giffey europafreundliche PR-Maßnahmen, die sie zum Zeitpunkt ihrer Arbeit selbst umsetzen musste: als Europabeauftragte des Berliner Bezirks Neukölln. So führte sie Interviews mit Akteuren wie Stadtteilmüttern und Quartiersmanagern, die teils vom Bezirksamt Neukölln abhängig waren – ohne diesen Umstand in ihrer Arbeit zu problematisieren. Aus den Interviews zitierte Giffey fast durchgehend so, dass es ihren eigenen Schlussfolgerungen entgegenkam."
  • Der Tagesspiegel: Plagiatsvorwürfe gegen Giffey: Was nicht korrekt ist (Amory Burchard) "Aufhorchen lässt, dass VroniPlag Wiki in Giffeys Fall jetzt nicht nur ihr, sondern auch ihrer Doktormutter und dem 2011 verstorbenen Zweitgutachter vorwerfen, nicht sorgfältig gearbeitet zu haben. Beide hätten die massiven Zitierfehler (spätestens) bei Einreichen der Arbeit bemerken und Giffey zum Nachbessern auffordern müssen."

5. Mai 2019Bearbeiten

  • Welt am Sonntag (Nr. 18, S. 5): Akademischer Abgrund; Familienministerin Franziska Giffey hat in ihrer Doktorarbeit offensichtlich abgeschrieben. Noch gravierender erscheinen die fragwürdige Themenstellung und inhaltliche Defizite der Arbeit (Susanne Gaschke) "'Zwischen dem Betreuer und dem Doktoranden muss ein Vertrauensverhältnis bestehen', sagt Andreas Rödder, Professor für Neueste Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz: [...] Anders sei es hingegen, wenn die Arbeit inhaltlich nichts tauge: 'Wenn ein Professor eine schlechte Dissertation annimmt, ist das nicht in erster Linie die Schuld des Kandidaten.' Hier liegt womöglich das größere, auf weiterreichende Missstände im akademischen Betrieb verweisende Problem des Falls: Giffeys Doktorarbeit erscheint auch inhaltlich und methodisch ausgesprochen dürftig. Warum die 'geschätzte Kollegin' Tanja Börzel sie akzeptiert habe, sei ihm ein Rätsel, sagt Peter Grottian, emeritierter Professor für Politikwissenschaft des Otto-Suhr-Instituts."

4. Mai 2019Bearbeiten

  • Welt: Giffey soll auf mehr als jeder dritten Seite abgeschrieben haben (pa/AFP/kbl/jr) "Demnach gebe es in der Arbeit zahlreiche 'Blind- und Fehlzitate', bei denen Belege in Fußnoten ungeprüft übernommen worden seien. Vroniplag-Vertreter Gerhard Dannemann sprach laut 'Spiegel' von einem eher mittelschweren Fall. Die beanstandeten Mängel seien vor allem gefährlich, weil sich so Fehler weiterverbreiten könnten."
  • Cicero: Franziska Giffey Plagiatsaffäre – Ist ein Rücktritt unausweichlich? (Cicero-Redaktion) "Diese Prüfung wird voraussichtlich über ein Jahr dauern, trotz der Vorarbeit von 'VroniPlag Wiki' ist es eine anstrengende Arbeit, bei der auch viele Formvorgaben einzuhalten sind. Vielleicht wird Giffey dann von einer belastenden Rücktrittsentscheidung befreit sein, weil sie inzwischen – mitsamt ihrer Partei – aus der Großen Koalition gegangen ist. Ansonsten kann ihr nur das Gnadenargument der Vierfachbelastung helfen (Familie, Beruf, Partei, Promotion), und der Hinweis, damals hätte es noch kein Gute-Kita-Gesetz gegeben. Nur: Wie werden sich dann all jene fühlen, die auf eine ehrliche Dissertation verzichtet haben, weil sie das als berufstätige Mutter oder Vater nicht geschafft haben?"
  • Berlingske (Kopenhagen): Bøger: Tysklands familieminister afsløret i plagiat (Søren Schauser) "Endnu en tysk minister er kommet i akademisk stormvejr:
    Franziska Giffey fra SPD har formentlig plagieret sin afhandling om forholdet mellem Europa-Kommissionen og unionens indbyggere. [...]
    Franziska Giffey afventer universitetets afgørelse og har foreløbig ikke kommenteret på VroniPlag Wikis beskyldninger.
    Sagen er den tredje af sin art i tysk politik inden for de seneste år, og de to andre gange endte det med ministerens afgang - hvorfor de tyske medier i dag regner Franziska Giffeys taburet for yderst usikker."

3. Mai 2019Bearbeiten

  • Spiegel Online: VroniPlag überprüft Ministerin – Gravierende Verstöße in Giffeys Dissertation (ama) "Die Plagiatsexperten der Internetplattform VroniPlag Wiki haben die Prüfung der Dissertation von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey abgeschlossen. Sie werfen der SPD-Politikerin nach SPIEGEL-Informationen 'zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen' vor, 'die nicht als solche kenntlich gemacht sind'."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Giffeys Doktorarbeit: Abschlussbericht findet 238 Plagiate [€] (Jochen Zenthöfer) "Nach Informationen von FAZ.NET belastet der Abschlussbericht der Plattform 'VroniPlag Wiki' über den Plagiatsfall Franziska Giffey die Familienministerin stärker als noch vor wenigen Wochen angenommen. Giffeys Arbeit mit dem Titel 'Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft' hat 205 Seiten im Hauptteil. Auf 76 dieser Seiten wurden Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 37,1 Prozent entspricht. Dieser Anteil ist seit den früheren Berichterstattungen über den Fall noch einmal enorm gewachsen, im Februar ging man noch von 24 Prozent aus."
  • Süddeutsche Zeitung: VroniPlag Wiki – Plagiatsjäger beanstanden mehr als 70 Seiten von Giffeys Dissertation (Roland Preuß) "In der Doktorarbeit von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) soll es noch mehr plagiierte Textpassagen und Fehler geben als bislang bekannt. Zu diesem Ergebnis kommen die Rechercheure des Internetforums VroniPlag Wiki, die ihre Prüfung der Dissertation nun abgeschlossen haben. [...] Zudem fanden die Plagiatejäger weitere Stellen, in denen sie für ihre Aussagen offenbar Belege anführt, die diese Aussagen gar nicht stützen. 'Es wirkt so, als ob Giffey systematisch Belege verwendet, die sie nicht überprüft hat', sagte einer der federführenden VroniPlag-Akteure, Gerhard Dannemann, der Süddeutschen Zeitung."
  • Berliner Morgenpost: Plagiatsvorwürfe – Giffeys Doktorarbeit: "Kriterien für Titelentzug erfüllt" (Martin Nejezchleba) "Die Prüfung der Dissertation von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) durch die Plagiatsexperten von VroniPlag ist nach Informationen der Berliner Morgenpost abgeschlossen. Wie der Internetseite zu entnehmen ist, wurden auf mehr als einem Drittel von über 200 Seiten Verstöße gegen wissenschaftliche Regeln gefunden. 'Es ist eine sehr große Menge an Blind- und Fehlzitaten dokumentiert', sagte Gerhard Dannemann dieser Zeitung."
  • Berliner Zeitung: Plagiatsvorwürfe: Verstöße auf 76 von 205 Seiten in Giffeys Dissertation (Torsten Harmsen) "Hat Franziska Giffey bei ihrer Doktorarbeit betrogen? Offenbar hält die Arbeit zumindest nicht wissenschaftlichen Regeln stand. Das geht aus einer kritischen Analyse hervor, die am Sonntag auf der Seite vroniplag.wikia.org mit dem vollständigen Namen Giffeys veröffentlicht werden soll, wie der Berliner Jura-Professor und Vroniplag-Aktivist Gerhard Dannemann der Berliner Zeitung mitteilte."
  • n-tv: Fehler in Giffeys Doktorarbeit: "Hätte nicht angenommen werden dürfen" "Die Plagiatsprüfer der Plattform Vroniplag haben in der Doktorarbeit von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey erhebliche Verstöße gegen wissenschaftliche Regeln gefunden. 'Die Arbeit hätte so als Doktorarbeit nicht angenommen werden dürfen', sagte Vroniplag-Vertreter Gerhard Dannemann bei n-tv."

Mai 2019Bearbeiten

  • konkret (5/19, S. 30 f.): Kiez, Kita, Karriere. Ausgerechnet Familienministerin Giffey gilt als Hoffnungsträgerin der Sozialdemokratie. (Jonas Kuhn) "Was die Plagiatsjäger der Internetseite »VroniPlag Wiki« bis jetzt in Giffeys Arbeit gefunden haben, wirft kein gutes Licht auf die Familienministerin. So hat sie die Rezeption von Habermas’ Konzept der deliberativen Demokratie größtenteils ausgerechnet bei Wikipedia abgeschrieben – und den fehlerhaften Primärquellentitel gleich dazu. Längst nicht der einzige Verstoß: Ihre Quellenarbeit ist nicht nur fehlerhaft, sondern bewusst irreführend."

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